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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-10 · Heft 1703 (10.11.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1703 (10.11.1923)
Date
1923-11-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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sM-E V Mdir, DttttMüg [Änff: der N. F. . Hinabeitb§,Q Vortrag über Ex» und Iin- . VresiioniSmuS unter Berücksichtigung der jüdischen Literatur. anschließend Heimabend. Vorlesung und Rezitation der Herren Schvager und Neumann. Gäste willkommen Nächste Woche wird ein hebräischer Anfängerkurs eröffnet. Anmleldungen täglich im «ereinsyenn. . Urania. Heute, G r o ß er S a a l. V-3 Uhr: Schülervottrag. Schillerfeier. 5 Uhr: Bei den Ureinwohnern Australiens. Vt8 Uhr: Die Besteigung des Mount Everest. -—Kleiner S a a l, 8 Nhrr Dr. Kmt Richard D o » i n: JudengerholungSheime in Niederösterreich. Eine Wanderfahrt durch Deutschlands Städte. V*8 Uhr: Wirk!. Geheimer Rat Dr. Paul K a e st n e r: Die deutsche Nordmark Schleswig-Holstein und ihr Schicksal. K u r 8 s a a l, 5 Uhr r Hilda Wagner: Strindberg. (Vorlesung). V*7 Ubr: Hochichulproieffor Dr. Hans Frisch: Politische Porträts. VI. 8 Uhr: Dr. Otto W e t t st e i «: Die Säugetiere IH. — Klubsaal, 6 Uhr: Univ.-Lektor Ferd. M a t r a 8 : Rednerkurs. IX. */,8 UÜr: Bildungsfragen der Gegenwart. VIII. Prof. Dr. Gertrud Herzog-Hauser: Praktische oder ideale Frauenbildung? LehrsaalII, 8 Uhr: Prof. Dr. Rudolf S ch m i d : Die Lehre von der Radioaktivität und ihr Einfluß auf die Entwicklung der Physik. U. —Lehrsaal III, V«8 Uhr: Prof. Dr. Hans Bauer: Licht- und Schwerkraft. I. LeopoldstadterVolkShri. m, 2. Bez., ZirluS gaffe 48. 7 Ubr: Romantik. Einleitender Dortrag r Dr. Richard Tengler. Mitwtrkend: Dr. F. WechSberg. Proben von Eichendorf, Novalis, E. T. A. Hofmann, SikaÄ-Uth. Da- Sekretariat der Hitachduth (Glockeugasse 30) amtiert täglich mit Ausnahme von Freitag von 7 bis 9 Ubr, Sonntag von 10 bis 12 Uhr. Die Arbeitspattei Hitachdut er« öffnet Gratiskurse im Hebräischen, für Anhänger und Fortgeschrittene, in Geschichte, Literatur und Palästina-Geographie. Anmeldungen täglich von 7 bis 9 Uhr abends. — Heute, 'iß Uhr nachmittags, Waadsitzung. Hebräischer Sprachkurs des ISüiichen Schul- Vereines. Die angemeldetenTeilnehmerdeSHebräisch-SprachknrseS des Jüdischen Schulvereines versammeln sich Dienstag den 13. d., um 7,7 Uhr abends, im Sekretariat des Jüdischen Sckulvereines, 2. Bez., Z i r k u 8 g a s s e 33, zwecks näherer Besprechung mit dem Kursleiter Herrn Arie Birnbaum. Bei dirser Gelegenheit werden auch neue Anmeldungen entgegen genommen. EINLADUNG zu der heute um halb 8 Uhr abends im Festsaale des Hotel „Continental", II., Taborstr., stattfindenden Union deutschösterri Juden (Propaganda-ekticm) Wiener JUd. Gesangverein (Qeselligkeitssektlon) Akademie mit anschliessendem Tanz Mitwirkende: Oskar Beregi, Professor Bmanuel Scharfberg, Karl üyvari, Frau Nanzi Bauer, Frau Frilsi Xomtiann, Quartett des Wiener Jüdischen Gesangvereines ustu. Karten von 15.000 bis 30000 K an der Abendkassa Bühne und Kunst. Synagogen-Konzert. -Donnerstag den 15. d., halb 6 Uhr abends, sindrt im Leopoldftädter Gemeinde bempel, 2. Bez., Tempelgasse 3. ein großes Synagogen-Konzert unter gefälliger Mitwirkung sämtlicher Kantoren Wiens und des Prof. Georg Baller statt. Restliche Karten bei Herrn Wilhelm Herzka, 2. Bez., Komödiengaffe 3; bei Herrn Oskar O b I a 11, 2. Bez., Praterstratze 52 (Tel. 46.134), sowie bei der „Wahrheit", 2. Bez., Heinostraße 13 (Tel. 42216). Ans den Matern. Staatsoper. Morgen, V«6 Uhr, „Tristan und I s o l d e". — Redoutensaal: l/t8 Uhr „D er B ar-° bier von Sevilla". Burgtheater. Morgen, 2 Uhr nachmittags, „P e nthesilea". 7 Uhr abends „Improvisationen tm Juni".. Akademietheater. Morgen, 3 Uhr nachmittags,. „Der RaubderSabinerinnen". V,8 Uhr „D a s stärkere B a n d" von Felix S a l t e n. Kammerspiele. Morgen, 3 Uhr, SardouS dreiaktiges Lustspiel „Cyprienne". Volksoper. Heute, Vs® Uhr, „Götterdammetun g". Deutsches Volkstheater. Morgen, V,8 Uhr nachmittags, „Familie S chime k". 7 Uhr abends „M g n kann nie wissen". — Montag den 12. d., V»7 Hr, „Der Verschwender". Carl-Theater. Morgen, */«3 Uhr nachmittags, ‘ „SHt toten". - Allabendlich, 7 Uhr, „Der fidele Bauer". Im Raimund-Theater wird Molnars Spiel „Fasching" mit Leopoldine Konstantin und Oskar Beregi nur mehr heute und morgen gegeben. — Dienstag und Mittwoch findet das Gastspiel der Tournee de Madame Marie Therese Pierat, la grande Societaire de la Comedie Francaise, in der Komödie von Paul Geraldy, „A i m e r" statt. Apollo-Theater. Morgen, 3 Uhr nachmittags, Vorstellung des R u s s i s ch-ro man ti s chenTheaters zu ermäßigten Preisen. Zur Aufführung gelangen: „B oj ar e n h o ch z e i t", „G u d a l 8 Fe st ge läge" «nd „L e s Million 8 D'A r le q ui.n". Wochenspielplan der StaatSoperr Montag den 12. d.: „D i e Königin von S a d a". — Dienstag den 13. d.: „Der N o sen kav alier". — Mittwoch den 14. d.r „M a n o n L e s c a u t". — Donnerstag den 15. d.r „D o n I u a n". — JmRedoutensaalr Ballettsoiree: Couperin, Ravel, Rameau. Bohann Sck r a u ß. — Freitag den 16. d.: „A r i a d n e au f N a x o s". — Samstag den 17. d.: „C a v a l l e r i a r u st ic a n a." „D e r B a j a z z o. — Im Redoutensaal: „DonPa 8 quäle". Wochenspielplan des B « r g t h e a t e t It Montag den 12. i.: „D 1 e R ä u b er". — Dienstag den 18. bs „D ie B r a u t v o n M es s in a". — Mittwoch den 14. d.: „C o r i o l a n u 8". — Donnerstag den 1b. d., 2 Uhr nachmittags : „Einen Jux will er sich mackien"; abends: „JmprovisationenimJuni". — Freitag den 16. d.: „D e r Schwa n". — Samstag den 17. d.: „Wann den junge Wein blüht". Wiener Morgenzeitung. 10. November 1923 Nr. 1708 _ Raglans ■ ANZÜGE in feinster Qualität ■ zu billigsten Preisen bei | HeinrichWeinb^rfler l.SIngerstrasse 6 Gerichtssaal. Warm ist der Hausherr ,n Reparaturen verpflichtet? Eine überaus wichchrae Enffcheiduna zMrmsttn der Mieter wurde voim Wiener SandeSgericht als Rekur^evicht avfällt, mit wckchor die K l m ib ict 11 c 11 der Reparaturen im aerichülicheu Weiae miÄMUrvcheai wurde. Mn Mete-r hatte beim Be^wkScrericht LeovlEtiadt seinen Ha>ushervn, der den Ha-uslanal durch länigere Zeit wicht ließ, wodirrch Ratten und Unrat iiberhalwd nahmm, ferner cinent Teil des Kellers in Wvischräume abmwandck'te, wodurch die KaminAMra? einen für die Wohnungen uMÄrüglichm Rauch entwickelte, auf ordnubupsmäßige Instandsetzung des Kamfis und der Heii'anlaae geklag-t. Das BsfirsssMmcht Loopoldstadt wies seinerzeit die Klage zurück, indem es amrachrn. daß die Durchsetzung dieiser Anlsp-rüche nicht im gerichtlichen Derisahrrn mWich ist. Es wäre unbillig, die volle DtrewM des Gcssebes wm\ den Vermieter crnguwenlden. wo sein; fittcht; durch das Mictemes-etz derart eiMjschräiröi wurden. Nach § 8 des MiMNiga?o!-es Mm; man dem Hwusherrn mrr jMe Hauser^iM-ungsarbeiten auM»masn. doveu Kosten im Meerchen ^n!sta<n.d!hia!ltr:n«s.z'inS ihre Deckwug fmdeu. Der R«chtswm sei ausMä^sstn. woil der Kläger ein; i! nmittoTIba-re Behinderung des Wohnu-ngs^ekbrauches nicht behaupte. Der MMv-ertMter macht; ^Ätend. daß cs sich iur vorliegenden Falle wm die nnmÄicl'bar; Dchiudevu-na des Wokmrmgsa-.ibvauches. durch den Rauch. Austvi-tu von Unr-at aus den Abvrteü Mjp die Rattenplage hanÄle. Eine ärger; DeemdrächttzguMg des Micivechtes als durch AmsrämcheriMg aus der eigenen Wohnung sei wohl kaum dcmHdar. Das Rckkrrsgevicht hob die EMchviDung des Bcttinksigerichtes auff nnd ovdnÄe die FoMtzung des Verfahrens über die Kla^e des Motors vor dom BeMsgsericht au. _ «olkswirt. Gestempelte Krone — 9.8079V: Centimes, «mrahluns Meu --- 9.9979V, Sentkme». In Zürich notterte. die österreichische Krone . . die österr. gestempelte Krone S./11. 0.0070V, 0.007SV, 8711. 0.00791/, 0.0079»/, die tschechische Ztrone 16.44 16.45 die Mark. . pro Milliarde Holland...... 217.50 817.50 New-Dork..... ....... 565.50 664.- London . . ....... 25.01 25.08 Paris ...»«« ....... 81.90 82.20 Mailand ..... 24.87 24Ä2 6,62V. 6.527s Bukarest ..... 2.80 a?7 Sofia ...... 5.— 5.05 Budapest ..... 0.0806 0.0306 Warschmi —;— Clearingknrse üsr Österreichischen Hationalbank vom 9. November 1928. Devisen (Schecks und Aus- Zln9 620.— 39JO 3d4.— 3.75 355.- 5 2075.- 7'/, 625.- 4*|, 18470^- S 370.- 3 12575.- zahlungen) ftts Amsterdam 1. 1 holl. Qalden Agram 1 ja*. Kronen . » . Belgrad 1 Dinar . Berlin* 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 hei irische Francs Budapest I ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei.. 5 Chrlstianla 1 norweg. Kronen , 5 Kopenhagen 1 dlnlsche Kronor . 5 London 1 Pfund Sterling Madrid! Pesetas , » Mailand 1 Lire .... Neer Vor* 1 Dollar. , . » , . Paris 1 Francs ....... Prag 1 tschecho-slow, Kronen , SoQa t Lewa ....... Stockholm 1 sehwedlsebeKronor . Wrfnehan** I polnische Mark. , Zürich l schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw. -.. „ kleinere . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten au 1000 Leva . . » » 199 . » '~,— „ „ kleinere. , , 563.- Dlnische Noten 100 Kroner , . 119^. - Deutsche Noten 37Ly i m » 160 . . , , kleinere . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw, »' , kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. ■ „ „ kleinere . . . Jugosi, Noten ungest. zu 1000Dinar » *oo . , „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten.. , . kleinere.... Rumänische Noten zulO0Ou.5O0Lei „ kleinere . . . Ross. Noten (Roman.) au 500 Rubel . . - .160 . . . . kleinere. ., Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . TschecbO'Slow. Not, v.tOOOaufw, ' ' „ „ kleinere Ungar, Noten (neue Em.) au lOOOKr. . , zu 10.000 Kr. , . . . kleinere. Kurs vom l. Nov. Oeld Ware OetÖ Ware 27450.- 27550.- 27560.- .27800.- 8tO.— 824.- 824.- W8.- g24.- 824.- 8Ä- 40.50 39^0 , W.S0 3466.- 3494.’- / 350«.- 3.85 3.75 3L5 _ 357.- 347.- . 344.- 10190.— 10220.- 10380.- lOjgO.— 12134.- 12170.- 12180.-,tZA- , 314100.-313:00.-814709.-3157«.- 5'/, 9330,-1 9370,- 9380.- , 9420, 6 3144.- 3155.- 3144.- 4 70935.- 71185.- 70935.- 5 4017.— 4033,— 4062.«- 2085«-. 2075.- 629^— 636.- . 1853a- 18370.- 19430.- 410»- 390.- 430.- 12525,- 1299al*6W;- 3158.- 71185.- 4078.-; 2085.'- 640,- 7C560.- 70960.— 70860.- 70960,- 70460,- 7086a- 704«.-. 700».- 3410.- 3440.- 3450.- 603.- 611.- 614^- 622.- 591.- 594’.- 602.- 12070.- 12030. v 1*110.- 38.50 37.50 39,50 34450 3050 34 JW 35.50 312300.- 313900.- 312900.- 314500.- 312100.- 313700.- 312700.- Illtfar- 3070.- 40!».- 4015.- , <o43.— 27250«— 2745a- 27300.- 2750P.— 3H0.— 3130.- 8110.- 3130.- 3090.— 3*10.- 3090.- 3110.- 809,- 815.- 817.- (B23.— 799.- «15.- 807.- 813.- 10050,- loisa- 10250.- 10330..— 370.- 41a— 38».- 420.- 350.— 390.- 360- -400.- 349.- 353.- 341.- 345.- 329.- 333.- 321.- 325.- 18340.- 18440.- I816P.- 1826a- 12460.- 1254a- 12475.- 12555.- 9210.- 929a- 9260.- 9340,- 2057.- 2073.- 2057.- 2070- 2p52.- 2068.- 2052.- 2068,- 8.48 2.66 2,50 2,70 ~2M 8^61 Um H«S - Für 1 Milliarde Mad. ** für 10.000 valn. Mark. Me Ratisnalbank und der Medenmfblm Sefterrelchs. Uvber disfe-n Gegenstand sprach der Präsident der Na« itionalbank Miwister a. D. Dr. Reisch in der geistrigen Volk« dersammlinig des Nloderöfterreichisch-en Geiwerdevevsiwes. Der Vortragende erörterte zunächst das Wesen der Inflation, als deren charakteristischen Zug er die Fortdauer .der Gelddevmchrnnjg ohne Vermchrunig der verLaulfslberetten Güter und chne Hinterlegung c.ineS stabilen GvgsnwerteS bei der CmiiffionSstelle erklärte. Jede BolkIwivtschaft könne sich schließlich jeder gegebenen Papiergelldmenge anpassen, aber' sortgesetzte Aenderungen des GeMvertes könne die Wirtschaft nicht vertragen. Geld müsse vor allem wertbeständig sein; dies sei auch das Ziel, das die Nationailbankk versolge. Die zeitweise devschir^ne Kanskrast des Geldes im In- und AuSiv de fei eine Flüge der verschiedenen Standarts o>f lise in .den belresseNdeu Ländern, der bestehenden VerVehrsbeschräMu' gen und der künstlichen PrvisbveinGussnngen; doch bestehe Mch hier immer die Tendenz zur An5/Lichtung. Boi der Festsetzung des Kursniveaus der Krone umßte decher eine ntitÄere Linie gesucht werden, die bei Zirka 71.000 K. für den Dollar, al!so um 16 Prozent niedriger als dem im August 1922 erreichten HöchsKurse von 81.000 K. gesunden wurde. Vielleicht hätte -dieser Kurs, der noch vor Gründung der NationaDank «von de; Devisenzentrale bestimmt wurde, seinerzeit etwas niedriger s.stgesetzt tvero.'n kennen; doch bat die kulante Kurssestsetzung snr den Dollar den Bortei'l, der DeVisenHentrate -die Ansammlung eines größeren Devisenvorrates zu ermöglichen, der die Verteidigung des Krouenkurses roeseiMch erleichtern werde. Eine AeMrung des Kranenkurses, die eine neuerliche Göldwertverschidbung bedeuten würde, sei wohl auch für die Zukunft nicht in Aussicht nehmen. Nach einer eingeihenden Würdigung der Fvligen der Inflation, die als em bolschew'kischer Eingrisf des^ Staates in die Vermögensverhältniffe, als eine entschädigungslose Expropriation der Gläubiger zugunsten ihrer Schuldner beFvichnet werden müsse, untersuchte der Vortragende eingehend die Gründe, aus welchen die Volikswirtschast gegenüber der ZirKulcrtionsverni'chrnng aus Grund der fetzigen Deviseneüverbungen ganz anders reagiere als gegenüiber der seineryottigen Vermehrung aus Grund staatlicher Schm«ldverschrMungen. Jetzt werden schon aus dem Markte bchiMiche Devisen, die aus Gold lauten, evworlben; die Noten seien sogusagen Ersatzmasse, nicht Zusatzmasse der bisherigen Geldzirkulation; überdies bewirke «ne derartige Notenvermehrung nicht eine Verwässerung, sondern eine wesentliche Vevbefferung der metallischen Notendeckung, die von 26 Prozent zu Beginn aus derzeit 48Prozent, und Avar in lignider Form, gestiegen sei. Der Vorgang sei analog dem Ankawft von GM bei barMchlenden Banken. Auch besähiye er die Notenbank zur Entfaltung einer aktiven GoidpMÄ; denn die ausgegobene Krone könne, wenn sie ihren Kurs Nicht zu behaupten vermöchte, von der Notenbank gegen Abgabe von Dv°. Visen jederzeit wieder eingezogen werden. Das Geldwesen sei dieser Art elastisch geworden und versiege wieder über den sinnreichen Mechanismus einer modernen Notenbank, durch welchen jeder Mion dopepilte Wirksamkeit verliehen sei. Die Abgabe von Devisen bei Nachfrage nach solchen, bewirke zugleich e-ine Verminderung der -KrENFirkulation und hebe dadurch Kanfkrast und Kurs der Krone. Uebevgchrnd zur ZinSpolM gegenüber der inländischen Bedürfnissen erklärte Redn^ den Sprozentigen Zinsfuß als eine mittlere Linie zwischen den berechtigten Erwartungen der Kapitalisten in einer verarmten Bolkswirtschast und den nicht minder berechtigten ^Erwartungen von Handel und Industrie. Eine Veränderung sei auch hier für die nächste Zeit kaum erforderlich. Die erhobenen 58lagen richten sich denn auch weniger gegen die Höhe des Bankzinsfußes als gegen die Höhe der Bankenkondit i o n e n und der Reportsätze Bei den Börsentransaktionen der JnfiationSPeriode fanden auch andere Kapitalien, die sich nicht selbst in Börsengeschäfte omlaffen wollten, lohnende Verwendung als Reportgelder. Während der Aufwertungshausse waren diese Betätigungen ziemlich unbedenklich, da die Kursentwicklung nach oben Kar vorgeKsichnet war. Aus dieser Kursentwicklung und den vorgekommenen Kursschwankungen könne man der Börse gewiß keinen Borwurf machen; sie stand vor der ungeheuer schwierigen Ausgabe, unter ganz geänderten Mirtschasts- und Geldverhältmssen ein vollständig neues^Kursniveau herzustellen. Nunmehr aber dürften diese außergewöhnlichen Kursbewegungen binnen kurzem zu Ende gohrn, da das Geld wieder als stabiler Wertmesser .funktioniert; da wäre das Zurückfließen der Kapitalien in die früher gewohntM Anlagen, in welchen sie Handel und Industrie unmittelbar zugute kämen, zu erhoffen. Heute habe man BermögensveMste aus dem Titel der Geldentwertung nicht mehr zu fürchten. Durch Stäribung der Bankeinlagen würde der Kreditnot abgchokfen. Diese sei übrigens zum Teile durch die verkehrsfeindliche Gesetzgebung (Legitimations^wang) und durch die Ue!bersteuerung des Kreditverkehrs begründet; denn die Bankenkonditionen enthalten nicht nur die Kapitalverziusung, sondern auch die diese Kreditgeschäfte treffenden Tangenten der Steuer- und Berwallungsposten. Kapitalsvermehrnngen können kaum Abhilfe schchseu. uda das eigene Geld wegen der -u hohen Erwerbsteuer eigen Mch das teuerste Geld . darstel >le. — um 6 Prozent verteilen zu können, m .r über 20 Prozent verdient werden. Vorschläge, welche die Kapitalnat durch erhöhte Kredit- «währunaen der Nationalbaul bekämpfen wollen, verkennen

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