Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1649 (16.9.1923)
- Date
- 1923-09-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gerte-6 Wien, Sonntag! initiativem Wort: das Heer jener G c n t r y - L u f t m c n s ch e n, »Wie^esMngarn seit jeher eigerrtümlich war. Daß^das Gesetz über den Numerus clausus auch heuer aufs'strengste durchgesührt wird, ist selbstverständlich. Der derzeitige ^Rektor der Budapester Universität, Professor Dr. Josef Szinaycef, genießt den Ruf eines besonnenen, jeder Politik fernstehenden Gelehrten. Er läßt in seinen Verfügungen keinest Zweifel'darüber aufkommen, daß er nicht gewillt sei, den Studiengang durch politische Umtriebe nichtstuerischer Studiosi stören zu lassen. Auch der Dekan der philosophischen Fakultät, Dr. Valentin K u z s i n s k y, gibt in seiner Kundmachung an: schwarzen Brett der sicheren Erwartung Ausdruck, daß die Jugend innerhalb der Adauern der Universität sich in einer der ernsten Arbeit würdigen Weise verhallen und sich jeglicher Störung der Ordnung und der Disziplin enthalten werde. Im entgegengesetzten Falle werde er auch vor den strengsten Maßnahmen nicht zurückschrecken. Ob diese guten Vorsätze auch durchhalten werden, hängt jedoch nicht von Rektor und Dekan, sondern von der Gnade der rassenschützlerischen Führer ab. Und, da sind die Aussichten recht düster. zionistische Lrganisatiou. Der Parteirat hält seine nächste Besprechung nicht Sonntag vormittags, sondern Dienstag den 1k. d., um 8 Uhr abends, 2. Bcz., Laborstraße 20 a. Die nächste Sitzung des Zionistischen Landeskomitees: Dienstag den 18. d. um 6 Uhr abends, 2. Be;., Tabovstraße 20 a. Lokal komitee: Nächste Besprechung morgen Montag um einviertel 8 Uhr abends, 2. Bez., Taborstraße Nr. 20 a. Die Mitglieder des Lokalkomitees werden gebeten, spätestens bei dieser Sitzung die Berichte über die verflossene Arbeitsperiode, die gewünschten Listen in doppelter Ausfertigung sowie die noch a u s st ä n d i a e it Parteilt euer bet rüge mitzübringen. Sie österreichische Auswanderung. Statistik über den Monat August und über das erste Halbjahr 1923. Tie geringfügige Verminderung der Auswanderung im Monat Juli hat auch im August ihre Fortsetzung gefunden. In diesem Monate haben im ganzen 1405 Personen Oesterreich verlassen. Von ihnen wandten sich nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika 1204, nach Brasilien 98, nach Argentinien 60, nach Kanada 13, nach sonstigen Ueberstrländern 30. Von den Bundesländern steht das B u r g e n l a n d enterster Stelle mit 598 Personen; ibm folgen Wien mit 283, Niedcrösterreich mit 203, Steiermark mit 146, Kärnten mit 85, Oberösterreich mit 50, Tirol mit 21, Vorarlberg mit 15 und Salzburg mit 4 Personen. Nach Berufen gehörten an: der Land- und Forstwirtschaft 230, dem Stande der Hilfsarbeiter und Taglöhner 142, dem Hanshaltungsperfonale 120, den metallverarbeitenden Industrien 88, der Industrie in Maschinen, Apparaten usw. 69, der Bekleidungs- und Putzwarenindustrie 59, dem Baugewerbe 73, dem kaufmännischen Personale 32. Ter Rest verteilt sich auf die anderen Berufe. Von den Ausgewanderten waren 835 Personen männlichen und 570 weiblichen Geschlechtes. Ledig waren 950, verheiratet 455- Auswanderer; ganze Familien sind ausgewandert 155 mit 410 Personen. Für das e rcht e H a l j a h r 1923 ergibt sich eine Gesamtzahl an Auswanderern von 7 8 4 3 Personen; sie weist gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres eine Steigerung von 4 2 0 7 P e r s o n e u auf. Die meisten Auswanderer wendeten sich nach den Vereinigten Staaten, und zwar 3634; dann folgten als Emigrationsziel Brasilien für 2417, nach Argentinien für 1631 Personen; von den Emigranten 5m.uen aus dem Burgenland 3180, aus Steiermark 1 2 5 0, aus R i e d e r ö st e r r e ftch 1180, ans W i e n 1 0 8 4, aus Oberösterreich 444, aus Kärnten 380, aus Vorarlberg 117, ans Tirol 112 und aus Salzburg 96. Tie größte Zahl der Ausgewanderten wurde von der. L a n du n d F o r st w i r t s ch a f t mit 1499 Personen betgestellt, dann folgen die Hilfsarbeiter mit.655, die Metallarbeiter und das Haushaltungsversonal mit je 529, das Baugewerbe mit 444 und die Maschinenindustrie mit 332 Personen. Wiener Pelzmode-Rnsstellung. Die Wiener Pelzmode-Ansstellun^ wird nunmehr dom fl. bis 21. Oktober 1923 in den Prunksälen der Wiener Hofburg stattfinden. Die Ausstellung wird nicht nur die Wiener Kürschnerarbeit vorsühren, sondern auch ein Spiegelbild der Wiener Mode sein, da auch erste Wiener M o d ef i r m e n mit ihren Erzeugnissen auf der Ausstellung vertreten sein werden. Von besonderem Interesse ist, daß auch der O e st e r r e i chi s H e Wintersportklub -diese Gelegenheit wahrnimwt, um wieder mit einer Wintersport-Ausstellung in die Oeffentlichkeit zu treten. 2er erfuri&ene Etraßenbahudiebstahl des Zefraudanten. Am 14. Juli 'd. I. erschien der Skontist Johann Schüsse r, der seit 14 Tagen im Dienste der Firma Stölzle u. Co. A.-G. für Glasfabriken in der Rechten Wienzeile angestellt war, im Polizeikommissariat Innere Stadt und zeigte an, daß ihm kurz vorher von einem unbekannten Manne während der Fahrt auf einem Straßenbahnzuge aus seiner großen ledernen Tasche ein Betrag von 67 Millionen Kronen, die er eingehüllt verwahrt hatte, gestohlen worden sei. Die Sache blieb bis jetzt unaufgeklärt. Am 10. b. erhielt nun die Firma Stölzle von der Klavierfabrik Rudolf Stelzhammer in der BavnaDengMe eine ^AMrift, in der-die^Wma üch bei Wiener Morgenzeitung. Ausländer Exporteure kaufen am vorteilhaftesten erstklassiger Qualität und Ausführung bei ■ ■■ 4 1 Regmann, GummimäntelfabrlA, Wien m III., Beatrixgasse 26 Tel. 585 III., Heumarkt 7 Stölzles Söhne über einen gewissen Johann Schusser bezüglich seiner Kreditfähigkeit erkundigte. Dieser Mann war niemand anderer als der Anzeiger in der angeblichen DiebstahlSaffäre. Es stellte sich nunmehr heraus, daß Schusser mit der Klavierfabrik in Geschäftsverbindung getreten war, um einen Heilten Flügel im Werte von 15 Millionen Kronen für seine angebliche Braut zu erstehen. Schusser legte schließlich nach hartnäckigem Leugnen das Geständnis ab, die Veruntreuung ausgeführt und zu deren Vertuschung den angeblichen Diebstahl auf der Straßenbahn erfunden zu haben. Dir 67 Millionen hat er beinahe vollständig verausgabt. Unsicheres Wetter. Das Wetter hat sich wesentlich verschlechtert Gestern morgens regnete cs in Kärnten und Steiermark, im übrigen Oesterreich war es trübe. In Wien regnete cs mittags, sonst ist es überall bewölkt. Die Mittagstcmpcraturen blieben unter 20 Grad. Voraussage: Veränderliche Bewölkung, uusi-t'-ves Wetter, Regen nicht ausgeschlossen. Übermäßige Preise. Die Polizeidircktion hat die Wahrnehmung gemacht, daß die Preise lebenswichtiger Bedarfsgegenstände in der letzten Zeit in einem Ausmaß sich erhöht haben, mie es in denwirtschaftlichen Verhältnissen keineswegs begründet ist. Die Wirischastspolizei und die Bezirkspolzeikommissariate wurden daher angewiesen, 'dieser Erscheinung ihr besonderes Augenmerk zuzutvenden. Aus diesem Anlaß wird in Erinnerung gebracht, daß Geschäftsleute, welche offenbar übermäßige Preise für feilgebotene Bedarfsartikel fordern, nach dem Preis ---' w*}* gefetz empfindliche Strafen zu gewärtigen haben. RWZsng der Fleisch- und Fettpreise. Das Nachlassen der Lebendvieh- und Fleischpreise trat auch im Detailhandel erfreulicherweise in Erscheinung. Sämtliche Fleisch- und F e t i s o r t c n haben sich verbilligt. Tie/ Preisrückgänge betrugen bei Nindflcisth 1000 bis 2000 K., bei Kalbfleisch 4000 bis 6000 K. Der Verkehr war, wie gewöhnlich am Samstag, schon in den frühen Mvrgcnstuilden in der Großmarkthalle lebhaft. Auch ans den G r ü nwa re nmä rk ten war die Beschickung reichlich ausgefallen. Auch hier herrschte lebhafte Nachfrage. Besonders flott erfolgte, der Ahsatz von einheimischen Kartoffeln. die niederösterretchische Bauern auf den Ne.schmarkt gebracht hatten. Tie Preise blieben im großen und ganzen u n v e r ä n d e r t, bloß Paradeiser haben sich weiter im Preis ermäßigt. Der Preisnachlaß betrug 300 bis 1000 K. beim Kilogramm, so daß sich heute ein Kilogramm Paradeiser ans 1700 bis 2000 K. stellte. Tic C b slz u s u hr c n sind gleichfalls reichlich ausgefallen und übersteigen in manchen Sorten den Bedarf. Namentlich Zwetschken ans Niederöfterrrich sind stark vertreten. Auch aus diesem Gebiete blieben die Preise so ziemlich unverändert. 'Eier und B n t t c r*s!ehen in genügenden Mengen zur Verfügung, trotzdem ist keine E r m äßignng zu verzeichnen. Sie SchttkmMmmstalttmg des 1.W.N.T.K, Wir bringen nachstehend nur die Resultate und kommen au das Meeting noch zurück. I u a' e n d - R n ck e n \ ch w i m men 100 M e t e r Vesetzki(W A.S.K.) 1:31,9, Kern (W.A. C. 1:36,4). Anna Fuch- (Danubia). R e k o r d v e r s u ch Steffi Fuchs (Danubia über 2000 Meter geglückt. Zeit: 3:29,9. I uff e n d s p r t n g e n: Staudinger (W. A. S. 27 P.) 1. Klein (Hakoah, 24 P.) 2. F l i e g e r st a f f e l 8X 93 M e t e r: W. A. S..2.54, 1 W. A. S. K. 2,55, 2. W. A. C. 3. Herren 200 Meter Brust: Pollak (Hakoah 3:24,18), Musil (Donau),' Hafte (Hakoah). Ein ganzer Vorlauf darnuter Erber, Weisz (Bayern 0,7) und Zenk (W.A.S.K.) dis' qualifiziert. , I u g e n d l a g e n st a f f e l 3 X 6 6!/j Meter W. A. S. K. 2:43,2, Hakoah 2:44, Austria 3:04. K n a b e tt 10 0 Wc c t c r SÖ r it st: Loderer (W. A. S. K.' 1:46,6, Krotz (Austria), Flesch (Hakoah). H e r r e n 10 0 M e t c x Ot ü rf c n: Gropper (Augsburg 1:21), Seitz (Bayern, 1:21,2), Reich (W. A. S. K.), Alte Herren, 0 6'V, Meter:. Scharf lW. A. S. K 0:47,9). Hager (W. A. (?.), Dr. Blau (W. A. E.). ‘ I tt gend 100 M eiet Brust: Staudntgrr (W. A S. K. 1:35,4), Schlager (Attstria), Wetter (Austria). * Kohlrnverforgung auf Raten für Staat Tie Hauptleitung der Bereinigung der Faunlieuerhalter unter den öffentlichen Angestellten Oesterreichs hat mit einer Kohlengroßfirma ein Abkommen geschlossen, tvelches ihre Mitglieder in die Lage versetzt, den heurigen Winterbedarf an Kohle in sechs Monatsraten zu bezahlen. J::t September erfolgt die erste Einzahlung des sechsten Teiles der Schuld, an jedent weiteren MonatSersten werden die anderen fünf Sechstel bezahlt. Nach der zweiten Rateneinzahlung erfolgt die erste Halblieserung (Oktober), nach der vierten Einzahlung die Nestliefmmg (Dezember). KohlenpreisbasiS pro September: Dombrowaer Kohle ans Tiefschqchten 915 K., prima oberschlesische Kohle 1139 K., i n b egriffet: Zustellungsgebst.hr 60 K., Versackung und Abtragung, in den Keller 60 K. Nähere Prospekte und Bestellungen in der Hofburgkanzlei der Vereinigung täglicü von halb 4 bis 7 Uhr abends. 16. Äpkemiber 1923 Nr. 164$ * Aerztliche Nachricht. Unsere Gesiuttmegsgenchsin Doktoi Mclla Pappen he im ordiniert .gegenwärtig Am Hof 16. * Schularztensstclle. Am jüdischen Realgymnaftum 2. Bez.. Castellezgafse 65. gelangt die Stelle eines »Schulärzte) zur Besetzung. Gesuche an die Direktion bis spätestens 20. d Persönliche Vorstellung notwendig. * Ausschreibnna von Jngettdarztstellen. Für die ärztlich Fürsorge für Säuglinge, Kleinkinder, Schulpflichtige unk Jugendliche kommen bei beit städtischen Bezirkssugendämter» mehrere Jugendarztstellen zur Besetzung. Diese Merzte werdet vertragsmäßig bestellt und sind verpflichtet, dreimal wöchentlich, während zwei Stunden in d'.n ärztliche( Mütterberatungsstellen ärztlichen Rat zu erteilen. Die morrat liehe Entschädigung hierfür beträgt ungefähr 86 0.000 K. Bo Werber müssen die üsterr. S tagt sbürgerschaft, das »nedizinisch Doktorat und eine Spezialausbildung in Kinderheilkunde uns Säuglingsfürsorge Nachweisen. Gesuche bis läirglstcns 10. OB tob er an das städtische Gesundheitsamt, 1. Bez., Rathaus streße 9. Nähere Auskünfte beim dort befindl-ichen Jugendamt * Ein Studentenheim. Wir erhalten vom Verein zur Er richtu-ng und Erhaltung von Studeutettlheintett folgende Ftr -schrift: Es ist uns gelungen, das Schülerpenisionat. 16. Bez. Bruderntanngasse 9, für die llnterbriug'.tng ntittello-ser Hoch schüler zu erhalten. Der Verein »hat »daher die Absicht, ak 1. Oktober d. I. zchn arischen und zehn jüdischen mittellose, Hochschülern Unterkunft -nnb Verpflegung tt n e n t g e i Nie zu gewähren. Die hierzu notwendigen Mittel, .welche Pr/ Studenten siir Unterkunft, Verpflegung, Beleuchtung, Be Heizung usw. 12,000.000 K. Pro Jahr betragen, müssen. erst durch Spenden aufgebracht werden, um dem Verein di Möglichkeit $u bieten, diese Hilfeleistung zu vollbringet:. D« -Verein tvettdet sich daher au die OeEentlickfleit mit dcr^drirr gendett Bitte, dieses Hi'lfswerk durch Einsendtmg von Speit .den zu ermöglichen. Spenden in jeder Höhe ü»bernim-'.nt da: General,'ekretariat, 18. Bez.. Schopenhauerstraße 62. 1. Stock Tür 9. * Bahnhofrundvcrkeln. Heute werden die Züge im Bahn, hofrlmdverkcbr in beiden Fahrtrichtungen normal geführt. Bo, morgen bis einschließlich Samstag den 22. d. wird der Bahuhosruudverkehr zwischen Mariahilserstraße ttnd ÄlatzlcinS dorserPlatz in der Fahrtrichtung vom Meflbahnhoi;uut Süd. bahnhof über die Linie 6 und rnorgen außerdem zwischen Matzleinsdorferplatz ttnd Favoritenplatz in 'Selben Fahrtrich tnugen üU.r die Gudrnnstraße—Favoritenstraße—Lgxcnburgcv straffe geleitet. * Verbesserung der Straßenbahnlinie 48. Di>? Direkt io, -der Straßenbahnen hat das ausgelassene Schöpfwerk in de« Teichgasse angekanft und itt eine Persona lab loseste I! c mngl> wandelt. Dadurch ist es möglich geworden, daß die Linie -18 al Teichggsse -betrieben werden kann. Die neue Lmiensü'hrnng et» folg: zum ersten ONale am Dienstag. * Der Versuchung erlegen, -tzlm 12. d. wurde .der 4-5jähr-ig» Aushilfsdioner "August Dinger von seinem Dienstgeber den Gesellschafter Rudolf Rieding er beauftragt, sin Paket mir 2 8 M i l l i o n e tt Krone n bei dem Bankhaus I. P i n k a s 1. -Bez., Herzgasse 7, abznliefern. Der Diener kam pünktlich zr dem Bankgeschäft, fand es jedoch geschlossen. Statt -nun dak, Geld wieder ordnungsgemäß abznfnhrcn, konnte er nicht de» Versuchung widerstcl-en und entnahm de-m Paket zuerst eine» geringen Betrag. Dann ober besuchte er Kaffee- und Gast. Häuser, und hier fand er auch bald den nötigen „gcsellschaft,-. -iichen" Anschluß von Frauen und Männern, die mit ihm ent^ seine Rechnung darauf loszechten. Diese Gele gen hei-, benntzti anscheiu.'nd auch einer ans -dieser zweifelhaften Gesellschaft, \wv noch aus eigene -Rechnung Geld zu stehlen. Durch seine großen Geldausgaüen in den verschiedenen Lokalen wurde jedoch du SichcrheitStvache aus den Manrt ausmerksa-m. der schließlich verhaftet wurde. Am Kammissariate Währing fand man in seinem Besitze von dem vernntrenten-Gclde nur mehr einen- Betrag von 15 Millionen Kronen. Die polizeilichen Erhco.-l'.b' gen zur Ausforschung der Begleiter des Dinger sind cinge-. - -leitet, er selbst wurde nach Abschluß der Erhebuugett dem Lau, dcsgerichlc eingeliesert. * Deutsche Milliardennoten. Wie die Blätter hören.!verden Äcontag Rrichsbanknotett zu 500 Millionen uns int Lauf? der nächsten Woche Roichsbauk-tsot-cn zu einer Mitliar-de INark in den Verkehr gebracht werden. * Tie Warschauer Judenheit für die Erdbrbcnopfer in Japan. Die Warschauer jüdische Gemeinde -hat beschlossen, fünf Millionen polnische Mark zugunsten der durch die Erdb.benkataftrophe in Not geratenen japanischen Kinder zu überweisen. Das Warschauer Nabbinat hat einen Aufruf zngnnst.'it der Hilfe für das zerstörte Japan ertasten. In den Rosch- Haschanah-Tagen wurden in den Warschauer Synagogen A ndachten für die bei der Katastrophe Ümgekom-metten -abgehalten. ((I. E. B.l * Der Bauplatz für das Warschauer Akademikerheim ge^ sichert. Das Komitee des jüdischen Ak-ademikerheinls tvatwra sich vor kurzem an die Vevtva-lt-ung de-r jüdischen Gemeinde mit 'dem Ersuchen, eineck Bauplatz für das jüdische Akademiker« heint zu ftift'.m. Die jüdische G-memdeverw-altung hat daraufhin in- -ihrer letzten Sitzung beschtosstn, für den -Bart des Midemikerheims ein Areal zur Verfügung zu stellen. * Mgeordneter Grüubamn reist nach Palästina. AuS Warschau wird uns gemeldet: Llibg-eordneter G r ün b a u in begibt sich am 10. d. nach Pa last-in a. wo er Mehrere Wochen zwecks Studiums der dortigen Verhältnisse weilen wird. Abgeordneter Grü-ubanm wurde von der vstgalizischeu -und rnmänifchen Zionistischen Organisation eingeladen, vor seiner Abreise itt »den größeren »Städten Ostgalizi-erts und Rumäniens Vorträge über den 16. Ji-onistenkongr-eff zu halten. * Die Evforschuna der Lhbischen Wüste. Ans Kairo wird gemeldet: Der berühmte ägyptische Forscher Ahmed Bei Moham»med Hussa ne-in hat nach Durchquerung der ganzen Lhbischen Wüste, von Südnach Nordafrika, am 19. Juli Ghartum, die Hauptstadt des Sudan, erreicht. Diese Forschungsreise nahm siebeneinhalb Monate in Anspruch nttb Ahmed Bei ist der erste Reisende, >dem die Durchquerung des ganzen Gebiets ohne störenden Zwischenfall geglückt i»st. Der kühne Forschungsreisen»de traf an verschiedenen Punkten Siedlungen und Gemeinwesen, die >biÄM der Äktßenwelt unb> k-annt waren, und stieß auf Asr-ikcuve'rlsiedllt-ugjen mit einer ihrer Rasse eigentümlichen Kultur. Ahmed brachte von seiner For« schungsrei-se seltsame Waffen und Kriegsgeräte mit. deren sich die Stämme in'ihren Kämpfen gegen»einander bedienen. Der Erfolgreiche Forscher erhielt aus Anlaß »des Abschlusses seiirer Reise zahlreiche Glücktvimsche, so vom König Fuad, vom. Ministerpräsidenten. vom Lord A»ll.enbh u. v. a. Ahmed Bei wird anläßlich der im kommenden Jahr in Aegypten abzuhaltenden Konserenz der Internationalen ^geographischen Gesellschaft eitte,: ausführlichen Bericht üiber die Ergebnisse seiner Forschungsreise erstatten und seine auf der RÄfe evwockbene wertvolle Sammlung ausstelten. * Antisemitismus — ein religiöses Gebot! Wie aus R egensburg gemeldet wird, hat dort der Münchner Domvikar Dr. Pieper in einer deutschvölkischen Versammlung über das Thenta „Nationalsozialismus und Christentum" gesprochen und wörtlich das folgende gesagt: „Da Gott selbst di« Rassenunterfchisde gewollt hat. ist es Pflicht jeder Raffe, sich von Fremdkörpern rein zu halten. Also ist auch der Antis-emriti-s'-mus nicht nnchristlich, sondern Gebot." Jedenfalls', ein würdiger Vertreter der Lehre, welche sich die Religionder Nächst-.mlieberrenntl . ' 04532631