Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1697 (4.11.1923)
- Date
- 1923-11-04
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980779--16674-3003609- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
RV.M7_ welches vrrlleW A-lrßenstehrnde von ihr /hätten erwarten können. Sbach einer gvüMichen Beratung wltrde die ^ur-ze Sache vertagt. Es isicht so aus, als ob die Berliner Börse das Problem der GlMvichmng noch nichtso reis geling cmsehen würde, um dazu ernstlich Stellung zu nchmett. Es sind nicht die wnfA)igsten Kopse» die in der Berliner Bvrsentauuner sitzen. Und wenll diese sich zurückhaltend benchnwn, dürfte es seine Ursachen haben. Tatsächlich stellen sich schon jetzt bevor noch der Plan der Regierung, zur Goldmavt ützerzugehelt, in allen Teilen durchgeführt ist, nranchc Reibung und Schwierigfciteu heraus. Es scheint, daß die deutsche Regierung hier Anordnungen getroffen hat, ohne dieselben auf einer soliden Grundlage zu basieren. Die Fundierung der neuen Anleihe schwebt noch förnclich in der Lust. In dieser Hinsicht ist noch nichts getan worden. Die Regelung der deutschen Staatswirt-- schaff, welche unbedingt für eine Siatz'Wernng einer Währung notwendig ist, liegt noch in weiter Ferne.' Es is-chlt infolgedessen noch vorläufig das volle Vertrauen zur neuen Währung, wenn sie auch allgemein als einziger Ausweg angesehen wird. Die Regierung hat sich vorläufig noch darauf festgelegt, daß die Papier mark im Umlauf bleiben müsse. Tie lvill nunmehr ein fixes Verhältnis zwischen Papierinark und Goldmark durch die Formulierung des Einheitskurses zum Ausdruck bringe in Ob ihr dies jetzt gelingen wird, ist fraglich. Bei d.m ständig.'U Sinken der Papiermark ist cs nicht ausgeschlossen. das; bei weiterer Ntchtanerkcunmtg des Einheitsknrscs durch den Verkehr, wie es schon jetzt tatsächlich bei den Devisenkursen der Fall ist, die Papiermark den Wert der Goldmark verletzen könnte. Ja, sie könnte ihn vielleicht sogar von seiner Höhe ein wenig heruuterveißen und dadurch, den Keim der Jnflatation in die neue Währung setzen. Die Gefahr ist in dieser- Hinsicht groß. Theoretisch wäre es vielleicht am besten, wenn die Papiermark durch offizielles Dekret ihrer Uullansssähigkeit mit einem kurzen Strich enthoben werden würde. De facto würde dies das Todesurteil heißen. In der Praxis ließ, sich aber dies nicht durchführen. Das deutsche Wirtschaftsleben ist noch immer mit dieser dein Sterben nahen Papiermark so verquickt, daß ihre Vernichtung nicht ohne tiefe soziale Schützen vor sich gehen könnte. So muß man ihr langsames Dahinsterben abwarten. Ihr freiwilliges Ende ist nicht mehr weit. Die Stimmung in Finanzkreise«. Jnr gestrigen Privat« verkehr von Bankbureau zu Bankbureau neigte die Tendenz des Effektenmarktes einer Abschwächung zu. Die Meldungen ans Deutschland, die alles eher denn beruhigend sind, und auch die Nachrichten, daß die Regierung der Vereinigten Staaten keinen Delegierten zn einer Wirtschaftskonferenz nach Europa entsenden werde, verstimmte die Finan^reise. Sowohl die Kulisscnwerte, als auch die Schrankenpapiere wurden znm größten Teile im Kurse niedriger laxiert. Die Einrichtung von Goldkonten bei den deutschen Banken. Tie Einrichtung eines ZahlnngsverkehreD bei den Banken auf Grundlage der provisorisch als wertbeständiges Zahlungsmittel fungierenden Goldanleihe, die zuerst bei den einzelnen Berliner Banken und für Hamburg mit der Spitze der Hamburger Bank, von 1923 erfolgte, wird jetzt, wie dre „Frankfurter Zeitung" meldet, auch an anderen Plätzen des Reiches bei den Banken und Bankhäusern in die Wege geleitet. Allgemein ist dabei die Uebung die, daß auf Grund von Goldanleihebestanden Gutschriften erfolgen, über die ebenso..durch Abhebung wie durch Schecks und Ueberweisungen auf andere Goldanleihekonten verfügt werden kann. Die Begründung von Guthaben auf diesen Goldanleiheberechnungen kann, entsprechend dem Ankauf von Goldauleihestücken, auch durch Einzahlungen von Papicrmark erfolgen. Während die Ueberweisung von einem Konto auf das andere, das bei derselben Bank, geführt wird, keinerlei Schwierigkeiten bereitet, fehlt es für die Formen der Ueberweisungen an andere Banken bisher noch an einer einheitlichen Regelung. Es wäre sehr wünschenswert, wenn für den lokalen, wie für den interlokalen Verkehr auf diesen Goldanleihekonten möglichst schnell einheitliche Formeln festgelegt und. einheitliche Bedingungen bekanntgcgeben würden. Internationaler Schiffstrust. Die russische Regierung hat den Konzessionsvertvag genehmigt, der zwischen der Hamburg« Amerika-Linie, dein Norddeutschen Lloyd und der- White Star Line sowie der russischen staatlichen Handelsflotte und Ider russischen freiwilligen Motte abgeschlossen wurde. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 16.000 Pfund Sterling. Der englische und amerikanische Anteil muß voll cingezahlt werden, lvährend die russische Handelsflotte die Hälfte ihrer Aktien zur freien Verfügung stellt. Die Gesellschaft bereitet die Gründung einer gemischten Schiffahrtsgesellschaft vor, die den Namen „Bureau des Vohages Oeean" führen und das russische Ein- und Auswandernngsgefchäft betreiben wird. Sie plant, in ganz Rußland Filialen zu errichten und weitere Schiffahrtsgesellschafteil, vor alle»! Dingen die -amerikanischen Gesellschafteil Red Star Lille, die United American Lines lind die englische White Star Dvmillions Lines zu beteiligen. Notleidende Türkencoupons. Da Ifür die. am 1. November wl"sM Zinsscheine sowie für die per 1. November ansgelosten Obllgationeu der vierprozentigen Türk. Admiu-Anleihe von 1803 Cistlösnngsmittel seitells der türkischen Negierung bisher nicht angeschasft worden sind, und auf einen Eingang solcher bis zur Galligkeit llicht mehr gerechllet werden kann, bleiben auch diese Coupons und Obligationen zunächst nntzezaW. Die Gestaltung der Ungarkrone.. Schönbergers Ostde-vifenbericht schreibt über die Ungarkrone: Die Stabilität der Ungarkrone blieb im weseiltlichen auch int dieser Woche gewahrt, wenngleich die Tendenz ein wenig zur Schwäche neigte. Das lst wohlnn wesentlichen dadurch bedingt, das; die Hoffnungen, die auf Grunds des fiir Ungarn günstigen Entscheides der Re- Parationskommission tu der Moratoriumsfrage entstanden wann, ein bißchetl herabgestimmt werden mussten. Bei ruhigerer Würdigung der Sachlage wtirde tnan sich doch darüber klar, daß bis zur Realisierung der Kredite lioch eine geraume Zeit vergehen könne, da gegenwärtig -erst einmal die Kontrollkommission des Völkerbundes in Nngarü tveilt, um sich das kur die Allfstellung eines Anleiheplanes notwendige Material ztl beschaffetl. Auch wetirt mau berücksichtigt, daß die Erfahrungen des österreichischen Wiederanfbanwerres hierbei verwertet werden können, ztntl Beispiel über die Placierung einer Anleihe in verschiedenen Tranchett in verschiedenen Ländern nicht Stcnül! Ä!OtßCÜüciaiHß» 4. November 1923 S-effe 1! ltoch einmal erörtert zu werde »t brancheu, so wird man doch bamit rechnen müssen, daß die Anleihe nicht vor dem Frühjahr IM verfügbar sein wird. Tenn scholl die erste Instanz, der Völkerbundsrat, -tritt zu seiner entscheidenden Beratung erst am 10. Dezember d. I. zusammen. Die Uebergangszeit wird aucf) für die ungarische Regierung noch mancherlei Klippen bringen, die nicht so leichc zu umschifsen sein werden, zumal ja die erste Voraussetzung für das ganze Saniernngswerk die Stillegung dev Notetipresse ist. Allerdings hat sich Sir William Gvod, der dieser Tage voll seiller Reise nach London mtd Paris iu Budapest wieder eingetroffen ist, in dieser Bezichuno ziemlich optimistisch, geäußert. Deutschlands Konkurse im Oktober 1828. Die Anzahl der neueröfflietetl Konkurse hat sich im Oktober utn ein Geringes gehobelt, bleibt aber noch immer außerordentlich niedrig. Es wurdetl nach eitler Zusammenstellung der Finanzzeitschnft ^Die.Bank" im. Oktober 12 Konkurse eröffnet, gegen 6 im September und gegen 46 int Oktober 1922. Die Polenmark. I-m gestrigetl Schlußkurse der Züricher Börse ist die Polenmark nicht notiert. Es verlautete, daß si-e gestrichelt sei. Dies hat für die Bewertung der Polenmark keine Bedeutung, da bekanntlich tu Zürich keine offizielle Devisenbörse Vorhänden ist und. die Kurse nur von der Schweizerischen -Kreditanstalt und dem Schlveizerischen Bankverenr nach freienl Ermessen fcstgestellt werden. Wenn diese Banken die Notierung llicht weiter besorgen, heißt es ltoch lange nicht, daß die Polenmark llicht ans den anderen Plätzen gehandelt wird. Umgruppierung der Pretzburger Dhnamit-Nobelwerke. Nachrichten aus Bratislava zufolge befaßt sich die Direktion der Dynamit-Nobelwerke mit dem Plane der Umgestaltung des Betriebes ans die Erzeugung von chemischen Schmiermaterial. Am Ellde des Jahres läuft die seitetts des Staates der Fabrik erteilte Konzession zur Erzeugung von Sprengstoffen ab. Diese soll — wie verlautet — nicht erneuert werden. Die Danziger Guldenwährung. Aus Danzig wird illlternl 3. d. gemeldet: Nach einem dem Volkstage zugegangenen Gesetze gelten vom 1. Jänner 1924 all im Gebiete des Freistaates Danzig der Gulden und der Pfennig als alleiniges Zahlungsmittel. Dem Genfer 'Abkommen vom 22. September 1923 zwischen Danzig und Polen über die Danziger Währungsfortn wird die verfassungsmäßige Zustitnmung erteilt. Dem Staate steht allein das Recht zur Prägung von Metallgeld zu. Es werden geprägt: G ol d-, S i l be ruiib K np f c rmünzen. Durch ein Notenbankgeseh überträgt Danzig das Recht zur Ausgabe von Geldscheinen vorn 1. Jänner 1924 an f-'. 31. Dezember 1953 an die in Danzig zu begründende Bank.-in Danzig, deren Kapital 75 Millionen Gulden beträgt. Die Neuregelung des ungarischen Biehexportes. Alls Budapest wird ltns geschrieben: In der letzten Zeit sind die Aussichten des ungarischen Vieh- und Fleischexportes merklich verringert worden. In Wien war der Auftrieb immer zwischen drei bis vier Tausend. Doch ist der Bedarf immer mehr zusammengeschvumpft. Die ungarischen Exporteure haben bei den bisherigen Devisenbestimmungen nicht ihre Rechnung gefuilden. Beim Fleisch export mußten die ungarischen Exporteurs ein Viertel der Exportvaluta der Devisen zentrale abfühvrn. Zufolge des nahen Winters ist der Export äußerst aktuell geworden. Die interministerielle Kommission hat es als genügend erachtet, durch die Milderung der Export-Devisen- Einlieferungsbestimnmngen die Ausfuhr zu erleichtern. Zufolge dev neuen Bestimmungen ist die Einlieferungspflicht des Drittels der Exportdepisen erloschen und die Regierung gibt sich mit Ungar-Kronen ztlfrieden. Eine besondere Unterstützung genieß-en Fleischexporbeure, weil die Regierung den Fleischexporl gegenüber dem Viehexport begünstigen lvill, weil dann die Häute, Knochen, Fett, Unschlitt und die anderen Nebenprodukte nicht der inländtschen Produktion entzogen werden. In dieser Frage wird die interministevielle Kommission nach eine nelierliche Sitzung abhalten. Merkurbank. Die von Generaldirektor Schwarz der Mevkltrbank in New-Iork geführten Verhandlungen silld nutlmehr zy» ciu-cm günstigen Abschluß gelangt. Wie wir erfahren, hat eine -amerikanische 'Finanzgruppe utlter Führung des Bankhauses Halgarten tnib Co. New-Iork einen Posten von 600.000 Merkurbankaktien erworben. Der Chef des Hauses Halgartem und Eo. H o r w i tz tritt in die Verwaltung der Merkurbank ein. Die Nebernahtue der Aktien erfolgt, gegen Sperre und dauernden Besitz und es wird auf diese Weise eine enge Verbindung zwischen der Merkurbank tmb dem Bankhaus« Halgarten und Co. hergestellt. Neben dem Bankhaus Halgarten beteiligt sich auch die New-Borker Bankfirma E. F. H u t r o n n. C o. au der Uebernahme der Äktieti und diese Firma wird gleichfalls mit der Merknrbank in Verbiudung treten. Die gatrze Transaktien vollzieht sich unter Führung des Bankhauses Halgarten und es handelt sich hier um eine Sache, die nicht mu für die Merkurbank, sondern für den ganzen Wiener Platz von eminenter Bedeutung ist. da aus dieser geschäftlichen Verbindung zu ersehen ist, daß das Vertvancn zu Oesterreich wiederkehrt. Schaffung eines Freihasengebietes in Uruguay. Die uruguayische Nationalversamnllung hat mit Gesetz vom 20. Julli 1923 beschlossen, Hafenartlagen unb eine Freizone in dett Städtctl Colonia, Nneva Palmira und Santa Rosa del Cuaveim ztl fcbaffeu iiit'b. die Arbeiten im Gesanttbetrage voll 1,300.000 Pffllld ll-rtlg. Gold im Wege der öffentlichen Ansschreibung zu vergeben., Innerhalb der..zu schaffenden Frcizvne wird jedwede Amnipuläiion mit Waren unb Erzeugnissen, ihre Ein- und Ausfuhr. Verarbeitung. Veredelung. Sortierung usw. frei von jeder Abgabe vurchgeführr werden können. Ebenso werdetl alle für die Einvi-chtltllg der Fveihafengebiete bestimmten .Rohstoffe jckder Art.- Maschinen usw., volle Einfnhrfreiheit getließen. Anglo-Austrian Batlk Limited. J»r der aiti 30. Oktober 1.923 in London abgehältenen a. o. Getteralversaminlung der Anglo-Atlstvian Bank Lintit-cd lvnrden der Präsident der Anglo-tschecho--slowakischen Bank, Herr Kuno S o n rt t a g. Finallzmillister a. D. und der Repräsentattt mtd Direktor der Niederlassung des Jltstituts iu Budapest. Herr Zoltan Haj-du, in' den Derwaltungsr-at gewählt. xEntgeltlich.). Börse für landwWchaftMe Produtte. sEigeitbericht der „Wieiter Morgettzeittutg".) Die gestrige Samstagbörse -zeigte sehr günstige Frequenz, doch be>fri-edigre das Ge-schäff alfge-sichts des stockenden Absatzes in ÄNehlen auf k-eineut Gebiete. Tie bereits int Wvchenlanse eingstretene Verbilligung der cin-zelnen Artikel hat .he-ut« weitere Fortschritte gemacht, insbesmtdere J-uqo-tv-eizen ermäßigte sich um 100 K. pro ^KilograiMt . im Preise, ohne daß even,o tu tpas-er war sas vyeiajart voll i wobei Preise zu-gnnsten der Käufer u scheint der Konsum versorgt zu sein, Nrerkaitlilforielt bleiben unbeachtet, der Absatz irgendwie eine Belobung zeig!-.', t'tnch in Roggeck, ebsn-f-o in Hafer war das Geschäft Voll allertuäWst-em Ulnfang, .‘ lteigten. »In Braugerste die billig offerierten . . dagegeit. sandelt kleitre 'Nachzügleranschafs'.tngett in slowakischer .Prittt-a-gerste z-n 2850 K. statt. Die Hafrriendenz -spricht sich jsreundlicher ans, lveil das Bahnossert -schwach bleibt. Uleberdies hat sich das Jntere-s.se -des Westetts für tschechische Sorten vermehrt. Das starke Offert in fremdert Mehlen hat den 'Absatz in heittii-schen MaWevMgnffsen fast zum Stillstände gebracht. Cs ist begreif- -lich, daß die österreichischen Mühlen sich ans diesem Grtmde frir 9!enkültfe in- Weizen -mtd Roggett nicht interessieren f-önnot tutb sich ernstlich mit der Absicht tragen, eine RedlWc-vun-g ihrer Betriebe vorzmt-ehtmn. Es notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pauschallvareuumsatzsteuew: Weizen inländischer 3300 bis 3375 K., jugoslawischer 3475 bis 8600 K Roggen inländischer 2650 bis 2700 K., tschecho-slowakischer 2650 bis 2700 K., Gerste inländische 2350 bis 2600 K., tschecho-slowakische 2550 bis 2850 K., Aiais 2600 bis 2700 K., Hafer inländischer oder rttmänischer 2000 bis 2100 K.. Buchweizen 2600 bis 2700 5k., Hirse 2200 bis 2250 K., Mohn 11.000 bis 11.500 K., Weißbohnen ungarische 5050 bis 5200 K., Kartoffeln inländische gelb 1100 his 1150 5k., weiß 800 bis 850 K., Rosen Woltmatm 700 bis 750 K., tschechoslowakische gelb 860 bis 1000 K., weiß 750 bis 800 K., rot 700 bis 750 K., Zwiebeln mit Sack inländische 1200 bis 1300 K., Makoer 1600 bis 1600 K., Preßheu österreichisches 1300 bis 1350 K. ab Station, Malz inländisches 5000 bis 5200 K., Nkalzkeime 1800 bis 1900 Ki, Biertrebern 1500 bis 1600 K., Reps 2.35 bis 2.45 tschech. K. ab Marchegg, Zttckerrübenschnitten entlangt 1400 bis 1500 5?., Hanffaat 6800 bis 7000 K., Leinsaat 6000 bis 6200 5k., Weizengrieß inläMscher 6300 bis 6400 K., Weizenmehl Nuller inländisches 5800 bis 6900 K., mtgarisches doppelgriffig 5500 bis 5600 K., 2.55 tschech. K., griffig 5200 bis 6300 K>, 2.45 tschech. K., Brotmehl In 4200 bis 4300 K., Futtermehl Ia 2100 bis 2200 K., Roggeumehl Ia 4050 bis 4150 St., Weizenkleie 1200 bis 1250 K., Roggenkleie 1075 bis 1125 si. Die WarenmüMe. (Etgettbericht der „Wiener Morgenzeitullg".) Chemikalien. Das ChenlikatiengLschäist in der BeriHtswoche war im allgemeinen ruhig und ohne besondere Belvogung, wobei in den einzelnen Arti-k-c-ln -entsprechend dem Saisoiwedarf -letzhaflcve illachfrage bestand, in dert anderen Artikeln wieder der Bedarf bedeutend schwächer -wllvdc. (Sitte Beeinflussung des österreichischen Mar-kt-es durch die ultgemein verworrenett detttschen Zustältde macht sich immer mehr Lenterktzar. e'nterse'tts dadurch, daß in ciu-er Reihe Von Artikeln der deutsche Markt überhattpt nicht mehr anfn-ahnts-fähig ist mtb irreguläre Notierullgen int steigenden Maße zum Vorschein komnt-en, audererseits notieren wieder eine Reihe von Produkten schon weit über die Weltmavktparität. Dazu kommt, daß trotz der Frachtberechltttttg der deutschen Bahn in Darifmark. beepv. Goldmark, durch' die ständilg sich verschiebettde- Schlüsselzahl und damit Haud in Han-d gehende sprun^hast-e B-erändrrtmg des M-arkk-urses ieide sichere Frachtkältnlation ausgeschlossen erscheint. Ztl -diesett Verhältnissen iu Deutschland kommt nunmehr der in Polen attsgebrochene Eisenbahnerstreik, dessen Folgen bei lättgerett Anhalten am Wiener Markt noch nicht richtig eiltMsch-ätzt werden. Ter Pava'ssi-mn-arlt war sehr letzt)a-st und es lottvde-n zielnlich große Umsätze getätigt. Die Preise scheinen ihren Höhepunkt erreicht M häÄen, wiewohl die Wietter Notierungen für TeWezüge sich vielfach noch unter den Preisett bei Waggonbezüg-en bewegen. Da bereits Verzögerungen, bezw. Atthalten von ertr-artetetl Paraffinlieserungelt aus Polen gemeldet werden. erscheinen Beeinslussunge-n des. Marktes in Aufwärtsnot-iertutg-eu pront-PLer Ware nicht ausgeschlossen. In bet, anderen Wachsen zeigte sich keine besondere Betvegultg. Gute Nachfvage tvar nur für Bienenwachs vorhändert, in welchem Artikel die Bestände derzeit aertniss-erscheinett. In Montanwachs wurden größere Posten ans beut Markt genommen. so daß anzunehmen ist. daß sich die Preise in kürzester Zeit deil lvescutlich höheren Faibriksnoticvttngett anpassen werden. Terpentinöl. In Terpentinöl hat die Nachfrage im allgeme-ilten etwas na-chgelassen, die Jltl-andsnotierilugen der üstevoeichiischen Terpent-iM-e Hallen llunme.hr voMomnten Schritt mit den Preisen von französischem Terpentinöl, liegen im allgemeinen aber ltoch etwas tiefer als -diese. In r-uss-vschen Terpetttinölen scheinen derzeit keine groß-etl Bestände vorhanden zu feilt, bei Andauern des Streiks in Polen ist eine scharf- Aufwär-ts'bcwegttttg in diesem Artikel zu erwarten. In Harz und Schellack lag das Geschäft ruhig. Stark steigende Tendertz wies Minium aits. da sich besonders -auch die Bleipreise aus dem Weltmärkte erhöhtett. Oele und Fette. Gattz uttbedeutende Veränderungen trarett iu der Berichtswoche ein, nur Schweinefett pure lard, Fastpackiina, schwächte sich um 5 Cent mit 36.-86 Dollar tran-fit Wien ab, dagegen befestigte sich dieser Artikel in .Kleintässern um 200 K auf 27,200 K.' Sonst kamen Angebote in Kokosöl prima weiß zu 17.800 K., Rnböl zu 13.800 K., Riuderralg weiß Prima zu 15.600 K., Sesamöl erste Pressung zu 18.690 K, Agmispeiseöl zu 16.500 K. uub Ko-kosspcisefe:: zu 18.-600. K. vor. Die Zufuhren an S-peiseseiteit in Denischlattd sind sehr gering unb genügen nicht zur Deckung des Bedarfes. Alle Fenprodukle, die vom Anstande bezogen werden umsstn. passen sich iu der Preisgestalinng dem Vorgängen atu Tevis-ennmrkt schart an, wofür in erster Linie amerikattisches Schmalz in Frage kotmitt. Bu-tter fehlt zttr Gattze. Nach Margarine ist di-? Nachfrage bei knappem Alt-geboi sehr lebhaft. Int Groß-Hattdel notiert matt nach Goldtttark. Zucker. Ist der Bc-richiswoche icubiertc tschechischer Zucker «m 5 bis 10 Punkte schwächer unb österreichischer ließ mit 250 btt 300 K. nach. Es notiereu: Kristall 3.30 t-sckech. K., Würs.'l 3.55 tsch-ech. K. pro November-Dezember ab Grenze, ferner 9560 K.. rosp. 10.050 K. versteuert frachtfrei Waggon Wien, solvie 960ll K., resp. 10.100 K. ab Lager Wien.?lt,f den Ansliaudsmärtten war die Stinnttnng stetig später ruhiger bei nachgebenden Preisen. New-Nork notierte für prompt« Zentrifug-glzucker unberaube-vt 7.66 Cents frei N-e>w-?)or-k, verzollt, dagegen schlvankten die Termin-Preise int Rohlttett pütt —.20 Cems, sie befanden sich zuletzt ans absteigendcuc 2lst. Die gleichen Beobachtungen ntachle ntau bei den'Aiärkteu in England, Paris uub Holland. KAPITALISTEN ***• l*11- Kapital zu grundbUcherlichen mtgernflasen Zinsen verwarten wollen, wende sieh sofort an das Bultou Urban & Cie, IX., Währingersfr. A2 bei der Schwarzspanisrstr. Telephon 3579/WII m Bureauxeif von 9—5 Uhr »-isoi.p;S"w.0 Wer Geld braucht innerhalb zwei bis drei Tagen auf Häuser, Villen, Landwirtschaften, Guter und Industrien u. s. w. wende sich an das uianainii m