Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1701 (8.11.1923)
- Date
- 1923-11-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 _Wien, Donnerstag tvicklung, daß 'die Jüdische WMMfÄonferenz, deren TätüMtSgelbitt bisher hauptsächlich der Osten war, gegenwärtig ihr Interesse mehr und mehr der Fürsorge" für die notleidenden Machen Institutionen Deutschlands zuwerden Miß. Und daher handelt cs sich in steigendem Maße nrn Garantie der Primitivsten Lebenssvistung, wie Zöartoffeln- und Kohlendersorgnng forme Beschaffung von Kleidungsstücken, ferner Krankenhilfe und Mtersunterstützung. Selbstvevständlich versäumen die Inständigen Organisationen keine Maßnahme, um alle nur irgendwie leistungsfähigen Kreise zur Hilfsarlbeit heranzufteheu, um die Trägen auifpmtÄ, nrn allen klar zu machen, daß Spenden und Beiträge unbedingt der Geldentwertung anzupassen sirrd. AVer selbst höchste Leistung deckt nur notdürftig den dringlichsten Bedarf. WaS man au der Lage der jüdischen Institutionen Meson kann, rvird durch einen Blick aus die wirtschaftliche Situation der Juden Deutschlands selbst bestätigt. Der jüdische Mittelstand, insbesondere die Akadorrrikerfchafr, leidet ctöettfo schwer wie der nichtjüdische. „MittÄstandshilse" lindert ztvar äußerste 9dot, bleibt aber unzulänglich gegenüber der geistigen Not, der Abschnürung von allen den: gebildeten Menschen unentbehrlichen Knlturgermssen. Jüdische Witwerr, Waisen, Studenten bedürfen dvingerrd wirksamer Hilfsmaßnahmen. Wie steht es nun mit dem jüdischen Hamdolsstand in Deutschland'? Erschöpfung des Betriebskapitals infolge der Goldentwermng, die beim Handel durch keine Sicherungsnraßregdl auszuschalten ist, hat vielfach zum Stillstanid des' Geschäfts, znm Erlöschen der Verdienstniüglichfctt gefichrt. Das Geld MN Einkauf, zur Ergänzung der Bestände fehlt, und Kredit ist heute nirgendwo zu erlangen. Eine wichtige Funktion, die der Mische Händler in der deutschen Volkswirtschaft erfüllt, der Einkauf von Rohstoffen, wie Fellen, M-tteMien, Altmetallen, in kleinsten Mengen zwecks Weitcrleitung an Sortier- und Groß Handelsfirmen, ein Handelszweig, der bedeutsame Werre wie aus dem Nichts erschafft, der seinen Titz vor altem in Leipzig hat, wird hierdurch lahnrgvlegt. Die Verarmung des hierauf speziälisterlen jüdischen Handelsmittelstandes, der heute gezwungen ist. seine letzten Kapitalsreste rein konsumtiv zu verwenden, ist ein SymPtom des allgemeinen Kräfteverfalls der deutschen Volkswirtschaft. Die Zchicksalslime der Juden Deutschlands nimmt durchaus der: gleichen, abwärts neigenden Verlauf wie die der. GesamdbevAkenmg. Dies wird insbesondere an der Lage der jüdischen -Handwerker evident, deren Existenz durch Kapitals- und Materialmangel gefährdet wird. . , Wenn ein Jude im Aut« fährt,. dann ist dies für andere tausend, die in zerschlissenenr Tchnhwerk kaufen müssen, kein Trost und keine Germgtuung, itnd sie möchten deshalb auch nicht mit Redensarten, die ebenso verlogen wie bösWilRg sind, belästigt werden. Wie die Juden Deutschlands unter der allgemeinen Armut leiden, so kann sich ihre ökonomische Lage auch nur zusammen mit einer wirklichen Erholirng des Landes bessern. Daran arbeiten sie mit allen ihren Kräften mit, ungleich den wirklichen Nutznießern des Chaos, deren privatmonopolistischen Profit aus der Notmarktlage, der wirtschaftlichen Depression,, das judenseiMiche Geschrei bemänteln soll. Fm Scheuenviettel. Berlin, 7. November. (Tel-Komp.) Gestern abends muernahm die Polizei eine gründliche Säuberunasaktion im Ghettoviertcl. Stark bewaffnete Polizeikommaudos sperrten das gesamte Viertel ab. Alle in den Straßen und in den öffentlichen Lokalen sich anfhaltenden Personen wurden einer gründlichen Durchsuchung unterzogen. AD Personen, die sich nicht allsweisen konnten, wurden ans Lastkraftwagen ins Polizeipräsidium geschafft. Die von den Plünderungen betroffenen Straßen sind mir den G'la strümmern der zerschlagenen Schaufenster übersät. Die Rolläden sind herabgelassen nnd alle Geschäfte geschlossen. In Eharlottenburg dauerten kleinere Ausschreitungen bis in die späte Nacht hinein fort. Die Polizei mußte die Menge immer wieder mit blanker Waffe auseinandertreiben. Auch in der nördlichen Friedrichsstraße entstanden Tumulte, die jedoch keinen größeren Umfang anu ahnen. Die Polizei rückte mir sechs großen Panzerwagen und Maschinengewchren in die gefährdete Zone ein. Außerdem wurden starke schwer bewaffnete Polizeipatrouillen entsandt, worauf die Ruhe nirgends mehr gestörr wurde. versuche zur Gründung einer bürgerliche« Arbeitsgemeinschaft. Berlin, 7. November. iTel. dev „Wr Nkvrgenztg/') 1l\ e trum sparte: hat beschlossen, mit dtzn D emotrar c n uui? der D euische n BoltsParte i über die MöglichEctr, c.tnc Aroritsgeinerr, schaft ditst.r drm Parteien zur Unter'tützung des Kabinetts Stttferuann n zu fetzen, in Psrh indlnngen ,zu treten. Jir Bayrische Bottrhartei gegen Mesemann. München, 7. November. Der Bovstalld der Bahrt-scheu Vc-üspanci hat in Auwcsen-Heit des MmisterpräsiLkemten Dr. Knilling, veranlaßt durch die Gerüchte, daß Reichskanzler Stresemann sich um die Unterstützung d-r Bayrischen Dolkspartei für die Neubildung feines Kabinetts bemühe, e i n m ü!' g b e j ch l o s j r n, die Re'.chstagsfratti-on der Partei telegraphisch zu benachrichtigen, daß/ sie ft'ir die. B e i eiliguug ent. bc-ni Ka-binett Stresemann aus sa chliche n und p c rsu nXi che n•. Gxn nb cir wi ch t ui g r a g e femwteu Mm/ _Wiener wtorgenzeitung. Repamttonrdienstrkit. Berlin, 7. 'Noveuiber. (Tel. der „Wr. Morgzrg.") Das Zcntrailor-gall deö Zentrums „Die Gnmama" schlägt tkie Einführung einer Reparationsdien st zeit vor, deren Dauer auf d ri Jahr e festgesetzt sei. Diese Reparationsdienstzeit habe den Zweck, daS butsche Volk zu befähigen, die ihrn durch den verlorenien 5krieg auferlegwn Rcparatiorren Herei nKubvingen und den mneren M'.derausbau in die Tat nmgusletzen. - Während der Dauer der Dienstzeit soll durch Nnchsgesttz ein Schstml der A r b e i t s z e i t s a m m l u n g angeordnet llerden. Jeder Unternchmer mitffc verpflichtet werden, für die Mehrleistungen der Avbeite.r und Angestellten Bnrn entsprechenden Bitrag als Reparatioussteuer abyuführen. Fn-exiteigerungen «m 620*5 Prozent. Berlin, 7. Novemiber. Die Reich-: ndexziffcr für die Lebenshaltungskosten weist gegenüb-r -er Bopwoche eine Steigerung von 620,5 Progent auf Schutz für die Papiermaü. Bersin, 7. November. (Wolff.) lim 4 Uhr nachmittags wirb das Kabnrett eine Ditzmig abhalten, in der über die R elation der Paprermark zrr den tverckbeständigen Zahlungsmitteln Beschluß gefaßt werden wird. Der Reichsftnanzminister wird hierfür euren bestimmten Plan vorlegen. Eine neue Verordnung verpflichtet bei Jnlandsgeschäften aller Art zur Annahme von Reichsmark. Gleichzeitig wird verboten, den Abschluß oder die Erfüllnilg von Verträgen über Warenlieferungen zu verweigern, wenn die Zahlung in Reichsmark erfolgt. Die Reichsmark m u ß zunr Werte des amtlichen Berliner Krrrscs in Zahlung genommen werden. Nicht betroffen von dieser Verordnung werden Geschäfte, bei denen nach der Devifengesetzgebung Zahlung in ausläudifcher Währung geforderi werden darf. Amerikanische Sllset New-?)ork, 7. Nvoeniber. Nach Meldungen aus Washington befchäflige die Frage einer ausgedehnten Hilfe für die Bevölkerung Deutschlands die amtlichen Kreise. Es werde als wahrscheinlich angele heu, daß der Präsident an den im Dezember zusauuneurrcteudcu Kongreß eine b e so nde r e B o tschaft richten tverde, worin er ähnliche Maßnahmen Vorschlägen werde, wie die zugunsten Rußlands in der letzten Tagung des Kongresses beschlossenen. Tarnals wurden 2v Mil- 'fionen Dollar für den Ankauf von Nahrungsmitteln bereitgcftcllt. Frankreich verzichtet ans eine LorlSsuvg der Rheinländer vom Reichet Berlin, 7. NoveknÄcr. Tie „KAnffche Zeiturrg" teilt mit, daß Tl rard sich in UnterhaMnngen bereit erklärt habe, auf eine L o s f ö f n n.g des R h e i n l a n d e s vom Deutschen Reiche zu verzichten und sich mit einer „Rhetnlischen Republik" i m R a h rn c u des Reiches M begnügen. Diese Rheinrepublik tvürde aber nicht dioselbe Stellung einnohnren wie die übvigcn Bundesstaate!:, denn sie hatte eine eigene Zollgrenze uu-d eine eigene Währung. Die Eisenbahnen blieben in franzcisisch-'bülgischer Regie. Die BSsatzrrug und die Rheinlaudkommissinu bliebe bestehen. Ferner wiirde die Rheinische ^.^pu^bl^^k eine eigene diplomatische Vertretung in Paris haben. Tirard verfolge seine Pläne lediglich als Vertreter Frankreichs, ohne an den Bochitz in der Rheiulan.dskormnisfton gu denken und ohne die anderer: Besatzungsmächte zu den Beratungen heranzuzichen. Sesterreich. Bvr brr Wiederanfrlchtnng der chrMch« - nationale» Koalition. In: Anschluß an die Borstaudssitzung der Ehristlichsozialen Partei fand gestern eine Vollversammlung des christlistsozialen AbgeordneicnklnbS statt. Dr. Seit pell erörterte söhr ausführlich die politische Lage und betonte, daß das San irr nngswerk keine Unterbrechung erfahren dürfe. Ans diesem Grunde sei es uotwendig, daß auch die Regierung trotz der Verlfchiebung der Parteienstärke im zjcnen Nationalrate in ihrer Zusammensetzung unverändert bleibe. Der KM pflichtete dieser Anschauung einmütig bei und beschloß, den Klubvorstand zu beauftragen, mit den Großdeutschen wegen Erneuerung des Koalit io nspakt e s in Fühlung zu treten. Di>e Großderltschen werden wohl das Anbot der Christlichsozralen akzeptieren und es wird demnach in der Regierung alles beim alten bleiben. Allerdings will der Landbund, der alle fein* Mandate bis auf zwei verloren hat, in der Regierungsurchrheit nicht mehr unbedingt rnit-tnn und sich freie Hand Vorbehalten, um durch diese Drohung eine ihm genehme Erlediguirg seiner laufenden Aahlprotcste zn erzwingen, auf Grund deren die' ' L-andbündler eventuell noch drei bis vier Natlionalratsimandate auf Kosten der Christlichsozialen und Sosialdemokratcn wieder erlangen könnten. Trotz der zahlreichen Wahlprotcfte wird.der Nationalrat i feine Koufrüniiernng am 20. d. vornehmen. So laufen im südlichen WahlkreiAverbaud Einsprüche des LanBbundes und der SoziMemokraten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß die lötzte Instanz; schließlich die 72.000 laudbüMemscheu Stnnmen, die für ungültig erklärt wurden, anevkennm und dein Landbunde .zwei bis drei weitere Mandate zusprechen wird. Ans diese Meise dürfte, auch der Führer der Parten, Doktor Schönbauer, voraussichtlich wieder in den Nationalrat csnziahen, Außerdetp sind/ im . w ostläch en Wählt reisverband Proteste eingelegt /worden. In Tirol wurden ngursich die landbünd'erischen Stirn-.ue-lr ffür nngültig erttärt, da ' hie' ArUiMtiel den Bereinigung der HauS» 8. NoveMer Is.'/Z. ' tfOl V .ruildbositztr tragen. Die" Soziuldeuwkraten Veckaytzt-Kt uttu, daß in Salzburg, wo b\: Dnmuzcttel der Landbüudler einen ähnlichen Untertitel mchvie,s<m, gleichfalls tti LaudbüMerstimmen annulliert würden. In kiefern Falle wären in Salzburg im ersten Eriniltlungsver^hren nicht vier sou dein si'ms Mandate vergeben worden, und die Sozialdemokraten hätten statt einem ztvci Nationalratslfitze erhalten. Jnr Wahlkreisverb'and Oberöstcrreich, Salzburg, Airol und Vorarlberg chäre-n dann auch statt 8 nur 7 Reststimmonmandate zur Verteilung gelangt. Die Salzburger Wahlkreisbchorde tvar jedoch zur Zeit des Eiulaugens des Einspruches der, Sozialdemokraten beschlußunfähig und so traf die Verbandswahlbehörde die Entscheidung über die Neststimmenmandate auf Gruird des ursprünglichen Spruches der Salzburger Wahl-behörde. Die Sozialdemokraten wollen nun einen Protest an die Hauptwahlbehörde richten. Würde diesem Folge gegegeben werden, so würde der großdeutsche Abgeordnete El eff in sein Mandat verlieren. sie tzolftische krziehung der Gendarmerie. In der österreichischen Gendarmerie ist, wie die letzte Nummer des „Republikanischen Schutzes" berichtet, soeben ein vom Gendarmertieinspeiktor Franz Neubauer verfaßtes Lehr'buch der allgeiueinen Weltgeschichte eiug-esührt worden, in dem sich unter andereur sollende Betrachtung findet: Heraus arrs der geistigen Verjudring, aus der Ucber« sraindung unseres Volkstunis. Der Einfluß, den die christliche Religion auf die Pflege gerade der deritschen Ideale ausübt, wird vielfach nicht beachtet. Der Geist der christ lichen Religion ist gegen den volkszerstörenden Materialismus und Manmion'ismus gerichtet. Mit der Bekämpfung fkks Klerus arbeitet rnan nur dem Judentuui und der Internationale in die .Hände... Die MiHilfe der Lchrer und Geistlichen ist unerläßlich. „Lurch Reinheit zur tzinhett.^ Der grimntige Schnierz, der wogen der Wahlniederlage in den zottigen Brüsten der großdeutschen Teutonen tobt, sucht Schltldige für daK Debakel. Hormanu Wolf, der laugst znr Tafelrunde der Einlwrier versammelt galt, wo er mit dein Edlen v. Stransky und anderen tapferen Kämpen beim „Wilden Mann" in Währing mcuufym Tieftrunk tut, hat atzende Lauge ht die noch frischen Wunden gegossen, die Beseitigung der großdentschen Parteileitung verlangt, sich mit dem von deu Nationalsozialisten kaltgestellteu Dr. Riehl und dem Erfinder des christlich-gennawischen Schönheitsideals Mlcnkodich gesippt und die Gründung einer neuen deutschnationalen Partei angekündigt, die durch stärkere Betonung des Rasse»- standpunktes endlich durch Reinheit zur Einheit führen soll. Die Großdeutschen sind natürlich tvegen dieser drohenden Absplittenmg in banger Sorge und ntüffeu darum ihre malkontenten Gesinnungsgenossen vor der Führerschaft der Wolft Riehl nnd Konsorten warnen. „Die deutsche Zeit", das Parteiorgan der Großdentschen, entwirft zu diesem Zweck von K. H. Wolf folgende Schilderung: „Der führende deutschböhmische Politiker, iee es über sich brachte, Don t sch böhm en in den entscheidenden Wochen nach dem Zusammen bruche 1918 seinem Schicksale zu überlassen und unbehelligt in Wien zu leben, statt sich in Deutschb'öhmen den Gefahren «»rszusetzen, denen dort die von ihm Geft'chrteu stmrdhalten nrußten, sollte in der Kritik gegen eine nationale Partei denn doch die Zurückhaltung bewahren, die ihm seine politische Vergangenheit gebieten sollte." Gegen die Behauptung der Deutschradikälen Partei, daß sie den Bestand der Groß deutschen Volkspartei erst ermöglicht hätte, indem sie ihr ihre Organisationskanzlei, ihr Telephon und ihre Angestellten zur Verfügung gestellt hätte, wendet sich das Blatt mit der Be merkung: „Seit wann wird der Bestaird einer Partei du:ch Schulden ermöglicht'? Außer einigen Schreibtischen und Beamten, die im Interesse -der Ordnung entlassen werden mußten, hat aber die Großdeutschc Volkspartei von den ehe maligen Deutschradikalen nur Schulden nnd ei-neu Mitgliederstand übernommen, dessm Dürftigkeit nur von der Hannlosigkeit nbertroffen wurde, mit der in ihm Tote und Nichtgebvrene das deuffchraidikale Kaiasterdastin fiUnteil." Schließlich wird noch dem Dr. R i e hl folgendes kräftiges Wörtlein gesagt: „Wie Dr. Riehl, der gegen die Wahleuthaltung war, für die er in Salzburg selbst gestimmt hatte, zu seinen Behauptungen in der Versammlung der Wolf- Gruppe kommen konnte, wird nur der nicht veisteheu können, der Dr. Riehl und seine geringe Achtung vor der Wahrheit im politischen Leben nicht^kenni." Da die Angegriffenen sicherlich nicht mit der entsprechen den Antwort hinter dein Berg halten werden, ist also für Heiterkeit in dem sonst trostlosen Einerlei der deutschnatio nalen Politik in Oesterreich fitr die nächsten Wochen gesorgt. Lrntschlandhftfr der Lander Riederösterreich. In der gestrigen Sitzung des niederösterreichischen Landiages gedachte L-andeshauptmaim Dr. Buresch in herzlichen Worten der ungeheuren Not in Deulschand und kündigte zugleich au, daß am 25. November in ganz Niederösterreich ein großer Sammeltag zur Lindernug 'der deutschen Not statt-ftniden werde. Hierauf wurde ein'Antrag der lLandeZwgieruug, an einer Hilfsaktion für Deutschland sich zu beteiligen und zur Linderung der herrschenidcn Not einen Betrag von 590 Mill'lionen zu widmen,, ohne Debatte einstimmig angenommen. Ueber das Unglück der Juden in Deutschland berichtet das Blatt des Bundes-kanzlers in folgender Weife: ,^Ieider Zug. der aus Deutschland im Wiener W-estibahu'- Hof eintrilfift, bringt zahlreiche Reichsmüde, die sich in Wien und Oesterreich niederzu-lassen gedenken. Unter chncn ist ein starker Prozeni satz Ost, »den, denen der reichSdentsche Boden untea: den Füßen tu -heiß «- . Mrdewist." . : i„; ...... .. :;.. Sind bald wieder Leichen m fMH-M