Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-11-04 · Heft 1697 (4.11.1923) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1697 (4.11.1923)
Date
1923-11-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980779--16669-3003604
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

£sue b Wien, Vomttag Kommission hat sich in zchn Paragrafen ^e'mc U'.., GeMstsorbtmnig Adgebey. Jeder St-aut, tvählt ciiitcit Korrcsponde»Äen zum - .geschäfMchen BeÄchr miit dom Präsidenten. Die Kommission' wird Mährlich - zu einer' or den wichen Sitz-ung amberm-sen. Der Präsilveiu kann in dringenden Fällen Büschlußsassiingcn mich schriftlich vcranlasseu. Der Kongreß Hai ferner die Znerkemmrrg der Po rtoll n>d Gebühre-nfreiheit der rutci'nai'roita'fcn kvrmin-älpolijekLichen Korrespondenz als drnvgenves Erfovdernis bezeichnci \m die Emfübrung konventioneller emhoMicher Be« Zeichnungen der zur internationalen KX>rrüspon>denz antori« sierten Behörden cmpsehlcn. Ein internationaler Code für den tÄeyrchÄMren Perkehr -er Poli-;ei>bc'hövden soll aus« fteardeiie: werden. Die Frage der Anwendung des „Esperanto" ist einem Ausschuß zu gewiesen. Woit'ere Beschlüsse -es Kongresses regeln die Behandlung der Anfragen bezüg.ich zugeretzsver Fremder, die Anhaltung M i über i ä hr i g er, die Einführung eigener, speziell die mit der Behandlung der Münz- und Krodilpapier-, der Paß. und Schcckfälscher sowie der Taschendiebe von interna:ionälcr Geltung betraurcr Dienste stellen, die Behandlung von An sl i e f e ru ng § b e g eh r e u, die Einführung der F e r n i d e n i i f i z -i e r n n g. Bein er« kenswcri ist ferner ein Beschluß, der die An wen,dring -er .Hypnose zum Zwecke der Erforschung krünm-eller Tatbestände als unzulässig erklärt. Dann hat sich der Kongreß dafür ausgesprochen, daß die Polizeiibohörden der verschiedenen Staaten das Recht erhalten, sich wegen Feststellung der H ■„> i -m a t s h c r e ch t i - gung von Ausländern, die auszuweifen sind, direkt aneinander zu wenden, und daß Anfragen in LÄubaiigeleaeicheiten mstwendend oder doch unverzüglich zu erledigen sin--. Wiener Morgenzeitung. TPtP -Jr. VI flRK durch den neuen Uy gienisdien Mb ^44 Strumpfschoner h UU> Sie ersparen Zeit u n d O n Id I Alleinige Erzeugung und Generalvertrieb: SIGI Ges. m. b.Wien, IV. .Wledner Hauptstrass« OB ts Telephon 34-2- 4j Sctilosieraniüpe u*w. 04 V|l. Burgg. 01 Btrursklelderfabrik Wählet „HABSBURG“ Falnwaachanstait, VI., Wallgaaae 4. Tel. 6339 u. 4316 FILIALEN IN ALLEN BEZIRKEN PERSERTEPPICHE Erstklassig / Alle Grössen Zu billigsten Tagespreisen Läufer & Bardach II., Obere Donaustrasse Nr. 45b (bei Augartenbrücke) Aohnt Bodansky gestorben. In Berlin ist gestern der bekannte Librettist Robert B o d a n s k y gestorben. Er war einer von jenen, die den Ruhm . der Wiener Operette begründen halfen und zu einer großen An- . zahl von Operetten hat Bodansky die Libretti geschrieben. Er bat ein Alter von 46 Jahren erreicht. Bodansky begann seine Laufbahn als Schauspieler am rheater an der Wien und hier wurde sein Talent als Librettist von Karczag entdeckt. Seine Bücher wurden von den bekanntesten der jetzigen Operettenkomponisten vertont und haben; einen Sicgeszug durch die ganze Welt angetreten. Bon Bo- : dcmskii stammt das Libretto zu „Herbstmanöver", daü auch s sein erster, großer Erfolg war. Für Lehar hat er 4>ann das - Buch zu den Operetten „Ter Graf von Luxemburg", ferner > „Eva", „Zigeunerliebe" und „Endlich allein" verfaßt. Auch Oskar Straus bezog von Bodansky eine Anzahl sehr wirksamer ' Libretti?, ebenso Stolz, Eysler und Granichstädten. Mitteilungen am dem Publikum. Zweiklassige Privat- Wien, IX. HSrigaese 12 mm Bankuni Handelskurs, Stenographie- und Maschinenschreibkurs för Beamte, Lehrer und Hochschüler. Beginn 7. November« swodiioer vormittags-Bank-und Handelskurs, Stenographie- und Maschinenschreibkurs für Frauen und Mädchen. Beginn 6. November. Anmeldungen und Auskünfte täglich von 8—12 und 3-5 Uhr. Prospekte. s?» Fernruf 14-2-12. Unentgeltliohe Stellenvormlttlung Anlässlich der Verlobung .insei'es Bruders resp. Schwagers, des Herrn LBO GOl*D« STEIN mit Fräulein IDA WEIN BERGER gratulieren wir herzlichst. 7646 FAl l. GOLDSTEIN und Frau Möbelfabrik J. Spira Feine. M Wl. III.. 1—1 Wohnungseinrichtungen. (Ecke Karl Schweighofergasse TEPPICHHAUS DRACH & Co. VI., MariahllferstraOe 79 iss Stet« grüßtea Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Knüpf- und Smyrna-Teppiche BilWr m Wb" bfl ohne Regie Prima Schastvallftoffe Spezialarüliel: Winterrott-, Raglan- und Velourstoffe 8flT Zahlungserleichieriing wss» Zofes Blankstein & 0afjn.ll. Schmelzgasse 4 telo$)hon ll-U-Jü Umn-Hutf {/eichfnsne Klei der-Aktionen in rrossem St l.!isi eratk!assln#r Mosaausfiihrung, bescMt klaglos RUDOLF GOLDITEIN Ts!. 45.6-20 II, TAB9BSTRASSE S4 o«or. wes A. Novzari, 1. Per., Sperngaffe 14 Größte Auswabl aller W Direkter Import auS Sorten feinster 2r7jES'fe Persien / Eigene **k._ AÜ» ßrraeunitMft Erzeugung vor Hühneraugen, Blasen, Beulen. Der lästige Schwelss und Soblenbrennen verschwinden durch Tragen von Dir. Högyes Imprägniertem ASBESTSOHLEN in Friedemqualititt! Inland: Dcppeltstark per Paar K 30.000 Einfachstark per Paar K 16.000 Ausland: Doppeltstark per Paar Schweiz. Fr. 2.50 Einfachslark per Paar Schweiz. Fr. 1.30 Wien. 1. Bez., MnlKnneMel 21 Börsen-KommlssionsgeschäK und Wechselstube HAG ID & Co. Wlon, I., Hohonstaufongasso 11 W3 streng koscher Rind- und Kalbfleisch 1^2 eigener Sohlachtung In aBlerbester Qualitut und xu billigsten Preisen bei Jakob Maotner II., Woirgnng- Schmalzig. 30 g II., Leopoldsgasse 31 « II., Cxernlngesse 8 10382 £ II., Schrotxberggasse 1 tx it ' deckt seinen Bedarf an 583 ANZOOIN, RAGLANS,WINTERROCKEN Im beatrenommierten Schneiderateller p Z.KATZ, V., Nariahilferftr.96 lSchlechtschreibende! wenden sich an das 8rste Sherial. Schön > SchnellschretblnstUvt .vom Stadtschulrat bestens einpfohlen :!K Inhaber K. Kubicek, 1. Lez.» Salzlorgafse Ar. 2 4. November 1923 Nr. lt)97 Wien, III., SshlBehthausaasae 41, Teitphon 3521 Hochmoderue, aparte Luster und Iltleaclitungskörper jeder Art i» prachtvoller gediegener AusfUhrnng I cicbhnllig8te8 Lager. Siiintl. Stilarten. Auch Spe/Ialnui’ertiguug nach eigenen Angaben oder Zeichnungen PEIZWAREN aller Art, für Damenu. Herren, in eigener Werkslälte feinst ausgeflihr* zu billigen ElnfUhrungsprelsen A.Teitler, II., Schmelzgaste 6 Modernisierungen prompt und billig 1 Gestrickte Mode-Kostüme, Wolle mit Seide A. 490.000 Gestrickte W o l l -- W e st e n in modernen Dessins K. 95.000 M. Holz«, Mariahilserftr. 89 ("°r°n Fl°u-»!i»o, Ne Stadtbahnsrage. Die Regierung macht neue Schwierigkeiten. Die Perhandlungen zwischen der Gemeinde und der Regieumg wegen Uebernahme der Stadtbahn sind wieder ins Stocken geraten. Zum soundsovielten Male schon und wieder ist es die Regierung, genauer gesagt, der christlichsoziale Finanzminister Kienböck, der Schwierigkeiten hervorrnft und aus diese Weise der Bevölkerung dieses so notwendige Berkchrsmiiiel vorenthält. N!it dem legendenhaften zweiten Stadtbahuprojekt, das vor den Wahlen urplötzlich auftauchte, hatte Herr S ch u r f f kein Glück. So versucht man es nun auf andere Weise und stellt der Gemeinde materielle Bedingungen, die diese unmöglich annehmen kann. Die Absicht, das Stadlbahnprojekt -er Gemeinde zu sabotieren, ist zu plump und zu durchsichtig, um nicht durchschaut zu werden. Gestern wurde der Magistrat verständigt, unter welchen Bedingungen und Modalitäten die Regierung dem Anbote der Gemeinde Wien wegen Uebernahme und Elekirisiziernng eines Teiles der Stadtbahnlinien zuzustimmen gewillt sei. Die Regierung bezeichnet dieses Schriftstück als „unverbindlichen Referent rnentwu r f", was immerhrn die Möglichkeit offen läßt, daß noch nicht >da§ letzte Wort gesprochen ist. Die Bedingungen der Regierung an sich sind. näm. lich fiir die Gemeinde völlig unannehmbar. Sie besagen nicht mehr und nicht weniger, als daß der i'.!1»'. diesen Anlaß benützen will, um sich sofort in das vollständig uneingeschränkte Eigentum der gesamten Stadtbahnanlage zu setzen. . Es soll dies in dex Weise geschchen, daß der Pund hie noch nicht getilgten Berkel)rsanlehen zur Selbstzahiring übernimmt und die beiden anderen Kurien, nämlich W t e n und Nicderösterreich, durch Gesetze sestlegen, daß sich mit dieser Uebernahme jene Folgen ergeben, die sonst erst bei Ablauf des Anlehens, also am 2. Jänner 1982, eintreten ivürden. Das ist nämlich der Uebergang der Stadtbahn samt Zugehör an den Bund. Demgegenüber spielt es keine Rotte, sondern ist nur charakteristisch, daß die Zahlungspflicht der Länder Wien und Niederösterreich für die Verzinsung und Tilgung der Anleihen ganz unverändert fortlaufen soll. Da daS Pachtverhältnis, daß die Gemeinde wegen der zu elektr-ifizierenden Teile der Stadtbahn eingehen will, seir.ms der Bunldesbahnen jederzeit einjährig kündbar ist, ergibt sich, daß der Bund es in der Hand hat, sich in jeder rhm bekkiMAen Frist int den völlig untziiNWschränktan Besitz der ganzen Stadtbahnanlage zu setzen. Es ist vollständig ausgeschlossen, daß die Gemeinde auf das ihr zustehende Be. sitzrecht an diesen mitten durch das Wiener Verkehrsnetz gehenden Linien verzichtet. Brrschörsung der Lage in der MetMndasttie. Vor dem Streik. Die kvi'tliische Lage in der MatalLiinldustrlie ha>t eine neuerliche Verschärfung eMtitien. Den MedattaÄeiter.n halben sich auch die übrige-n Angestelltisn Mgeischlosseu. Der JMtslriettenverlband sicht die Lage als sehr be- -enklich an. Er hat die Forlderimiigeu der Angestellten, dir auf eine einmMge Renmneraitiivn geriWÄ waren, beiPitt einmal ckbgew'liefen un!d stcht auch der Ve-vftmnnklnng a-iv Dienstlag fchr skeptisch gegenüber, die höchstwahr schein, liich ihren ab!ehnanden SEandpiunlkt nicht ver« lassen wird. Ein Äbusstand, der dann unm it>te!bar zu gewärtigen ist, würde nicht allein die Mstalliinldustvie bevühvrn, fon'dern sofortans die gesanite Eilsen«, Stahl- und Maschinen« lindnstriie in Wien und Ümgchmtg ü'bergvei'fvn, imd ainch aindeve Industriezweige empfindlich tangievon. Da dieselbe BriweigilNst sich auch in Steiermark bemerGar macht, wo die J'ndnstriellen sich in der Lohnsvage mit Himveis muf die mSlÜnidische Kon« ( knrrenz wan-ig entgegenkommeitd zeigen, so ist ein Ueiberyöche« [ der Ansstandsbewegn-ng cuti ganz O est erreich §u äm ' 8889^901 99380167

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.