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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-26 · Heft 1688 (26.10.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1688 (26.10.1923)
Date
1923-10-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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tm* mm, /- aölttiet DkStMtt-ettuAtz. Mäßig Vo-rstcHu-rgen geben, vorläufig in dein a-apchverten Theatersaale des Hotel Stefanie. Ms SP-ieM-^r wurden die Herren $. Deutsch und I. Me fiel, als ft^sticviischer Berater SchrWeller Mendel Singer gotvomaten. Die Jüdische Bähne «wird unter onÄe,vem den Pinski-Zyklus dringen, mit dem sie schon früher wrßerovdonMche Erfolge hatte. Der Spielpba-n wird in dev ersten Zeit um folgendeWycke lbeveichert: „Stompen ju" von Schole-m Alejche.m, ,^Der Oizer" von David Pinski, „Des Schmiedes Töchter" von Pevez Hrrschlein und „In dev Sommerfrische" von Goildde^rg. Eine 'WMommene Wwechflung wird die Einfügung guter jüdischer Singspiele und Operetten in dem Spielplan sein. Auch dieses Genre wollen die KünsÄier der Jüdischen Bühne so Pflegen, daß die Pevlen jüdischer Volkskunst in ausgezeichneter Darstellung vermrtwlt werd-en. Es wurden zu diesem Zwecke durchaus erstklassige OpevettenkrÄste gewonnen, und es lwird -dafür gesorgt, daß die in Betracht kommenden sorgfältig gewählten Stücke, von allem Beiwerk, das im Laufe der Jahre unkünftlerischs, mitunter auch gewisftnlose Hände hinzusügten, beseitigt wird. Die tapferen Schauspieler der Jüdischen Bühne, die durchhielten, -bis sie wieder als Ensemble ein Betätigungsfeld fänden, sind -der Förderung -weitester jüdischer Kreise würdig, und es ist zu hoffen, daß datz Publikum ihr Unternehmen tatkräftig stützen wird. FSr die notleidenden deatsche» Mnstler. Nachtvorstellung in den Karmnerspielen. Wiener Schauspieler von Rang bestritten diesen Abend Und die-Besucher der Wohltätigkeitsvorstellung kamen aus ihre Rechnung. Zwei 'bewährte Einakter von Schnitzler und Salten von ersten Künstlern ausgezeichnet gespult. Es genügt, zu melden, -daß ,Komtesse Mizzi" mit Willy Thaller, Rosa Albach-Retti, Arnold K o r f s und Hermann T h i m i g in den Hauptrollen besetzt war. Als Draufgabe zu diesem Quartett MÄni Marlows unvergleichliche Lolo Langhuber und Hans L a ck n e r s echtester ,Halbster" Frater. — In „Schöne Seelen" gab es neben dem ,LDer" Anwn Edthofers manche Ueberraschu-ng. Mizgi Günther als geschäftstüchtige Liebespenderin -hervorragend, Nikolaus L o v r i e in einer kleinen Rolle außerordentlich charakteristisch, und Oskar Karlweis, dem wir zum ersten Male begegneten, als junger Prinz einfach Nstlich. Es war ein bemerkenswerter Abend der Wiener Schauspielkunst. ikmruörik QL ln sb, um* im Manuskripte und siud ausschließlich zu richten an Bock L HvMH Men,1. Bez., Adleraaffe - Synagogenkonzert. Morgen Samstag um 7 Uhr «bendS findet im Tempel, 9. Bez., Grüne Torgasse 13. ein Synagogenkonzevt statt, bei dem - in Wien bisher unbekannte synagogale Kompositionen zur Aufführung gelangen werden. . ... Ruth Denis, die australische Tänze««, bringt in ihrem viertägigen Gastspiel im Wiener Komödienbaus in der Operette ./Die BalWmgin" ihre zwei neuesten Schöpfungen .Danse de Harem" udb „Danse Opium". (Beginn viertel 8 Uhr.) Sezession. Die Ausstellung „Don Füger bis Klimt" wird am kommenden Sonntag den 38. d. endgültig geschlossen. Gustav Friedrich, der -bekannte und erfolgreiche Berliner Gesangspädagoge und KoNzertsänger, hat seine Lehrtätigkeit nach Wien, 3.. Bez., Rechte Bahngasse 10, verlegt. Sprechstunden an Wochentagen von 10 bis 1-1 Uhr vormittags. Eine Pressekampagne gegen Schalvm Aschs „Gott der Rache" in London, Lbus London meldet das I. C. B.: Die Aufführung des Stückes „Gott der Rache" von Schcvlom Asch durch die Wrlnaer jüdischie Truppe in London hat dem „Sunday Expreß" zu scharfen Angriffen auf das Stück Anlaß gegeben. Das Blatt fragt die Behörden, wie sie die Aufführung gestatten konnten. ,/Es ist ein Stück," schreibt „Srinday Expreß", „das alle Zeichen der Zuchtlosigkeit trägt." Wie die Zeitung berichtet, hatte sie von den zuständigen Behörden die Auskunft erhalten, daß das Stück ihnen bloß in einer kurzen Inhaftsangckbe unterbreitet worden ist; überhaupt könnten die Behörden das Stück schwer beurteilen, da keiner der Beamten der jüdischen Sprache mächtig ist. (I. C. B.) — Bekanntlich! hat auch in N-eSv-Aork die Aufführung dieses Stückes ans Widerstand gestoßen. Es kam sogar zu gerichtlichen Verfolgungen des Schauspielers Schildkraut, der die Hauptrolle spielte, Wir haben wiederholt dargelegt, daß dieses Drama keineswegs <mstößig oder unsittlich und daß der künstlerische Wert des H über jeden Zweifel echaben ist. Aus de« Theater«. Durgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, gelangt die Lreiaktige Komödie „Improvisationen i m I u » i" von Max Mohr zum e r st e n M a l e zur Aufführung. Regie: Herr Heine. Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr aberjds „E r st e r K l a s s e". „D i e M e b a i l l e". K a m m e r s p i e l e. Heute, 10 Uhr abends, gcht im Rahmen der Nachtvorstellung „Alraune" nach dem Roman von Han8 Heinz Ewers mit Cäetlie LvovSky und -Hugo Werner-Kahle in den Hauptrollen in Szeue. Dolksoper. Heute „D i e B o h e m e". — Morgen Sironi-Ballette. — Freitag den 2. November beginnt ein vier Abende umsaffendes Gastspiel der Frau Ada Poliakowa als Louise iu der gleichnamigen Oper Charpentiers. Deuts chesDolkStheater. In Abänderung des Spielplanes wurde für Sonntag den 26. d. als Abendvorstellung Shaws Komödie „Man kann nie wissen* angesetzt. Raimund-Theater. Heute gelangt Shakespeares Lustspiel „Die Komödie der Irrungen* und Nestroys Posse-„Z eitvertreib" zur Aufführung. Morgen, Sonntag um» Montag spielt Leopoldine Konstantin ln MolnärS Spiel ,,Faschin g*. Dienstcm den 30. d. tritt Willy Thaller in dieser Spielzeit zum ersten Male auf, und zwar als Lüftchen in dem Schwank „Zwei glücklicheTage*von Schöuthan und Kadelburg. Apollo-Theater. Das musikalisch« Lustspiel „Dorineund der Zufall" bleibt bis auf weiteres auf dem Spielplan. MitteNovember wird das Russisch- RomantischeTheateretn kurzes Gastspiel absolvieren, worauf in de» ersten Tagen des Dezember die Uraufführung der Leo Fallschen Operette .Der süße Ka<valier" vattnndet. „Wr.Mor-enzeiktVg" Filmdichter und Filmregisseur. Biele Mängel der Filmkunst sind autf das Fühlen richtiger Filmdichtungen zuvückzuführen. Die Sutsetveofasser kow' rnen zumeist aus dem Arbeitsgebiet de- Schrifttums, si"d Fouilletonfften. Romanciers. Dramatiker, kurz Schriftsteller' gewohnt in Worten zu denken und in Worten zu schaffen. Der Film jedoch verlangt ein Denken und Schaffen in Bildern, und der Filmregisseur vermag den Kedaicken des FAmdrchters nur zu stellen, wenn dieser Gedanke bildhaft ausgedvückt ist. hat aber unsere Generation der Filmdichter noch nicht vesftoS ecklernt und deshalb sicht fast seder Filmdichter, wenn er Vas Atelier besucht oder wenn er ,/seinen" Film sicht, daß ver Regisseur etwas garrz anderes herausbrochte als nach per Meinung des FilmdichterS im Suiset niedergeschrieben wurde. Bei genauer Nachprüfung des Sufets wird der Filmdichter dann allerdings.zugeben müssen, daß er seinen Gedanken nicht genügend klar darlegte und -daß eben mehrere Auffaffunpen möglich waren. Am besten gelingt ein guter Film, wenn der Verfasser zugleich auch Regisseur ist, denn dann kennt er die Plane des Sujets restlos und wird andererseits in das Drchbuch nichts aufnehmen, was sich nicht auch fAmtechmsch darstellen -läßt. Nicht selten scheitert daS volle Gelingen eines guien Films an der vorläufig noch vorhandenen Unzulänglichkeit der darstellerischen Mittel. Alles läßt sich durch Handlung pnd Mimik darstellen, wenn man die richtigen technischen Mittel und die richtigen Darsteller hat. Jedoch hier ist schon der Haken: Der Sufetverfasser erdenkt oft eine prachtvolle mimische Darstellung seelischer Vorgänge, jedoch der Darsteller, gewöhnt. an die gröberen Mittel der Sprechbühne, vermag das ©eefifä* der Mimck nicht in der Feinheit zu bringen, die dem Dichter vorfchwebt. Die Amerikaner hüben die Schwierigkeit, -put« Darsteller zu finden, -langst erkannt, deshalb hckben sie sich ckuch die Pola Negrgi grhoü. weT sie eine der Wenigen ist, welche die Filmmimik beherrschen. So ist die Filmdramaturgie und die Filmregie innrer noch ein Kampf gegen zahlreiche Unzulänglichkeiten. und die Kinobesucher ahnen kaum, welche Berge Von Schwierigkeiten überwunden werden müssen, ehe ein brauch' barer Film zustande kommt. „Dir Lawine." Dvß bei dom Sascha-Regisseur Michwü Ke r t künstlerisches Wollen und künftlevffches Können in enMvr 3»^= birwuing stehen, beweist dieser Film, dem wundervolle gebirgSäusnahmen ein prachtvolles Milieu, geben. Man staüM, wenn inan diesen Mm mit anderen aus dersMen Werfftäne vergleicht, wie intensiv dieser Regisseur auf das reinKünstlevissche emzugehen versteht, wann nicht rrasige Massenszenen einfachen aber sehr tvertvollen Spielszenen den Raum rauben, Hier formte wriS> hat sich der wrM-iche Künstler Kertesß entfaltet, der mit subtAer Auffassung and doch kräst-iaer Hand die HamdMw entrollt, sie zu wunderbaren Bildern belebt inib in einer jäh steigenden, scharf profilierten Lwrie dem Endezuftchrt. Die HarÄbung und deren Gang hätte vielleicht manch anderen, p^u verleitet, in den Fehler der Amerikaner, in billige RkührseliMrt, die knapp a«r Kitfchigisu vorüberstreift, M Verfallen. Keftesz aber hält genau die Linie ein und so toird dieser Mw lü einem Werk, das als unbedingt künstlerisch hochwertig ein-uschätzen ist und ähnlich wie die ..Tragödie der Liebe" Joe ein Mustw-beispivl für einen „lfteravsichen Mm" bietet. fft übrigens bezeichnend für diese beiden Regisseure, daß. sie/ st.' bald sie nicht mehr mit erdvückorwer Pracht in der ÄuMätMpg und ungeheuren Mengen von Komparserie zu arbeiten h'-ven, Nmflltzrifch viel, viel vollendeter sind als in den -Kolvssolwerken. — Weiter muß man bei diesem Werk auch-noch.^ Unsumme von Arbeit und die zu bewältigenden Schwierigkerten bewundern, die die Aufnahmen in dem Vevschneft-en u-nid' vereisten Hochgebirge verlangten. — Glänzend wie die Regie war auch das Spiel aller Darsteller. Michael B a r k o n y verkörperte glänzend den Mann, der zwischen den Kvei .Froren steht und , von seinen wechselnden Naigrmgen bald äuf.b«efe, bÄd auf jene Seite aezogm wird. Aus»gez«chnet wie noch üie war Frau Lilly Marlischka und ganz reizend ihre. Tochter Groböl, die m chrer unbefangenen Ncrtürl-ichikdit ererbtes DÄent verrät. Äusgezeichnet war auch Math Kid, eine AnfängeDm. mit sehr Vielem und schönem Mnnen. die gLöjchzeitig auch eine wirklich schone Frau ift. — DiewuNder- Vvlle Photographie vertragt jeden Bevgjkvich M alleMtem. amerckanifchen Erzeugnis. Zeit durch riesige Ausstattungsfilme schwer dmchsetzen dürste. Ich weise hier nur beispielsweise auf die Rokokoerzahlmrg hin, die bestimmt mehr Aufwand cur Menschen vertragen hätte und . deren Auslichtung gar zu naturgetreu die mangelhaften Beleuchtungsverhälknissle des 18. Jahrhunderts widergibt. Auchl die spanische Erzählurm verlaicgt in manchen Stellen direktl Totalen aus dem wirklichen Spanien. Die Handlung verlangtes ja gar nicht, aber die Amerikaner haben uns eben mit ihrÄ Freigebigkeit an wundervollen Landschaftsmotiven derart verwöhnt. daß unS ein Mangel an diesen bemerkbar wird. Auch der chinesische Teil verliert in seiner Schmucklosigkeit leider viel an Wirksamkeit. Mit diesen Mängeln scheinbar bewußt kämpfend, hat die Regie I. W. Beiers trotz allem Vorzug--, liches geleistet. Es spricht aus seinen Bildern ein kräftiger, junger Geist und ein kampffreudiges, teinperamentvolleS Talent, -daS, trotz sicherlich sich ihm entgegenstemmeuden Schwierigkeiten, Raum zu einer sehr schönen Entfaltung fand. So ist beispielsweise der Schluß des chinesischen Teiles ein kleines Meisterstück in seiner Aneinanderreihung von wirklichen und doch so diskreten Effekten, auch eine kleine komische Szene , aus dern spanischen Teil, in der ev selbst mitspielt, beweist wirkliches Können, und schließlich ist der ganze moderne Teil vollkommen einwandfrei, wenn er auch hier, wie überall, mit dev Ueberfülle an Stoff der Handlung zu kämpfen hatte, die ihm nicht den genügenden Raum zur vollen Entfaltimg der Regie läßt. — Frau Jda K o o r verstand es, alle ihre Rollen glaubwürdig zu verkorpern. Reizend war sie als Page und auch als kleine ChinPn. Auch als Spanierin und als mondaine Frau bot sie viel Schönes, nicht nur im Exterieur, sondern auch nn Spiel. Oskar Beregi vermochte vielleicht infolge seiner Rollen, nicht unmer so wie sonst zur Geltung zu kommen, doch wo dies der Fall war, leistete er Vorzügliches wie immer. Otto Schmale bot ebenfalls viel Schönes und Gutes. Ausgezeichnet war er in der komischen Rolle der letzten Rahmenhandlung, wo sein erfreulich diskreter Humor voll und ganz zur Geltung kommen konnte. Die Photographie Ludwig S ch a s ch e k s war durchwegs ausgezeichnet und bewährte sich besonders in den Aufnahmen der Jnnenräume des Belveders, die infolge der unvollkommenen Ausleuchtung die schwerste Probe für seine vollkommene Technik war. _ „Ein Mann -Es Volkes." Mvnumentccksilm in sechs Akten mit Hennh Portm und Harry Liedtke in den Hauptrollen. Henny Porten hat man nun lange in den Programmen unserer Lichtbildbühnen vermißt und gewiß haben viele Freunde ihrer Kunst schon oft Sehnsucht nach ihrem reifen, abgerundeten, eindrucksvollen Spiel empfunden. Nun gibt es wieder Gelegenheit. sich besten zu erfreuen. Das neue Filmwerk „Ein Mann des Volkes" hat die bekannte Struensee-Tragödie zum Inhalt, die seinerzeit, als antrnational verschrien, zu einem kurzfristigen Boykott der Schauspielerin durch die Berliner Kinobesitzer führte. Hennh Porten spielt die unglückliche Königin Mathilde, die Gattin des Königs Christian von Dänemark. Harry Liedtke gibt den Struensee. Neben ihnen wirken Friedrich Kayßler, W. Jänsfen, Olga Limburg und Adele Sandrok in größeren Rollen. Herrliche Ausstattung und großzügige Inszenierung geben dem brillanten Spiel dieser vorzüAichen Darsteller einen glanzvollen Rahmen, und so gehört der „Mann deS Volkes" zu den schönsten und künstlerisch wertvollsten Erscheinungen dieser Saison. _ Die neuien Filme der Woche. „Die Opfer des Kokain--. („Wenn London schläft".) Ein englisches Gesellschaftsdrama mit Originalaufnahmen aus Den Londoner Kokainhöllen. Sechs Akte aus den Geheimmsserr des Londoner Nachtleben mit all seinem Prunk und all seinen Lastern. Vorzüglich wie die Inszenierung ist die Darstellung der zahlreichen Rollen rmd die schöne Durchfühüung der Aufnahmen. „Die verlorene Seele". Gesellschcffksdlxuna in sechs Akten mit Ivan Mvsjukine und Natalie Listenko in den Hauptrollen. Mosjukine, der in Paris spielende, so rasch zu einem Filmliebling gewordene russische Darsteller, hat m biefcm Film eine Glanzrolle, die so recht geeignet ist, die große Zahl seiner Verehrer und Verehrerinnen neuerlich für rhn zu begeistern. Er, Me und Palladium-Lustspiel m fünf Akten mit Pat und Patachon. „Das Paradies des Narrend. Ein Frlmschauspiel in sicher Akten. „Bier Nachte einer schönen Frau."; Ein altes orientalisches Märchen liegt der BuchideL zugrunde, in der Rosa Wachtel das alte Thema von Frgnenleiden und Frauensünden nicht ohne Geschick variiptt. Man merkt zwan der Autorin an, daß sie dieses Sujet eng der. Gestalt Ma Koors angepaßt hat, aber es. gereicht ihm dieser Umstand nicht zum Schaden. Doch spricht ein Umstand aus dem ganzeu Oerke, der etwas störend wirkt. Man ist es gewohnti im' Kpsiumfilm — und als solchen muß man diese Jneinandevschawb> lung von Rahncenhandlungen ansprechen — ein .größeres Aufgebot von Menschen und Ausstattung zu sehen? Man fit es gewöhnt, das heißt, noch lange nicht, daß dies Hin«! unumgängliche Regel ist, aber inrnlerhin, man trottet alszrr lauge in ausgefahrenen Wegen, um diesen Mangel nicht zu ewpfmden. Nun l>aben allerdings die Deutschen schon lcmae aus dtm Dilemma einen Ausweg gesunden, indern sie nach dem Muster der modernen Bühne zur Stilisierung griffen, und das nahm man in der Form des Kammerspiels gerne an. Aber dieser Film zeigt auch keine Stilisierung, sondern sucht ohr>e irgend welche Beschönigung die Vereinfachung, ein Verfahren, das sich infolge der Verwöhnung des Publikums in ' der setzten Wiener Morgenzettuug (Maxfmfttm Produktion Berlin) mit Henny Porten Hauptdarsteller: Harry Uedtk«, Friedrich Kaygsler, Hermann Valentin, Walter Janson, Adele Sandrok Vom 26. bis 29. Oktober: ftOTEMTURIIMCINO l. Bez., Flelschmarkt 1 GARTENBAU-KINO I. Bez., Parkring 12 LÖWEN-KINO 3. Bez., Löwengasse 33 «NENCEILE-KINO 6. Bez., Linke Wlenzeile 4—v BURG-KINO l. Bez., Opernring 19 ZENTRAL-KINO % Bez., Tafaorstnasse 6b HAYDN-KINO C. Bez., Mariahilfersiratse 57 zentralpalast-kino 7.-Bez., Moriahilferstrasse 120 Vom 30. Oktober bis 1. November: KÄRNTNER-KINO EOS-LICHTSPIELE 1, Bez., Johannesgasse 3 3. Bez., Ungaxgesse 50 TUCHLAUBEN-LICHTSP4ELE, 1. Bez., TncMauben 7 a i

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