Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1700 (7.11.1923)
- Date
- 1923-11-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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«m 8_seren, Mlrrwory Von den Papierwerten büßteu Penzinger 30.000 K., VLeusre-dler 145.000 K., Steyrermühl 100.000 K. ein. Hingegen echvlten sich Brigl um 42.000 K. Von Kohlenwerten waren Oberungarische um 50.000 K., ungarische Kohlen um 25.000 K-, UrUany um 160.000 K. niedriger, während Beitscher 100.000 Kronen und westböhmische 15.000 K. gewannen. Von Transportwegen waren Nordbcchn um 390.000 K., Dampfschiff um 30.000 K. höher, Kaschau-Odcrberacr ermäßigten sich um 18.000 K. Bazugs rechte: Wiener Vanwerein 3400 bis 3600 -Äonen, Oesterreichische Holchank 5000 K.. S^ierfacr Montan 98.000 K., österreichische Eisenbahnverkehr 70.000 K. Auf dem Anlagemarkte waren Renten schwächer. Einzelne Si«lberprioritäten waren stärker begehrt. Von den Exoten notierten:'Erdöl 47.000 bis 50.000. Iriag 315.000 bis 330.000, Holzverband 25.000 bis 28.000, .Knobloch 30.000 bis 32.000, Mraznica 170.000 bis 178.000, Schubert u. Co. 10.000 bis 16.800. K-? 510<D bis 56.000. Wiener Wirren }*,♦ (Eigenbericht der „Wiener Morgen;eitung".) An der gestrigen Warenbörse bestand mäßig belebter Verkehr, kn Chemikalien wurden teils schwächere, teils unveränderte Preise gefordert, auf welcher Basis einige Abschlüsse erfolgten. Ausgeboten wurden: Gelbnatron l m 22.700 K.. Gelbkali zu 34.000 K. ■ transit Wien. Quecksilber zu 100.009 K.. Bleizucker kristallisiert zu 15.800 K., Eisenvitriol zu 1050 K. Wien, Essigsäure chemisch rein 80*/, zu 18.200 K. ab niederösterreichischer Fabrik, Paraffin 50/52 in ^Tafeln transparent weiß zu .7100 K. und opak zu 6509 K., L-oda Bic. B. zu 3950 K. Wien inklusive, ZinkflMb zu 12.900 K., Salalkali in Stücken zu 12.400 K. transit, Schwefel Florisiella zu 2400 K., Weinsteinsäure kristallisiert spießig zu 49.000 K. ab Wien. Oele und Fette. Ausgeboten wurden: Rindertalg weiß Ir zu 15.200 K. sowie Wiener Schmelztrlg I zu 14.900 K. ab Wien. Kolonialwaren verzeichneten mäßiges Geschäft in Kaffee, Tee, Kakao und Zucker zu unveränderten Preisen. Kaffia lignea ist um 500 K. schwächer und notiert 45.0' 0 K., ebenso Kümmel auf 43.00-) K.. Pfeffer Singapore schwarz ist um 1500 K. billiger und notiert 33.500 sc., edelsüßer Paprika schwächte sich um 1009 K. auf 89.000 K. ab. Reis ist uur 20 > bis 300 K. billiger; es notieren: Burma II 25°/, Bruch 5300 K. italienischer Svlender ff. 6600 K. und O. A. 6500 K., Bruchreis 4300 K. und Siam Prtna glaciert 6800 K., Kondensmagermilch gezuckert (12 Unzen- Dosen) ist um 200 K. höher und notiert 4600 §?., Lekwar 1923 schwächte sich um 300 K. auf 5990 K. ab, bosnische Pflaumen 95/100 Sackware sind um 200 K. billiger und notieren 5100 K., in Kisten 6909 K. Zum öffentlichen Verkauf gelangen am 8. d., '/.II Uhr, Werkzeuge und Eisenwaren. Biehnmrkte in St. Marx. (Eraenbericht der .Miener Moraenzeitung".) Borst-enviebmarkt. Angemeldet wurden für den gestrigen Markt 5894 Schweine, allein zu Beginn desselben bloß 5248 Stück, darunter 1448 Fleisch- und 3800 Fettschweine aufgetrieben. Der Provenienz nach waren 71 inländische, 576 ungarische, 2894 jugoslawische, 164 schwedische, 543 niederländische und 1909 dänische. Trotz gesteigerten Auftriebes tendierten Fettschweine bei besserer Nachfrage fester und haben gegenüber der Vorwoche 590 bis 1000 K. im Preise angezogen. Fleischschweine erzielten die letztnotierten Preise. Es notierten: Fettschweine prima 26.500 bis 27.500 K., ertrem 28.601 K., mittelschwere 26.000 bis 27.000 K., alte 24.000 bis 25.500 K., alte dänische 22.000 bis 23.500 K. und Fleischschweine 24.000 bis 26.000 SC. pro Kilogramm Lebendgewicht. Pferdemarkt. Zum gestrigen Markte wurden 362 Schlächter- und 347 Gebrauchspferde gebracht. Bei flauem Verkehr zahlte man: Zugpferde leichte 2,000.000 bis 6,000.000 K., schwere 5,000.000 bis 10,000.000 SC., Kutschpferde 4,000.000 bis 8,000.000 SC., Pferde für Schlachtzwecke 4000 bis 11.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. t Copyright 1924. Nachdruck verboten. i, Ladyschnikoff-Verlag, Berlin. (5. ForNetzung.) Sittel Möses. Roman von Schalom Asch. Genendel kam aus dem zweiten Zimmer: obwohl Genendel schon Großmutter eines gallischen Enkelkindes war und selbst schon zwölf Jahre in Amerika lebte und fünf Kinder in Kost hielt, aus denen sie mit Mühe und Aengsten das Kostgeld herauspreßte, so trug Genendel doch die gleiche elegante Scheitelperücke .mit den drei Locken auf der gänzenden Stirn, in der sie daheim in Polen mit alle.m Prunk am Salbbat und an Feiertagen in die Schul' gegangen war. Während Amerika auf ihren Mann Berl eine gerade verheerende Wirkung geübt, ihn in ganz kurzer Zeit zu einem alten Mann mit krummem Rücken gemacht hatte, war die Wirkung aus fe.trte Frau Genendel genau entgegengesetzt gewesen. Genendel war in Amerika jünger geworden. Sie wurde hier „liberal". Statt der „Zeena-Werena" *), welche daheim ihre geistige Nahrung gebildet hatte, las sie hier jüdische. Zeitungen und hatte für alles in der Welt Interesse. Ihre Kinder nahmen sie oft ins jüdische Theater mit, an dem sie großes Vergnügen hatte. Sie liebte es auch, sich mit den vertretenen Stiefeletten oder übertragenen Kleidern ihrer Töchter zu putzen, so daß Genendel in gewissem Sinne mit «der Mode Schritt hielt — nur um ein weniges verspätet. . . Ihres Mannes eifriges Lernen und innige Frömmigkeit welche daheim ihren Stolz und ihr Glück bildeten, halten hier in ihren Augen wenig Wert und weil die Äöaschine Bevl so früh zum alten buckligen Manne gemacht fyitte, so hatte er Mn ganzes Ansehen in ihren Augen verloren. Er hatte in seinen alten Tagen ein schweres Leben bei seiner Frau. „Nun pack' deine Sachen zusammen und mach' Platz, die Kinder müssen „breakfast" essen." (Genendel liebte es Wiener Moraerizettuirü. k., Judenplatz Nr. 6 Telephon 69-4-56 ' Telephon 63-4-56 Kulanteste Durchführung aller bankgeschäftnc^en Transaktionen sowie Verwaltung von Oeldem im Kontokorrent- Verkehr zu dem jeweils geltenden Reportzinsfuss. 37 Prager Börse. _ Prag, 6. November. Arbitmavvorkäufe bewirkten an der heutigen Börse eine naumUlche Mschwächung in den Dividendrnivadieren. BamikpÄpiierr gabon in der Adchrwakhil im Kurse nach. Bon TvanÄporwaipieren wurden namentlich Bufchiiiehrader- und Nortdibahn-Mlien niedrig^' gehandelt. Aus d.m IndustrieakviM-matkt schwächten sich Zucker-, Chemische-, Köhlen-, Baunnd Braineveiwertie Das Geschäft in der K^isjc war still. Auf dein AnlWeimarlkt waren Sbaatspaipiere und SManlei'hen begehrt. Exoten hatten bei Dovwiegcinder Mchiwäch'.nm einen unregolmiäßliiM Certouif. Der Schluß war schwach. S ch l u ß k u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe k00 Franken —, Böhm. Unionbank 431.—, Böhm. ESkomplebcmk 438.—, Böbm. Industrialbank 484.—, Zivnostenska Banka 430.—, Anplobank 165.-, Oesterr. Kredit 128.-, Wiener Unionbank 132.—, Wiener Bankverein 82.50, Buscktiebrader Eisenbahn Lit. A 595.-, Lit. B 225.-, Ferdinands-Nordvabn 9475.-, Prag-Duxer 202.—, Auffig-Teplitzer Eisenbahn u —. Nestomitzer Znckerindnsttle 1695.—, Vereinigte Elektrizität Wien 172.-, Brosche 1595.-, Koliner Spiritus 1435.--, Konigsbofer Zement 1402.-. Breitfeld-Danek 555.-, Ningl'offer 815.-, Simmerinoer 156.—, Äotbkosteletzer Textil 353.—, Alpine Montan 305.—. Boldihütte 462.-, Prager Eisen 10l9~, Oesterr. Berg r. -Onlten 2760.—, Skoda 567—, Jnwald 525 — Baumwollmartt. Aev5. November. Baumwollzufubren in den atlant. und Golfhäfen 35.000, im Innern 49.000. Ausfuhr nach Großbtttannien 5000. nach dem Kontinent 3000. Lokalmarkt middline: 33.25 (letzt. Kurs 532.S). Tendenz : Fest. — Termine: November 32.60, DezMber 32/75, Jänner 32.50, Februar Marz 32.61. Avttt Mai 32..Go Juni Juli 32.05, August 30.45, September 28.90, Oktober 27.95. Sie Devisenkurse. Berlin. 6. November. (Devisenkurse.) Amsterdam 164.588 164.588,, Belgien 20.948 (20.948), Christiania 63.441 _7. November 1923 ...Nr. 1700 (03.441), Kopenhagen 73.017 ' (78.017), Stockholm 112.ll» (112.119), Italienische 18.953 (18.953), London 1,895.25» (1,895.260), New-Aork 418.960 (418.960), Pari« 24.83» (24.389), Schweiz 75.411 (75.411), Spanien 66.45» (56.459), Wien 5'985 (5'989), Prag 12.469 (12.469), Budapest 22'942 (22*942), Sofia 3.990 (8.990), Belgrad 4.938 (3.938). In Millionen von Mark. Berlin. 6. November. (Notenkurse.)*) — Noten: Dollar 418.950 (418.950), Pfund 1,895.250 (1,896.260). Italienische 18.963 (18.953), Polnische 239.000 (239.000), Tschechoslowakische 12.-169 (12.469), Oesterr. gestemvelte 5.985 (5.985). *) in Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. Prag» 6. November. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecko-slowakischen Finanzministeriums.) — Berlin*) 5.40 (2.40), Zürich 621.76 (622.75), Pari» 202.62 (202.75), London 155.75 (155.75), New-Aork 84.50 (34.60), Belgrad 40.45 (41.-), Bukarest (-.-), Wien 4.65 (4.63), Warschau-f-) 21'/. (22'/.), Agram (-.-), Budapest 17.87 (17.87), Jugoslawische 99.75 (40.50), Oesterreichische gestempelte Krone 4.67 (4.67), Polnische-f) 21.75 (21.75), Ungarische 11.75 (11.60). *) pro Billion, 1') pro Million. Budapest, 6. November. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 7540 bis 7980, Bukarest 97.— bis 110.—, Kopenhagen 3360 bis 3580, Christiania 2820 bis 3140, London 87.80» bis 92.200, Berlin -.-bis—Italien 850.- bis 935.-, Paris 1145.- bis 1211.-, Prag 573.- bis 617.-, Stockholm 5120 bis 5450, Zürich 3440 bis 3660, Wien 0.2750 bis 0.2970, Sofia 178.- bis 139.-. Belgrad 225— bis 239.-, New-Aork 19.450 bis 20.550, Warschau 1.60 bis 2.10f), Brüssel 980.— bis 1035.-. f) für 100 polnische Mark. Belgrad» 6. November. (Devisenkurse.) London 386.— bis —Paris 503 bis —.—, New-Aork 86.25 bis —, Genf 1543— bis —, Saloniki —bis —, Mailcntd 387.- bis —.-, Prag 253-bis Berlin*) -.- bi» Wien 0.01224 bis Bukarest 41.50 bis Sofia 80.- bis -.-/Budapest 0.048 bis Brüssel 430.- bis Amsterdam 3855.— bis —.—, Warschau bis *) pro Million. Agram, 6. November. (Devisen.) Wien 0.01232'/, bis —» Berlin —bis —. Budapest 0.047 bis —, Bukarest 42.50 bis —.—, Italien 387.— bis —.—, London 387.— bis —, New-Aork 86.— bis —, Paris 500.— bis —.—, Prag 254.50 bis —, Sofia —bis —, Schweiz 1550.— bis —. Brüssel —bis —, Warschau —bis —, Amsterdam 3370 bis —, Stockholm —bis —.—. Warschau, 6. November. (Devisen.) Berlin —, London 7.720.000, New-Aork 1,723.000, Prag 51.150, Wien 23.50. New'Norff» 5. November. (Devisen.) London 446.125, Paris 578.5, Berlin 0.000000002. Mailand445.75, Zürich1777.5,KopenhapenStockholm 2633.—, Christiania 1490Amsterdam 3868.-, Prag 292.-', Wien 0.1415, Budapest 0.55, Bukarest 48.—, Warschau 0.0005, Madrid 1328.—, Helsingfors 268,76, Brüffel 499.—, Kanada 1.50 unter pari, Brasilien 109.01, Argentinien 31.76, Belgrad —. VERSTEIGERUNG Kunstwerke und Mobiliar ans Schloss Plankenwarth ferner eine hochwertige Sammlung aus Privatbesitz: AuktlOn" n ^eu^e *)*s November in Gemälde, Miniaturen, Steingläser, Porzellan, Antiquitäten mmm——Leo Sohidlofs Kunstauktionshaus, Wien Telephone: 67-3-05, 67-2-39 ' I.» Tuchlauben Nr. 8 Telephone: 67-3-05,67-2-39 «sehr, im Sprechen 'die. ihr neuen Worte, 'welche die Kinder gebrauchten, anzuwenden.) „Gleich, gleich; es ist schon Tag geworden, die Gesellschaft steht schon aus", wandte sich Berl an seinen Bruder mit einem Lächeln, das aus seinen klaren, rflnden Augen ttuchtete, nahm seine Bücher und legte si( in einen Winkel. „Weißt du, Aaron, «daheim habe ich bei Tag gelebt, zusammen mit allen Menschen, in der Zeit, da sie wach sind. Hier lebe ich bei Nacht, wenn alle schlafen. Was bin ich >nn bei Tag? Gar nichts, ein armer Schürz^nnäher, sitze zwischen italienischen Christenmädchen und nähe Schürzen nnd Hemden. Ich bin gar nicht bei meiner Frau und bei meinen Kindern. In der Nacht aber, wenn altes schläft —, siehst du, da bin ich wieder Berl, lerne mein Blatt Gemava, k|e, was der oder jener Tanaite sagt, ge.naä so wie zu Hause. Da ist es mir, als wäre ich dalheim im Beth Hamidrasch und lerne. Das Amerika ist doch eine verkehrte Welt. Hier lebt ntan bei Nacht und ist bei Tag tot. 4. Bruder Berl und seine 5ttnder. ■ „(i:\mic, Charlie, steh' auf; nun, 'wird's bald,^ alle sind schon angezogen." Die Mutter weckte Burschen, welcher in der Küche im Auszieihbett schlief, gegenüber dem Platz, wo der Vater lernte. „Mas, er schläft noch, der Herr Student? Er glaubt Wohl, daß er daheim ist? Er wird wieder seine Stelle verlieren und wir werden für ihn arbeiten müssen", so meldete sich Dworej, Berls älteste Tochter, ein Mädchen von einigen zwanzig Jahren; sie kam aus dem nächsten Zimmek' in Hut und Jackett, zum Fortgehen fertig, und aus ihrem dunskel'braunen Gesicht blitzte ein frisches Aug^nlpaar; nurdie etwas zu dicken Lippen und die blauen Wern aus dem Hals, die sehr dünn waren, gaben ihrem Aufsehen etwas Bemitleidenswertes; dieses Aussehen erregte das gealterte Mädchen fahr. Seit Dwojres jüngere Schwester Rachel vor ihr geheiratet batte, war'Dworej gerodeul unerträglich [ gewordener ist schon aufgestanden, was willst du von ihm haben?" antwortet^ ihr die Mutter ärgerlich. Charlie, dessen Haarschopf voll Federn war und auf 'dessen Gesicht noch der Schlaf lag, fuhr atlf, als hätte, er Feueralarm gehört und sah sich verwundert um. Er fand sich aber bald in 'seine Lage., rieb sich die Augen und begann sich langsam anzukleidett. „Mama, ist denn das Frühstück noch nicht fertig? Ich danke schön, ich werde „breakfast" .draußelt essen. Ich habe keine Zeit zu warten, damit wir dann der Vorarbeiter einen Abzug vom Lohn macht." „Aber Dworej. gleich, der Kaffee steht ja schon auf dem Tisch. Der Vater hat sich nur ein wenig mit dem Beten verspätet. Der Onkel ist da. Siehst du, da ist es schon, was willst du?", hurtig lies die Mutter zu dem fTcjineu Herd. „Das geht mich nichts an, Onkel hin, Onkel her, wenn ich heveinkomiue, muß mein Frühstück auf dem Tisch stehen. Ich kann nicht den: Onkel zuliebe zu spät ko in men." „Dwojrele", vief der Vater, während er die TwiliM zusammenlegte „Dwojrese!" Dwojrele, welche sich noch gut des Vaters voll einst erinnerte, die guten Zeiten int Gedächtnis hatte, da der Vater ein angesehener Chassid in den: kleinen polnischen Städtchen gewesen war und ein schönes Haus. geführt hatte. Dwojre, welche die schlimmen Zeiten mitgemacht «hatte, da der Vater immer mehr veravmte, die schon als erwachsenes Mädchen mit der Familie nach Amerika gekommen war, e-ntpsand vor dem Vater eine gewisse Achtung, weit mehr als die anderen Kinder. Als der Vater „Dwop rele" rief, erinnerte sie sich der Heimat, der Wohnung in dem kleinen Städtchen, erinnerte sich, wie Vater und. Mutter sie mit diesem Namen gerufen hatten. Sie blieb'stehen und wollte der Mutter das Frühstück austragen helfen, wie sie es gewohnt war; doch als sie Chavlie sah, der sich gelassen, ohne Eile uitfr ruhig ankleidete, da verdroß es sie. „Well, bei uns geht doch alles verkchrt!" (Fortsetzung folgt.). *) Das bekannte Frauenandachtsbuch^