Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1660 (28.9.1923)
- Date
- 1923-09-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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\ VeVe 4 Mm, Frettvy seiner Fron zum Tenipel. Ter alte Manu mochte fürchten, zum Gottesdienst zu spät 51t kommen und beschleunigte die Schritte, ohne zu bemerken, daß seine Frau dem Tempo nicht gewachsen war. Ta der Eifrige offenbar schwerhörig war, erreichten ihn die Rufe nicht ititb es war ein kläglicher und riibrender Anblick, die alte Tame gestikulierend und „Sami, Samuel, Vater!" rufend, hinterdrein trippeln zu sehen. Mein Feind kanr dem Paar und mir entgegen. Jeder \ noch so antisemitische Schusterlehrling, erzogen in der Schule: darr Jmd, hätte den Alten aufmerksam gemacht. Der junge Junge, elegant, tadellos, ganz Bügelfalte und Taschentuchzipfel, ging vorüber. Hub er lächelte, lächelte hämisch, und gemein. Schöner Fremder, ich hasse dich! Klara M a u t n e r. Die unruhige Erde. London, 27. September. (Tck.-KompO Nack) einem Telegramm aus Teheran wurden durch -daZ lebte Erdbeben in Persien 17,7 Personen getötet und. 1-10 verlebt. Neun Städte tvurden vollständig, 2 2 teil' weise 1 c v st ö r t. Zer Herausgeber des antisemitischen „Hammer" verurteilt. Ter Traatss.erichlshof zum Schutze der Republik in Leipzig verhandelte gestern gegen den Schriftsteller Theodor Fritscb, den Herausgeber der Zeitschrift „Hammel- Leipzig, wegen öfseutlicher Beschimpfung des Reichsrninnters Rat Henau durch die Broschüre „Anti- Ra t h e n a u" und mehrere Artikel des „Hammers". Ter Angeklagte wurde zu vier Monaten Gefängnis und i ü u f M : I (i 0 11 c it M a r k G e l dst r a f c verurteilt. „Ae Möl? bedeulMdsten Zuden der Welt." Tie N e w - 0 r r erscheinende .I c iv i s h T r i bu n a" veranstaltete nntcr ihren Lesern eine Enquete über die Frage, welche zwölf Inden als die bedeutendsten der Welt betrachtet werden können. Jeder Leser, der an der Enquete teilnahm, hatte je acht Namen zu nennen. Nun ist die Enquete abgeschlossen tü'.d die Abstimmung ergab die folgeitbctt zwölf Namen, die als Sieger aus der Enquete hervorgingen. Es und in der Reihenfolge nach den erzielten Stimmen die folgenden: 1. A-.bert E i n st c i n, 2; Professor Ehairn Weiz m a n n, 3. Israel Zangwill. 4. Ter amerikanische Jurist und südliche Politiker Louis M a r s ch a l l. 5. Ob:rster -Richter in Amerika Louis G. Brandeis. 6. Ter gewesene Vizekönig von Indien Lord R e a d i n g. 7. Ter weltberühmte Philanthrop Narhan Straus. 8. Georg Brandes. 9. Chaim N. B i a l i k. 10. Der bedeutendste Rabbiner und jüdische * Politiker in Amerika Stephan S. V> i fe. 11. Henri Bergs 0 n und 12. Artur Schnitzler. An der dreizehnten Stelle steht der Tberkommisiär von Palästina Sir Herbert Samuel und ihm folgt als 11. Nach'.nn S 0 k 0 l 0 w. . Unter den ersten Fünfzig der von bett Lesern des genannten Blattes savorisierren bedeutendsten Inden finden sich gleichfalls sehr inrcrcifantc Namen. So der gewesene amerikanische Boschaficr Oskar S. S t r a n ß, Baron R 0 t s ch i l d, Professor Siegmund Freu n d, Achad H a a m, Lnigi L u; z a t i, der Führer der amerikanischen Arbeiter Samuel Gompers, Mar Reinhardt, der berühmte Arzt Jacques Löb, Max Liebermann und sogar Leon Trotz ky erhielt einige Summen: auch Schalom Lisch hatte viel. Anhänger. Interessant ist, daß viele Leser auch Hermann Bahr für einen Inden halten und ihm einige Stimmen znkommen ließen. Neben Sir Alfred M 0 n d wird auch Jasha Heinpetz zu den bedeutendsten Juden der Welt gezählt. Hingegen sind es nur zwei Frauen, und zwar Henrietta S 3 01 b und Rebekka K 0 h n r, beide aus dem Gebiete der sozialen Fürsorge mit großem Eifer tätig: Damen, die würdig befunden wurden, zu den bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten gezählt, zu werden. Tie zwo ln Sieger der Enquete sind zum größten Teile tatsächlich in der ganzen Welt bekannte Persönlichkeiten, während Louis Marshall und Stephan S. Wise wohl a'.ich in einzelnen europäischen Kreisen bekannt sind, in Am.'rikr -"doch sich des allergrößten Ansehens erfreuen. Mischer Ausbau in der Ukraine. Vom 6. bis 11. August d. I. fand in Moskau eine Konferenz der Bevollmächtigten der Zentralverwaltung des Verbandes „Ort" in Rußland statt. Die Bevollmächtigten erstatteten Bericht über die Tätigkeit der ,,Ort"-Komi-» tees in der Ukraine auf dem Gebiete der Landwirtschaft und der gewerblichen Bildung. Tie Frühjahrsbestellung 1923 ist mit großer Energie in den Rayons Odessa und Kiew durchgeführt worden. In diesen Rayons wurden den Landarbeitern 20.00 0 Pud Getreide- und zirka 15.0 0 0 PuäKart 0 ffclsä m e-- reien ans Kredit gewährt. Im Nahon Charkow wurden 12.000 Pud Kartofse'lsämereien verteilt. In den Rayons Odessa und Kiew (Podobien) tvurden in den KbhM'ien und unter einzelnen Landwirten zirka 1100 Pferde verteilt; außerdem noch eine große Menge von landwirtschaftlichen Maschinen und-Geräten, im Rayon Kiew allein zirka 1600 Stück landwirtschaftliches Gerät. In den Rayons Mariupol und Gulajpole wurden ungefähr 700 .Häuser wieder hergestellt. Im Laufe.des Sommers 1923 wurden, im Rayon Kiew 75 Teßjatinen ausschließlich von. Kindern bearbeitet. Gewerbliche Bildung. Im Rayon Kiew sind 15 Schütten mit 1200 Schülern und Schülerinnen vorhanden. Die Unterhaltungskosten, betragen vier Dollar pro Kops und Monat. In -Odessa wird eine Schule für die nr-'nniliche und eine für die weibliche Jnaand unterhalten. Wiener MorgenzeMmg.^ 28. September 1928 Nr. 1&50 MNellnmen midem Vublllum. KOMMERZIALRÄTE erhalten Laienrichtertalare und Barette, vorrätig und nach Mass, bei der Spezialfirma DlinniC ßftl RfTBlM Zivi|-»nd Uniforni»c,'n*‘l1^ Gegr. 1866 KUUULr UUIUMlUJ Wlen,n.Taborstr. 54 Tel.,45-6-29 Ailßerdem bekommen verschiedene gewerbetechnische Anstalten Untcrstnhungi. . ' Im Rayon-Ch a rko w unterhält „Ort" eine Schule für mechanische i S ch l o s se re i mit 145 Schülern, und femer eine solche in K r e m c n 1 s ch u g und in I e k at e r i tl 0 ü l a >v. Tie für diese Arbeiten nötigen Geldmittel sind vom „Ort" sowie vom Joint D. C. und der Jüdi-> scheil Wclthilfskoliserenz beigestellt. Me Abrüstung. Während im Jahre 1913 die Völker der Erde für - Rnstnngszwccke rund 12 Milliarden Goldmark aus-gegeben haben, betrugen die Rüstnngsausgaben im Jahre 1923 etwa 2 2,5 Milliarden Go l dmark, also fast das Doppelte. Unter den Waffen stehen jetzt 6 Millionen Männer, dahinter 30 Millionen irr Reserve. 1914 standen 6,5 Millionen unter den Fahnen und etwa 44 Million«« in Reserve. In Marokko stehen 2,4 Prozent der Bevölkerung unter den Waffen (Milizheer), in Neuseeland 2 (Milizheer),, in Frankreich 1,9 (stehendes Heer). Dann folgen die'Türkei, Estland, Griechenland, Spanien, Belgien, Jugoslawien, Litauen, die Tschecho-Slowakei und Lettland, die alle mehr als 1 Prozent ihrer gesamten Bevölkerung kaserniert haben. Ueber 0,5 Prozent der Bevölkerung als Soldaten halten sich der Reihenfolge nach- Rumänien mit 0,99 Prozent, Polen mit 0,9, Finnland, Uruguay, Persien, Italien, Holland, Rußland, Chile, England, Siam, Mexiko, Portugal, die Schweiz. Unter 0.5 Prozent bis hinab zu 0,25 Prozent haben Ungarn, Schweden, Dänemark, Oesterreich, Japan, Bulgarien, Venezuela, Norwegen. Paraguay, Argentinien, der Australische Staatenbund, die Südafrikanische Union. lehnt. Unabhängig von dem Beschluß ihrer Organisationei haben 70 Damenschneiderfirmen die Forderungen ihrer An gestellten bewilligt, so daß. in diesen Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen wurde. .Hingegen zeigen sich die Herrenknndenschneider zu keinerlei weiteren Zugestänv nissen geneigt. In den nichtmaschinellen Betrieben der Schuhbrauche wird in etwa 40 Betrieben gestreikt. Da di» Unternehmer über die bisherigen Forderungen der Arbeiten nicht verhandeln wollen, dürfte der Ausstand von längere» Dauer sein. Am Dienstag wurden, wie bereits gemeldet, die formulierten Forderungen der Bankbeamten dem Bankenverband überreicht. Neuerdings ist die Beamtenschaft stark erregt durch den bekanntgewordenen Entschluß der Banfett, den Index, der nach dem Kollektivvertrag für die Bezngsregcklung maßgebend ist, nicht auszahlen zu wollen Sollte der Banfenverband die bis Samstag gestellte Frist verstreichen. lassen, so könnten unter Umständet! Störungen im Betriebe der Banken eintreten. Gestern nachmittags hielten die Chauffeure bei großen Autotaxiunternehmungen in der Volkshalle des Rathauses eine Versammllung ab, zu der etwa 600 Chauffenrt mit ihren Wagen beim Rathause vorfuhren. Die Versamm-li lung nahm ztl der Ablehnung ihrer Forderungen durch dir Unternehmer Stellung, und beschloß einstimmig, in der Streik zu treten. Ab heilte früh befinden sich die Antotaxichauffeure im Ausstand. Brot und Wecken wieder teurer. Um 20 Kronen. .Bei. der dieswöchigen Errechnung der Gestehungskosten durch die Broterzeuger wurde ein Steigetl der Brotpreise und-der Regiekosten festgestellt, weshalb eine kleine Preiserhöhung vorgenommen wurde. In der nächsten, am 1.' Oktober beginnenden' Verbranchswoche treten folgende Verkaufspreise in.Kraft: Ter -N o ri.m-a.l l a i.b .61.80 K. (bisher 6160 K., Erhöhung. 20 K.). . Das Extra-broü 5440 K. (bisher 6420 K., Erhöhung 20 K.). Ter w c i ß e Wecke tt 2980 K. (bisher 2950 K-, Erhöhung 30 K.).' Das K leinge b ä ck 410 K. (unverändert). Sie Elektrifizierung der Stadtbahn. Rund um die Stadtbahn ist es wieder still geworden. Offenbar hat matt in bau von Herr!' Tr. Schürft geleiteten Verfehrstmnisterium sehr viel Zeit unö kann die <Hek- Irifiziernng der Stadtbahn geduldigabivarten. Ob es die Bevölkerung mit der gleichen Geduld kann, ist den Herren am grünen Tisch schließlich einerlei, und so nehmen die Verhandlungen, die zwischen der Gemeinde und dem genannten Ministerium geführt werden, den gewohnten österreichischen Verlauf: immer nur langsam voran! Vor nicht allzu langer Zeit hat die Hietzinger Vertretung im Namen der in diesem Bezirk wohnenden Bevölkerung die Beschleunigung der schweben-den Verhandlungen in sanfter Weise nrgiert. Vorgestern hielt die Bezirksvertretnng des neunten Bezirkes, für -den -der Betrieb der Stadtbahn genau so -wie für Hietzing eine Notwendigkeit ist, ebenfalls eine Sitzung ab, in -der sie. sich veranlaßt sah, die Beschleunigung der Verhandlungen über die Elektrifizierung der-Stadtbahn zu verlängert. Es wurde auH-der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß die Besprechungen ungebührlich i n die L ä n g e gezogen und das wichtige Projekt gefährdet werde. Auch die Fünf ha U ser Bezirksvertret-ung ist der Anschauung, -daß das Tentpo der Verhandlungen in Anbetracht der Wichtigkeit der Sache wohl etwas weniger „österreichisch" sein föuittc. Dieser. Anschauung körmetr wir trns nur anschließen. Ber-kehrsn-otwendigkeiten einer Großstadt dürfen nicht Gegenstand politischer Jnstant-entmachens-chaften sein. Sie Lohnkfimpfe. Friedhofdiebe. Am 24. d. erstattete die MaßchinenschlossersgatttA Frattziska S 0 m m e r e r beim Kommissariat Simmering die Anzeige, daß ihr Gatte Josef Sommer er sie gefährlich anr Lebett bedroht habe, als sie ihn, der ei« Bünoel mit Kittderwäsche ttachhause gebracht habe, das ihr bedenklich erschien, zur Rede gestellt habe. Der Matm wurde in Haft genommen. Im Zuge der Erhebungen gelang es bald, zu ermitteln, daß Sommerer mit einer gewissen Wilhelmine Kirchdörfer verkehre und mit ihr verschiedene Geschäfte mit gestohlener Wäsche mache. Bei einer genaue« Hausdurchsuchung t« der Wohnung der Quartierfrau der Kirchdörfer auf der Suche nach gestobenen Wäschestücken kam man auf zahlreiche Wäschestücke, die aus der israelitischen Abteilung des Zetttralfriedhofes stammten. Man nahm zuerst cm, daß diese Sachen ans der Beute der Kirchdörfer stammten, doch wurde festgestellt, daß sie zu dem Besitze der Quartierfrau Gindl selbst gehörten. Nun nahm man auch diese Frau in Haft und-sie gestand, die Wäsche von dem am Zentralfriedhofe, 1. Tyr, wohnhaften Kontrollör MosesNagle 1 erha'ltan zu haben. Der Friedhofsvchwalter und Nagler erklärten, daß die Frau nur auf unrechtmäßige Weise in den Besitz der Wäsche gekommen sein könne. Die Gindl gab schließlich zu, die-Wäsche aus dem Verwaltungsgebäude des Friedhofes gestohlen zu haben. Bei weiteren Nachforschilngen fand man auch in der Wohnung des Kontrollors Nagler verschiedene Wäschesachen, die aus der Friedhofsverwaltung stammten, welche er geschenkt erhalten haben will. Josef 'Sommerer sowie die Wilhelmine Kirchdörfer wurden dem Landesgerichte eingeliefert, die Gindl auf freiem Fnße der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Erhebungen beznglicki des Kontrollors Nagler sind noch im Zuge. Anhaltend gute Beschickung der Märkte. Die Märkte sind weiter sehr gut beischickt, doch war die Kauflust infolge der hohen' Preise nur auf den dvmgendsten Bedarf beschränkt. Im Großhandel sind die Preise für Rindfleisch um ungefähr 1Y00 Kronen pro Kilogranmt z u r ü ck g e g a n g e n, sonst blieben die Preise für alle Gattungen unverändert auf der Höhe des Vortages. Auf den Grünwarenmarkten war >der Verkehr im allgemeinen sehr flau, trotzdem vermochten sich die Preise der meisten Artikel zu behaupten. Obst ist in großen Mengen vorrätig. Der Preis der Zwetschken mußte auf 2200 K. hernntergesetzt werden. Sehr günstig sind auch die Zufuhren von italienischen Meintranben, die im Großhandel um 6000 K. pro Kilogramnö zu haben waren. Unangettehm macht sich die steigende Tendenz der Eierpreise bemerkbar, wurdet! zu 1800 K. auf dem Naschmarkt verkauft. Eier Befferes Wetter. In Oesterreich blieb. es gestern .vorwiegend trüb. In Wien.regnete es unbedeutend. Zeitweise brach die Wolkendecke auf. Die Temperatur stieg über 16 Grad. Voraussage: Zeitweise stark bewölkt, doch fortschreitende Besserung. Gestern mittags hat die verschärfte passive Resistenz in den Theaterit begonnen. Sie stützt sich hauptsächlich auf das technische Persoital, tvelches sich genau an die Bestimmungen des Kollektivvertrages hält und dadurch die P r 0 b e n a r b e i t außerordentlich erschwert. Ta dieser Zustand sich in der Führung der Theaterbetriebe bereits empfindlich ,fühlüar macht, wurden die inoffiziellen Besprechungen zwischen den beiden gegnerischen Parteien gestern vormittags fortgesetzt. Ter Vorschlag der Direktoren, bis auf weiteres den Index ans die Gehalte auswirken zu lassen, ivurdc von den Ängestelften .a b g e l e h u t. Trotzdem hofft man, daß , csin den heutigen Sitzungen des Direktorew- Verbandes und der Arbeitsgemeinschaft ent lich zu einer Einigung kommen werde. Auch im S ch ne i d e rg'e we r b e hat sich die Situation verschärft. Ter Streik nimmt seinen Fortgang.. Die von den Unternehmern gemachten Angebote von 23. beziehunüswetHe 46. Prozent wurden Ll.a4zt abge- * Löwen auf der Ringstraße. Für gewühnbich ist diese Straße nicht bas Gebiet, in dent Löwen herdenwelfe auftveten, es sei denn, daß ntan die Salon- und Parketülöwen, die dre Ri-ngstraße zwiischen Oper -u-nb Sch-warz.mbergpi.ah mit t-hrer Anwesenheit beglücken. baMr-echn-et. Die Horben, a>ie me Straßen Wiens sonst beleben-, haben -im allgemeinen nicht -v'-el Löwenhaf-tes an sich. Gestern aber gab es zur Abwechslung einmal richtige Löwen auf dem Ring, wirkliche Wust-enkonlge, .und noch ni>e hat Wien so zahl-veichen köni-glichett Besuch gehabt. Gleich fünfzig ausgewachs>ene Lochen hielten ihren Emzng in Wien, ein Ereignis, das natürlich u'tcTjt verfehlte, die Schaulust der Wiener.lebhaft, anznr-ogen. D.w-n schließlich ist es nicht etwas Alltäglich:s, wenn fünfm Löwen auf -der Ringstraße dahorkommeti. 'Natürlich spazierten sie -nicht frei herum, sondern wurden in fahrbaren Käfigen geführt, abor «der Emz»lg gestaltete sich vavmn doch recht imposant. Die Zeibrn. da die Komödianten ins -Städtle einzogeii, lebten iv-ieder ans. An der S-pitzn ritten ein Schulreiter, zwei Mädchen, zwar -nicht int Gaz-wöckchen und Flitterstaat, sondern -in Tscher-t-esseiitrachc, der dnnrme Ä-u-gnst fehlte auch nicht wn-d rechts -und -li-uks gingen herrlich livviort« ZirVusdiomr. Denn die Lönwn Mstirten natürlich dauern derste im wachst«« Monat, «im Boater: