Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1702 (9.11.1923)
- Date
- 1923-11-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 170(2 Wien, Freitag ' ..—---------- Ich üÄauke mir dGer, on Gu-sr HochwoWgobore»» bas Ersuchen Kr richten, überliefen Bswaig ande rweit-ig zu verfüge«. eveniaM mich M emnäch Ligen, benisMen sinom MlveivsMS-Wohlsahrtsfombs zu- Mühren. OiklÄMSa bschre ich mich. Gwer HochwoMeibaren zu der am Freiiaa den 9. d. staltAndenben^ feierlichen En>thulluna des Maldsm'iler-DcivVm'atles.höfiliM oinModen und eine TiwlatduinigSkarte mit. Programm meiivom Schnoben bei- Pflegen. Mit.dem Ausdrucke der vonMichsten Hochachtung: Der RÄltor: Döller. ES mag bsdaueEch sein, daß der neue Rektor Herr Doller, sicherlich unter dem Einflüsse des rehabrlitievten Blmnauer, diese Ungezogenheit vertreten muß. Dieses neueste Stückchen ist jedenfalls ein Beweis mehr, wes man sich zu versehen hat, wenn inan von dem gegenwärtig an der Universität herrschenden- ,^dms" Anstand 'vd Gesittung erwartet! Re LebemmitlelmSrkte. Verhinderter Preiswucher mit Pilzen. Der in den letzten Tagen fühlbar gewesene Mangel an KAbern ist gestern durch günstige Ankünfte auS Ungarn und dem Burgenlande behoben worden. In der Großmarktballe sind insgesamt 25 Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen eingelangt. Die Preise blieben sowohl im Großhandel als auch im Detail- Verkehr für alle Fleischgattungen unverändert. Die Grünwarenmär te waren besonders günstig beschickt. Die Preise blieben bei sehr lebhafter Nachfrage im großen und ganzen ziemlich unverändert. Spinat mußte gestern um 3000 K. pro Kilogramm billiger abgegeben werden. Auch Sellerie hat sich im Preise etwas ermäßigt. Dagegen versuchten die Waldgeher für Herrenpilze eine Preiserhöhung bis 30.000 K. pro Kilogramm durchzusetzen, die Marktamtsorgane verhinderten jedoch diese willkürliche Preiserhöhung, und gestatteten „nur" für beste Pilze einen Preis von 25.000 bis 26.000 K. und für mittlere Sorten einen solchen von l5.000 bi? 16.000 K. pro Kilogramm. Aus Serbien ist in den Vormittagsstunden eine größere Sendung von Trauben auf dem Naschmark eingelangt, die im Großhandel einen Preis von 13.000 bis 14.000 K. pro Kilc» gramm erzielten. Butter war nur in geringeren Mengen zu sehen, dagegen sind Eier in mehr als ausreichenden Mengen angeboten, so daß Kalkeier zu 1650 K. pro Stück wenig gekauft wurden, da frische Eier zu 1750 K. vorgezogen wurden. Andauernd schlechtes Wrtter. Die Wetterlage ist andauernd schlecht. Ganz Oesterreich hat mibes, regnerisches Wetter. Die Temperatur ist weiter zurückgegangen, in den westlichen Alpenländen» unternormal. In Tirol fiel Schnee. Wien hatte mittags 7, Innsbruck 3 Grad. Voraussage rTrüb, zeitweise Niederschläge, Temperattlrrückgang bis nahe null Grad, auf den Bergen Schnee, Schlechtwetter voraussichtlich einige Tage andauernd. Reduzierung des Verkehrs. Die Betriebsdirektion Wien der Donau-Save-Adria-Eisenbahngesellschaft (vorm. Südbahngesellschaft) teilt mit, daß wegen ungenügender Frequenz der Verkehr Wien—Meran ab 1b. d. nicht mehr mit den Zügen 0 9 und 10 über Marburg, sondern mit den Zügen 0 109 und 110 Über Leoben—Villach geleitet wird. Es werden demnach die direkten Meraner-Wagei» 1., 2. und 8. Klasse und der Schlafwagen ab Wien-Südbahnhof erstnralig am 15. d., beztv. an Wien-Siidbahnhof erstmalig am 16. d. mit den V-Zügeu 10!) und 110 lab Wien-Südbabnhof 21 Uhr 50 Minuten, bezw. an, Wien-Südbahnhof 7 Uhr 29 Minuten) über Leoben—Villach rollen. Den Anschluß in Villach werden die neuen U-Züge 409». und 410» lab Villach 7 Uhr 5 Minuten, an Jnnichen 10 Uhr 13 Minuten und ab Jnnichen 19 Uhr 46 Minuten, an Villach 22 Uhr 30 Minute»») vermitteln. Vom selben Zeitpunkte an u n t e r b l e i b e n die U-Züge 409 und 410 in der Strecke Marburg—Jnnichen. WeiterS werden ab 1b. d. die Personenzüge 11 (ab Wien-Südbahnhof 9 Uhr 5 Minuten, und 12 lau Wien-Südbahnhof 16 Uhr 46 Minuten) nur mehr bis bezw. ab Spielfeld-Straß geführt und die Züge 241 und 244 in der Strecke Graz—Spielfeld-Straß gänzlich aufgelassen. Mit gleichen» Zeitpunkt wird die Ausgabe von Platzkarten bei den 0-Zügen 3 (ab Wien-Südbahnbof 7 Uhr 30 Minuten) und U-Zug 108 (ab Wien-Südbahnhof 9 Uhr 85 Minuten) gänzlich eingestellt. Bet den v.Zügen 5, 9 und 109 wird die Ausgabe von Platzkarten für alle Wagen auch weiterhin unter den bestehenden Bestimmungen auftecht gehalten. ___ * Trauerandacht für Dr. Joses S. Bloch. Der Vorsteher der israelitischen Krü uSgemeindr in Wien veranstaltet Mittwoch den 14. d. um halb 5 Uhr abends im Staduempel, 1. Bez., Seite »sie iteng-asse 4, im Anschluß an den Abcndgottesaienst für den ^erstorbenen Dr. Joje>f S. Bloch eine Trauer a n >d a ch i, bei welcher Her'r Oberrabbiner Doktor C h a j e s die Gedenkrede halten wird. * Vom Misrachi. Das Mi n s a n des Misrachi findet jeden Samsia-g um 7 Uhr früh in» Bechause Liwiach Chei», 2. Dez., Hollandstraße 2, statt. Alle Gesinnun-gsgenossen werden ersucht, zuverlässig und regelmäßig zu erscheinen. . * Frisches Gebäck am Sonntag. Wie uns seitens der Bäckergenossenschaft mitficteilt wird, hat der Magistrat den Broterzeugern für Sonntag den 11. d. eine Verkaufszeit von 8 bis 12 Uhr mittags bewilligt. * Wieder ein vermißtes Mädchen. Seit gaslern wird die siedIchneinhalbjährige Leopoidi.ne Kafenda ans der elterlichen Wohnung vernlißl. Die Eltern besnrchlen. daß ihr Kind entführt worden ist. Magdalena Kafenda hat die Handelsschule absolviert. In der Schule soll sich ein junger Tscheche öfters um sie bemüht haben und ihr beun Unterricht gefällig gewesen sein. Das-Mädchen, das sehr streng gehalten wurde, erzählte nun Var wenige»» Tagen, daß ihr Kollege sie jum Besuche eines Cafes für den Nachmittag eingeladen habe. Sie bekam auch die Erlaubnis, mil dem Kollegen bis 8 Uhr wepznbleiben. kam aber viel später. Darob gab es z»t Hanse arge Borwürfe. Gestern ging sie wie gewöhnlich weg. Später erst entdeckte man einen Zettel, auf dein kurz die Worte standen: «Ich mußte so handeln. Ich kann nicht anders! Wiener Morgenzeitung. gegen FUSSLEIDEN jeder Art Vorführung ohne Kaufzwang durch den Spez?al-Experten der M3 SCHOLL Mfg. Co* Ltd*f London—Chicago Heute Freitag den S. November im HUMANIC Taborstrasse 17 B Es ist besser so! S n th * midi nicht! Es ist vergebens. Len i!" Das Madien hatte kein M> bei sich, nahm aber ihr Organisationsbuch mit. * Verhaftung eines Bankgeschästsinbabers. Der Dankaeschäftsinhaber Otto Wohlschläger, 18. Bez.. Sternwartestraße 17. etabliert, wurde gestern von der Wirtschaftspilize» in V e r w a h r n n a s b a f t genommen. WohlsMaaer bat durch ZeititnatziN'sergte zu Börsengeschäften animiert. .Garantie gegen Kursverluste übernommen und auf diese Meise besonders Kleinkapitalisten bewoaen, ihm Geldbeträge anznvertrauen. die er aber, wie schon aus den ersten Erhebungen bervoraebt. für bedenkliche Zwecke verwendet bat. Das Geschaftslokal Wohl» schläaers wnvde gesperrt. Das bei ihm vowesnndene Material wird gegenwärtig einer genauen Untersuchung urrterzogen. * Wiens ii'noste Donaubrücke Gestern wurde d'e üin^ste Donaubrücke Mens, die umgebaute Floridsdorfer Donaubrücke, dem Verkehr übergebm. Die Brücke ist 1.3 Kllom?*er ^^na und ha'- eine n»»bbare V^i^e v"n ^4 Ihre 14 Meter breite Fahrbahn bietet Raum für den gleichzeitia-n Verkehr von zwei Reib"» Swaßenbahnzüaen nebst drei Reihen Schwerfuhrwerken. Die Gehweae zu beiden Seiten sind ie fünf Meter breit. D"r Umbau der Brücke erfolgte unter voller Ansrech'erhalti'na des Verkehrs. * Ein Weinwirtschaslskongreß. Am Sonntag und Montag findet im Fcstsaale des' Oenoklogisch-pomoloigischen Instituts »u, Klosterneuburg ein Oenologenkongreß statt. * Professor Pirquet verläßt Amerika. Der Wiener Professor für Kinderheilkunde Dr. Clemens Pirquet, der kürzlich an die Staatsuniversität von MinneapoliS berufen wurde, hat. wie aus New-stlork berichtet wird, um fc:ne Entlassung aus dem Verbände des Instituts anaestlcht.. Dr. Pircmet begründet seii.eu Verzicht auf das Lehrr»».t in Minneapolis. der Universal Telegraph Aoeuch z-ufolae, mit der Unzulänglichkeit der wissenschaftlichen Einrichiung an der Universität sowie mit unstillbarem H e i u» w e b nach O e st e r r e»ch. Außerdem vertrage seine Gattin das Klima nicht. * gukiendfürsoraelagung. Unter dem Vorsitze des Mnister? a. D. Dr. Franz Klein kommen am 2 3. und 24. d. Fachleute deS In- »»nd Auslandes im Saale der Gesellschaft der Aerzte, 9. Bez., Frankgaste 8, zu einer vorn Allgemeinen Verband für freiwillige Jugendfürsorge in Wien (6., Schlesinger-Platz 5), veranstalteten Ingendfürsorgetagung zusammen. Bei dieser werden iiber erzieherische Fragen Fron Universitätsdozentin Dr. Charlotte B ü h l e r. Herr RegierungSrat Dozent Dr. Erwin L a, a r und Herr Gefangenhausdirektor S e i Y - I n q u a r t (Wien) svrechen, über die finanzielle Sichemng und Wirtschaftlichkeit der Fürsorge Herr Rechtsanwalt Dr. Karl K r e n n, Frau Magba Rosenzweiq »»nd Herr Magistratssekretär Dr. Friedrich Wilhelm (Wiens, denen sich noch ein Schweizer Gast zugesellen soll« über die dringendsten Erfordernisse der Gesundheitsfürsorge flir Kinder und-Jugendliche Herr Profestor Dr. Julius Z a v v e r t, Frau Nationalrätin Amalie Seidel, Herr Professor Dr. Hans S p i tz v (Wien) »rnd Herr Professor Dr. Hamburger lGraz) und über die Zusammenarbeit der öffentlichen und privaten Fiirsorge Frau Dr. Margarete Roller (Brünn>, Frl. Else F e d e r n und Herr Obermagistratsrat Dr. R»»dolf H o r n e k lWien). Außerdem wird Herr Dr. Wilhelm Völlig k e i t a»»8 Frankfurt a. M. erwartet. In einer feierlichen Sonntagsversammlung am 25. d. soll die breite Oeffentlichkeit, in8belo»»drre die Frauenwelt, zur Hilfeleistung in dieser dringenden Not aufgerufen werden. Kleine Chronik. — Eine kuriose Ritualmordaffäre. Das „Siedleeer Woch?ubla1t" bringt in seiner lebten Nummer die fönende kurios klingende Ritualmordgeschichte: Vor einigen -'»gen spazierte ein einheimischer J»»de in der traditionellen »üdischen Kleidung mit seinem ans Warschau zu Besuch gekommenen Enkel, einem ganz kleinen J»»ngen, durch die Stadt. Da der Junge nur polnisch verstand, »»»»'erhielt sich der Großvater mit ihm »n dieser Sprache. Dar fiel den christlichen Straßerapassanten auf, die die beiden stark beobachteten. Der Jude, dtt zufällig eine« Dollar in der Tasche hatte, glaubte, daß inan ihm wage»» verbotenen Devisenbesihes nachspürt. Er beeeil«e sich darum, in seinem Hause zu verschwinden.' ITntvr den christlichen Passanten verbreitete sich das Gerücht/ein Jrlde habe ein christliches Kind entführt, um ihm Blut zu rituellen Zwecken ab zu zapfen. Die Polizei erschien in dem Hause des Juden, um nachzuforschen. DaS Enkelkind aus Warschau erschrak und versteckte sich unter dem Bett. A>»f diese Weise verstärkte sich der Verdacht gegen den Jitdcn. Endlich gelang eS den Polizisten. daS Kind hervorzuzcrren. wora»,f festgrstellt werden konnte, daß es sich um da§ leibliche Enkelchen des Angeschuldigten ha»»delte. Nun erst zog die. Polizei ab. (I. C. B.) — Die hebrüiseh« Vrefs« in Pakiksttna. Der Jerusalemer Korrespondent des New-Borker „Jüdischen Tagblatts" macht folgende Angaben über die Auflage der hebräischen Presse in Palästi»»a r ,,D o a r H o t o »»»" 6000 Exer»»vlare, „Haaretz" 4000, von Wochenschriften „H <r p o e l H a z a i r" 2000. „K n n t r e ß" 1090. ..H a t o r" 1000, Fol 3 »f t o c r «Organ der Agndah) 1000, „Kol I a a l o b" t Organ des OberrabbinatS) 700. „H a p o e l H a m i s r a ch t" (erscheint periodisch) 500. „H a in l a ch a b" (monatlich) 500, „H a ch »- n u ch" 500. Außerdem erscheinen noch in unrcgeln^äßigen Abständen zahlreiche periodische Zeitschriften. »vie ß rezIsrae l", „A l H a »n i s ch ut a r", „A s v a k l a r i a", „H a s a d e h", „H a a d a m a l>" u. a. in. Auch der „H a s ch i l o a ch" ist bereits vor luv^ent wieder erschie»»en. 9. November 1923 Geirte Ä — Ei»»weihnng einer neuen Synagoge in Reims. Ju R-ermS wurde die »»enerbaute Synagoge eingeweiht. Auch zahlreiche Perfönlichkeiiten der französischen Gesellschaft wohnten der Zeremonie bei. Ans Par-is war der ftanzösisöhe Grand- Rabbi Israel Levi zur Feier eingetroffen. Dov Ba»r einer neuen Synagoge war »»ottveMg geworden, weil die große alte Synagoge im Kriege während ves Bombardements der Stadt Reims durch die Deutschen vollkommen zerstört worden ist. 'Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik Vereine" find entgeltlich.) * Tauzinstitut Sermann Braun» 14. Dez^ Rein- -orfgasse 42. _ Bereine. Bortriige und Vcrsammlnngen. Verband gionistischerStudente» aus Rußland. Heute, 8 Uhr cLends, im Cafs „Kamptal", 9. Bezirk, Spitalgafse 26, Vortrag r Die Richtlinien der Politik der zionistischen Demokratie auf dem 13. Zionistenkongreß. Referent Dr. W a l d m a n n. — I Ü d. a k a d. T e ch n i k e r v e rb a n d. SamStag den 10. 2 Uhr nachmittags, im Lokale der Zionistischen Bezirkssektion, 8. Bez., Bennoplatz 1, Generalverfammlung. — Jüdische Toybeehalle, 20. Bez., De- »»iSgasse 8. »N- oder Nk-Wagen viS Gerhardusgaffe). SamStag de»» 10. d., Uhr abends, für jedermann ftei zugängliches Konzert. Programm r Dr. Egon Peretz. Violine; Herr F. Koller, Cello; Frau Dr. Mella Hochstädt, Klavier; Trio von Mozart «nd ein Trio von Beethoven; Lieder »»nd Arien gesungen von Ko»»zertsängerin Fran Dr. Flora D o y k o. Mittwoch den 14. d. Vortrag von Prof. Dr. Ernst H o f m a n nr Die Entstehung der Faustsage. — Parteitagsdelegierte der Zionistischen Jugendgruppen. Morgen SamStag^ 4 Uhr nachrnittagS, Besprechung im Blau-Welß-Heim. — D elegierte deS Zionistischen Blocks: Besprechung »norgen SamStag, 7 Uhr abend», Cafs „Metropol", 9. Bez., Bergqasse 33. Zutrttt haben nur Delegierte des Zionistischer» Blocks. u v a n t d. jpeuie, »toBer&aai, o uyrr D»e Besteigung deS Mount Everest. Uhr: Opernsangerin Rose Wagschal, Opernsänger Dr. Josef L o r e n z i: Arien-, Liederunb Duettenabend. — Kleiner Saal, 6 Uhrr Siedlungs- und Kleingartenwesen. IU. Josef F r a n kr Siedlung uttb Bauformen. */,8 Uhr : Dr. Robert K l u n» a kr Einfühnmg in die Astronomie. III. — Knrssaal, 5Uhrr Dozent Doktor Felix R e a ch : Physiologie der Ernährung und des Stoffwechsels. '/,7 Ubr: Prof. Dr. Leopold Richtern: Die Farbe als wissenschaftliches und kiinstlerisches Problem. VI. 8 Uhr: Hoftat Ing. Josef L ö w y: Grundlagen der Starkstromtechnik.!. — K l u b s a a l, 6 Uhr: Univ.-Lektor Ferdinand M a t r a 8: Sprechkurs. IX. V,8 Uhr: Probleme der Philosophie. VIII. Doktor Friedrich Kainz: Zur Philosophie des dichterischen Stils. - M i k r o s p o p 1 e r s a a I, 7: Direktor Dr. Ludwig Arnhart- Die Präpariernng der Biene. VI. — Montag wird im Kurssaale der Urania Lektor Hugo E tz einen von Max Stein verfaßten Vortrag über Japan lesen, welcher Land und Leute Märchen und Sagen des Landes behandelt. In den Vortrag sind 78 Lichtbilder nach beriihmten japMifchen Meistern «ingefügt. Technisches Museum. Morgen Samstag, 3 Uhr, nachmittags, Führungsvortrag von KustoS Dr. Ing. F. Sedlacek: Die Zuckererzengung. Sonntag, 10 Uhr vormittags, im Großen Hörsaal Lichtbildervortrag von Dozent Dr. A. Habtrlandt r Die volkstümliche Holzbearbeitung. Montag (Staatsfeiertag) ist das Museum von 9 bis 1 Uhr zugunsten de» Notstandsfonds der Museumsangestellten geöffnet. Um 10 Uhr Lichtbilder- und Denwnstrationsvertrag von Vorstand Ing. F. Stelzer: Die Sprechmaschine. Freie Bereinigung für technische Volksbildung. SamStag, ys5 Uhr nachmittags, im Elektrotechnischen Institut der Technischen Hochschule, 4. Bez., Gußbausstraße 26, Hörsaal Ul.r Brenustoffersparrmg. Von Oberbanrat Ing. Rnd. Czeija. Bühne und Kunst. Baffemmm-SaMel. „Der Schöpfer." Albrrt B«fise«ma»rn hat birsmal für feint Gastipie-. an der Netten Wiener Bühne ails nvue Rolle di-e des Professors Schuhnmcher in denn bereits in Wien bMvnten Schauspiel ,/Der Schöpfer" gewählt. Des gwßen Komödianten ewige Sucht nach Figuren, welche es ihn» ermWichrn, fchste blen-' dmde, jeden MusN beherrschende, tut ihver Genialität des Jneina-ndsegveifens1 der Details ciujigc Technik gu achvMn, hait »ihn wohl zu' biefet „Boinlbenrvlle^' in döm vevlogenen Papipeitdeckelstück gl.führL. Baffermann wendet seine gantze in»mer wieder faStzimvrende Kunst des woh-Mvoyen-en Details darauf, zu Überzügen, daß sr ein genialer Forscher sein k»m», dem Forschen alles ist und Montschen »oichts bedmric,». Und jede seiner Bewegutrgen, jede Nuance sain.es zerhackenden uinib zergliedernden Wortes Werze-uyt. Das g^chicht n,nbokivntimert um die Atmosphäre von PlwÄheit Md Mwairrhtit, welche durch das ganze Machwerk geht. tötoUmi ist Baffermann auf der Bühne, so ist der ganM faule Zmitber acr SchauspiHaibel fordgeblasen und »na»» dsrstilW errcigt, i»»itgeriffe»», das Schicksal eines Maschen, den sich Baffernia-uu Wst spieloird schalfst, sich sv Vickllfvt)t>»g wa»ndÄn!d und ver-- »vauIdMd, daß Ange, Ohr m»ld alle Writgen Dmne tem nachlmmne»» können im Mitschwingen »vnk) MitgciMüen. Kein Wu>nder, daß die CrreGwwg, welche solches küinlstlfvisches Schaffen in der höchsten Vollendung der AeußerltchDeiiei» dem Zwschaner »nittoiA, bis am die Gren^ze inneren Evletbens reiß: und an» Schlüsse jedes Mies EnttMliarg-en aiiüfgÄvühbren Beifalls horvorrust. In der übrigen von einer gchchn»ackvo!l-.'n Regie gut un» den Gast gr»»ppierten bunten ReHhe von Figur?»» verdient Egon Jordan dcmke»»swe.rt hewor^ehoben zu werden. S. S. Jüdische Bühne. Die füdisch--a»>»errkanifche, SäMsPieserin Heitriet-te S ch»»i tz e r beginnt an der Jüdischen Bühr»e Donnerstag den 16. d. ein kurzes Gastspiel. Frau Schnitzer, die das Ncw-Norker Jüdische Ku»»stthcater gegründet bat, genießt den Ruf einer sehr bedeutenden Darstellerin. Wäyrer»d ihrer Tournee durch Europa hatte sie insbesondere in Loltdon, Berlin »titb Marschm» starken Erfolg. Dir Ki'n»stleri>» wird sich dem Wiener P»Mk»»m in Gordilrs „Kreuzer-Soma t e" vorstellen. Das Londoner Gastspies der Slaatsoper. Bei den Ber Handlungen, die in den letzten Tagen pvischen den» Bundes' rhraterkominissär Tr. Renk in, dem Bevollnuichtigten der