Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1672 (10.10.1923)
- Date
- 1923-10-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Gelte 6 Men, Mittwoch Konzerte. Die lebten Tag« brachten dem Wiener Miisikmarlte eine kvkchc Beschickung mit Pfitznerscher MvsiE. Bei Hans Pfitzner gcht cs freilich nicht pat an, von Marktgängigkeit zu spreche»:, stellt nvan sich doch diesen msinulichen Tondichter gerne als vemen Tor, als Märtyrer der l-elllgon Loukuusk vor, der, unbeMmyrert um das OLebot der Zeit, dem Geibote seines Innern folgt, gleich seinem Palestr.ua, der sich auf seiner Orgel asteS Leid vom Herzerr spielt. Mit seine,,i Palestrina hat der einsame Meister, zu donr sich inrmechin eine stattliche Gemeinde gesellt hat, auch eine gewisse Müdigkeit gemeinsam. Wie schwach ist doch bei ihm der melodische Bogen gespannt, rvie oft vermißt man «m frisch rau-scherrides Melodieubächlein in dem trockenen Erdreich der Düsternisse und Grübeleien des owig suchenden Romantikers, defserr blaue Mrurre nur zrr feiten starken Duft und lerrchtende Farbe ansströmt. In 3tr>ei Dutzenden von Liedern, welche — bezeichnend für der, Romantiker — vielfach schon fri'cher, übrigens auch schon besser, vertont wurde», vernahm man eine vornehm verträumte Tomvolt voll rhychnlischer und melodischer Starrheit, mitunter urrtevbrochear durch ganz rchxrvascherd banale melodische Bewegung. So führt auch m Gottfried Kellers „Alten Weisen", die vor, Cida Lau mit kleiner Stimme und vornehmem Ausdruck gesungen wurden, der Weg zu Gott, dessen feüvliches Künstlerprofi-l Hugo Wolf ähnelt, Mer manchen Gemeinplatz. Hans Duhan sang mit lescht unrfforter Stimme neue Lieder nach C. F. Mayer-Texten; die Svtzffindnng ist echt, doch erstickt sie in lichtloser, philosophierender tzeierilichkeit. Weit frischer scheinen uns die vom Meister selbst bescheiden und unauffällig dirigierten Orchesteroorspiele zu Ibsens „Fest auf Solharrg", die übrigens weit zuriichliegen. Da meidet sich noch in einer ergiebigen abwärts schveitenderr Mollnrelodie mrrsikchifche Poterr>z, da klopft noch ein kräftiger Dreivierteltakt. Das neue Klavierkonzert, dessen betvächEche pianistische Schwierigkeiten von Frau Frieda Kw ost-Hodapp mit energischer Technik betvältigt wurden, bringt das Beste in den scherzoartigen Klängen des Mittalsatzes, dessen elsengleiche Bchendigikeit mittelbar der Wevkstätte Mendelssohns entstammt. Auch in seiner Vorliebe für das singende Horn zeigt sich der Geist der Romantik, e» führt ein soliftisches Dasein rrnd bedräng neben anderen Bläsern das Klarier, das trotz aller pomphaften Aufrnachung — namentlich im ersten Satz in seinem unübersichtlich zerdehnten Hauptchema — zu einesn koordinierten Orchesteri nstrumeut herabgedrückt wivd. Es fehlt eben auch dem Klavievkvnzerte trotz Beethovenfchen rrnd Lissischen Einschlages die sinnlich warme KlavierPhra.se, dazu die volle architektonische Klarheit und die Zechte Prägnanz des klaviermäßige» Andruckes. Ern weltMtzewarrdtes Musizieren erhosst« man sich von öem Ehorkovtzert der Soeieta polisonica Romana, einer Bereinigung römischer KirAnchöre, die als Sixtinische Kapelle angekündigt war urch demgemäß von einem stn-- fatronÄnsterrsvkc Publikum im übervollen Saale erwartet wurde. Doch die römischen Männer und Knaben, die im geist-- lichen Wpchevch Mxlich in den Saal ciWWN, fanden Wrchaus nicht in kirchlicher Berfenktheit, sondern ihre sinnlich uüd südlich warmen Stimmen Wrep gyf krMge Wirkung beacht, nick die Freiheit des Rubato-Vortrages überraschte bei dem strengen Stile Palestrinas. Mochte auch die forcierte Höhe gepreßt klingen und in den Knabenstimmen manch Meine Unstimmigkeit anklingen, so verrät doch der glanzvolle, von Raffael« Easimiri mit Eleganz geleitete .Klangkörper reiche Doukn!t-ur und der Gefanrteindruck war -zufolge der barock-kacholi- 'chen Pracht der vokalen Aufmachung ungleich imposanter als jener des Berliner Domchores, dessen Sänger die ernstere Sachlichkeit und die klarere Linienführung voraus hatten. Auch beim deutschen Dirigenten Hans Knappertss n s ch ich das plostisch-rWhmische Können reicher als Impuls und Gefühlswärrne. So kommt ihm in Beethovens Reunier" die scharfe Rhy-hmik des Scherzo weit mehr entgegen als d'e religiöse Inbrunst des Adagio, das er in nüchterner Alltags'belerrchtun-g ausbreitete. Umso schwungvoller geriet der Hymnus an die Freude", den er dynamisch rrnd ogogisch machtroll zu steigern verstand. Adosi Busch versammelte zu einem Violinkonzert, einem Quartettabend und einem Souaienäbered im Vereine mit dem prächtigen jugendlichen Pianisten Rudolf Serk in seine tausendkppsige Gemeinde. Wenn Busch Beethoven spielt, so verschwindet die Enge des Konzertsaales und nran verrrmr-mt die Offenbarung der Musik, von der Schuberts Lied singt: .Tu >"'!>,> Kunst, die mich in eine bess're Welt entrückt." E r w ' rr F e l b e r. Wdtz ZmtzerotzW, (Tanzabend in der Neuen Wiener Bühne.) üebertriebene Reklame ist nicht immer von Vorteil. Dieser entzückenden, jungen Tänzerin mit den reinen Kinderaugen hat entschieden geschadet, daß man die enthusiastische Anexftnnung eines berühmten Dichters jedermann in die Ohren schrie. Gewiß: eine ungewöhnliche TanzbegahWg, bereu Sinn für das Pqredistische und deren angeborener L>umyr an Elsie Altmann erinnert. Im Pierrotkostüm rmd als Pilppe ist dieses heitere, mit dein sonnigsten Temperament begnadete Mädchen hinreißend. Aber warum Niddy Impekoven just „Das Lebert der Bäume" tanzt, rmd rvarnm glayben gemacht wird, daß sie in genialer Erkenntnis dev Wesenheit jedes Tonstückes, drei fromme Kantate von Bach („Crady", „Gloria" und Jnhilate") tanzend zu gestalten weiß, ist nur hei jener Nachsicht zu erkeirnen, ans die das liebenswerte Geschöpf allerdings allen Anspruch hat. So blieb d«sm ein bemerkenswert kritisches Publikum, trotz der .Hingerisfercheit Gerhart Hnnptmanns, trotz der tatsächlich schon erschienenen und im Theater feilgebotenen SelbsthipgMhie der jungen Künstlerin, anfangs kühl. Dann laber, nach der Pause, als sie alle Symbolik in ihre» Garderobe gelassen hatte, und als Rokokopuppe, als Hanrpelmnnu, aus bl’it■ <*'!. aiia-iertiat. ^x'c.;fi:t?.->}•.[ ^.'ode- _S&tenev MorgerrzeitM«g-_ Kamen in jhxem Sylotl bevorzugen, ilird Westlich als Münchner Kaffeewärmer erschien, geriet das Publikum außer Rand und Band. Alle guter: Geister des Frohsinns, kirchlicher Spitzbüberei rmd prickelnder Anm"l waren entfesselt rmd wirbelten über die Bühne. "9- SM IR. Male „Wwr MN", ist*w MtzratüLaiLr.) Nun feiert auch im Burgtheater e>n Theaterstück die 125. Aufführung. Morgen tvird Shakesp^ves „Julius C ä s g r" in der Burg die.fes Jubiläum begehen. Es ging allerdings nicht so rasch wie bei der „Bajadere" oder bei „Madame Pompadour", sonder» währt« nicht wfvMv als 73 Jahre, bis diese Aufsührnngszifser erreicht war. D e erste Aufführung fanld nämlich am 2 7. Mai 185 0 statt. Für die 0iWft»Tund Kwstler im IMchen Reiche. Ern Ausruf des Bundesnnmsters Schürft. Minister Schürft wendet sich mit eMrn Ausruf an die österreichische Schriftstellerrrnd Künstle^^h in welcher er auf die katastrophale Notlage ^ß r ii' steller nnd Künstler Deutschla n^s hinüveist. Es ist nicht nur ein Werk sebbistverftänjdbcher Hilssbereitschast, sondern ein Akt der Dankesschuld, wenn stnen deutschen Schriftstellern und Künstlern, die durch traurigen Wirtschaftsverhältnisse Deutschlands der Not preisgegeben^ sinh, sofort unter die Arme greift. Das reich^dentsche Schrifttum und die reichsdeu-tsche.Bührre, aber auch ^iE bildende Kunst De-utfchlariids dient« vielfach als Vorbild gad Leitstern. Der Minister gibt der Hoffnung Ansdrnck, daß österreichische Schriftsteller und Künstiler nicht rmr Mel des Geistes, sondern auch Adel der Gesinnung evweifen und den no^eidenden Bevnfsgenossen des deutschen Reiches rasch und rechlich hÄfen werden. Er ruft ferner insbesondere all« Männer und Frauen des gesamten wirtschaftlichen Lebens auf, die sich an Schöpfurtgen deutscher kufre-nen, an die Notleidenden zu denken. Es ist zu erwarten, daß «ber Ausruf d^ Ministers nicht urrgehört blechen wird und daß das Hklfswer^ seinen Zweck erfüllen wird. Aus de« Theatem. iBurglheater- Donnerstag den abends gelangt ',u erchöhien Preisen MM >2o. Mal« ^yakespeares Tragödie uliu s Cäsa r" Mt AuMchrung. 7- Mon-tag den 15. d. um 7 Mr abends Wi^ ^as Schauiprel „Anna Karenina", «ach Tolstoi» von M>mond Gmrand, aufgeführt. Akademie-Theater. Morgen Ü^ffnerstag um halb 8 Uhr chbarchs wird das Luftspieil „Qualrth Street" stillen Gäßchen") von I. M. Barrie in Szene Men. — Montag den 16. tz. im halb 8 Uhr abends Wird das Schanspiel „Dre Frau von vierzig Jahre«" von M-Mra gege-ben. Deutsches Volkstheater. Ans LechMchen Gründen mußte die geplante Nenanffühmng vo« ho« Berl ichingen^, nvit Hans Mar<r in der Dibs5roll§, ans bm De^eyrber verschoben werde«. Der Künstler wird in der U-vanfführung von Leo Felds Komödie Vers chnö rkelt« Gitter" feine Wirksamkeit an di^s^r Bühne beginnen. Die Wiener Kam meroper bringt ^m Raimund- Theater Sonntag den 14. d. um halb 3 Uhr nachmittags qu-m erstenmal „Carmen" von Bizet. Die Titelipa-vtie singt Frau Eugenie Befalls. Musikalische Leitung: Kapellmeister Reichwern. Raimund-Theater. Die movgvn stattfmdende deutsche Urauftührung der Komödie „Die Mache Makrast ul0s" von Karl Capek (mit Leopoldine Konstantin) bcgmirt pünktlich um 7 Uhr. In der Ne uc n W Unet Bühne beginnt die ErstauWhMng von Karl Capeks „W. U. Rhellte abends, pchzise 7 Uhr. ZuisPäTommende können erst nach dem ersten Akt au ihren Sitzen gelgMen. Apollo-Theater. iLonntag firrdst Ks, Nachrnlttagsvorstelluna eine Anffuhrnng der Operette „D i e törichte Jungfrau" in der Bvemierenbesetzung statt. Die Preise sind bis sine Hälft« ermäßigt. Gerichtssaal. Eine Mutter. Eine 24jährige, von ihren: Gatter; geschiedene Frau, Mutter zweier Kinder, hatte sich..gestern vor dem Bezirksgerichte Favoriten (Landesgerlchtsrat Doktor Donau) wegen Uebertretnng der körperlichtir Sicherheit zu verantworten. Slm 11. August d. I. um dröwü'rtel IQ Uhr abends sah der diensthabende Wachmann, daß sich zirka 200 Personen im 10. Bezirk, Schröttergasst» angesammelt hatten. Aus dem .Hause ertönte ein entsetzsiches Kindergeschrei, die Menge war entrüstet, drohend geballte Fäuste wurden geschwungen, rrnd die Meng« nrachte Mieile. die Wchmmg M stürmen. Nachbarsleute der Angekla.qt'en erzählten der angesammelten Bolks-merrge, daß die Angeklagte wiederholt am Abepd ihre Wohnung verlasserl habe rmd ein bis eineinhalb Stunden sortbleibe. Beim Weggehen lasse sie die beiden Kinder im Finstern in der abgespörrtcrr Wohnung zurück. Heute sei aber das vicr.jährige Kipd allein ,i]t der tr.uvMit, abgesperriön Wohnung und schreie llnd weine arrs Angst und Furcht. Das zweite Kind, das siebeil Jflhve alt sei, sei angeblich im Spital rlnd deshalb sei das Kind alloiu. Diese Mittellnng nrachte die Menge derart erregt, dckß sie die Wm)- nnirg erbxechsn wollte. Der Wachmann hgtte all« Mühe, die Leute zu beruhige,c und sie von ihren: PpchabSN ahzu'briM'n. Unterdessen weißte rrnd schrie das Kind Witer. Um yM'el 10 Uhr war die Airgeklagte weMegangsn und nach 10 Uhr, als der Wachirrann «men Schlosser hoterr wollte,, kagr sie Mpöck. .Hatte sie der Wachmann nicht gsschützt rmd einige bssynnene Männer sie nicht irr die Mitte genmnmen, die echittepte Menge hatte sie gelyncht. Bei der Polizei hatte sie angsEn. sie habe bei einer Freundin für ihr in: Spital kiegsndes Kind Backerei gemacht. Zur gestrigen Verhandlung ^schien sie Mit dem vierjährigen Kinde an der Hand. Ans hie Frage des Richters, tvie sie denn ein vierjährlges Kind allein lassen könne, wrihte sie keine Antwort; ans dio Frage, tvo D denn gewesen sei,,sagte sie. sie hätte den kranken Buben im Kipder- Iprtalü bölucht. Rach eimm scharfeil Verweise seitons des Richters und einer Warrmnq vor einer künftigen Uebertretung. verurteilte sie Äandesgerichtsrat Dr. Donan zu cwt»'- Äcldstraie ümt tt 0.0 0 0 K ran e c 10. Oktober 1023 Nr. 187» IWifittirt. Gestempelte Krsm -» SM7S stentlmes. UWpM«» Mm - mn% kmckW». ou, .o,'U4A o /m «/.in Irr Zürich notierte 0./10. 8./10. die österLeichische Krone . . .... 0.0078% 0.0978»/« die österr. grsiernpLtte Krone .... 0.0079 0.0079 die tschechische Krone . . . .... 10.75 16.55 die Mark. 0.0000006 0.00000075 Holland.. . . .... '49.70 49.75 Neto-Uork. 558.50 559.-*- London . » « * ' 25.48 25.48 Paris. 38.80 88.60 Mailand ....... .... 25.40 25.40 Belgrad.. .... 6.55 6.65 Bukarest ...... V . .... 2.60 2,67 Sofia. .... 6.40 5.87 Budapest ........ 0.030? 0.08 Warschau ........ . . . . 0.Y0074 0.0007 Polnische 18 MMomn-BsMoten. Warschau, 9. Oktober. (Polu. Tcl.-Ag.) Die polnischst Larchesdavlehenskasse hat neue Banknoten zu eineinhalb Mil» lionerr Mark in Umlauf gesetzt In den letzten Tagen .ist an .der Warschauer Börse der Dollar stark gesunken. Er notierte gestern nur 874.000 Mark gege^ 820.000 Mark vor einigen Tagen. Die Ankunft des 'Finanzberaters Donng rmd einiger englischer Fachleute in Innsbruck hat diese günstige Wirkima ausgeübt. Re Mschastms de« RrisEmr. Einberufung einer internationalen Konferenz. Der Hauptverband der österreichischen Kaufniannschuft hat sich bekasEch in energischer Weise für di« Abschaffung aller Beschränkungen im Reiseverkehr eingesetzt. Darauf hat das Bundeskanzleramt erMxt, daß ihm keine Beschwerden gegen Paßurrd Visaerteilung bekanrrt seien, was einen Sturür der Entrüstung in .allen Kreisen der Industrie und des Handels hervoxrief. Später wurde .dann das österreichische Verkchrsbureau mit der Besorgung .der Visa beauftragt, wodurch natürlich in gar keiner Weise das erfüllt wurde, Ums die Kanfmannschast stets verlangt, da es sich ja nicht unr eine HerbeischaMng des Visums handelt, sondern darum, haß diese vpliswirtschaftlicherr BeschränkUrgen, die den Fremdenverkehr äntzerft hemnieu, auWhoben wechen und insbesondere soxtfDlt, daß die Ausländer hei nns-epen Konsulaten und AuMudsvertxetMgW sich das Visnnr -befchasfetr müssen, was wieder zaMpeiche Fremde abhäit, nach Oesterreich zu komMu. Der Aktion des Grerrrimris hahen sich nun auch die Körperschaften der .Länder anseschlosseu, und so hat das Gremium Salzburg eilte Eingabe an Las Handelsminist:- rinnt gerichtet, in hex es heißt: „Dem Grelniunr scheint es tvichtig, bei Gelegenheit nufer Haudelsmiuisterimn darauf aufnrerksam zu nrachen, in welcher entgegenkommenden rrnd anerkennenden Fonn das tschecho-slowakische Ha,rd^sministcrirlm die Anregungen wegert Erleichterung der Reisevorschrjsten behandelt und ihnen Interesse entgegeubringt. Wenn die Einsicht in die Notweudigkeit eines Abbaues der Verkehrsbehindernngsbestiinmung'sn sogar in der T7checho--Plowa>kei wach wird, so wäre es doch wahrlich von unseren Mirlisterien iricht zu viel, iverm sie sich endlich auch ernstlich mit der Behandlung der «Sache befaßten." Daraus erhält das Sabzburger Gremium eine Mitteilung des Handelsnrittisterinms, in der es heißt: „Das HandelLministerium a n e r k e u n t von feinem Standpunkt aus voll und ganz, daß die in den: dortigen Antrag so genau geschilderten Nekrinlirmtionen unserer Indilstrieitnb Handelskreise hinsichtlich des gegenwärtigen Vorganges bei der Ausstellung von Reisepässen begründet sind. Es besteht kein Zweifel, daß die bestehenden Reiseyprschriften sowohl bei uns als auch in den Nachbarländern dem freien .Handel große Schwierigkeiteu verursachen rrnd die Entwicklung unserer Illdustpile hemmen. Das Haltdelsulinisteriunl versichert, daß es stets nach Kräften de,r Starrdpunkt des Rechtes auf ein rnrgshllldertes Reise» vertreten wird, es nllls; jedoch anfmerksanr nrachen, daß die Lösung der in dem dortigen Arrtrag bezeichnetert Angelegenheiten, wie auch die Frage der Sietterbezahlung, ferner die formalen Regeln und der Vorgang beim Ausstellen per Pässe bei unseren hiesigen oder auslättdischen Behörden, die Ermäßigung der Visagebührerr urrd dergleichen in erster Reihe in die Kompetenz des Fiilanzministeriums, des Ministsriuins für austvärtige Angsl-sgenheiten rrnd des Jnueuminlsteriunis fällt. Das .Handelsntinisterium wendet sich zugleich an diese Ministerien, damit dieselben die dilrch die dortige Zentrale gewünschte Beratung zunk Zweck der Beseitignng der bestehendeir Schwierigfeiten bet der PaßHeschaffung ehestens einbernfen." Regelung de, WEteMMe» der M« bÄWesMWst. Diy Rasterung an der Wiener Mrsc. Mit dyul Inkras-ttreton des SüdbahrlaWo'ods irnum mnumchr tzio Frage des Pvioritätsridisustes, die seit Dezerrnie» in Erörterung steht, endgültig zur Lösnug. Zur r-n. 'ttävWg des Publikums über die wichtigshsn aus ldiesem IfobtzNiukoM»-» sich ergeberedsar Aeudernaegen macht das Sekretariat der Alltener Börfeitkavriuer nachstehende Mitteilungen?^