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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-30 · Heft 1662 (30.9.1923) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1662 (30.9.1923)
Date
1923-09-30
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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, L T* j ) M j" l ttru"l».Wj*lfc,w4i-,ij;v/y.,(r}i-, ^.(,tvnn -.NM»*« WWWfWMII» .r |n1y» Sorte 12 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. sO. Septonche r 1263 Rr. 16« L> r j HmÄrel wieder ein und kamen bedeutende Transaktionen zustande. Die Nachfrage bon auswärts ist sehr lebhaft gewesen und es haben große Umsätze stattgefnnden; nach einer langen Pause ist die Spinnerei zu Einkäufen in großem Maßstabe geschritten. Es scheint, daß die Vorräte bei den Spinnereien sehr gering sind, was die Ueberstürzung erklärt, womit dieseben jetzt zu neuen Käufen schreiten. Die Nachfrage erstreckte sich zum größten Teile auf oberägnptische. Späterhin wurde die Tendenz fester, da die Ernte um wenigstens 14 Tage iin Rückstände ist. Die Berichte über die neue Ernte sind fortgesetzt ungenau und widersprechend. Für Asbmonni und Zagera kann man feststellen, daß die Ernte qualitativ ausgezeichnet ausgefallen ist und wird auch der quantitative Ertrag sicher alle Erwartungen Überresten; was Sakellaridis betrifft, so läßt sich noch nichts Bestimmtes über den Artikel sagen, obwohl man einig ist, daß der Enrtestand dieser Gattung ich gebessert hat. Borsten. Das Borstengeschäft verteilt sich jetzt ziemlich gleichmäßig über das ganze Jahr. Letzthin hat cs im allgemeinen ruhig gelegen, und der Verlauf der Leipziger Herbstmustermesse, der fiir alle Gebiete der denkbar schlechteste war, berechtigte zu keiner Hoffnung auf baldige Belebung. Gegen Erwarten nun zeigte die von der Handelsvertretung der Russischen sozialistischen förderativen Sowjetrepublik in Deutschland veranstaltete Auktion in Leipzig, die anschlisAZld an die Mustermesse stattfand. einen lebhaften Zuspruch. W Daren zirka hundert Interessenten erschienen, vor allem aus Deutschland, dann aber auch aus Amerika, Belgien, Elsaß, England, Frankreich, Polen, Schweden, Hollcmd und der Tschecho-Slowakei. Die zur Versteigerung gelangten Waren wiesen beste Qualität auf. Die Lose waren so cingcteilt, daß auch mittlere Fabrikanten zu kaufen in der Lage waren. Die Konkurrenz war infolgedessen schafft nnd besonders bessere Sorten brachten relativ hohe Preise, aber auch gelbe und graue Ware aller Qualitäten begegnete guter Nachfrage. Auch auf den Leipziger Kommissionslagern hat sich in letzter Zeit die Nachfrage gebessert. Man nimmt an, daß das Geschäft sich allmählich weiter beleben wird. Schnitthaare sind zurzeit noch sehr lener; doch dürfte ihr Preis sich nach Eintritt der neuen Ernte ermäßigen. Mähnen und Halbschweife sind gut gefragt, lange Schweife liegen ruhiger. Korbwaren nnd Korbmöbel. Die von der , Leipziger Messe erhoffte Verbesserung der Geschäftslage ist nicht eingetreten. Die dort erhaltenen Aufträge reichen kcnlm aus. um die hohen Unkosten zn decken, und infolge der Steigerung der Markentwertnng sind sie wieder annulliert worden. Das von der Industrie verarbeitete Rohr ist in beliebiger Menge zu haben, während das hauptsächlichste Rohmaterial, die Weiden, nach wie vor knapp ist. Der Weidenzüchter hält mit seiner Ware zurück, obwohl er diese in Dollar berechnet. Er begnügt sich aber nicht mit Papiermark zu dem jeweiligen Zbrrs, sondern verlangt irgend ein wertbeständiges Zahlungsmittel. Börse für landwirtschaftliche Produtte. (Eigenbericht der „Wiener Morqenzeitung".) Die Samstagbörse wies auffallend starken Besuch auf, wie such das Geschäft ssch auf manchen Gebieten befriedigender gestaltete. Die Tendenz für Weizen sprach sich eher etwas ruhiger aus, da die Mühlen, die an Bedarf für eine Zeitlang gedeckt haben, gegenwärtig zurückhaltend sind. Die Preise, beziehungsweise die Preisforiderungen sind ziemlich unverändert. Die Roggenteudenz spricht sich freundlicher aus, bei Abschlüssen in heimischen Provenienzen müssen kleine Aufzahlungen .zugestanden werden. Mais ist in grobkörniger, runder Ware gefragt, jedoch nur in prompter Ware, während für spätere Lieferungsverpflichtungcn nur sehr geringes Interesse besteht. Der Absatz in Hafer ist schlecht. Die Haussetendenz, die bereits seit Wochen an den slowakischen Plätzen zur 2lpswirkung gelangt, hat sich nun auch aus den hiesigen Platz übertragen, die Kauflust für Gerste seitens des Konsums war eine ziemlich lebhafte, es mußten namhafte Aufzahlungen zugestanden werden, um sich in den Besitz von Ware zu setzen. Das Geschäft in Kleesaatei' kann zu keiner Entwicklung kommen, die Landwirte, durch die Hochpreise im Vorjahre verwöhnt, können sich mit den gegenwärtig in Geltung stehenden Pressen nicht befreunden und geben keine Ware ab,'andererseits drücken im Anslande die sehr billigen französischen Qsferten in seidefreier Ware. Der Hauptgrund des stockenden Absatzes ist indes in dem Umstande zu suchen, daß die Regierung die Airsfuhr vorerst verbietet, aber selbst wenn Ausfuhrbewilligungen zu erhalten wären, könnte sich ein Export kaum entwickeln, da bei uns eine Ausfuhrtaxc von vier Prozent zur Einhebung gelangt. Die Lebhaftigkeit im Mehlgeschäst hat sich bedeutet verringert und wird sogar hinsichtlich der Presse einiges Entgegenkommen bekundet. Es notieren pro Kilogramm ab Wien (inklusive der Pauschalwarenumsatzsieuer): Weizen inländischer 3300 bis 3400 K., Roggen inländischer 2600 bis 2700 K., Gerste inländische 24*0 bis 2800 K., tschecho-slowakische 2650 bis 3000 K. (1.15 bis 1.33 tschech. K.) ab Marchegg, Mais 2850 bis 2950 K., Hafer ungarischer oder rumänischer 2050 bis 2150 K., Reis italienischer 6700 bis 6900 K., Burma 14 Schilling waggonfrei Hamburg, Preßheu österreichisches 1300 bis 1350 K. ab Station, Bundstroh lose 950 bis 1000 K. ab Station, Weizenmehl inländisches 5700 bis 5800 K., ungarssches doppelgriffig 5600 bis 5700 K., griffig 5300 bis 5400 K., Brotmehl inländisches In 4400 bis 4500 K., Futtermehl I» 2100 bis 2200 K., Roggenmebl In 3900 bis 4000 K.. SUeic 1175 bis 1250 K. Baumwollmarkt. Aew-Bvrk» 28. September. Baumwollzufuhreu in den atlant. nnd Golfhäfen 42.000, im Innern 27.000, Ausfuhr nach Großbritannien 20.000, nach dem Kontinent 18.000. Lokalmarkt middling: 29.55 (letzt. Kurs 29.45). Tendenz: stetig. — Termine: September —.—, Oktober 28.83, November 28.62, Dezember 28.65, Zünner 28.18, Februar —. März 28.12, Apttl —, Mai 2?>.<'>7, stii'i —, "nrli 27.48, August — Svortprogramm für heule: , Ftchdall. Hakoah—Admira (M.), Admira-Platz .... . . . . 7S4 Uhr Sparta—Vienna (F.), Hohe Warte.*/,-4 Uhr Slovan—Amateure (M.), Hertha-Platz ........ */,4 Uhr Rapid-W. A. F. (M.), Rapid-Platz.V,4 Uhr- Simmering—Hertha (M.), Simmeringer Platz.7a4 Uhr Sportklub—Wacker (M.), Sportklub-Platz.*/a4 Uhr Sie Jevifenlurie. Budapest» 29. September. (Kurse der Trvisrnzentrale.) — Amsterdam 7615 bis 8055, Bukarest 94.— bis 107.— Kopenhagen 3440 bis 3650, Christiania 3100 bis 3320, London 88.300 bis 92.700, Berlin 0.00175 bis 0.00276, Italien 890.- bis 945.-. Paris 1205.- bis 1271.-, Prag 683.- bis 627.-. Stockbolm 5130 bis' 5460, Zürich 3440 bis 3660, Wien 0.2740 bis 0.2950, Sofia 184.— bis 195.—, Belgrad 220.- bis 234.—, New-Dork (9.400 bis 20.600, Warschau 0.0600 bis 0.0765. Brüssel 1030.- iiS 1085.—. Warschau» 29. September. (Devisen.) Berlin 0.00225, London 1,578.500, New-Jork 344.000, Prag 10.500, Wien 4.85. NeV-Aork»26. September. (Devisen.) London 455'/,«, Paris 315b0, Berlin 0.000058, Mailand 469.50, Zürich 1785.50, Kopenhagen 1793.—, Stockholm 26.53, Christiania 1596, Amsterdam 1932.—, Prag 300.—, Wien 0.14125, Budapest 0.55, Bukarest 46.75, Warschau 0.03, Madrid 1375.-, HelsingforS 269.25 Brüssel 523.50, Kanada 21/* u. v.. Brasilien 109.73, Araenfca^aa.« Belgrad 114—, Loren. Neulingskonkurrenz, Caf6 Draschepark, 4. Bez., Blechturmgasse-Seisgasse.• . . . 10 Uhr mm. Unser Dr. Körner. Zu seiner Kandidatur in den Gemeinderat. Die Frage, ob Dr. I. H. Körner zu den Gründern der Hakoah zählt, kann ich nicht beantworten, da ich selbst damals zum jüdischen Sport nur Platonische Beziehungen hatte. Im Februar 1910. als ich der Hakoah, die 40 Mitglieder hatte, beitrat, fand ich Dr. Körner noch nicht vor. Der junge, jüdische Fußbllklnb, der aus allen Seiten nur Hohn nnd Anfeindung begegnete, hatte im Cafe Jägerhof sein Quartier aufgeschlagen und dort wurden bereits die für die damalige Zeit phantastischen Pläne geschmiedet, an deren Erfüllung wir dank unseres jugendlichen Optimismnsses felsenfest glauibten. Das erste Austreten Dr. Körners übte auf mich einen nachhaltigen Eindruck .aus und ich erinnere mich an diese Episode, die bereits 12 Jahre zurückliegt, derart genau, als ob ich sie evst gestern erlebt hätte. Anläßlich einer Vollversammlung, die in einem sehr schmalen Raum, zu dem das Tageslicht nur durch ein einziges Fenster Zutritt hatte, lernte ich Dr. Körner kennen. Die wenigsten von uns hatten diesen temperamentvollen Mann mit dem aufgezwirbe'lten Schnurrbart je gesehen. Auf der Tagesordnung standen wichtige Punkte. So war die Neuanschaffung eines Fußballs, der bare 12 Kronen kostete, notwendig. Uebcrdies sollte der mir Glücksgütern wenig gesegnete Rechtsaußenstürmer Bader ans Vereinskosten ein Paar Fußballschuhe bekonnnen. Wie schiver uns damals diese Neuanschaffungen fielen, kann man daraus ermessen, daß der monatliche M'tgliedsbeitrag 80 Heller betrug, so daß also, wenn alle Vereinsangehörigen ihren Verpflichtungen nachkamen, im Monat 32 Kronen hereingebrachl wurden. Dr. Körner, der bei der Ausgangstür lehnte, griff plötzlich in d'e Debatte. In seinen Einleitungsworten erklärte er, für die Kosten, die der neue Ball und Baders Schuhe verursachten, aufzukommen, und dann begann er schlicht zn erzählen. In seiner markigen, von Witz und Humor glänzenden Meise sprach er von unseren Aufgaben. Er wies das erstrebenswerte Ziel und forderte uns auf, unsere ganze Kraft in den Dienst der körperlichen Regcnerationsbcstrebungcn des jüdischen Volkes zu stellen. Wir wagten während der Ausführungen kaum zn atmen und selbst als Doktor Körner geendet hatte, erhob sich keine Stimme und rührte sich keine Hand, um Bestall.zu spenden; zu nachhaltig war der Eindruck dieser Rede, deren Zeuge wir sein durften. Von diesem Tage an gehörte Dr. Körner uns, und zwar mit Leib und Seele. Er verstand es. sich die richtigen Mitarbeiter heranzuziehen _unb er war es, der Artur Baar entdeckte. Nie strebte er nach Titel nnd Würden nnd als einfaches Ansschiißmitglied vollbrachte er sein erstes. großes Merck. Den Vorschlag Artur Baars, den alten Viktoria-Platz, der in Floridsdorf an der Alten Donau gelegen war, zu pachten, griff er sofort auf und nach U-nterzeichn-ung des Kontraktes wurde gleich an die Umgestaltung der primitiven Anlage geschritten. Da das Geld zur Anstellung von Arbeitern fehlte, mußten die Hakoahner selbst Schaufel und Krampen handhaben. Dr. Körner ging mit guten: Beispiel voran und ist erinnere mich daran, wie der jetzige Präsident der Hakoah die Erde im Schubkarren beförderte und Pflöcke in die Erde rammte. Der Löhn für diese au-sgewendete Mühe bestand darin, daß die Hakoah bald den zur Entwicklung so notwendigen Sportplatz hatte. Bon dem Loben, das dort im Sommer des Jahres 1911 herrschte, können sich die jetzigen Hakoahner keine Vorstellung machen. Schon''in den frühesten Morgenstunden erschienen am Sonntag die jungen jüdischen Sportler und tummelten sich, nur mit Schwimmhosen bekleidet, auf dem sonnigen Platz umher. Viele gingen rudern, andere wieder besuchten das nahegelegene Bad und erst zu Mittag fanden sich wieder alle vor dem kleinen Umkleidehäuschen ein, um das mitgebrachte Mittagmohl gemeinsam zu verzehren. Nachmittags fanden dann die Spiele der Zeiten und ersten Mannschaft statt, denen sämtliche Hakoahner beiwohnten und erst nach Einbruch der Dunkelheit tvurde unter -fröhlichem Gesang der Heimweg angetreten. Dr. Körner war der Jüngste unter den Jungen. Sein Besspiel begeisterte und spornte zu neuen Taten an. Er war es, dem die Hakoah zum .Hauptteil den Ausstieg von der vierten in die zweite Klasse verdankte. Im Sommer 1914 wurde ihm von den Fußballern die - erste Ehrung zuteil. Aus Anlaß der Erreichung der Zweitklassigkeit, überreichten ihm die Spieler ein prächtiges Bild, das sämtliche Photographien der Mitglieder der Kampsmannschaft trug. Soweit ich mich erinnern kann, sind folgende Fußballer auf diesem Bild festgehalten: Halpern, Rosen- XXI. Üeudlvrgasss 1—5 / Strassenbaholirrrsn: 31, 38 Nordwestbahnstation Jedlersee Heute Sonntag 4 Uhr nachmittags Meisterschaftsspiel Vorher die Reserven ‘....jtsrnm thal, ©träufelet, Scheuer, Artnr Ko lisch, Gla» s e l (ans russischer Kriegsgefangenschaft nicht mehr zurückgekehrt). Mehl er (auf dem russsschen Kriegsschauplatz gefallen), Duk-s, Grasgrün, Kongo Reiß (aus dem serbischen Kriegsschauplatz gefallen), Ienö Gansl, Sieg^ fried Kolisch, Ali Schönseld und Horowitz. Was Dr. Körner für die Hakoah bedeutete, erkannte,man so recht, als er im Herbst des Jahres 1913 in seine Heinratstadt Prerarr übcrsiedelte. Plötzlich wrrrde die Entwicklung des Vereines unterbrochen und die folgenden Führer konnten nur mit größter Mühe das Erreichte erhalten. Ms dann Dr. Körner nach Kriegsschlnß zur Hakoah zurückkchrte rrnd wieder die Leitung übernahm, waren die Krisen sofort überwunden. Seine nicht äbzuschätzende Arbeitsfähigkeit ließ alle Hindernisse überwinden rrnd ihm ist es fast ausschließlich zu danken, daß die Hakoah heute der Stolz des gesamten Judentums geworden ist. Uns fehlt der Raum, um alle Verdienste Dr. Körners um den jüdischen Sport zu würdigen. Man kann aber heute mit Reckt behaupten, daß der Pulsschlag, den Dr. Körner der Hakoah verleiht, auf die jüdische Sportbewegung der garrzen' Welt belebend wirkt. Dr. Körner liebt keine Lobhudeleien, doch konnte er es oft nich tverhindern, daß er der Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit wurde. So haben die Fußballer gerode jetzt wieder ihren geliebten Präsidenten für die glänzende Durchführung der Londoner Reste durch die lieberreichung einer goldenen Plakette geehrt. Die höchste Auszeichnung erfuhr Dr. Körner mm dadurch, daß er in aussichtsreichster Position auf die jüdifche Einheitsliste, die für den Gemeinderat kandidiert, gefetzt wurde. Damit stattete die zionistische Partei unserem Führer eine Dankesschuld ab. die alle ftidischen Sportler mit Genugtuung rrnd Freude erfüllt. Dr. Körner kandidiert in der Leopoldstadt an dritter und in der Brigittenau an zweiter Stelle. Es, erscheint müßig, daraus hinzuweisen, welche Vorteile der jüdischeu Sportbewegung erwachsen würden, wenn Dr. Körner in den Gemeinderat einstcht. Schwer lösbare. Aufgaben harren noch unser. Wir benötigen vor allen: einen jüdischen Verbandssportplatz, weiters ist der Ueibelstand zu beheben, daß unser« Turnvereine nicht immer die entsprechenden Uebungs raume besitzen rrnd vieles andere mehr. Der Gemeinderat Doktor Körner wäre in der Lage, viele Unzukömmlichkeiten, die der Entwicklung des jüdischen Sportes hinderlich sind, aus der Welt zrr schaffen. Die Liebe, die wir beit Leibesübungen entgcgenbriilgen, weist uns also den Weg, für die jüdische Einheitsl'ste zu werben und für sie am 21. Oktober Mann für Mann zu stimmen. Wir statten damit dom Hakoah-Präs'identen unsere Dankesschuld in der eindrucksvollsten Form ab. Am 21. Oktober soll er erfahren, welche Liebe und Verehrung wir ihm entgegenbringen. So wie er uns im sportlichen Streit zum Siege führt, so wollen wir ihm im politischen Kamps zum Erfolg verhelfen. Der Hakoah-Präfident soll erkennen, daß es keine leere Phrase ist. wenn wir ihn „u nsc r e n D r. Körne r" nennen. f. b ft. A. C.—Jedlersdorf 5:1 (2:1). Grobe Unsportlichkeiten. F. A. C.-.Platz. 3500 Zuschauer. Schiedsrichter Franken» stein. F. A. C.: .Hofer; Cz'chak, Amon; Wostrack, Drucker. Schlager; Paradeiser, Juranitsch, Jszda, Neubauer, Nowak. Jcdlersdorf: Meisel; Klein, Janda; Bachmaier, Richter, Töasek; Petz, Dorsner. Wackl)pfer, Pavlasek. Strammer. Bis zum Stande 1:1 bewegte sich das Spiel in normalen Formen, wobei man seststellen konnte, daß die beiden Mannschaften guten Fußball spielten und einander gleichwevt waren. Die Floridsdorser waren körperlich stark überlegen, was dir Jedlersdorfer durch Foulspielen wett zu machen suchten. Schiedsrichter Frankenstein sah sich demgemäß gezwungen, drei Spieler der Unterlegenen nach der Pause auszuschließen. Die gröbste Unsportlichkeit leistete sich der Tormann der Jedlersdorfer, der. erbost darüber, daß gegen seinen Verein ein Elsmeterstoß diktiert wurde, dem Schiedsrichter den Ball ins Gesicht schleuderte. Der beste Mann aus dom Felde war Drucker, der von Wostrak gut unterstützt wurde. Bei Floridsdorf gefielen noch Czihak, Pardeiser, Juranitsch und Jszda. Bei Jedlersdors zeichnete sich die Hintermamrschast, dann Richter und Petz aus. Im Spiel wurden drei Elfmeterstöße verhängt, davon zwgi gegen Jedlersdorf, die Wostrak verwandelte. Den Elfmeterstoß für Jedlersdorf vergab Wackhotfer. Die Torschützen waren Wostrak (2), Jszda, Drucker und Neubauer für F. A. E.. Dorsner für Jedlersdorf. -- Die Meisterschaft. Zweite Klasse Süd. Rrsdolfshügel—Bewegrmgsspielv (Rudoisshügel-Platz), Cr icketer—Neubau (Cvicketer-Platz), Phönizia—Vorwärts 1906 (Fav. A. C.-Platz), International— Vorwärts 11 (Jnternational-Platz). Bewegung 20—Germania (Germania-Platz), Wr. Sportfreunde—S. S. V. (Wr. Sportfreunde-Platz). Ztveite Klasse Nord. W. A. C.— Donau (W. A. C.-Platz), Donaustadt—Mechling (Straßenbahner-Platz), Sturm 1907— Straßenbahn (Straßenbahner-Platz), Sturm 1914— Red Star (Sturm 1914-Platz). N. A. C.-^Gersthof (N. A. C.- Platz). Dritte Klasse West. Weiße Elf—»Kadimah (10 Uhr, Altmannsdorseu-Platz), Wittek; Wieden—Fünshnus <10 Uhr, Nicholson-Platz), Penz; Neptun—Norm-cmnia (2 Uhr, Baumgarten-Platz), Graf; Ober-St. Veit-Dempseh—Union 14 (12 Uhr, Red Star-Platz), Svejda; Baumgarten—Astoria 13 (halb 4 Uhr. Barrmgarten-Platz), Schlösselhuber. Vierte Klaffe Südost. Hazair—Elektra (12 Uhr, Viktoria 21-Platz), Weiß: Hechawer—Athen 2 (8 Uhr. Elektra-Platz), Mafchko; Hasmonea—Republik (8 Uhr, Donau-Platz), Jobst; Cechie—Donaustädter Bewegrrng; Prater Sportklub—L. Vorwärts (10 Uhr, Lyon-Platz), Leinweber; Aspangbahn—Veritas. Vierte Klaffe Nord. Astoria—I. A. C. <2 Uhr, Neubauer- Platz), Pekarek; Währing—Graphia (10 Uhr, He-lfort-Plc^), Hochstädter; .Unität—Neulerchenseld (halb 4 Uhr, Gersthofer- Platz), Oehl; Alsergrund—Vlktoria (10 Uhr^ Union 21-Platz), Mandl; Taubstummen—Reichsbund (halb 4 Uhr> Taubstummen-Platz). Przauer; Dordbach—Sievering (halb 4 Uhr, Helsort-Platz), Storch. Fünfte Klaffe Nordost. Hirschstetten—Menorah (halb 4 Uhr, Hirschstetten-Platz). Neugebauer; Achen-Stammersdorj —Rosenspieler (2 Uhr, Union 21-Platz), Pücher; Stadlau—Hochstädt (2 Uhr, Stadlauer-Platz), Ratz; Nordost—Aspern (halb 4 Uhr. Rekord 12-Platz), Plzak. Fünfte Klaffe Ost. Carnnntrrm—Hagibor (40 Uhr, Vorwärts 21-Platz). Koffler; Makkabäa—Arkadia (10 Uhr. B. A.s S. 15-Platz), Karnicar; W. F. C.—Sverige (12 Uhr. Neirbanc>ruPlc,tz). Kosna'' 1905

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