Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-10-30 · Heft 1692 (30.10.1923) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1692 (30.10.1923)
Date
1923-10-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980774--16612-3003542
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

9 Dien, Dienstag ' Wiener Moraenzeitunffk Großmann, ist der Vorführungsbefehl erlassen worden, weil er in der Beleidigungssache, die von Hitler ausgeht, nicht vor Gericht erschienen ist. Die Verhandlungen der Ruhrindustrrellen mit Frankreich. Essen, 29. Oktober. (Wolfs.) Die BerhaMungen der Firma Krupp mit der französischen Kommission in Düsseldorf dürften demnächst zum Abschluß kämmen. Die Firma wird gegen Hinterlegung einer Sicherheit die Atöglichkeit erhalten, eine längere Arbeitslosigkeit ihve.r etwa 75.000 Arbeiter und Angestellten zu vermeiden. Amerikanische Anleihegernchte. London, 39. Oktober. Das Rentersche Bureau meldet au- New-Zork: Während Vas Staatsdepartement an dem im kürZlichen Depeschenwechsel zwischen Lord C u rz om und Staatssekretär Hughes dargelegten Standpunkt hinsichtlich der borgefchlagenen internationalen Sachverständigenkommission für die Reparationsfwgen strenge, festhält, bringe:: die Zeitungen in auffälligem Druck Meldungen von einer großen, in den Vereinigten- Staaten flüssig zu machenden A n l e i h e a n D e u t s chland, die, Witz sie sagen, wahrscheinlich eine Beteiligung der ganzen Welt zur Folge haben werde. Man ist der Ansicht, daß Amerika einen großen Weizenkredit an Deutschland im Falle einer Hungersnot Plane. Sesterreich. Sorialdemokmtische Hetzpropaganda. Sozialdemokratischer Wahllreisgemntztrie uüd Wochlpropagandamethode ist es gelungen, die jüdische Wählerschaft Wiens um die ihr gebührende Vertretung im Nationälrat zu bringen. Das sozialdemokratische Wahlkomitee des zweiten Bezirkes will jedoch im Anschluß au die Wahlen auch noch die jüdische Wählerschaft der Lcopoldstadt und der Brigittenau für einen Eintritt in die Sozialdemokratische Partei ködern. Daß dies ohne Verleumdungen der Jüdischen Wahlgemeinschaft nicht abgehen kann, ist angesichts der im Laufe der Wahlbewegung von den Sozialdemokraten gerade in diesen Judeubezirken geübten Agitationsmethoden selbstvorständ lich. So wird denn dem Beitvittserklärungsformular der sozialdemokratischen Organisation ein Aufruf „A ndie jüdischen Wähler und Wählerinnen! beigelegt, worin sie gehöhnt werden, daß sie cs dahin gebracht hätten, daß es „zumindeftens durch die Schuld der Juden im Nationalrat keine, propagandistischen Judendebatten geben wird," weil im Nationalrat „kein jüdischnationaler Erreger und Nutznießer solcher Judendebatten" vorhanden sein wird. Die Niedrigkeit dieser sozialdemokratischen Verleunrdungen enthebt nicht von der Notwendigkeit, ihnen entgegenzutreten, tvenn auch eine sachliche Polemik gegenüber solch schmieriger: Unterstellungen schwer möglich ist, die sich als e ch t e s P r o d u k t j üdischer Sozialdemokraten darstellen und sich des weiteren nicht scheuen, die jüdischen Kandidaturen als „verbrecherisches Beginnen etlicher jüdischnationaler Advokaten und Zeitungsmacher und der von ihnen mißbrauchten Helfer" hinzustellen. Ter Aufruf setzt die vor den Wähler: geübte Methode des Manipulierens mit Zistern fort und sucht auszurechnen, wieviele Mandate angeblich infolge der jüdischen Wahlbetverbung den Christlichsozialen .zugefallen, seien. Es mag gewiß für die Sozialdemokraten schmerzlich sein, daß sie weniger Mandate im Nationalrat und im Gemeinderat erlangt haben, als sie sich bei ihren wahlgeometrischen Künsteleien auskalkuliert hatten. Ihre Rechnung war eben gerade so falsch wie ihre gegenwärtige, ganz willkürliche Rechnerei, die nur von der Absicht zeugt, der jüdischen Wählerschaft die jüdische Politik als Vorspann der christlichsozialen Reaktion zu denunzieren. Es ist doch verwunderlich, daß die Sozialdemokraten gerade den Wählern der Jüdischen Wahlgememschaft so sehr um den Bart gehen und sie mit aller Gewalt zu sich hinüberziehen wollen. Der Vorwurf, der Reaktion Vorspann geleistet zu haben, wäre doch viel eher an jene Juden zu richten, die christlichsozial oder bürgerlich-demokratisch gewählt haben. Aber dort ist oben der Liebe Müh' umsonst, und gerade das Werben um die Stimrnen der bewußten Juden bestätigt nur, daß die Sozialdemokraten in den Wählern der Jüdischen Wahlgemeinschaft auch ganz richtig aufrechte Antireaktwnäre vermuten. Darüber hinaus mögen es sich aber die jüdischen Führer der Sozialdemokratie gesagt sein lassen, daß diesen Antireaktionären auch die österreichische Sozialdemokratie nicht als Hort des Freisinns erscheinen kann, als die sie sich — allerdnHs nur in Wahlzeiten — so gerne ausgibt. Es ist der sozialdemokratischen Propaganda mit den Mitteln der Einschüchterung, Wahlbeeinflussung, bewußter Irreführung der jüdischen Wähler und des Terrors ge langen, daß die jüdischen Interessen bis auf weiteres im Nationalrat unvertreten bleiben. Daß die Sozialdemokraten Anwälte der jüdischen Sache im Parlament sein werden, dafür haben sie erst den Beweis zu erbringen. Die Art, wie in diesem Aufruf über jüdische Politik geurteilt wird, erscheint nicht gerade als vielversprechender Auftakt zu einer -Haltung, welche eine „jüdische Sonderdiktatur" überflüssig macht. Das jetzige Liebeswerben der Sozialdemokraten um jüdische Parteimitglieder wird bei den bewußten Juden nicht viel Glück haben, aber auch nicht mehr bei jener: Juden, die sozialdeinokratisch gewählt/ haben nnd nimmeln , f '■ d'-ß diese ihre Haltung der ■ -i Hrlvln heil. Verhandlungen über Giiterliquidation. Budapest, 39. Oktober.. (Ung. Tel.-Korr.-Burean.) Unter Führung des ehemaligen Finanzministers Dr. G r i m m und des Ersparnngskommissärs -Dr. Horuik sind Vertreter *der österreichischen Negierung in Budapest eingetroffen, um die Verhandlungen über die Liquidation der zur Zeit der Monarchie gemeinsamen Gütev fortzuführen.' _ Tschechoslowakei. Prllfident Mafaryk Wer die Süßere «nd i««ere Politik- Bei dem anläßlich des fünften Jahrestages der Gründung der Republik in der Burg veranstalteten Empfang verlas Präsident Mafaryk seine Botschaft, in der es unter anderem heißt:' Während meiner Anwesenheit in deck Hauptstädten des Westens kam aus Amerika die Nachricht, daß A m c ri k a an der Lösung der R c p a r a ti on s-» fra ge teil nehmen in olle. Ich glaube, das; der englische Minister des Aetlßcrn diese freundliche Stimmung Amerikas in sehr geeigneter Weise ausnützen werde. Die Wiedergutmachungsfrage berührt uns alle sehr empfindlich. Das erneuerte und gekräftigte Deutschland wird :vie ftir England so auch für uns ein Konkurrent fein; die Alliierten befinden sich daher in der eigentümlichen Lage, daß sie Deutschland bis zu einem gewissen Grade gegen sich selbst helfen sollen. Trotzdem sind sie zu dieser Hilfe bereit. Ein zerrüttetes Deutschland wäre für uns alle noch gefährlicher.. Üebrigens teile ich nicht die allgemeinen Befürchtungen bezüglich Deutschland und seiner Zukunft. Im Vereine der erneute:: Entente werden wir ferner! in der Festigung unserer Freundschaft mit Südslawien und Rumänien fortfahren. Wir wünschen eine Kräftigung Oesterreichs und werden mit allen Kräften um ein freundschaftliches Verhältnis zu Ungarn bemüh t sein. Unser Verhältnis zu Polen ist gut, und ich zweifle nicht, daß es bald ein s r e u n d s ch a f t l i che s sein wird. Ich kam: mit Genugtuung seststellen, daß unsere Republik in dem Zeitraum von fünf Jahren nicht nur in dev auswärtigen, sondern auch in der inneren Politik, insbesondere auf allen Gebieten der öffentlichen Verwaltung, bedeutende Fortschritte gemacht hat. Es gilt hier, auf allen Gebieten des gesamten Staates und seiner Politik in einü bestimmte Richtung zu gelangen, damit die Politik cir:e Linie der' Tradition und Kontinuität habe. Ter Staad muß die H a r m o u i e allev sür die Gesellschaft notwe:ü>igen, bildenden Kräfte sein. In dtzp Demokratie ist das Bürgertum zur politischen Selbständigkeit und Initiative berufen. Die Selbstverwaltungsautonomieist eine notwe ndige Voraussetzung der demokratischen Autonomie, die mit der Diszipliniertheit und dem Veranbwortungsgefühl jedes einzelnen Bürgers beginnt. Polen. «ege« dir PolM der Waajmlnlfterr. Warschau, 26. Oktober. <2*1. der ,-Wr. Morgenzrg.") In her letzten Senat ssitzüng, die sich mit der Kritik der Finanzpolitik beschäftigte, sprach namens des jüdischen «Klubs Senator Körner, welcher die Finanzpolitik des gegenwärtigen Finanzministers einer scharfen Kritik unterzog und feststellte, daß es in letzter Zeit fünf jü-dischen Industriellen aus Lodz gelungen sei, mehr Kredite in London zu erreichen als dem FinanMiwifter Kucharski. Sodann besprach Redner ausführlich die In den Politik des jetzigen Kabinetts ün-d erklärte, daß die jüdische Bevölkerung nach wie vor auf der Erfüllung ihrer Rechte beharren müsse» mnsmnchr, als der Ministerpräsident selbst versichert habe, die Bestimmungen der Berfassimg und drs MUderheitsvertrages völlig emhalten zu wollen. Ae llrplollon r« der s«rfcha«rr Wadelle. - Warschau, 29. Oktober. tiTel. der „Wiener Movgeuzeitung".) Die Mlitörkommission des Sejm behändest« d*e Dringlichkeitsanträge der linken Parteien über die letzt« Explosion auf der Warschauer Zitadelle. Der Pyrotechniker des Kriegsministeriums, PilowSki, eMirte, daß die Verbrecher bisher noch nicht ausfindig gemacht wurden, es sei aber ausgeschlossen, daß di* Explosion einem Zusoll zufolge erfolgt sek. Namens der Regierung erklärte Oberst Petrazycki, daß die Regierung in ihrem lehten Au-stnse unter dem Ausdruck „iimerer Feind" keinesfalls die Inden gemeint halbe. Ae KrÄauer Sombenattentate. Zwei aktive Offiziere als Angeklagte. Warschau, 29. Oktober. (Tel. der „Wiener Morgenzeitnng".) Vor einigen Monaten wurden in Krakau einige Bonrbenattentate verübt, welche bedeutendes Aufsehen machten und deren Urheber angeblich unentdeckt blichen. So wurde gegen das .Haus des Krakauer Nniversitätsptofessors N a t a; o n eine Bombe geworfen nick das Gebäude des jüdischen Tagblattes „N o w Y D z -i e n n i k" demoliert. Wie man nunmehr erfährt, wird -demnächst vor den: Warschauer Kriegsgericht die Bechaudluug gegen zwei im aktiven Militärdienst stehende Offiziere, Oberleutnant Baginski und Leutnant Wieczorkewiez, stattfiuden,'lvelche unter der Anklage stehen,-die beiden Atken^ :ate-verübt zu häbe». ' Die Nachricht über den bevm *i;f)oi'-bcu Prozeß hat in mi besondere liehe rvnMm»a l'r,, §s§ [vf^.v über 30. Oktober 1923 Nr. 1608 - —— - .■——■■■■■— - —- i.—n~ Hc Ergreifung der Attentäter fein Wort verlalttdtr und mack erst jetzt erfährt, daß die beiden Offiziere seit' lmvgeper Zeit 'n Untersnchuugshast sitzen. Offiziell« faSziftische Propagmcka. Aus Warschau wich uns gemeldet: Die Sozialdemokraten brachten im Schm eine Interpellation ein, in der daraus hingewieson wird, daß das Ämtsblat't der Polizei, die Artikel über den italienischen FasziSmuS zum Abdruck bringt. Die Interpellation stellt fest, daß in diesen Artikeln die saSzistische Bewegung gelobt, dagegen di« Demokratie einer rücksichtslosen Kritik unterzogen werde. Da durch die Veröffentlichung solcher Artikel der faSzistifche Gedanke propagiert werde, wird di* Regierung ansgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, damit die antikonstitutionetl* Propaganda in offiziellen Preßor-spnen -eingestellt werde. Palästina Palästiua-öcheichr wünsche« die Freandschast mit de» g«de«. > Ans Jerusalem meldet I. C. B.: Sämtliche Scheichs der Provinz B eis an sind in Jemsalen: eingetroffen tmd haben dem Oberf-omnnssär von Palästina Sir Herbert Samuel einen Besuch im R-egiernngs gäbüude ab gestattet. Die Scheichs überreichten dem Oberkommissär ein >Me^° moranim-m, in welchem sie ihre Loyalität gegenüber der Regienmg kundtmr nnd ihren: Wunsche Ausdruck geben, -mit der jüdischen Bevölkern:^ im Ginvernchmcn gn leben. Die Scheichs erklären, sie wollen Land an di« Jude« v«»° kaufen und fi* protestieren gegen die Agitatoren, die versuchen, Feindschaft zwischen den Juden nnd Arabern in Palästina zu säen. Sie wiesen dabei insbesondere auf -den Wadia Effendi el Bustani hin, der -ein Mitglied der arabischen Delegation in London gewesen ist. Herbert Samuel hat Beisan besucht nnd winde vor: der arabischen Bevölkerung mit ungeheuerer Begeisterung empfangen. Alle Schachs von Beisan nnd Umgöbimg sowie eine Abteilung von M0 berittonen Arabern und ein festlicher Zug arabischer Mädchen waren ihm virtgogengekommen. Di« Mädchen führten zu Ehren der Anwesenheit des Oberkommisiärs arabische Nationalge-sänge und Tänze auf. Verbot jeder Lemouftratio« am r. Rovoaber. Die Regievm^ hat für den 2. November, den achten Jahrestag der' Balfour-Deklaration, die Veranstaltung von Donwnstrationei: -verboten. Die geit-weise aus Jerusalem zurückgc^gmen britischen Truppen wurden dahin wieder zurückbeordert. Ernennung eines Inden zum Bürgermeister von Liberias. Der Jude Zaki Hadof ist interimistisch zum Bürgermeister von Tiberias ernarrnt worden. Der bisherige arMsche Bürgermeister mußte wegen BeschMWng eines Mißbrauches der Amtsgewalt seinen Posten 1 verlassen. Arff Grund der Volkszählung vom Oktober 1688 hat die jüdische Bevölkerung. von Tiberias 4487 Seelen bei einer GestNNtbevMenmgSzahl von 6930 betragen. (I. L. B.) Rundschau. 8nternatio«ale Arbeitrgesrhgebuug. Bor einigen Tagen wurde in Genf der Grundstein für ein eigenes Gebäude des Internationalen A« beit samt es des Verbundes gelegt. An der aus diesem Anlässe veranstalteten Feier nahmen außer den: Präsidenten des Arbeitsamtes Albert Thomas, dem Vizepräsidenten der Schweizer Bundesregierung Chou-ard, dem Generalsekretär des Völkerbundes Erik Drun:-- mond namhafte Vertreter der Arbeitgeber- und Avbeitnehmerorganisation teil. Das Grundstück für das Gebäude war bekanntlich dem Völkerbund von der Eidgenossenschaft zum Geschenke gemacht worden. Hieran anknüpfend wies BundeSrat Chouard in seiner Rede darauf hin, daß die Schweiz auf den: Gebiete der sozialen Gesetzgebung die Prioritätsrechte erworben habe, ha die Frage der inte-rrwtionalen Regelung der Arbeit in den Fabriken schon vor fünfzig Jahren in der Bundesversanrmlung vom damaligen Präsidenten des Nationalrates zur Sprache gebracht wurde. Einige Jahre später sei der Bundesvat durch eine Motion ersucht worden, mit den wichtigsten Industriestaaten zum Zwecke der Aufarbeitung einer internationalen Gesetzgebung über das Fabrikslvesen in Unterhandlungen zu treten. Dieser Versuch blieb damals erfolglos. Die spätere Initiative der Schweiz aus dem Jahre 1889, eine Delegiertenkonferenz der größeren europäischen «Staaten, in Bern zu veranstalten, sei durch den Entschluß des deutschen Kaisers, einen internationalen Kongreß für Avbeitsschutzfragxn nach Berlin einzuberufen, durchkreuzt worden. Auch diese Zusammenkunft blieb ohne jedes Ergebnis. Die schweizerische Regierung hat sodann ein drittes Mal versucht, ein internationales Bureau für Arbeiterschutz zu schaffen, welches schließlich im Zusammenhänge mit der im Jahre 1900 während der Pariser Weltausstellung erfolgten Gründung der internatiomlen Vereinigung für gesetzlichen Schutz der Arbeiter auf Grund privater Initiative ins Leben getreten ist. Dieses an: 1. Mai 1901 eröffnete Zlmt hat wohl privaten Charakter, wurde aber von verschiedenen Staaten subventioniert und kann als Vorläufer des internationalen Arbeitsamtes des Völkerbundes betrachtet werden. Was nun dieses internationale Arbeitsamt betrifft, so bildet dessen Grundlage -das bekannte Washingtoner Ueb ereinkomm e n, welches, wie wir einen: Berichte des Amtes entnehmen^ bisher vor: 86 Stellen in verschiedene): Staaten.ratifie ziert worden ist. In 115 weiteren Fällen wird die Ratifikation solcher Arbeitsschntzübereinkommen dnrck b:" el- I treffenden Parlamente nnd?taatsasvrbänv! v .-ove

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.