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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-29 · Heft 1661 (29.9.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1661 (29.9.1923)
Date
1923-09-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wiener Morgenztttrrrrg s?' Seite 4 3Bre.tr, Gamstag Meettng tat MserMNd. ^ie 3 i d it i ft i i cfj e 95 c j ir t <3 fc f t i o it Also r* ffrtntb veranstaltete int Saale des maitiftratlfcfieu 3'.'wirksam tes ein jüdi s cf) e s SW a f f c tt tu c c t i ng, bei meinem der Vizepräsident ber Oester reich ischcr: Zionistischen Organisation, Dr. Isidor Schalit, und Dr. Jakob Weiner einen Bericht über den Verlauf rrnd die. Bedeutung des 13. Zionistonkongresses zu Karlsbad erstatteten. Dr. Schalit führte im ivesentllchen aus: ' ' Die Bezeichnung „Kongrest" trist für die Karlsbader Zionistentagung nicht zu. Sie sei richtiger als ein Parlament, zu bezeichnen, das in kurzer Zeit eine Fülle von Aufgaben zu erledigen hatte. Kein Teilnehmer kann einen erschöpfenden Bericht oder auch nur einer: Ueberblick geben. Referent fdxm nur vom Standpunkt der politischen Kommission, der er angehörte, Bericht erstatten. Die Haupbsrage des Kongresses, ob die Iewish AgAwy zu erweitern sei oder nicht, kann nur von demjenigen als neu bezeichnet werden, der die Geschichte des Zionismus nicht kennt. Seit jeher haben Hur uns bemüht, nichtzionistische Kreise für die Mitarbeit zu gewimieu. Man lese nur Herzls Tagebücher nach. Venn cS früher )licht gelaitg, tragen die anderen Schuld, die uns Zionisterr für Lumpen oder Tollhäusler hielten und an die Durchführbarkeit unserer Idee nicht glaubten. Seit der Ratifizierung des P a l ä st i n a - M a ndateS ist es anders geworden. Schon der im Jahr« 1920 geschaffene Keren Hajessod basiert auf der Idee des Zusammenwirkens mit Nichtzionisten. Auch bei uns in Wien ht der ttn'ltnsgemeinde hat sich gezeigt, daß Zionisten und Nichtzionisten ausgezeichnet Zusammenwirken können, und es ivirb sich auch auf anderen Gebieten zeigen. Wir sind Clwstn Weizmann gegenüber, einem Manne, dessen Name der Weltgeschichte angehört, undankbar, lludaukbarkeit ist eine Ghettoeigenschaft, die wir ab'legen müssen. Ohne die .Heranziehung der andereir werden wir die zum 3lnsbaue nötigen Geldmittel nicht anfbringen. Es handelt sich aber auch bei der Erweiterung der Iewish Agency um eine volitische Rückendeckung. Wir haben in England ercktäuschr und dort Freunde verloren. Wir müssen Freunde gewinnen, die Eittslnst haben und uns ueue Sympathien erwerben. Tie Gegner Weizinauns behaupten, sein Programm zertrünnnere die Organisation. Dem gegenüber behaupten wir: Wer die Erweiterung ab lehnt, schraubt die Bewegung ans das k l e i n e und k l ei n l ich e M a st i h re s U r s p r n n gs z u r ü ck. Bei d^m jetzigen TeniVo der Arbeit würde man Hunderte Jahre brauchen, um die jüdische .Heimstätte zit errichten. Es gab auf 3lls aber das Sutkolseü nahte uUd noch kein Esrog va war, da schloß sich der Gaon von Wilna ein und liest niemanden, auch feilten seiner Schüler, vor sein Angesichts und er flehte zu Gott dem Herren mit heißem 1 Gebet.; Da traf es sich, daß am Vortage des Snkkotfestes dem'Woiivodcu von 'Wilna. Fürst Radziwill, die Tochter erkrankte; und der berühmteste Arzt war berufen, Rabbi Jehuoa Halcwi Hnrwitz, von Wilna. Er untersuchte die Kranke und befand ihren Zustand gefährlich: als Fürst Radziwill ihn fragte, was zu tun sei, um die Prinzessin zu retten, antlvor-« tetc ihm Rabbi Iehuda Hurivitz: „Es steht schlecht — es gibt keine .Hilfe." Da ries Fürst Radziwill verzweifelt aus: „Ich bin bereit, mein ganzes Vermögen herzuaebeu, nur rette mein Kind!" t Rabbi Iehuda Hnrwitz versank in tiefes Sinnen, und antwortete dann: „Durchlauchtigster Fürst! Arzneien Helfer: gar nichts: es gibt nur noch ein Mittel: Beiuns in Wilna* gib: es einer: großen, heiligen Rabbi, sein Name ist Rabbi E'tijahn: nur dieser Rabbi kann durch sein Gebet das Leben deines Kindes retten!" Der Fürst, den: keine Wahl blieb, sandte eiligst eine Reiterircrsette mit einem hebräischen Brief aus, den der Arzt Rabbi Iehuda Hurivitz geschrieben chatte, worir: der Fürst den heiligen Rabbi beschwor, für die Gesundheit seines Tochter zu beten. Als dem Gaon gemeldet wurde, eine Stajsette von: Fürsten Radziwill sei zu ihrn gekonrmen, ließ er sie vor;> er las der: Brief durch, betete dann inbrünstig und übergab den: Boten: einen Zettel, aus dem d-ie Worte standen: „Denn gut ist der Herr zu aller: Geschöpfen und sein Erbarmet,: ist in aller: seinen ilLerkeu." Der Arzt Rabbi Iehuda Hurivitz, der: Fürst Radziwikl bis zur Rückkehr der Stafette in seinem Hanse beherbergt hatte, las die Antivort des Gaon und teilte den» Fürsten freundlich mit, der Gaor: habe seine Tochter gesegnet, auf daß sie gesunde. Vor: diesen: Augenblick an wich die Krankheit der Prinzessin und am Morgen des ersten Sukkottages konnte sie schon ihr Lager verlassen. Fürst Radziwill liest noch einmal de,: Arzt Rabbi Iehuda Hurivitz rufen, und fragte ihn, wie er dem heiligen Rabbi für die Genesung seiner Tochter darrker: könne. „Durchlauchtigster Fürst", antwortete der Axzt, „Geld nimmt der Rabbi nicht, aber weurr du es ihn: möglich rnacher: rvürdest, einer: Esrog und einen Lrrläw zu bekommen, die der heilige Rabbi gar sehr braucht, un: in den Tagen nuferes Sukkvtsestes zu Gott zu beten, rrr:d die er heuer rvegen des Krieges nicht zu kaufen bekommt, so wäre der Rabbi dir dafür sehr dankbar." „Gut!" rief der Fürst erfreut aus, ,/rtoch heute soll der Rabbi einen Esrog und einer: Lulaw haberr." Das Gefilde am Ufer der Wilja, wo jetzt der Palast des Grasen Tiszkicwicz steht, gehörte damals dem Geschlechte dar Fürsten Radaiwill. Der polnische König. Kjieamtmd dem Kongreß keine Landsmannschaft, die durch vorbildliche Pflichterfüllung legitimiert gewesen rväre, Weizmanns Vorschlag abzrrlehnen. Es ist bezeichnend, daß der Beschluß nochnrals gefaßt rverder: nrußte, jüdische Marrdatare hätten ihre Pflicht gegenüber den: .Kerer: Hajessod zu erfüllen. Redrter rviderlegt die Anwürfe, Weizmann sei Autokrat und ivolle die Ostjuder: hinausdrängen. Es wird sich erst erweisen, ob dieser Kongreß bedeutsam ivar. Wenn die Zionisten die Arbeit, die er vorbereitet hat, gewissenhaft durchführen, wird der 13. Zionistenkongrest groß gewesen sein. Dr. Jakob Weiner erklärte, daß die Presse kein richtiges urrd erschöpfendes Bild vorn Kongresse gegeben hat. Erst das Kongreßprotokoll wird die Möglichkeit geben, den Kongreß zu würdigen. Bor den: Kongreß hörte man, die materielle Lage des Zionismus sei bedroht. Man hat die politische Situation in den schwärzesten Färber: geschildert, mm: erzählte, ein Teil der Exekutive habe gegen Weizmann rebelliert, während er in Amerika weilte. Dort bemühte er sich, unser Budget bis zun: Er:de des Jahres zu decken, hier aber ivurde Stimrnung gegen ihr: gemacht. Unter dem Drucke der arigestrengten Arbeit sagte Weizmanrr in Baltimore, noch ein solches Jahr könne der Zionismus nicht ertragen. Dieses Wort erweckte heftigste Gegnerschaft. Es erschienen die amerikanischen Vorschläge, und die Landesorgauisationer: nahrner: Stellung zu ihner:. Es ist gleich sestzustÄlen, daß bloß in Polen eine Spaltung in der Partei entstand. In Karlsbad hörten wir Weizmann, und mm: must sagen, daß seirie Rede eine Atmosphäre des Vertrauens und Zutrauens zu dem Führer zu schaffen geeignet ivar. Leider ging der Kamps dennoch fort. Redner behandelte hierauf die Verhandlungen und Beschlüsse der Keren H a j e s s o d - K o m m i s s i o n am Kongresse und erklärte, es müsse bügrissen iverden, daß der Zionistenkougreß nicht bindende Beschlüsse sasser: durfte, welche dem neutralen Charakter des Keren Hajessvd eutgegensteheit. Deshalb wurde eindeutig erklärt, alle Beschlüsse seien bloß Richtlinien für die Haltung der zionistischer: Direktoren ir: der: schwebender: Keren Hajessod-Fragen. .Hocherfreulich sei, daß es bereits eine große, über die ganze Welt verbreitete Kerer: .Haje s s o d - G e m e i u d e gebe. Die Opposition beabsichtige, einen außerordentlicheil Kongreß zu erlvirken, um die Karlsbader Beschlüsse bezüglich der Iewish Agency umznstoßen. Die Anhänger Weizmanrrs müssen daher alle Anstrengungen machen, dies zu verhindern. Der beste Weg, Weizmann zu stützen, ist intensivste A r b e i t f ü r der: K er e rr Hajessod. gust hatte dort seiner Geliebten, der Prinzessin Barbara Radziwill, ein prächtiges Schloß mit einem Garten errichten lasserr. Gärtner aus Italien warer: gebracht worden und hatten in diesem Garter: die wunderbarster: Bäume rrnd Gewächse gepflanzt, in ihn: blühter: die schönster: Tropen-' Pflanzer: und alle Arier: von Bäumen des Südens. König Siegmund August hatte dieser: Fleck Erde in ein Paradies verwandeln lasser: und in der Orangerie dieses herrlichen, fürstlichen Garterrs gab es auch einen Esrogbaum und einen Lirlarv. Ter Woiwode Fürst Radzirvill, der diesen ivnnderbarer: Garten mit dem Schlosse geerbt hatte, sandte sofort einer: Bote,: dahin, nni einer: Esrog und. einen Ln'larv zu holen/, und mit feinem ganzer: Gefolge brachte er diese Geschenke dem heiliger: Rabbi, den: Gaon von Wilna. 8nternatio«ale Fugendrottreuztanserenr in Wien. Montag findet um 10 Uhr vormittags in Anivesenhert des Bundespräsidenten Dr. H a i it i f ch im Stadtschulratsgebände die Eröffnung der I n t e r n a t i o n a I c n Inge u drotkreuzkonferenz statt. Während der Konferenz wird in der Halle des Stadtschulratsgebäudes <1. Bez., Burgring 9) eine Jugendroikrenzansstellung veranstaltet, die von Montag den 1. bis einschließlich Mittwoch den 3. Oktober täglich von 9 bis 4 Uhr bei freiem Eintritt allgemein zugänglich ist. Me Defraudationen im Budapester Giro- und Kaffenverei«. Im Flugzeug nach Wien. Alls Budapest wird uns geschrieben: Die Bearrrrerr des G i r ou n d Ka ssenv er e iu s Josef Kec s ke s iut> Gcza Szücs wurden, wie gemeldet, wogen MbiendWstähl verhastztt. Szücs gestand daß er in der letzten Zeit öfter mittels Flugzeuges nach Wien gefahren ist, um dort Effekten zu verkaufen. Di« im Gär öderem neulich gestohlenen M Stück Salgo-Aktien verkaufte er am 18. d. in: Wiener Cafe Habsburg an einen Unbekannten für Dollars und österreichische Kronen. Das Geld fand man, in den Ueberzieher des Defraudanter: eingenäht, vor. — Der Streik im Giro- und Kassenverein -ist ^bereits restlos beigelegt. Schwere Wenöahnkatastrophe in Amerika. 100 Tote. Aus Ne. w - Nork wird' gemeldet: Em Personenzng stürzte bei der Fahrt über eine Brücke bei L o ch c 11 (Wyoming) in den F l u ß. Etwa 100 Pers o u u sau''en hierür> i .dt'.u T. a A 29. Septeinber 1923 Rr. 1681 Föns Mnfikergenerationen. In Nelv-Pork jveilt gegenivärtig der Leiter des Wav schauer Phikharruouischer: Orchesters, Bronislaiv Schul z, z» Gast, un: einige Konzerte zu dirigieren, derer: Programrii ansschlteßlich jüdische Musik in symphonischer Orchestrie-. rung umfaßt. Von New-Pork begibt sich Schulz, ein Schüler des jüngst verstorbener: Artur Niki sch, nach Liverpool um dort einige Konzerte zr: dirigiereil. Schultz eickstammt einerjüdischen Mnsikcrfamilie - in Polen, deren Mitglieder bereitseit fünf Generationen ausübende,Musiker sind. Schor: sein Ururgroßvater war ein „Mesn:er", ein jüdische» Musikant. Schulz' Brüder und Schwesterrt, Großoheime ur:d Oheime, Betten: und Basen, Neffen und Nichten sind alle Musiker. Einige von ihnen haben sich einen achtbareck . Platz ir: der musikalischen Welt errrnrgen. Der berühnckestiwr Mrlsikerfamillie Schulz aber war der Vater des Dirigenten, Chain: Schulz, in ganz Polen unter dem Kosenamen „Chaiml^ Schulz unter der: Juden uttb „Nasz Chat» inet" (unser Chaiml) unter den Polen bekanrck. Chairnl Schulz, der vor etwa zwei Jahrzehutcn verstorber: ist, lom' eine der populärsten Figuren in Warschau. Es gab fein« vornehme, jüdische Hochzeit, fast ir: ganz Pollerr, bei der nicht seine Geige den: Brautpaare zu Ehren ihre zauberhafter: Töne erklingen ließ. Chaim Schulz hatte kein Konervatorimn besucht, sondern das „HaMverk" bei seknemj Vater, einen: Kihesmer, gelernt, der es wieder von seiner»: Vater nnb Großvater überkommen hatte. Obwohl ihn: jede moderrre musikalische Arrsbildung rrnd theoretische Durch- Wdnng mangelte, kam er ir: junger: Jahren als Geiger an die Warschauer Oper, in der damals r:och ein anderer berühmter jüdischer Geiger, nänttich Loti, tätig ivar. Es rnuß bemerkt werden, daß es damals für einen Jrider: etrvas geradezu Unerhörtes bedeutete, als Geiger an der rrnter zaristischer Berrvaltung stehenden Warschauer Oper zu »virken. tVüufuubbrctf}ig Jahre war,^Chairnl ‘ Geiger ar: der Warschauer Oper. Ihr Konzertmeister war damals der berühmte polrnsche Virtuose B a r e e w i c z, m Wirklichkeit aber spielte Chairnl die erste Geige, da Barcervicz selten spielte. Chaiml Schulz roar für alle Opernbesucher ein Anziehungspunkt der Neugierde, da er nie ein Notenblatt vor sich hatte, sondern seinen Part irr allen Opern auswendig wußte. Die ehrenvolle Stelle eirres Geigers in der Oper trug aber' wenig eir: nnb Ehaimll', der für eine große Familie zu svrger: hatte, mußte oft von der Oper direkt zu einer Hoch4 zeit gehen, un: seinx Einkünfte zu vergrößern. In: Svmmeq spielte er überdies im Sächsischerr Garter: in Warschau. Der Mrrsiler, welcher nie ein Instrument gelernt hatte, spielte alle I n st r u nt e u 11 ohne Ausnahme mit vollendeter Meisterschaft. Der Lehrer seines jetzt in Amerika rveilender: Sohnes, der Professor des Warschauer Korrservatorittms Naskowski, erzählt im Warschauer „Musikalischer: Echo" ir: feilten Erirnrerunger: an Chain: Schulz rrnter arrderen: solgeudes: „Die Oper sollte begimren. Alle Musiker saßen schor: ans ihren Mätzerr, nur der Paukist fehllte. Es wurde spät. Bor: der Szer:e ertönte bereits das .Klingeszeichcn. Der Parrkist rvar r:och nicht da. Da legt Chain: Schulz seine Geige rveg rrnd setzt sich ar: die Parrke. Die Ausführung kam: beginnen. Niernals hatte die Wnrscharrer Oper einer: so vortressllichen Pankisten, wie an diesen:' Abend." Eir: anderes Mal war der Klarinettist plötzlich?'' erkrankt. Chain: Schrrlz nahrr: feilten Platz ein. Urrd das PMikrrin raste vor Errtzncken über das wunderbare Sprel auf der Klarirrette, der Chairnl eberrso zauberhaft süße Töne zu entlocker: wußte, lute seiner Geige. Er war aber arrch Vir-, tupfe ans dem Klavier, den: Cello und- — den: Kontrabaß. Im Jahre 1897 feierte Chairnl Schulz das sünfnnddreißigjährige Jubiläun: seiner Zugehörigkeit zum Warschauer Operiwrchestcr. Der Direktor der Warschauer Oper, ein russischer Gerreral, räumte ihn: an einem Sonntag abends das Opernhaus eilt, und Chaiml Schulz trat mit eigenem Orchester auf; er spielte mit seinen sechs Söhnen und Ertkel ir Beethvverrs Septett. Man erwies ihm große Ehren. Ter berühmte Schanspieller Fr er: kel (eir: gctarrfter Jude) rezitierte einen Prcklog, den Henryk Sierrk i e rv i c z Schulz' zu Ehren verfaßt hatte. Di« Warschauer große Oper war überfüllt und feierte den alter: Chainrl stürmisch. Einige Jahre später starb er; sein Name ist in Bolen bis heute unvergessen. Me Lahnbewegungen. Auch gestern hat sich in der passiven Resistenz der B ü h r: e r: a r: g e st e l l t e r: keine Wendung' zurr: Besserer: ergeben. In: Gegenteil wird sogar eine weitere Berschürft: ng des Kampfes erwogen, indem die Schauspieler sich iveigern rv ollen, in provisorischer: Probelokalen oder ir: den Fot-ers Prober: abzrrhalter:. Die gestern sortgeftchrter: Besprechnnger: mit der: Direktoren haben vorläufig zu keinem Ergebnis geführt. Dr. Rertkin bemüht sich, vermittelnd einzugreifen. Der Teilftreik in der Schuh b t a n ch e hat ar: Ausdehnung zugerrontmen, da die Arbeiter weiterer Unternehmunger: in der: Ausftand getreten sind. In einer gestern stattgefnndcnen Besprechung beharrtcr: die Erzertger aus ihrem ablehnenden Standpunkt. Im Streik der Schrteider ergab sich im Laufe des gestrigen Tages eine kleine Annähcrrtng. Die Schrteiderfirrner: schlugen eine Abstufung nach Klassen vor. Ir: einer Sonderklasse, die sieben Firmen umfaßt, rverder: 30 Prozent Lohnerhöhurtg inklusive Index angeboten. Tie übriger: Klassen bieter: 25, respektive 20 Prozent an.! Seit gestern früh stehen die Ch an f feure im An sst and. Infolge des Regenwetters machte sich dieser Streik beirr: Publikum sehr fühlbar, da die wenigen Autotaxi, die von der: Unternehirrern selbst geführt werden, für den Bedarf nicht nusreichten. Die Mehrzahl der kleineren Unternehnicr bat die Forderungen der Mauffeure bereits. bepMü>°r, n

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