Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1709 (17.11.1923)
- Date
- 1923-11-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 1709 Wien. SamSisg Wiener Morgenzettung. 17. November 1923 GM« W^Modellhaus GICHNER Unter Vettehrssorgen. Sott es in Wien so eüvos ti>ic einen mofeemon Straßen- Verkehr gibt, war er imnrer die Sovge aller daran bvtattigt-eu Faktoren: der Behörde, die ihn zu regeiln hat, der Wagenlenker, die aus dem Gcheige der bestehender: Vorschriften auszübrecher: versuchten, und der Fußgeher, die gewöhnlich die Leidtvagonde:: wäret:. Gestern vormiiMgs hat Hofrat Doktor Wagner, der Leiter der Berkehrspoktzei, dir Vertreter der Presse Zn'sich eingeladen-, uni ihnen Mitbeiinngen über geplante V erbe sie rnug-.'u im Wiener Stvaßenvevkchr zu machen. Den Anlaß zu dieser Besprechung boten st: erster Linie -die zahlreichen A u t o u n f ä 1 l e, die sich gerade in letzter Zeit in den Wiener Straßen ereignet - hüben. Fm Vsrbchrsministeriwm wird an dem Entwurf einer nauan Auto>mobi!lverkehrsord«ung gearbeitet, deren wÄse-Michstes MertVnM eine Erhöhung der Maximalgeschwindigkeit sein wird. Hofrat Wagner wies darauf hin, daß nicht' der Umstand, daß die Chauffeure zu schnall fahren, an den Unfällen schuld sei, sondern daß in Wien nicht vorsichtig genug gefahren wird. Die Automeibillhevordnnng, die innerhalb der SiMgrergzen ei'me HöchstigeschwiM^keit von 15 Kilometer, aiußech-a'llb der Stadt 48 Kklonreter zuläßt, stammt aus dem Fahre 1900 und ist den modernen Bertk-chrsdeDhäl-tnissen einer Großstadt nicht mehr angopaßt. Die Chaiuffoure hüben gegen dieses 16 Kiilometer-Dempo hauptsächl-ich aus dem Grunde Stellung genommen, weil eine große Zahl von BeanstänldigunigM durch die Sicherheitsongane damtlif zuvüchzusühren ist, daß sie di-etses viel zu langsame Tempo nicht emhiÄen. Tatsächlich ist die Einhaltung dieser GeschwindiKM 'bei der Fnt-ensität des heutigen Verkehrs nicht gut möglich, ohne daß jaden Augenblick Stock -u ngon entstehen. Man Wird sich also entschließen miissen, die Höchstgeschwindigkeit entlsprech-ond zu erhöhen. Frr welchem Ausmaß dies geschehen soll, stcht noch nicht fest. SekbftdefftäMich wird mit der ZubilliWng einer größerer: Fahrgeschwindigkeit auch eins Vermchmug der Vor- 'antwortilichkeit der WagenleMr Hand in Hand gehen. Nicht immer ist an den StvaßenuMllen der WagenLewker allein schuld. In einer großem Zahl von Fällen.tragen dir VerunMäckten selbst die Schuld, da sie beim Ueberschveiiten der Fahrbahn die primitivste Vorsicht ailrßer acht lassen. Feder Passant, der den Bütgersteig ver-- Die neue AutomobUfahrordmmg. läßt, muß sich dessen bewußt sein, daß er sich in eine Gesahf beglibt und daß daher Dovsicht am Platze ist. Weiter sprach 'Hofvat Wagner Über die Au sb ikbung der Fahrer in der: Fahrschulen, die viel zu wünschen übrig läßt. Auch diesent Uübelistaud will dir Vetzkehrspollizei erhöhtes MWmnerik zulvenden. Es soll in Hinkunst nur konzessioM>rte und amtlich kontrollierte Fahrschulen geben. Die neue Autonro'bWverordmmg sei auch daru.ni not« -wendig, weil sich die Zahl der Krchtf.chrizmi!ge im letzten Halbjahr ganz güwMlfg Vernvehrt hat. In gang Oesterrttck sind im letzten HMjahr nicht weniger als 1219 AutoS und 1816 Motorräder hmWgÄommon, Wovon der größte Teil auf Wien eiiijäin. Diese gewaltige Zunahme an Fahrzeugen macht auch die Zunahme der Unfälle erMÄrllich. Der Referent sprach sodann noch über die Maßnahmen, die gegen die Nebertrcter -der Fahrovdnung e-vgriffen werden. Mit rücksichtsloser Strenge wird gegen angeheiterte Wagenlentker vorgegarrgeu. Auch gegenjene, die einen Unfall verschuldet haben und sich der Verantwortung durch Davonfahren entziehen " wollen. Einen besonders krassen Fall eriloähnte Hofrat Wagner: F» der Vreue-nseerstraßc toollte ein Chauffeur, der -einen Un-fall verursacht hatte, rasch davonifahren. Er löschte di: Decksichrer ab und als ihn: ein Wachmann entgegönl-vat, fuhr er geradenwegs auf den Beamten los, so daß dieser sich nur mit knapper Not retten kannte. Dieses Manöver führt« der Chauffeur noch bei drei Wachl-euten aus, bis er eMich festgeuommeu werden konnte. Fn diessm Zjusaumienhang kam auch der Erlaß über den Wasftngebrauch gegen Antowildlinge .zur Sprache. Dieser Erlaß ist keineswegs so aiufizufassen, als ob die Beamten förmlich auf die Mvlofahri dressiert wevderr würden, sondern er ist so gedacht, daß ein Sichenh-eitsorgcin gegen renitente Autölenker im Notfall -von der Waffe Ge« brauch machen kann. Man hat dabei keineswegs übersehen, -daß durch einen Schuß in einer belebten Straße großes Hit - heil ungerichtet wenden kann und daß UnbeiMigte zu Schaden kommen können. Die neue De-rkehrsordmmg soll in knvzer Zeit in Probefahrten ans ihre Brauchbarkeit güprüft und auch eine Reihe von Versuchen mit veirEchrsiechnlischen Maßnahmen gemacht -werden. Natürlich muß auch das futzgchestde PrtbWum das Se'mlige tun, um einen geordneten nnld vechÄltn-is-utaßig gesicherten Straßenverkehr zu ermölgii'ichtzn. OJckasions- VerJcauf in neuesten Modellen von Nachmittags-, Abend- und Strassentoilettcn tief unter dem Er Zeugung spr eise! •p i >jf fir Vl.Marfahilferstr.37, t.St * ' vis-a-vis Stiftskirche ( On parle francais Gnglish spoktn Schließlich fordert -die Kanfnta-nnschaft nochmals, daß für die -beabsichtigt«« Investitionen eure Anleihe aufgeuomnien werde. Es ist ein Von -den führenden wirtschaftlichen Korporationen zu bildender Beirat zu bestellen, der die Aufgabe hätte, einerseits die Gebarung der Post zu überwachen und insbesondere die Verwendung der für JnvestitionsHwecke bestimmten Beträge zu kontrollieren. Die ÄWre Bekesstz-Stolper-Federn. Wir halben seinerzeit über diese Affäre berichtet. Ans Grund von gegenseitigen Beschuldig'Mgen hat Herr Emmerich Bekesfy gegen die Herren Dr. Stolper und Walter Federn die Ehrenbel-eidigun-gsklage echolben, über die am 14. d. verhandelt werden sollte. Am Tage vorher hat Herr Belke-ssy di« Klage zurückgezogen. Er tat dies auf Intervention des Präsidenten Dr. Gdnumd Weng ras, der vorschlug, die Angelegenheit einem jonrnalistischen Ehrengericht zu -unterbreiten. Dr. Stolper und Herr Federn hüben jedoch erklärt, die Klagen, die sie ihrerseits gegen Herrn BeLessy eiuyöbvacht hatten, nicht zuruckzuziehen. Zu dieser Affäre sendet uns nun der Vorstand der Organisation der Wiener Presse folgende Mitteilung: „Herr Dr. Ednumd Wengraf hat den Schritt, den er kurz vor dem Prozeß Bekessy gegen Dr. Stolper- Federn getan hat, um Herrn Bekessy zu veranlassen, die Klage zurückzuz-ielhen und den Ehrenrat einzuberufen, nicht als Funktionär der Organisation der Wiener Presse, sondern auf eigene Verantwortung und ohne Wissen des Vorstandes nnterrwinmen, allerdings in Kenntnis von Umständen, die der Organisation nicht bekannt waren, aber Herrn Dr. Wengraf zur Erwartung berechtigten, daß Herr Bekesfy dem Rückzüge aus dem Gerichtssaal das Ausscheiden aus der Wiener Publizistik folgen lassen werde. Die Organisation wäre in einem früheren Stadium der Angelegenheit bereit und im Sinne ihrer Satzungen im Fn- -tevesse ihrer Mitlieder Walter Federn mud Dr. Gustav Stolper verpflichtet gewesen, eine ehrenrätliche Prüfung der Angelegenheit vorznuehmen, mußte aber dies unterlassen, weil Herr Dr. Gustav Stolper und Herr Walter Federn erklärten, die Beweise gegen Herrn Emmerich Bekessy mir vor Gericht und unter dem Schutze der dom ordentlichen Gerichte zustehenden Zwmrgsmitteln führen zu lvollen. Infolgedessen hat die Organisation der Wiener Presse nach Erfüllung ihrer statut-arischen Verpflichtungen aus Gründen des allgemeinen journalisttschen Standesin-tercsses nichts unter-nomuren, um -die Drtrchfiihrung der schwebenden Prozesse. in offener Gerichtsverhandlung, die sie keinesfalls zu scheelen hat, zu verhindern." Die Lebensmittelmärtte. Rckordzustihreu von Fleisch in Grotzmarkthalle. Die Zufuhren von Fleisch in der Großmarkthalle weisen augenblicklich eine Menge auf, die einen wahren Rekord darstellt. Nachdem ain Donnerstag 1ö Waggons Init Fleisch angekomnreil waren, sind gestern weitere 39 Waggons eingelangt, so daß insgesamt 54 Waggons Fleisch zur Verfügung standen, darunter 26 Waggons Rindfleisch. Dadurch werden die seit Wochen -günstigen Zufuhren um -ein Beträchtliches üibevtvoffen. Die Ursache dieser außerordentlich günstigen Beschickung des Wiener Marktes liegt darin, daß für gewisse Exportländer Deutschland infolge des sort-schreitenden WähM-ngsverfalles als Absatzgebiet nicht in Betracht kommt und große Fleischmengen dem Wteuer Markte zugute kommen. Der größte Teil -der -zugeführ-ten Sendungen stammt ans Fugoslüwien und aus Ungarn. Jü den Frühstunden herrschte nur geringer Verkehr auf dem Fleischmarkte, weshalb bereits für heute nennenswerte Preisrückgänge für Rindfleisch zu erwarten sind. Die Grünwarenmärkte warenschwächer beschickt, doch reichten die Vorräte an Kartoffeln, Gemüse aller Art und Obst infolge -der geringen Nachsva-ge überall für den Bedarf. Die Breise hltc'&crt im großen imd ganzen unverändert. Leichte Niederschläge. Gestern früh herrschte in Oesterreich im Westen Regenwetter, im Osten . war klarer Himmel. Die meisten Orte hatten Morgenftost. Tagsüber hat sich wieder eine warme Westströmung dnrchgesetzt; auf den Alpengipfeln ist die Temperatur um 10 Grad gestiegen. Der Himmel hat sich wieder allgemein bewölkt. Voraussage: Stärker bewölkt, mit zeitweise« leichten Niederschlägen, vorübergehendes, kurz dauerndes Aufklären nicht unwahrscheinlich. * Gedenkfeier. Anläßlich der Enthüllung eines Gedenksteins für den im Kriege gefallenen Leutnant Alfred Berger, Mitglied der Z. M. V. Hasmonea, findet Sonntag um ■10 Uhr auf demZentralfriedhof ,bei den Heldengräbern, eine lÄedeltkseier sämtlicher jüdisch-akademischer Verbindungen und?>• M. V. statt. Die Korporationen treffen sich vollzählig beim ersten Tor des Zeutralfriedhofs. * Leopold Hilsner. Auf die vor kurzem veröffentlichte Mlitteilung, in der wir auf die Notlage Hilsnersäufmerksam machten, sind ihm von unbekaunter Seite 100.000 K. ztlgesendet worden. Wir hoffen, daß das nidische Publikmn dem Opfer der .antisentitischen Lüge zu Hilfe komnven wird, sind bereit. Spenden enigegenLUnehm.en und auszuweiset^ Das chaotische Wer je GvleigenihM hatte, äls Paviäi oder auch nur als unbetelL-iigter Zulschauier die Abfer-ttgung im Haupiiyollaurt mitzuiinachen, der dürft« von den ergötzlichen Stunden, die er dort zuigebvacht hat, den troiftilois-em Eindruck mitgenommen haben, daß sich hier «eines der tvübsten Kapitol der öftvrveichischen VeÄehrsmvseve übspi'M. Fn langen Reihen warten hier di« Parteien stundenlanig und der Verbrauch an Nervonkvapt bei den Parteien w«ie bei den Beamten ist enorm. Täglich häufelt sich die Beischlwerden, daß das Pe-rsoM der Firmen, das die Zollabfertigung von Postpaketen beinr HauPizollaM vortzunchmen hat, stunden-, ja sogar t-agellang warten »muß, bis es die Sendungm auslgchobgt echäbt, wolbei es vWfach vorkonvmit daß oinizelne Stücke erst nach Wochen auffindbar sind. Die Belatsttimg, welche durch das enorme Lagergeld von 1000 Kronen «Pro Paket «und Dag entsteht, evreicht vielfach den Wert der Ware. Die Rückstände «im Hauptiz-ollMtt haben sich nun demvt antzeisamimÄt, daßxschon in den nächsten Tagen die Mfert-iguny im Hauptzollaant vollständig ins Stocken gemt-m muß, wenn nicht Abhilfe gejschchsen wird. Das Gremium der Wiener Kauifnr-a-nnschiaft hat beschlossen-, sich arr das Bundes- «minfftevium für Handel und Verkehr di auch an das Buindes- MMifterium für U-rvaniM zu wenden. Die- Ursachen dieses vollkkommmen ZuisaMlmsnbruches der Mfertigu-ng auf dem Hauptzollamt liegen iu folgenden Ver- Organisation Achduth Israel. Montag den 12. d. fand im Lokale des Vereines Beth Israel (Polnische Schul) unter Vorsitz des Herrn Rabbiners M a y e r s o h n eine Versammlung statt, die von 28 Wiener Bethausvereinen Und Korporationen beschickt war. Fm Namen des vorbereitenden Komitees entwickelte Herr M. Hornstein in einem eingehenden Referat Zweck und Ziel der Organisation. Es sollen alle jüdischreligiösen Vereine in einer straffen Ovganisatton zusammengefaßt werden, um auf das religiöse und nationale Wiederaufleben der Wiener Judenschaft hinzuarbeiten. In der Debatte ergriff unter anderen Herr Emil Pomeranz das Wort, um die Gründung der Organisation mit warmen Worten zu begrüßen. Es wurde, beschloffen, in Kürze eine De l «.g i e x t«it! o n f e t -c n 3 aller Vereine einzuberufen, -die eine neunglicdrige Exekutive wählen soll. Die allgenteine Zustimmung aller Anwesenden bewies, daß die Organisation -einen: dringenden Bedürfnis entgegenkomntt. * Der Fremdenverkehr in Wien im Oktober. Für Oktober sind in Wien 42.090 Fremde angekommen und in Hotels, Pensionen und Sanatorien abgestiegen, mrd zwar: 14.090 Oesterreicher, 66 Albaner, 102 Belgier, 742 Bulgaren, 78 Dänen, 3934 Deutsche, 739 Engländer, 531 Franzosen, 303 Griechen, 247 Holländer, 164 Italiener, 1487 Polen, 10 Porttlgiesm, 1389 Rumänen, 637 Russen, 109 Schweden, 40 Norweger, 521 Schweizer, 1919 S. H. S. (Jugoslawien), 52 Spanier, 8806 Tschecho-Slowaken, 203 Türken, 38 Ukrainer, 4830 Ungam, 70 Afrikaner, 816 Arnerikaner, 195 Asiaten und 11 Australier. 2165 Meldungen betrafen Passanten. * Auslassung des Telegraphen- und Rohrpostamtcs An: Goldeaq. Das Telegraphen- und ■Rohrpostamt 53. Wien. Hauptzollamt. HM-Nliffs::: Das Haiuptzollmni hat dovzeüt gegenüber den Bor» kr-iLgsverhäl-tn-isft-u eine vollständig geündeM und verhäl-tnis- -mäßig «mlsgebretiteteve FunM-on. Dadurch, daß Pvag, Brünn, - Budapest, Pveßbu-rg, Agram ufw. Z-ollatrlÄand geworden sind, muß jede eÄrzelln-e von dort konttnerche Sonduiüg auf den: Zollamt als Aus'landsWt abgsfsr-ttgt werden, während vor dem Kriege di-es-e Sendmirgen Äs einfache JMvndspaTot« behandelt wurdet:. Di-cst -techn-ische-n SchwierWetten worden dadivrch zu einen, imlösbaren Chaos, daß die überaus kouchlliziert-en G'mlfuhrve-rlbote die Däanipul-ation nahezu u-n-mbKich machen-. Für di« moilsten Warenmi-t dom für den Wävenvettkchr ganz unbeträchMchem Wett von einer Million dsuitWsterveichKlschon Kronen pro Postpaket muß e-i-nc Einfnhrb-ewii lsliguiny beigeibvacht werden. Bis zur B-eischäffuny dieser Einffchrböwilligu-wg bleiibon die Pöst paket-e l-ieyon, so 'daß sie dann vielfach nicht mchr auffindbar sind. ■Zrr- -diafen SüMterigk-eilett kommt noch der rr-ir: nle-cha» nffche und gautz bu-reatuEoa-iffch dMchgefühvte Prrsonalabbatt bei -den untere«, mit Arbeit lüberbürdölLn SbeAon. Den Par» ttne-nverkchr bis 6 Uhr M-sWdchnen, ist uumögsl-ich, da für diefen Zweck kein Personal vorhainlden ist. 4. Bez.. Am Goldegg 5, wird mit Ablauf des 17. d. für den Telegraphen- und Rohrpostdienst geschlossen. * Die „Verschiebungen" im BÄxchest—Wiener Schnellzug. Me aus-Budapest berichtet wird, hat der Gerichtshof gesten: den 25jährigen Ladislaus Badnany und den 27jährigen Börsenkonmnssionär Emmerich Ronah zu einmonatigen: Gefängnis und zu einer Geldstrafe von einer halben Million Kronen verurteilt, weil Polizeiorgane unter ihren Sitzplätzen im Wiener Schnellzug größere E f f e k t e u p 0 st e n geflmdeu hatten. Kleine tzhroml. — Neue Funde in Palästina. Ans Jerusalem r.■: v,t man: Das archäologische Departement der Mmil:-nrr.--.:on meldet den Fund eines prächtigen Marmovsarkophags in Tvl-Barak zwischen Cäsarca :md Tanturah. Er ist ganz ähnlich den: bekanillen >Sarlopha-g int Reichsnmsenm in ^bonstaut'inopel, -der: rnau allgernein das Grab Alexanders des Großer: nennt. Die' Dekorationen der Wände stellen Episode:: aus der Schlacht der Griechen mit den Amazonen Idar. Fr: 'künstlerischer Hinsicht .übertrM der Fu>:d alles, was bis 'fetzt in Palästina gefunden worden ist. Außer dem letzthin gefundenen B-asalt-stei-n mit der Fnschrfft des Pharao Seti de§ Ersten wurde das palästinerffifch« Mn-feun: noch -um einen Sarkophag bereichert, -der den Na-men Phalion trägt. Ter Name ist iderttksch mit den: Brrtder des Antiparer,'von Urelch-em Josephus Flavius erzähl:, er Habs das Leben in der Schlack: bei -Vavnron verlöre:,-