Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1673 (11.10.1923)
- Date
- 1923-10-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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<feHe8 Wie«, Donnerstag "iVvkwr Wiener Morgenzeitung. 11. Oktover 1908 Nr. 1678 Sitzung der Wiener Börsefammer. Fünf Börsetage in der Woche. — Neue Kulissepapiere. In der gestrigen, unter dem Vorsitz des Präsidenten Bernhard Popper-Nrtberg abgehaltenen Plenarsitzung der. Wiener Börsekammer wurde beschlossen, ab nächster Woche bis auf weiteres auch am Mittwoch, s o n a ch insgesamt an fünf Werktagen in der Woche, Börseversammlungen der Effektensek-- ti on abzuhalten.'Ferner wurde beschlossen, bereits in nächster Zeit mehrere Schrankenpapiere, und zwar vorläufig die Aktien der W i e n e r L o m b a r dundEskonrptebank,derErstenBrünnerMaschinenf a b r i k s g e s c l l s ch a f t, der Oesterreichischen B r o 4v n- B ober i- Werke A.-G. nnd der ,/S e m p e r i t", österreichisch-amerikanischen Gummiwerke A.-G. dem Kuilisseverkohr zu übergeben. Im übrigen wurden Verwaltungsangelegenheiten sowie eine Reihe laufender Notierungsgesuche erledigt. 21nsfuß Geld Kur* vom 9. Oki, Ware Geld Ware 4 27900.- 28000,- 27900.— 28000— 6 827.- 831.- 825.- 820— 6 827.- 831— 825— 829— 8 0.22 0.26t 0.42.8 ' 0.52.8 4's 3674.- 3686— 3614— 3626— 6 3.80 3.90 3.76 3.80 6 327.— 329— 329— 331 — 5 10880.- 11920— 10980— 11020.- 5 12280.- 12320— 12280— 12320— . 3 322500.- 323500—322500— 323500— 5V, 9380.— _ _ 6 3234.— 3246.- 3209.- 3221— 4 70935.- 71185.- 70935.- 71185— 5 4312.— 4328.- 4292.— 4308— »5 2125.- 2135.- 2120.- 2130— 7'/, 690.- 694.- 686,- 690— 4»/: 18570.- 18630.— 18570.- 18630.- ß 750.- 850.- 730.- 830— 3 12715.- 12765.- 12715.- 12765.- 70360— 70960— 70560— 70960— 70460— 70860— 70460— 70860— 3625— 3655— 3565— 3595.— 668— 675— 664— 672.— 648— 636— 644— 632.- 12130. - 12210— 12130— 12210— 0.19 0.25! 0.40 0.54 o!l7 0.23t 0L7 320700— 322300— 320700— 322300— 320500— 322100— 322500.— 322100— 4265— 4295— 4245— 4275— 27700— 27960— 27700— 27909— 3200— 3220— 3175— 3195.- 3180— 3200— 3155— 3175— 816— 822— 814— 820 - 806— 812— 864— 810— 10750— 10830— 10850— 10930— 700— 870.— 670.— 770— 650— 750— 620— 720— 316— 320— 318— 322— ' 296— 300— 296— 302— —— -— 18)60— 18460— 18360— 18460— 12600— 12680— 12600— 12680— 9250— 9340— 9260— 9340— 2107— 2123— 2102— 2118— 2:02— 2118— 2697.- 2113— 2.30 2.50 2.15 2.35 2^25 2A5 240 230 Glearingknrse der Österreichischen Nationalbank vom 10. Oktober 1923. Oevisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam k. 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin* 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. Cliristiania 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas ....... Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag 1 tsciiecho-slow. Kronen . Sofla I Lewa . Stockholm 1 schwedischcKronor . Warschau** 1 polnische Mark. . Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aulw, „ „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . . „ 100 „ . „ „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . .4 Deutsche Noten zu 1000 Mark. . . . .100 ... , . kleinere. , . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. , , kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100Lire aufw. „ „ kleinere . . . Jngosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar , . . 100 . . . , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Notes v. 500 Mark aufw. . . kleinere.... Rumänische Noten zul00Qu.500Lel „ , kleinere . . . Russ. Noten (Roman,) zu 500 Rubel . . r 100 . „ . , kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. V.lOOOauiw. „ „ kleinere Ungar. Noten (neueEm.) zu lOOOKr. , . zu 10.000 Kr, . . . . . kleinere. * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 poht. Mark, t Svanmmgsänderung. -- " i» Der gestrige PrivatverkeHr. Die Kul isst-papiere neigte» im gestrigen Verkehr von Bureau zu Bureau eher einer leichten Kursäbschwächung zu. Oester reichliche Kredit und Alpine haben relativ ihren erhöhten Kursstand behauptet. In den Schrankenwerten dagegen blieb die befestigte Tendenz in einigen Spezialpapieren rchalten. Es waren vornehmlich die Baupapiere die durchwegs höhere Goldtaxationen verzeichnen Auch für Statzeüdorfer und Waffen wurde einiges Kaufinteresse beobachtet. Von den Petroleumwerten sind Karpathen mit einer höheren Knrstaxaiion bedacht worden. Galicia waren anhalrrnd gefragt, eine Folge des Interesses der lokalen Spekulation. In den übrigen Effekten wurden keine wesentlichen Nachfragen im gestrigen PrivatverkeHr von Bank zu Bank beobachtet. Die Erledigung der Gehaltsdisserenzen bei den Banken. -L-ie zwischen dem Bankenverband und den Organisationen der Bankbeamten schwebenden Verhandlungen, 'bezüglich der neuer lichen Gchaltsansprüche der Bankangestellten, in deren Verlauf mit dem Streik gedroht wurde, sind zu einem befriedigenden Ende gediehen. Ten Angestellten wurde eine Erhöhung ihrer laufenden Bezüge um 8,33 Prozent, rückimrkend vom 1. August, zugebilligt und vom Bankenverband auch die vom Bundesamt!sür Statistik nach Schema 2 gemäß der. Verbrauchssteigerung errechnete Jndexsumme zugestanden. Ueberdies erhalten die Angestellten eine einmalige ^lushilfe in der Höhe des nach vorstehenden Zugeständnissen entsprechenden Oktobergchaltes. Da die Vertreter der Angestellten diese Zugeständnisse angenommen haben, erscheint die Lohnbewegung im Bankbetriebe nunmehr beendet. Einschränkung des Schiffsverkehrs aus der Donau. Berichten aus Preßburg zufolge schränkt die Erste Donaii- Dampsschiffahrtsgesellschaft den Expreßverkehr zwischen Wien —Bratislava—Budapest—Belgrad—Lom—Nüsse—Äiurgiu ein Die Freitag von Wien und Montag von Belgrad abgehenden Dampfer werden von nun an nicht mehr verkehren. Von jetzt ab gehen wöchentlich nur zwei Dampfer ab. und Mar von Wien am Sonntag und Mittwoch, von Belgrad am Dienstag und Freitag. In der Bergfahrt gehen die Schiffe aus Giurgm Montag und Donnerstag, aus Belgrad Mittwoch und Samsrag ab. Der Tscherwonetz in Deutschland. Wie von russischer Seite rnitgeteilt wird, wird auch im Ausland mit dem russischen Tscherwonetz (zehn Goldrubel) Handel getrieben. In Deutschland wird er 'an Leute verkauft, die nach Rußland reisen und dort über ein russisches wertbeständiges Zahlungsmittel verfügen wollen. Auch per Telegraph und per Post wird dev Tscherwonetz von der Russischen Staatsbank und ihren Filialen ausgezahlt. Um Ueberlveisungen zu ermöglichen, haben zwei deutsche Banken, die Berliner Handelsgesellschaft und die Garantie- und Kreditbank für den Osten, die auch in Moskau eine Bank unterhält, laufende Rechnungen in Tscherwonetzvaluta eröffnet. Der Versuch der Russischen Staatsbank, den Tscherwonetz an die Berliner Börse zur Notierung einzuführen, ist nicht geglückt. Austro-Holländische Bank. Wie wir' erfahren, gedenkt die Austro-Holländische Bank in nächster Zeit ihr Kapital zu deroppeln. Das Aktienkapital, das bisher eine Milliarde betrug, [oll auf zwei Milliarden erhöht und zu diesem Zwecke zweieinhalb Millionen Aktien neu emittiert werden. Die Austro- Holländische Bank steht wegen Uebernahme eines Großteils dieser Neuenrission mit der englischen Gruppe in Verbindung, welche die Stücke aus der Kapitalsvermehrung von 700 Millionen auf eine Milliarde übernommen uikd Herrn Falconer in den Verwaltungsrat entsendet hat. Der Kurs, zu dem diese neue Emission begeben wird, beträgt 8000 K. Zweck der Kapitalsvermehrung ist die Befriedigung des großen Industriestockes der Austro-Holländifchen Bank. Der Triester Warenverkehr. Aus Triest, 9. d.. meldet man: Der hiesige Warenverkehr ist im letzten Monat gegen . das Vorjahr im Verkehr mit Oesterreich um 20 Prozent, mit Jugoslawien um 11 Prozent, mit der Tschecho- Slolvakei um 71 Prozent, mit Ungarn um Ö40 Prozent und nnt Deutschland um 23 Prozeirt gestiegen. Postfrachtstückverkehr mit Griechenland. Die Wiener Handelskammer gibt bekannt, daß Postfrachtstücke nach Griechenland nicht, wie dies vielfach zur Vermittlung der Verzollung und Zustellung geschieht, durch einen Zwischen- 'pediteur in Griechenland abgefertigt zu werden brauchen. Die Verzollung dieser Sendungen, welche Postseits via Deutschland durch Vermittlung von Derftächtern in Hamburg oder Bremen instradiert werden, Erfolgt nämlich ohne besonderen Auftrag bereits durch die Firma Andrew I. Adams in Piräus, der Vertreterin dieser Verfrachter. Durch die Inanspruchnahme eines weiteren Spediteurs erwachsen nur zwecklos erhöhte Kosten. Triester Wirtschaftsnachrichte». Aus Triest wird uns berichtet: Die seit einiger Zeit in Gang befindlichen Vechandlungen über die Errichtung von italienischen Handelskammern in München und Prag werden von den Handelskreisen in Italien, namentlich Triest, dann in Bayern nnd in der Tschecho-Slvwakei mit großem Interesse verfolgt. Nun hat auch, was den Plan seiner Verwirklichung näher bringt, das italienische Ministerium für nationale Wirtschaft, das vor kurzem die Agenden der Ministerien für Ackerbau, Händel und Industrie Übernomen hat, moralische und materielle Unterstützung dieser Handelskammergründnngen zugestanden. Japans Wiederaufbau bringt dem Triester Ostasienverkehr reiche Beschäftigung nnd es bestehen auch für das Hinterland des Triester Hafens seit der Aufhebung des Einfuhrzolles (bis 31. März 1924) sehr güte Zlbsatzaussichten für folgende Artikel: Chemikalien nnd Arzneien, Stoffe und Bekleidungsstücke, Baumaterialien verschiedenster Art (für Wohnhäuser, Bahnanlagen, Brücken, Docks, gewerbliche Betriebe, elektrische Anlagen usw.), landwirtschaftliche Maschinen, Beheizungs- und Beleuchtungskörper. Bau- und Möbelholz, Holzkohle, Teerpappe, Papier, Tapeten. Die Schiffsverbindungen des Lloyd Triestino sind direkt und laufen die wichtigsten japanischen Häsen an. Das italienische Gesetz über den Achtstundentag, das vor einigen Monaten in Kraft getreten ist, hat jetzt zwei Durchführungsvorschriften erhalten, deren eine die landwirtschaftlichen Betriebe, die andere die Handels- und Gewerbeunternehmungen betrifft. In einigen besonders bezeichneten Betrieben ist eine Ausdehnung der Arbeitszeit ü6er täglich acht Stunden, beziehungsweise 48 Stunden wöchentlich, gestattet. Die Zukunft der russischen Naphthaindustrie. Die Versammlung der internationalen Gruppe der an russischen Erdöluntemchmungen beteiligten Gesellschaften hat Herrn D ct e r d i n g von der Königlichen Petroleumgesellschaft Vollmacht gegeben zu unverzüglichen Verhandlungen mit den Sowjets, die zur Herstellung der geschäftlichen Beziehungen führen sollen. Die Verhandlungen wurden bereits ausgenommen. und nach der „Ag. Ec. et Jin." ist man in Kreisen der Kgl. Petroleumgesellschaft überzeugt, daß Deterding zu einem Ziel kommt. In der gleichen Angelegenheit ist Herr Krassin, dev gegenwärtige Volkskommissar für Handel und Industrie. nach London gereist. Ueber die Wirtschaftslage in dm Bereinigten Staaten wird der .Frankfurter Ztg." unter dem 25. v. M. geschrieben: Die United States Chamber of Commerce gab heute eine Uebersicht über die GMästsvechältnisse im Laude bekannt, die recht «zuversichtlich lautet. Noch sei die sommerliche Stille nicht überwunden, aber es unterliege keinem Zweifel, daß eine baldige Besserung in Aussicht stehe. Die Bcvumwollbranche wird allerdings aus längere Zeit noch durch die höhen Kosten des Rohmaterials beeinflußt werden, heißt es, nnd zwar wird New England stärker leiden als der Süden, wo ja die Transportkosten wegfallen. — Wenngleich die Ernte in: allgemeinen zusriedenstellend ist, hat die trockene Witterung, die in manchen Staaten wochenlang herrschte, doch erheblichen Schaden angerichtet, namentlich im' Mittelwellen. Dazu kommt, daß die Diehpreise andauernd sehr niedrig sind, nur Schweine stehen über den lehtijährigen Notierungen. Infolge der unbefriedigenden Zustände in diesen Farmdistrikten und auch in einigen Baumwollgebreten. wo der Voll Weavil schweren Anschriften an die Redaktion sowie «nverlaogl einlangenden Manuskripten wolle man stets Rückporto beilegen» da sonst eine Beantwortung» beziehungsweise Rücksendung nicht erfolgen kann. Schaden angerichtet hat, ist Washington schon voll von Senatoren und Repräsentanten, die den Präsidenten angehen, eine Extrasession des Kongresses einzuberustn, hie ,-et>was für den Farmer" Um soll. Ob es aber dazu kommt, ist doch fraglich. — Die Indexziffer «ist jetzt, wenn man -Juli 1914 als 10V annimmt. 191,6, während sie vor einem Monat- 161L und vor einem Jahre IW.tz war. Ihren Höchststand erreichte sie 1920, als sie mit 201 verzeichnet wurde. — Die Schwerindustrie'liegt noch unter starkem Druck. Seit April 'ist die StahlvroLnktion um 15 Prozent zurückgegangen und man erwartet noch keine Besserung, da die Käufer aus dem Markte bleiben. Kichser 'ist jetzt aus den niedrigsten Preis des Jahres gefallen. Anscheinend ist die starke Weltprodnktion die Ursache des Preisrückganges. denn int gegenwärtigen Jahre wurden durchschnittlich 230 Millionen Pfund gewonnen, während vor dem Kriege der Durchschnitt 200 Millionen Pfund nie überschritt. Bankkommanditgesellschaft Scheh u. Co. Am 1. November 1923 wird mit kommandüarischer Beteiligung des Oesterreichischen Kreditinstuts für öffentliche Unternehmungen und Arbeiten und der Firma Kern u. Söhne in Wien ein neues Bankunternehmen unter der Firma „Bankkommanditgesellschaft Schey u. Co." mit dem Sitze in Wien, 2. Bez., Aspernbrückengasst 2, seine Tätigkeit eröffnen. Oeffentlicher Gesellschafter des Unternehmens ist Herr Dr. Herbert Schey. Neben dev sorgfältigen Pflege aller Zweige des laufenden Bankgeschäftes jvird sich die Gesellschaft im'besonderen, um den in den Branchekreisen seit langem bestehenden Bestrebungen Rechnung zu tragen, der Durchführung der mit dem Getrerdehandel uno der Getreideverarbeitung zusammenhängenden finanziellen Transaktionen rm In- und Ausland widmen. (Entgeltlich.) Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der .^Wiener Morgenzeitung".) Der Wiener Markt steht unverkennbar unter dem Einflüsse der ruhigeren, zum Teil matten Auslandsberichte. Der Besuch toar sehr günstig, allein der Geschäftsumfang befriedigte auf keinem Gebiete. Hinsichtlich der Tendenz bildete Weizen eine Ausnahme, der Artikel erfuhr eine etwas höhere Bewertimg, da Eigner angesichts der schwachen Offerte kleine Mehrforderungen stellten, die ihnen im Bedarfsfälle auch zugestanden werden mußten. Roggen behauptete bei mäßigen Umsätzen letztgemeldete Preise. In Mais ist der Absatz sehr schwerfällig, der Konsum ist zurückhaltend, er glaubt an eine Vertiefung der Preisbasis, zumal das Angebot für prompte und spätere Lieferungstermine ausgiebig ist. In Hafer schien es, daß sich zu Wochenbeginn eine freundlichere Tendenz etablieren würde. Durch reichere Zuzüge vermochten sich indes die höheren Preise nicht voll zu behaupten. Gerste tendiert im Einklänge mit der Slowakei ruhiger, doch lagen bisnun billigere Offerte nicht vor. Hirse ist zu 1.10 tschech. K. offeriert, ohne bei diesen Preisen Käufer zu finden. Der Mehlmarkt liegt sehr ruhig. Der Absatz in ungarischen aber auch in heimischen Mahlprodukten ist sehr schwerfällig, obwohl man hier zu billigeren Preisen als in Budapest ankommen kann. Bezüglich des Winteranbaues liegen sehr günstige Meldungen vor, die Arbeiten sind dank der vortrefflichen Witterung im Zuge, es steht zu erwarten, daß die diesjährige Anbaufläche die des Vorjahres übertreffen wird. Es notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer'»: Weizen inländischer 3350 bis 3450 K., jugoslawischer 3600 bis 3700 K., Roggen inländischer 2660 bis 2750 K., Gerste inländische 2500 bis 2800 K., tschecho-slowakische 2650 bis 2950 K., Futtergerste 2100 bis 2300 K., Mais 2700 bis 2800 K., Cinquantin 3350 bis 3450 K., Hafer inländischer oder rumänischer 2000 bis 2100 K., ungarischer 1900 bis 2050 K., Reis Burma 5400 bis 6500 K., Buchweizen 2800 bis 3000 K., Hirse 2400 bis 2500 K., Mohn 10.500 bis 11.000 K., Weißbohnen inländische 5100 bis 5300 K., ungarische 5050 bis 5200 5k., 5kartoffeln inländische 650 bis 975 K., Preßheu österreichisches 1300 bis 1350 K., lose 1100 bis 1150 K., Bundstroh lose 950 bis 1000 K. ab Station, Malz 3400 bis 3500 K., Malzkeime 1750 bis 1850 K., Biertrebern 1400 bis 1500 K., Reps 2.35 bis 2.40 tschech. 5k., Wicke 2400 bis 2800 K., Leinsaat 6200 bis 6400 K., Hanfsaat 5000 bis 5400 K., Repskuchen 2250 bis 3350 K., Weizengrieß inländischer 6300 bis 6400 K., Weizenmehl inländisches 5700 bis 5800 K., ungarisches doppelgriffig 5600 bis 5700 K., griffig 5300 bis 5400 K., Kochmehl Ha 5200 bis 5300 K., Brotmehl inländisches In 4400 bis 4500 K., Futtermehl Ia 2100 bis 2200 K., Roggenmehl Ia 4000 bis 4100 K., tschecho-slowaktsches 70% 3600 bis 3800 K., Weizenkleie 1175 bis 1250 K., Roggenkleie 1150 bis 1200 K. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der .Miener Morgenzeitung".) Das Angebot an der gestrigen Holzbörse war nicht groß, aber auch die Kauflust hielt sich - in den engsten Grenzen und dementsprechend kamen unbedeutende Abschlüsse zustande. Für Langholz, sechs Meter aufmärts, Durchschnittsstärke 20 Zentimeter, wurde 350.000 K. Geld gelegt, außerdem war Nachstage für Lärchenbloche vorhanden. Ansgeboten wurden Brennholz Buche trocken tschechoslowakisch zu 3,350.000 K. ab Wien, Scheiter trocken rumänisch 10°/, Prügel zu 3,400.000 K. ab Wien, trocken weiches zu 3,300.000 K. ab Wien (per Waggon zu 10 Tonnen), von Laubholz-Schnittmaterial Erle von 20 Millinieter aufwärts zu 1,100.000 K., Pappel 26 Millimeter zu 650.000 K. ab niederösterreichischer Station, von L a u b h o l z- Rundholz Eiche von 30 Zentimeter aufwärts zu 650.000K. ab niederösterreichischer Station, Esche 30 Zentimeter auftvärts Wagnerholz 3. bis 7 Meter mährischer Provenienz zu 680.000 Kronen, tschecho-slowakische Linde von 30 Zentimeter aufwärts zu 650.000 K., von Nadelholz-Schnitt material Tischlerware Fichte 13 Millimeter 16 bis 32 Zentimeter zu 700.000 K. ab Wien, Bauware 50 Millinreter von 18 Zentimeter aufwärts zu 470.000 K. ab niederösterreichischer Station, Lärche Pfosten 50 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts besäumt zu 680.000 K. ab steiermärkischer Station, Kiefer (Föhre) polnische Bretter und Pfosten 26 bis 100 Millimeter zu 1,200.000 K. (Stammware) ab Wien. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgsnzeitung") ’ Zum öffentlichen Verkauf gelangen diverse Papiere (zirka 13'/. Waggons) wie z. B. Hutpack, Packpapier, Zeitungsdruck, Wichen, Kuverts, Schreibpapier, Mappen usw. am 13. d., halb 11 Uhr. Berliner Börse. Berlin, 10. Oktober. Unter dem Eindruck des sich von Tag zu Tag in verstärktem Maße fortsetzenden Währungsverfalles. wobei die Devisenpreise neue Rekovdziffern erreicht haben, setzte sich auch heute auf dem Effektenmarkt die Anpassung des Kursstandes an die Geldentwertung in einem Ausmaß fort, das in der jetzigen Periode der Katastrophenhausse noch nicht da war und der Steigerung der Devisenpreise mehr entsprach als bisher. Für die meisten Dividendenpapiere ergaben sich Kursverdoppelungen, für die schweren führenden Montan-, Industrie- und Schiffahrtsaktien. Kursverdreifachungen. vereinzelt sogar Vernier-. »nd Verfünffachungen. Br MNÜ litt iäääamm