Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1683 (21.10.1923)
- Date
- 1923-10-21
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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ZK. 1683 Wien, Sonntag Wiener MoLgenzeitung. 21. -Okttzbev 1923 Seite 11 MODELLHA US ) VII,, Kaiserstrasse 111—11!) * Vo rnehme KLEIDER KOSTÜME Mantel PELZE * wegen Umbau und T''MpDElv/PAtKIlS> Raummangels nur noch , ^.^7» TTT, kurze Zeit nie wieder- KJbc'M Pl\J I IC kehrend billige Preise v&kaiserstrasse m-iia-u M ( SS ^rynrHiQiiaigs^ LSSS iS, liche Parodie auf den „Jörn Uhl". — Aber zu Beginn dieses Jahrhunderts war dieser Roman derart in Mode, daß der „Simplicissimus" das Witzwort prägte, es werde allenthalben „gejörnt und aeuhlt". „Urgeschichte der Musik." Im Rahmen der volkstümlichen Kurse der Musikakademie hält unser Musikreferent, Herr Dr. Erwin Felder, ein'en Vortragszyklus über „U rgeschichte der Musik" (Ursprung und Entwicklung"der mu ikalismen Elemeüte'von den Primitiven bis zur Knnstmu ik). Anmeldungen und Auskünfte in der Akademiekanzlei, 3. Bez., Lothringerstraße 18. Der erste Bortrag findet am 5. November statt. „Wiener Volkskunst." Das erste Gesetlschaftskonzert der Wiener Volkskunst, unter Leitung des Komvonisten Ludwig Gruber, findet am 28. d. halb'll Uhr vormittags, im Nerren Wiener Stadttheater statt. Eine illustrierte jüdische Zeitschrift. In der nächsteil Zeit erscheint die erste Nummer, einer neuen großen illustrierten Zeitschrift für jüdische Kunst, Literatur und Wissenschaft „Das Zelt". Die Redaktion des literarischen ltitb wissenschaftlichen . Teiles leitet gemeinsam mit einem Redaktiollskonlitee Engen H ö f l i ch, den' künstlerischen Teil Professor Eisler und Architekt Josef Hahn. Redaktion und Verwaltung befinden sich Wien, 1. Bez, Christinengasse 4; Aus den Matern. Burgtheater. Morgen. 7 Uhr, „Alt-Hcidelöerg". Dienstag, 7 Uhr, „Das Wintermärchen". Akademie theater. Morgen Montag, halb 8 Uhr, ,U n t e r w e g s". Volksoper. Heute, halb 3 Uhr, „Der Barbier von Sevilla". Abends halb 8 Uhr, „Hoffmanns Erzählungen". In den Kammerspielen findet im Rahmen der Nachtvorstellung Donnerstag den 26. d. die Urailfführrlllg von „Alraune", ein Vorspiel und fünf Bilder nach dem Roman voy Hans Heinz Ewers, von Siegfried Geher für die Bühne bearbeitet, statt. Im Theater au der Wien geht infolge Heiserkeit von Betty Fischer heute abends statt „Der letzte Walzer" die Operette „Die Bacchusnacht" in Szene. Im Raimund-Theater spielt bis inklusive Mittwoch den 24. d. Leopckldine Konstantin täglich die Emilia Marty in der Komödie von Karel Capek „Die Sache Makropulos". Donnerstag den 25. d. gelangt das Spiel von Franz Molnar „Fasching" zum ersten Male.zur Aufführung. Leopoldine Konstantin spielt die Kamilla; auch Grete»Bukovic8. das langjährige Mitglied des Deutschen Volkstheaters, wird nach mehreren Jahren der Abwesenheit von Men zum erstenmal wieder auftreten. Den Gatten spielt Oskar Bevegi. Samstag ton 27. d. findet das einmalige Gastspiel der Co m cdi e fr a ncaisc" statt, das die Komödie von Geraldy „Aimer" zui Erstaufführung bringt. Geraldy gelangte bekanntlich im Burg theater mit der Komödie „Hochzeitstage" zu Worte. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Apollotheater. Heute, 3 Uhr nachmittags, bei er mäßigten Preisen „Dorine und der Zufall" von Jean Gilbert. Morgen, 7 Uhr abends. 50. Aufführung von „Dorine und der Zufall" in der vollständigen Premierenbesetzung. Theater an der Wien. Heute um 3 Uhr nach mittays „Die Bacchusnacht". Im Deutschen Volks theater wird Leo Felds Komödie „Das verischnö ekelte Gitter" heule Sonntag, ferner Mittwoch den 24. d. und Sonntag den 28. d. wiederholt. Für Freitag den 26. d., halb 7 Uhr, wurde „P e e r Gynt" angesetzt. Carl-Theater. Mittwoch den 24.-und Samstag den 27. d„ nachmittags 3 Uhr, lustige K i n Ä e r - N a ch mittag svorftellungen, wobei der bekannte Physiker und ZauberkünMer M. Alexander interessante Vorführungen bieten wird. Allabendlich, 7 Uhr. die Operette „Boccaccio". W o ch e n s p i e l p l a n des Akademiet h e a t e r 8: Heute „D erKrei — Montag „U nterw eg 8". - Dienstag „Erster Klasse" und „Die M e d a i l l e". Mittwoch „Die Frau von vierzig Jahre n". — Donnerstag „B u n b « r y". — Freitag „D i e S ch m e t t e r l i n g 8 s ch l a ch t". — Samstag „E r st e r Klasse" und „Die M e d a i l l e". — Sonntag „Q n a» l i t v Street" (Jrn Wen Gäßchen). Die Vorstellungen beginnen mn halb 6 Uhr. W o ch ensp i e l pl an d e s D e u 1 s ch en Vo l kSfth rate r 8. Heute, '/,3 Uhr nachmittags, „F a m i l i e ch i m e k (Gastspiel Tyrolt). 7 Uhr abends, „D a 8 verschnörkelte Gitter". — Montag, 7 Uhr, „Der Fre m b e". — DienStaa, 7Uhr, „Der Privatdozent" (Gastspiel Tyrolt). - Mittwoch, 7 Uhr, „Das verschnörkelte G itt er". — Donnerstag, 7 Uhr, „M an kann nie w i s f e n . — Freitag, V,7 Uhr, „Peer Gyn t". -- SamStaa, 7 Uhr, „Der P r i v a t d o z e n t" (Gastspiel Tyrolt). W o ch e n s p i e l p l a n d e s R a i m u « d - T h e at er. Heute, V*3 nachmittags, Wiener Karnmeropev „C arm e n". 7 Uhr abends, „Die Sache M a k r o p u l o 8" (nttt Leopoldine Konstantin). - Montag bis Mittwoch, „D i e Sa cheMa kr o p u l o 8". — Donnerstag, zum ersten Male, n ö «(Gastspiel Leopoldine Konstantin). — Freitag, »D i e K-o m ö d i e de r I r r \\ n ge n", „Z e'i t v e rtreib - Smnstag, „Einmaliges Gastspiel der Comedie Francaise „A i m e r". ' St J) o I I o «»SC B e n i c r. Bis Sonntag den 28. d., täglich " Uhr abends, bleibt „Dorine iui b ro?. w f n i f" Volkswirt. Gestempelte Krone 0.0079 Centime«. Auszahlung Wien ----- 0.00785/s kentimes. Zn Zürich notierte 20./10. 19./10. die österreichische Krone . > .... 0.0078% 0.0078°/, die vsterr. gestempelte Krone .... 0.0079 0.0079 die tschechische Krone . . . . . . . 16.65 16.60 die Mark. gestrichen Holland.. . . . . 218.75 218.50 New-Pork ........ . . . . 659.50 I 20 London ... . . . . . 25.28 25.24 Paris. .... 33.35?3.35 Mailand. .... 25.22 25.12 Belgrad. . . . . 6.85 6.72V» Bukarest . . . . . 2.60 2.60 Sofia ....... . . . . 5.35 5.35 StiiKnhpft.. . 0.0306 Warschau.. . . . . 0.0006 0.0006 Wahlausgang und iisterreichische Wirtschaft auf dem Spielplan. Dieses Singspiel gelang- A ach IN ittagsvovstellunL mr KtWAMviL ' ui.-> als Es find ar> der Wiener Börse in der Vorwoche einige Evlvagungen über den Ausgang der Wahlen angestellt worden. Es wurde sogar voll manchen Kreisen behaupte:, daß die Schwäche der Börse in der letzten Zeit in erster Re-ihe auf die bevorstcheniden /Wahlen znrnckznfi'chren sei. Man rnag verschiedener Ansicht darüber sein, ob dies wirtlich pntrifft. Tatsache ist, daß der Ansaang der Wahlen »eich: nur in Börfenkreisen, sondern auch in anderen Wiri-schasislreisen Anlaß zu inannigsachen Erörterungen gegeben Hai. Von agit-alorifcher Seile lvurde versucht, den Wahlausgang mit der künftigen Gkistalftülg der österreichische,i Wirtschaft in innigen Zusammenhang zu bringen miii> aus dein eventuellen Sieg der einen oder der anderen Partei nüdedingt einen Schluß auf das künftige Schicksal Oesterreichs;n ziehen. Voreilige Berechnungen, denn schließlich, wie auch immer die Wahlen ansfallen werden, viel kam, sich an bem jetzigen Gang der Wirischaft nicht ändern. Es macht keinen wesentlichen Unterschied, ob nun das Züngleill der Wahlwage zugunsten der Sazia-l-demo-kratie ober der Ehristlichsozialeu airsfällt. Ter Endofftkt bleibt in dieser Hinsicht in den meisten Beziehungen derselbe. Wenn selbst, als Eventualität genommen, die nicht sehr lvahrscheinl'ich ist, die Sozialdemokratie die Majorität im Natlonailrat erlangen würde, könnte sie nicht allglu viele Aendernngen schaffen. Es ist lächerlich, trenn behauptet lviid, es konnte bas Genfer Saniermrgswerk irgendwie gefährdet werden. Rur kuW'tchtige Wirtschaftspolitiker Muen ftfsie.r ^Menldwelche Nerv-ositäh darüber zum Ausdruck bvintzen. Die-' Gel,feh Samevuug -ist aus Gr'unb eines Dtaaisvertrages zwischen Österreich und den einzelnen Garantiestaaten vor sich gegangen. Ein Staatsvertrag bindet nicht nur die Partei, sondern den Staat, ohne Rücksicht darauf, wer nachher die Regierungszügel in der Han>d hält. Und wenn selbst ein sozialdemokratisches MiNlisterinm göbilidrt lvür'de, so müßte es geradeso den, Genfer Vertrag entsprechend handeln ^i-e die Christbichsozialeu. Diejenige Regierung'hätte bald im internationalen Verkehr ihr Ansehen verloren, die sich nicht an gvsetzmäßig ratifizierte und verfassungsmäßig zustande gEommene Staatsverträge halten würde. Es müßte also bei einer soziatdenwkratischen Regierung geradeso das Diktat des Generalkommi-siärs beachtet wie der weitere Beamtenabban durchgesührt werden. Die Zölle müßten weiter verpsänldet bleiben. Es darf auch nicht übersehen werden: Ter Genfer Vertrag sieht ausdrücklich vor, daß die Zeit der Genfer Kontrolle auch über das Jahr 1024 hinaus ansgedchnt werden kann und daß dies ganz vom Erinesfen der kredit-gewährenden Staaten abhängt. Wes-entliche Aendernngen dürften auch nicht in der Führung der Nationalbank eintreten, die die Stabilifterung der Krone durchführt. Bekanntlich war der jetzige Präsident der Naftonalbank, Dr. Reisch, in der Frage der Staibi'lisierung der österreichischen Krone schor? unter der seiinerzeitiaen soz-ialdenrokratisch-cn Regierung gerade so maßgebend wie jetzt. Nur hat Präsident Reisch damals von Zürich ans die österreichische Krone zu stützen versucht. Jetzt hat er es mit Hilfe der Nationalbank viel einfacher. Wesentliche neue Belastungen von Jndristrie und Handel dürfen auch nicht Platz greisen. Auf Agitationsplakaten sehen ztoar solche Hinweise ans stärkere Heranziehung des Kapitals schr hübsch ans. In Wirklichkeit ist der höchste Grad der Heranziehung fast überschritten. Schließlich hat geradeso die Sozialdentokratie ein Interesse daran, das; die Industrie arbeitet und der Handel geveiht und selbst — horribile dictu — die Banlen günstig arbeiten, weil dies doch gleichzeitig auch eine Existenz frage für eine Unzahl Arbeitnehmer ist. Ereignisse der letzten Zeit gebet, da zu denken. Als die Industrie infolge der hohen Zinsen zu Produktivnseinschran-kungen gezwungen war, haben die SoziMemokvaten Schnlt-er an Schulter nrit den Industrie kapitänen um eiine Erniedrigung der Zinssätze gvkämpft. Sie haben sich auch ebenso für die Forderungen der Jndnstvi-ellen eingesetzt, als es an die Behandlung von Zollfragen ging. Schließlich halben die Vertreter der Arbeiterinteressen gerade so An-tb'il an beut Florieren der Wirtschafte Wie die Kapitalisten selihst, und sie würden es sicher nicht .auif Maßnahnten an> kormnen lassen, die in den Gang der Wirtschaft allzn tief eingreifen und dadurch Erschütterungen des Wirt'schaftsleihens -erzeugen könnten. Was aber [U\ ei,,,un even!!>elleu jozia!!detttokrat'i.jchLn Regime gefähvlich werden kömlte, dös ist das Experimen't'ieren ftnit tuäncheu Fina-ttZtttaßnalMM,, die sich in der Praxis nicht 'nunter betvährert, weil es ta.sächlich rnü geringen Ausnahmen bei der Softätdemotralie an Voit-:u<r.en f;?>* , praktisch völkswi-ri'jch-aftlich hanbe-in. könm'n. Doch auch wenn die Christilichsoftalen weiter das in Händen bcha'kten, besteht für dir östevreichischM Wivtschastrs kreise keime Ursache,;n fröhlocken. Die bisherige Fiwanzpraxü dieser Partei hat gegeigt, daß sie g«nz und gar nicht dur^ ihre fincmzpolit-ischen Maßnahmen Äe ^künftige WirtschastS' Verwaltung Oestervsichs zu förde-m imstande sind. Mn B«V spiel: Es ist Binsenwahrheit und von Generalkommissär Dokto' Zimmerm-an ebenfalls ansgefprochen, daß die Zukunft Oester^ reichs auf dsm Handel bevüht. Wer die St-euerpraxis des- Chvistlichsozialen in der Wa-r-enoibigade, ihre merkwürdige^ Tariferhöh,mg-en, ungeschickte Zollverträge Hw.- beobachte^ kann nicht sagen, daß diese Pavroi tvirblich im Sinne des östrv rrichischen Handels arlbeitet. Schlii-eßlich haben sich doch bif Ehristl'ichfozi-alen ' als die ausgesprochensten B-ertre-ter deß Agr-ar-ieviums erwiesen und haben damit die Interessen eines kleinen Schlichte der BevöÜbev,mg gewahrt. Bon einer groß, zügigen WirLschaftSfürder-ung keine Spur. Es ist eine kur stich, tige Wivtschaftspofttik des Biertisches, die über einen eugev Rahmen Nicht hmausgcht. Von ihnen ist keine KoNftqnenz yt erwarten. Und wenn sich irgendein Radikaler unter i()u?> echebt, der auf den DitÄ Wirt-schaftspol-itiker Anspruch evhvbeit könnte, schlägt er Reformen vor, die. in der Praxis eitl-sach nicht durchführbar sind. Mlit Ausnahine der Agrarier hat kein-« der Wirtfchaftsschichten von den Christlichsozia-len etwas;» erwarten. So oder so, es bleibt in ^dieser Hin,sicht alles beim aften Solange die Wirtschaft und ihre BehaniÄnng nur als -Schlag«' wort für die Straße und die Durchführung der Maßnahme» nichts anderes als Vertwirkl-ichtmg dieser Schlaigwor-te ist, kan» keine rechte Mvtischaft in Oesterreich gchrihen. Eine W-irt» fchaftspolitik der Demagogie; Mrstchasl verlangt Kauftglrenz richtiges, oibfektives Ei'fassen und unbeeinflußte Maßnahmen d'ie nur das eine in, Auge haben: die tatfäch'lirlw Entwicklung Von beiden Seiten ist in dieser Hirsticht nichts zu evwarte-u Lar Todesröcheln der Mark. Ein Dollar gleich 16 Milliarden, eine Krone 276.000 Mark. Seit sich die inneren Verhältnisse in Deutschland int wer mehr kotnplizieren und die Aussicht auf eine Negeluttj der deutsch-französischen Zwistigkeiten in innner weiter« Ferne rückt, scheint es, als ob die letzten Stunden der Mav geschlagen hätten. Trotzdem gestern in Berlin ein Lörsenfreier Tag war, wurde dennoch ein reger Handel in Devisen getätigt. Es wurde jeder Preis bewilligt. Zirka 1k Milliarden wurden für den Äollar gezahlt. Für das Pfiinr wurden 70 Milliarden angeboten. Ja, selbst die österreichische Krone wurde mit 270.000 Mart -notiert. Es sind Per haltnisfe, deren Trostlosigkeit keine Verstärkung mehr zu läßt. Wohl kantl es nicht mehr lange dauern, bis bi« Papiermark überhaupt verschwindet. Durch das Prwjek. der Rentenbank, das in den nächsten Tagen seiner V.r wirklichung entgegengchen dürste, wird eine neue Wäh. rung an die Stelle der Mark treten. Doch die sozialer Folgen, die eventuell gerade aus diesem Todesröcheln de: Papiernrark entstehen können, sind so gefährlich, daß m unbedingt ein Gefühl der Unsicherheit über die tveirer« Gestalttmg der deutschen Wirtschaft erwecken müsien. Me Suldenwiihrung in Janzig. Danzig, 20. Oktober. (Wolfs.) Der Volkstag hat qesien den Gesetzentwurf über die Einführung des Guldens als vor läufiges wertbeständiges Zahlungsmittel endgültig angenont. men. Der Senat wurde ermächtigt, die zur Druchsührini des Gesetzes erforderlichen Mittel bis zum Betrage von sech. Millionen Gulden im Anleihewege aufzübringen -Von ein« Gruppe Danziger Banken wurde die Danziger Zentralkasf A.-G. gegründet zum Zweck der Ausgabe von Kassenscheine! in Danziger Gulden und Pfennigen gegen Hinterlegung de« Gegenwertes in englischen Pftmd. Diese Kassenscheine soll-?! jederzeit bei E-ntrichttmg von nnndestens 25 Gulden t ' 7 - Gesellschaft in Schecks aus London einlösbar sein. Me Setteideverkönfe Ungarns an die Sch« Budapest, 20. Oktober (Ung. Tel.-Korr.°Bnr.) Er nährungsminiftv!- Dr. Bud erklärte Pressevertretern gegenirber daß im Anschluß an die bereits vereinbarten Getreidelieferun gen an die Schweiz eine weitere Lieferung von 2000 Waggouk Getreide ztnn Preise von 28 Franken abgeschlossen -wurde 1006 Waggons werden gegen fixen Gegenwert abgegeben, au 1000 Waggons hat sich die Schweizer Riegierung die Optio»' sichert. Die erste Hälfte des von der Schweizer Regierunf zu zahlenden Betrages ist Anfang Dezember,- die zweite Hälfte Anfang Jänner fällig. Die Lieferung erfolgt vie-' Wochen nach der ersten Zahlungsleistung Es wurden aurf Kompensationen gewährt, indem die Schweizer Rcgiernn> 600.000 Franken in Staatsnoten und 500.000 Franken sü: Lieferungen von Jndustrieartikeln flüssig macht. Bezüglich der Viehlieferungen der Schweiz an Ungarn wurde vereinbart, das Ungarn diese Einkäufe im nächsten Jahre zu dem Zeitpunktvornehmen werde, der den ungarischen wirtschaftlichen Verhält nissen am besten entspreche. Die Schweizer Regierung hat dabe entsprechende srachttarifliche Begünstigungen gewährt. Weiter; wurde auch bezüglich der Einfuhr von Kleidungsstosferi cuif dep Schweiz nach Ungarn eine Abmachung getroffen. Schließ lich bestätigte der Mmister die in der jüngsten Zeit auf getauchten Nachrichten über Roggenverkäufe an österreichisch! Firmen und teilte mit,, ivatz-an diese 1000 Waggons Roggen zum Preise von 120 Sokol für den Meterzentner verkans' worden sind. .. Der Wiener Geldmarkt. Der flüssige GeMöaub tourdt gestern durch einen Rcpovtfatz von 0.37 Prozent pro Woche markant ill'ustviert. Es war daher nicht verwunderlich, daß sich iüiMsgy&