Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-11-13 · Heft 1705 (13.11.1923) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1705 (13.11.1923)
Date
1923-11-13
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980787--16760-3003703
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Skr. 1708 Witzn, D^eEag Mener Morgenzertung. Rapid auch weiterhin in der Führung. ÜÖte MeiistSÄschalflsWAe. votm Sannt-ag, brachten feine UckbevvaWuntten. Da Disninia und Amateure miteinander die PWikto tMn. A dsr SlportMb Ria!pid klar in dic Führung gelangt. Rachstchend die Berichte: Simmering — Hakoah 1 r 1 (V r 0). WraeLrochener Kampfgeist des jüdischen Vereins. — Ein verdienter Erfolg. Simmevinger-Platz. 10.000 ZuschEr. Schiedsrichter Komar. Simmering: Aigner; Ira, MM; Baumgartner, Roscher, Ehrlich; Luke sch, Danis, Horvath, Mrkvicka, Gliwitsch. Hakoah: Duldig; Grünfv'ld, Gold; Ing. Sluzky, Guttmann, Pollak; Nenfeld, Hetz, Grünwald, Gruschka, Katz. Auf dem heißen Simmeringer Boden, der schon so Mancher Gästemannschaft zum Verhängnis geworden ist, vermochte die brave Mannschaft der Hakoah den Hausherren einen Pmrkt ab-ntrotzen Da der Sirnmcringer Sportklub hener einer der tüchtigsten Wiener Vereine ist — sein mit ztvei Toren Differenz über Rapid errungener. Sieg ist noch in aller 'Erinnerung —, bedeutet ein unentschiedener Kampf gegen ihn, noch dam auf dessen Platze, immerhin -ein Wr ehrnchoues Resultat.- Der halbe Erfolg gewinnt noch an Bedeutung, -chenn die widrigen Umstände berücksichtigt werden, unter denen er erfochten wurde. Drei der Besten, Halpern, Scheuer und Häusler, fehlten in den Reihen des jüdischen Vereins- Die ganze Mannschaft ist durch die Bonfälle des letzten Spieles deprimiert und angeekelt durch das widerliche Treiben des fanatischen Pöbels, der die Hakoay«Spieler als eine Art Pogromersatz betrachtet und don den anständigen Wettspielbesuchern fast nie zurechtaewiesen wird; unter solchen Umständen erachtet di« Hakoah die Meisterschaftsspiele als lästige Verpflichtungen, denen man eben geMuugen Nachkomme»: »miß. Trotz all dieser Hemmungen kämpften aber die elf wackeren Spieler als vollkommene Sportslente mit größter Aufopferung mW der Erfolg blieb nicht aus. Am besten schlug sich die Deckung. Pollak ist wieder in Tvauiform und lieferte sein bestes Spiel im heurigen Jahre. Guttmam: ließ die beide:: gefährlichsten gegnerischen Stürmer Danis und Horvath nicht zur Ge-ltmrg rommen nub drückte seinen Angriff immer wieder nach vorne. Auch mit Ing. Sluzky konnte man vollkommen zufrieden sein. In der Verteidigung überragte Gold seinen Partner Grünfeld beträchtträchtlich. In Duldig besitzt die Hakoah einen Tormann, der heute scholl allerhöchste Klasse darstellcn würde, wenn er die Erfahrung!>äik, die nur in schweren Kämpfen zu evtverben ist. Noch drei, vier scharfe Spiele, und Östricek hat. einen ernsten Konkurrenten für das Team. Dem ebenso geschickte,: wie mutigem Eingreifen Duidigs hat es die Hakoah in erster ©iuic zu verdanken, daß sie nur einen Treffer abbckam. Im Angriff versagte Grllschka vollkommen. Möglicherweise war er nur zu bafaugeii, uni seilte Fähigkeiten zu entfalten. Die anderen vier Stürmer spielten gleichmäßig, gut, auch Katz, der bisher nie gefalleil konnte, überraschte durch eine gute Leistung. Die Sinrmeriuger stellten eine gut ausgeglichene uitb vor allem sehr flinke Mannschaft, lieber alles Lob erhaben ist die Verteidigung. Aigner hatte wenig zu tun, erledigte aber dieses geringe Pensum mit beruhigender Sicherheit. Iva ist äußerst stoWcher, Musil spielte meist als vierter Half, wodurch der Hakoah »Sturm gewöhnlich abseits stand. Die Deckung hatte in Roscher den besten und in Baumgartner ihren ichwächsten Mann. Im Angriff ragte Mvkvicka. der bisher als der 'Schwächste galt, hervor. Ter Schiedsrichter -Komar hatte das schnelle, schwer zu leitende Spiel jederzeit fest in der Hand. Er ließ sich auch durch das Toben des Simmeringer Anhanges nicht im mindesten beeinflussen. Die beiden Schiedsrichter Schebek und Schönbrunn unterstützten ihn als Linienmänner aufs beste. Bezeichnenderweise mutzte Herr Komar das Spiel unterbrechen, weil die Hakoahuer aus dem Zuschauerranm mit Steiner: beworfen Wurden. Bor Halbzeit entwickeln die Simmeringer eine merkliche U«berk'genheij. Die Hintermannschaft der Hakoah hat schwer zu kämpfen und verschuldet einige Eckstöße, die aber r'Mltaflos vorlanfcn. Gelegentlich eines solchen befördert Dkrkvlcka den Ball mit der Hand ins N etz, doch war dieser'Regelverstoß dem Schiedsrichter nicht entgangen. Die Stürmer her Hakoah entlasten nur durch einzelne Vorstöße die Hintermannschaft, können aber den Ball nicht halten, da Grnschka jeden Versuch eines Kusammenspie'les stört. Duldig fangt eine Menge scharfer Bälle, auch Aigner löird einige Mast beschäftigt und endet die erste »Spstlhälfte torlos. Nach der Panse tritt' die Hakoah mit Katz an: rechter: Flügel und Nenfeld als MittelstürMr an, während Gruschka am linker! Flügel unschädlich gemacht ist, Der so umgekrempclte Angriff bewährt sich ansgestichnet und d^s Spiel toird nur: Valllormnen offen. Bei einem Gugpiisf legt Neufeld de»r Ball Grüuwald schutzgerecht vor. doch ist Aigner tun den Bruchteil einer Sekunde schneller und verhindert' ein sicheres Goal. In der siebenten Minute spielt GruschLa einen Ball unnötig zurück, es entsteht ein Korner und Mrkvicka rollt den Ball unhaltbar in die Torecke. Eine Viertelstunde vor Schluß des Spieles gibt Pollak einen Freistoß vor das Simmeringer Tor, Heß und Aigner starten gk'ichzeltig, doch ist der Hakoahner der Schnellere, und der Ball säuft, für den Tormann unerreichbar, ins Netz. Knapp vor Schluß ergab sich eine ähnliche Situation. Guttmann gab nach einem Freistoß den Ball an den freisteheuderl Katz ab, der das Leder volley Mit einem Bombenschuß um Haaresbreite über die Querstange jagte; ebenso knapp entgingen die.Sinlmerruger der Niederlage. Raftrd — Admira 2:0 (1:0). Ein schwer errungener Sieg. Aapid-Plätz, 6000 Zuschauer, Schiedsrichter Werner. Rapid: Tiller; Neqnart, Diettrich; Richter, Brandstetter, Klär; Wessely, Bauer, Kuthan, Uridil, Wondrak. Admira: Franzl; Kingall II, Voci; Schnaubelt, Koch, Kingall l; Stegl, Runge, Klima, Mutsch, Dobrak. Die Floridsdorfer, die in der jüngsten Zeit mehrere Spielera&ßlhtöc zu verzeichnen hatten, konnten trotzdem eine gute, zähe Mannschaft stellen, die bis aüf die Allgriffsreihe befriedigte. Im Angriff machte sich nur Klima benrerkbar, der aber bei feinen Partnern m wenig Unterstützung fand. Rapid hatte mit der Bekämpfung der Admira keine leichte Arbeit, znnral die gegnerische Deckung feine sonst gegen lokale Rivalen sich immer überlegen zeigenden Sturmer ganz aus hem Geleise brachte. Gut waren bei den Siegern Richter, Brandstatter und Klär; besonders Richter -hatte einen sehr utLn Taa. Im Anariff konnten nur Bauer und Uridil gefallen. S Wessely und Wondrak wurden zu wenig beschäftigt. Kuthan Uw1 nt bewacht. Diettrich beging wobl einige taktische Fehler, bessert 'ese aber bei anderen kritischen Gelegenheiten wieder aus. Bei Ahmiva war gleichfalls die Dockung Schnallbelt, Koch und Kingall 1 der beste Mannschaftsteil. Zu der Verteidigung Voci bester als sein Partner. Franzl im Tor perriet gute Anlagen. Bei Spielbeginn hatte die Admira nur 10 Mann im F-elde, doch vervollständigte fünf Minute,: später Klirna die Mannschaft. Ein Durchbruch gelingt Uridil sehr gut. Er gibt ben Ball an Wessely ab, der aber haarscharf über die Latte schießt. Daun erwidert Admira. doch sind die Angriffe ohne Durchschlagskraft. Einige Ecken blieben von Rapid unausgenützt. Fm weiteren Verlaufe leistete sich Kingall II einen groben Schnitzer, den Bauer sofort anSnützte und in der 26. Minute den ersten Treffer für Rapid erzielte. Nach Seitenwechsel ist Rapid bedeutend besser. Schon in der 5. Minute kann Uridil ei,reu seiner berühmten Prachttreffer erzielen. Admira ist nun einige Zeit nur auf Durchbrüche angewiesen, wobei es zu zwei Ecken kommt, die aber unansgepützt bleiben. Zum Schlüsse kommt noch Bauer vor das Tor der Floridsdorfer, doch überlegt er zu lauge und der Ball wird ihm abgenommen. Wacker - W. A. F. 2 r 0 (0 r 0), Gast wehrt einen Efmeterstoß ab. W. A. F.-Platz, 1500 Zuschauer, Schiedsrichter Schömcker. Wacker; Feigl; Kalndorfer, .Iellinek; Klicka, Prinek, Reindl; Staudmeher, Machhörndl, Wana. Kowanda, Liebhardt. W. A. F.: Saft; Mattauschek, Reinalter: Kreutzer, Roi, Barback; Schmidt, Klein, Körner, Grundl, Schlichringer. Die Niederlage der Mttslhorfer war vollkornmen verdient, da das jämmerliche Spiel der W. A. F.-Stürmerunmöglich zu Treffergewiun führen konnte. Wacker arbeitete viel einheitlicher, und die weniger häufigeren Angriffe der Meidinger waren immer gefährlich und gaben den: vorzüglichen Saft genügend Gelegenheit, sich auszuzeichnell. Die Verteidigung wär ausgezeichnet, und besonders Iellinek gefiel gut. Die Hälvesreihe erledigte ein großes Arbeitspeusunr; am besten schlug sich Bxinek als Mittelläufer. Ir: der Stürmerreihe entsprachen Wana und Liebhardt, während Kowanda außer etlichen scharfen Schüssen nichts zeigte, und auch der rechte Flügel viel zu tvünscher: übrig ließ. Beim W. A. F. war ebenfalls die Verteidigru:g der beste Manuschaststeil. Von dei: beiden Backs war Reinalter der bessere. In der Hälvesreihe war Kreutzer der beste Mann, Barbak besser als Roi, der zeitweise nicht ganz befriedigen konnte. Die Stürnwrreihe war, wie schon erwähnt, herzlich schwach. Schlichtinger ist kein FlüMstürmer, Gruirdl zu langsam, ebenso auch Korner, der freilich viel Spielverständnis bewies; auch Klein weit schwächer als sonst, desgleichen Schmidt. Wacker hat Abstoß, aber W.?l. F. übernimmt sofort das Kommando, wobei Roi zweimal äußerst knapp daneben schießt. Auch Körir.er vergibt. Dann greift Wacker an.'Beide Tore kommen nun gleich' oft in Gefahr, und Feigl und Saft zeigen ihre Kunst.. Nach der Pause drängt der W. A. F. sofort, rim die Führung zu erringen, wird aber abgewieseu. Der^rechtSMügell Wackers bricht durch, dabei verschuldet, ein ^Verteidiger der Roten Hanhs. Wana gibt den Ball vor-das Tor und Liebhardt sagt es an dem Tormann vakvet ins Netz, damit für Wacker die Führung erreichend (9°. Minute). Wacker, durch den Drfolg aufgepnlvert, greift heftig'au, wobei Saft einige schöne Schüsse zu halten bekommt. In der 15. Minute verschuldet der W. A. F. einest Elfer,'heü"'Saft bravourös abwehrt, Tie Roten befreien sich unst 'drängen jetzt ben Gegner zurück, aber sie können -an der guten gegnerischen Verteidigung nicht vorbei, auch haben sie im Schießen großes Pech. Wackers Vorstöße sind gefährlicher, und es gelingt ihnen in der 46. Minute dei: zweiten Erfolg u erringen. Ein zweiter Elfmeter, den . die Roten verschulden, wird diesmal von Iellinek eingeschossen. Noch eine Ecke gegen Wacker und bald darauf Schluß, Slovan — Hevtha : 0 (Ö : 0). Unfähige Stürmer. Wacker-Platz, Schiedsrichter Kienzl. 5000 Zuschauer. Slovan: Hlosek; Mzeuec. Bercha; PopK. Kuzel, .Mpeika; M, Äistopad, Ptaeek, Honet, Ianosvwicz. tertha: Ssmenka; Schneider. Solil; Wfoiek. Lokrenn; Hoch. Kabada. Kalisch, Lrstopad 2, Listopad 1. Die Gegner, denen en: guter Ruf als Kombirrationsmannschrften voraüsging, bereiteten diesmal ihrem Anhänge eine arge Enttäuschung. Es wnrde beiderseits mit VN Eifer und wenig Kopf gespielt; hie und da .Wurden einige schüchterne Kon:binationsal:sätze sicht- 'l>ar, die jedoch' über ruÄimelltäre Versuche nicht hilrauskalnen. Am Wachsten benahrner:-sich dir Stürmer vor den: gegnerischen Tore; die zahlreichen Schutzchancen, die sich ihneir hier boten, wuMr: nach aller: Regeln der Kunst verklopst. Dagegen arbeiteten die deiidevseitigen VerteiidigurMil fcihr gut; sie waren es auch, die dem ganzer: Spiele das Gopräge gaben. Uckberr-aigeud war diesm-al SM. der für die gegnerischen Stürm-sr ein lruilberwindliches Bollwerk bildeie. Schneider aMierte.-Oü: -ist unauffälliger, aber verläßlicher Wv'Ä'. Der MtteMiffer Lokwen; arbeitete in der erfttzr:^ Sp-'relWste siche gut; nach der Pa-use, als ihn: die Puste ans,ging, siel w jedoch stark zurück. Von den Stür-mern, brillierte Houy m Kornerverlfchietzen, während sich die Brüder Listopqd durch ihr schndlvuenhastes Zusammenfpiel von vornherein um jede Möglichkeit ciitc§ Erfolges brachten. KRIEAU HAKOAH-SPORTPLATZ ———■II im——w neben der Meiere! Krieau Sonntag, den 18. November 1923, % Uhr MEISTERSCHAFT Hertha-Hakoah Vorher: Hertha (Res.)—Hakoah (Res.) Vormittag V-10 bis '/.II Uhr; Amateur-Jungmannsohaften gegen Hakoßh-iungmannscliaften ttr«iionbahnlln!en Ak, Ä, 11, C, S bl« num Spnrtpl«t« 13. November 1923 Seite 8 ■ Bei Slovan arbeitete Hlofok herporragend; er reitet« seiner Mailuschast — die interessantcrwcise trotz andauernder ileberlegenheit viel öfter in Gefahr kam — einige „todsichere" Tore. Netber: ihm bot Blizencz eine sehr gute Lcistuug, sein kräftiges Drein fahren brachte die Hert'ha-'StÜDmer vollftändig aus dem-Konzept. Von den Hal-vks konnte sich keiner beimerkbar machei,; dagegen bildete die Stürnrerreihe diesmal ein Kapitel für sich. Der Ball wurde gefchvibeu un>d gedrMÄt, bis sich ein gütiger Gegner erbarmte und jhn für eine ZeirlanA wcglbeförderle. Janosewic,; war der Einzige, der den Hertha- Tormann durch Fernschüsse zn schrecken versuchte, er hatte jedoch wenig Erfolg. Bon Zeit zu Zeit gebärdete sich auch Hanel als Tank; meistens landete er mit samt dem Ball im Out. Eckl tourte blotz in der sioeiteir Spielhälfte ansn'-icheird befchäftigt, aber auch da arbeitete er sehr zerfahren. Ptacek konnte den Angriff feinen Augenblick lang zusaimncnhalten. Das Spiel bewegt sich vorerst im Mittelifelde, wobei Stltzpan eine leichte llehevlegenhcit geltend machen kann. Die Hertha-Leartc kommen viel seltener vor. sind aber dann recht gefähEch. Hlosek bekommt harte 'Arbeit, einen schier rnchaltbaren Schuß kann er durch eine Prächtige Robinfonade noch jm letzterr Angrüblick abwehren. Die SlavaU'Lcnte bedrängen in der Folge weiter, sie kourmen aber an Soki-l nicht vorbei, so daß Semenf-a nur tVft-cu ein greifen a:uß. Auch die Fweitc Halb- ^eft bringt feilte Aenderung. Vorerst kommt Hertha auf, al? sedoch Listopad eine glänzende Schußg-elegenheit vergibt, ist daS Strohfeuer zu Ervde und Slovan übernimmt wieder das Kammarrdo. Trotzdenr findet Hlosek noch wiederholt Gcilegenheit, sich auszuzeichnen. Gegen Schluß Wird das Spiel derber und;ersahrener, am Refultat wird jedoch nichts geändert. Vportklrrb — Oftmark 1:0 (1:0). Die Entscheidung sollt in der zweiten Minute. Ostmark-Watz, 1000 Zlischaner, Schiedsrichter Putzen» dyppler. Sportklub: Edi; Beer, Teufel; Plauk, Zankl, Lowak; Bauer, Hans, Pilltvem, Powoluy, GteKffch. Ostmark: Kail; Nigrowitfch, Weihrauch; Graf, Biber, Iarosch; Ateißuer, Liuzmayer, Knir, Hofbaner, Schiffurann. Noch immer blejbt Sportklub der eill.ftge lingeschageue der Meisterschaft, und noch immer lebt Ostmark als Letzter pUnktelos am Ende der Tabelle dahin. Das Glück scheint Ostmark abhold zu irr der i Minute erzielten Zufallstreffer, Sieg und Punkte ail sich brachte. Die Dvrubacher führten ein sehr Zerfahrenes Spiel vor, nahmen es mit ' beit: Abgeben nicht sehr geimu rmd ließen auch Tnrchschlagskrafi vermissen. Die Stürmerreihe hatte einen Neuling, Pillwein, als Führer eingestellt, der wohl einiges Verständnis^ und gutes technisches Könneu mitürachte, der Aufgabe jedoch, Führer zu sein, noch nicht — vielleicht aus rnangelnder Routine — getvachsen tvar. Der Löwenanteil an der Stürmerarbeit fiel daher seinen beiden Partnern Hans und Potvolily zic, dre auch meistens Träger der Angriffsaktionen waren. Die Flügelstürlner zeigte,: Durchschnittsform. In der Hstlvesreihe, die als ganzes befriedigen konnte, gefiel Plauk am besten, doch ist sein Zuspiel manchmal zu hoch. Glänzend schlug sich die Verteidigung. Beers wuchtige Befreiungsstöße klärten die Situation nreist für längere Zeit und Teufel stand ihm nicht viel nach. Ed: hatte ferne schweren Bälle jit halten. Ostmark krankt an ihrer Stürmerreihe., Sie ist wohl, was Spielsystem und Spielintelligenz betrifft, die schlechteste Wiens. Aber auch nrn die Schutzkraft ist es schlecht bestellt; aus den Ehaucen, die sich dargeboten hatten, hätten andere doch diesen oder jenen Treffer herausgeschlagen. Vollständig versagten die Flügelstürmer: Meißner war viel zu langsam, er zog in Lausgesechter: immer der: kürzeren; Schiffmam: könnte vielleicht in der Verbindung Ersprießliches leisten, als Linksaußen lygr er eine Niete. Allerdings fand er an seinem Nachbar Hofbauer keine Uillerftützung; dieser zeigt Alterserscheinüngen. Infolge des Versagens der AngrMreihe hatte die Hintermannschaft einen schweren Stand. Die Deckung, war das Rückgrat der Mannschaft, der beste war Iarosch, auch Brber spielte sehr gut. Von Nigrowitfch kann man nicht dasselbe behaupten, er schuf einige sehr brenzliche Situationen. Es stellt den Sportklnbstürmern kein besonders ehrendes Zengnis aus, daß sie daraus kein Kapital schlagen konrrten. Kail zeichnete sich einigemale ans, bei dem Tore ging er zu früh zir Boden. Vom Spielverlauf selbst ist sehr wenig zu berichten. Schon in der zweiten Atinute kommt Sportklub vor das gegnerische Tor, Pillwein schiebt leicht mlfs Tor, der Ball springt von einer Unebenheit auf und fliegt über dem am Boden liegenden Kail ins Tor. Dann greift noch Sportklub längere Zeit an, Bauer erhält in der 00. Almute den Ball, schießt aber au d-m herauseilendm Agil vorüber ins Out. Ostmark kmnmt auf, doch stellen sich k-jne Erfolge ein. In der zweiten Spielhälfte wiederholt sich das Wd. Die ersten 20 Minuten gehören Sportklub. Dam: versucht Ostmark mit aller Gejvalt auszugleichen, Biber geht in die Stürmerreihe, dock sind Beer und Teufel nicht zu überwinden. Vienna — Umatenre 1 :1 (1:1 )- Die Amateure gleichen aus einen: Elfmetepstoß ans. Hohe 'Warte. 10.000 Znschcurcr, Schiedsrichter Braun. Vienna: Katar; Blum, Railler; Seifert, Kurz, Ludwigs Horeys, Ribar, Höß, Bulla, Seidl. . Amateure: Lohrmaun; Pappovich, Tsaudler: Geyer, Ierw, HW; Harrst, Wieser, Schaffer, Kalnran, Cutti. Ter Aufmarsch der beiden vorzüglichen Mannschaften — Fischer rmd Fischen: fehlten — ließ ein glänzendes Spie! er« warten, aus das man aber bis zum Schllitz vergeblich wartete. Zeitweise versuchter: zwar beide Stürmerreihen, Kombination in das Spiel zu bringen; während Schaffer und Kalntan sie aber meist übertriebeii, fanden Seidls Fla,lken in der Mitte selten Verwertung. Der Kamps der Tecknugslinien ,>eigte sich bald zugunsten der einen, bad zugunsten der anderen Partei, wodurch das Spiel dauu jeweils einseitigen Anstrich erhielt und die Verteidigungen sehr in Anspruch genommen wurden. Blums Mederaustrvter: tvar für Vienna gewiß von Barteil. dagegen debütierte in, Angriff in Ribar ein Spieler von großem Ruf, der diesmal aber altes schuldig blieb. Geyer stach auf der Gegenseite hervor, diesmal hatte auch Tandler manche schöne Momente. Seifert wird in der 7. Minute verletzt vom Platze getragen. Dennoch bleibt das Spiel offen und ein Forrl vor dem Amateure-Tor bringt Vienna einen Freistoß, der: Krrrz ansführt. Ienö, der ihn hätte wegköpfen können, bückt sich und der Ball landet iu der 10. Minnte im Retz. Horeys ist in die Läuferreihe zurückgegaugen. Während Vienna belagert, kehrt Seifert in der 20? Minute, lebhaft begrüßt, zurück. Lohrmaun kann einen Schuß Ribars gerade noch zur Ecke, drehen, auch Kolar robinsoniert Kalluans flachen Schuß .zum Korner. Horeys geht in die Verbindung. Seid'ls Flanke jagt Bulla au den Pfosten und Horeys expediert endgültig daneben. Blum macht au Wieser foul, den Elfer verwandelt Schaffer in der 40. Miilntc. Bulla-Horeys cröffneu die zweite Spielzeit. Die Amateure drängen den Gegner vollends ins ergene Lager zurück, ein Freistoß Ieuös und ein unsicher gehaltener Schuß Kal maus bleiben das ganze Ergebnis. Nun wendet sich da§ Blatt, Biernlü inszeniert eine Belagerung, so daß die Amateure schwere Zelten haben. Haß' Köpfler nach Seidls Flanke fängt Lohrmann, einen nnerwartctei: Prachtschuß SeisertS vernrag er mit Robinsouade gerade noch zur Ecke abzulvenden, dann bricht Bulla durch,, knapp vor dem Tor schießt tr. an. den Pfosten, eine Ecke reiht sich an die andere, wieder schickt Seidl

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.