Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1695 (2.11.1923)
- Date
- 1923-11-02
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980777--16647-3003580- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
*_WNi», gtriteg_Wiener Morgenzeitung. Irr unmoderne Sparfin» "Schon in Friedeuszeiteit fUmb Wie», int Rufs einer „lelchtsinnigelt" Stadt, schon damals wurde immer wieder der Vorwurf erhoben, wir lebten „über unsere Verhältnisse", und dieser Borwurf war, so weit er gegen Mittelschichten gerichtet tvar, keüteswegs unberechtigt. ES hat uns imtner der zähe Sparsinn gefehlt, jener Sparsinn, der den Pariser Neinbürger erfüllt, jener Spaosinn, der dm Tschechen hartnäckig uub unbeirrbar Kreuzer zu Krruzev legen läßt, jener Sparsinn, der nicht rechts noch, links' blickt und das Sparen als Selbstzweck, gewissermaßen l'art pour l'art, betrachtet. Aus diese Weise ist iit W.en wohl niemals gespart worden, ganz gewiß aber nicht in jüdischen! Familien, in betten die kulturellen Bedürfnisse zu stark waren und zu zwingend empfundcrt wurden, um die Kreuzer-Sparsamkeit durchdringen zu lassseu. Immerhin ivar man in Friedenszeiten, so weit ntan iu geordneten Verhältnissen lebte — sie mochten nun bescheiden oder behaglich sein —, doch daran gewöhnt, seine Ausgaben mit den Einnahmen in Uebercinstimmtutg zu halten, und außer dem hoffnungslosen Tunichtgut und Leichtfuß fielcs sicherlich niemandem ein, bei Anschaffungen über das Gleichgewicht in seinem Budget einfach hirrweg zu gehen. Tas aber ist jetzt die Regel geworden. Aus dem Vokabularium der allermeisten ist ein Wort gestrichen worden, das in fragen der häuslichen Oekonomie tonst an erster Stelle stand, das Wort: Einteilung. Namentlich bei Festangestellten beherrschte die dreimal heilige „Einteilung" das gesamte ivirtschafrliche Leben. Tie Hausfrau zählte die Kaffeebohnen, damit sie die einer sittlichcit Weltcwordnung entsprechende Zahl der Tassen ergäben, der Hausvater berechnete, daß , seine Verhältnisse ihm erlaubten, nicht nur ein Sonntags-, sondern auch noch obendrein eilt TolUterstagsrancher zu sein. Einmal im Monat besuchte niall das Theater, die Sommerreise dlirsre einen genau bestimmten Betrag verschlingen, das Tanzvergnügen, die Kleidung, das Kaffeehaus ebenfalls. Wer besondere Sehnsucht nach einem kostbaren Buch, nach einem Trieder- Fernglas, nach einem neuen Klavier empfand, der erstand den Schatz durch Ratenzahlungen, die sich aut viele Jahre erstreckten. Tie Raten-,ahlnugeu und ihre seelischen Voraussetzungen hat::ns der Krieg abgewöbm, radikal und energisch, wie es feine Art ist. Die sprunghafte Teuerung führre zu Angstkäufen, bei denen alle Welt keinen anderen Wunsch katmte, als möglichst viel Geld in „Ware" ninzusetzen. Man kaufte, nicht um eiiteu Gegenstand zu erwerben, sondern tim den drohenden Okldentwertnng zuvor zit kommen, man kaufte, um Geld los zu werden. Ter Rausch des Kausens ergriff Männer wie Frauen und beschleunigte den Prozeß! der Geldverachtutrg. Hatte man zuerst intr den seit Großvaters Zeiten geprieseneit „Respekt vor dem Kreuzer" verlernt, so verlernte man in rasender Hast atich den Respekt: vor dem .Hunderter, dem Tausender, ja sogar vor der' Million. Nicht nur ans oer gemeinverständlichen Erwägung, daß mau das „Geld net fresse», kann", sondern auch aus der noch viel verständlicherert, daß matt gegebenen Faltes dafür nicht einmal etwas zu „fressen" bekommt. Liegt uns aber einerseits der Teuerungscho! noch in allen Gliedern, so sind wir andererseits, so paradox das auch klingen mag. niemals rvelliger geneigt gewesen, uns zu Entbehrungenzu bequemen als jetzt. Vielleicht ist es der Rückschlag auf die Zeit, da der Tag mit Entbehrungen gepflastert war. Jedenfalls ivollcit lvir jetzt alle nicht meyv verzichten. Menschen, die geradezu Virtuosen der Genügsamkeit waren, fordern gebieterisch ihren Anteil an den Annehmlichkeiten uub Genüssen des Daseins. Das Rechnen und „Einteilen" ist gänzlich aus der Mode gekommen^. Es habert sich dabei leider allzu oft empfindliche Rechen-, fehler eingeschlichen und wir sind gegen diese Art? der. Mathematik mißtrauisch geworden. Man kaust, so lange Geld in der Tasche ist, rnan kauft, ohne Rücksicht auf die Notwendigkeiten der nächsten Monate zu nehmen. Es ist. zwar keine Kohle für den Winter im Haus, aber die Hausfrau kauft sich doch neue Abendschrche, ihr Mann bestellt sich einen Bücherschrank mit Patentschloß, wie er ihn bei einen Freund gesehen. Beides „muß" ntan doch haben, ob dann die „Enden zusammen gehen", ob die Rechnung stimmt, das wird sich schoit noch zeigest. Mit der Kohle verläßt man sich auf den Anschaffungsbeitrag, das Kohlenpauschalc, ans irgend eine Hilfe, die schort kommen wird, auf den Traum von der „Aktion",^.en der Wiener allzu * lauge geträumt. Trotzdem das Spareu jetzt ivieder zweckdienlich wäre, bequemt sich fast niemand dazu. Unser Mißtrauen ist noch zu groß ttttb unsere Genußsucht ist zu. stark geworden.: Auch wirkt der ungeheure Reichtum, der oft genug allzu deutlich zur Schau getragen wird, abschreckend auf die „kleinen Sparer". Tenn die Lesebuch-Erzählungen von dem Knaben, der verbogene Nägel sammelt und schließlich ein Großkausmann wird, sind gründlich überholt. Die Riesenvermögen von heute sind alle nicht auf dem Wege über gerade geklopfte Nägel erworben. Das Sparen, das Pfennig zu Pfennig legen, ist aussichtslos geworden. Dia Frau am Herd fühlt das und rührt einen Löffel Fett mehr iit die Speisen, der Beamte fühlt es und wirft die „Aermel-. schöner" iu die Lade zurück, die Jugend fühlt es, der der Gedanke des Sparens fremd geblieben ist, und lacht zu den Ermahnungen zeitsremder Alten. Vorläufig hat es den Anschein, als wäre der Spargedanke unheilbar kompromittiert, ein Schaden für die Volkswirtschaft und Moral, der kaum hoch genug veranschlagt werden kann. Sparen ist unmodern geworden und es'wird lange noch währen, bis auch auf diesem Gebiet die Parole lautet: limstnien K- M. Letzte Nachrichten. Ler Vertrag mit Krupp unterzeichnet. Düsseldorf, 1. November. Die Vertreter der Alliierten haben mit Krupp ein endgültiges Uebereinkommen betreffend die Wiederaufnahme der Arbeit in sechs ^ocfjen unterzeichnet: Irischer Proteststreik. Dublin, 1. November. Zum Protest gegen die Nichtfreilassung der politischen Gefangenen wurde heute ein 2 4 ft it it b i e x Streik proklamiert, durch den d-er Hake nbetrieb vollständig stillgelegt ist. Die englische« Neuwahlen. London, 1. November. „Daily Expreß" will erfahren habe», daß die Regierung im Jänner 'Neuwahlen vorzunehmen beabsichtige. Die Wahlparole werde die Notwendigkeit von T a r i f v e r ä n >de r u n«ge n zur L ö s u u z de s Ar b e i r s l ofe n p r o>bl e m s sein. Sprechende Films. Aus Berlin wird gemeldet: Ten Mitgliedern des Vereines Berliner Presse wurden sprachen de Films vorgeführt, das Ergebnis fünfjähriger Arbeit der deutschen Ingenieur« Vogt, Massolle und Doktor E n g'l. Es, ist ihnen gelungen, die S t i m nt e neben dem Bild attf dem F i l m b a n d zu f i x i e r e n, so d'aß die zeitliche U e Ü e r e i n st i m m u n g ustbedutgt g ew ährleist et ist. Tie Schalftvellen werden ohne Verwett du ng einer Membran in elektrische Wellen veowaudelt, die dazu dienen, das Licht einer elektrischen Lauche im Rhythmus der Schallwellen in Zuckungen ztt verse.tze-tt. Diese Lichtzuckungen erscheinen als dickere oder dünnere, mehr oder weniger weit auseinander entfernte Streifen aus dent Fklmbande. Tie Vorführungen siizd glättend verlaufen. Tieru rt d M e n s ch e n st i m m e n, A n s p r achen und muss ka-l i sche Vorträge wurden in formvollendeter Weise wtedergegehem Ae bnlgarischr» Hakentreuzler. In der btttgarischen Konterrevolution spielt auch ein gewisser Georgie Boschkow eine blutige Rolle, der an der Spitze von Mazedoniern und Wrangetl-Koso5en die Bauern- Unruhen in Südbulgarien niedergeschlagen hat. Dieser Boschkow ha: im Herbst 1922 in Wien eine bulgarisch-arische Studentengruppe gebildet, die mit den Hakerckrenzlern in Verbindung stand. Boschkow hatte in Klosterneuburg einen jüngeren . jüdischen Studenten aus Bulgarien mißhandelt und sich dann der Bestrafung durch die Flucht entzogen. Die Hakenkreuzler sind überall gleich. Re Jahrhundertfeier der Hieroglyphen. Die Jnschrifttafeln von Rosette. Vor hundert Jahren, im Oktober 1823, hatte Packs Mve große Sensation. In einer Sitzung der Pariser Asiatischen (Gesellschaft be-vichtete Herzog Lauis Philippe von Orleans über ein Entdeckung ÄeS Alteirtumsforschers Ehampoi l'iou, durch welche es chm geLu>ngen sei, in die Geheimnisse der -Hieroglyphe" Änzuldnmgen. Di-eise denkwürdige Sitzung der frainyösifchen AsiaBschen Gesellschaft gckt als Ort und Datum der Entstshung der modernen Aeyhpto-logie, der wir seither'so Visse wichtige Aufschlüsse über bis dahin umibekatmte oder mtverstäMich gWidbene Kulltttvvüberrriste aus den Jahrtausettdein des Mermnts vord-anlken. Beikauntl-ich befanden sich in der Begleitung Napoleons, «als «er in Dlegypten wMe, muh zahlreiche Gslchrte. Einer dieser (Mchrten, ein Ingenieur, fand in der Nähe von Rosette eine Gvansttafel mit dvei verschiedenen Inschriften. Ditz griechitsche Inschrift war 'bald entziffert. Sie erzählte, daß die ägyptische Geistkichtsit im nemtüen Regiemntgsjahr des Königs Ptolomäus Epiphanus (etwa 190 Jahre von unserer Zeitrechntmg) gewisse Ghrenbezeiguivgm fitr dm König gmchm'igt halbe und daß dies« Konzess-ion sowohl in gviechischor als auch m der heilligen Sprache in Stein graviert wurde. Die Gelchrtan evk-amvten sofort, daß sich chnen hier om Schlüssel für die Euiziffer-tvNg der Hiewglhphe-nsch'rist ibiete. FmchMsettid Jahre lang hatten sich die Asgypter dieser heiligen Schrift bedient, von welcher unzählige DolumMt« bis auf unsere Zeit erhNWm blieben. Die Aegypter waren übechaupt vm schreib« seliges Bock. Die Mauern der Tempel und der ricksenhaften Grüfte, di« Stvüuen der Götter, die hsitigen Schränke, die Belhä'lter tMd Gefäße, ja feW die Stück«, auf die sie sich stützten, und die zahllofcn Pergamentrollsn, die Papyri, alles war mit Hieroglyphen übersät. Die ^Zeichen dieser Schrift bestanden ans stehenden Männern- und knienden Frauenf,iigu>ve.n, GötterlbMnissen, phamastischsn Figuren, Deilett des menschliche^ Körpers, wilden und Haustieren, Vögeln, Fröschen, Schlangen, Fischen, Raupen, Pflwnzen trüd Früchten. Himmel lwtfo Erde, Häuser und Schiffe, Waffen u,uid Geräte, geometrische und andere Figuren bildeten gleichfalls Schviftgeichen der Hieroglyphen. Ntan hatte etwa dveitaiuseüd verschiedener Zeichen tmd Bilder sestyestellt, äber das Systam der Schrift blie!b ein verschlossen'«8 Geheimnis. Die Freude der Gelehrten, als sie diese droisprachige Dafeil fandett, war dccher schr begreiflich. Die Freude der Fvanizosen war -jeidoch nicht von langer Dauer. Napoleon mttßte nach Frankreich zuvück, der Täfclfunid von Rosette geriet in dem Besitz der Errgläntder mid gehört auch heute uoch zu den Schätzen des British Mus-euim. Di« Lösung des Hiero« gty-pl?en-.'ätse>s ging aber trotz alledem nicht so leicht vouüatt-.n. \ 2. Noivernher 1928 Nr. 1698 wi-e inan gc'hofft hatte. Erst nach zehn Jahren Wlang es dM schweidischen Diplomaten Akerblaid, die Bchöutung von, zchA -Worten ckMvandM festztistellcn. Die HanPtfchwreviiMt Ve« st'aüd darin, daß rnan iticht wußte, ob die Hlevogjlyphsit B at ch stabe u da-rstellott oder Zeichen sin!d, von deinen jedes ein bestimmtes Wort bedeutet. Erst anfingS der Man- , ziger Jahre des vorigen Jähchimidvrts gelirng es Champ rlikon, das Rätsel der Hieroglyphen restlos zu lösen. Mt Hilfe einer Inschrift auf einer anderen Dasetl fanld er dem Sehlüsfel ztt allett anderen 'Inschriften. Diese Jüschvift enthielt, uutrchmt von einein Kranz, ^vei Gruppen der ägyptischen Schrift'zeichen. Die erste Hteroglyphengrtippe war schon aus der Tafei ' von Rosette bekannt uüd bedenttete den Ncmten PtoliouräuS. Champillmt stellte nun fest, daß die zjwöite Gvtippe ,Meopatm" bedeutet. Fast ans Rouratchaste grenzt der Kampf, den der gelehrte Ehampillon mm den HieroglyMenMüssel durchguimachen hatte. Eines Tages trat er aufgeregt in sein im Institut de France befinMches ArbeitAzintmer, warf ein Büulde^l Papier ants den Arbeitstisch und schrie: „Jetzt Hab' tch's!" Daun brach er, am ganzen Körper zitternd, bewußtlos lzusamnratt. Es dauerte utchrer« Tage, bis er wieder das Bewußtsein erlangte. Nocl) attf seinem Kranketilager machter er Mitt-etlu.ngdn über seine Entdeckünig. Nur wenige begriffett gleich deren Bedetttung. Unter diesen wenigen besmtd sich auch Alexander v. Humboldt. In jener deMvütL-igett Sitzung der Astatischen Gesellschaft imirden die Ergetbüisse d-er Forschungsorboit khainpillons zum ersten Male vor die große Oeffe»Mich'k-e.t-l Mrachi. Ter Richtigkeit der Feststellungen Chmnpillons wurden anfa-nys große Jtvckfel en-tgegeatHüs-etzt, die Folge hat ihn jedoch recht gegeben. Dank sckner Abbeit sind die Hieroglyphen ein offenes Gchsimnis und damit ist eilt er «der ivichtigsteu Zugänge zur Keurttnis der ältesten Mcnsck. hei'^-" -, e blotzigeleyt. Mrs Mische Kind. Der Verein „Jüdische Kinderfreunde". Von Frau Leonore Smolrnski, der Witwe Perez Smolenskis, wird uns geschrieben: Mathilde Weideufeld, jetzt Frau Dr. Vogel bannt, die Hauptbsgri'mderin. und pädagogische Leiterin des Vereines „Jüdische Kinderstennde", ist vor einigen Tagen nach Palastitta verreist. Bon allen, die diese auf dem Gebiete jüdischer Kindererzrchtmg so erfolgreich wirkende Frau geliebt und geschätzt haben, sind es hauptsächlich die jüdischen Mütter, die ihr Dank schulden für >die ihren Kindern entgegengebrachte Liebe und die Mühe, diese zu guten Jttden tmd nützlichen Menschen zu erziehen. Bei dieser Gelegenheit müssen die jüdischen Frauen daratt gemahnt werden, dem Bereme „Jüdische Kind erfreu n de" mehr Zeit-und volles Interesse zu widmen, die Frauen, die gewiß dabei sein wollen, wenn es sich um das Wohl des jüdischen Kindes, auf das sich unsere Zukttnft baut, handelt. Im Sekretariat der Kinderfreundc, 2. Dez., Obere Donaustraße 91, welches gleichzeitig an eine der Heimstättett tmd an einen der hebräischen Kinidergärtett angegliedert ist, ist der Beitvrtt anzumelden, ebendort kderden Spenden für unsere kleinen Schützlinge entgegengenommen. Beim Besuche der Heime könnett die jüdischett Frauen bewährte pädagogische Kräfte finden, die den Kindern nicht bloß Nachhilfe in den Schulgegenständetr und Unterricht im Hebräischen erteilen, sondern auch bemüht sind, den Kleinen Gesang und Spiel beizubringen. Attch für kräftige Kost ist gesorgt, und liebevolle Behandlung lassen die Kleinen das oft vermißte Elternhaus vergessett.?lbe>r nttr atts vereinten Kräftmt kann das schöne Werl gesichert, können die Schwierigkeiten überbrückt werdett, welcbe die Erhaltung solcher Heime iit der jetzigen Zeit darbietet. Jüdisches Mädchenabendheim. Jtn jüdischert Müdchett. abettdheim, 2. Bez., Obe-re Donaustraße 91, 2. Stiege, 1. Stock, werden noch Miiidchen int Alter von 14 bis 20 Jahren ausgenommen. Es werden Kurse abgehalten in Schneideret, Modiftevei. Handarbeiten. Hebräisch. Englisch, Literatur, Kulturgeschichte nsw. Aufnahme täglich mit Äusnahnte von Freitag von halb 7 Uhr bts dreiviertel 9 Uhr äbettds im Heim. Hilfe für Kinder des deutschen Mittelstandes. Der "tuet dem EhrenpräsMtin der Frau Gha-rlobte Königs wart er und Hein Präsildium der Frau Reäim Ulmanun stehende Bcr- Äand von WoMahrtsdereinen hat «me HMscv'ktivn für dontsche Kinder, namenttich solche aus den Familien des verarutien Miit>el!sta-ndes und pejs-onders geistiger Arbeiter, ins Leben P,'.- Unfen. Die Kinder werden in dom von Sophie G r ii n f e I d «Mterckchteten He-im des Ferienheims in Bös-lau und in Privatfaimil'ien aüf vier Wochen als Be&e Gäste geladen. A!tiß«rdönt werden L-chensmi'ttolParete, nach Ttm'lichk-rn auch Kleider und Wäsche, verschickt werden. Da die „weibliche Fürsorge" seit Jahren mit den SchiwestorvevainigMigon in Dentschlaich in FWnujg steht, die die. Bortoitungein und di« Auswahl der Kinder jiibernchtnen, so bietet diels« Mion die Gewähr. daß sie den sonst schwor au evsiasseniden Kreiselt des von tiesstsm Elend erdritcktet!, aber vorschämtett MÜttvlstaudes zttgnte konturt. Alle Menschenfreunde, nomeMich auch die in Wien lebenden de.tttischen Reichsattgchörigen, werdett-. gebet«tt, sich^ an der HUSaM-on ->t beteiligen ttttld ihre Spenidert au das "i.-ost- -erlagskont-o der Fürsorge (162.850) zjtt settden. Aniituid.-itgen von PvWaWmMn iu Wiett oder Wiens nächster Umgt'b.ing, die geneigt wärett. ein Kind ztt Abernchmen, -werdett an die VikepvAidentnt-nrn Fm-tt HerntHue Kadi sch, 7. Bap, Umdenigasse 32, oder Margarethe Grüttwald, L. Bc'z., FerdtwanWraße 23, Meten.__ Sie Kahlenbergbahn liegt weiter ftfil. -Aintlich wird genteldet: In der Oefsentlichfei! war wiederholt davotr die Sprache, daß wegen der W i c b e r ausn ah m« des Betriebes der Kahlenberg bahn, ce ziehuttgAweise wegen der Erneuerung der hierzu ersordetH - Konzession von verschiedenen Jnteresseiltengrttppen Tcvlunge-n mit der Regierung eiugeleitet worden seien. . MMtlltgen sind jedenfalls verfrüht, da die Regieru-... Adfchiuß des .utfolge der B e! 0) w e r d e der : .. — mm