Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1710 (18.11.1923)
- Date
- 1923-11-18
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 10 Men. Sonntag Wiener Morgenzettung 13. November 1023 TÄcIlo»* Pretlosan; Juden Di Silber und Chinasilber; Jed*n Ml Brillanten- und Perlenschmuck; Do 22. XI Verfallene Pretlosenpfand- Posten derPfandtelhanstal en 111., Hintzerstr. 2 und XII, Mandl*. 3. TägllohGebrauohigeoenatHndelm Rödler- und Kolowrat-Saal; von *''s3 dis 7.7 Uhr im Ludwigstorff- Saat und speziell Jeden Di */.$ Uhr schöne Wäsche, Perserteppiche, K’elder. pelze Nähmaschinen, Fahrräder; Jeden Ml V.3 Uhr Photo- , apparate, Ferngläser, Schreibmaschinen, Reisszeuge; Jeden Fr V.3 Uhr Spor'amrllstung, Jagdwaffen, Fahrräder, Sattelzeuge, Pelze im Ludwigsdorff-Saal. Do 22. Xi. Schöne Möbel, Klaviere, Perser epn ehe. Gemälde, Kuns'gewerbelm F anzJ ssf-Sael; jeden Dl u Fr 23. XI. im Hoch- Saal, jeden Mi u. Sa 24 XI. Im Decliau-^aal: Kunstgewerbe. Oemä de, Teppiche. Antiquitäten; leden Di u Fr Möbel, Luster. Bilder, Hausgeräte Im Qlashof. Mo 21. u.Di 27. M. 344. Kunstauktfon I. Teil Josef Freiherr von Dielrichsche Kunstsammlung, Näheres durch die * Gesellschaft für Sammlung und Konservierung von Kunst- und Historischen Denkmälern des Judentums (Jüdisches Museum). Bureau: 9. Bez., Li-ockitensteinstraße 130. Sammlungen: 2. Bez.. Mal.;gasse 16. Mi'ftvoch den 21. d.. 7 Uhr abends, im Saale der „B. B."zä8.remigungen, 9. Bez., Universitätsstraße 4, 15. ordentliche Generalversammlung mit anschließendem Vortrag des Herrn Oberrabbiners Dr. H. P. Chases: „Die Inden Italiens in Vergangenheit und Gegenwart". _____ Kleine Chronik. — Lord Curzon in Verlegenheit. Der englische Minister ves Aeußern, Lord Curzon, hat Reiseerinnerungen veröftentlicht, in welchen er interessante persönliche Erlebnisse berichtet: Er schildert seine Verlegenheit in Teheran, als er unerwartet eine Einladung zur Audienz beim Schah erhält. Alle GarderobeMcke stehen ihm zur Verfügung, nur der Zylinderhut fehlt. Die wenigen in Teheran vorhandenen Zylinderhüte waren für Cnrzons „etwas zu großen und etwas zu runden Kops" zu klein. Am Vorabend der Audienz macht Curzon in einer französischen Familie Besuch. Als er hinausgeleitet wird, steht in der Vorhalle auf dem Tisch ein Zylinderhut, „neu und von ausreichender Größe," den der junge Curzon kurz entschlossen aussetzt, am nächsten Tage für seine Audienz benützt und dann dem französischen Professor, dem er gehörte, mit verbindlichsten Entschuldigungen wegen des Dertöuschens der Kopfbedeckungen übersenden läßt. Und die Moral von der Geschichte? „Ich würde nie auf den Gedanken kommen, ohne Frack und Zylinder nach Timbuktn oder nach dem Nordpol zu reisen; denn in schwierigen Umständen sind sie stets in der ganzen Welt das Kennzeichen einer gewissen Wohlständigfeü und verschaffen einem bei fast jedem Potentaten eine Audienz." — Li Hung Sckang besaßw -sich gelegeilllich rines Besuches in England liebevoll mit Cnrzons Familienverhältnissen. Gesprächsweise stellte Li Hung Schang fest, d ß Curzon und Wilhelm der Zweite Altersgenossen, seien, worauf sich folgender Dialog entspann: Li Hung Schani: „Der deutsche Kaiser hat sechs Söhne. Wieviel Söhne haben Sie?" — Curzon: „Ich halbe mich erst kürzlich verheiratet und bedauere, daß ich bisher keinen Sohn habe." — Li Hung Schang: „Was haben Sie denn ei-aentlich währender ganzen Zeit angefangen?" Curzon versichert, daß er weder damals noch heute in der Lage sei, auf diese Frage sine angemessene Antwort zu geben. — Eine reiche Gewerkschaft. Die New-Borker internationale Gewerkschaft der Damenbekeidungsindustrie-Arbeiter, der hauvtsächlich jüdische Arbeiter angehören, ist nach einer jüngst von dem Sekretär des Ausschusses für Mäntel- und Kleiderindustre aufgestellten Uebersicht eine der reichsten Gewerkschaften der Welt. Sie besitzt ein Vermögen von etwa einer Million Dollar. Sie bat ein G e s u n dh e i t s a m t, das im Iabre mehr als zehntcm'end Mitaliedem ärztliche Behandlung angedeiben läßt. Ferner besitzt die Gewerkschaft ein Ferienlandgut in Foreft Barl in Ost-Pennsylvcmien von über tausend Acres Große, wo für fünfhundert Mitglieder Platz ist. Die Gewerkschaft wird im Dezember ihre eigene Bank eröffnen mit einem Kapital von schätzungsweise 1,500.000 Dollar. I. C. B. — Eine jüdische Philatelistenzeitschrist. In der Freist^dt Danzig, als mtenwtiomilra Handelszentrum, blüht schon seit längerer Zeit das philatelistische Geschäft. In Danzig gibt es eine beträchtliche Anzahl großer Handelshäuser, die den Handel, und Umtausch von Briefmarken geschäftsmäßig beirerben. Auch zwei Zeitschriften für Philatelie vermitteln den Verkehr Zwischen diesen Marienbörsen und dem Ausland. Welch großen Umfang das Markcnsammeln sowohl aus Liebhaberei wie auch als Geschäft auch unter den Juden angenommen hat, geht daraus hervor, daß eine Gesellschaft jüdischer Markm- Händler den Entschluß faßte, eine p h i l a t e l i st i s ch e Zeitschrift in jüdischer Sprache herauszugeben, mit dem Zweck, das Interesse für das Sammeln von Briefmarken unter den Inden zu verbreiten. Dies wird unseres VMens die erste ausschließlich sür jüdische Leser bestimmte philatelistifche Fachzeitschrift sein. Wie die Herausgeber bekanntaeben, planem sie einen Zusammenschluß aller jüdischen Markensammler der Welt zu einem jüdischen Phtlatelistenbund. DOROTHEUM Nr. 1710 Versteigerungs - Einteilung für 14 Tage Mi 28. XI. II. Teil Anhang Im Kunstauktions-Saal. Do 29. XI. bis Sa 1.X1I. Sonderauktion im Franz fosef-Saal. Mi 28. XI. bis Sa 1. Xll. ‘/,3 Uhr: Schönes Mobiliar Mignonilügel Perserteppiche, Oemälde, Miniaturen, Silber- und Chinasilber, Bronzen, Monika, Ziergegenstände im versteigerungs-Saal Margareten, V., Strobachg. 8. Mi 21. XI.. Do 22. XI.. jeden Fr u. Sa Blioherim Eminger-Saal, Mi 21. XI, jeden Dl u Fr Briefmarken, VI.. Mariahilferstr. 73. Do 29. XI. bis Sa 1. XII.: SoMoss-B'bllothekausdem Besitze des Joh. Freih. v. Dietrich. Werke ft'»s 4 lahrhunderten (1465-1865) im Karl-Saal. Mi 21. XI Teohnhoha Auktion: Autos u. Bestandteile, Maschinen, 'Vagen. v\ erkzeuge, Armaturen, Messapparate, VIII., Feldgasse 6. Fr 73. XI, 10 Uhr vorm., X.. Davidgasse 92. Komplette oiesei- Motor-Anlaoe, 3 Zylinder, 150 PS., Leober-i’nrf. Ausführliche Verzeichnis 'orotheum, Kommissär-Zimmer 1. Täglich Schaustellungen ab 1 Uhr Beginn der Versteigerungen ab 3 Uhr Mitteilungen“ und „Nachrichtenblätter“. ~“ 2ie A. Srrngroß>A.-G. Montag den 19. d. den Weihnachtsverkauf in ihren Iamtlichen 60 Abteilungen. Dieser ,st die aünstiaste Kausg^egeirhelt sür alle, welche Seiden-. Moll- und Waichstoffe, Plrpche und Samte, Wirk- und Strickwareu, Sckuhe usw. usw. Ws zu den feinstenQualitäten preiswert einlausen wollen. ':L'tr,J•'cn ""lere ^rfte Weihnachtspreisliste aus der Io. Leite anszubewahren, da sie nur einmal erscheint. (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Brillen, Zwicker und optische Gläser aller Art kaufen Sie bestens im Spezialgeschäft A. Kahn. 20. Bez., Ici^erstraße 38. Fachmännische Behandlung. Mäßige Preise. Reparaturen sofort. * Industrielle, Geschäftsleute, Hausbesitzer usw. erhalten höchste und vortellhafieste Barkredile zu 18 Prozent p. a. durch das protokollierte Bankhaus Urban u. Co.. 9. Bez. Währinaerstraße 22. Ohne Provisionsabzüge Auszahlung binnen zwei bis drei Tagen. * Gesinnungsgenossen bestellen ihre Anzüge, Raglans, Winterröcke bei dem bekannt vorzüglichen Schneider Z. Katz, 6. Bez., Mariahilserstraße 96. Solide Bedienung. 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Bez., Wallgasse 4, und äußerte sich über den nwdernst eingerichteten und großartig funktionierenden Betrieb besonders lobend. * Das altbekannte Tapezierermöbelhaus M Weitz verkauft sowohl in der Filiale. 2. Bez., Darwingasse 39, als auch in der Filiale, 6. Bez., Arbeitergasie 37, erstklassige Tapezierermöbel aller Art zu außerordentlich billigen Preisen. * Das Schuhhaus Dorn, 2. Dez» Taborstrafte 8s, eines der führenden und tonangebenden Häuser der Schuhbranche, empfiehlt dem P. T. Publikum sein großes Lager in Spezialinarken zu sehr mäßigen Preisen. * AN« Hausfrauen rufen im Chor: #$tt bell» Seiko ttz Saanr^ guter und billiger Waren. Infolge Vergrößerung der Geschäftsräume gelangen im Kaufhaus BrüderSchiffmann, 2. Bez.. Tabor- U r a ß e 48, Waschwaren, Damen- und .Herrenwäsche, ferner 1 emenwaren, Bettwäsche, Regenmäntel sowie original enqlffche Ar. .tarnen und Herren in enornier Auswahl zu unerreicht btlltgen Preisen zum Verkauf. . 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Auskünfte Auerspergstraße 4, 3. Stock, Tür 4. - P h i l a t e l i st i s ch e I u g e n d g r u p p e. Um die Sammeltätigkeit in geregelte Bahnen zu lenken und die Jugend vor Uebervorteilung zu schützen, bat der größte Wiener Pyilatelistenverein, der Briefmarkensammlerverein Wien, den Verein Jung-Wien ins Leben gerufen. Er ist berufen, - allwöchentlich in einem noch zu bestimmenden Lokale die philatelistische Jugend Wiens mit Zustimmung der Eltern unter der Patronanz des Stammvereines zu versammeln. Zuschriften an Herrn Johann Fleischmann, 18. Bez., Währingerstraße 49, wo auch Beitritts formulare erhältlich sind. Urania. Heute r G r o ß e r S a a l, V?3 Uhr: Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik. 5 Uhr: Vom Baum zur Zeitung. ‘I 8 Uhr: Humor in der Musik. — Kleiner Saal, 10 Uhr: Pfadfinderkorps. Grundlagen der drahtlosen Telegraphie und Telephonie. V, 3 Uhr: Kreuz und quer durch die Niederen Tauern von Hans Maurer. '^5 Uhr: Opernftagmente. VI. Prof. Dr. Artur BarenSfeld. Der Troubadour von Verdi. %8 Uhr: Harfenvirtuosin Mitzi S e l l y e p- M i ck: Harfenkonzert. - K u r s s a a l, V*6 Uhr: Schriftsteller Dr. Hans Nüchtern: Schweden, wie es scheint und wie es ist. '/,8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Viktor Graser Die narkotischen Gifte. Vl. — K l u b s a a l, 6 Uhr: Ernst Steinin ge rr Deutsche Lyrik, ll. Moderne Lyrik. V«8 Uhr Hoh Dr. Werner Riemerschmied : Robert Hohlbaum.. Leopold, st ädterVolksheim, 2. Bez., ZirkusgaffZ<48. 7 Ubr: Orchester-Konzert. Mozart: Eine kleine Nachtmusik; Beethoven: Fünf schottische Lieder; Volkmann r Konzertstücke ftir Cello; Tschaikowsky r Serenade. Mitwirkend: Neuer Me'-er Orchesterverein (Dirigerft r Gottftied K o s s o w i tz), Heinz Hausknecht (Cello), Gcrta Redlich (Gesang). Karten bis 6000 K. O e st e r r e i ch i s cli e s H a n d e l s m n s e u m. Mittwoch den 21. d., 6 Uhr abends, im Festsaale Vortrag des Herrn Rosenberg über: Allgemeine Exportförderung unter J oauUtXUMA A--» juJtiqtffl Ggschiiktsimtiativd» Kunst. Die nächsten Novitäten in den Wiener Theatern. Im Bürgt ha ater kommt am 29. d. dar nsn eins studierte „Richter von Zalamea" heraus. Dia nächisft Novität soll Motnars „Rote Mühlla" sein, deren Auist führun,gstamlin noch nicht bestimintt ist. Das Akademien 1 he ater bringt noch in dichcm Monat die Premiere der Komödie „Die kt eine Konditorei" von Eugen Heltgil Gegenwärtig wird Shaws „Tcuselsf chüter" geproM Die Staatsoper, welche diese Woche Zemlinskys Oper ,/Der Zwerg" als erste Novität dieser Saison herauf 'bringt, wird noch im Dezemiber Meyevbeers „Ä s r ika ne r i n"j in der Slezak und Piccaver aAerniercn werden, neu ein* studiert wieder ihrem Spielplan einverleiben. Das Deutschs Volks.theater pausiert aus Anlaß des Mo iss i-Gastspieles mit neuen Stücken; snr Moissi wird Ritterers „U n t« r w e g s" neu einftndiert. Bafferman n wird Montag in einer für Wien neuen Rolle, als Herr in StrinÄ bergs ,-Wetterleuchten", in der Neuen Wiener Bühne zu sehen sein. Eine interessante Au'Whrnng wird Mitte Dezember das Ramrund-Theater dringen, dort wird Molnars „L i l i o m" mit P a l l e n b e r g in der Titelroll-s gegeben werden. Pallenberg als Harpagon. Max Pallenberg erschütterte ftir Raimunds wiederum in Mvlieres „Geizigem", dessen Harpagon, eines klassische Eharaktertype der Weltliteratur, unter seinen Hän.- den tragische Größe gewinnt. Ueöer PallenibergS Leistung iis dieser Rolle ist schon vieles geschrieben worden; es genüigt> die Wiederholung der Feststellung, daß man es hier mit eineu Meisterleistiung zeitgenössischer Darstellungskunst zu tun hatt Die anderen Milwirkenden sekundierten nach Kräften. Pallen^ berg dankte der Beifall echter Ergriisseicheit. «. s. Die bildenden Künstlerinnen Qestenelchs im Hagenbnnd. Die Ausstellung der österreichischen Künstlerinnen frtfc Hagenbnnd ist diesmal recht glücklich geraten. Durchschnittlich ist ihr Niveau von beträchtlicher Höhe und es gibt eine Anzahl von Arbeiten, welche von resipektadlsm Können zeugen^ wenngleich es natürlich an Malereien nicht fehlt, die im Ma^ Lemifchen stecken bleiben oder allzu stark fremde Beeinflussung auftveisen. Ein ausgesprochen starkes Können zeigt M. Peei- Val-Chalauipek, eine Malerin, welche Kraft und konzentrierten Ausdruck besaß, was sich sowohl in ihrer Behandlung des menschlichen Körpers wie in ihrer gesamten malerischen Anschauung zeigt. Am ursprünglichsten wirken ihre Darstellungen aus dem Tievleben, alber auch Ms ihrem letzten Werl, das unvollendet geblieben ist, spricht die echte Begabung einer Künstlerin. Ansprechend wirten die zarten Landschaften von H. Strzygowski, Fanny Harlfinger läßt noch allzu stark naheiliegende Erinnerungen ancklingen, besitzt jedoch sichere Qualitäten, M. F ieglhnb er weiß mittels der Oelfleckentechnil starke malerische Mivkungen zu erzielen. Die moderne Note vertreten mit Glück Höllenstein, deren leuchtkräftige Bilder innerliche Bewegtheit anfweisen, sowie K. Zirners dem Expressionismus nahestehende Malereien. Auch Th. v. Mor, Frieda Gold und Montanden haben Qualitätsarbeiten beigesteuert, lleberraschend gut ist die Gra- 'phi!k vertreten, welche mit reichen Kollektionen Fossel, Joh. 'Kampmann und Klara EPstein sehr würdig repräsentieren. Mit Anerkennung genanm seien hier wevters Wieden, Gvete Wilf-Kratauer, W. Frieb'erger, Augustin. Die Skulpturen von T. F. Ries sind technisch gut geraten, im Wesen jedoch recht akademische Arbeiten. Eine Anzahl netter kunstgeweMicher Arbeiten vewollständigen die sehenswerte Ausstellung. v. d Ueber die Entstehung des Berliner Schauspieltheaterd äußerte sich K a r l h e i n z M a r t i n. der geioenwärtig in Prag weilt, Wie folgt: In Deutschland bieg, das Theater im Argen. Mit Ausnahme der Staatsiheater kann sich keine andere Bühne echalten. Max Reinhardt, Felix Holländer haben Berlin sluchtartiig verlassen. Ich habe zur Net tu na des Berliner Theaters einen letzten Versuch unternommen. Einige der prominentesten Schamspieler wie Ernst Deutsch. Misabeth Berger. Gran-ach, Eitlmger u. a.. haben sich zu einer richtigen Gemeinschaft za- .sammengeschlossen. Und so ha>tzen wir ein Aeater (Schaui'ipieltheater) gearündet. auf dem w>ieder di>e Wirkungen der Bühne und die Wirkungen des SchaUlsPielers in den Vordergrund treten sollen. Der Erfolg war derart, daß Max Reinhardt persönliich uns dos Deutsche Theater und die Ka.mmerspiele zum 1. Dezember übergab. Diese Bühnen treten in eine Betriebsgemvinschaft mit unserem SchauspiMheater. Aus den Theatern. Wo^enfpieliplan >der Slaatsoper. Heute, 6 „T a n n h ä u s e r". Morgen Montag: „H ä n s e-l -u nd Gretel". — „Die Puppenfee". Dienstag: „Manan L e s e a u t" Mittwoch: „Die Entführung a u s de m S era i l". 'Donnerstag: „D ie Kö ni g i n vnt S ab a . Abends: „Die Fledermaus ,fr Im Carl-Theater gastiert morgen das Ensemble des Deutschen Bolkstheaters mit Dr. Rudolf Tyro l t indem Schwank „Familie Schimek" Die Proben zur nächsten Operettennovität von Leon und Reichert. Musik von Bruno Gran ichstädien. sind m vollem Gange. Apollo-Theater. Heute, nachmittags 3 Uhr, :m Rahmen des Ballett-Gastspieles des Russisch-romantischen Theaters: „B o j a r e n h och ze it", „Le s M illionS D'A r l e q n i n" und „A n d a l u i a n a" bei ermäßigten Preisen. Abends, halb 8 Uhr: Die neuen Ballette „Giselle" und „A n d a l u s i a n a" mit Elena Svlirnolva. Ma Kriüger. ä BvviS NomcmM. Anatolvi ObuckM «. L