Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1649 (16.9.1923)
- Date
- 1923-09-16
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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£cite 10 Mm, Sonntag eines Staates aber liegt es, ein System Produktiver Intensivierung zu schaffen, durch das die gesamte Wirtschaft stetig gefördert wird. Nun ist Oesterreich in seiner gegenwärtigen Form nun einmal dazu bestimmt, ein Staat der Tr-ansitwirtschast zu Iverdeu. Auch der Weg des österreichischen Privatkapnals nach Polen trägt diese Tendenz in sich. Abgesehen von verschiedenen anderen Symptomen wird dies schon dadurch deutlich, daß das österreichische Kapital vielfach als Vermittler für Kapital ans Westeuropa und auch ans Amerika dient, das nicht selbst in Polen arbeiten will, sondern sich der österreichischen Vermittlung für die Placierung bedient. Diese Tendenz zur Ausbildung einer Transitwirlschaist ist bisher noch viel zu rvenig -beachtet worden. Vor allem aber hat die Wirtschaftspolitik der österreichischen Regierung die eine wichtige Ausgabe, dief.-m wirtschaftlich noch so schwachen Staat die Sicherung. seiner wirtschaftlichen Bedürfnisse mit den möglichst geringelt Kostet: vorzubereiten. Ter Weg nach -Polen, welcher vom Privat kapital beschritten wurde, ist nun von der staatlichen Wirtschaftspolitik Oesterreichs verhältnismäßig leicht ausnützbar. Es sei mtx darauf hingcwiesen, daß gegenwärtig Polen unbedingt den Export von Lebensmitteln und L-andesprodukten braucht. Der polnische Ackerbauminifter hat erst jüngst in einem Interview erklärt, es bestehe ein enornies Mißverhältnis im Lande zwischen bcn Preisen für Industrieartikel und denen für Lebensni-ittel. Das Verhältnis nach den statistischen Indexziffern beträgt zwischen diesen beiden Gruppen 3,5 zu 1. Damit die Landwirte in Polen (und die Mehrzahl der polnischen Bevölkerung steht in der Landwirtschaft) ihre eigenen Bedürisnisse decken können, ist es notwendig, ein annäherndes Gleichgewicht dieser Preise herbeizuführen. Das kann gegenwärtig nur durch Erpoort von Landesprodukten geschehen. Für Oesterreich ist gerade dieser Importzweig lebenswichtig. Sache eirier vernünftigen wirtfchastspolitischen Methode des Staates ist es nun, diese Möglichkeit auszunützen und den Weg, den das österreichische Privatkapital gefunden hat, so auszubauen. daß er unabhängig von Konjunkturen und dem durch sie bedingten privaten Interesse ncher und stetig gangbar ist. Hier kann die staatliche Wirtschaftspolitik Oesterreichs, die. wie so oft, auch diesmal mit ihren Ideen sich als stark im Hintertreffen befindlich erwiesen hat, wenigstens nachträglich aus den nicht von ihr geschaffenen Verhältnissen Nutzen ziehen, einen Nutzen, der nicht einzelnen, sondern der Gesamthert dieses Staates zugute kommen muß. Denn Oesterreich -wird auch nach der Seipelschen Sanierung sich erst dann als lebensfähig erweisen könneit, wenn es imstande ist, eine Funktion in der europäischen Wirtschaft zu erfüllen. Diese Funkrion ist von Narur aus gegeben: Oester— >st ~ ^Die Voraussetzung« baz« muß staatliche Wirtschaftspolitik schaffen, die nicht der privaten Initiative nachhink: oder sie stört, sondern Blick und -Sinn für die gegebenen Realitäten in jedem Augenblick« zeigt. Börsenhausse und Wasserkopf. Von Dr. Heinrich Schreiber. Das war so recht das Leitmotiv, das durch die Rede schwang, welche der Generalkommissär vor der Kommission des Völkerbundes in Genf über den Stand und Fortgang der österreichischen Sanierung hielt. Diese Enunziation hat die Börse, nachdem sie längere Zeit geschmollt hatte, überhaupt schon in lxeiterer Stimmung getroffen, die aber begreiflich noch gehoben wurde, als sie vernehmen und überlesen konnte, was der Pfleger der österreichischen Finanzwirtschast über ihre Stellung und Geltung für das Samerungswerk zu sagen wußte. Wer gern tanzt, dem ist bald gefiedelt. So hat denn auch die gute Meinung und das Lob, das der Gencralkommissär der Haussebewegung der Börsenpapiere und der Bedeutung des Wiener Bankplatzes gezollt hat, zu einer weiteren Hausse den erwünschten Anlaß geboten, inmitten der unablässigen Hiobsbotschaften, die vom Schmerzenslager der Mark einlaufen, und inmitten der neuen Wirren, die auf dem Balkan zwischen Griechenland, Italien und Jugoslawien aufzischten, und inmitten des brummigen Basses, den das spanische Pronunziamiento hineinmischt. Was kümmert es die Börse, wenn es da und dort wieder drunter und drüber geht; ihr genügt es,- aus berufenem Munde es schwarz auf weiß bestätigt zn haben, daß die Börse, die Börsenhausse und das Wiener Bankgetriebe mit zu den tragenden Säulen zählen, auf denen der gedeihliche Erfolg der Wiedergenesung ruht. Wien hat den Schimpf und die Schande, die man der alten, großen Stadt durch die hämische Bezeichnung des mißgestalteten „Wasserkopfes" angetan hatte, zuschanden gemacht. M-as wäre das Land ohne diesen „Wasserkopf", so beiläufig rief der Sanierungskommissär aus, und dieses Attest und dieses Bekenntnis hat auch der Börse wohlgetan, hat sie ergriffen und ihr geschmeichelt. Der Generalkommissär hat der Börse volle Gerechtigkeit widerfahren lassen. Er hat die Hausse der Börsenpapiere dem Fieber an die Seite gestellt, von dem einst die Spekulation in Goldminen gepackt war. Freilich hat diese Erinnerung einen etwas bitteren Beigeschmack, weil sie an den Minenkrach mahnt, der das Vertrauen und die Konjunktur unter sich verschüttet hatte. Gleichwohl ist sie aber schätzbar, die besondere Hervorhebung, daß sich die Blüte der Wiener Börse sonst nichts Aehnlichem in der Finanzgcfchichte an die Seite stellen läßt. Allerdings braucht der Blick nur auf die Spalten des Berliner Kursblattes zu fallen, um auf die gleichen Wirkungen der nämlichen Ursachen zu stoßen. Allein dort gärt und fließt alles, bei uns ist schon der geruhige Beharvuirgszustand eingetreten. _ Wiener Morgenzeitung. _ Und da tut es der Börse und ihrem Urteile besonders wohl, wayrzunehmen, wie genau und fein der- Generalkommissär zwischen den unterschiedlichen Hansseepochen unterscheidet. Er trennt die Inflationshausse, die sich durch die Entwertung des Geldes offenbarte, scharf von der Deflaiions- Hausse, die sich mit der Stabilisierung des Geldwertes eingestellt hat. Doch in der Jnflationshausse ist der Wert der Aktien hinter der Wertsteioerung der Valuten zurückgeblieben; um so mehr durfte jetzt in der Aera der Stabilisierung der Kurs der Aktien seinen Lauf beschleunigen, um den Abstand einzuholen. Dieses Schauspiel aber hat mit Recht auch das ausländische Kapital angezogen und angelockt, nicht mehr, um sich bloß schadenfroh an der Ueberfvemdung gütlich zu tun, sondern um werktätig mitzuschaffen und die Verbindung mit dem heimischen Gewerbefleiß und der Unternehmungslust zu suchen. Geradezu zärtliche Worte wußte der Generalkommissär für den geschmähten und verhöhnten „Wasserkopf" zn finden. Er hat mit diesem Schimpstvorte aufgeräumt und cs vor aller Welt kundgetan, daß dieser „Wasserkopf" das wahre Haupt des Staates und Landes -geblieben ist, daß diesem Kopfe, der Hirn und Herz des Wirtschaftskörpers füllt und nährt, Gedanken entspringen, die zur Tat reifen und dieser alten und gewaltigen Kulturstadt ihre Rolle als Träger und Mittler des Finanztvescns und des Handels im weiten, großen Donaubecken bewahren und sie immerzu befestigen. Schmunzelnd durfte die Börse das ihr reichlich gespendete Lob einstreichen und dankbar quittierte sic die ihr gezollte Anerkennung durch eine neue, stolzwogende Haussewelle, die man zum Unterschied von den früheren Hausse-epochen, die bald die Entwertung und dann wieder die Aufwertung, bald die Flut und bald die Ebbe begleitet hatten, als Sanicrnngshausse kennzeichnen mag, die auch jenen eitlen Wahn geheilt und der öden Mär vom „Wasserkopf" den Kopf getvaschcn hat. Banknotenumlaus 5870,5 Milliarde» Kronen. Der -Ausweis ixh Oesterreichifchen Nationalbank vom 7. September zeigt eine Abnahme des Danknotenu-mlaufes u-m 24/2 Milliarden, so daß sich -der Banknotenumlauf ayf 5870,5 Milliarden Kronen reduziert. Das Wechselportefeu ill« weist eine Zunahme von 17,1 Milliarden auf 664,3 Milliarden Kronen auf. Die Giroderbindlichkeit-en belaufen sich auf 444,4 Milliarden. Verbilligung der tschecho-slowakischen Eisenbahntarife? Wie aus Prag offiziös gemeldet wird, soll bei den tschechoslowakischen Staatseifenbahnen die 30prozentige Verkehrssteuer auf 15 Prozent herabgesetzt werden. Die Interessentenkreise weisen darauf hin, daß die Frachtgütertarife trotz der bereits gewährten Herabsetzungen noch immer zu hoch sind. Man will nunmehr versuchen, die Tarife auf Kosten der in die Frachtsätze eingerechneten Transportsteuer herabzusetzen, um so eine Störung des Eisenbahnbudgets zu vermeiden. Die Herabsetzung der Transportsteuer würde eine durchschnittliche Ermäßigung der Tarife um 12 Prozentzur Folge haben. Im Falle der Annahme dieser Vorschläge ist jedoch mit deren Durchführung vor dem 1. Jänner 1924 nicht zu rechnen. Die gestrige Versorgung gestaltete sich sehr leicht, da Geld in größeren Mengen zur Verfügung gestellt wurde. Anfangs hielt sich der Zinssatz bei 1A5 Prozent pro Woche, ermäßigte sich jedoch auf 1 bis 1,135 Prozent. Von der Wiener Börsekammer. In der gestrigen Plenarsitzung der Wiener Börsekammer, in der Präsident Bernhard Popp er-Artberg den Vorsitz fühöte, wurde außer laufenden Verwaltungsangelegenheiten eine Reihe von Notierungsgefuchen erledigt und ein verurteilendes Erkenntnis der Disziplinarbonrmission bestätigt. Börserat Ernst Straßer beschäftigte sich hierauf in eingehender Weise mit der Frage der Rückstände in der Effektenablieferung im Arrangementverkehr und gab Anregungen hinsichtlich der von der Börfekammer in dieser Beziehung getroffenen Vorkehrungen. Börserat Straßer nahm auch Stellung zu der rm Zuge befindlichen Erhöhung der Arrangementkaution, deren Ausmaß er in einzelnen Fallen als zu hoch bemessen bezeichnet e, und verwies endlich auf seine der Börsekammer bereits schriftlich vorgelegten Vorschläge hinsichtlich der Schrankenresorm. Die Kammer nahm alle Anregungen und Vorschläge über diese Fragen, mit welchen sich das Bureau und das Präsidium der Kammer zum Teile schon seit geraumer Zeit beschäftigen, zur Kenntnis und wird in kürzester Zeit die erforderlichen Maßnahmen . beschließen. Die Stimmung in Finanzkreisen war gestern von Bureau zu Bureau sehr fest, da die Versorgung bei flüssigem Geldstande sehr leicht bewerkstelligt werden konnte. Bevorzugt und höher waren neben den Bankenwerten auch Staatsbahn, Südbahn-Prioritäten, österr. Hofherr- und Waagner-Aktien. Auch die Schrankenwerte wurden durchwegs höher taxiert. Namentlich Dampfschiff, Nieder-österreichisch« Escompteg-osellschaft und die Aktien tschechischer Provenienz waren gefragt und höher. Von den Exoten zeigte sich erhöhtes Interesse für Iriag-Äktien. Der Zinsfuß der deutschen Reichsbank. Berlin, 16. September. (Wolfs.) Die Reichsbank hat den Diskont auf 90 Prozent und den Lombardzinsfuß auf 10 Prozent mit Entwertungsklansel festgesetzt. In einer gemeinsamen Sitzung der Exekutivkomitees der „S.tafa"-Warenhaus-A.-G. und des ,Mtafa"-Kreditinstitutes für öffentlich« Angestellte hat Herr Generaldirektor Zehetbauer seinen unerschütterlichen Entschluß, als Generaldirektor der ,Mafa"-Warenhaus-Ä.-G. zurückzutreten, 'bekanntgegeben, jedoch über einmütige Aufforderung aller Anwesenden sich bereit erklärt, bis zur Neubesetzung seiner Stelle die Lebensmittelabteilung der ,-Stafa"-Waren- Haus-A.-G. weiterzuführen. Herr Generaldirektor Zeyetb a u e r bleibr überdies dem Stafa"-Konzern als wertvolle 16. Sepiemiber 1923 Nr. 1649 Kraft auch dadurch erhalten, daß er seine Stelle im Veo» waltnngsrate des „Stafa"-Kreditinstitutes für öffentliche Angestellte beizubehalten sich bereit erklärt Hai. (Entgeltlich.) Eieranssuhr ans Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Im Oktober d. I. werden 100 Waggons Eier zur Ausfuhr freigegeben werden Mitteilungen des Kreditorenvereines von 1870. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurdeeingeleitet: Oesterreich! Helfer Moritz, Kaufmann, Men, 14. Bez., Sechshauserstraße 39. Koroschitz Josef,, Modewaren, 6. Bez., Amerlingstraße 0. BogyanSky Arpad, Inh. d. Firma Johann Pachers Nächst Zinkhan & Hießleitner, Maschinen- und Werzeugfabrik, Wien, 7. Bez., Siebensterngasse 30. Houf Ludwig. Gemischtwarenhändler, Wien, 19. Bez., Weinberggaffe 34. Lipkowitz Josef, Eisenwarenhandel, Wien, 4. Bez., Wiedner Hauptstraße 10. Schnabel Julius, Gest d. Firma „Esbera", Schnabel L Behringer, Wien, 7. Bez., Burggaffe 22. Steiniuger, Hanausek & Eo., Brenn- und Schnittmaterialienhandlungs-Ges. m. b. H., Wien, 21. Bez., Schenkendorfgaffe 37. Kosmatsch Nikomed, Tischler, Graz, Zinzendorfgaffe 15. Bruckmüller Hans, Schulynacher, Wels, Traungasse. — T s ch e ch o- Slowakei: Grün Maximilian, Möbelhandlung Kaschau. Slouv Wenzel und Antonie, Handelsleute, Prag-Bubenffch. Adelt's Edwin Wwe., Hedwig Adelt, Papierexport, Bernsdorf. RehorovSky Ludwig, Kaufmann, Beraum. Gottwald Josef, Kaufmann, Gablonz a. N. Seglovsky Georg, Kaufmann, Hulwaken. Dostal Marie, Handelsftau, Jaroschau. Rudicky JaroSlaus, Uhrmacher und Juwelier, Kremsier. Einkaufsgenossenschaft der Kausleute für Westbö.hmen, reg. Gen. m. b. H., Marienbad. Luftbäder I. rsets Riegelhaupt, Kauftnann, Mähr.-Ostrau. Rotier Ferdinand, Uhrmacher, Müglitz. Meyer Adolf, Kaufmann, Munkacs. Böhm Anton sen., Kaufmann, Pelsdorf. Sterüa Gottlieb, Restaurateur, Pilsen, potravs ckrustvo zaznestnancov Kosicko- Bohum. drahy, Poprad Velka. Sebek Alois und Bozena, Kaufleute, Schlan. Skala Joh.. Kinoinhaber Schlan. Nämffch Anna, Webwarenerzeugung, Schluckeuau. Sankovsky Viktor, Kauftnann, Troppau. Hadar Sylvester, Gemischtwarenhändler, Vrbove. Olert Ferdinand, Bauunternehmer, Znaim. — Der Konkurs w u r b c verhängt: Oesterreich: Kein Ernst, Schlosser, Oberlaa, Himbergerstraße 25. Kaltenberger Jakob und Rosa, Kaufleute, Pörtschach am See. Klein Gustav, .Kauftnann, Wien, 4. Bez., Favoritenstraße 44. — T s ch e ch o - Slowakei: Brüder Spitzer, Kaufleute, Novezamky. Taft Karl, Konditor, Liebeschitz. Hördler Otto, Fabrikant, Pelsdorf. Mazaner Josef, Möbelhcmdluug, Prag? Zikmund Albert, Ges. m. b. H., Mineralöl, Prag - Karottnenthal. König Franz, Baumeister, Schluckeuau. Proft August, Kaufmann, Teplitz-Schönau. Bon den Warenmärtteu. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die Berichtswoche nahm im Chemikalienhandel «inen ziemlich lebhaften Verlauf bei belangreichen Umsätzen . itnb guter Geschäftstätigkeit. Die stabilisierten österreichischen Valutaverhältnisse wirken ungemein erleichternd für den Markt und der ganze Ein- und Verkauf wickelt sich jetzt durch die Ausschaltung der Valutaschwankungen . mitziemlicher Sicherheit ab. derart, daß auch auf Termin hinaus heut« ohne jedwedes Risiko Verkäufe in österreichischen Kronen getätigt -werden. Hierdurch -befindet sich der Chemika-lienhandel derzeit in ruhiger, stetiger Entwicklung. Das Geschäft in Wachsen lag auf der ganzen Linie fest, in den einzelnen Sorten» besteht sogar ausgesprochene Haussestimmung. In Paraffin wurden ziemliche Umsätze getätigt, die vorwiegend Exportaufträge 'betrafen, wogegen das. Inlandsgeswäft, namentlich in Anbetracht der geringen Preisspannung zwischen Paraffin und den erzielbaren Preisen fiir Fertigfabrikate. insbesondere Kerzen, ziemlich ruhig lag. Auch erscheinen die Inlandspreise für Paraffin wesentlich gedrückter als die für Transitware. Große Knappheit besteht derzeit am Wiener Platz in hochwertigen Wachsen, wi« Carnaubawachs, Japanwachs und Chinawachs, ebenso auch in den raffinierten Montanwachssorten. Die Preise dieser Produkte haben sämtlich stark angezogen. die derzeitigen Wiener Notierungen liegen wieder einmal weit unter den Fabriks-Preisen In Terpentinöl war das Geschäft Ziemlich lebhaft. Regem Ausgebot stand gute Nachfrage gegenüber. Die , Preise liegen noch immer ziemlich unverändert. Die ausländischen Terpentinöl-sorten, besonderes das russische Terpentinöl, das in , verschiedenen. schon ziemlich hochwertigen Qualitäten geliefert wird, führen sich bei steigendem Konsum immer mchr ein. In Harzen war das Geschäft gegenüber der Vorwoche bester. Die geforderten Preise zeigten keine großen Schwan? kungen. Die Notierungen für Schellack sind weiter sehr fest und anziehend. Gegen die Vorwoche haben sich abges-chwächt: Alaun in Stücken un 200 K. aus 3600 K. Ameisensäure 85 Prozent um 100 K. aus 14.800 K. Bleiweiß chem. rein um 60 K. auf 12.950 K. Ehromalaun um 500 K. auf 9000 K. Kupfervitriol um 300 K. auf 7600 K. und Meinsteinsäure um 3800 K. auf 42.000 K. Befestigt hat sich Minium Bleiberger um 100 K. auf 11.900 K. Papier- und Zellstossindustrie. Die Betriebswaffervechältnisse in Deutschland waren im August ungünstig. Die Kohlenversorgung ließ teilweise zu wünschen übrig, dabei bedeutete das Anziehen der Kohlenpreise über die Weltmarktpreise hinaus eine starke Belastung für di« kohlenverbrauchende Industrie. Die Holzeindeckung begegnete großen Schwierigkeiten, da infolge der höhen Preise und der übrigen starken Anforderungen, die an die Industrie durch Löhne und Steuern gestellt werden, der Verbrauch vielfach nicht voll ersetzt werden konnte. Die Zellstofferzeugung war normal, dagegen gingen die Abrufe infolge Absatzstockung bei den Abnehmern nicht unerheblich zurück, obwohl die Verkaufspreise nicht ausreichten, um die Erzeugungs- und Versandkosten der Zellstoffindustrie zu decken. Kaffee. Preise hielten sich die ganze Woche über auf letztem Stand. Zu Markte kamen Sautos Primes zu 39.000 K.. Santos superior zu 37.000 K., Rio 7 Johnston zu 32.300 K., Sul de Minas zu 35.000 K. In Deutschland litt das Geschäft unter der rapiden Entwertung der Mark. Das Interesse für verzollte Ware war gering, dagegen entwickelte sich für Transitware zeitweilig eine recht rege Kauflust, besonvers waren San tos besserer Qualitäten bevorzugt. Im Transithandel war die Geischäftstätigkeit lebhafter und der Lkbzug befriedigend. Brasilien brachte teils unveränderte, teils etwas erhöhte Forderungen. Preise stellten sich u n v e r z o I l t für ein halbes Kilogramm un-gefähr wie folgt: Platzware ab Lager Hamburg Sautos Good 12,000.000 Allgemeine Depositen-Bank Gegründet 1871 :: Aktienkapital u. Reserven: Rund 24 Milliarden Kronen IVIeu^ 1,9 @.cHaott«»n<nia&ise Ü Telephon Kr.: „Serie 62620“, an Sonn« und Feiertagen nur 61676, Eia jbt-ltefaL iLrjEktzmnLvlirnvkÄ.lltiu. 1. Kilwmttlna 11 - TMrüWküilM LftöHtHl Wechselstuben: I. Rotenturmstraße 29 I. Franz Josef-Kai 37 II. Heinestraße 34 II. Taborstraße 7 III. Hauptstraße 10 IV. Suttnerptatz 2 IV. 1P V.Reinprechtsdorier8tr.(2 VII. Mariahilferstr. 74b VII. Kirchengasse l VII. Neubaugassc 44 VIII. losefstädterstraße 64 X. ravorltenstraße 103 XI. Hauptstraße 50 XII. Koppreitergasse 2 XIIUHanoisfaaßc-ä Filialen e Bad Aussee, Bad Ischl, Baden be Wien, Bleiburg, Bregenz, Czernowitz, Elsenstadt, Graz, Innsbruck, Judenburg, Knittelfeld. Kufslein, Lambach, Leoben, LIezen, Linz,Mi#telhach,Mödling,Neunkirchen Oberhoilabrunn.Ricd XIII. Breltenseerstraße 6 XIV. Mariahilferstr. 19G XIV. Sparkasseplatz 1 XVII. Ottakringerstr. 84 XVII. Hauptstraße 155 XVIII. Währingerstraß({84 Salzburg, St.'üilgen, St. Pölten, St.Velt a. d.GU, XXI. Hauptstraße 45 Steyr, VTllach, Vöcklabruck, Wels,Wr-Neu6tadU Exnoslturen j BadgasteLn^Rottenmann, St._ .Johann imFoagffE 1 Betocgt .sSnlk iMkaMKhltte.il,