Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1707 (15.11.1923)
- Date
- 1923-11-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980789--16779-3003724- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Men. Donnerstag Max R'klMdt wird, wic letzt neuerdings verlautet, in Zähere Äezichungen zum Burgtheater treten. Er soll, vielleicht noch vor der Ei'öfsnnng seines Dheatt'rs in der Josefstadt, bestimmte Stücke am Bur-qtheater inszenieren und späterhin feine Bühne derart mit dem Bur gtheaterensenible in Verbindung bringen, daß die Künstler an beiden Bühnen auftrete n rönnen. Eine solche Vereinbarung mit Reinhardt Wte manchen großen Vorteil. Gewisse Dissidenten wären den: Burgtheater wieder gewonnen und daß Reinhardt selbst ein außerordentlicher Gewinn für das Burgtheater wäre, kann wohl niemand bezweifeln. Ensemblegastspiel des Deutschen Bolkstheaters im Carl- Theater. Montag den 19. d., abends 7 Uhr, findet im Carl- Theater ein einmaliges E-nsenMegastspiel des Deutschen Bolkscheaters statt und gelangt mit Dr. Rudolf Tyrolt der Schwank Familie Schimek" zur Ausführung. Aus den Theater«. B « r g t h e a t t r. Wlorgen, 7 Uhr abends, „Der Schwan". Akade mietbeater. Morgen und Samstag Len 17. d., V-8 Uhr abends. „Das stärkere Band". Im großen Konzerthaussaal findet als Veranstaltung des Burgtheaters morgen, 7 Uhr abends, eine Aufführung von Calderons „lieber allen Zaubern die Liebe" statt. V a l k s o p e r. Heute, '/,3 Uhr nachmittags, „Das Glöckchen des Eremiten". — 7 Uhr abends „K ö n i g s k i n d e r". Im Deutschen Volkstheater beginnt Alexander M o i s s i sein Gastspiel Montag den 19. d. als Oswald in Absens „G e s p e n st e r". Im Raimund-Theater spielt heute Max Pallenberg in der Komödie „Der Wauwau", morgen »Freitag) den Harpagon in Molieres Lustspiel «Der Geizige". — Samstag den 17. d. spielt Leopoldine Konstantin zum ersten Male die Lona Ladinser in dem ^»sxspiel „Der Star" von Hermann Bahr. Wiener Morsrnzeitnn«. 16. November 1923 Nr. im Volkswirt. Gestempelte Krone 0.0080 Centimes. Anrzahlnng Wie« --- 0.0080 Centime«. In Zürich notierte die österreichische Krone die österr. gestempelte Krone 0.0080 0.0080 18./11. 0.0079V. 0.0080 die tschechische Krone . .... 16.44 16.45 die Mark.pro Milliarde —.— —.— Holland,,,»»»«»»«»»» 215.50 215.60 3l6to*?)otl »••#•••••** * 570.— 589.- London . ... » . . 24.90 24.95 Paris.. 81.5b 31.95 Mailand. 24.80 24.87 Belgrad. .••»•••»*•*. 6.57V, 6.55 Bukarest 2.92 2.85 Sossa .««»,,»»»>»»» 4.80 4.75 Bndavest .......... 0.0302 0.0305 Warschau -. —.— Rückgang des Vanknotennmianfes «m 107,8 Milliarden Kronen. Der Ausweis der Oesterreichischen Nattonalbank vom 7. d. zeigt eine Abnahme des Notenumlaufes um 197,5 Milliarden, so daß der Banknotenumlauf 6410,3 Milliarden Kronen beträgt. Das Wechselportesemlle weist eine Erhöhung von 65,7 auf und die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 315,3 Milliarden Kronen. Glesringknrse Ser OslerreicWrcliRn Rationalbank vom 14. November 1928. Gerichtssaal. Diebstähle in der spanische« Gesandtschaft. Vor oinvmhalb Jahren erhielt die Polizei durch eine AnzvW Kenntnis von Die!bstäh!en aus dem. Nachlasse des spanischen Botschaiflers Don Anion w de Äcrstvo Cas-alez. Darin wurde die Kauifmannsgar-.m Pawla f Back, deren Schwiegersohn Tr. Josef Mandl und dessen Frau, Lilly Mandl, boschuldrgt, daß sie gelegentlich der B-sichttgung des amsgestrllien Nachlasses eilte Reihe werwoller SMevsachm geflöhten halben. Diese Anzeige führte zur Embsitung des StrLfvevfo>hvens gegen die genannten Personen. Gestern hatten sich vor dein Einy-lrichter Hofrat Dr. Goldstein Paula Back und Dr. Josef Mandl wegen Verbrechens des Diebstahls, Hcilene Mandl wegen Uebertretung des DieibstüHls und Lerbrechests der DiMtahlsteÄnchmamg zu verantworten. N.'bsrDieZ soll Paula Back der Privaten Frau Ottilie Latzl ein paar Brillcmtohrg>^hänye gestohlen, Höbe ne Mandl ein S-ilbergerät entwendet und um die Diebstähle des Doktor Josef Mandl, gewußt haben. Frau Frieda Back und das Ehepaar Mandl besichliigten oflMÄls die ausgestellten Gegenstände. Dabei haben die drei PorsoiMn wickderho'ü Gegenstände entwendet und sie, im Muff oder unrer den Kleidern verborgen, weggetragen. Zuerst tvurde Frau Back verhört. Den Diebstahl an der' Frau Latz'l stel!- die AngeÄagte entschieden in Abrede. Auf Befragen -des Stamsanwalres E-läci die AngeAagte schluchzend: Zu jener Zei: befand ich mich in einer schweren G> iniNsstimnrung, ich war vollkommen vermögenslos, hatte eine vienm>oMtche schwere Krankheit ütbersta-nden... da ist es mir überhaupt nicht zum Bewußtsein gelkommen, daß ich etwas gestohlen habe . . . und dann, ich habe mir gedacht, was alle Leute sagten, es war der spanttche Botschafter, er ist wahnsinnig reich gewesen, und ihm fehlt das ja nicht. Der Angeklagte Dr. Jvser Mandl erklärt sich #= schuldig, ebenso die Angeklagte HAene Mandl. Nach Ämchgeführ-tem Beweisverfähkven wurden die Angeklagten f r e t g e ls p -r o ch e n. Kurs vom 13 Nov Ware New Ware 7695a. 77050, 818.- 970,— 874. <*H. 970 82«. tR.Vt> *’9.50 30.50 <4'A 34 4 3416.- -ft» ".71 3.91 373 - 357- 359 10370. 10390 10320. 13121.- U0°0.- 120'0. l»03'V>,-31 Kl'l.- 311717. - 9170. - 0130.-. 9179.- 3106.- 3094.- 3196.- 71181.- 70035.- 7II85. 3903.- 3972.- 3988. 7079.— *>965.- 2^75.- 572.- -33.- 537.- 1843^. - 18370. 10430.— 410.- 370.- 410. - 12495.- 12475.- 12525.- Vevisen (Schecks und Aus- Zahlungen) Amsterdam f. i holl. Gulden . 4 2ß85o. Aeram t ju«. Kronen . . , , R 814.- Re1?»ad 1 Dinar .R «14. Rerlln* I deutsche Reichsmark . P 17.51 Brflssel I heldische Francs . . 4'L 129t. Budanesl 1 ungarische Kronen . R i.70 Rnkores* 1 l.el.R 171. - ChrlMlnnla 1 norwer». Kronen . 5 10339. - Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 London 1 Plund Sterling . , , ft 3 93io.- Madrid I Pesetas Rty, 913'. - Mailand I Lire 8 3494. New York 1 Dollar ...... 4 70011. - Paris 1 Francs ....... ft 3S'i2— Prac 1 tschecho-stow. Kronen . 5 7*150. - Sofia l Lewa ..7V W8, - Stockholm > schwedfscheKronor . 4'l, 19370— Warschau** I notnfsche Mark. . 6 37o. - Zürich 1 schweizerische Francs . 3 124*5.- Noten Amerlksn. Noten v. 5 Hollar aulw. . . kleinere . . . Belgische Noten WO Francs . . Bulgarische Noten zu KW t.era . . m t aa „ . . . kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten . . ...» » > too * « ff v kleinere * * Bngl. Noten von 5 LlvresL aulw. . » kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Qtilden^. Italienische Noten v. 100 Lire aulw. . kleinere . . . Jngosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar . . . . Iw . . . „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten ....... , „ kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu.500Lel » » kleinere . . . Rurs. Noten (Roman.) zu 500 Rubel > ■ * 100 , , , , kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. fpanische Noten 100 Pesetas . . schecbo-slow. Not. v.lOOOaufw, , , kleinere . - Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. 2-2S 2.45 2.13 „ „zu 10.000 Kr. , . , . kleinere. 2.20 2.40 2.10 * Für 1 Milliarde Mark. ** für 10.000 poln. Mark, t) Von Auslandsabgaben nichts Übendimmen. 70569.- 70969.- 75469.- 70869. - 3359.- 3390.- 546.- 554. - 525.- 534! 11940. - 12020 16.50 17.50 15.- 18— 307500,— 3nuoo.- : 307300.. 70q9on.- ‘ 3845.- 3875— 26550.— 26859— 360.- 3«B0.- 3040,— 3060— 807.- 813- 797.- 893— 10290.- IY28.',— 370,- 411— 350.- 390— 365.- 369— 345.- 349— -!- 1816«!- 18260*— 12330,- 12410.- 9010.- 9090— 2037.- 2053— 2032.- 2048— 2.25 2.45 HÄ S.*40 5!L~ 319. 491 s- 49o!— 11840. - 11920. 28.50 29.50 2?!» 28^50 .108910.- IIWOO,- 301700.- 3in3'*0.- 3925.- 3955.- 26750.- 2R950.- 3060.- 3080.- 3040.- 3060. 812.- 8t 6. - 802!- 8W*.- 10150.- 10230.- 370.- 41».- 350.- 390. - 352.- 356.- 332.— 336.- 2.35 "i30 Der Herr von der Reparationskommission. Herr .Karl ^rant Uhrmann ist mit seinem Lose nicht zufrieden. Es zesällt ihm nicht, daß ihn das Schicksal zu einem einfachen öern Uhrmann, einem schlichten Disponenten einer lkohlenfirma gemacht Hai. Und Wenn der Herr Uhrmann sieht, vie den Menschen, die irgend einen tönewden Titel vor ihren llamen?,u setzen haben, die We-lt offen steht, wie sich alles vor hnen beugt, dann seufst er bei^ich: ,ß&tz es doch auch so sa'ben könnte". Da ihm aber niemand einen Ti'el verleiht, so utt es .Herr -Uhrmonn selber. So machte er «sich in diesem SoMner ad hoc M ginem Mitglied der Reparations- 0 m m i s s i 0 n. Nicht, daß Herr Uhrmaun vielleicht die Re-- »aralionsfrage M Iö>en mithelsen wollte oder daß er die feiten Diäten eines solchen hohen Herrn qu lbostÄien beabsichtigte, nein - nur so. Weil nämlich ein Wachmann seinen Kutscher tvegen iner Verletzung der Fahrvorschristen beauständet hatte. Das »aßte chm nicht. Also fuhr er gleich *ur Wachstube und bechwerte sich dort. Ihm, -dem Mitglied der Reparationslommission, so etwas! Unerhört! Dann zum Präsidenten Schober. Den Sekretär schüchterte er durch die grüne Legil imäiion ein: Merwbre de la Commiffwn de lo reparation. Man oerde den Bescheid über die Angelegercheit telephonisch an ihn wer an Monsieur Lebard, dem Sekretär des Generaldmmissärs Zimmerman, geben. Gestern stand das Mitglied >er Reparationskommission dar Gericht, weil es mit der Mitchiedschaft des Herrn Uhrmann nicht stimmte. Die grüne Karte vor auch nur die Mitgliedskarte der Urania. Der ganye Nimims der Diplomatenherrlichkeit, der Herrn U-hrmann eine Stunde lang umgeben hatte und in dessen Äbglan« er sich smmen mrfte, schwand rm nüchternen, kahlen Gerichtssaal dahin. Der mrfache Disponent Nhrmann stand da und mußte sich wegen Irreführung verantworten. Der Richter fand, daß eine Woche strengen Arrests nicht zu viel dafür sei, eine Stuade lang Mitglied der Reparationskommifsion gewesen «u sein. Ja, die Reparackionsfrage ist nicht »>»» sirr E-urvPa Ä»e oeLbtSche Sache. > - Die Aufteilung der Meuer Postsparkasse. Die Dschccho-- Slowcckei hat die m Rom getroffene Abmachung hinsichtlich der Aufteilung der Wiener Postsparkasse bisher aus dem Grunde nicht dnrchgefühvt, da die Erfüll-ung einer Bedingung invmer noch aussteht, nämlich das; die Valutasoederunigen der Wiener Postsparkasse in England, Frankreich und Belgien' noch nicht desegueftriert worden sind. Dre Wiener Postsparkasse hat einen Teil dieser Vailntaforderüngen den einzelnen Vertragsstaaten als Deckung angeboten in der Voraussetzung, daß die obgenannten drei Staaten die Desequestcation die-ser Forderungen durchführen werden. Die Forderungen, hie hier m FrgHe stehen, wurden von Englaich, Frankreich und Belgien - auf Grustd des Art. 349 des FriedenÄ>ertrayes sequestriert, da sie die Wiener Postsiparkasfe als ehettvaligen österreichischen Angehörigen betrachteten. Die SuMssivnsstaaiten haben ihrerseits bei den DersuHen nach Erlangung der Deseguestration darauf hln.-gewiesen. daß es sich bei den erwähnten Forderungen' um das Glgentnim der SpareirÄoger und Scheckkontoinhotber yatidett und daß es ge-rade den Friedensverträgen entsprechen würde, die Forderunigcn für diese Personen zu deseq>Mtrioren. Diese Bemlühungen um Desequestrierung der Balnt aso rderungen haben bisher kein Resultat gezeitigt. In der letzten Jett wurden, wie wir hören, neuerdings Schritte m dieser Hinsicht unternommen, von deren Ergebnis das weitere Vorgehen in der Frage der ArOeÄun^ der Wiener Postsparkasse albhängen wird. Insbesondere lvird hiervon hie Wederanfnahme von Berhandlmryen abhängen. Die Hauptdeckuny der Miener PastffpMbasse für die FMdevuniM ihr gegenüber werden Vortviegsrenten sein.. lieber die Einlösungsquote der alten Forderungen läßt sich solange nichts Näheres sagen, als nicht der Ertrag der VaiutasoidermttzM der Wiener Pvstspar- Laffe bekannt ist. Neuerliche Erhöhung der Einftchvabgoben in Pole». In den nächsten Tagen tritt eine nouerliche Echöhung der Emstchrzollkoefizienten in Kraft, und zwar des normalen Koesfizienten von 210.000 auf KO.OOO. des ermäßigten von IOOjODO apf 270j000 der Borkriegshöhe. Eine Textilbörse in Lodz. Aus Warschau wird gemeldet: Dieser Tage wurde von den Ministerien für Frnanz- WÜm »mtz fioM üaL frkaUM. aa» fei Mi * nehmigt. Der Wirkungskreis dieser Börse umfaßt die Rovj inierung des Handels mit Wolle, Baumwolle, Garn und Abs fällen sMie verschiodeuer Rohstoffe der Textilindustrie. Neue Bestimmungen über Ursprungszertifikate im Bev! edlungsverkehr mit Polen. Wie das österreichische Handels, rnuseuin erfährt, hat das polnische Finanzmimsterium anges ordnet: In Fällen, wo die aus dem Ausland herrührendeu Waren nach Absendung aus dem Herkunstslande vor Ankunft in Polen in einem anderen Bertragslande derart veredelt worden, daß sich durch die Veredlung der Wert der Ware nicht um mindestens 50 Prozent vergrößert, kann die Vertragswll< ermäßigutig auf Grund doppelter Ursprungszertifikate (öeS Produktions- und Beredlungslandes) zugestanden werden, wen» dieselben folgenden Bedingungen entsprechen: a) Die Zertifikad« sollen nach dem geltenden Muster von der hierzu befugten Handels- und Gewerbekammer ausgestellt und von >bem zuständigen polnischen Konsulat vidiert fein, b) Als Warenempfänger soll darin eine Firma bezeichnet sein, die ihren Sitz innerhalb des polnischen Aollgebietes hat. c) Das Zertifikat des Ursprungslandes der Ware soll außer den allgemeinen, für alle Zertifikate vorgesehenen Angaben noch die Bemerkung enthalten. daß die zur Versendung gelangende Ware vor der Uebernahme durch den Empfänger derselben auf dem Gebiete der Republik Polen der Veredlung unterzogen werden soll (die Art der Veredlung sowie Land, Name und Adresse der veredelnden Firma sind anzuaeben). und daß infolge der Der. edlung die Beschaffenheit (Kennzeichen) und das Gewicht der Ware eine Veränderung erfahren werden. (Erwünscht wäre, wenigstens annähernd das Gewicht der veredellten Ware.) d) Das Zertifikat des Veredlungslondes soll die Angabe enlhalten, wo (in welchem Lande und bei welcher Firma) die Ware erzeugt worden ist, ferner die Angabe über die Beschaffenheit uns das Gewicht der Rohware sowie über die Beschaffenheit und das Gewicht der Ware nach der Veredlung. Die Konsnlarsektion der polnischen Gesandtschaft in Wien macht hierzu aufmerksam, daß obige Verfüanng die bisher geübte Praxis in wesentlichen Punkten modifiziert. Nationalisierung der jugoslawischen Lokalbahnen. AuS Agram wird gemeldöt: Betann-Mch bestcht bei uns. namentlich in Kroa-ii-en und Slawonien sowie in Bosnien. Dalmat-en und . Slowenien, eine Anzobl von VizinMabnen deren Haupi'sitz sich im Ausland. Wien. Budapest usw. beifindvt. SeWtperständlich kommt der Ertrag dieser Bahnen, der unter den heutigen Berhättnissen nicht gering ist. zn.m größtem Teil den ausländischen Umer-nehmnnoen z-u>"w, während unsere Wirtschaft darum verkürzt wird. Um diesen Zustand ein Ende ziu breiten und unsere Verke-hrsmitte-l vollständig der heimischen Wirtschaft dienstbair gu machen, beabsichtigt der Verkehrsminister, Beograder Meilidungen zinfolae, die b-etreft'iden Unternehmungen zu veranlassen, ihren Sitz in unser Königreich n v e r l e g e n, wo ist die Nationalisierung der iKinalbahnen beginnen würde. Revision der jugoslawischen Geldinstitute und Industrie- Unternehmungen.. Der Agramer „Morgen" meldet: Der Zusammenbruch einiger Banken sowie die in letzter Zeit öfter vorkommende Liguidiernnq von kleineren Bankunternehmunflen hat den Handelsminister veranlaßt, die Kommissäre >des Ministoinums zu beaustraoen. daß si-e ehestens die RedLsivn der GÄdinsti'ute und Jndnstrieunternchmungen vornehmen und in kürzester Zeit dem HLwde.Ismini.sterium Wer die Ergebnisse Bericht erstatten. Ausfuhrverbote in Rmnänien. Berichten aus Bukarest zufolge veröftentticht die Regievung ^eine Lüste jener Waren, deren Ausfuhr vorübergehend verboten wurde. Die Liste zählt folgende Waren ans: Gegerbte Lederforten (ansa-enommen Lammlleder, Schaf-, Hasen- und Hundeleder), Sohlenleder, Kvuponleder, konfMonierte Bekleidunasartikoi. TransmissronSrismen. Zucker. Schaftvollstoffe, verschiedene Mineralien (ansmo-mmen Bauxit und Pirtt mit weniger als 2 Prozent Goldgehalt), Steinkohle, Eisen und Stahl in ieder Form (ansgenowmen Eisenmöbel, Ketten und Drahtseile), rohes gegossenes Eisen, iede Sorte Kupier, Blei. Nickel. Wattn, Gold- und Silperilepierungen, Knochen, Eichenlohe, Gerbstoffe, Knpftrsulphat, Edelsteine, Platin, Gold und Silber, Juwelon, MeidizinaVstofte, MMtäransrAftungsgegenstande. Diese Maßnahme wurde oetroften, um den Jnlandsbodarts zu si<hern und tragt bloß vorübergehenden Charakter. Eine neue Produktenbörse in Rumänien. Berichten ans Bukarest zufolge errichtete die rumänische Regierung dem Wunsche verschiedener Wirtschaftskvsise entsprechend in Kkschinew. d-r Hauptstadt von Beßar^l - > "iftendörse. Die Fleifchkrise in Argentinien. Die Regierung hat die angekündigten Verordnungen, womit Richtpreise für Vieh und Fleisch festgesetzt werden, nunmehr erlassen. Diese Preise bewegen sich zwischen 0,19 und 0,27 Cent, für das Kilogramm Lebendvieh und betragen 0,21 für Gefrierfleisch, gleichgültig ob die Ware für den Jnlandskonsum oder für den Export bestimmt sst. Die neuen Preisbestimmungen sollen mit 30. November in Kraft treten. Die Gefrierfleischunternehmungen haben daraufhin sämtliche Käufe eingestellt. Verdreifachung des deutschen Exports nach Mexiko. Nach der soeben veröffentlichten Statistik über die ersten neun Monate des laufenden Jahres hat die Einfuhr ausländischer Jndustrieprodukte nach Mexiko wieder bettächtlich zngenommen. An der Spitze der Importländer standen die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Deutschland und Frankreich. Die Einfuhr aus Frankreich ist in dieser Zeit um 25 Prozent, die aus den Vereinigten Staaten um 33 Prozent gestiegen, die Einfuhr mis Deutschland hat sich verdreifacht. Damit hat Deutschland den Friedensstand seiner Ausfuhr nach Mexiko überschritten. Neue Hindernisse der Belebung der Bautätigkeit. Unter Vorsitz des Präsidenten Gremialrat Heinrich Eber rfand eine Delegiertentagung der Banmate ft alte nh ä nbte r Oesterreichs statt, die sich mit der Frage der großen Bauprogramme des Staates und der Gemeinde beschäftigte und die mit größtem Bedauern konstatierte, daß. diese gwßzügigen Pläne leider dadurch in höchstem Maße gefährdet erscheinen, daß die Bnndesbahndirektion in vollständiger Verk'nnung der Beden tnüg dieser Projekte für das Staatsganze mit derartigen Erhöhungen der Baumaterialientarife Vorgehen, daß die Bautätigkeit wieder in Frage gestellt erscheint. So wich der Frachtsatz für Gips, Kalk, Sand und Quarzsand um 100 Prozent, fiir Schnittholz, das zwar in eine niedere Frachtklasse eingerecht wurde, mx 8 Prozent und für Ziegel sogar nm 186 Prozent orhAst. Hierzu kommt die für viele Baumaterialienhändler außerordentliche Steigerung -der Lagerplatzmiete, die für viele Händler eine Gefährdung ihrer Existenz davstellt. Der Verband der Baumaterialienhändler faßte den einstimmigen Beschluß, -sich an das Bundesmünstermm.für Verkehrswesen zn wenden und eine Herabsetzung des Tarißes zu fordern. Wiener Börse. Stilles Geschäft. An der gestrigen Börse war die Stimmung w- H ruhiger als am Vortage. Der bevorstehende Feiertag m\:> V.c dadurch bewirkte Unterbrechung des Verkehrs veranlaßtcn eine gewisse Zurückhaltung der Spekulation. Auch bildeten die un- Märte» Berbältzaige in DttUlchland wieder den Gegenstand