Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1672 (10.10.1923)
- Date
- 1923-10-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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V Nr. 1672 Wien, Mtttwsch Wiener Morgenzeitung. Die Mark unter der RubelparUSt. — Die Papiermark zurück. — Borlüufig Die Vorgänge an der gestrigen Berliner Devisenbörse ■ zeigen, «daß die Währnngsznstände DeubschlanidS sich allmählich trister als diejenigen Sowjetrußlands zu gestalten beginnen. In den Mittagsstunden wurde für den Dollar ein Kurs von 1,5 Milliarden Papiermark und für das Pfund ein folcher von 7,2 Milliarden genannt. Es waren ollerldings nur rein nominelle Kurf«, weil tatsächlich auch bei diesen Eilboten kein Geschäft abgeschlossen wurde. Wenn beidacht wird, daß nach den neuesten Berichten aus Petersburg dort der Dollar zirka Mt.»00 Rubel notiert, so ist daraus klar ersichtlich, daß der R ubel heute schon doppelt so viel als die Papiermark wert ist, daH also die deutschen Währungsverhältnisse schon s chl immer als je n e R u ßlands sind, trotzdem bisher betont wurde, daß eine Verschlimmerung der russischen Währungsverhältnisse nicht mehr 'möglich fei. Diese Sowjetisierung der deutschen Mark ist ein äußerst beängstigendes Symptom, welches für die deutsche Wirtschaft große Gefahren in sich birgt. Schon in der letzten Reichstagsdöbatte hat der berüchtigte Antisemit Graf Westarp, der das J-unkeragrariertum vertritt und sich zun: extremen Nationalismus bekennt, es als ein Recht der Agrarier erklärt, die deutsche Papiermark nicht mehr auzunchmen. Wenn auch der Reichskanzler Strafe mann vor diesem Gedankengang gewarnt unZ> seine Gefahren deutlich geschildert hat, da seine unvermeidliche Folge das wirtschaftliche Chaos in Deutschland sein müsse, so ist es doch Tatsache, Derzeit find im Kursblatte der Wiener Börse fünf Kategorien von Süidbahnpviovitäten notiert, vor: welchen die Vierpvozentigen auf Markwährung lautenden aus der Besprechung ausscheiden, weil sie demnächst zur R'ückzachlu-ng au'sgekündigt werden. Ä übrigen Typen, und zwar, die Jänner-Juli und die Aprit-Oktobcr-Prioritäteu zu ursprÄnglich 500 Franken gleich 200 Gulden österreichischer Währung mit 3 Prozent, respektive -netto 2,6 Prozent Verzinsung in Franken — deren Nennwert nach dein 1915er - Saniierungsübereiwkommen auf 325 Frauken gleich 312 K. unter Beibehaltung des gleichen Kuponbetrages geändert wunde, wodurch die Titres -nominell vi-erProMtig-e wurden —, ferner die füiifprozeutigen in Franken (sogenannte „goldene Süd"), endlich die vierprozentigen zu 600 Franken.oder 406 Mark werden nunmehr mit vollkommen gleichen Ansprüchen zum Umtausche gegen neue, einheitliche Titres aufgerufen werden. Diese neuen Obligationen, welche schon die neue Firma Donau-Save-Adria-. Bahn zeigen werden, sollen mir französischen Text und Nenwwrt und Verzinsung in Goldfranken aufweisen. Sie reprüfeutieren für Oesterreich insoserne einen neuen Typus, als sowohl der Nennwert, wie der Kuponertrag inuerhM gewissen Grenzen variabel ist. Nach den ziemlich konipliz irrten BestimnMngen des Akkords kann nämlich der Neinnwert und damit der Verlosungsbetrag, der vorerst mit 90 Goldfranken festgesetzt ist, bis 112,50 Goldfranken erhöht werden. Ms Minimalgrenze ist der Betrag von 80 Goldfranken bestimmt, doch dürfte eine Herabsetzung unter 90 Franken kaum je aktuell werden. Für den Kuponertrag beträgt das Minimum 3,00 Goldfranken P. a. Der ZinfenansPruch der neuen Titres wird rückwirkend ans den 1. Jänner 1923 a'bgestellt sein,, der erste Kupon einheitlich am 1 .März 1924 eingelöst werden, die Verlosung 'hat innerhalb von 46 Jahren Zu erfolgen, erste Verlosung im Dezember 1923, Ucber die technische Durchfühvimg des Umtausches, der Lei der großen Stückzahl von zirka 4,5 Millionen und der arrsgebreitciten internationalen Verteilung der Ssüdbahnobligationen bedenkende Kosten und Schwierigkeiten verursacht, ist noch nichts endgültiges bestimmt. Doch dürfte vermutlich die Fertigstellung der neuen Type abgelnartet werden und dann der Austausch der Stücke Zug tun Zug erfolgen. Gleichzeitig mit dieser Neuregelung wird auch die Einlösung der rückständigen Kupons durch das Uebereinkommen geordnet. Die neuen Titres haben, wie erwähnt, Ziiisenaiispruch seit 1. Jänner 1923; in welcher Form die erste ^msenzahüntg für Yen Zeitraum 1. Jänner 1923 bis 28. Februar 1924 durchgeführt wird, ob etwa der erste Kupon auf einen erhöhten Betrag lautet oder 'dergleichen, ist noch 'nicht 'foftwut. Die alten Kupons, bis zu -den am 1. Jänner 1923 (einschließlich) fällig gewesenen sind jedenfalls abzutvemven' und verbleibeu dein Obligationär. Die hrs zum 1. Jänner 1919 (einschließlich) fällig gewesenen und nicht eingelösten Kupons, also die aus der Kriegszeit, welche sich Wohl nbevwiegend tu den Händen der Franzosen beifinden dürften, werden -mit zwei Goldfranken, die späteren ans der Zeit feit der Sistierung des Zinsendienistes bis 1. Jänner 1923 (einschließlich) mit 1,40 Goldfranken eingelöst. Die Einlysnng dieser rückständigen Kupons erfolgt jedoch N'icht ans einmal, sondern innerhalb von 26 Jahren durch - Auslosung der Einzelknpons, rmd zwar, wieder ohne Unterschied der Kategorien.^Dadurch wird ein für uns neuartiges HandelsobM en'tsteheu, nämlich verlosbare Kupons, vcki welchen ein beträchtliches Quantum, zirka 40 bis 50 Millionen Stück, mit einem -in Kronen immerhin an-, sehnlichen Hosfnungslvert vorhanden ist.. Ob ein -börsenmäßiger Handel irr solchen Kupons und eine amtliche Notiz dafür einzuführen sei werden, steht noch dahin. Selbst-' verständlich wird die möglichste Beveinifachuug des Ber-- losuugsvorganges angestrebt tvevden müssen, der sonst bei der" großen Akassc der Kupons für alle Beteiligten mit deutsche« Agrarier weise« die Annahme der keine Wiihrnngrrefornk in Sicht. daß schon jetzt die deutschen Junker und Bauern die Markannähme verwe-igern und daß infolgedessen bet gefüllten Speichern das deutsche Volk «dennoch Hllnger leidet. Trotz solcher beängstigenden Symptome für die deutsche Wirtschaft ist dennoch vorläufig ein Ausweg Ms diesem Sowjetchaos der deutschen Währung nicht zu finden. Das Spintisieren, der deutschen Sachverständigen, die aus lauter Theorie und Weltfremdheit keine vernünftige Lösung des Währ«:ngsproblems gefunden haben und als echte deutfche Gelehrte sofort in ihren Ansichten, bevor sie sicnoch ausgesprochen, schon uneinig waren, halben die Lösung des Währungsprobkems nur verzögert. Dies hat der Reichskanzler selbst tn seiner letzten Rede zngeben müsfeu. Dazu kamen noch die Treibereien der Stinnes-Lente und ähnlicher auf ihre eigene Wohlfahrt besorgter Kreise, welche jede Lösung des - Währungsprobleuns durch verschiedene Mittel, nicht zum wenigsten mit Hilfe der dentschnationalen Presse, hintertrieben haben. Jetzt ist tatsächlich ein Ausweg schwer zu finden. Das; die Papiermark unbedingt verschwinden -muß, ist keine Frage mehr. Das Hauptproblem ist, wie dies geschehen kann, ohne die deutsche Wirtschaft ernstlich weiter zu gefährden. Eine Plötzliche Außerkraftsetzung der Papiermark würde zweifellos furchtbare wirtschaftliche Verwirrungen im Gefolge haben. Wie aber den Uebergang schaffen, das wissen vorläufig allem Anschein auch diejenigen nicht, die hier in erster Reihe zu handeln hätten. großer Mühe verbunden iväre. Die derzeit notierten vier Typen find hinsichtlich der NotierungÄveise sehr verschieden: Die vierprozentigen (früher 2,6prozentigen) Juli- und die April-Süd,- -ferner die vrerprozentigen Obligationen zu 500 Franke:: oder 405 Mark werden Pro Stück, die fünf- Prozent-gen.' für je 125 Franken Nennwert notiert; ferner besteh! eine Verschiedenheit hinsichtlich der Kupons, welche anzuhaftenihaben. Tie -Nichtigste mit -der Unrwa'Mnng zusammenhängende börsentechnische Frage ist aber die, daß die Juli-Süd in der Kulisse, die. anderen Sorten im Schranken gehandelt 'werden. Darüber, ob nun die neuen eiuheitti'chelr Obligationen in Zukunft weiter in der Kulisse oder im Schran^n gehandelt - werden sollen, sind die Me-.nn.ngen noch durchaus nicht geklärt. Die Börseuikammer wird jedenfalls' diese für den Werstr Platz nichtige ^Angelegenheit noch eingehend erwägen und die erforderlichen. -Nebergangsverfügnugen rechtzeitig treffen. — Merkwürdig, ist es, daß die Kursunterschiede zwischen den einzelnen Kategorien, die. ja nunmehr völlig gleiche Umtanschrechte haben, sich noch immer nicht ausgeglichen haben. Es zeigt dies/, daß für dip ‘ Knb'bcwcdl'nng. von wirtschaftlich gleichwertigen Effekten doch die Beschcuffenheit des speziellen Marktes von großer. Äedeu tung ist. Hinsichtlich der Südbahn - A k t'i e n tritt keine. Aen-- derung ein. Mit großer Beisriedigang ist festznstellen, das; sich die Handelsbilanz Palästinas für die erste«: sieben Monate des Jahres 1923 um eine halbe Million Pfund gegen die. ent-, sprechende Zeit des Jahves 1922 gebessert hat. Die Investierungen in Bädenbefitz dagegen sind um 168.000 Pfund gefallen.- 'Nachstehende Ziffern mögen als Illustration diene«:: Jänner—Juli Jauner—Juli - - - - - 1922 1929 engl..Pfund eng«. Pfund engl.Pfund Import. 3,205,000 2,810,000 — 380,000 Export .. 722,000 ^75,000 + 53,000 Reexport...... 108,000 156,000 ' + 48,000 Besserung der Hmidelöbtwuz im Jahre 1923 um 490,000 Wert der Landtransaktionen . . engl. Pfund im ersten. Halbjahr 1922 . 506,000 im ersten Halbjahr 1923 .. . 342,000 Abnahme um 168,000 In. I c r u [ a l c m hat sich im Monat August der Handel ein wenig gebessert. In den Geschäftskreisen ist man allgemein der.'Ansicht, das; die Lage sich allmählich erholen wird. Mit eine.'der Ursachen für die Bessernng ist das vorsichtige Vorgehen der Kanflente, die ihre auswärtigen Orders einschränkten. Als zweiter Grund ist anznführen die allgenreine Znrückhaltnngstendenz in Land- und Bauinvcstierungen, was natnrgeinäs; während des Rückganges der Mietpreise wohltnerrd gewirkt hat. Seit. Februar des Jahres 1921 ist der Import im Jnk'i ans seinen niedriosten Grad gesunken, wahrend der- Export gogPi den Vormonat um 90.000 .Pfund gÄstiegeir ist. Del 'Getreidehandel war irn Stugust in Jernsalem i recht, rege; gegen' 7000 Täbl>eh8'-(1 Tabbeh" gleich 23 Kilogramm) sind a«rs'Transjordmüen nud 'Samaria in die Stadt gebracht worden-;-die Preise gaben aber nach, weil die Kanstcute nicht gewillt, waren, große Lager anfznhänfen. Die Bautätigkeit hat sich ein bißchen belebt, da die in Ban. befindlichen Bauten noch vor der Regensäison zu Cn-de geführt werden sollen, Anfangs .de§ Berichtmonats haben 530 Touristen und 2000 bis 3000 Pilger -Jerusalem besucht - und der Kleinhandel, bestmders -der . Kleinhandel. in. R-eistandenken, hat dadurch beträchtliche Belebung erfahren.' - Die Aussichten der kommende«: Orangensaison werden n'ir gut gchalten. Die Züchter erhallen bereits große Vorschüsse auf ihre Früchte. 10. Oktobev 1928 SeÄe t Glearingknrse der Österreichisehen Nationalbanb vom 9. Oktober 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f, 1 holl. Gulden . Agram 1 jug. Kronen . . . . Belgrad 1 Dinar ...... Berlin* 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. Chrlstlanla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische ICronor . London 1 Pfund Sterling , . , Madrid 1 Pesetas Mailand l Lire. , New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. . Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedischeKronor , Warschau** l polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs . Kurs vom 8. Okt, s Geld Ware Geld Ware 27900.- 2800O— 27900— 28000— 825— 829— 823— 827— 825— 829— 823— 827— 0.42.8 0.52.8 0.81 Vs 0.91'/, 3614— 3626— 3594— 3606— 3.76 3,86 3.70 3.80 329— 331 — 324— 326— Zins fnB 4 6 6 5 4'l, n 6 55 10980.— 5 12280.— 3 322500,- VI, 9380.- 6 3209.- 4 70935.- 5 4292.- 5 2120.— 7'/, 686.- 4'|j 18570.— fi 730.- 3 12715,- 11020.- 10080.— 12320.— 12280.- 323500.-33-2300.- 9420.— 9380.- 3221.- 3209.- 71185.- 70935,- 4308.- 4257.- 2130.— 2093.- 690.— 686.- 18630.- 18470.- 830.— 650.— 12765.- 12685.— 11020.- 12320.- 323300.- 9420.- 3221.-. 71185.- 4273.- 2103.— 690.- 18530.- 750.- 12735.- Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aulw, . „ kleinere . , . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten stu 1000 Leva . . . . 100 . . „ „ kleinere» , , Dilnlsche Noten 100 Kroner . .' Deutsche Noten zn 1000 Mark, . , . * 100 . . . „ „ kleinere. . . . Engl, Noten von 5 Llvrest. aufw, „ * kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holl,Indische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. » , kleinere . . . Jegosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar . - » , ,100 „ „ „ „ kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, kleinere» Rumänische Noten zul000u.500Le! Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel » . „ „ ■ 100 . „ „ „ kleinere . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100Pesetas, . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. „ „ kleinere Ungar, Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere. 70560.- 70960.- 70560.— 70960.- 70460.— 70860.- 70460.— 70860.- 3565.- 3595.- 3545.- 3575.- 664.- 672.- 664.- 672— 644— 652!- 644!- 652— 12130— 12210— 12130.- 12210.- 0.40 0.54 0.79V- 0.93V. o!37 ' ' ' “ 620.- 18360.— 12600— 9260— 2102— 2097— 2.15 2.*10 0.50 0.73 0.87 322300.- 320500— 322100— 322100— 320300— 321900— 4275— 4210— 4240— 27900— 27700— 279C0—; 3195— 3175— 3195— 3175— 3155— 3175— 820— 812— 818— 810— 802— 808— 10930.— 10850— 10930— 770.— 600— 700— 720— 550— 650— 322— 313— 317— 302— 293— 297— 18460!- 18260— 1836o!— 12680— 12570— 12650— 9340— 9260— 9340— 2118— 2075— 2091— 2113— 2070— 2086— 2.35 2.12 2.32 s!zo 2!oO ~2.7t * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 poln. Mark. Ausgabe der Jnterimsscheine der österreichischen Teil* ausgabe der Volkerbundanleihe. Die Jnterimsscheilre der österreichischen Teilausgabe der VWwbunidanleihe wevden vom I I. d, an von der Staatszentralkasse und vom Postsparkassen^. amte au die Zeichnungsstell-en ausgegeben. Die Ausgabe an dir Zeichner erfolgt durch die Zeichmmgsstellen. ' Umrechnungkirrse für die in fremder Währung gutbrachten Zinsen. In: hentigen Bimdesgesetzblcrtt wird eine Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen verlautbart, in der augeordnet wird: In Kontoabschlüssen für Rechnungszeiträinme, welche nach dem 29. September 1983 enden, sind die in fremder Währung girtgebrachten Zinsen von Geldern, welche durch gewerl^mäßiq Bcmkiergeschäste betreibende llnternchmu ngen gegen Verzinstmgsverpflichtung entgcgengenommen wurden (§-133, zweiter sslbsah, Z. 3, P.-St.-G.), soweit solche Zinsen nach Artikel 5 § 4 der Per- .sonalsteiierno'velle vom Jahre 1920 nock) steuerpflichtig bleiben, bis auf weiteres auf Grundlage der nachstehenden lKurse, in hierländische Währung umzurechnen: 1 Mark gleich Elearing- Akittclknrs 'der vsterreichischen Nationalbank flir Devisen am Tage. der Zinftntfälligkeit. 1 holländischer Gulden gleich 27 950 K.. 1 Schweizer Franken gleich 12.650 K., 1 Goldfranken gleich 13.711 K., 1 schwedische Krone gleich 18.550 K., 1 dänische Krone gleich 12.600 K., 1 norivegische Krone gleich 11.100 K., 1 Peseta 9600 K„ 1 peruanisches Pfund gleich 351.492,50 K., 1 argentinischer Peso gleich 23.655,50 K., 1 Leva «tteich 655 K., 1 türkisches Pfund gleich 41.677,50 K., 1 finnische -Mark gleich 1391/50 K., 1 Len gleich 335 K., il Lira gleich 3260 K.. 1 Drachme gleich 1271,50 K'., 1 iapan«scher Uen gleich 31 571 K., 1 Dollar gleich 71.060 &l, 1 Pfund Sterling gleich 323.000 K., 1 ägyptisches Pfund gleich 3A.495 K., 1 indische Olupie gleich 21.827,5tz K.. 1 belgischer Franken gleich 3680 K., 1 französischer Franken gleich 4370 K., 1 Dinar'gleich 810 K.. 1 tschecho-slowakifche Krone gleich 2128 .K., 1 pöluifchö Mark gleich 020 K., 1 ungarisch? Krone gleich 3,76 K. Umtausch der Aktien der Oesterreichisch-ungarischen Bank. Die Frist für den Ilmtausch dieser Aktien gegen Aktien der Oesterreichifche«: Nationalbank (im Verhältnis von 4 :1) endigt am 1. Novernber 1923. Nach diesem Termin findet ein 'Umtausch von Aktien der Oesterreichisch-ungarischen Bank gegen Aktien der Oesterreichischen Nationakbaur nicht mehr statt, die Aktien der Ocsterreichisch - ungarischen Bank werden dann nur mehr in barem, und zwar mit 365.000 österr. Kronen pro Aktie ohne Zinsenvergütung eingclöst. Dieser Aspruch ans Bareiailösnng ist bis längstens 1. Juli 1924 geltend zu machen. Die Aktien der Oesterreichifch-ungarischeu Bank sind zum Zwecke des Umtausches oder der Bareinlösung an die Hanptanstalt der Oesterreichischen Nationalbank ein» zuliefern. Große Geldstrafen gegen Wiener Bankfirmen. Mehr als 250 Bank- und Kommis'sionsfirmen sind peinlich überrascht worden durch große Steuerstrafen, welche das Taxanit über sie verklängt hat. Die Strafen betrugen 200 Millionen .Kronen, in einzelnen Fällen sogar 400 Millionen Kronen und berührten uinso Peinlicher, als die betreffenden Firmen in dem festen Gkauiben waren, siederzeit ihrer Steirerpflicht pünktlich 'nachgekommen zu sein. Es handelt sich nm die B'est>cuerung der Taggeldcr, die längere Zeit bei einer ^Bank oder bei einer Baukfirma verblieben sind und in dieser Periode^ rncht zum 'Arrangement. gelangt sind, also eigentlich keine direkten Umsätze erfahren haben. Der Vorstand des Bankenverbandes har seinerzeit ausdrücklich über Anfragen,. die an ihn gerichtet wurden, an seine Mitglieder ein Zirkular gerichtet, in dem er sie davon verständigt, das; „tote Taggelder", obwohl sie von Liquidationstermi«: zu Liguidationstevmrn abgerechnet werden, der Umsatzsteuer nicht nnterliegen. Die Angelegenheit wird selbstverständlich noch zu unterschiedlichen ' Rekursen Anlaß geben. . Ein italienischer Anßerchandelskongreß. Ans Triest, 9. d. .M. wird gemeldet: Hier wird im November ein itaticuU scher A u ß e n h and e l s k o n g r e ß, dessen Organisation der Triester Wirtschaftsstndienverein übernommen hat, stattnrud»'.». Wiener Börse. Wider Erwarten- und trotz aller pessimistischen Prophe» zeimlgen hat die Wiener Börse gestern ein im Gegensatz zu den Vortagen viel freundlicheres Gepräge aufgewiesen. lieber die Ursachen dieser Stimmungsänderung sind die Ansichten geteilt. In Börsenkreisen verlautete, die Ankündigung der Regier^, eine umfassendere Mvhnbana'iion ein zuleiten,