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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-07 · Heft 1700 (7.11.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1700 (7.11.1923)
Date
1923-11-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1700 We.ii, Mittwoch VHinen Von Nüssen, E. hat Äs SchiMschcm'fler m den Gtmtzen oiin BevrnSgen v^chi-mt." Obwohl eS Sommer war und di« EHwerbuing Es Vovmögens mit dem Schneeschau fein nicht in Betracht ton, vorsieß ich Kcmstantmopeil doch bn stark gchvbew'r und Kuvwstcht>kicher Stimmung. Als ich in NciwHort a-nkam, beschloß ich nicht erst, mich an sine ArbsitSvevmMunq zu wenden, sondern begann selbst eine Beschaftiigung zu suchen. Ich fuhr zur «Bathery Plaoe", Keß dort mein Gepäck bei echnem Bebaimten und ging a.n die BenwiMchnng moincs Entschlusses. Ich hatite Mick. Aus der erstem Sen^ des New-Dovker russisch«»» Organs „Nowoje Rußiksi« Slowo" stand mit großen Lettern eine Annonce der American Expreß Company, welche R'ussan, die die Geographie NuUa>nds und der U'kmine keimen, riiwliud, oine Stelle mit oinvm Gehalt von 126 Dollar monatlich anzurrchimm. Dies« Annonce gaib mir volle Sich.rheit. Ich sah mich schoil fest und gu>t imtavgetbvacht. Obwohl die Bewerber erst um 10 Uhr kommen sollwn, b schloß ich, viel früher hiwMgchen. Um 7 UIHr macht,.' ich mich ans den Weg nnld nachdem ich zusammm mit amdevon Rüsten auf allen Umstetigstati-o-nen der NnterAvunIdbathn umhcngetrrt war, kam ich um 9 Uhr cms Ziel, zum Biuvsau der American Expreß Company auf Broadway'. Im Vestibül de§ G>bä>»«des bemetfßbe ich sosor-r eine riesige AnsaimMl'U'ng von Russn». Sie füllten alle Korridore und störten die Passage aller anderen Besucher. In allen Stockwerken — «8 gi>bt ihrer zwanzig — waren Russen zu sehen, welche den Wag nicht kannten und durch alle Teile des riesigen Gibäuid.'s irrten. Beim Arbeit sbuwau selbst traf ich eine ungeheure Menge. Doch auf den Gesichtern derjenigen, welche schon aus dem Kalbim.idt des Glücks kamen, merkte ich ksme freudige Strmnvu>n>g. Als ich endlich vor die Dame -treten durfte, welche die PensoualabteiHimg leibst, erkannte ich die Ursache der Enittauschung auf allen Gesichtern. Uns ollen wurde erklärt, daß die Stelle (es stellte sich heraus, daß nur Lin Bewerber a^eptiert wurde) schon einen Tag vor dem Dermin besetzt wo-rdm war. Wie ich später hörte, haiite diese Annonce drei Dcvge lang die ganze A-merican Expreß Company stillFÄegt, weil das Gebäude von Msnschsnmassen belagert wurde, welche sich um die Stelle -bewarben. Da ich die Hosfn''.mg aufgegeben hatte, eine Intclliigenzbichchäsbigumg zu finden, begann ich physische Arbeit zu suchen. Mein erster Besuch galt einer großen Transportgesellschaft, welche einem Chausfenrgehilfen, der auf dem Auwmo'bil mitfahren sollte, 120 Dollar mowatlich bot. ,Fönneir Sie ein Gewicht von sieben Pud heben?" fragte mich vor allem der Tormann", ,Können Sie Mit siner Hand vier Pud stemmen? Können Sie . . Ich war eiligst bei der Tür draußen. Dann erweckte eine Annonoe, in welcher ein Mann §>vm Geschirrabwo scheu gesucht wurde, bei mir den lebhaften Wunsch, sine soilche Stelle anzunehmen. 66 Dollar nwnaü'üh und das Esten — das ist doch mehr als 100 Dollar! Ich beschloß, mich zum Göschirrabwaschcn zu verdingen. U»m 7 Uhr nrovgMs, Frvei Stunden vor der in der Annonoe angogetb.men Zvit, war ich bereits auf der Madison Avenue, am Tor des aristokratischen Klubs, wo ich Geschirr zu waschen wiurschde. Aus der Straße bemerkte ich eiirrn einsamen Spaziergänger, IvÄcher mir v.-rdächtig vorlkam. Mein Verdacht bestät-ig!.e sich: ,Mr" strebte auch demfoliben Klub zu. Zuerst ging es in >don Keller und von dort in die Küche. Wie liefen uni die Wolle und gelangten fast gleichzeitig an. Der trockene Maitre d'Hotel verlangte von »ms Referenzen. „Wo halben Sie früher gedient?" fragte er lakonisch. Ich war entschlossen nicht zu sagen, daß ich Advokat Md Jo-urn cklist sei. „Ich Hab? in einem Restaurant in KonstaMinopel gedient", log ich und wies gleichzeitig Empfchluwgen eines Amerikaners vor. Mein Konkurrent zag Men Brief, eines Kaffechanslbesitzers hervor, bei dem er in der letzten Zeit Ge- . schirr gewaschen hatte. Der Maitre d'Hotel war anfcheiinond uuschküstiig. Da beschloß ich, d.'-n letzten Schritt zu riskieren und wies ihm einen Brief des Admirals Bristol vor. Das ResMcct war ein völlig »merivartdles. Der Maitre d'Hotvl streckte abwehrend die Händ? vor und mit an-Wicher Miene rief er: „Rein, nein, da müssen Sie irgendwo anders hm-gchen, da ist nichts für Sie." Während ich die Küche versieh, sah ich noch, wie mein glücklicher Nebenbuhler ht einen weißen Kittel vinglklekdet wurde und davang-ing, das Besteck zu bearbeiten. Ich versenkte all? invine EmpfehAlmgen tief in die Taschen und ging nach ein>er neuen Mveste. Auf 'der MloMic Avenue, Uw ich eine halbe Stunde später eintvaf, nahm mich der BvoMYnin Unternchmer recht frsuindl'ich auf. Alles wäre gni gewesen, mvr hatte die Sache einen Haken: Ich bin kein R.iger und dort brauchte man unbedingt einen Neger. Doch auch das nahm mir nicht dsn Mnt. In» Gegen« toll. Das brachte mich auf einen ausgezeichneten G.danken für d»e Erlaingung vin-er Stelle, die ich nicht für die oineS Chauffeurs und auch Nicht für die eines Gasch irva-bwaschers Eintausche. Ein bekannter Manager hatte »nir vorgeschbagen, ich möge auf Coney Island, dsm bekanmiten N-ew-Norksr Be» gnügMgsort, einen Türkien darstellen. Ich war fest entschlossen, diese Ftnnktum zu ulborn.hwcn. Ans dem Weg «ach Coney Island traf ich einen Konstan-tiiwpslvr Bekannten, der auch den otwaS schwierigen Weg der Stellensuche durchlaufen hatte. Mit größtem Ernst studierte er vor meinen Angrn eine Annonce, m der ein Kind für di« Adoption gesucht wird, und beschloß nach längeren» Nachdenken, Mch der im Inserat angsgeibonen Adv? sie zu fahren. Bon besseren Stelle»» Äs dm zwei zuletzt erwähnten halbe ick in der jüngsten IM nichts gehört Wiener Morgenzeit«ng. W^Maison Gtchner^lk orig* Pariser Modelle in Damenkleidernt Mänteln und Kostümen Vorführung ohne Kaufzwang Jflassanfertigung binnen 48 Stunden Tel* 71 fl! Vt» Mariahilferstr. 37* U St vis-ä’vis Stiftskirche On parle franpaU Qnglish spoktn Ae Wische SchlofferwerWtte. Mr erhalten die folgende Zuschrift: Ich weiß nicht, woran es liegt, daß die Juden für alles Geld haben, sei es für die Erhalt-ung des StepihanSdoms oder für die neue Kir-chenglocke in Stixendorf, und mancher drängt sich hinzu, wenn Hnchwüodcn Herr Pfarrer in höchst eigener Person, kommt, und der Jude ist hoch eif-rvut, ÄS allgemeiner Wohltäter zu gelten. Wenn äber eine Mische Institution Geldspenden benötigt, dann versagt nur allzu oft daS Mische Herz. Wenn ich heute vor die jüdische Oeffentlichkeit trete, so geschieht dies nicht, um GÄd zu bitten. ES gibt wohl noch Juden, die immer, tvenn inan sie braucht, helfend eintreten und an diese Inden eracht »neine Mahnung. Wir haben feit Jahren in Wien eine ausgegeichnot eingerichtete S ch l o ' s e r w e r k st ä t t e. Diese Schlosserei wurde vom Jüdischen Nationalmt ins Leben gerufen, um junge Juden zu tüchtigen Han>dwerker.n heranzubilden. Scharenweise meldeten sie sich zur.Avbeit und so konnten wir am Schraubstock neben einem polnischen RäbbinerZsohn einen Doktor, dann eine»» Kaufmann oder einen Techniker schm, ja sogar eine Fron erlernte das Handwerk. ■ Nun aber steht diese vortreffliche Schlosterei, welche schon viele junge Juden dem produktiven Erwerbe zngefüihrt hat, ohne Arbeit. Diese Schlosserei, weiche als gemeinnütziges Unternehmen viel billiger a-ls ander« Werkstätten arbeitet, viele Auerke nun ngZschre iben von großen Jndttstrien und Privatpersonen 'besitzt, und jede Arbeit, mögen es Manikürwerkzenge oder Oesen, Schlüssel oder englische Sases sein, leisten kam», sie muß unser Stolz sein und bleiben, und wir müssen uns'die Gelegenheit erhalten, jüdischen Nachwuchs dem Handwerk zuzusi'chren. Die Möglichkeit ist da: Gebt der jüdischen Schlosserei, Wien, 3. Bez., Apostelgasse 89, Arbeit und nicht Geld, und helset so, die berufliche Umschicki'ung' unseres Volkes zu jovdern! Leop. R o s e n b a u m. rieLebenrmtttelmSrtte. Auffallender Mangel an Kalbfleisch. In der Großmarkthalle war gestern der Mangel an Kälbern besonders auffallend. Die Folge war eine Verteuerung im Großhandel, die 9000 K. pro Kilogramm betrug. Im Kleinhandel blieben die Preise vorläufig unverändert, eöenfo wie die Preise aller übrigen Fleischgattungen. Besonders guit war der Apftrieb auf dem Schtveinemavkte in St. Marx. Mit der Bahn waren 18/8 Waggons mit Fleisch angekomtnen, darunter hMptsächlich Rindfleisch. Auf den Grünwarenmärkten waren Gemüse, Kartoffeln und Obst.in mchr als ausreichenden Mngen a-ngeboten. In manchen Artikeln überstieg daS Angebot weit die Nachfrage, trotzdem erfllhren di« Waren keine Verbilligung, nn Gegenteil, einzelne Artikel verteuerten sich weiter. Spinat mußte um 600 K. pro Mvgramm teuerer bezahlt werden, auch Herren- Pilze haben % Preise angezogen. Auch Butter und Eier, di« in mehr all i svcichenden Mengen vertreten sind, erfrchren kein« VevbckiGtNg. Regenwetter bevorstehend. Oesterreich hatte gestern morgens halbheiteres Wetter; stellenweise war der Himmel ganz bedeckt, vereinzelt war er wolkenlos. Tagsüber war er in den nördlichen Alpenländern ziemlich heiter. Die Temperaturen blieben etwas gegen borgeftern zurück. ES ftebt eine Verschlechterung des Wetters bevor. Voraussage: Trüb, wahrscheinlich Regen, ein wenig kühler. __ * Zionistisches Landcslomitee. Heute um 7 ILhr abends Dandeskomiteesitzun-g. * Promotion. Morgen Donnerstag um 11 Uhr vormittags finidei im gwßen Feftsaal der Universität di« Promotion unseres Mtar'boiters R. ben Shem (Feldschuh) zum Doktor Phil, statt. * Sterbefall. Unser Redaktionskollege Herr Samuel P o Ilak ist von einem schweren Verlust betroffen worden. Gestern vormittags ist ihm seine Mutter, Frau Antonie Pollak. im 88. öchens'ahre nach kurzer Krankheit entrissen worden. Güte und eckt iüdischer Familiensinn zeichneten die alte Dame auZ. deren Hinscheiden allen, di« sie kannten, tiefe Trauer bereitst. DaS Leickenbe-eänanis findet morgen Donnerstag um 12 Uhr mittags auf dem ZentralfriMofe. erstes Tor, statt. * Todesfall. In Obersivbenbrunn 'st gestern 'Herr Heinrich H e ll e r, Kanfrnvnn. im 08. LebenSwbre nach kurzem, schwerem Leiden verschieden. In dem Verblichenen, der eine Witwe und drei Söhne hintenaßt. verliert Schriftsteller Fred Heller seinen Voter. * Der ehemalig« Gemeinderat Josef Stein gestorben. Gestern ist hier der ehemÄige Gemeindem Josef Stein gestorben. Der Verblichen« vertrat seinerzeit tz«n ersten Gemeiivvebezivk und gehörte der demokratische:» Partei an. * Richtigstellunge«. Bei dem in unserer gestrigen Nu»nmer ve-rösfentl:Men Artikel „Der Parteitag der österreichischen Zionist«»»" ist die Unterschrift des Verfassers der »»»vter deur Titel „Wir fordern" veröffentlichtm Zuschrift infolge eines tz WerbetAbomentensürdie t l NsrgLmMMD". 7. November 1923 Gerte 5 technischen Devsehens weggeblieben. Ihr Autor ist Herr Brun« Rabinowitsch. Ferner soll der TM unseres Budapestei Telegramms richtig „NaturallisiernngSgesuche de» J»lden", rricht, wie es durch einen Druckfehler heißt, „Ratio, nalis^rungsversnck«" heißen. * Tüchtige WetßwdschenLherin für feine Damenwäsche wird für halbe oder ganze Tage gesucht. Vorzuftellen Montag »i»»d Mitiwock von halb 8 bis HM y Uhr abends, 2. Bez.. Ober« Donaustvab« 91. 2. Stieae. Jüdische Kimderfvertnde. * Eine Kundgebung jüdischer Religionslehrer. Wie »»nS rnitgeteilt wird, hat ein« Anzahl von ReiigionAchrern deni Vorstand der Israelitischen Kmtusgemeinde die nachfolgende Eicklärung zur Kenntnis gebracht: In den der Wahl vorangegangenen Wochen haben zwei Rebigions'lchrer sozialdemokratisch« „Wahlaufrufe" unterschrieben und in üKentlicheu Bersanlminngen für diese Partei agitiert. Durch diese Stellung, nahm« für eine Partei, deren programmatischer Standpunkt die KonsessionkkosiMit ist. ist der ganze Religion Äehrerstand kompromittiert, ln Verruf ge>brach«t und i»» der großen indische»» Oeffentlichkeit schwer geschädigt worden. Jrn Interesse unser-es Ansehens erklären wir, daß wir dieses Verhalten aufs schärfst« mißbilligen. Wir lehnen jede politisch« Zusamimengchörigkeit mit diesen Lenken ab, halten uns kraft »»nserer Stellanvg als verpflichtet, jederzeit und bei allen Angelegenheit«»» für das Ge^amtij'U'dentnnl zu wirken ui»d müssen schon a»»s rein ti)eoretisck«^ Gründen zwischen uns und den Genannten eine sckavfe Grenzlinie ziehen. Di« Eirigaibe ist von den Lehrkräften Müller, Zauderer, Haber. Günsberg, Fenchüwang, Rasc»»seid, Goldberger, TaOicht, Sckiivertfinger unterschri eiben. * Falsch« Tausendlirenoten. I»» der Hast des La,»desgeeichtes beist»»d«it sich-rin Mann, ber sich als Arzt ansgibt und der erwiesener- und «ingvstanldenermaßen fa lsche Ta ns c nd-- und Fü nfh llnd ertli ren ot en in Uinlauf setzte. Dir evfahrer» hierzu sollgende Emlzelheiten: Bor einiger Zsit teilte die Polizcidirektion in München dem SichechsiltÄburean ir» Wien mit. daß ein Ma»»n. der sich als der Arzt Dr. Ernst Knoffer aus Wien ausgalb, im August bei einer Bank in München zwei falsche Noten zu 1000 Lire umwechse-ln wollte. Man erkannte am Bankschalter di« Noten als fabsch. Der Präsentant zeigte sich darüber höchst erstaunt und beteuerte, daß er die beiden Noten in einem Bankgeschäft in T r i e st erhasten habe. Ter Mann hatte sich mit einenr von der deutschen Paßstelle in Wien a'UsM'fertigten deutschen Reisepaß e»'»»wan'dfrei avsgewiesen, so daß man seinen Worten Glauben schenkte »n»d ihn entließ. Später aber tauchten doch Bedenke»» aegen de»» anaeblicken Arzt auf. da bekannt wurde, daß der Mann auch in Nürnberg sieben falsche Banknoten zu 1000 Lire in Unilauf oeset't hatte. In Nürnberg war er als „Frauenarzt und Vorstand an einer Wiener 5blimk" aufgetreten. I»» Wien wurde er ausgesorscht. Bis vor kurzer Zeit hatte er - aemeinsch-astlich mit einem Zahntechniker in der Oberen Weißaärberstraße die zahn ärztliche Praxis ohne Befugnis ausgoubt. Nach j'ciuer Rückkchr von einer längeren Reise wurde er veMftet. Als Mitschuldige Knoffers wurden sein ehemaliger Kmupagnou, der Zahntechniker August Johnscker. und der Guiscppe P e t t a r i n verhastet. Johnscher und Pettarin haben den» Knoffer die Falsifikate geliefert und er sollte sie in Umlauf bringen. Die falschen TauseMirenoten aus dem Besitze des Knoffer sind ziemtich geilungen und geihoven der Serien- und Nummembazerchnuna nach zu einer sehr veribreiteten» Type dieser Falschnnam. Der angebliche Dr. Knoffer, Jahnscher und Pettarin wurden dem Landesgerichte eingesiefert. * Betrogen« Auswanderer. Am A. Oktober wurde beim Prateickommifsariat die Anzevoe erstiaittet. daß zwei tschechoflowakiscke Auswanderer, der Gärtner Isidor Pawelkowitz - ans Koste« und der SchlosieryelWf« Johann Savel aus Hnilcitz. di« zurzeit »n der WoWrng SchmäM-Gaff« wohne»», von Betrügern, di« ihnen versprochen hätten, chnen Au slandSPassezu verschaffen, um 6000 tschechische Kronen betrogen worden seien. Cs wurden Erhebungen pinipdettet, die ergaben, daß die beiden Slowaken in ihrer Heimat von Agent«»» ausagsucht worden waren, und zur Auswanderung nach Amerika bewogen wurden. Sie hatten das notige Gesd aufaebrachi u»»d wurden am 16. Oktober von dem Agenten nach Preßburg gefichrt. In Preßburg übeniabm sie ein zweiter Agent, der mit ihnen nach Znaim fuhr. Da sie keine Papiere beschaffen konnten, wurden sie auf Schle ich wegen über die österreichische Grenze gebracht und von dort nach W'i-en. Nun trat der Pribcrtbeamt« Dr. Hermann Stein, ein ungarischer Cnrigrant, auf die Syene und bracht« fr« in der WoWaug SchmäW-Gaisse unter. Der Chauffeur Ertvii» R reger verspmck ihnen. Päss« zu beschaffen, und nahm öhnen un-ter diesem Vorwand ihre Dokument« ab. Es wurde vereinbart, daß ein gewisser Hornacek di« Lerrte auch ohne Paß nach Hamb rr'ra sichren solle. Di« beiden Slowaken mußten dem Riegcr noch 8600 tfchech. Kronen als Ersatz für di« Spesen geben. Von diesvr Summ« händigte Rieiger dem Mechaniker Miklos Hegvü, der »ls Agent fungiert«, 2000 tscheck. Kwnen ein. DaS Pro'wrkonm»issarivt nahm mit Ausnahme des Rieger. der derzeit ffücht-ig »st. all« Beteiligten fest und verhört« auch di« bailden Opfer der Betrüger. Aus den Aussätzen des Pa-wellkowib scheint hervorWioeben. daß schon «ine ganze Reihe von.Landsleuten um größere Summen betrogen, nach Dentsck-laild gebracht und dort hilflos in» Stich« gelassen ivnrden. 'Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Mikado Goldband-Feigenkasie mit Rabattmarke ist di« beste Kaffeewüvze. * Tanzt«slitul Seemann Braun, 14. Bez., Bsin dorfgasie 42. * All« Hausfrauen rufen im Shor: ..Die beste Seife ist Kagor." Reelles Angebot guter und bMgrr Waren. Infolge Vergrößerung der Geschäftsräume gelaugen »m Kaufhaus B r n d e r S ch i f f m a n n, 2. 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