Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1681 (19.10.1923)
- Date
- 1923-10-19
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980763--16497-3003416- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mfc 8 ~ Men.^kellisg Boltswiü. Seftemvelte Krone --- V.K87S Centimes. Auszahlmg Me» — 0.0078% Centimes. In Zürich notierte 18./10. 17./10. die österreichische Krone ...... 0.0078»/« 0.0078»/, die österr. gestempelte Krone ...» 0.0079 0.0079 die tschechische Krone ....... 16.60 16.6b die Mark ..gestrichen gestrichen Holland218.35 318.50 New-Dork 557.25 557.— London ... ........ 25.24 25.26 Paris... 33,50 33.75 Mailand . ... ... . . . . . 26.30 25.45 Belgrad. . . . . . . . . 6.61 6.55 Bukarest . . . . . . .... 2.62 2.60 Sflfifl « . » » » ••'« . . . . . 5.45 5.4o Budapest ........... 0.0307 0.0307 Warschau . 0.0006 0.0006 Prozessuale Streitfälle im Altienwesen. Bon Dr. Heinrich- Schreiber. Die vorwärts drängende Entwicklung des Slktienroesens zieht nicht vorüber, ohne auch Streitfälle zu hinterlassen, welche die öfftntliche Aufmerksamkeit wecken, und, wenn nicht chre Schlichtung gütlich gelingt, dem Urteile des Richters Vorbehalten werden sollen. Eine große Zahl solcher Streitigkeiten haben die Kapitalsvermehrnngen verschuldet; eine Reihe anderer Proteste und Prozesse hat ihre Wurzel in der Der»- schlechterung des Geldwertes; wieder andere in sonstigen Verschiebungen der sozietären Rechte. Auf Konto der Kapitalsvermehrungen und der Aktienemissionen sind die Beschwerden über die Entziehung des B ezugsrechtes zu setzen. Die Forderung geht dahin, daß das Recht zum Bezüge der jungen Aktien den alten Aktien gebührt und der Mitbewerb von Emissions-Syndikaten als unerlaubte Konkurrenz auszuscheiden sei. Die Regierung hat sich in ihrer Konzessionspraxis grundsätzlich auf die Seite der Reklamanten geschlagen und sich zum Hüter des Bezugsrechtes aufgeworfen, soweit nicht wichtige volkswirtschaftliche Rücksichten die Abkehr von der neuen Norm erheischen. Auch die Bankenkontrollkommission hat sich in der ihr vorbehaltenen Wirkungssphäre, die auch zu Gesetzesvorschlagen ausgreift, zum angestammten Bezugsrecht bekannt. Weichwohl wogt der Kampf der Meinungen um diese Problemfrage hin und her, die in Deutschland bereits verschieb deutlich der Judikatur unterzogen war, bei uns jedoch auf den Wahrspruch des Gerichtes noch nicht gestützt werden kann, und somit in den unterschiedlichen Generalversammlungen noch immer den Gegenstand ausführlicher und hitziger Debatten bildet. Auf die Geldentwertung und die gesetzliche Fiktion, daß sie nicht zu berücksichtigen und der alte und neue Krönenwert einander gleichzustellen ist, sind die Üuereleit über die Einlösung und Enteignung der Obligationen und Pfandbriefe zurückzuleiten und der Anspruch, daß auch hier eine Aufwertung urü> Valorisierung der Verpflichtungen zur Rückzahlung von Kapital und Zins stattzufinden habe. Nicht allein die Kleinrentner rühren an dieser Frage, sondern auch die Obligationäre der Jndustriogesellschaften und Banken sind über die Bereicherung, die den schuldnerischen Gesellschaften und damit ihren Aktionären derart in den weitgeöffneten Schoß fällt, ungehalten, und rufen zunächst nach dem Kurator,' damit er chre gekränkten Interessen wahre; bisher freilich vergeblich, weil eben die« Gerichte an der Fiktion der Währungsgleichheit festhalten und mithin zur Einsetzung eines gemeinsamen Kurators keine rechtliche Grundlage erblicken. Die Belebung des Kuratorengesctzes gelingt also nicht'; dafür erwacht das Individualrecht des Obligationärs um so heftiger, das den einzelnen Beschwerdeführer veranlaßt, die Hilfe des Gerichtes anzurufen und es um Abstellung der mißlichen Folgen anzugehen, die chm aus der meist vorzeitigen und darum unzeitigen Einlösung der Prioritäten und Pfandbriefe erwachsen. Solche Prozesse häufen sich; ein entscheidendes« Erkenntnis hierüber ist aber noch nicht erflossen. Andere Streitigkeiten knüpfen sich an die Aufwertung der Aktiven und Aufstempelung des Aktiennominales, die zum Beispiel auch den Ausgangspunkt der Kontroverse bilden, die zwischen den Aktien und. Genußscheinen der Donau-Dampfschisfahrts-Gesellschaft ausgebrochen ist. Die Wrschiebung beä Aktiennominales führt nämlich in diesem Spezialfalle dazu, daß die Genußscheine in ihrem vollen Rentengenusse am Mchrertrage der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gestört werden, so zwar, daß sich hier der Zwiespalt zwischen dem allerdings recht imaginären Begriffe des Aktiennominales und dem gleichfalls eigenartigen Vorgang der Aufwertung öffnet. Dabei ist auch nicht zu verkennen, daß Wesen und Merkmal des Genüßscheines an sich und im besonderen des Genußscheines jener Schiffahrtsgesellschaft nichts weniger als deutlich und faßbar aufgehellt sind. Der Richter wird daher, wenn diese Sache vor ihn kommt, schwere und gründliche Arbeit zu verrichten haben, da Gesetz und Recht ihm wenige und bloß schwache Stützpunkte hierzu Mieten. Allen solchen Streitfällen ist aber das eine gemeinsam, daß es wieder einmal das Problem lebendig macht, wem die Legitimatiim zur Prozeßführung zuerkannt ist: Ist der einzelne Berechtigte vermöge seines sogenannten Individualrechtes dazu berufen, odergilt der Grundsatz, daß zur Ausübung kollektivistischer Berechtigungen nur der Kollektivwille der Beteiligten befähigt? Im Obligationenwesen ist die Sache klar; da bat kraft des Kuratorengesetzes über die gemeinsame Waib- __Wiener Morgenzettun«. , tuitg und Vertretung der Prioritäten- und Pfandbriefpecht«, jeder Beteiligte die Befugnis, bei Gericht die Einsetzung: des gemeinsamen Kurators zu beantragen, und ist er be-4 stellt, dann erfließt hieraus für ihn auch die Vollmacht zur allfälligen Prozeßführung, von Ler der einzelne Besitzer» grundsätzlich ausgeschlossen ist. Im Bereiche des Aktienwesens fehlt es an einer suchen bündigen Norm. Hier freilich beherrscht die Generalversammlung der Aktionäre den Gesamtwillen, der aber durch die Mehrheit gelenkt und bestimmt wird. Ist damit das Einzelrecht ausgeschaltet? Ich habe mich darüber in einer Abhandlung über „Das Individualrecht des Aktionärs" im „Allgemeinen .Tarif- Anzeiger", Nummer 27, ex 1983, kürzlich verbreitet, und die praktische Durchsetzbarkeit des Einzelrechtes im Wesen verneint, so daß das Individualrecht des Aktionärs im Gegensätze zum Obligationär keine gerichtliche Heimstatt fände, wenn nicht die Generalversammlung sich seiner annimmt. Die Analogie des gemeinsamen Kurators über Einzelantrag fehlt hier. Einen Ansporn zu dieser Auffassung liefert der von der Bankenkontrollkommission auSgearbeitete Entwurf der neuen Bankgesetze. Hier erst wird — allerdings noch auf diesem eingeschränkten Gebiete — auch der Minderheit der Weg zur Bestellung eines gemeinsamen Prozeßbevollmächtigten geöffnet, aber auch nur der (übrigens qualifizierten) Minderheit, und noch lange nicht dem einzelnen Aktionär. Wie überhaupt dieser Gesetzentwurf die Pforten des Gerichtes — zum eigene« Banksenat und zum besonderen Standesgericht für BanLleiter — mit einem heftigen Ruck aufstößt!! Kurs vea 17. Okt. Ware Geld Ware « 27880.- 27900.- 27870.- 28970.- 6 832.- 838.- 832.- 836.- S 832.- 836.- 832.- 836.- 8 0.086 0.0989 0.106 0.1*6 «'s. 3674,— 3*86.— 3874.- 3686.- « 3.80 3.90 3.80 3.90 8 327.- 329,— 329.- 331.- S 10880.- 10MO.- 1(1680.- 10920.- S 12280.- 12320.- 12380t— 1242^.- 3 320700—32t70T—321300—322300— 3»/, 9480— 9520.- 9480.— 9520.- 6 3214.- 3228.- 3214— 4 70935.- 71185,- 70935— 5 «87.- 4233.- 4302.— 5 2115.- 21».- 2111.- 7*/, 583.- 687.— 668— 4*/, 18520.- 1858%— 18520— 3226— 71185,- 4318— 2121.— 692,- 18580.- Giearingknrse der Österreichischen Hatiönaibank vom 18. Oktober 1928. Zahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Golden Agram 1 Jng. Kronen , , . Belgrad 1 Dinar ..... Berlin* 1 deutsche Reichsmart Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest I Lei ...... Chrtstianis t norweg. Kronen Kopenhagen I dänische Kronor London 1 Pfund Sterling ... Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Ure . . k , New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag 1 tscheeho*s!ow. Kronen , Sofia I Lewa .. Stockholm 1 schvredlscheKronor . Warschau** 1 polnische Mark. , Zürleh 1 schweizerische Francs . Noten Amerikas. Noten ▼. 5 Dollar aufw. . . kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1009 Leva . . .■«».. . . kleinere. . . D&nlsche Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . . . .1« ... . , kleinere. . . . .Engl. Noten von 5 Livrest. an!w. . . . kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Hollgndlsehe Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire autw. . kleinere . . . Jugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar »aa» 100 . ... kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Pointsäte Noten v. 57) Mark autw. . . kleinere. I . . Rumänische Noten zu)O0Ou.500Lel , . kleinere . . . Rust. Noten (Roman.) zu 500 Rubel a * . a 100 . . » . kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Peseta, . . Tschecho-slow. Not. v.IOOOaufw. , . kleinere Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. . .zu 10.000 Kr. . . . » . kleinere. * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 prlln. Mark. 8 SpannnngSanderung. 6 630.— 730.— 675.- 775.- 3 12725. - 12778. - 12738.- 12785.- 70680.- 70980.- 7C380.- 70960.- 70480.- 70860.- 70460.- 70880,— 3630.- 3660.- 3630.- 3660.- 661.- «9- 666.- 6T4,— 64L- 649.- ««!- 654. ~ 12130.- 12210.- 12230 - 12310.- 0.08 0.109 0.09 0.13 0.07'k, 0.09V,9 0.08'/, 0.12V, 318900.- 320690.- 319800.- 321100.- 318700.- 320300.- 319300.- 3209Ö0.- <220.- 4250.- 4255.- 4285.- 27500.- 27800.- 27fi7o.- 27879.— 8180.- 3200,- 3 t 80.— 3200.- 31«.- 3180.- 3160.- 3|80,— 82L- 827.- 82t.- 827— 81L- 817*.- 81L- 817— 10750.— 10830.- 10750.— 10830— 630.— 730.- 875.— 775— 589.- 680.- 6*5.— 725— 32L- 325.- 318.- 322— 301.- 305.- 296.- 302— 18310*- 18410*.- ism- 18410— 12610.- 12890.- 12820.- 12700— 93«.- 9440.- 9J80.- 9440— 2097.- 2113.- 2093.- 2109— 2082.- 2108.- 2008.- 2104. - 2.20 2.40 2.20 2.40 2.15 2L6 2.1» *35 Eine kleine Kulisse-Insolvenz. Diel besprochenen wurden an der gestrigen Börse die Zahlungsschwierigkeiten einer Kulissiers. Obgleich der nächste Kassetag erst Montag ist. wollte man wissen, daß der Kulissier außerstande sei, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Es kann sich in keinem Falle um große Beträge handeln. Der ungarische Bankausweis dom 16. d. zeigt eine Vermehrung des BanknotemnnlaufeS um 32,7 auf 650,8 Milliarden Kronen. Das Wechselportsfeuille hat sich um 32,1 Milliarden vermehrt, wogegen die Giroguthaben eine Verminderung um 16,8 Milliarden Kronen aufweifen. Einführung des Sffektenelearings in Budapest. Der Giro- und lKafleuverem gibt bekannt, daß von dem auf den 27. d. angefetzten Kassentag angefangen das System des Eftektencleaviugs eingoführt wird. Der Verkehr werde deshalb fortan in den für diese Zwecke festgesetzten Großbanken dovgenommen werden. Bulgarische LieserungSarrSschreibniUk«. Wie die Wiener Handelskammer erfährt, findet am 2. November l. I. in der Kreisfin-anzverwalttmg in Sofia ein öffentlicher Wettbewerb für die Lieferung von elektrischen Materialien zur Beleuchtung der Häfen statt. Die Devise beträgt 268.140 Lewa, die pt stellende Kaution 5 Prozent, der Liefertermin 3 Monate. Die näheren Angaben sind dem in der Exportaibteflung der Kammer, 1. Bez.. Stubenring 8. unter Zähl 41.907 auf Zimmer 218 erlie«nden Bedingnishefte zu entnohnien, das m bulgarischer Sprache abgefaßt ist. — Die Artillerieabteilung des bulgarischen Kriegk-mmisteriumS hat für den 20. November l. I. eine Öfftrtvechanttung zur Vergebung von größeren Lieferungen an Zündkapseln, vomÄle-tten Einrichtungen zur Erzeugung von ZundLapsÄn und Ärtilleriegündern ustv. ausgeschrieben. Ferner wird am 15. November eine öffentliche OffertverhaMung über 6000 Meter Schienen für di« Staatsmm in Pernik stattfinden. Details in der Exporttckteilung der Kammer für Hand«, Gewerbe und Industrie, Wien, 1. Bez., Stubenring 8, 3. Stock, Zimmer W7, Zahl 41.977 Km Geschäftsverkehr mit Holland. In der Exportabteiluim der Wiener Handelskammer erhalten legitimierte österreichische Firmen unter Zahl 41.866 eine vertrauliche Auskunft über eine Amsterdamer Lrrma. Es wird gleichzeitig nahegelegt, vor Eingehung von Geschäftsverbindungen mit unbekannten ausländischen Firmen und besonders vor Lieferung von Waren di« nötigen Auskünfte womöglich von mehreren Quellen einzu-- ziehen. Die Exporlabteilung Mfr ibv»- .^.n-farriaiionSdirnst gerne zur Verf-ri,.7,111g. 19. Oktober 1923 Nr. WA Wiener Börse. Die gestrige Börse eröffnete wohl etwas freundlicher, doch hielten sich die Umsätze, da es an privaten Orders fehlte, wieder n den allerengsten Grenzen. Zur. Zurückhaltung trugen außer der verworrenen Lage in Deutschland die Ungewißheit hinsichtlich der Nationalratswahlen wie auch die bevorstehende Versorgung viefach bei. Das Geld für Prolongationszwecke hielt sich zwischen 0.37 bis 0.50 Prozent für die Woche. Nach Feststellung, der ersten Kurse fanden in den Alpine- und Siemens-Aktien, etwas regere Umsätze statt, ferner gewannen Waagner-Aktien durch Deckungskäufe. Auch für österreichische Kredit und StaatSbahnaktien zeigte sich einiges Interesse. Auf den übrigen Gebieten herrschte Goschäftsstille, die bis zum Schlüsse in Geltung blieb. Im Schranken waren mit ganz geringen Ausnahmen die letztgemeldeten Notierungen in Geltung. Immerhin waren einzelne Werte mit dent Pluszeichen aufgezogen. Dies galt von Konstanzer Holz, die unt 600.000 K. avancierten, ferner stiegen Brüxer Kohlen um 325.000 K. Auch Armaturen, Uniönbau-Materialien und ungarische Gummi wiesen Besserungen auf. Das Geschäft konnte bis zum Schluß keine größere Ausdehnung gewinnen, doch war ein freundlicherer Grundton des Marktes nicht zu verkennen. Bezugsrechte: Pester Spovmm 385.000, Rima 82.000 bis 38.000. Auf dem Anlagemarkt ergaben sich nur geringe Verschiebungen. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 63.000 bis 55.000, Erdöl 61.500 bis 64.800, Jriag 847.000 bis 365.000, Mraznica 206.000 bis 209.000, Schubert' u. Co. 15.000, Universale 57.500 bis 62.000, Wiener Waffen 24.500., Bon den Warenmörkten. (Eigenbericht der ,M>ie-ne-r MoagenüeättlNg".) Holz. Das hiesige Platzgefchäst hat eine mäßige Belebung er» fahren und auch die Bautätigkeit ließ in der letzteren Zeit eine Besserung erkennen, die Tendenz ist fest behauptet geblieben. In Deutschland ist das Angebot in gebrauchsfertigen Schnitthölzern stark geworden, aber man bemerkt in leAer Zeit ein immer, stärkeres Widerstreben der Sägewerksindustriellen gegenüber Verkäufen nach Papiermark. Die Regulierung in Dollavschähen bürgert sich mehr und nvchr ein. Dagegen findet die Goldanleihe als Zahlungsmittel bei Schnrtcholgankäufen in den Kreisen der Holzlieferanten weniger Anklang. Schleuderverkäufe, die noch vor kurzem auf der Tagesordnung waren, sind seltener geworden. Es werden mefft die im Verkehr zwischen pommerellischen Sägewerksbesrtznn und deutschen Hohhandlungen geltenden Gmndpreife bei innerdeutschen SchnitthÄMrkäufen als Richtlinie gewählt. DaS Geschäft in Bcmhöl-ern, Schalbrettern, Waggonböden ist ins Stocken geraten. Baumwolle. Aus dem Bremer Baumwollmarkt War das Gchchäft vuhÄ. Nur prompte Ware blieb gut geftagt. Die Derminmärtte waren' schwankend, behielten aber ihre feste GrmMendenz. Dem Markte wurden zugefühvt: 17.241 Ballen novdamerikanisHe Baumwolle, ausaeführt wurden 33.700 Ballen. Seit Beginn des neuen Erntchahres. 1. August 1923, wurden zugqfuhrt 163.070 <i. B. 118.491). ausgeWhrt wurden 185.771 Ballen (235.867). außerdem wurden zu geführt 1476 Ballen (9121) ostindische Baumwolle, an verschiedenen Sorten Baumwolle wurden zugesührt: 6112 Ballen (1253). wieder ausgefuhvt 7861 (797). Infolge fchr hoher Nodierungen hon Südafrika, blieben die Zufuhren gering. Eisen und TtW. Roheisen wurde in der letzten Zeit etwas billiger angeboten,'in Birmingham sanken die Forderungen für Gießerei Nr. 2 aus 21 Dollar, während man in Pittsburgh 26 Dollar verlangte. Thomaseisen galt in Pittsburgh 26 Dollar, ebensoviel Schmiedeeisen, Chicago meldete 26 Dollar, schivever Gtahlschwt fiel in Chicago auif 16 bis 16 Dollar bei kleinen Umsätzen. In Halbzeug- -und Fertigstahl ist die Nachfrage bGer geworden. Knüppel kosten 40 Dollar, Blechstangen 40 Dollar, Platinen 40 Dollar. Drahtstangen 61 Dollar, Bandstahl 8,15 Cents, heißgewalzte Streifen 2.15 Cents, blau angeWene Bl-cche 5 Cents. Schwarzblech 3,75 Cents, verlinkte Bleche 6,60 Cents. Autoblech 5,85 Cents, Weißblech die Kiste 5,60 Dollar. Zucker. Interessant ist, daß die Bereinigten Staaten gegenwärtig für den Anbau von Zuckerrüben ( außerordentlich Propaganda . machen und soeben in Louisiana einen Rohzuckevfilm ausgenommen haben; das Landwirischastsamt in Wachmgton läßt diesem lnunmehr auch einen Rübenzuckerfilm folgen, der, in einem Rübenbezirk des mtttleren Westens und einer modernen Zuckerfabrik ausgenommen, ein Zeichen dafür ist. wie fchr sich Amerika bemüht, die Rübenanpflanzung zu untersMen und das Interesse hierfür zu fördern. Rach dem deutschen Erntestandsbericht für Anfang Oktober dürfte der Ertrag an Zucker- und Runkelrüben über eine Mittelernte kaum hinausgehen. Im Reichsdurchschnitt wurden die Zuckerrüben mit 3.1 gegen 2,9 zu Anfang September!vewertä. Die kommende Ernte Kubas wird aus 8-4 bis 3-8 Millionen Tonnen geschätzt. Mit größtem Interesse verfolgt man die Prsisentwicklung des Zuckers m Deutschland für die neue Bvtriebszeit. Die Wcißzuckevfabriken fordern 31 bis 33 Goldmavk pro Zentner ab Wer! ohne Stduer und Sack. Man steht im allgemeinen Käufen zu Goldmarkpreisen noch obwarteud gegenüber. weil sich bei der rapid steigenden Markentwertung eine einigermaßen zuverläfsige Kalkulation nicht aufltellen lässt. Auf dem Melasfemarkt machte die Auifwärtsü/wegung schnell« Fortschritte. Die Preise bewegten sich von 480 500' Millionen ab Verladestelle pro Zentner. MehmilMe i» St. Marx. Rinde r m a r k t. Der Auftrieb auf dem gestrigen markte belief sich auf 264 Stück inländisches, 28 Stück nngattsches, — Stück tschecho-flowakisches, 379 Stück iugoslaivisches und 805 Stück nrmänisches, zusammen 976 Stück Schlachtvieh, worunter sich 708 Stück Mast- und 368 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 683 Ochsen, 131 Stiere, 153 Kühe und 9 Büffel. Bei trägem Verkehr haben die meisten Qualitäten im Vergleiche zum Hauptmarkt bis zu 1000 K. pro Kilogramm im Preise eingebüßt. ES notierten: Ochsen je nach Qualität 11.000 bis 16.000 K., extrem 18.000 K., Stiere 11.000 bis 16.500 K., Kühe 10.600 bis 14.500 K., Beinlvieh 7500 bis 10.500 K. und Büffel 10.000 K. pro Kilogramm Lebendg?».: l't. S ch lv e i n e markt. Aufgetrieben wurden 37 7 darunter 25". Fleisch- und 517 Fettschweine. Fett'>.-..'?.''-.'-'!? >n minderen Qualitäten vertreten waren rouuicn die irs-,.