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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-30 · Heft 1692 (30.10.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1692 (30.10.1923)
Date
1923-10-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Kette 4 DrSttSlag ReligiSse und antireliMe Mlsfiim. Es gibt wohl lein Volk, unter dem so viel Propa. yaivdÄ gemacht wird, um es Ku-nr Verlassen seiner angestammten Religion zu 'bessvegen, wie unter den Juden. Ein Beloc is mehr, wie -das Gesetz von der Bewegung fa der Richtung des geringsten Wit^rsta indes auch in der Soziologie Geltung hat. Daß der Versuch, die Bekehrung der Juden zu einer anderen Religion durchzuführen, stets mit der Anrufung göttlicher Hilfe verbunden ist, liegt int Wesen religiöser Propaganda und es darf daher nicht lvunder-» nehmen, lvenn im letzten Tätigkeitsbericht der „Römischkatholischen Priestcrbrüderschast für die Bekehrung von Israeliten" zu lesen ist, daß zu Ehren der Bekehrung von ein paar Juden nicht weniger als 20.890 Messen, darunter auch vom Papst und vom Kardinalskollegium, gelesen würben. Es ist ein Glück, daß die Misiionsge.sellschvften nur dann Messen lesen, wenn eine Judentaufe durch sie erfolgt; denn wie viele Messen mühten gelesen werden, wenn ettva bei glei bleibendest Verhältnis 5 : 20.890 anläßlich der Veröffentlichung der wöchentlichen Austritte au? rem Judentum Messen gelesen wi'uden? Daß aber die antireligiöse Propaganda, wie sie von den A o in m n n i st e n in Rußland unter den Juden getrieben wird, sich des religiösen Moments bedient, nur Erfolg zu Laben, ist jedenfalls eine neuartige Erscheinung. Das berüchtigte jüdisch-kommunistische Organ „E m c 3", dessen Borniertheit Wohl auf der ganzen Welt nicht mehr zu Überbieten ist, schlägt vor, Hagadahbüchcr für Kinder heranszugebcn, die R e v o l u t i o n s g e f ch i ch t e n enthalten, und hält eZ für Zweckmäßig, daß am Seder'abend der Vater seinein Kinde auf die bekannten Mahnifchtanasragen die (beschichte der Revolittion erzähle. Also sollen die tradilio-nellen religiösen Handlungen und Schriften des Judentums mit einem antireligiösen Inhalt erfüllt werden. Verkehrter und unsinniger kann wohl die Propaganda nicht augefaßt tverden; denn den Kultuvwe.rt der Erzählung vom -Auszug aus Aegypten durch die Erzählung vom Import Trotzkys und seiner Getreuen im plombierten Eisenbahnmaggon ersetzen zu wollen, ist ebenso absurd, wie für fünf getaufte Juden 20.800 Messen zu lesen. Vorlesungen wer Wische Geschichte ohne Wische Hörer. - Aus Budapest wird uns eine seltsame Geschichte bekannlgrgeben, die ein trauriger Beweis dafür ist, daß die ungarischen Jüden an ihrer heutigen Lage nicht ganz olme Schuld sind. An der Bndapester Nu iv erst tat besteht eine Privatbazentnr für jüdische Geschichte. Privatdozent für dieses Jach ist der «bekannte Geschichtsforscher Oberräbbmer von Kezthelh Dr. Alexander Büchl-er, der zweimal wöchentlich nach Budapest fuhr, um seine Vorlesungen zu hassten. Auch in diesem Semester begann er sein Kolleg zu losen, und zwar über die Juden des sechzehnten Jahrhunderts, mit besonderer Berücksichiiglmg der Inden in Ungarn. Dr. Büchler sieht sich nun veranlaßt, dics-e Borlesimgm eingustellen. Dü Gründe hierfür sind echtes unverfälschtes Budapest. Der erste und Hauptgru-nld ist, daß die Vorlesungen von vier, sage und schreibe vier Hörern besucht wurden und daß sich unter diesen vier Hörern kein einziger Jude befand. Nebenbei wirkt auch eine andere Ursache mit, daß dieses Kolleg über jüdische Geschichte eingestellt werde,: muß. Dr. Büchler mußte, wie erwähnt, zweimal wöchentlich die Reise von Kazthely nach Budapest und zurück machen. Die Reisekosten zu je einer solchen Vorlesung betragen 32.000 ungarische Kronen. Bis jetz: ha: der ideal veranlagte Privatdozent die Reisekosten aus eigenem bestritten. Die unglaubliche Gleichgültigkeit, welche die jüdischen Hochschüler gegenüber Liesen Vorlesungen über jüdische Geschichte an den Tag legten, ist allerdings nicht sehr aufmunternd, um den QberrcLbiner Dr. Büchler, zu veranlassen, diese Kosten auch weiter zu tragen. Dir ungarische jüdische Jugend kennt Äie Geschichte ihoes Volkes nicht und will sie offenbar nicht kennen. Sie will sie loenigstcus nicht von einem Volksgenossen lernen, da müssen erst die Hejjas und Genossen kolmnen, die ihnen die Geschichte res jüdischen Volkes mit Gummiknütteln ein bläuen und mit Lapis entbrennen. Dann erst besinnen sie sich aus ihre Geschichte. Der Milchwucher. Atz 1. November um 646 Kronen teurer. Gestern hielt die Sektion für Milchwirtschaft in der österreichischen La nd w irisch afts gesell sch ast eine Beratung mit den ländlichen Produzenten und den Milchst änd lern ab, in der ein Milchpreis frachtfrei Bahnhof Wien von 4000 Kronen statt wie bisher 3600 ■'* r o it c it vereinbart wurde. Tie bisherige Handelsspannung wurde um 240 Kronen für molkereimäßig behandelte Milch uud um 200 Kronen für nicht molkereimäßig behandelte Milch erhöht. Ter Vertreter der Gemeinde Wien erhob gegen diese Vereinbarung den schärfsten Einspruch, da bei einem derartig hohen Preise ein großer Teil der auf Milch angewiesenen Kinder und Kranken auf den Milch bezug verzichten müssen. Er wies weiters darauf hin, daß die Milchpreise in den übrigen Bundesländern weitaus niedriger seien. So kostet in Graz, nach einem Bericht des dortigen StadträleH ein Liter Milch loko Bahnhof Graz 3406 Kronen, während der Stallpreis 2806 bis 3000 Kronen für den Liter beträgt. Aach einem Bericht des Ernährungsamtes der Stadt Berlin i oiu 22. d. kostet dort ein Liter Milch frachtfrei Bahnhof Berlin trotz bestehenden MilchmanM nM sprnngtzüften An--, il eigens aller Preise nur 3529 Kronen nach rmstzrer Währung. Dazu konime noch/ daß die Qualität dev Mch Wien' ge-i: -ruhten Milch, wie, eine vom städtischen Marktamte dnrchsH'r>!f)ric Revision am Franz Josefs Bahnhöfe ergab, viel b" »' ü usch.cn ßfcfci# läßt. Wiener Morgenzeitung._ Letzte Nachrichten. Der sächsische Landtag und die Regierungs, gebäude von Reichswehr besetzt. Dresden, 29. Oktober. (Tel.-Komp.) Die Mitglieder des sächsischen Kabinetts haben ihre Bureaus verlassen. ReichSwchrtrulPPen haben das Regievnngs- und das Landtagsgebäude besetzt. Ein Bekanntmachung des Wehrkreiskommandos verbietet unter Aufhebung der bisher über das Versammlungsrecht vom MilitärbcfehlShaber erlassenen Verordnungen Politische Devsammlnngen jeder Art im Freistaat Sachsen bis zü anderweitiger Regelung. Die sächsischen Kommunisten Planten einen Generalstreik. Berlin, 29. Oktober. (Tel.-Komp.) In dem Flugblatte, das der Anlaß zum Ultimatum der Reichsvogievnng an Sachsen ivar, erklärte die kommunistische sächsische Landtagsfraktion, die Komnnmisten Pfeifen auf das Verbot Ver Hundertschaften und auf alle übrigen Verbote und Erlässe, die noch kommen würden. Sie fordern die Arbeiterschaft auf, das Verbot der Hundertschaften durch die Einstellung neuer Hundertschaften und das Verbot der Aktionsausschüsse durch die Bildung neuer Aktionsausschüsse zu beantworten. Es sei möglich, daß schon in den nächsten Tagen nicht nur in Sachsen, sondern in ganz Deutschland der Generalstreik ausgerufen werde. Kahr läßt Hitler marschieren. Berlin, 29. Oktober. Das berliner Tageblatt" meldet aus München: Mit Billigung des Generalstaatskommissärs sind heute zum eistenrnal wieder die H i t l e r- S türm truppen mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiel zum Militärschießplatz marschiert, um dort ihre Hebungen abzuhalten. Der Ministerrat ist für morgen vormittags angesetzt, doch ist die Entscheidung vor Ende der Woche nicht zu erwarten. Mn will sich zunächst darüber vergewissern, ob die Reichsregierung auf der Aufhebung des Ausnahmezustandes und der Entlassung Kahrs uud Lossows bestehen bleibe. Kahr ist beleidigt. München, 29. Oktober. (Tel.-Komp.) Durch die Neberreichung der 3h>te der Reichs regle rung hat sich der Konflikt zwischen Bayern uud dem Reich erheblich verschärft. Es wird der Reichsregierung vorgeworfen, durch die Gleichzeitigkeit der Uebergabe der Note an Bayern mit dem Ultimatum an Sachsen die bayrische Enrpsindlichkeit sehr verletzt zu haben. Mnisterpräsident v. Knilling erklärte auf dem gestrigen Parteitag der Bayrischen Volkspattei, General v. Lossow habe durchaus korrekt und loyal gehandelt. Lnkel Moses eilt Rv-man aus dem jüdischen Volksleben, in welchem der berühmte jüdische Erzähler Schalom Asch die Anfänge des jüdischen Amerika schildert, beginnt Donnerstag den 1. November in autorisierter deutscher Ue'bertragung in unserem Blatt gn erscheinen. Ta die Produzenten und Händler trotz dieser ablehnenden Haltung des Vertreters der Gemeinde an ihrer Vereinbarung festhielten mtb der Gemeinde Wien seit der durch das Volksernährungsamt mit den beteiligten Bundesminister ien seinerzeit erfolgten Freigabe der Preisbildung für Milch eine gesetzliche Einflußnahme auf die Höhe des Preises' nicht mehr zusteht, wird die Milch vom 1. November an bei den Großmolkereicn 5240 gegen 4600 Kronen, bei den Milchhän-lern pasteurisiert 5160 gegen 4520 Kronem nicht pasteurisiert 4860 gegen 4260 Kronen pro Liter kosten. > Nos schöne Wetter HM an. war es wieder heiter, stellenweise mit Morgennebel. Die Tc'..>oeraturen sind überrwnnal. Hoher Druck bedeckt Mitteleuropa. Eine wesentliche Aenderung ist noch nicht ersichtlich. — Voraussage: Herrschender Wettercharakter anhaltend. Ae Lebensmittelmilrtte. Die Grünwarenmärkte waren gestern reichlich beschickt, der Verkehr jedoch wie gewöhnlich am Montag, sehr schwach, in manchen Artikeln auffallend schleppend. Die Preise blieben trotzdem unverändert, einzelne Artikel haben sogar im Preise anMogen, so Spinat nur 500 K. pro Kilogramm und Para, deiser wurden um 1000 K. pro Kilogramm teurer. Aus allen Märkten waren Kartoffeln stark angebvten, auf den Obstmärkten waren alle Gattungen reichlich vertreten. An Butter und Giern ist nirgends Mangel, die Preise blieben nnveräMrt. , Äuck in der Großmartthalle (Fleischabteilung) haben die Preise keine Aenderung erfahren. Der Verkehr war auch hier - schv schwach. Gs waren mit der Bahn 14 Waggons Mgesichrt Worden, darunter. 75 Tonnen Rindfleisch. , * Eröffnungsfeier der zionistischen Sektion für die westtid»* BerirLe. DisnStM den 2L. d. -.MaeLe tote sÄmMLe 30. Qktvbev 1923 Nr. Sektion für die westlichen Bezirke Wiens in ihren neu omge, richteten, schön ansgestatteien Räumen die Reiche ihrer jährig.'n Bortvagsabelkbe. Die Seklion, die. beroits im Lauf« des veraangenen BlsreinsiabreS eine ungemein rührige sLätiigkeit entfaltet bat. hat es vermocht, in den westlichen BezirkM, besonders atber in der Joseiffwdt. mx rsaes jiMches, Leben wachzurufen und oiiren aesellschastvichen MtitÄtzuinkt für daS jüdische Ptlblikmir zit bilden. Durch' die nnt einem bsdeilltenden Kostenaniswand erfolgte Adaptievun« der Lokalitättn. ist es unS aelnnaen. das .Heim zu einem wirtlich vornehmen Klublokäl atlÄngestaiten. Im Mistte-lpunkt des ErüssnimtgSalbelws stand der Bericht unseres Parte.iprästdetltcn Herrn Dr. stzriednt a n it über den 13 Avnistenr-cugreß. Nach einer kurzen Bo leuchtnllg der politischen Lage vör 'dem Kongreß kam der N^,e» reut aus die -Trage der Jewich Agency zu sprechen und trat mit warmen Worten für die Erweiterung ^dieiser Körperschaft durch HevantMmng der bede>utendsten Repräsentanten aus den Kr eis en der n ich zionistischen Jude nlheit im Sinne des Weikytannschen Progranmts ein, wobei sich mit großer Deutlichkeit die Paralle'lität dieser Bestrebungen mit, unserer Indischen Wahlgoineinichast in Oesterreich ergab. Hierauf brachte Oberkantor Maraulies mit großem Ausdruck die Arie aus „Elias" von Mendcsssisobn sowie einige helbräiische unld jiddische Lieder zuni Vortrag. Auch Burgschanspieler Fritz Blnm und BiMNvirtuose Pros. Scharfberg fanden mit ihv«t anLae« zeichneten Darbietungen den lebhaftesten Beifall dcs zahlreich evschieneneu Publikums. * Ein Leiter für das Haisaer Technikum gesucht. Der Board of Directors schreibt einen Wettibciwevb für die Leitung des Haifacr Technikums aus. Die Bewerber müssen über Höllischuibilidung oder ähnliche Qm>aWkat:on als Mch über Erfahrung in technischer AnSbildimg und Mer OvganiWionstalent verfügen. Genaue Kenntnis des Hebräischen ist erforderlich. EowitNscht sind praktische Erfahrmig in der Leitung einer ähnlichen Institution. Die Anstellung soll für drei Jahve gelten bei eineni Gelhält von 50 Pfund monaWch mrd Wo'htors. London W C 1. 77. Great Russell Street. M richten. * Der Verband der hebräische« Lehrer gibt htMmit dm P. T. Interessenten belkannt, daß bei der Sonnitqg den 28. d. itat gefundenen VersamtMssulug als Mindestihonovar fähe eine Lehrstunde der Betrag von 25.000 Kronen im Hauff« der Lchrers, dagegen 30.000 Kronen im Hausse des Schülers festgesetzt wurde. * Die freie Privatlohrergewerkschafft Oesterreichs, dre ihren JcntrMtz in Men Hot und ihre DätWett über das gan^e Gelbiet der Republik Oesterreich erstreckt, hat in ihrer Sitzinng vom 25. d. ihre Stiatnien süstgessegt. Diese schließen jede politische und konfessionelle Tendenz aus und stellen als alleinigen Zweck der Gewerklschaft die Wchonng und Förderung aller wirtschaftlichen' und kuilturellen Interessen der Pvibatlehrer und Privatlehrerinnen sämtlicher Untervichtsgegenstände auf. Mitglied kann jede Person worden, die Polvatuntevricht in Oesterreich erteilt. Beitrittserklärungen werden täglich von 10 bis 12 Uhr in der Kantzlei, 9. Betz.. Univsrlsitätsstraße 8, MlMinin. entgegcngenomimen. In dieser Mt steht auch sämtlichen Privatlehrern ein nnentgesstlichn RechtÄschUtz zur Der« jügung. Ein Wettbewerb für eine WohrchauSanlage. Die Gemeinde Men wird auf dom awßon BomVlock in dar Lassallesstvaße — Vorgartensstraße—Nbibsstvatze—Raldrntgevstvaße eine Wohnbausanlage errichten» die besonders vorbMMch wirken soll. Es wurde daher von der Gemeinde für die in,Won stän-. big wolhühaftm Architetton östevroichWer oder re-ichsdeutffcher Staatsbürgerschaft ein assÄgemeiner Weätbelwerb für diese Anlage ausgeschrieben. Für die drei besten Arbeiten wurden 62 Millionen Kronen bewilligt. Davon entfallen aus den ersten Preis 28 Millionen, aus den zweiten Preis 20 Millionen Und auf den dritten Preis 14 Millionen 'Kronen. Außerdem sind noch neun Entschädigungen M je itzvor Milliouen.Kronen vorgesehen. Die U-nterlagen m diesem Wettbewerb können gegen Entrichtung von 10.000 Kronen im Drucksortenverlag des Rechnungsamtes der St>adt Wien, Neues Rathaus, Stiega 5, Hochparterre, tvährend der Amt Munden betrügen werden. - Dia Wettbewersarbeitcu sind bis längstens 10. Detzember d. I. in der Direktion des StadWauamtes eintzure-icheln. * Neue Straßendurchgänge in der Josessttwl. Gestern wurden vom Stadtlbauomt Kvsi ueugeschaffene Durchgänge im Inge der Zeltgasse und Pseilgaise in der Josefstadt dem Verkehr übergäben. Es sind dies der Durchgang vom Hause Langemssv 23 Mr Jeltgasse und vom Hause Stolzenthalergasse 11 zur Blindengasse. * Die Lohnstrettigkeiten in der Großmarkchalle bcigrlegt. Im Rachaus wurden gestevn spät albeuds unter dem Vorsitz des Bürgergteisters die VerhaMungen Mischen den Dtarktpartoien der Großmarkthalle uwd ihren Arbeitnehmern über enMandvne Lohndifferentzen befindet. Die Verhandlungen führten durlli das beidersntige EntgegenLomimm zu einer Einigunig. * Postlmweisungsverkehr mit Deutschland. Bock 5. November wird der Höchstbetriag für Pbstaüweisungen nach Deutschland, doni Saargeibiet und der fveiern Stadt Dantzig ans 300 Milliarden Maauk orihöht. Die dcU'tssche Postverwaltuna hat den Postanwoilsun>aÄ>vvkchr aus Deutschland bis auf weiteres eingestellt. * ,Licht und Gesundheit". Mivovsitätsprofessor Dr. Leopold Freund wird morgen Mittwoch mn HM 8 Ilhr im Kleinen Saale der Urania über „Licht und Gesundheit" sprechen und da-bei insbesondere den Einfluß des Lichtes auf das Wachstum und den Stoffwechsel, auf Haut, Blut und Auge des Menschen erörtern und die Möthoden des Lichtheilverfahrens besprechen. * Verhaftung. Auf Grund eines vom Landesgevicht 1 erlassenen Halstibe'fchls wurde gestern der öTsühvige Frauenarzt Dr. Karl Tugendfein, im Hotel „Gbldene Birne" auf der Landsttaßer Hauptsttaße 31 wohnhaft, wogen Verbrechens nach 8 144 St.-G. verhaftet >md diesem Gerichte eiMeLiefert. * Eine jüdische VolksuniversitLt in Warschau. Das Warschauer Zionistische Komitee hat, wie uns von dort berichtet wird, in seiner letzten Sitzung beschlossen, in Warschau eine jüdische Bolksuniversrtäl zu begründen, in welcher folgende Disziplinen gelehrt werden sollen: Jüdische, hebräische und allgemeine Literatur; Geschichte der Zivilisation, jüdische Geschichte, Naturgeschichte, Volksmedizin und Hygiene, Geichte der Philosophie und der Sozialwissenschaften. Als Lehrkräfte wurden gewönnen: Prof' Dr. Balaban, Doktor Bychowski, Wg. I. Grünbanm, Dr. Gottlieb, Dr. N Dawidsohn. Josef Heftmann, Dr. Thon, Dr. G. Lewin, E. Löwin, Frau Dr Esther Mangel, Abg. Frostig, M. I. Freuds Abg. Dr. I, Schipper, Die Volksuniversität wird demnächst eröffnet werden. * Neunte österreichische Sttassenlotterie. Bei der gestern abgehaltenen Ziehung de8 achten Tages der fünften Klasse gewannen! S Millionen Kronen das Los Nr. 75.482; je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 62.809 und 74.449; je 2 Millionen Krollen die Lose Nr. 10.750, 16.791, 89.858, 45.449, 68.008, 77.148 und 84.791; je 1 Million Kronen die Lose Nr. 1565, 18.449, 14.600, 21.787, 28.858, 33.859, 61.750 und 08.085; außerdem wurden 1982 Gewinne zwischen 000.000 und ^vvoiio Kronen ansgelast

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