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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-01 · Heft 1694 (1.11.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1694 (1.11.1923)
Date
1923-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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vrr. Mv« .tarn, «jroraTgwg 1 AdovenEer 1988 SeST’ Me genttalstelle für Wische ftziale Fürsorge. MerS- und Krankenfürsorge. — Ein jüdisches Jugendamt. Bor kuvzorn hat die Neukonstttuievung der seit dem Jahve 1908 im AmtsgMude der Wiener Kultusgemeinde und unter Patronanz derselben bestehenden Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge auf Grund behördlich genehmigter Statuten stattgesunden. Das Kuratorium ist nunmehr aus zehn von der Delegierten'vevsarnmlung der jüdischen Wohlfahrtsvereine gewählten und 14 vom Vorstand der Kustusgemeindie ernannten Mitgliedern zusammengesetzt. Derzeit gehören dem Kuratorium an: Präsident I. Wachtel, die Vizepräsidenten Kommerzialrat Karl Klempere r und Regine U l m a n n, Anton Beck, Oberrabbiner Dr. H. P. CHajes, ,Dr., Ernst Friedjung, Börsenrat Ignaz G l ü ck, Oskar Goldschmied, Direktor Leopold H e r z, Max H o f L a u.e r, -Hans K o h n, Obermedizinalrat Dr. S. Krüger, Dr. Hermann Low, Josef M a y, Leopold Otto, Regine P i ck, Franko R i tt e r m a n n, Kommerzialrat. S. R o s e n z w e i g, Medizinalvat Dr. I. S a m u e l h, Isidor Schwarz, Helene Stein, Hosrat Rudolf Taussig, Helene Vogelbaum. Die..Hauptaufgaben der Zentralstelle sind: Organisation der Fürsorge und praktische Fürsorgetätigkeit. Die praktische Fürsorgetätigkeit wivd durch die von der Zentralstelle errichteten Zweckverbände (Alterssürsorgeverlband, Kuvverband, Bekleidnngsverband, Jugendfürsorgevevband) geübt, in welchen die auf den einzelnen Fürsorgegebieten nach gleicher Richtung tätigen Wohlsahrtsvereine zu Arbeitsgemeinschaften vereinigt werden. Der A l t e r s f ü r s o r g e v e r b a n d gewährt fortlaufende Monatsrenten an würdige, unterstütznngsbedürflig« Alterspersonen, insbesondere des Mittelstandes, 'der K u r v e r b a n d erhält das Hospital für Lungenkranke in G l eichenberg und gewährt Verpftegsbeiträge für Aufnahmen in Heil- und Kuranstalten, der Bekleidungsverband sorgt für die Bekleidung dürftiger Schulkinder und un-ter Mitwirkung des Jugendfürsorgeverba n des war es möglich, im abgelaufenen Sommer zirka 500 unterernährten Kindern einen Echoluirgsaufenthalt in Ferienkolonien zu beschaffen. Nach Sicherung der rechtlichen und finanziellen Basis, die durch die Neukonstituierung bezweckt wurde, wird das .Kuratorium mit erhöhtem Eifer daran schreiten können, alle aus den: Geibiete der jüdischen sozialen Fürsorge in Wien tätigen. Kräfte im Rahmen der. Zentralstelle zusammenzufassen und durch Ausbau 'der bestehenden Verbände sowie durch, zweckentsprechende neue Einvichtuugen die Grundlagen zu schaffen für intensive und planmäßige Fürsovgetätigkeit. Besonders dringend ist gegenwärtig der Ausbau der Jugendfürsorge. Tos Kuratorium hat daher über Anregung des Knltusvorstandes beschlossen, unverzüglich an die Errichtung eines jüdischen Jugendamtes zu schreiten, welches die Aufgabe haben soll, einen ständigen W a chu n d R e t t u u g s d i e:: st für die jüdische Jugend einzurichten und unter Mitwirkung der Kultusgemoinde und im Einvernehmen mit den bereits bestehenden öffentlichen und Privaten Füvsorgestellen durch rasch eingreifende Rechts-, Gesundheits-, Erzie.hungs- und UnterhaltSfürsorge von den jüdischen Kindern die mannigfachen Gefahren urtb Schäden abzuwenden, die ihnen infolge fehlender oder unzureichender Pflege in der Familie drohen. Ausgabe dieser Fürsorgestell« wird es auch sein, der höchst betrübenden Erscheinung vorzuberlgen, daß, wie es leider nicht selten vorokunnt, jüdische Kinder durch Unterbringung bei nichtjüdischen Pflegeparteien oder durch den Erziehungseinifluß in mchtjüdischen Heimeil dem Judentum entfremdet werden. Es muß dankbar anerkannt werden, daß die Kultus g e in e i n d e sich bereit erklärt hat, die Arbeit der Zentralstelle durch eine namhafte Dotation zu unterstützen, aber eine so umfassende Füvsorgetätigkeit erfordert reiche Mittel, die nur durch opferwillige M i t w i r k u n g d e r w e i t e st e n j ü d i s ch e n K r e i s e beschafft werden können. Es ergcht daher an die jüdische Oeffentlichkeit der dringende Appell, das geschilderte Hilfswerk der Zentralstelle mit allen Kräften zu fördern, und es wird zu diesem Zweck um Einsendung von Spenden an die Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge, 1. Bez., Seitenstetteugasse 2 (PostsPaÄassönkonto Nr. 131.814) gebeten. Mer Millionen „primNver" Mensche« der Vereinigten Staaten. Die Schnapsfarmer in Georgia. Allgemein herrscht die Vorstellung, daß in den Vereinigten sraaten außer den kärglichen Ueberresten der Indianerstämme die gesamte Bevölkerung in den fortgeschrittensten für Amerika symptomatischen zivilisatorischen Verhältnissen leben. Es gibt jedoch nicht weniger als vier Millionen Einwohner in den Vereinigten Staaten, aso etwa vier Prozent der GefcmltbsvMerung, die in einem sehr wichtigen Teilt der Vereiniigk'n Staaten, frischen Virginia und Nordalcchamba, in so primitiven Verhältnissen leben wie sie vor zweihundert Jahren, noch lange vor der Unabhängigkeitserklärung der Union, herrschten. Sie leben in den wilden Gebirgen dieser Gegend fern von den Eisenbahnlinien, fern von dem brausenden Zivilisationsstrom des zwanzigsten Jahrhunderts, der ihnen auch nichts anhalben konnte. Sie keimen kein geschriÄbwes Ge- Ser Arierparagraphim KSrpersPortverband Mausen n«i> Rassenreinheit. Das gute Beispiel, daS die Sektion Austria des Mpenvereines gegeben hat, hat schon Nachahmer gesunden. Trotzdem die Einführnng des Arierparagrapheu die Austria mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder gekostet hat, da nicht nur die jüdischen, sondern auch die anständig gesinnten christlichen Mitglieder der Touristi^im Zeichen des Hakenkreuzes den Rücken kehrten, fühlt sich nun auch der geistesverwandte Oesterreichische Skiverba u d bemüßigt, für die Rettung des Skisportes im Wege der Judenvertreibung einzutreten. Die Folgen dieses Zwiespaltes wird zwar nur er zu. tragen haben, da es ihm so ähnlich gehen dürfte, wie der Austria, die infolge von Geld- und Mitgliedermangel kaum mehr imstande ist, ihre Hütten zu erhalten und vor dem Zusammenbruche steht. Bier Vereine, denen die Reinheit des Sportes höher steht als die Rassenreinheit der Klnbmitglieder, gründeten einen neuen Ski der band, der den Namen Allgemeiner österreichischer Skiverband führt, und dessen Statuten bereits genehmigt wurden. Der Präsident dieses neuen Verbandes, Herr Dr. Gustav Klein- Doppler, berichtete diese Tatsache dem österreichischen Hauptverband für Körperspo rt und teilte gleichzeitig mit, daß der neue Verband am 27. November seine gründende Hauptversammlung abhalte. Dieser Umstand gab der unter der Leüung des groß« deutschen Wahlwerbers Rechnungsrat Pfeifer tagender Ausschußsitzung die willkommene Möglichkeit, sich um dai klare Stellungnahme in dieser Frage herumzu drücken? Es wurpe ttä.rn'lich die Entscheidung, ob der alte oder der neugegrüudete Verband zur Vertretung der Interessen deä Skisportes berechtigt sei, bis auf den Zeitpunkt verschoben, da das Ergebnis der Sitzung vom 27. November bekannt sein wird. Ueberdies wurde auch erwähnt, daß nur.! den einzelnen Vereinen ein Jahr Zeit zur Einführung des Arierparagraphen gegeben habe und auch noch ihre Entscheidung iuwüvuv müsse. ' Viel Freude an dem „rasseureineu" Skisport wird der Oesterreichische Skiverband nicht haben, denn die ineiste» in dieser Organisatton zusammengefaßten Vereine haben von der Frist von einem Jahre keinen Gebrauch gemacht, sondern haben es vorgezogen, die touristischen Rassenschützer allein zu lassen. So sind aus dem Skiverbaunicht nur der T o u r i n g c l u b, O e st c r r e i ch i s ch e r Wintersportklub, Oe st e r r e i ch i sch e r S k iv e r e i u und einige andere namhafte Wiener Vereine sowie ein;' ganze Reihe von Provinzklnbs, mit dem Skiklub Sankt- Gilgen und dem Wintersportverein irr K i tz b ii h c l au der Spitze, ausgetreten. ■■■■raaHMMNBgnMaaBHanHDHMMMBMMsmHBnnBaMm F^Maison GichneFlk orig, Pariser Modelte in Damenkleidernt Mänteln und Kostümen Vorführung ohne Kaufzwang Massanfertigung* binnen 48 Stunden Tel, 71!II Vf, Mariahilf erstr, 37, J, St. ' vis-a-vis (Stiftskirche On parle frontal» ßnglUh »paktn W setz, sond.'rn das Gewohnheitsrecht, urrd den Bergbewohnern gegenüber sind die Behörden, die Sheriffs und khve Polizeiorgane machMs. Die Bewohner der Berge halten selbst Zucht und Ordnung untcrei-nander ,md sprechen selbst ihr Recht, manchmal auch — mit dem Messer. Einer Auflehnung gegen das Gesetz verdanken diese Bergsiedlrmgen auch ihre Entstehung und Unabhängigkeit. Eines der ersten Gesetze, welches der amerikanische Kongreß beschloß, war das Gesetz vom Jahre 1791 über die Brantweinsteuer. Da die Farmer im Gebirge infolge der schlechten Wege ihr Korn nicht in den Handel bringen konnten, so brannten sie Schnaps daraus, ‘ der bei ihnen als Z a h ungsinittel galt. Als nun die Brantweinsteuer eingeführt wurde, bedeutete dies eine ruinöse Schädigung für die Farmer. Es kam zum sogenannten Whisky-Aufstand. Die Farmer vereinigten sich und überfielen die Steuereinnehmer. Freiheitszeichen und rote Fahnen kennzeichneten die Aufständischen. Präsident W a s h i n g 1 o n ließ mit 12.060 Soldaten den Aufstand unterdrücken. Die Farmer entflohen ins Gebirge und brannten dort frei und ungestört ihren Schmps; dies tun sie bis zwm heutigen Dage. Im Gebirge vergraben, konnten sich diese Bewohner Amerikas zivilisatorisch nicht entwickeln. Sie wohnen noch heute, in Hütten aus Baumstämmen, die aus Sicherheitsgründen keine Fenster haben. Fabriken und Werkstätten kennen sie nicht, jeder Farmer ist zugleich Schneider, Schmied, Schuster, Müller und verfertigt alles, waS er braucht. Adel und Klassenteilung kennen sie nicht, um Lohn arbeiten wollen sie nicht, so daß es unmöglich ist, sie in die Fabriken oder Bergwerke zu locken. Ihre Farmwirtfchcrft ist ganlz Primitiv. Die Felder werden mit hölzernem Gerät bearbeitet. Wenn auf einem Landstrich der Baumwuchs entfernt werden soll, so schälen sie die Rinde der Bäume ab und warten, bis der Baum abstirbt. Sie arbeiten mit altmodischen Spindeln und Webftühlen und verfertigen auch selbst die Kleider die sie tragen. Das Korn wird zwischen zwei Steinen gemahlen genau wie in der Urzeit. Die Bewohner von Georgia lasten ihre Mädchen früh, gewöhnlich rm vieuzchnten Lebensjahre, heiraten. Schulen gibt es wenige und die Kenntnis -es Leiens und Schreibens ist ein seltener Vorzug bei den Bergbewohnern. Tötung des Feindes ist, wie bei allen primitiven Stämmen, Lein Verbrechen. Die Bergbewohner kennen keine Zeitungen, der Postverkichr ist schr schwach, Briefe kommen ein- oder zweimal rm Jahre. Gegen Fremde sind die Bergbewohner sehr gastsveundlich; von ihnen lasten sie sich auch die Neuigkeiten erzählen. Die Einrichtung ihrer Wohnung ist ganz primitiv, sie werden mit Kienholz oder Mit Lampen beleuchtet, wo ein einfacher Dochtsaden in Schweinefett brennt. Petroleumlampen sind selten zn finden. Als der Bürgerkrieg im Jahre 1864 ausbrach, waren die Bergbewohner die einzigen unter den Südstaaten, welche sich gegen die Sklaverei aussprachen Sie haben auch nie Sklaven gehalten und sich nie in Sklaverei bringen lassen. Auch jetzt -Men sie keine Herrschaft Über sich, weshalb sie sich auch nie in Lohnarbeit verdingen. Gegenwärtig bricht sich in dieser Gegend die Zivilisation durch die Hofgesellschaften und Elcckdri« Mätsvnterwchmiungen, welche die Flüsse der Gegend fiir' elcikirische > Kraft ausnützen wollen, Bahn, und es wird wohl nicht lange dauem, bis die Bergbewohner, welche im achtzehnten Jahrhundert stehen gelblieben sind, die recht zweifelhaften Segnungen des zwanzigsten Jchchundorts genießen werden. * Zionistische Bezirkssektton 12-15. Bei der jüngst ab> gehaltenen Generalversammlung erstattete der Obmann, Herr Oskar Goldschmied, «einen -Bericht/ in welchem er daraus hinwies, daß zum erstenmal seit dem Bestände Iber Zionistischen Organisation das Wiener Judentum sich bei den Wahlen w einem aemeinjswmen Vorgehen geäima>t habe. Wvmr auch die Erfolge hinter den Erlvartungen zurückgeblieben seien, so handle es sich um einen vielversprechenden ersten Versuch, der sich auch in den westlichen Bezirken bewährt habe, und es -werde die Aufgabe der Sektion sein, an twm A u L b a u dieser Einigkeit mitzuwirken. Was die Leistungen der Sektion anlangt, so ist in erster Reihe auf die Errichtung der hebräischen Schule hinzuweisen, die von 67 Kindern besucht wird und im Unterricht der hebräischen Sprache, Bibel, jüdischer Geschichte und in allgemein jüdischer Unter« Weisung die besten Erfolge aufzuweisen hat, so daß zwei weitere hebräische Schulen in Breiiensee und Hietzing errichtet wurden, die sich gut bewähren. Mit besonderem Stolz ist des von der Sektion geschaffenen jüdischen Kindergartens zu erwähnen. Weiters wurde eine Reihe von Vorträgen urÄ» jüdischen Feiern abgehalten. Nach, Genehmigung des Berichtes wurde der frühere Ausschuß wiedergewählt. Zum Parteitag wurde Herr Oskar Goldschmied, zum Ersatzmann Herr Aufrichtig delegiert. * Generalversammlung des Jüdischen Echulvereines. Die Generalversammlung des Jüdischen Schulvereins findet Donnerstag den 8. d. um 6 Uhr abends im Festsaale des Jüdischen Realgymnasiums, 2. Bez., Castellezgaste 3b, mit folgender Tagesordnung statt r 1. Tätigkeitsbericht des abtreteuden Ausschusses^ 8. Finanzbericht, 3. Berichs der Revisoren, 4. Wahl des neuen AuSschuffeS, 5. Statutenänderung. — Die ordentlichen Vereinsmitglieder werden ans diesem Wege zur Generalversammlung eingeladen und um pünktliches Erscheinen gebeten. Sollte .die Generalversammlung wegen zu geringer Beteiligung nicht zustande kommen können, so wird dieselbe im Sinne des 8 87 des Vereinsstatutes für denselben Tag, eine Stunde später, das ist um 7 Uhr abends, einberufen und wird diese neuerliche Generalversammlung ohne Mcksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig sein. * Keren Kajemeth LJsrael (Jüdischer Nationalsonds). Thoraspenden. Aus einer ganzen Reihe von Bethäusern, Tempeln und Minjanim sind die Thoraspenben von den hohen Feiertagen und Sukkoth noch nicht eingegangen. Wir ersuchen daher die betrefftnden Verwaltungen, dies raschest nachzuholen und unsere Freunde, die in 'den verschiedenen Bethäusew Vorstandsmitglieder sind, auf die Erledigung zu -ringen. * Bau eines Mittelstandswohnhauses der Gemeinde. In HernalS. Ecke Hernalfer Hauptstraße und Bergsteiggasse, wird die Gemeinde Wien auf den Grundmauern eines im Jahre 1914 steckengebliebenen Baues ein Mittelstands wo haha ns errichten. Dieses Gebäude soll jenen Kreisen dienen, die auf ein gewistes Maß von Wohlkultur W6rt legen, jedoch nicht in der Lage sind, sich eine Hausgehilfin zu halten, die sogav noch auf den Miterwerb der Frau angewiesen sind. * Elfte österreichische Staatswohltättgkeltslotterle. Am Silvestertage findet «die Ziehung der elften Staatswohltätiqkeitslotterie statt. Der Spielplan enthält 25.000 Gewinne in barem Gelde rm Gesamtbeträge von 1,5 Milliarden Kronen; dev erste Haupttreffer wurde auf eine halbe Milliarde und der zweite Haupttreffer auf eine viertel Milliarde Kronen erhöht; der kleinste Gewinn ist mit dem Doppelten des Losproises, der 10.000 K. beträgt, festgesetzt. Mit der Ausgabe der neuen Staatswohltätigkeitslotterielose wird anfangs November begonnen. meine «hroiül. — Der Kampf gegen das Kokain. Die Lo n d o n >: v Polizei beabsichtigt, rm kommenden Winter den Kampf gegen den Handel mit Kokain und anderen giftigen Medikamenten mit allen zur Verfiignng stehenden Kräften aufzunehmen. Für diesen Spezialzweck ausgebildete Beamte werden an allen englischen Hafenplätzen ein besonders wachsames Auge auf alle verdächtigen Schiffe haben, und auch der Handeltreibende im Londoner Westend wird das Dauwkles- Schwert der Polizei über seinem Kopf zu spüren bekonnneu. weil jedem exemplarische Bestrafung droht, der bei diesem Händel ertappt Wird. Es wird allerdings zugegeben, daß die Leute, die bei dem verdammuuc?-würdigen Geschäft längst reich geworden sind, schwer, gefaßt werden können^ imfr es wird, wie es früher war, in den meiswn Fällen, auch jetzt wieder passieren, daß man nur den ausübenden Mittelsmann dem Zuchthaus znfuhrt, während die gcheimen Inspiratoren des lastervollen Gewerbes - leer ausgehen. Das Hauptaugenmerk wird vwl 'der Polizei auf die Hasenplätze „gelegt we^>en, weil von dort aus nachweislich enorme Quantttäten der schädlichen Chemikalien heimlich in das Land wandern und jene versteckten Lasterhöhlen speisen, in denen heute Viole Merrschen ihre Rächt« verbringen. _ IC wmsmassmmi: sondern bieten .erstklassige ri »E <&uag|iMiSMMfH|'.3U ■ ' '>'««> n preisen MU.Tabor$tr.l7a II1. Mlergasse 5 WWÄAWMMW

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