Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1681 (19.10.1923)
- Date
- 1923-10-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mmi Wien, Frehatz Mftekefe Morgenzeitung. Film und Kino Mädchenlos. Ein« Tragödie des Alltags entrollt dieser' Film. Aber e£ fft eine Meisterhand, die ein Stück aus dem alltäglichen Leben löst, es sind wirkliche Künstler, die diese absolut nicht außergewöhnlichen Gestalten beleben und gesunde Auffassungsgabe spricht aus jedem Bild, aus jeder Szene. Cs ist K u n st, absolute Kunst, die hier geboten wird. Lilian Gish spielt ein junges Mädchen, das den Verführungskunststücken und Schwindeleien eines ebenso brutalen wie rücksichtslosen Kerls erliegt und ihm mit rührender Liebe ihre zarte, unschuldige Mädchenhaftigkeit opfert. Gewiß nichts, was sich über das Gewöhnliche und gewohnte Alltägliche überragend erhebt. Auch. nicht das, was dann solgt: Verfolgung durch tratschsüchtige. moralisierende alte Weiber, neue Schurkereien des Verführers, schließlich das Finden in Liebe mit einem guten jungen Menschen, der alles versteht, den Schuldigen züchtigt und den Widerstand seiner Eltern gegen das arme junge Weib zu brechen weiß. — Mer wie das Ganze gemacht ist. wie jede,einzelne Person das, was sie sagen will, zum Ausdruck bringt, unb. wie Lilian Gish das junge Mädchen gibt, das ist Außergewöhnliches, das ist wahres künstlerisches Können, dos ist cs, was den Film zum hochwertigen Kunstprodukt macht. Wenn Lilian Gish spielt, dann lebt alles an ihr, dann belebt sie alles, und ohne künstliche Machinationen wird sie zum Mittelpunkt des Geschehens und ihr kleines, armes, geschändetes Mädchentum zur legendären Handlung, die ihr die Gloriole des Weibesmätyrertums auf das von Schmerzen gebeugte Haupt drückt. Es.ist erstaunlich, wie diese jungmädchenhafte Gestalt die Wucht der Tragik ihres kleinen Schicksals zu gestalten vermag, eS ist gleich erstaunlich, wie diese sicher über dreißig Jahve alte Frau dies noch nicht zwanzig Jahre zählende Mädchen so glaubwürdig darzustellen vermag. Und alles rings um sie wird durch di« meisterhafte Regie Griffith 8 zu dem denkbar günstigsten Milieu. Prachtvoll ist die Photographie, die allerbeste Technik in ihrer Klarheit und Plastik zeigt. Wundervoll sind auch die landschaftlichen Motive, die, durch vier Jahreszeiten reichend, zu den jeweiligen Phasen der Handlung abgestimmj sind. Man muß bei kühlster und objektivster Kritik zugeben, daß dieser Film zumindest gut ist. v ' ’ Gegenteiliger Ansicht war noch vor dem Erscheinen der Filmrcferent einer absolut führenden Tageszeitung vorige Woche. Man kann keinem Menschen verbieten, seine eigene Auffassung zu'haben, auch wenn sie noch so sehr von der allgemeinen abweicht. Aber die „Neue Freie Presse" sollte ihrem Herrn Walter Eleve (denn dieser verbirgt sich scheinbar hinter —e) denn doch nicht gestatten, seiner so unangebrachten Subjektivität in ihren Spalten Ausdruck zu geben, tvenn sic derart von der allgemeinen Kritik abweicht und speziell nur in diesem Fall. Bei in der „Neuen Freien Presse" inserierten Filmen war Herr Cleve noch immer ein sehr milder oder sehr begeisterter Kritiker, sowohl nach wie-vor dem Erscheinen: Weiters sei bemerkt, daß die- „Miesmachen" noch vor dem Erscheinen eines Films unangebracht ist. wenn diese Zeitung so viel Wert auf Inserate legt und außerdem,, wenn es sich um einen von der ganzen Welt arMkannten Film handelt. F. P. Tiere wie Menschen. wi wurde uns wohl noch nie Reizenderes und Liebenswürdigeres im Film geboten als in diesem Merkchen, das ausschließlich nur von Tieren gespielt wird. In zweiter Linie repräsentiert dieser Film eine Riesensumme von geleisteter Arbeit und großartiger Erfolge in puncto Dressur. Vier Jahre lang arbeitete man an diesem Film, bis es gelang, durch alle der Technik möglichen Mittel dieses Spiel in dieser Vollendung 19. Oktober 1923 Seite 7 Spannendes Liebesabenteuer in 5 Akten ausschliesslieh von TI e r e n dargestellt i deute in den Wiener Kinos Monopol Eagel & Walter Set. m. b. H-, Wien v„ Heute Freitag, IS. Oktober erscheint der neue grosse Sascha-Exklusivfilm ■ RI eine Tragödie in Schnee und Eis von Ladislaus Vajda Regie: Michael Kertesx Hauptdarsteller: Michael Varkonyi, Uly Marischka, Gretl Marischka, Mary Kid, Mathilde Danegger, Gustav Vandory vom 19. bis 22. Oktober Im: KSrntner-KIno, I,, Johannesgasse 3 Tuchlauben-Uclitspiole, I. Tuchlauben 7a MQnstOdt-Klno. 1L Ausstellungsstrasse 148 Kos*MchtspSal«f III. Ungargasse 60 Vom 23. bis 25. Oktober im : Zentral palast-KIno, VII.' Mariahilforstraise 180 Heimat-Kino, IX.. Porsellangasse 19 fertigzustellen. Und man sieht gerne über alles, was hier Trick ist, hinweg und gibt sich gern und willig der Wirkung des Ganzen hin. Erstaunlich ist.es, wie es gelang, den Tieren direkt ejnen Gesichtsausdruck abzugewinnen und diesen derart zu vereinenden. daß man sich versucht fühlt, von der ausgezeichneten Mimik der Akteure zu sprechen. Lustig ist die . Handlung und reich an Situationskomik, die diese Travestie auf den Kolossalfüm „Atlantis" bietet. Alles '«ist ganz nach dem Muster des. großen Abenteuer-Episodenfilms zr»geschnitten, und daß die Schauspieler Tiere sind, die scheinbar mit dem größten Ernst und dem. Einsehen aller Kräfte ihren Aufgaben Nachkommen, ergibt eine unerschöpfliche Fundgrube köstlichsten trockenen Humors. Di« zarte und kokette Spitzin alz Heldin, der naturburschenhaste Bulldogg als Rauf- und Radauheld, derRoue des geschniegelten Foxels. das sind alles'Figuren/ wie sie jeder Film in dieser Art bietet. Und sieht man die Foxtrottleidenschaft mondäner Hühner, den zuverlässig christlichsozialen Bürgermeister Hahn, die trunkene LiebeSleidenschaft beschwipster Karnickeln und solider Eierhennen, dann beginnt man zu erkennen, daß hinter all dem ein sympathischer Satiriker die Fäden zieht und einer feinen Ironie die Zügel schießen läßt. Und eine ganze Kiste buntes Spielzeug wird ausgepackt und von den Tieren belebt. Ein Hochzeitszug fährt in Droschken in eine Art Wurstelprater. unterhält sich — ach, so menschlich! —. auf Karussel, Freudenrad und Railtvah, begeistert sich an einem Boxkampf und eine richtige kleine Eisenbahn fährt in den Urwald, wo die bösen Affenkannibalen Hausen, die dann die Tierstadt stürmen. — Tiere wie Menschen? Vielleicht auch: Menschen — wie den Tieren manchmal gar so ähnlich! Mn neuer Sascha-Film. Freitag den 19. d. findet um 6 Uhr in den Eos-Lichtspielen die Erstausführung des neuen Sa-scha-Exklusivfilms „Die Lawine" von Ladislaus Vajda statt. Der Autor, ■ dessen Bearbeitung von Schnitzlers „Der junge Medardus" eben erst einen außerordentlich großen Erfolg erzielt hat, hat eine packende Tragödie voll dramatischer Kraft und Spannung ge- , schrieben, deren Handlung größtenteils inhochalpinen Gegenden zur Winterzeit spielt. Die Aufnahmen sind in-Schneeregiomn ^von 3800 Meter Höhe erfolgt, wozu di« Sascha großzügige -Wintersportexpeditionen ausgerüstet hat. Die Inszenierung der „Lawa" hat Michael Kertesz besorgt. Die Hauptdarsteller des Films sind Michael Varkonyi, Lilly Marischka und ihr kleines, vierjähriges Töchterlein Gretl Marischka, Mary Kid. Mathilde Danegger, Gustav Vandory u, a. Neue Filme öer Woche. Mh Baby. — Monna Vanna. — Schlag 12 Uhr nachts. Tiere wie Menschen. — Die Lawine. Jas Hilsswerk für die reichsdeutschen Künstler. Die. Aktion in Oesterreich. — Russische Hilfe. — Eine 0g» ordnmrg der reichSderrtschen Regierung. In Oesterreich hat da§ Hilsswerk für reichsdeutsche KÜnst» ler, Schriftsteller und Gelehrte verheißungsvoll eingesetzt. Sonntag veranstaltet zu diesem Zweck die Staatsoper eine Festvorstellung der „Walküre" bei festlicher Beleuchtung des Hauses und mit verstärktem Orchester. DaS Burgtheater wird nächste Woche diesem Zwecke eine Vorstellung widmen und am 2Ä. d. findet ein Festkonzert im Großen Konzerthavssaale statt, an tvelchem erste' Künstler Mitwirken und dessen Reinertrag den notleidenden Künstlern Deutschlands gewidmet ist. — Auch in Rußland hat ein Hilsswerk eingesetzt. Der Vorsitzende des Klubs der Gelehrtenhäuser Volkskommissar Semaschkow wies bei der letzten Taguw dieser Bereinigung auf die opferfreudige Hilfeleistung Deutsch lands, insbesondere der deutschen Gelehrten, anläßlich der russischen Hungersnot hin. Der Klub beschloß einstimmig die Bildung einer Kommission zur Schaffung einer Hilfsorganisation durch Bereitstellung von Räumen i« Gelehrtenhäusern für kranke und bedürftige reichsdeutsche Gelehrte, ferner eine Selbstbesteuerung zur Schaffung eines Hilfsfonds und die Heranziehung reichsdeutscher Spezialisten zur Arbeit in Rußland. — Bemerkenswert ist ein Schreiben der re ichsdeutschen Regierung betreffend die „Notgevreinschaft der deutschen Kunst". In diesem Schreiben wird betont, daß diese Notgemeinschaft nicht charitative Unterstützung einzelner Künstler bezwecke, sondern die Förderung des durch die augenblickliche Not gefährdeten schöpferischen Könnens. Man will Künstlermaterialien abgeben, jedoch nicht wahllos, sondern nur an jene bildenden Künstler, deren Unterstützung im Interesse dieses Zieles notig erscheint. Erfolg eines österreichische« Films in England. In der vorigen Woche erlebte der neue ,Mta"-Frlm, „Der Dauphin", in London seine Uraufführung. Die englische Presse äußert sich überaus anerkennend über diesen Film. Die ,/Daily News" würdigt in einem ausführlicheit Artikel Regie und Darstellung. „Cinvma" weist auf die prachtvolle Ausstattung hin, während „Kinematograph Weekly" der Photographie und der vorbildlichen Sgenenführnng das höchste Lob zollt. „Film Renter u. Moving Pieture News" widmet dem Film ebenlfalls einen fpaltenlangen Bericht und prophezeit ihm überall den .größten Erfolg. __ BSHne tml Kunst. Karl-Arater. „Boccaccio" als Lückenbüßer. An der Statt«, an der Suppe als Komponist und Dirigent seine großen Erfolge errungen hatte, ist wieder einmal sein „Boccaccio" eingekehrt, Wohl nur als Lückenbüßer, um bald wieder durch eine moderne Tanzoperette abgelöst zu werden. Ist doch der Geschmack unseres Operettenpublikums viel zu seicht geworden, um an der gesunden Schönheit und an dem frischen Humor der klassischen Operette dauernd Gefallen zu finden! — Vor kurze? Zeit sang in der Bolksoper Fräulein Rantzau den Boccaccio, sie hatte di« blühendere Stimme voraus, Frau Erika Wagner, die vom Schauspiel herkommt, das überlegene Spieltalent. Die geistvolle Schauspielerin besitzt in der Operette bereits einige Erfahrung und ihre liebe, kultivierte Stimme spricht an, nur die Rhythmik ist nritunter starr und der Humor heroinenmätzsg' reserviert. Aus dem übrige« Ensemble ragten Herr Erich Deutsch-Haupt mit seiner ergiebigen Stimme» Christ! Ward ahn mit ihrer rührenden Anmut, Herr Rolle mit seiner treffsicheren Komik hervor. Auch Hilde Schulz und Mimi Besely verdienen Erwähnung, ebenso die Mitwirkung der Damen Thiele und Carlsen in der Comedia dell'Arte, deren lange Dauer den Schlußakt ganz überflüssig zerdehnt. Durch ein flotteres Tempo im parodistischen ersten Finale „Er ist ein Prinz" wie auch durch lebhaftere Bewegung im allgemeinen und durch stärkere Dämpfung der Blechblasinstrumente, die sich , allzu laut bemerkbar machen, würde die vom Kapellmeister Josef Holzer mit Schwung geleitete Aufführung noch an Schwung und Leichtigkeit gewinnen. flb. Die „Entkleidung" des Redoutensaales in der Hofburg. Es verlautet, daß die herrlichen Gobelins, welche die Wände des Redoutensaales in der Hofburg schmücken, entfernt und verwahrt werden sollen. Bekanntlich wird der Redoutensaal als Theatersaal benützt. Die Musealverwaltung trägt nun Bedenken, die Gobelins weiterbiu an den Wänden des Saales zu belassen, weil sich schon jetzt durch die häufige Benützung des Saales und die Einwirkung des Lichtes Schäden au dresen kostbaren Kunstwerken zeigen. — Zuletzt haben „Rätters" auS Berlin in diesem kostbaren Saale gastiert. Die Vorstellungen standen allerdings in keinerlei künstlerischer Beziehung zu dem herrlichen Wandschmuck des Saales. Die Gobelins scheinen nach diesem Gastspiel bei der Musealverwaltung vorstellig geworden zu sein, man miwie sie lieber in ein Magazin verbannen ... Theater an drr Wien. Oskar Straus' Operette „Der letzte Walzer" beging bereits das Jubiläum ihrer 2M. Wiederkehr. Im Mittelpunkt der vorzüglichen Aufführung standen Richard Tauber, der in der Operette ebenso gefällt wie in der OM?, Betty Fischer und Emil Guttman«. Sie wurden durch Beifall und Blumen geehrt. „Das Buch Hiob" benennt sich eine Komödie des polmschen Autors Bruno W i n a w e r, die in tschechischer Uebersetzüng in Prag zur Aufführung gelangte. Der prätentiöse Titel stimmt wenig zum Inhalt des Stückes. Ein junger Gelehrter wird als „moderner Hiob" geschildert. Er ist es müde, sich von seiner Gattin, einer Tänzerin, erhalten zu lassen, erkennt, daß nur, unbedenkliche Freibeuter weiterkommen und gibt sich alle Miche, ein Lump zu werden. Nun heißt es, Hiobs Leiden zu tragen, welche sich allerdings in diesem Falle so ziemlich auf eine freiwillige Kerkerhaft reduzieren. Im letzten Akt, der im Gartenlaubestil abgcfaßt ist. geht alles rosig aus. Ein liebliches Madcheü wird die zweite Gattin des „Hiob" und seine Erfindung bringt runde Dollarsummen ins Hans. Mit dem ewigen Buch Hiob hat diese Komödie bestimmt nichts zu tun und der Abend hält ebensowenig, als der Titel viel verspricht. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr, „Cyrans Stil Borgern c" von Edmond Ra stand. Akademietheater. Morgen, V*8 Uhr, da» Lastspiel „DerguteKönig" von Raoul Auernheimer. D o l k S o p er. Heute „Margarete" (Faust). Im Deutsche nVolkStheater gelangt morgen, 7 Uhr abends, Leo Felds dreiaktige Komödie „DaS vorf ch n ö r k e l t e G i t t e r" zur Uraufführung. - - .- / - Gerichtssaal. Ser Geist Ststrgkhs. Der Vorstand des Strafbezirksgevich^s, Hofrat ■ Doktor Höftmayer, hatte sich gestern miteiner mteoessanlen, gegen den verantwortlichen Redakteur der ,-Roten. , Fahne". Eduard Ko lisch, wegen Vernachlässigung der Mich' gemäßen Obsorge nach § 30 Pr-cßgssetzes gerichteten Anklage zu befassen. Am 22. Oktober v. I., dem Jahrestag der Ermordung des Ministcrpräsrdenten StürM, war in der.,Koten Fahne" unter der Ueberschrift: ,^>cr Geist Stürgkhs", eine MbbiÜnmg enthalten. auf welcher Stürgkh vom Himmel auf den Bundeskanzler Seipel hinabsieht und ihm zu ruft: „Ich warne Sie. Hochwürden, vor meinem Regiernngssystem!". Im Anschlüsse an das Bild war in der „Roten Fahne" eine Notiz enthalten, in welcher eine geschichliche Parallele zwischen Stürgkh und Seipel gezogen wurde und in welcher cs unter anderem heißt, daß Seipel ebenso wie Stürgkh das Ende nicht sehen will. Sowohl in der Abbildung wieauch im Inhalte der Notiz erblickte die Staatsanwaltschaft das Verbuchen der jährlichen Drohung nach § 99 St.-G. begangen gegenüber dem Bundeskanzler Dr. Seipel. Da jedoch der Verfasser der Notiz nicht eruiert werden konnte. wurde gegen den verantwortlichen Redakteur bloß die Anklage wegen Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge erhoben. In der gestern durchgeführteu Verhandlung erklärte der Angeklagte. daß er zur kritischen Zeit krankheitshalber beurlaubt und in der Redaktion nicht anwesend war. Abgesehen hiervon, enthalte seiner Ansicht nach sowohl die Abbildung als auch di« Notiz objektiv nicht den Tatbestand des Drbrechens der gefährlichen Drohung. Der staatsanwabtschaiftliche Funktionär hielt den Strafantrag aufrecht. Der Richter sprach den angeklagten Redakteur frei. Der staatsanwaltschasiliche Funktionär' hielt sich .girc, Erare's-ung eines Rechtsmittels Bedenkzeit offen.