Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1689 (27.10.1923)
- Date
- 1923-10-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.' 1689 Wen, SaiMag Wiener Morsrnzeikung. Geldnot IN Leutschland. Die Reichsbank versagt. — Zahlung in Rentenmark und Goldanleihe. Berlin, 20. Oktober. Infolge'der letzten sprunghaften Au«s«wärts!bewe!guug des Dollar find die Anforderungen an d:e Re-ichslbank so riesenhaft gestiegen, daß es der Banlk nicht müg.' lich ist, auch nur einen nennenswerten Bruchteil der Forderungen nach Papiergeld, die in die Trillionen gehen, zu defriediMn. Das NeichsibantgMnde ist seit heute mittags von Tausenden von Menschen und Hunderten von Fuhrwerken umlagert. Der Verkehr in den angrenzenden Straßen ist lahmgelsgt. Der Chef des Banknotenwesens der Reichsbank. erklärte einenr Mtapbeiter der „Vossischen Zeitung", daß di« Reichsdank ihre Zahlungen von morgen an in Renten mark leisten werde. Es handelt sich um die Beträge, die das Reich der Reichsdank schuldig war und die der Reichsbank von der Rentenbank bereits überwiesen worden sind. Ferner sollen. morgen Gingeh nt eldoll arstü ck e der Goldanleihe in ' größeren: Umfang in Umlauf gebracht werden. Clearlngknm der Österreichischen HaUonalbank vom 26. Oktober 1928. Devisen (Schecks und Aus- Zahlungen) tutf Amsterdam f, 1 holl. Gulden Agram 1 iug. Kronen . . , Belgrad l Dinar ..... Berlin* I deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei.. Chrlstlanla 1 norweg, Kronen , Kopenhagen I dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire ....... New York 1 Dollar...... Paris 1 Francs ....... Prag l tschecho-slow, Kronen . Sofia 1 Lewa ....... Stockholm l schwedlscheKronor . Warschau1* 1 polnische Mark , Zürich 1 schweizerische Franca . Noten Amerlkan« Noten v. s Doller auhr, » , kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten cu 1000 Leva . . ’ i 100 j, ' » . , kleinere. . , Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten zu IQOO Mark. , » »i» 100 ... . . kleinere. . . . Engl, Noten von 5 Livrest. autw, , . kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire autw, . . kleinere . . . Jngosl. Noten ungest. cu 1000 Dinar . . . - 100 . . . . kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten v. 800 Mark autw. „ . kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu.SOOLel . kleinere ... Ruse, Noten (Roman,) cu 500 Rubel » « » ». 100 ... kleinere , . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . T$checho-slow. Not, v.lOOQaufw, , „ kleinere . Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. . .zu 10.000 Kr. ... . . kleinere . .... * Für 1 Million Mark, - 8 SpannnungSänderung. Geld Kurs vom 25. Okl. Were Geld Ware 4 27600,- 27700.— 27570.» 27870— 6 805.- 809.- 818.- 822— fi 805.- 809— 818.- 822— 8 0.78 0.92g 0.75 0,95 4*1. 3554— 3566.- 3644.- 3558— 6 3.77 3.87 3.77 3.87 335.- 337— 329— 33t — ö 10580.- 10730,— 10660— 10720.- 8 12280.— 12320.— 12380— 12420— 3 31810Ö.- 319100.- 318500— 31950p— 8*/, 9230.- 9320,- 9330— «70— 6 3164.- 3176.- 3144— 3156— 4 70935.- 71185— 70035— 71185— 8 4137.— 4153— 4137— 4153— 8 2086.- 2095— 2100— 2110— 7V, 683.- 672— 678— 682— 4 </, 18470,— 18530— 18470— 18530— 6 330.- 370— 160— 300— 3 12635.— 12685— 12635— 12685— 70560i— 70060,- 70560— 70960— 70460.- 70960.- 70460.- 70860— 3510— 3540— 3500— 3530— 646— 654— 656— 664— 626— 634— 636— 644— 12130— 12210— 12170.- 12250— 0.65 0.8S 0.55 0.95 0.60 0.50 0.90 316390— 317900— 316700— 318300— 316100.- 317700— 316500— 318100— 4090— 4120— 4090— 4120— 27400— 27600— 27370— 27570— 3130— 3150— 3HO— 3130— 3110— 3130— 3090— 3110— 794— 800— 807— 813— 784— 790— 797— 803— 10550— 10630— 10550— 10630— 330— 370— 273— 3I0.U' " 350. - 360— 329— 333— 323— 327— 309— 313— 303— 307— —— 18280— 18360— I8260lir 18360*— 12520— 12600— 12520— 12600— 9160— 9240— 9210— 9290— 3067— 2083— 2o82— 2098— 2062— 2078— 2077— 2098— 2.45 2.65 2.38 2.58 2.40 Ü6Ö 1!« * für 10.000 poln. Mark. Nordisch-Oesterrcichische Bank. Der 6Ze>vivaltU'Ngsrat hat tu seiner letzten Sitzung beschlossen, die Herren Bundesniinister a. D. Dr. Pauer, Großindustriellen Inig. Anton Sch lest itzka und Prüfidenten der FinanzlandesdirMon i. R. Doktor Joses Pawlitza in den Deowaltungsral zu kooptieren. (Entgeltlich.) Erhöhung des Mindestbetrages des Stammkapitals bei Gesellschaften m. b. H. In der am Montag den 29. Oktober stattfindenden Bersamlung der Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie werden auch die Erhöhung des Mindeftbetrages des Stammkapitals bei Gsfellschasten m. b. H. und andere Aenderungen der g-esehlichen Bestimmungen über diese Gesellschaften'in Beratung gezogen werden. Bei dieser Gelegenheit wird auch über die Erhöhung der für die Firmenprotokollierung maßgebenden Wertigrenzon referiert werden. Es sind hier vom Ministerium wesentliche Aenderungen vorgesehen. Die Abschaffung des Paßzloanges. Es wird nunmehr ernstlich an eine Reform des Paßwesens geschritten. Im Handelsnriuisterimn und im Ministerium des Äeußern wird die Materie von den einzelnen Referenten gründlich beraten. NnÄmchr soll auch die Handelskammer in dieser, Hinsicht ihr Gutachtven abge'ben und wird sich in der nächsten Vollversammlung mit dieser Frage beschäftigen. Russisch-österreichische Handels-Aktiengesellschaft (Ratao). Bekanntlich ist vor einiger Zeit auf Grund eines Vertrages, der zwischen der russischen Regierung einerseits und einem unter der Führung der Oefterreichischen Werke stellenden kooperativen Industrie- und Haudelssyndikate, andererseits abgeschlossen wurde, eine gemischte A-ktiengesellschaft unter der Firma Rnssisch - österreichische H a n d<;l s- A k t i e n g e s >e l lschaft (Rata o), an welcher auch die russische Regierung beteiligt ist. für den Export und »Import nach und aus Rußland gegründet worden. Die Konstituierung m Gesellschaft hat vor einigen Wochen in Moskau stattgesnnden. Der Verwaltungsrat wurde sowohl aus Vertretern der österreichischen Gruppe als aus Vertretern der russischen Regierung gebildet. Unter anderere gehört dem VerwMnngsrat der stellvertretende Handelsbeivomuächtigte des Bundes der sozialistischen Räterepubliken in Wien, lJng. Dawidoch it sch, an. In das österreichische Syndikat sind in snngster Zeit die Allgemeine Depositenbank und die Export- und Industriebau?, welch letztere als Vertreterin und Korrespondenzstelle >der Russischen Staatsbank für Oesterreich fungiert,. mit ihnen nahestehenden Industriefirmen leingetveten. Der Vizepräsident der Allgemeinen Depositenbank. Oberbaurat Ing. Sregmund Sachsel. wird der nächsten Generalversammlung der Aktionäre als Mitglied des B-erwaltuugsrates der Gesellschaft nominiert werden; ber Präsident der Export- und Indnstriebank, Staatssekretär <i. D. Dr. Hans Löwenfeld-Ruß, wurde zum Mitglied der Syndikatsleitnng bestellt. Die vorbereitenden organisatorischen Arbeiten' sind nunmehr -um Mschlusse gebracht. Jur llebernahme der Lestunq der Dirvktionsgeschäfte der' Äauptäbteiilung wird Generaldirektor Regiernngsrat Hermann.! Der: designiert werden. Als van.den Oesterreichischen Werken entsendetes geschäftMhreüdes Mitglied des Mrwaltnngsrates wird Dr. Armand Eisler fungieren. Die Geschäfte in Moskau werden vom BerwaltunMat Ing. Bruno Steiner gememsam mit Direktor . Max.Fr'Iiedk ander ■- geführt werden. ... .. , Maefchöftr mit Dowjetrutzlaich. Tlus Moskau, 17. d., Wird gemeldet:. Die Berliner Handelsabteilmrg des Bundes der SolüietvepubMn hat in letzter Zeit eine Recht längsr ist igor Zeitgeschäfte mit deutschen Firmen abgeschlossen. Einem deutsch-holländischen Dwgenkonzern ■ kaufte die Berliner Handolsabteilung 50.000 Kilogramm Chinin auf einfährrgen Kredit ab. Einige Geschäfte mit tschechöflowakifcheu Firmen sichern Rußland die Lieferung der. gesamten BetriebSsiurichtuiig für Mi im . Bau . vefiMiche russische elektrische Zentralen. Dem Vertrage zufolge ist die Lieferung binnen sechs Jähren zu bezahlen. Der Verband der russischen ProduktivgLttossenschaften vechnnde'lt gegenwärtig mit einigen franMschen. Firmen, über die Kreditierung der Ausfuhr 'russischer Hemrindustrieerz-etlgnDe in der Höhe von 1ö Millionen Franken. Die finnische Betrisbsvereiniguug 'verkaufte dem BÄ/skommissariat M00 Tonnen Papier ebenfalls auf Kredit.' Zuckerfabriken Schneller u. Co. A.-G. In der am 26. Oktober 1923 in Prag abgehältenen 1b. ordentlichen Gencralver- ' or" .. der' Zuckerfabriken Schoeller u. Co. A.-G. wurde der Rechnungsabschluß für das' Geschästssahr IsiW—1923 genehnrigt und der Beschluß gefaßt, -eine Dividende von 84 tschech. K. pro Aktie (wie im Vorfahr) zur Verteilung zu bringen. Der Dividendenoonpon Nr. 13 gelangt ab 27; Okto'be.r 1923 bei der Allgemeinen Oesterreichifchen Boden-Credit-Anst'ält in Wien und bei der Zrvnost-enska banka ju Prag zur^Einlösung. Das ausscheidende Bevlvaltuttgsratsmitglied Herr Haus Kuiep wurde wieder- und die. Herren Apollo R uz ick a und'Rudolf Steiner zu Verwaltungsräten neügelvählt. In der im Auschkusse an> die Generalversammlung abgehaltenen BerwaltmWratssitzuttg wuchen Herr Richard.Scho eller zum'Präsidenten und 'die Herren Alfred H e rz.s oh d und Dr. Iaroslav Preiß zu Vizepräsidenten der Gestllschäft gewählt. ' ' ' iMtgeltlich.) Sicherstellung des Bankkommittenten. Mit Rücksicht auf die in neuerer Zeit häufigen Fusionierungen ist eine soeben herabgeläugte Entscheioung von Bedeutung, in welcher der Oberste Gerichtshof zur Frage der Sicherstellung der Kommittenten Stellung nimmt. Anläßlich der im Jahre 1922 erfolgten faktischen Fusionierung der Wiener Filiale der B r itish-ungarischen Bank A.-G. und der Firma Kola u. Cö. mit der British-österreichischem Bank- und Ha ndels.aktien gesell schaft begehrte Firma-als Kommittentin der erstgenannten Bankfiliale unter Hinweis auf die bereits begonnene Vermö.Pnsvereinigung Sicherstellung ihrervon dev. Bank bestrittenen -Forderung auf- Herausgabe von Aktien und Schadenersatz durch gerichtlichen Erlag der. Gesamtbeträge, von 332,696.271 K. in barem Gelde oder pupilla'rsicheren Papieren. DasHan-dvlsgericht. Men - und ebensoüber Rekurs das' Oberlandesgerncht. trugen der belangten Bankfiliale auf, die begehrte gerichtliche Sicherstellung zu leisten oder die weitere Vereinigung ihres Gesellschaftsvermögens mit dem der British-österreichifchen Bank- und Handelsaktieugesellschaft bis zur Erledigrtng der strittigen schwebenden Verbindlichkeit auSzusetzen, wabei^däs, Oberlandesgericht die Anschauung vertrat, -daß sich der^M/zelne Gläubiger einer bloß teilweisen VermöAensvereinigünß'nicht Widerfetzen könne. J Gegen diesen Beschluß hat nun die Firma den RevisionsvekurL an den Obersten Gerichtshof erhoben. In demselben wurde geltend gemacht, daß die alternative Entscheidung der Unterinstanzen die vom Gesetze dem Bankkommittenten beabsichtigte Sicherheit nicht bieten könne, da durch gerichtliche Erhebungen festgestellt und vyn. der Bank auch nicht bestritten sei, daß sie einem Teil ihrer Aktiven der neu gegründeten British-österreichischen Bank- und Haudelsaktiengefellschast bereitsübergeben habe. Cs hieße das Gesetz zur Farce herabdrücken, wenn die Sicherstellung, des Kommittenten durch den bloßen. Auftrag an die Bank erfolgen sollte, die weitere Uebergabe des Vermögens auszusetzen, welches' unbestrittenermaßeu an'die neugegrüudete Bank schon zum großen Teile übergeben war. Der Oberste Gerichtshof hat in Stattgebung des Re-vislonsrekurses der British-ungarischen Bank A.-G., Filiale Wien, aufgetragen, den begehrten Sicherstellungsbetrag in barem oder in pupillarsicheren Papieren bei sonstiger Zwangsvollstreckung gerichtlich zu -erlegen. In der Begründung wird ausgesprochen, daß die bezüglichen Bestimmungen -des Handelsgesetzbuches den Zweck verfolgen, die,Forderungen der Gläubiger vollkommen sicherzüstellen, bevor mit der Berteiluug, bezw. Bereinigung des Gesellschaftsvermögens vorgsgangen wird. Als Regel gelte demnach die gerichtliche Sichcrstellnng, falls nicht die liquidierende GesLllschaft die Verteilung ihres Vermögens, respektive die Vereinigung dieses Vermögens mit einer anderen Gesellschaft zur Gänze aussetzt. Wurde aber mit der Verteilung oder Übertragung des Vermögens schon begonnen, so kann nur mehr der gerichtliche-Erlag, respektive die Sicherstellung genügen, da andernfalls die gerichtliche Verfügung wirkungslos tväre und nicht mehr, das ganze Vermögen dem Zugriff - der Gläubiger gewahrt bliebe. Gerüchte über Schwierigkeiten einer französischen Bank. An der Börse tvaren gestern Gerüchte verbreitet, wonach eins Pariser Bank in Schwierigkeiten geraten sei. Schwere wirtschaftliche Kris« in.Syrien. Mrs D a m a skn 8 meldet das I. C. B.: Der syrische Korrespondent der arabischen Zeitung „Äl Siassa" berichtet ü>ber eine scharfe wirtschaftliche Krise, die augenblicklich in Syrien l)ervscht. Die Krise soll-durchdrei Momente ve-rursacht worden, sec-u: '.^Zerstückelung Syriens.in. einzelne'Provinzen, Vernachlässigung-der Landwirtschaft und Schwäche,her. Industrie.,Die Zeitung konstatiert eine scharfe Steigerung der Preise sämtlicher Produkte, die ans' Syrien nach Obev'libanon nn>d umgeikehr-t ein«- und aus-geführt werden. Dies ist eine Folge der politischen: Gegen, sätzc zwischen-den beiden Provinzen. . Wie«« Mrse. Schwache Haltung. -Zu Börsenbeginn hatte es den Anschein, als ob nünmehri die Tendenz eine Weirdungzum besseren nehmen wollte. Namentlich in der Kulisse kam -einige Nachfrage zum Vorschein. Doch bald verfiel die Börse wieder in ihre triste Stimmung, von welcher sie auch in den Vortagen beherrscht'war. Neben-der ungünstigen Beurteilung der Verhältnisse in-Deutschland wirkten auch E^ekutlonsverkaufe mit, die auf Rechnung schwacher Hände Vovgenommen wurden. Andererseits konnten ganz genau die Vorstöße der Kontermine beobachtet werden, welche in der Hoffnung auf ein 'weiteres Sinken des Kursniveans mit Leerabgaben in stärkerem Maße vorging. Dabei übten auch nnfrenndliche Berichte aus der Tschechoslowakei über >den dortigen Geschäftsgang eine im- 27. Oktober 1923 _Seite V günstige Wirkung. Budapest war ebenfalls flau. Es waren dori Meldungen in Umlauf, wonach die uirgarische Regierung neuerdings Maßnahmen gegen den Effektenbesitz plane, was einzelne der Efsektenbesttzer zu Verkäufen veranlatzte. In der Kulisse wiesen die meisten Bankwerte Rückgänge auf. Es senkten sich Bankverein um 14.000 K., österreichische Kredit um 16.000 K., ungarische Kredit um 41.000 K., Anglobank bf 16.000 K. und Unionbank um 7000 K. Von den Jndustrrewvrten der Kulisse büßten ein: Rmm 27.000 K., Salgo 46.000 K., Krupp 19.000 K., Poldi 62.W0 Siemens 13.000 K., Dimber 29.000 K> Im Schranken war die Stimmung ebenso gedrückt wie in der Kulisse. Petroleumwerte erlitten weitere Einbußen. verloren: Fanto 8Q;0Q0 K., Naphtha 140.000 K., Schob« niea 70.000' K., Wien-Floridsdorf 6000 K. Auf dem Kohlenmarkt waren die meisten Werte schwächer. Es verloren: Brüxer Kohlen 35.000 K., Nordböhmische Kohlen 60.000 St, Urikany 02.000 K., ungarische Kohlen 150.000 K., westböhmische Bergbau 80.000 K. Von den Transportwerten senkten sich: Nordbahn mn 700.000 K, Fünflirchner um 40.000 Kronen. —- In Maschinenwerten war die Stimmung nicht einheitlich. Es besserten sich: Armaturen um 30.000 K., hingen senkten sich Tanek um 26.000 K., Denes um 20.000 K-, Ringhoffer um 75.000 K., Simmeringer um 28.000 K. Bezugsre ch t e: Depositenbank 800 bis 1700 K., kroatisch-flolvenische Landeshypothekenbank 1880 K., Grazetz Brau 200.000 -K., Aussig chemische 110.000 K., Hotel Krautz' 17.000 K., Sierszaer Montau 82.000 K., Bita 70 K. Auf dem Anlagemarkt war das Geschäft unwesentlich. Di« meisten Werte gaben nach. Von Exoten notierten: Apollo-Film 82.000 bis 64.000, Erdöl 50.000 bis 54.000, Jriag 310.000 bis 330.000, Mrazniea 162.000 bis 177.000, Tepege 98.000 bis 103.000, Universale 49.000 bis 56.000, Wiener Waffen 21.IX«. Me«« Warenbörse. (Eigenbericht der .Wiener Morgenäeituwg".) An der gestrigen Warenbörse nahm -das Ausgebot Ehemikalien erneu ganz geringen' Umfrng xrn und die erfolgten »schlüss-e >waren unbedeutend. Exekutiv wurden -gedeckt 2000 Kilogramm Schuppenparafisin 30-52 zu 6500 K. ab Lager Wien verzollt. Nachfrage herrschte nach Actznatron, Paraffin und Milchsäure technisch. Tie Tendenz erfuhr keine besondere Veränderung. nur Essigsäure chemisch rein 80 Prozent ermäßigte -den Preisstand um 400 K. auf 18.000 K. ab Wien. Befestigt haben sich Paraffin 50-52 opak am 100 K auf 6500 K. und Montanwachs Riöbeck mn 260 K. auf 5000 >K. transit Wien. Oele und Fette erfuhren gleichfalls unbedeutende Veränderungen, nur holländisches Leinöl ermäßigte den Preisstand um 700 K. auf 17.000 K. und RüM dopp. raff, um 400 K. auf 13.800 ab Wien. Zum öffentlichen V-erkause gelangten 18 Faß Soijaö'l zu 31,50 holl. Gulden pro 100 Kilogramm «exM-usive Waren umsatzsteuer. Deröffentliche Verkauf von Kakao. wurde aujf den 6. November vertagt. Von Kolonialwaren waren zu unveränderten Preisen echältlich: Kaffee. Tee, Kakaos Gewürze, Reis und Pflaumen. Zucker tendierte etwas schwächer. Es notieren: Kristall 3,40 tschech. K., Würfel 3,70 tfchech. K. pro Oktober- Dezember ab Grenze sowie 9800 i&, refp. 10.300 K. pro Oktober frachtfrei Waggon Wien, ferner 9900 K>, resp. 10.400 Kronen prompt ab Lager Wien. Exekutiv -wurden verkauft: 450. Kisten ungezuckerte Kondensmilch Vollmilch zu 6500 K. pro Dose. Rohhäute wiesen unbedeutmde Veränderungen auf, nur Rindshänte schwächten sich um 500 K., Schafblößen um 2000 K. und Winter-Hascnfelle um 2000 K. ab. Schaffelle' befestigten ftä). um 3000 K. Die Preise stellen sich wie folgt: KaOfelle ohne Kopf auf 31.000 K. pro Kilogramm, Rinoshäute 17.300 bis 18.000 K. pro Kilogramm, Roßhäute" 230.000 K. pro Stück. «Schaffelle 88.000' K., «Schafblößen 28.000 K., «Kitzifelle 20.000 K., Ziegenselle 47.000 K.. Winter- Hafenfelle 16.000 K.. «Sommer-Hasenfelle 4000 K., Sommer- Rehfelle 45.000 K., Gemsenselle 60.000 K. pro Stück. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen am -29 d. um 12 «Uhr «Petrolcrum, am 30. d. um halb 1 Uhr Kakao, am 31. d. um 12 Uhr Holz und am 2. Ädovember «um halb 11 Uhr Magnesium metallienm pulverisiert prima. BaumwllMartt. llzufuhren in )0. Ausfuhr nach. Grohden atlant. Ne«-Borkti 25. Oktober. Baumwollz und Golfh afen 42.000, im Innern 28.000 britannien 6000, nach dem Kontinent 11.000. Lokalmartt wickäling r 31.75 (letzt. Kurs 31.—). Tendenz: Stetig. — Termine: Oktober , November 30.63, Dezember 80.65, Jänner 30.05, Februar —. März 30.07. April -.-. Mai 30.15, Juni JnN 29.60, August 28.35, September 27.50. Berliner Börse. Berlin, 26. Oktober. Nach den anhaltenden und starken Kurssteigerungen. der letzten Zeit trat an 'der 'heutigen Börse ein Umschwung insofern «in, als die «Spekulation unter Hinweis auf die unerfreulichen inner- und außenpolitischen Verhalt niste Verkäufe voruahm. «Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen. Bei der vor«herrschenden Lustlosigkeit war die Kursbildimg anfangs unregelmäßig 'bei allerdings überwiegenden Kurs'befstrungen. Später traten sedoch auch hier Rückgänge zutage. Dir Einbußen hielten sich aber überall unter 200 ms 800' Milliarden Prozent. Einig: führende' Werte waren sogar lloesentlich höher. Die. Devisenpreise würden! zumeist ans dem gestrigen Stand festgesetzt. - - - (Alles in Millionen von Mark.) 1 Dollarschatzanweisungen 75.000. Schluß! urse: Türkische Lose 875.000, Oesten. Staatsbahn Nordd. Lloyd 188.000, Ver. Elbeschiffahrt 125.000, Berliner Handelsgesellschaft—.—, Kommerz. Privatbank 100.000, Darmst. Bank 130.000, Deutsche Bank 160.000, Diskonto- Kommandit 460.000, Dresdner Bank 90.000, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 80.000, Oesterr. Länderbank —, ReichSbanl 75.000, Wiener Bankverein16.000, Wr. Unionbank Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft 186.000, Bochumer Gußstahl 1,400.000, Daimler Motoren 34.000, Deutsch-Luxemburger 1,000.000. Deutsche Waffen «. Munition-, Dynamit Nobel 120.000, Felten u. Guilleaume-Gelsenkirchener Berg. 1,160.000, Th.Goldschmibt 310.000, Harpener Bergbau 1,350.000. Hirsch Kupfer 900.000, Höchst. Farben 300.000, Hohenlohe-Werke 770.000, Lanrahütte 660.000, Atannesmannrvhren 800.000. Phönix Bergbau 825.000, Schuckert u. Co^880.000. Siemens u Halrke 980.000, Telephon Berliner 130.000.