Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1697 (4.11.1923)
- Date
- 1923-11-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 ■- Wien, Sonntag Delegation in Ti ras pol bei-der dort weilenden rumänischen Delegation (die beiden Delegationen Verhandelndort über die Dnjester-Frage) Protest eingelegt und erklärt, sie tverde «ine illegale Abschiebung der Flüchtlinge über den Dnjester n i e m a l s z u l a s s e n. Vorläufige Kinstellung der Flüchtling»««» Weisungen i» Veßarabien. Bukarest, 2. Novenrber. (I. C. B.) Die Untersuchung, 2ie 5! riegsminister Mardarescn persönlich in Beßarabien angestellt hat, bestimmte ihn dazu, die zahlreiche»: A u s w e i s u n g e n von ukrainischen Flüchtlinge»: zu suspendieren. Er stellte ausdrücklich fest, daß die Rücksendung der Flüchtlinge über den Dnjester der Humanität widerspreche. Die Formalitäten für russische Flüchtlinge sollen vereinfacht werden. Den nach Amerika austvandernden Flüchtlingen sollen besondere E r l c i ch t e r u n g e n bewilligt werden. Besserung der Beziehunge« zu Sowsetrutzland. Bukarest, 8. November. (Tcl.-Konrp.) Wie die Blätter melden, wurde das Militärkommando in Beßarabien aufgelöst. Tic rumänische Regierung entschloß sich;u diesem Schritt infolge der Besserung der Beziebungen Rumäniens zu Sowjetrußland. Die in T i r a §- Pol geführten Verhandlungen mit den Vertretern der Moskauer Negierung haben befriedigende Resultate ergeben. Das Blatt „Lupta" kündigt die bevorstehende Wiederanfnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Bukarest und Moskau an. In Tiraspol seien politische wie militärische Konventionen mit Rußland geschlossen worden. Ein Wirtschaftsabkommen zwischen Rumänien und Rußland stehe vor der Unterzeichnung. Rundschau. Sie Beratungen des FiouMchen Aktionskomitees. Aus London wird uns gemeldet: Die Sitzung des Aktionskomitees wurde nach einer ausführlichen Erörterung über die Politik der Organisation und die Lage der Bewegung beendet. Es wurde eine Resolution beschlossen, welche Englands Bemühungen um die Herbeiführung eines jüdisch-arabischen Ausgleiches in Palästinaanerkennt, die Notwendigkeit betont, am Mandat festzuhalten, jedoch die Jnkongruenz der beiden Agenchs seststellt. Tie Organisation wiederholt ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Arabern, obwohl sie den Beschluß der Arab Agency nicht a n n e h m e n kann. (Tie Angelegenheit ist inzwischen, wie gemeldet, infolge der Ablehnung der Araber gegenstandslos geworden.) Die türkische Retzublit. Konstantinopel, 3. November. (Tel.-Komp.) Die Nationalversammlung hat mit 151 von 153 Stimmen F e d i B e i zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt. Tie Prokl'amation der Republik und die Wahl Mustafas zum Präsidenten ist e i n ft i »n m i g beschlossen worden. Allerdings waren von den 286 Mitgliedern der Nationalversammlung nur 156 anwesend. Baldwiu Kr Schutzzollpolitik. London, 3. November. (Wolfs.) In seiner in Manchester ffehallenen Rede erklärte Premierminister Baldtvin: Wir sollten niemals die anbereit Nationen veranlassen, ihre Zolltarife herabzusetzen, indem wir mit gefalteten Händen stillfitzen. Niemand könne sagen, wamr die Wirtschaft Europas wieder stabil sein wird. Tie Zeit sei' gekommen, wo Großbritannien sich auf sich selbst verlassen müsse. Er beabsichtige, auf dresenigeu eingesührten Jndustriewaren einen Zoll zu legen, die die .Hauptursache der Arbeitslosigkeit in England seien. Den Dominien soll eine Borzugsbehandlung eingeräumt werden. Auf Weizen und Fleisch solle kein Zoll gelegt werden. Das Wirtschaftssystem Englands müsse weniger auf Grundsätzen als auf Zweckmäßigkeiten beruhen. Wenn das Arbeitslosen Problem in Angriff genommen werden solle, so müsse man zu einschneidenden Maßnahmen greifen. Zu seinen Zolltarisvorschlägen und dem Plane der wirtschaftlichen Entwicklung des Reiches müsse eine Untersuchung der besten Art hinzutreten, wie dem Ackerbau geholfen und die Anbaufläche in England gesichert werden könne. Die Märkte, die England in der Vergangenheit gehabt habe, seien ihm verschlossen oder beschränkt worden. Deshalb müsse englischerseits eine Regierungsaktion erfolgen, um diese Markte zu öffnen. Baldwin sagte, er wünsche Vollmachten zu erhalten, um mit anderen Ländern zu verhandeln und vernünftige Abmachungen durch Handelsverträge zu erzielen. Man müsse dafür sorgen, daß die englische Industrie nur fairem ll-ettbewerb ausgesetzt sei. Er habe seine Methode der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dargelegt, andere Leute empfehlen indere Methoden, die Entscheidung werde das Land zu fällen haben. Reine Teilnahme Amerikas an der Aeparationskonferenz. London, 3. November. Das Reutersche Bureau meldet aus Washington: Im Weißen Hause wurde mitgeteili, daß kein Mitglied des Kabinetts als amerikanischer Vertreter in den Ausschuß für die Rcparationsfragen entsendet werden wird, da es für ein Kabinettsmitglied äußerst schwierig sei, seinen Posten in Washington zu verlassen. Damit erledigt sich der Bericht, wonach Mellon und Hoover zu Delegierten gewählt werden sollten. „New v)ork Herald" glaubt zu wissen, Staatssekretär Hughes habe gestern nachmittags den französischen Geschäfts- Wiener Movgerrzeituns. Pelzhaut Gebrüder Brainin Wien, II., Glockengasse Nr. 8 WcrksUfitten i II., Rueppgasse 37 / Tel.45-4-33 '4. NovemKev 1928 Nr. IM träger informiert, daß die Bereinigten Staaten den Vorschlag auf Einsetzung eines Sachverständigenausschusses zurückziehen würden, wenn Ministerpräsident Poincare die Tätigkeit des Ausschusses ernstlich im Sinne seiner Rede in Sampigny einzuschränken gedenke. Hughes habe insbesondere nachstehende Punkte hervorgehoben: 1. Die Vereinigten Staaten halten die Zusage Frankreichs für.uneingeschränkt, .was die Ausdehnung der Vollmachten der Sachverständigen anbelangt. 2. Sie glauben, daß ein Verbot, die Gesamtzahlungsfähigkeit Deutschlands zu erörtern, die Konferenz wertlos machen würde. 3. Sie meinen, daß bei solchen Einschränkungen die Konferenz überhaupt nicht einzuberuf e n wäre. 4. Sie halten daran fest, daß der Vertrag von Versailles bei Einstimmigkeit der Regierungen die Möglichkeit der Herabsetzung der Reparationssorderung vorsehe, und daß daher die Prüfung der Gesamthöhe der Reparationen vertragsgemäß sei. 5. Die Cxpertenkonserenz gebe die Hoffnung, Reparationen zu erhalten, die sonst unerreichbar wären. Weiters meldet „NewPort Herald", Eurzon habe in Washington eine Sonderaktion vorgeschlagen, die Bereinigten Staaten hätten indessen Abgelehnt, weil die Anteilnahme der europäischen Politik nur in der Absicht erfolge, Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland zu erleichtern und zur Herstellung des Friedens mitzuwirken. Poincare wird wieder reden. Paris, 3. November. (Wolfs.) Ministerpräsident Poin-? a v e be.,ibt sich heute abends in Begleitung des F i n a n z-- und des Arb eit 3 m in ist er s nach Brive im Departement Correze und nach Toul. Es sind zwei Reden zu erwarten: In Brive anläßlich der Einweihung eines Kriegerdenkmales und in Toul programmatische Erklärungen über die innere Politik. Attentat ans den jugoslawische« Militärattache in Sofia. Sofia. 3. November. Gestern abends wurde der jugoslawische Militärattache Oberstleutnant Kristic in seiner Wohnung von drei unbekannten Personen überfallen. Kristic entwand einem der Angreifer den Revolver und versetzte ihm einen Schlag, worauf dieser chic Flucht ergriff. Die'Polizei nahm noch im Laufe der Nach! einige Verhaftungen vor. fingland schützt die griechische Jtznaftie. Athen, 2. November. (Agence ^'Athene.) Die Blätter vevöffentlichen folgende Mitteilung: Ter britische Geschäftsträger hat mitgeteilt, daß die Auffassung feine* Regierung, die ihm s-oeberr zur Kenntnis gelangt ist, folgende sei: Jede revolutionäre Bewegung, die den Sturz der Dynastie zur Folge 'hätte, würde bei der englischen Negierung lebhaft^ Beunruhigung Hervorrufen. Sie wolle nicht aune'hmen, daß die gegenwärtige Regierung Griechenlands eine Ndüßnaihme treffen könnte, die geeignet wäre, die Zukunft ihres Vaterlandes so schwer zu gefährden. Die Blätter veröffentlichen ferner eine Mitteilung, wonach der jugoslawisch Gesandte in Verlaufe einer freundschaftlichen Unterredung mit dem General Paugalos dargelegt habe, daß mau im Königreiche der Serben, Kroaten und Slowenen übe.r die sich in Griechenland abschielenden Ereignisse aus Gründen beunruhigt fei, die mit dynastischen Interessen nichts zu tun halben. Wahle« i« Petersburg. Petersburg, 3. November. (Tel.-Komp.) Die soeben abgeschlossenen Neuwahlen iu den Petersburger Sowjet haben wieder eine erdrückende kommunistische Mehrheit ergeben. Bon 1561 gewählten Sowjetdepuüerten sind 1357 Kommunisten, die übrigen 204 bezeichmn sich als Parteilose. 8«ternaüo«ale Arbeikstattfiik. Genf, 2. November. (Schweiz. Dep.-Ag.) Die Internationale Konferenz der Arbeitsstatistiker, die vom Internationalen Arbeitsamt zur Prüfung einheitlicher Methoden für die Ausstellung der Arbsitsstatistiken in den verschiedenen Landern einberufen worden ist, hat ihre Arbeiten beendet. Nach fünftägigen Berhandlun > gen faßte sie, indem sie die ihr vom Arbeitsamt unterbreiteten Berichte als Grundlage annahm, eine Reihe von Beschlüssen. Die Beschlüsse beziehen sich: 1. Auf die Einteilung der industriellen Berufszweige. 2. Auf die Aufstellung von Statistiken über die Löhne und die Arbeitszeit. 3. Auf die Aufstellung einer Statistik über die Arbeitsnnfälle. Diese Beschlüsse, die praktischeil Wert haben, wurden elttstimmi"g angenommen. Ihre allgemeine Anwendung durch die verschiedene»: Staaten wird die Vergleichbarkeit der in den verschiedenen Staaten veröffentlichten statistischen Berichte erleichtern. Es ist übrigens vorauszusetzen, daß mit Rücksicht auf die auf der Konferenz erzielten ausgezeichneten Ergebnisse später eine neue'Konferenz eiübernfen werden soll, die die Aufgabe haben soll, das begonnene Werk zu vollenden. Sie wird sich» ohne Zweifel mit der Berechnung der Indexziffer für die Leberrshcittungskosten zu befassen habe»:. Tagesbericht. Lee medizinische Robel-Preir. Ehrung eines in Deutschland totgeschwiegenen jüdische* Gelehrten. Aus Berlin wird uns geschrieben: Bon den beiden , Physiologen Avchiibald Hill und Otto Mayerhof, welche, den erst jetzt zur Verteilung gebracht«»: nrüdiziiriischen Nobel- Preis für 1922 znerkannt erhielten, ist Mahechof Jude. Hill ■uitb Mayerhof haben ans ihrem speziellen Arbeitsgebiet, der Erforschung des Wlaufts der Muslkellzuckungen, bedeutende Entdeckungen.gemacht. Hill hat mathematisch die Vorgänge bei der MuSkelzuckung errechnet und ihre mathematische Meßbarkeit ermöglicht. Bon ungeheurer Wichtigkeit für die medizinische Wissenschaft sind die Arbeiten Mayerhoss. Cr hat das ganze Arbeitsmaterial aus dem Gebiete der MuSkölphysiologie — von den physikalischen Messungen Helmholtz' beginnend — experimentell nachgeprüft urlld ist dadurch zu dem Schluß gekormnen, daß die bisherigen Methoden kein« ausreichenden Schlüsse auf die physiologischen Voryauge bei den Muskelzuckungen zülassen. Auf Grund neuer, selbst gesmrdeiter Methoden hat mtn Mayerhof festgestellt, daß die Milchsäure, welche, wie bereits früher bekannt war, bei der Muskelznckung gebildet tvird, nur zu einem Drittel in Wärme mngewandelt wird, während zwei Drittel des Mlchsaurequantmns sich wieder in Muskelglykoyen Vevwandeiln. Daraus lassen sich besonders für das Gebiet der physiologischen Veränderungen und der Muskelerlranikungen bedeutsame Schlüsse ziehen. Diese wichtige Entdeckung Mayerhofs, welche ihm den No-l>e:>Preis eingetragen Hai, ist in 'vielen deutschen Lehrbüchern der Physiologie unter dem Namen Hills verzeichnet, und die Verleihung des Nobel-Preises an den Gelehrten stellt daher gleichsam diejenige Anerkenmnrg seiner Forscheriätigkeit durch die KulturwÄt dar, welche ihm die dom Antifemilismus durchseuchte Wissenschaft des Landes, in welchem er wirkt, sogar mit den Mitteln der Unterschlagung vorzuenchalten such:. Wie hoch man in Deutschland »v-issenschastliche Forschung einschätzt, wenn ein Jude sie betreibt, ist a»:ch daraus zu erkennen, daß Maherhos trotz seiner epochemachenden Arbeiten aus dem Gebiete der Muskelphysiologie cs nie zu einer ordentlichen Professur gebracht hat, sondern an der völlig unbedeutenden Kieler Universität außerordentlicher Professor ist. > Auswüchse der Assimilation. Das Blatt der ungarisch-jüdische»: Assimilanten ist außer sich vor Freude, seine»: Leser»: die folgerrde Nachricht melde»: zi: köm:en. Der jüdische Gutsbesitzer und Gutsnachbar des Erzherzog Josef, Siegmund Betö, verheiratete vor einigen Tage»: an ein und demselben Tage beit Sohn und die Tochter. Dieses Doppelfest wurde mrter ßefonbercit Feierlichkeiten veranstaltet. Die Trauung vollzog Rabbiner Tr. Samuel Weiß. Nach dem rituellen Akt winden die beider: Ehen im Ten:pel erst vom römisch-katholische»: Pfarrer und dann vom reforinierteu Probst eingesegnet. Ter reformierte Geistliche betonte in seiner Rede, daß das Familienfest dieser Jude»: ein Fest der Torfbe^ »vohner aller Konfessionen sei. Vor kurzem erst protestierte, tvie »vir berichteten, anläßlich des letzten Katholikerltages, in Budapest ein hoher katholischer Geistlicher dagegen, daß in einer christlichen Kirche nach der kirchlichen Funktion des Geistlichen der resornnerte Pastor fungiere, n»:d nach ihn: der Rabbineo mit seinem „talmudischen Singsang" den kirchlichen Akt abschließe. Wir Haber: hier das Gegenstück. In beiden Faller: sind es Auswüchse der »viderlichen Assimilation, di« »:m so abstoßender wirken, als es sich immer um bezahlte Popularität handelt, die mit dem sogenannten konfessionellen Fricdesn ii: Ungar»:, »vie es das jüdische Assiinilantenblatt gerne hinstellen möchte, »licht das geringste zi: tun hat. Dem: trotz dieses angeblichen konfessionellen Friedens wird wohl der Rabbiner neben den Geistlichen der anderen Konfessionen bei den Freudenfesten der Reichen fungiere»: dürfe»:, aber der Sohn des Rabbiners wird »licht neben den: Soh»»l des protestantische»: Pastors und dem Sohn der Pfarrersköchn: auf einer und derselben Universitätsbank sitzen oder in einem und demselben öffentliche»: A m t tätig sein dürfe»:. Sie«» Lage lebendig begrabe«. Die englische Gmbenkatastrophe. J»n englischen Kohleirrevier ereignete sich, wie »vir berichteten, kürzlich eine ftrrchtbare Grubenübersch'.'^nnmung, bei der 61 Bergleute von der Welt abgeschlossen wurden. Fünf davon wurden nach neun Tagen völliger Finsternis aus ihren: Schacht 660 Fuß unter der Erde befreit. Nr:r a»n Wachse»» ihrer Barle jlcllteit sie fest, »vie die Zeit verging. Erst nach zäher Arbeit gelang der Hilssexpedition der Durchbruch zu den Eingekerkerten, die sich durch heftiges .Klopfen be»nerkbar »»»achten. Als die erste Oeffnr»»:g das Verlies der fünf Bergleute a»:fdeckte, da »varen sie ganz trunker: vor Freude. Sie war«»: noch erstaunlich frisch »»ach der »:eu»:tägigen Fasteirzeit. Es ist rührend, wenn ein englischer Berichterstatter erzählt, »vie die Fra»: des einen währe»:d der neu»: Tage das Kücherrfener nicht hat ausgehen lassen, damit ihr Mann, wenn er zuvückkäme, sei»: warmes Badewasser vorfindet. Einer der Geretteten beschreibt den Wassereinbruch; »vie sie bis "all den Hals in einem wirbelnden Wasserstrom standen; wie sie vor de,n Ertrinken den Lnflschacht fanden, wo gerade von obc»l frische L»:ft zugeführt »vurde; wie sie dort hinaufklettertc»: u»:d au der höchsten Stelle verharrten mit geschärften Sinnen, angestrengt ans jeden »nögllchrn Retümgston horchend. Nach ei»:er ih»»en endlos dünkende»» Zeit tappten sie sich zurück zu de»»: Wasser, in der Hoffnung, daß es trinkbar sei. Erst nippten sie vorsichtig. Und als sich feine üblen FMen M-.