Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-11-16 · Heft 1708 (16.11.1923) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1708 (16.11.1923)
Date
1923-11-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980790--16788-3003734
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1,6. ZLovember 1928 Mk I __ Wen, FreiSs« ^.ilznteilen, da nur sie vor Gericht zur ^vcairttooxtuufl i gezogen lvcrdcn formen. Der Präsident der Jftwelittstben Gemeinde hat die Ansführnng dieses Llnsuchens verweigert. Mm bleibt abzMvarten, ob nicht etwa die ungarische Regierung aus der Angelegenheit eine ii-eitc .Haupt- und Staatsaffäve machen lvird. Denn in Budapest kann uran nie wissen. Es ist dir Hauptstadt eures Landes, in dem der LMrber Hejjas seine schützende .Hand über der „christlichen Moral" halt rrnd jüdische Pfadsinderknaben eine Gefahr darstcllen . . . _ Wieder ei» Mer von Zalaegerszes. Aus Cluj (KlansenÄurg) wird uns berichtet: Ein <pfer der barbarischen JnterniernngSPvaxis in Horthy- Ungarn hat dieser Tage in Kraszna seinem gequälten Leben freiwillig ein Ende bereitet. Noch Zur Zeit des Einzuges des rumänischen Heeres in Krasgna, das seitdem zu Rumänien gehört, wurde der Schächter der Gemeine Ignaz Heil m nun von den ungarischen Truppen verschleppt und später in Zalaeger^eg interniert. Es tvar bisher uicln gelungen, die Befreiung des schuldlos internierten Schächters durchzusetzen. Die Erhaltung der zahlreicher! Familie lastete seitdem arrf den Schultern der Frau Heilmanu. Die Sorge um den Gatten zermürbte jedoch diese auch ohnehin schwächliche Frau, die schließlich in eine Nert>cnfmnfi>cit verfiel und nun seit vielen Monaten gelähmt im Bette lag. Sie muß furchtbare Qualen erlitten haben, denn vor einigen Tagen raffte sie ihre letzten Kräfte zusammen, kroch förmlich zu dem Schrank, in welchem das Schächtmefler des Gatten verlvahrt war, rmd schnitt sich die Kehle durch. Als die erste .Hilfe kam, röchelte das unglückliche Weib noch: „Laßt mich sterben, ich kann diese. Leiden um den Mann und um die Kinder nicht länger ertragen." Während des Transports in das Spital der nächftgelegenen Stadt Zila h verschied die Schächtersgattin HeArmum. Das Leichenbegängnis der Frau wurde, obgleich die dortige Ittdenge.mcinde streng orthodox ist, trotz des Sel'bsbm o r d c s unter überaus großer Beteiligung durchgeführt, lieber das Schicksal des internierten Ignaz Heilmann konnte in den letzten Monaten nichts Authentisches m Erfahrung gebracki iverdcn. Dieser Umstand scheint mm der todkranken Frau die letzte Hoffnung, ihren Mann wieder zu sehen, und dsn Kindern den Ernährer wieder zu geben, geraubt zu haben. . Sine staatliche Asrksneklllation. Der bslMbe Staat ist einer der Hanp-iLeidtvagenden bei dem Zusammcubrmch drr deutschen Mark, denn er hat durch chn mehr als e:nr Milliarde Dollar emgebüßt. Eine der Bedingungen des Waiffenstillstcnvdes im IÄhrr 1918 war. Vrß Deutschtaud an Belgien eine best raunte Summe in Go!d'.nark bezahle. Die ZMuilg erfolgte m Papievnrark, nach dem damaligen Kursstand der de-ntschen Marl. Bedien erhielt sechs DUlliarden m Papiergeld. Das Zählen und Bevpack«: dieser Summe nahni nicht iveniger als sechs Monade m Anspruch und kostete dem beSgffchrn Staat eine recht lMsche Summe. Die Pakete wurden in Säcke gelegt, diese versieget uns in den Kellern des belgischen Staatsschatzes aufbewahr:. Die Snimive. die damals mehr als eine MWardr Dollar ausmachtr. lag nun fünf Jahre in ihrer Kellerruhe und wurde nicht cmgeri'chr-t. Plan hatte sie entweder vergessen oder gehofft, durch ein späteres Steigen der Mark Gewinn für den belgischen Staat zu enMrn. Der Marckzus.nnmeubr-nch ha: düse -Hoffnungen so grimdlich getÄivscht, 7aß nunmehr der Wert dieser MtilKarde Dollar Mr Zeit als nian sich des Markschatzes in den -Kellern, der beligifche-n SG.ü'5bcrnk wieder erinnert.', sage und schreibe dreißig belgische Frauken, nsto etwa zwei Dollar betrag. Inzwischen l)§: er sich noch vcrminDert. Mama hat feine Seit. Von Klara Mautner. Muter T>at immer Zeit gehabt. War sie auch noch so beschäftigt, drängte die Arbeit von allen Seilen, die Kinder konnten mit jede«! Anliegen, mit jeder Frage, jeder Sorge und jeder Freude kommen. Hatte sie auch alle Hände voll zn tun, für ihre Kleinen blieben — sogar wenn dieKleinen schon recht groß geworden tvaren — immer noch Zeit und <^danken übrig. Mutter schaffte im Hause und in der Küche von früh bis spät, wenn nicht gerade Feiertag ivar, dann gab es auch nicht ein leeres Augenblickchen im Tag. Aber es zeigte sich auch da, lvie richtig der alte Grundsatz ist: wer viel Arbeit hat, hat viel Weil — je mehr cs zu tun gab, um so mehr tonnte die Mutter bewältigen. Ihre Kinder störten die jüdische Mutter nie, dir dursten kunimeu, wann immer sic Lust hatten, zwischen Kochen, Scheu-- ent, Jenen, Putzen war immer noch Zeit zu einem freundlichen, uciehrenden Wort, zu eiueru Rat, einen! Scherz, einem Gespräch. Ich kann mich sehr genau erinnern, daß mein Bruder seinen ersten lateinische» Sah mit dem ganzen Stolz des neugebackenen Gymnasiasten ureiner Mutter durch die Breite von zwei Zimmern zuschlendern mußte, weil sie am Ende dieser Zimmer mit bei» „Einlagen" des Bodens beschäftigt war. Das ivar sicherlich nickt gerade bequem, aber Ich weiß, daß unsere Mutter, aus dem Boden kniend, zwischen Lappen, Farbentopf, Pinseln und Bürsten muh Gelegenheit fand, ihrer Bewunderung und ihrem Stal; Ausdruck zu geben. Ich tveiß auch noch, daß :ch sic Konjugation von cwoir und etre zuerst vor einem Kuchrntisch rczitiettc, ans dem ein „Barcln's" verfertigt wurde, und daß Wader meine französische Aussprache noch der Kuchen durch die Verknüpfung gelitten i>ot. Ich weiß cs heute noch und ich danke meiner Mutter b.'ttte nach dosnr, das; sie uns nie iveggrscheucht har: ich habe leine Zeit. Gewiß wäre ich auch trotz dieser Abweisung in die Geheimnisse des j'ai, tu as, i! n ttngedrimgerc und nrein Bruder hält« Hertciu erternt. Aber Wiener Morgenzeituns. Nr. 1708 Der iuternatiovale Rougreß der Ligen für Menschenrechte. Gegen Antisemitismus und Numerus clausus. Aus Paris meldet I. C. B-: Auf dem hier tagenden: internationalen Kongreß der Ligen für Mensche n- und Bürgerrechte sprach der Sekretär der internationalen Föderation der Bölkerbundligeu, Professor Ruyssen, über d'e eigentümliche Lage der Juden unter den Nationen. Er führte u.a.ans: Die nationalen Mi uderheiten im allgemeinen habcinl meist eine Anlehnung an eines der angrenzenden Länder, wo ihre Nationalität de vorherrschende ist. D-ese Nation kann im Namen ihrer Minderheit im Nachbrrlande Einspruch erheben. Demgegenüber haben die jüdischen Minderheiten nirgends eine solche Unterstützung. Daraus erwächst der internationalen Liga für Menschenrecht die besondere Pflicht, die Juden gegen Verfolgungen und Ungerechtigkeiten zu schützen. Der bekannte Historiker Professor -Aulard schloß sich den Ausführungen Professors Ruyssen an.! Professor Ruyssen brachte sodann im Namen seiney Föderation ein-. Resolution gegen den Antisemitismus uud gegen den Numerus clausus ein. Es sei eine Tatsache, daß der Antisemitismus die Regierungen einer Anzahl Länder, so besonders die Regierungen Litauens, Polens, E st l a n d s, L e t t l a u d s u n d Oesterreichs, beeinflußt, so daß ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung der Möglichkeit beraubt wird, das Bürgerrecht zu erwerben, auch dort, wo die Betreffenden durchaus einen Anspruch auf Bürgerrechte haben. Der Numerus clausus, sacste er weiter, ist ein Verstoß gegen die elementarsten menschlichen Rechte .und es ist die Pflicht dirr Liga sür Ndenschcn'r»chde, ihn, zu bekämpfen, und zwar sowohl dort, wo er, tote in Ungarn, Gesetz «geworden ist, -als auch dort, wo er, w».e es in Polen geschehen ist, in der Praxis antzchvendet wird, indem der Minister für Erziehungswesen ein entsprechendes Zirkular an die Fakultäten geschickt jhgt. Professor Ruyssen verlas dann di« folgende die-« solutton: „Der internationale Kongreß der Liga für Menschen- und Bürgerrechte ist tief erschüttert durch den in unserer Zeit herrschenden Rassenkampf und shes anderdurch das Wiederaufleben des Antisemitismus in verschiedenen Ländern. Getreu der Auffassung des Gedankens i.; Menschenrechte, daß die Gleichheit jedes! Bürgers vor dem Gesetz verbürgt werden soll, erhebt der internationale Kongreß der Liga für Menschen- und Bürgervech.' Protest «gegen jene Gesetzes- und VerwaltmigSmatznahinen, d'e verschiedene Arten von Bürgern schaffen und sie gegened:ander auSspielen wollen." Der Kongreß weist besonders auf die Maßnahmen hin, die darauf hinzielen, gewisse Bürger ihrer Rechtä auf Bildung z u berauben, «ohne Rücksicht darauf,' welche Dienste diese Bürger der Gesmucheit zu lcisten fähig wären. I Ter Kongreß beruft sich aus das GriurdPrinzip, daß die Beobachtung aller Bürgerpflichten auch den G cnuß aller bürgerlichen und politischen Rechte bedingt. Der Kongreß ruft alle nationalen Ligen für den Schutz der Menschenrechte dazu auf, in ühren Ländern mit aller ihnen zu Gebo-de ftehendear Mjrchjt gegen GeSshc! oder Verwaltungsmaßnahmen einznschreiten, die den Cha-c rakter der Ungerechtigkeit tragen, und beauftragt das Berbandsbureau, diese Resolution dem Völkerbund und den! in Betracht kommenden Regierungen zu! übermitteln." Der französische Senator d'Esteurnekles unterstützte warm d'e Resolution, worauf dieselbe einstimmig zur Annahme gelangt«-. Für eine jüdische Völkeebundliga. Der Generalsekretär der Jnternattonaten Födcra» tion der Völkerbund-LigLn Professor Ruyssen stattetä dem Pariser Bureau des Komitees der jüdischen Delegationen einen Besuch ab und besprach mit dem Generalsekretär Herrn Leo Motzkin die Frage der jüdischen Minoritäten m Osteuropa. Professor Ruyssen unterstrich hierbei d'e Möglichkeit, eine jüdische Völkerbundliga zu gründen, die' ein Glied der Föderation sein sollte. > das Gefühl der Sicherheit, der unbedingt verläßlichen Zuflucht in die Anteilnahme meiner Mutter, dieses seligste Kindheits-- gefühl, hätten wir wahrscheinlich nie kennen gelernt. Das ist freilich gründlich anders geworden. Mama — nach allerneuerster Mode „Mutti" oder „Muttelchen" genannt — hat zwar :mvergleichlich weniger zu tun, aber sic hat fast nie Zeit für ihre Kinder. Dabei ist nicht von jenen Frauelt die Rede, die ein anstrengender Beruf ganz in Anspruch nimmt. Die werden in den kurzen Atempausen «nnmer noch eher die Möglichkeit erhascheir, sich ihren Kindern zu widnren, sie werden wenigstens, wenn sic zu Hanse sind, aus «die Interessen der Kinder eingehen. Viel schlimmer ist der Zeitmangel bei jener großen, übergroßen Zahl gebildeter Miitter, die, ohne einem Berus nachzugehen und ohne in der Hauswirtschaft selbst Hand anzulegcu, den ganzen Tag in Atem gehalten sind. Man karm sehr schwer sagerr, was sie zu tun haben, aber sie sncd beständig in Hetzjagd begriffen und finden sich sehr beklagenswert. Dieser Typus der ewig mlzusriedenen, civig klagenden Frau, die imnier das Gefühl hat, von einem imagiriäreu Thron herakgestiegen zu sein, tvenn sie sich mit den Notwendigkeiten. des Alltags besaßt, dieser Typus ist leider unter den jüdischen Frauen nur allzu sehr verbreitet. Zu feinen besonderen Kennzeichen gehört eine maßlose U-eberschätzung der geistigen Interessen. Dnm geistige Interessen, tveiß Gott, die haben sie. Sie lesen gewisserchaft alle Bücher, von denen „man" spricht (sogar wenn es chinesische Spruchweisheit ist), aber beileibe nie eines darüber hinaus. Sie besuchen .Kunstausstellungen und schwärmet! zeitgemäß. Wenn sie das Gespenst einer Sttinme in der Kehle vermuten, so nehmen sie Gesangsstunden und begeistern sich neben Bach sür das „Dreimaderlhaus". Immer sind sie in irgend einem betrieb" eingesponnen, ob er nun Theater, Kunst oder Tanz heißt. Auch mit Politik tändelt Mltti gelsgentlich. Dantr muß sie Leitartikel lesen, die außer dem Autor niemand versteht, und schwierige voKswirtschaftliche Abhandlungen. Dazwischen ist für Kindergeplauder, sür Kinderfreude ititö -Sorge kein Raum — Mama hat keine Zeit. Sie muß ihre geistige Persönlichkeit pflegen, muß ihrer Eigenart gerecht werden, muß ihren Anteil am künstlerischen Leben des Tages wahren, da paßt Kinderschnickschnack sehr schlecht dazu. Er würde fast immer die „Stimnrung" verderben. Also halt man sich ihn fern, hört ihn nur gelegentlich einmal an, wie man mitunter auch dem Zwitschern der Spatzen lauscht. Zlber zunr Mterleben aller kleinen und doch so großen Erlebnisse des 5tindevdaseins, dazu hat Mama keine Zeit. Sic hascht nach Schatten und versteht mcht,' was ihr über diesen» Tun au Gliicksmöglichkeiten verloren geht. Könnte man leiu anderes Argument für die Rückkehr der Frauen znr Tätigkeit im Hanse anfiihreu, so sollte dieses besrimmeud sein. Kein Gewinn an geistigen Schätzen kann groß genug sei», Mütter dafür zu entschädigen, das; ihnen die Seele ' ihres Kindes fremd bleibt. Diese Entfremdung ist aber überall nnansweichlich, wo die Mutter nicht einem geistigen Beruf nachgeht, sondern wo sie sich in Spielerei mü geistiger Tätigkeit gefallt. Bei aller Hanösranenarbeit sind Kinder willkommene Zuschauer, kleine Helfer, vergnügliche Gesellschafter, die niemals stören. VeLlvendet inan aber die Stiindcu des häuslichen Beisammenseins auf das Studium der „Kritik der reinen Vernunft" oder zerfließt man in St-immungsseligkeit vor einem sechsfach erleichterteil und verwässerten „Parsifal"°-Auszug, dann bleibt nichts anderes übrig, als die kleinen Störenfriede abzuwehren — Mama hat keine Zeit, daS Aufblühen eurer Seele zu erleben. Mama hat WichttgereS zu tun. Sie dibettiert. Damit soll sicher nicht der grundsätzlichen Versimpelung der Mitter das Wort geredet werden. Das Haus darf gewiß nicht nur Kinderstube sein. Es ist auch neben denk Kinderleben noch Raunl für geistige Betätigung, für Feierstunden der Seele, für stille Einkehr in das eigene Ich. Auch unsere Mütter haben Bücher gelesen, haben Musik gepflegt und die Schönheit in Kunst und Natur geliebt. Sie haben diese Betätigung nur nicht für wichtig genug gehalten, darüber die Kinder ihrer natürlichen Heimat zu berauben. Sie haben sich selbst überhaupt nicht sür «so unendlich wichtig gehalten, denn sie habe» nicht tagaus, tagein ihre Eigenart zelebriert. Und sie wußte» und verstanden, wenn auch vielleicht nur mit dem Herzen, was es sür ein Kind bedeutet, das glühend und zitternd, angstvoll und jubelnd, verwirrt und fragesüchtig, unsicher und beschämt zur Mutter kommt und abgewiesen wird: Mama hat keine Zeit. _ ßnsant terrible — zangwill. Aus Nsw-Dovk wird gemMet: Z a » g w i T1 hicl: m der Liga für politische DAdlMg eiine längere RkÄc über Lloyd George. Er nannte Lloyd'Geovge eilte» „Feigling", weil er di« Fehler ssines Friedensiwerkes in BersMes »ich! einsehen wolle. Lloyd George habe mit diesem Friedenswev! ans der Weilt ein Narwnhaus Mnmcht imd er allein sei für di: gegrnlwävlitzen Lckiden Europas verantwoMich. Im weiwren Verlmiise seiner Rede mackffe er Aimevöta den Vorlvnrs, daß cS am Kriege tVilgenominen halbe, gegenwärtig aber Europa allein [entern SchickM Wsriliasie. Alls cr die Muri'lancr äls Fanllenizer, unfähige imd vulgäre Menschen bezeichne re, die toe-mger Ehre, Stolz und GevechtigkÄtssiun zur Schau iraae» als die Engländer, mußte Zangwill insolsg: der En t r ü st » u g «des vers-mmnchten PubMvmS seine Rede u«u 1 erb r e ch e n Die chinesische Mauer. Warum das Paßvisum nicht aufgehoben chird. Der Be rein für kaufmännische Interessen hielt gestern eine sehr stark besuchte Bersammlnug ab. Es tvltrde wieder einmal über das P a ß v i s n m ilnd ähnliche erbauliche Dinge gesprochen und in der Debatte, die sich an den Bericht des^ Referenten anschloß, konnte der Zuhörer recht angenehme Dinge erfahren. «So ist es gewiß recht interessant zu wissen, daß wir in Oesterreich von unseren unmittelbaren Nachbarn «weiter entfernt sind, als bon den Chinesen. Die chinesische Mauer unigibt nicht, lvie man es bis jetzt mtf Grund aller Geographiebüchel toußte, das Reich der Mitte, sondern — allerdings unsichtbar, aber undurchdringlicher das heutige Oesterreich. Es ist eine papierene Mauer und die Wächter sind «die Bnreankraten in den Mi-nisteriem Ein

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.