Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1689 (27.10.1923)
- Date
- 1923-10-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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* Seite« Wien, Samstag " Wiener Morgenzeitung. Heute, halb 3 Uhr, im Lokal der Zionistischen Bezirkssektion VJ/VIU, Bennoplatz 1, ordentliche Generalversammlung. — Lese- « nd Redehalle jüdischer Hochschüler, Wien, 9. Bez., Türkenstraße 9. Samstag den 9. November Generalkonvent für das Wirttersemester 1923/24. — Zionistische Bezirkssektion Döbling. Montag, halb 9 Uhr abends, im Lokale, 19. Bez., Dollinergaffe 3, Generalversammlung Md Delegiertenwahl. — Z i o n i st i s ch e Sektion Zwischenbrücken. Heute, 3 Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn A. Schwertfinger. Einschreibungen für den Hebrätschen Kurs finden jeden Montag und Donnerstag von 7 Uhr bis 9 Uhr abends statt. — Jüdische T o y n b e e h a l l e, 29. Be,.. DeniSgasse 33. Heute, 7 Uhr abends, Eröffnungskonzert: Schubert, Quintett, Lieder. Sonntag den 28. d., 4Uhr nachmittags, Vortrag: Doktor M. Weiß, gew. Hausarzt der Anstalt Allcmd: Der Kampf gegen die Tuberkulose als soziales und medizinisches Problem. (Mit Lichtbildern.) Eintritt frei. — Zionistische Bezirkssektion XX. Dienstag den 30. d. um 7 Uhr im Lokale, 20. Bez., Karl Meißlstraße 6, Plenarversammlung. — Jung Juda, Jugendbund. Morgen vormittags gemeinsame Wanderung. Treffpunkt: 8 Uhr Tegetthoff. Führer: Fränkel, Montag den 29. d., 6 Uhr: Elektrotechnische Hebungen. 7 Uhr r Pingpong. Dienstag den 30. d., 6 Ubr: Schach. Alles im Heim, 2. Bez., Praterstraße 43. Mittwoch, 7«7 Uhr abends, Heimabend Urania. Heute: G r o ß e r S a a l, 7,3 Uhr: Schüler* Vortrag: Eine Marchenvorlesung für Jung und Alt. Kinemto* gramme. 8 Uhr: Nanuk, der Eskimo. 7,8 Uhr: Humor in der Musik. —Kleiner Saal, 7,6 Uhr: Ing. G. F r e y* b e r g e r : Der Rudersport und seine Bedeutung. 7,8 Uhr * Vorlesung Anton Amon: Die Geschichte vom Hokewanzel. — Kurssaal, 5 Uhr: Robert Friedmann: Dje Apokalhptik, ihr Sinn und Wesen. 7,7 Uhr: Hochschulprofessor Doktor H. Frisch: Politische Porträts. IV. Wilhelm von Oranien. 6 Uhr : Dr. O. W e t t st e i n : Die Säugetiere. I. — K l u bs a a l, 6 Ubr : Univ.-Lekt. F. M a t r a S : Rednerkurs VII. 7,8 Uhr: Bildungsfragen der Gegenwatt. VI. Min.-Rat. Ing. K. A. W i t t: Technische Volksbildung. — Lehrsaal ll, 8 Uhr: Prof. Dr. R. S ch m i d : Das neuentdeckte Element Hafnium. * Verzweifelte Mutter mit sieben Monate altem Säugling, bittet mildtätige Menschen um Hilfe. Adresse erliegt in der Administratton. _ Bühne und Kunst. „Fasching" im Raimund-Theater. Veranstaltung der Concordia für die notleidenden Schrift» steller Deutschlands. Krank an ihrer einsamen Kraft, niedergehalten durch -se Unzulänglichkeiten der Mitlebenden, verkommend im. Käfig „Gesellschaft" — so ist die Krmilla der Frau Konstantin in Molnars „Fasching". Sie gibt mehr, weit mehr als der Autor gab, der dieses Spiel leicht hinwarf und sich erst im Schlußakt seiner Arbeit ganz ergab. Wenn Frau Konstantin erst selbstgestellte Hindernisse fortgeräumt hat, wird sie in dieser Rolle meisterlich sein. Die technischen Künste, des Prestissimo-Sprechens, wohl angebracht in Bravourstücken, wie „Das Weib und der Hampelmann", sind der Gestaltung der Kannillq, — jener nämlich, welche die Konstantin meint — ernstlich im Wege. Zwei Akte lang, fast ununterbrochen, rast der Sturm ihrer Rede. Sie beschränke die Fieberglut der Worte auf die kurze Liebesszene bei verlöschten Lichtern,' und bleibet während ddes ganzen Stückes, wie sie zu Beginn und in. der unvergleichlichen Schlußszene ist: Kernig, auf sich selbst gestellt, frisch wie der Morgen auf ihrem Landgute, — tief verwundet, hoheitsvoll, keinem Auge preisgegeben. Oskar Beregi hatte einen seiner besten Abende. Vorbildlich die ruhige, klare. Linienführung, prachtvoll die Maske. Sonst aber war der Abend keineswegs würdig. Herr! D u s ch i n sk h genügte nicht, Frau B u k o v i c s vergriff sich im Ton, die Herren der Ballgesellschaft aber bleiben besser ungenannt. O. A. Die Schauspielerinnen Bleibtreu und Medelsty scheiden aus dem Burgtheatcr. Wir halben üb-er die Differenzen der genannten Künstlerinnen mit der Staatstcheaterverwättung nur das Notwendigste veröffentlicht. Die ewigen Klatschereien über Schauspieler-Ängelegenhenen sind nicht unser Fall. In den letzten Tagen schien der Zwist beigelegt und die beiden Schauspieler innen begannen ihre diesjährige Wirksamkeit. -am Burgtheater. Gestern jedoch verlautete, daß beide Schauspielerinnen endgültig ihre Entlassung verlangt u n d erhalten hatün. Man spricht davon, daß an ihre Stellen Gerda Müller und Agnes Straub berufen werden. Daß diese beiden großen Künstlerinnen für das Burgtheater^ verloren ■ gehen, ist außerordentlich zu bedauern. Es wird festzustellen sein, ob und inwieweit die Verwaltung schuldtragend ist. Heute sieht man noch nicht klar. Vorläufig beruft sich die Staatstheaterverwaltung daraus, daß 'fratbe Damen una nn eh mbare Bedingungen stellen. Die^ _ beiden .Künstlerinnen forderten ' nämlich unter anderem, fürderhin nur als Gäste aufzutreten. Dies hatte — da voraussichtlich andere Mitglieder des Ensembles dem Beispiele der beiden gefolgt wären — zu einem förmlichen Gästeshstem geführt. Wir hoffen, daß in dieser Sache noch immer nicht das letzte Wort gesprochen ist. Vier Burgtheater-Fittaleri. Die Schauspieler des Burachecners spielen gegenwärtig im Burgtheatevge'bäude und.allabendlich im Akademiethoater. Demnächst beginnt das Burgthectter seine Tätigkeit im Großen Konzerthaussaale (mit Calderons ,-Circe") und heute wird bekannt, daß noch in der lausenden Spielzeit auch Vorstellungen des Bmgtheaters im R e bautensaale der Hofburg stattfinden werden. Es sind in dieser Saison 150 Vorstellungen des Burglheaters im Redoutensaale in Aussicht genommen. Aus dm Theater». Volks oper: Heute Sivoni - Baklette. — Morgen Sonntag ,-C arme n". In den Kammerspielen geht Sonntag den 28 d. als Nachmittagsvorstellu-ng. Beginn 3 Uhr, ,-Der M uster- St t e", Schwank in drei Auszügen von Avery Hopwood, in me. Die Aufführung von „Komtesse Mizzi" und chöne Seelen" in der Original-besetzung der ersten Aufführung wird Montag den 26. d.. 7 Uhr, als Abendvorst ellung wiederholt. Im J ohann Si ra n ß - Thea rer fl'ianftt morgen Sonntag als Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten Meisen m MMwunL Serichtssaal. Ser Vstara-Szabo als Untermieter. Ein Mietprozeß ganz eigener Art mir polnischem Hinter-; grund beschäftigte gestern das GeMSgericht Iosefstadt. Bei Frau Tillinger, Besitzerin des Hauses Hernalsirgürtel 64, wohnt als Untermieter der bekannte Fühve-r der monarchistischen Terrorgruppe Ostara Alexander Szabo. Vor kurzem hatte Frau Tillinger ihren Mieter gekündigt, weil Lza'bo in der Wohnung das Parkeisekriolaviat eingerichtet hatte. Me die Mage ausführt, habe dies zur Folge gehabt, daß Tag und Nacht im Hause ein Kommen und Gehen von verdächtigen Gestalten herrscht, wodurch sich die Parteien des .Hauses in ihrer Sicherheit bedroht fühlten. Besonders nach der Hütteldorfer Schießerei, an der Szabo bekanntlich hervorragenden Anteil hatte, hätten die politischen Gegner gedroht, das Haus zu demolieren, wenn Szabo es nicht verlasse. Aus. Furcht vor Konflikten haben die .Mieter einverständlich mit der Hausfrau die Entfernung Szabos aus dem Hause beschlossen. Tleberdies machte Frau Tillinger dringenden Eigenbedarf geltend. In der gestrigen Verhandlung suchte der Vertreter des Szabo zu beweisen, daß Herr Szabo der angenehmste Mieter sei, den man sich 'denken könne. Es von einet Behelligung der Parteien gar keine Rede, und die Leute, die bei Szabo verkehrten, seien keineswegs Pülcher und Plattenbrüder, wie die Mage behauptet, sondern untadelige Gentlemen. Die Zeugen allerdings erklärten übereinstimmend, daß die Besucher Szabos oft sehr verdächtige Gestalten gewesen seien und daß sie sich des nachts sogar selbst das Tor aufsperrten. Diese Zeugenaussagen veran-laßten die Schwiegermutter SzaboS zu der Bemerkung, daß die .Herren" Genugtuung fordern würden, wenn ste diese Aussagen hören würden. Der Vertreter Szabos beantragte di? Vernehmung der Grafen Hugo Kalnoky, des Barons Dahmen und des Herrn W e n s e, die angeblich bezeugen können, daß der Verkehr im Haust Szabo durchaus ein harmloser gewesen sei. Der Richter beschloß, eine Anfrage an die Polizeidirekt i o n zu richten und das Urteil nach Eintreffen diese Ankunft den Parteien schriftlich bekanntzugeben. Die verfehlte Pstmdspekulation. Infolge eines technischen -öerwhenS wurde das Urteil in diesem Prozeß gestern nicht veröffentlicht.. Wir tragen daher nach, daß der Angeklagte Kart Iel'linek zu acht Monaten einfachM Kerkers verurteilt wurde. Gestempelte Krone ----- 0.0070 steutimes. Auszahlung Me» --- 0.0078% fenthnu. In Zürich notierte 26/10. 2Ö./10. die österreichische Krone . . . . . . 0.00797. 0.0078'/. die österr. gestempelte Krone . . . . 0.0079 0.0079 die tschechische Krone .... ... 16.55 16.60 die Mark. . . .0.00000000006 gestrichen Holland. . . . 218.50 218.15 New-Fork......... . . . 561.50 561.- London ... 28.21 Paris.. 32.62 Mailand . . .. . . . 25.22 25.10 Belgrad. . . . 6.50 6.65 Bukarest.. 2.65 Sofia.. . . . 5.30 5.85 Budapest .. 0.03 Warschau. 0.0003 WSHrungsintermezro. Bon Dr. Jacques Adler (Leipzig). Die deutsche Reichsregierung hat von den diktatorischen Befugnissen, die ihr der Reichstag im Ermächtigungsgesetz bewilligt hat, alsbald in einer das Wirtschaftsleben tief beeinflussenden Weise Gebrauch gemacht. Der erste Schritt war die Aufwertung der Steuerzahlungen, der zweite die Neuregelung der Vorschriften über Arbeiteventlafsung. und Arbeitsstreckung, der dritte und wichtigste der Entschluß zu einer Zwischenlösung des Währungsproblems. .Die Einzelheiten sind bekannt. Das Balutaelend war zum Symbol allen wirtschaftlichen Niederganges geworden. Die Goldmark- Umrechnung schuf keinen Ausweg, solange die Effektuierung in Papiermark zu täglich tvechselnden Kursen erfolgen mußte. Die breiten Bevölkerungsmassen, die keine Devisen haben, die nur mit den buntscheckigen Reichsbanknoten und allerhand „Notgeld" wirtschaften müssen, sahen sich vor eine ihnen unfaßbare, grauenerregende Entwickliing des Geldwertes und der Warenpreise gestellt. Die Anttvort auf die Frage, warum die Reichsregierung sich nicht einfach mit den an sich schon genügend schweren finanzpolitischen Maßnahmen zur tatsächlichen Stabilisierung der kursierenden Papiermark begnügen will, liegt daher» zum guten Teile auch auf psychologischem Gebiet. Man! möchte die Rückkehr zur „Wertbeständigkeit" ganz .real an einem neuen Gelde zeigen, bas nicht nur durch Wegfall der inflatorischen Störung stabil ist, sondern auch durch, .adäquate Deckung. Man hofft, daß sich dann auch ders dritte, ausschlaggebende Garant für den beständigen Wert! eines Kredilgeldes einstellen wird, bas Vertrauen zum Staate! und seiner Wirtschaft. Das künftige Geschick der Rentenmark, die wir-in den nächsten Wochen Hierzulaube kennen lernen werden, wird tatsächlich durch zu-ei Faktoren bedingt, durch beit Berlq.nl deL UitternehmimL. «ÜL GleicbaewiLt im Muttt 27. LAober 1923 Ar. KW ~~' .... 1 . ' . ''"“'V,!'/ und tm Volkshaushalt herzustellen, zweitens durch de« tzW tischen Kredit des Reiches. Was das Erste betrifft, so enthält das RegierurrtzS- Programm zur neuen „Ztvischentvähmng", die ben UriW# gaug zur wirklichen Goldwährung dereinst decken soll, beni lapidaren Satz: „Die Diskontierung von Michsschcchan^ Weisungen bei der Reichsbank wird eingestellt."- Das Reich wird statt dessen auf ein Rentenmarkdarlchen im Höchstbetrage von 1200 Millionen verwiesen. Wird dieses Plcv^ gramm, die Einstellung des deckungslosen Notendruckes, in Wirklichkeit Mtszusiihren sein? Mit der Antwort hierauf steht und fällt das ganze kühne Unternehmen. Zur «ttjspoechenden Anpassung der Einnahmen sott die Steuervalorisierung dienen, zu der der Ausgaben ein strenges Sparprogramm, dessen Veröffentlichung man jeden Tag erwartet, und dessen Verwirklichung noch eine schwere Probe für di« WillenÄfestigkeit der Zenträlgewalt sein wird. Ueberwiirdet man aber auch das Defizit inr öffentlichen Haushalt, bei Reich, Ländern und Gemeinden, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß die öffentliche Wirtschaft ja nur eine der Quellen des Mankos, der Leistungsschwäche, des Züsatzbedarfes, des Währungsverfalles war, nn!d daß in der Privatwirtschaft ganz ähnliche, abnorme' Verhältnisse herrschen. Solange die Handels- und Zahlungsbilanz passiv ist, muß sich eine Nachfrage für ausländische Zahlungsmittel geltend machen, die den Wert des Jnlandsgeldes nur ungünstig beeinflussen kann. Produktions- und Exportsteigerung gehören daher zweifellos zu den notwendigen Begleitmaßnahmen einer Währungsreform. Für die deutsche Wirtschaft ergibt sich hier eine Reihe äußerst schwerer Probleme. Zu ihrer Lösung soll das Arbeitszeitgesetz beitragen, das eine Vermehrung und Verbilligung der Produktion erstrebt, und in diesen Tagen, da es nicht! mit in die Kompetenzen des Ermächtigungsgesetzes fällt, den Reichstag passieren wird. Vorläufig hält man hier in den wichtigsten Branchen nicht unerheblich über Weltmarktpreisen und erlebt von Tag zu Tag neuen Produkttonsrückgang, Arbeitsstreckung und Betriebseinstellung.! Die enorme Arbeitslosigkeit wird durch gleichzeittge Teuerung und polittsche Ungewißheit in chrer sozialen Auswirkung verschärft. Unruhen haben eingesetzt, die alle Produktive Tätigkeit noch weiter einschränken und verschüchtern. Wenn Kartoffelfelder beraubt, Ladengeschäfte durch wilde Requisition geplündert werden, vergeht Produzenten und Geschäftsleuten die Lust an der Arbeit. Den Großstädten insbesondere droht in nicht geringem Maße eine Stockung der Lebensmittelzufuhr. Nicht minder schwer fallen die anderen Momente für weiteren Rückgang der Pwduktton, weitere Zunahme des volkswirtschaftlichen Defizits, ins Gewicht. Die Lage im Ruhrgebiet, wo am 20. Oktober die Reichsunterstützung letztmalig gewährt werden sollte, ist immer noch völlig ungeklärt. Wenn hier die Produktion der Schwerindustrie völlig zum Erliegen kommt, was dann? Wir spüren hier in Deutschland die Desorganisation wie ein bei Tage wandelndes Gespenst, und jeder neue Marksturz wirkt für Millionen Menschen, die nur chre Ausgaben, nicht aber ihre Einnahmen darnach umrechnen können, entmuttgend, ja niederschmetternd. Die Not macht die Massen, die an sich nur Arbeit und ruhiges Auskommen haben möchten, bald radikalen Lösungen geneigt, und die Gefahr für den Bestand eines geordneten Staatswes-ens. die sich hieraus ergibt, ist nicht gering. Das Kabinett Stresemann arbeitet mit stärkste« Mitteln gegen den Reichsverfall; inbesondere ist ihm die Währungsreform ein Werkzeug zur Reorganisation der Finanzen und der Wirtschaft. Das Zauberwort des „wertbeständigen Zahlungsmittels", des Dollar der kleinen Leute, soll schlummernde Kräfte für den inneren Wiederaufbau erwecken. Die Welt sicht dem Schauspiel mit Spannurrg zu. Gelingt dem Kabinett sein Unterfangen, dann dürfte ihm für die künftigen Sanierungspläne der außenpolitische Kredit ,ücht fehlen. Das Währungsintermezzo, das in Deutschland in diesen -Tagen mit Goldanleihe und Rentenmärk anhebt, wird wahrscheinlich durch seinen Verlauf den Gang des euro>- päischeit Schicksals auf weitere Distanz nicht unwesentlich! mitbestimmen. Ae Zunahme -es kskom-teporteseuiües -et Ratiomlbank. Die Tagesordnung der gestern nachmiitogs unter dem Vorsitze des Präsildenten Minister a. D. Dr. Richard Reisch abgeihaltenm Sitzung des Generailrabes der Oesterreichischen Nattvnalbank umfaßte ausschließlich l a ut sende A ng e il e g e u h e i t e n. Im Geschäftsberichte des Genera-'ldirektors . wurde hervorgeh oben, daß die Z u n ahme des Esko mp: e« po rtese u i liest a nde s der NattmaMnk n icht mit irgendeiner B e r ä n d e r u n g d e r Politik des Noteninstitutes zusammenhänge, sondern bloß dadurch hervorgerufen sei, daß im Herbst, wie gewöhnlich um diese Jahreszeit, stärkere Einreichungen erfolgten. Im Anschlüsse an den Geschäftsbericht brachte Generalrat Hofrat Stern eine Eingabe der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien zur Verlesung, in welcher im Anschluffe an eine Publikation des Präsidenten Dr. Reisch in der Presse verschiedene kreditpolitische Fragen erörtert wurden. Nach einer eingehenden Diskussion über dieses Thema, an welcher sich die Generalräte Popper-Ar-tberg, Hammer und Meller und der Vorsitzende beteiligten, wurde beschlossen, die Eingabe der ArbeiterLammer nach Wschlnß tar derzeit schweben-den Vechandlun>gen über die Bankeickond-ittonen neuerlich im Generalrate in BchaMung zu nehmen. Schließlich wurde die Zulassung der Emissionen 7—9 der Abrechnungsobligationen in Pfund zur Belchnuntz bei per 'MterWMMMMEK MffiÄ