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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-07 · Heft 1700 (7.11.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1700 (7.11.1923)
Date
1923-11-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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!»«r. xnn Solfstoirt. Sesteuchelte Krone ---- 0.0079Vo kenttme». Auszahlung Wien — K.ÜV7SV» kentlmer. In Zürich notiert« 6./11. K./11. bl« österreichische Krone . . . . 0.0076^ 0.0079V4 die österr. gestempelte Krone . . . , O.OOIS'/z O.OO79'/» di« tschechische Krone.. . 10.45 16.45-v die Mark.pro Milliarde —- Holland. . .. . 217.86 218.- New-Uork ...».. . 562.50 668.— London 25.10 25.11 Paris .. 32.42 82.40 , Mailand . .. 25.06 25.06 Belgrad6.50 6.55 Bukarest 2.68 2.7O Sofia . 6.17 5.15 Üudapest .. 0.0804 0.0805 Warschau -.. . — — — .— VZiener Morgenzettung. 7. Novellier 1923 «ekte f graMUl Speiseöl 78 K., 1 Kilogramm Kupfer 72 K., 1 Kilogramm SM 9 K., 1 Kilogramm Schreibpapier 33 K., 1 Kilogsamyr Baumwollgarne 72, K.. ..! I Der Tarif' wurdeden Bündesniiinist>erien zur' Abgabe 'eines Gutachtens übersendet und dürfte am 1. Jänner nächsten Jahres in Kraft treten. Glearlngknrss der Österreichischen Nationalbank vom 6. -November 1923. Devisen (Schecks ,und Aus» zfn^ Set neue Sliterlarif her österreichischen Annderhahnen. Erhöhungen und Tarisherahsetzungen. Gestern'fand eine von der Generaldirektion der oster- . rdlchischen Bundesbahnen einberufene Pressekonferenz statt, in welcher nach einigen einleitenden Worten des Präsidenten Günther der Chef der kommerziellen Abteilung der Bundeslbahnen, Direktor Hcntfchel, die Grundzüge der neuen Gütertarifreform besprach. Die Grundzüge der neuen Reform sind folgende: Die Reform ' des Gntertarises, welche' schon seit langer Zeit Gegenstand eingehender und gewissenhafter Studien gebildet hat, ist nunmehr nnaufschiMich geworden. Bei Erstellung der neuen Gütertarifklassifikation und der neuen Einheitssätze wurde nicht wie bisher durch einfache M in t t ti ptt ikati 0 n 'bestandener Friedenssätze ein einfacher und vielfach b e q n e m e r Ausweg gesucht, um höhere Einnahmen zu erzielen, sondern es wurde sozusagen neu ansgebaut. In: allgemeinen wurde davon ausgelgangen, daß die künftigen Tarife womöglich nicht ein größeres Vielfaches der Borkriegstarife darstellen sollen a4§ die gegenwärtigen Preise ein Vielfaches der Bvrkriegspreise sind. Hierin lag immerhin ein Anhaltspunkt' für die Beurteilung der Tragfähigkeit der einzelnen Arrikel der Industrie, des Gewerbes uud der Landwirt sch as t. Mit Rücksicht ans die geänderten staaMcheu imb wirtschaftlichen Verhältnisse, die unsere produzierenden Kr eise nötigen, ihre Rohstoffe zu einem großen Teil aus dem. Auslände zu beziehen und zlvecks Absatzes ihrer Fabrikate utthr als' früher''MlSwärttye/.MüMe^/allfMüchett^evtvleZ'.es'sich'' jedoch in zahlreichen Fällen als unaibwe-i-sl-i ch,- u n te^r die oben angedeurete Grenze heralbzugehen. Diese Richtlinien gaben für die Durchführung von Deklassifikationen einen ganz bedeutenden Spielraunt, 'was anr besten daraus zu .. erschcn ist, daß Won 621 Posten der gegenwärtigen Güter-- einteilung 254 Artikel, das sind 42 Prozent in eine nie-., drigere Klasse gereiht wurden. Diese DeklasWatiönen verteilen sich aus' Rohstoffe, Fabrikate und Hälbsabrikate, wobei , alle Industrien und Gewevbezweige gleichmäßig berücksichtigt - worden sind und auch den Wünschen-der Landwi rtschaft tunlichst Rechnung getragen wurde. Wie erwähnt, wurden die DOlassifikatiomn in .erster Linie für die von der Industrie benötigten RoWosife, ferner. für eine Reihe von Halb- und Fertigfabrikaten gewährt, deren Frachten eine prozentuelle Ermäßigung erfahren ^werden: Für verschiedene Artikel sind besondere, , nur für den Export gültige Tarifermäßigungen gewährt worden/ Hierher gehören idie ermäßigten Ausfuhrtarife fst-r Ackergeräte, Eisen uni) Stahl, Bettenisätze, Kunstgußwaren, Mesferlschmiedwaren, Eisen-' und Stahlwaren, Eifeugefchirr, Maschinen, Mvtore, Stäb- und Fassoneifen, Platten und Bleche, Brücken- und Konstruktions-. teile, Hctt« und Dunggabeln, Sensen und Sicheln, landwirtschaftliche Maschinen, Metallhalberzeugnisse,. Röhren, Streichhölzer.und Tonwaren. Die für diese. Artikel eintretenden prozentuellen Nachlässe sind zum Teil sehr weitgehend, was namentlich dort der Fall ist, wo sie von den für die allgemeinen Tarifklassen ohnedies ^-re'enden Tela''''ifi.kaiionen gewährt werden. ' ■ Andererseits wurden Erhöhungen . vorgeuontmen. So beträgt z. B. die Fracht' für Wrißstückkal? gegenwärtig 4 Prozent vom Preis, gogenüber.26 Prozent in der Vorkriegszeit, Gips 3,8 (28), Zement 3,4 (14), Mauerziegel 6,8 (11), Dachziegel 1,6 (5,5), Schamotte 4,st (I8.L1. Andererseits beträgt z. B. die . Mehrfracht vuf die Entfernung von 1OO Kilometer s>ir l Kilogramm Kraut 88 St,, 1 Kilogramm Aepsel'22 K., 1 Kilogramm Weizen 20 St., 1 Kilogramm Gerste 20 K., 1 Kilogramm Brot 22 K., 1 Kilogramm Kartoffel 45 K., 1 Kilogramm Steinkohle 6 K., 1 Kilogramut Brennholz IO K., 1 Kilogramm Kälkk 18 K.,' 1 Kilogramm Zement 19 K., 1 Kilograntm Ziegel 5 K.s 1 Kilo-, gramm Eisenträger 13 K., 1 Kilogramm-Petrolenyi 22 1 Kilogramm Schnittholz 2 K. Dagegen treten bei zahlreichen Gütern - , " Berbilligmtgen rtn, die beispielweise betragen: Bei 1 Kilogramm Kajsec jurrogatr auf die Entfernung von IOO Kilometer 132 K., 1, Kilo- ^gra.mm TMvare-n 132 K.. 1 Kilogramm Seife 132 K„ 1 Kilorsiilüngen) Amsterdam k. t holl. Gulden Sgram I Jutr. Kronen . , . eleraHTDlnar . . . . , (Berlin* 1 deutsche Reichsmark erpssel 1 heldische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei.. Christiania I norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London’i Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas . , . . . Mailand I Lire ...... New York 1 Dollar . .... Paria 1 Franca . . . . . . Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia I Lewa . Stockholm'! sclnvedlscheKronor Warschau** 1 polnische Mark . Zürich 1 «schweizerische Francs Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar ahlw, „ » kleinere , . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » . IOO . . j . . kleinere. , , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten . .. i ■ » - » 1Q0 i» « »! „ H kleinere . . . Engl, Noten von 5 Llvrest. aufw,; „■ » kleinere .. , . , . FranzBsisChe Noten 100 Francs holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » „ kleinere, . . . Jngosl, Noten ungest. zu1000 Dinai » . n » 100 „ . . , „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten. , . kleinere..... Rumänische Noten zulOOOu, 500Lei „ „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » , » » . . 100 . » » „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOauiw, „ . kleinere , Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. , .zu 10.000 Kr, ... i . . kleinere. (uB Geld Kura vom 5. Not. Ware Geld Ware 4 27NO.- 27600,- 27400.- 27500.- 6 820.- 824.- 880,- 824.- 6 820.- .824.- 820.- 824.- 8 12.44 12.56fg 0,t5 0.19 4«li 3504,— 3516.— *3454.— 3486.- 6 3.77 3.87 3.77 3.87 6 331.- 333.- 337.- 339.- 5 10330.- 10370,— 10480,- 10520.- 5 12080,- 12120,- 12080.— 12120.- 3 31550h.- 316500,-315300.- 316500,- 5Vt 9380.- 9420.- 0280.- 9320.- 6 3164,- 3176.- 3139,- 3151.- 4 70935,- 71185,- 70935.- 71185,- B 4092.- 4108.- 4072,- 4088.- 5 2075.- 2085,- 2070.- 2080.- 7 •/, 642.- 646,- 640.- 644.- 4‘fi 18420.- 18480.- 18470.- 18530.- 6 : 330.- 370.- 360,- .400.— 3 12610.- 12666.- 12595.- 12645.— 765&)i— 70960.- 70560.- 70960.- 70460.- 70860.- 70460.- 70860.- 3-toO.— 3490.- 3410.- 3440.- 620.- 628.- 618.- 626.- 600.- (jüa.— 598!— 606!- 11940. - 12020.— 11940.— 12020.- 11.94 12.06 0.13 0.19 10!94 1l!Ö6 o’.ü 0*18 313700.- 315300.- 313700.- 315300*.— 313500,— 315100.— 313500,- 315100— 4045.- 4075.- 4025.— 4055.- 27390.- 27500.- 27200.— 27409.— 9130.- 3150.- 3109.- 3125.— 3110.- 3130.- 3086,- 3105.— 809.- 815.- 809,- . 815— : 7Ö9.‘- sös;— 7Sö!- 805— 10200.— 10280.- 10350.- 10430.— 330;- 370.— 350,— 393— 310.- 350,- 330,— 370— 325.- 329.- 331.— 33 — 305.- 369.- 311.— 315— IB21o!-!83loi- 18260!^ 18360— 12495.- 12575.— 12480.- 12560— 9260.- 9340.- 9160.- 9240— 2057.- 2073.- 2052.- . 2068— 2052.- 2068.- 2047.- 2063— 2.60 2.80 2.60 2.80 2.55 2.75 2iÄ 1.75 » Für 1 Milliarde Mark," für 10.000 poln. Mark. t Spannungsänderung. * Von Auslandsadgäbien nrchls nbornomureN; Sie Sauiemugsveriuche der deutsche« Staats Schafstnig eines Uebergangsbudgets. ■ Berlin, 6. November. Wie die Blätter Melden, beschäftigte sich das Reichslabinejt gestern nachts u.'a. mit. einem Borischlag des 'Finanzministeriums, einen Uebergangshaushaltsplan auftz'.lstellen,, der auf Goldbasis aufgebaut ist mtb bis zum 31. März 1024 Geltung haben soll« Eine Entscheidung über diese Frage ist noch-nicht getroffen. .Nach dem „Tag" sind die BeratUMen über die Stabilisierung der Mark zum Abschluß gekommen. Der Umrechnungskurs wird währscheinlich noch im Laufe des heutigen Tages bekannt gegeben -werden. Wie das „Berliner Tageblatt" erfährt, steht die Einführungder PMtenmark für nächste' Woche, Wahrfche-iulich schon für dtzn Anfang der Woche, -bestimmt in Aussicht. Auch volkswirtschaftliche Betrachtungen. Bon oine»n Leser, wird nus gejschrieben:. Das -„Nene Wiener Journal", das sich stu semvm voUswwifchäWichen Dei-l.ditsvor-em'Lger Zeil '.elmes bbM'-ven."mD..fachMchen.- Tones b-Mmte, scheint punimahr vyn dicher bMäthrten Tradition abgcheu zu wollen ^s bchaiüdoft--jetzt -viirtischaMche Fragen i,n Äneim Ton, der sonst m. einer - seriös gchMtzwen volMvirüschaiftkichen -Mbvrk nicht Mich'ist. So.tvird Wm Bdifpiel m dom volksw!irt!schaft lichen Teil der., Fveitagnunrnrer .des „Neuem Mener Journals" ein AOM über die Kontevmine verösisenMcht, der, ab gefeheu von delnr. Ka,uderiwe.lsch, das wcher mit ,/Volk" noch init ,Mirt>schaist" eliwas M tun hat,'nach dem Staatsanwalt gegen die Kontermme ruft. — O fMata sünplieiias! Will der Verfasser auch nach dom Staatsaniwabt rufen, wenn Gerüchte die Kurse in die Höhe treiben? Wir haben solche Wahrnchmlu-ngeu im wirtschaftlichem LÄil des „N. W. I." bis her nicht gcimachlt. -Eigenartig zu, antisenrite!ln beginnt der' Verfasser in einem änderen Artikel auf derselben Seite, wo der Ri'lckgamg der Poleniwerte „ergv'nüdet" üverdem soll. Da wird iticht me-hr mach dam Gtaa'tsamiwa'lt gerufe>u, sondern da^ .UrfpvnrrgAland dem Kenterniiinourem gjieich angcdichbet. Dieses Argument - dürfte währscheinlich vom dm Wahl Plakaten hevgenoinnien feist. Als bb nicht «auch' auf allen anderen WÄiilmärkten 'üin iRlickgang in den Polentrerten fest Austellen geweiftn wäre., Naiürliich. gehört, um dies zu wisfem, fluch die Kemntnis der 'Borgämige aulf iden AuslamdSplätzeu, diS ein volkswirtschaftbickM Rddabtvur gewöhnlich beherrscht, däzu Echt vEswirtschaftllich oibjektiv und der voAsivirtschaftli^'M Phraseologie ernster NationalMnomie outmomimen klingt jc§; wenn davon die Reibe ist, daß'die besaAen Kontermineure pMeDies" zu erlangen > hoGem, was - man vielleicht voMswirt^ fchaMch' Äs ,Mtbe'vweütet" bezeichnen würde. Wennschon von ,Mchzjies" die'Rade ist, so scheint der Heransgäber des W, I." sich eher eine solche, allerdings vollwertige z.Mezzie"^ mit einen!' seiner ' poMvirEchaPticheu AtitarbLiter zugcleg-t zu 'häbon. (Der Raine des E'-nienders ist unserer Rodaktion bäöanmt.) Gründung einer polnisch.oberfchlesische» JndustrKbanL, Aus Warschau, 6. d., meldet Wolff: Nach einer Meldung der Polnischen Telegraphenagentur fand vor, kurzem in Danzig eine Konferenz polnischer, deutscher und französischer Finanzlleute statt, deren Zweck die Gründung einer Bank war, die -sich mit der Sä-affung eines Industrieunternehmens >in Polnisch« Dberschlesien befassen wird. Die Wiener Notierung der Reichsmark. Die Oesterfteichische Nationalban!, Bankabteilung, teilt mit, daß sich die Notiz für deutsche Zahlungsmittel ab gestern, 6. d., für je eine Milliarde Mark versteht. Dagegen gilt die Notiz für polnische Zahlungsmittel auch weiterhin für je 10.000 poln- Mark, die Notiz für die übrigen Währungen für eine Währungseinheit. Ungarische Devisenansorderungen. Aus Budapest. 6. d., meldet Tel.-Konrp.: Die Leitung der Dcvisenzenträle gibt bekannt, daß sie die Absicht habe, Deoiisenansovderungen für Waren, welche vor dem 31. I u n i 19 2 3 nach Ungarn importiert, aber noch nicht bezahlt wubdeu, voll zu honorieren, jedoch unter der Bedingung, daß die Devisen nicht zu dem offiziellen Kurs der Devisenzentrale, sondern nach dem Kurs der P r i v a t v e r k e h r s eingelöst werden. Eine Finan^ierungsbank. Ein Konsortium unter der Leitung des ehemaligen GeueralrateZ der Anglo-Austrian-Bank Präsidenten Hugo Schwarz, führt die Gründung einer Fimanzierungsbank durch. Dom Gründun,gsfhndikat gehören auch hervorragende Industrielle an, darunter eine große Wiener Eisenfirma. Das 51apital des neuen Instituts soll auf zehn Milliarden Kronen fchaesetzt werden. Die Konftltuierung des steuen Unternehmems evsÄgt in den Räumen der Inter« . n a t i o n a l e n H a n d e l 8 b a n r. Di-^ Verhaudlungen be« tresifend die Konzessionierung der Geisellschast sind bereits mit Erfolg zum Abschluß gebracht. Europareise einer chinesischen industriellen Studieukommission. Wie dem österreichischen Handelsmuseüm aus Schanghai berichtet wird, hat eine von der chinesischen Regierung eingesetzte offizielle Studienkommission unter Leitung des Herrn Chang Chieio jun. eine Studienreise nach Europa, Amerika und Japan unternomnien. Der Zweck der' Reise ist das Studium europäischer Industrie- und Handelsuntevnrhmungen, unmittelbare Fühlungnahme mit maßgebenden industriellen. Politischen und diplomatischen Persönlichkeiten der einzelnen Länder, schließlich auch die Herausgabe eines MemoirenlverkeS über die Reise, daS als Nachschlagewerk für die chinesische Kaufmannschaft dienen soll. Da nach den: offiziellen Reiseprograuun der Besuch Oesterreichs nicht vorgesehen war, hat daS österreichische Handelsmuseum mit Rücksicht auf dir Bedeutung des Besuches dieser Kommission für die zukünftige Entwicklung der Beziehungen Oesterreichs zu Clftna Schritte unternommen, um die chinesischen Delegierten zu veranlassen, Men zu besuchen. .Sollte die Kommission, wie zu erwarten stcht, der an sie ergangenen Einladung Folge leisten, wird-dieselbe voraussichtlich bei Jahreswende in Wien eintreffen. Das österreichische Handclsmuseum trifft für. den Besuch der Kommission bereits eine Reihe von Vorbereitungen, um sie mit den industriellen Handels- und banktechnischen Einrichtungen Oesterreichs bekannt zu machen. Geldstüssigkeit in Ungarn. Aus Budapest, 6. d., meldet die Tei.-Komp.: Den Abendblättorn - zufolge herrscht augenblicklichauf dem Budapester Markt eine GeÄflüssi^eit, wie sie 'seit langem nicht beobachtet lvevdeu konnte. Es wird Geld bis zu Milttardenbeträgen augeboten. Wochengeld kostet 1,75 bis 2 Prozent. ' Eine Zweigniederlassung des Comptoir Lhou-Allemand in Haifa. Das Comptoir Lyon-Al'lemand, die bekannte Bank- und Edelmetallhandelssirma in Paris, hat einen Vertreter nach Palästina entsandt, um in Haifa eine Zweigniederlassung zu eröffnen, die ihre Geschäftstätigkeit sobald wie möglich beginnen und sich mit allen bankmäßigen und Handelsgeschäften sowie An- und Verkauf sämtlicher Edelmetalle befassen soll. Jerusalems Handelslage im Septentber. Die Lage hat sich seit dem vergangenen Monat nicht sichtlich verändert. Der Getreidemarkt war äußerst still, da eine zeitlang aus Tran?« jovdanieu keine Ware hereinkam und die lokalen Kaufteute ihre lagernden Warenmengen zu hohen Preisen auf den Markt bringen konnten. Die jüdischen Feiertage, mit den Halbseiertagen zkvei Wochen, haben dem Kleinhandel große Umsätze gebracht, vor allem in Lebensmitteln, Getränken, Manchesterware, Konfektion, Schuhwaren usw.. woraus alle Kaufleute Nutzen zogen. Andererseits hat aber der Handel auf vielen Gebieten, wie Eisen und Eisenwaren, Holz und Baumaterialien an Stillstand gelitten. Auch die -Fabriken und Unternehmungen, wie Schreinereien, Mühlen, Gießereien usw. haben durch die Feiertage eine Verringerung des Umsatzes erlitten. 58101« Börse. Geringe Erholung. He nervöse Stimmung, welche -einzelne Kreise vorgestern hat, wich'an der gestrigen'Börse einer wesentlich ruhigeren Anfsassuug. Die Vorstöße der Kontermine hatten sichtlich nachgelassen. Im Gegenteil, in vielen Fällen wurde das Bestreben der Kontermine benrerkbar, sich -einzudecken, was einz-elnen Papieren zustatten kam. Die Berivirrung in DeiNtschland wirkte gestern nicht mehr so Niederdrückend wie am Vortage. Die Situation wurde wesentlich ruhiger beurteilt, trotzdem Meldungen über eine Verschlimmerung der Situation dorts-elbst einlangten. Andererseits übte die günstige Mvicklung der Prolongation eineri vorteilhaisten Eindruck aus, wozu noch die Meldungen über -ernstliche Interventionen Italiens, Belgiens und Englands - in der Reparations-frage wesentlich beitrugen. In Prag war'der Prsiiniismus gewichen, was-in den Arbitragewerten zum Ausdrucke kam. Es scheinen die Wiener Banken das Publikum zu Käufen bei den niedrigen Kursen zu veranlassen. In der Kulisse warendie Erholungen nicht allzu hoch, doch brachten dieselben die günstigere St immune gum Ausdruck. Es besserten - sich: österreichische Kredit um 13.000 K.,' ungarische Kredit um 56.000 K^> Unionbank um 12.000- K.- Vonden übrigen Kmliss-etverten profitierten Staatsbahn- 4060 K., Krupp 9000 -K-, Rima 10.000 K-, Skoda 41.900 K.. Wagner 7000 K-, Siemens 7000 K. Salgo 12.000 K. - -Jlnr.Schranken-wor die Stimmung nicht einheitlich. - Den. Cvholungen auf der einen Seite standen Erniedrigungen : aus anderen Gebieten gegenüber. Von den PetrolenMwe^ten stnkten sich Apollo uni 37.000 K., Naphthaum 100.000 K. Hingegen waren Galina um 800.000 K. und Fanio um 100.000 K ,

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