Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1648 (15.9.1923)
- Date
- 1923-09-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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beite 6 Wien, Gamstag Bühne und Kunst. Da» Roffer-Gastspiel jm Redoutenftral der Hofburg besinnt DormerStag den 20. d. mit der Erstaufführung des Älsstspielr ,/DaS höher« Lehen" von Hermann Sudermapn in der Origtnalibefetzimg und InMnierung der Berliner .Rotier-Bühnen^ Als nächste Anffichrnng folgt „Lady Wi nd« r zu e r 8 Fächer" von Oskar Wilde/ Sodann folgen ,Me»u wir Toten erwachen" von Henrik Ibsen und Kameraden" von August S tr i n d b e rg. ferner werden vorbereitet „George D a n d i n" von Möllere nnd Goethe s ,„D i e M it schuldigen" und „Die Laune d«» Verliebten". Der Vorverkauf hat begonnen. Fra» Gema yeberall Ms Brooklin bat durch Herrn Professor S. Braslavsky der Orchestersektion der Hakagh'eine Svende vag 2,000.000 K. iiberweisen lassen. Die Sektion spricht ans dieftm Wege der edlen Spenderin ihren innigsten Dank aus. Ziehrer-Feste. Wenige Monate sind verstrichen, seit Mtmeister Zt ehre r unter den traurigsten Verhältnissen gestorben ist. In Wien scheint man längst vergessen $u haben, welche Verdienste sich Ziehrer gerade um die Wiener Note in der Musik erworben har. Um so erfreulicher ist es. daß man wenigstens außerhalb Wiens die Pietät höher hält, und daß z. B. in Innsbruck eine ganze Reihe von Ziehrer-Vorstellungen vor auslverkauften Häusern stattfanden. Mn Wiener Ensemble, eine Reihe von Zishrer-Gerehrern. an deren Spitze der Schriftsteller Boyer-Berghof stand, machte sich an die dankenswerte Aufgabe, Ziehrer-Meisen, unvergeßliche Klänge ans einer schönen, friedlichen Zeit, zur Auferstehung zn bringen. Auch Bade n bei W ie n hat kürzlich eine Ziehrer-Vorstellung veranstaltet, und Zwar wurden des Meisters „Landstreicher" gegeben, die stürmischen Beifall fanden. Im Vorrairme der Arena war ein Bild Ziehrers, von reichein Blattischmnck umgeben, aufgestellt. In einer Loge wohnte die Witwe Ziehrers, sichtlich ergriffen, der Vorstellung bei. Wohltätigkeitsvorftcllung. Die Direktion des Theaters an der Wien gibt dem Präsidenten der Metropolitan Opera in New-Dort, Herrn Otto H. Kahn, zu Ehren anläßlich semer Anwesenheit in Wien eine Festvorftellung. welche Freitag den 81. d. um halb 11 Uhr abends (Nachtvorstellung) im Rahmen eines Theatre paree stattfinden wird. MW Günther und Hubert Marischka haben die Hauptrollen in uneigennützigster Weise übernommen. Die Veranstaltung des Abends liegt in den Händen von Fritz W-reede und ist der gesamte Reinertrag der Wiener Freiwilligen Rettnngsgesellschaft, Sektion 6. Bezirk, gewidmet. Da der Großteil der Logen und Sitze den auswärtigen und politischen Spitzen der Behörden reserviert ist. gelangt nur eine beschrankte Anzahl der Karten zum Verkauf. Vormerkungen an der Kasse des Theaters an der Wien. Gustav Müller, der vortreffliche Komiker und verdiente Theaterdrrektor, beging die Feier seiner dreißigjährigen Bühnentätigfeit. Sie wurde im Rahmen einer Ausführung des „Schwarzwaldmädel" am Wiener Stadttheater begangen. An die gelungene Vorstelluna schloß sich zu Ehren des Jubilars ein reicher bunter Teil. Gustav Müller war Gegenstand zahlreicher Ehrungen und dankte in einer launigen Ansprache. Am den Theatern. Wochenspielplan der Staatsoper. Morgen Sonntag: Farmen" (halb 7 Nhr). Montag den 17.: ,.R i g o l e t t o" <7 Ahr); Herzog — Herr Fritz Krauß von der Münchener Staatsoper als Gast. Dienstag den 18.: „Wiener Walzer", „Die PupPensee", „Sonne und Erde" (7 Uhr). Mittwoch den 19.: „D i e I üd i n" (halb 7 Uhr); Eudora — Frau Rena Pfisfer als Gast. Donnerstag den 20.: „Mignon" (7 Uhr). Freitag den 21.: „Cavalleria r u st i c a n a". ,/D e r Bajazzo" (7 Uhr). Samstag den 22.: „Don Juan" (7 Uhr); Ottavio — Herr Kammersänger Fritz Krauß von der Münchner Staatsoper als Gast. Spielplan des B n r g t h e a t e r s. Morgen Sonntag (zu erhöhten Preisen): „Was ihr wollt". Montag den 17.: „Die v e r s u n k e n e G l o ck e". Dienstag den 18.: „R o f enmontag". Mitkwoch den 19.: ,Kinen Jux will er sich machen". Donnerstag den 20.: „Biel Lärm um nichts". Freitag den 21.: „Torquato Tasso". Samstag den 22. (zu erhöhten Preisen): „Caesar u n d Eleo p,a tra". Sonntag den 23. s;n erhöhten Preisen): „Geschäst ist Geschäft". Sämtliche Vorstellungen beginnen um 7 Uhr. Akademietheater. Morgen Sonntag (zu erhöhten Preisen): „Tageszeiten der Liebe". Montag den 17.: .Muubury". Dienstag den 18.: „Tage sze kten der Liebe". Mittwoch den 19.: „Der Kreis". Donnerstag den 20.: „Tageszeiten der Liebe". Freitag den 21.: ,-Der Raub der Sabinerinnen". Samstag den 22. (zu erhöhten Preisen): „Der gute König". Sonntag den 23. (zu erhöhten Preisen): Tageszeiten der Liebe". Sämtliche Vorstellungen beginnen um halb 8 Uhr. In der V o l k s o p e r wird heute „L o h e n g r i n" rjU den Gästen Anton Ludwig in der Titelrolle. Marie Schneider-Plaut als Elsa und Max Kr jener als Telramund gegeben. In: Deutschen V o l k s t h e a t c r gelangt heute durch Direktor Bernau neu. einstudiert Ibsens dramatisches Gedicht ,/jZecr Gynt" zur Aufführung. Die Vorstellung beginnt um 6 Uhr. Ra i m u n d - Th e a t c r. Mährend der ganzen kommenden Woche geht allabendlich „Der liebe Augustin" in Szene. Morgen Sonntag, nachmittags halb 3 Uhr: „Die Webe r". _ Gerichtssaal. Bier Wachleute als Einbrecher. Beim Landesgericht 2 hatten sich gestern vier ehemalige Angehörige der Wiener Sicherheitswache, und zwar die Revierinspektoren Ferdinand Bayer, Robert Matias und Karl Hatraka, sowie der Oberwachmann Christian Wolhert wegen Verbrechens des vollbrachten und der? Zuschriften au die RedaMon sowie unverlangt einlangenden Manuskripte» wolle «an stets Rückporto beilege«, da sonst «ine Beanl- «ortung» beziehungsweise Rücksendung nicht ersolgen kann. - r _Wiener Morigenzetturrg._ sucht in P sehst g h hr z» vtzränffvopssn, Psx StrqfWirqg legt ihnen zur Last, daß die vier zur Zeit, als sie noch im aktfven Dienst tätig tvaren, sowie späte? verschiedene Elnbruchsdiebstähle, meist in SchreberhMen, verübt außerdem hätten Hatraka und Wolfert gemeinsam ihrem Kumpan Bayer die einer Fr»n in Dörnbach gestohlenen Kleider und Effekten gestxchlen. Sämtliche Angeklagte wurden bereits aus den: Verband der SiHerNWM hjszWnür . euslassep, Hatraka bekannte sich schuldig und sagte: „Wir hatten dem Bayer und Matias schon lange in Verdacht, daß sie im Dienste Unredlichkeiten begehen und Nkvtias selbst hat mir einmal gestanden, daß er, wenn er für seinen Schrebergarten etwas brauche, sich diese Sachen von anderen Schrebergärtnern zu „verschaffen" wisse. Deswegen habe ich eines Nachts ans Neugierde in der Schreberhütto des Payer nachgeschaut. Wie ich dort die Sachen liegen gesehen habe, ist mir der Gedanke gekommen, sie mitzunehmen. — Richter: Sie waren wohl der irrigen Auffassung, daß man einen Dieb straflos b e st e h l e n darf. Der Angeklagte Wolfert gibt an, daß Hatraka ihm einen Anzug geschenkt habe, den er annahm, obwohl er wußte, daß er gestohlen war.. Matias bekennt sich nicht schuldig nnd ebenso Bayer, der Hauptbeschuldigte im Prozeß, der alle Beschuldigungen bestreitet. Hatraka sei ihm feistdlich gesinnt und er habe den Eindruck gehabt, daß er gegen ihn etwas im Schilde führt. Cs kommt zu einer Konfrontation der Angeklagten. Wolfert und Hatraka sagen es den Leiden anderen ins Gesicht, daß sie ihnen die Diebstähle zu gestanden haben und daß Hatraka mit einer Anzeige gedroht habe. Der Richter erkannte Karl Hatraka des Verbrechens des Diebstahls, Khristian Wolfert der Diebstahlsteilnehmung für schuldig und verurteilte Hatraka zu vier Monaten schweren Kerkers, Wolfert zu zwei Monaten einfachen Kerkers. Bayer und MatiaS wurden mit der Begründung freigesprochen, daß gegen sie bloß aus Grund der belastenden Angaben der Mitangeklagten «in Schuldspruch nicht gefällt werden konnte. Der Staatsanwalt Meldete in allen F ä l l e n die Berufung an. Wenn man Hakenkrenzlervlakate abreibt. Gestern fand im Bezirksgerichte Leopoldstadt eine Verhandlung gegen den Kaufmann Erwin Winter stein statt, der wogen Herunlerreißens von Hakenkreuzplakaten von einer Mauer angeilagt war. Der Angeklagte wurde freigesprochen, weil erwiesen war, daß es sich um Plakatre-ste gehandelt habe, die keinerlei Wert darstellen. Die Plakate der Hakenkreuzler müßten von a m t 8tvegen entfernt werden,' weil sie alle Merkmal: der gemeinsten Aufreizung enthalten! .- v -er Geldgeber der PolenmaMycher. Am Bahnhofe in Lundenburg wurde vor einiger Zeit bei der Zollrevision eine gewisse Esse Stockhammer verhaftet, die im Doppelboden ihres Reisekoffers 3177 Stück Zehntgnfendmarkscheine führte, die sich Äs Falsifikate erwiesen. Die Erhebungen der Wiener Polizei führten zur Aufdeckung einer Fülschevgesellschast, deren Haupt, wie erinnerlich, der Chemigraph Rudolf Zhismann war, bei dem in der Werkstätte »in ganzes Atelier zur Fälschung der Polenmark vorgefunden wurde. Unter den Beteiligten an dieser FAfcherbande befand sich auch der Kaufmann Josef Silb erst e i n, welcher als Geldgeber der Gesellschaft fungiert halte. Silberstein war der Mitschuld an diesem Delikte und der Urkundenfälschung, allerdings ohne SchädigungSabsicht, schuldig erkannt worden, weil er für »inen gewissen Abramowie^ der in der Sache d:r Fälschungen eine Reise nach Berlin unternommen hatte, au der Fälschung des Passes miGeteKvgt gewesen sein soll. Silberstein, der behauptete, kränklich zu sein, war geständig, sich an dem Unternehmen des Zhismann beteiligt zu haben, stellte aber seine Mitwirkung an der PaMffchung in Abrede. Im Zuge der Verhandlung beantragte sein Verteidige':, Dr. Preminger, die Vernehmung zweier Zeugen, die ihm geteilt hatten, daß Silberstein geistig nicht normal sein dürste. Der ehemalige Oberleutnant JurkowieS, der 'den Silberstein im Zivilintermertenlager in Budapest kennen gelernt hatte, schilderte ihn als vergeßlichen Menschen, der aus ihn den Eindruck gemacht habe, als ob er nicht normal sei. Ein zweiter Zeuge,, der mit Silberstein in Untersuchungshaft war, erzählte, daß SiWerstein Blödsinn redet, so ihn fragte, ob er in der Untersuchungshaft vom Judentum zum Katholizismus übertreten und ob er sich an den Seelsorger wenden könne. Dr. Preminger hatte nun den Antrag gestellt, auf Grund der Aussagen dieser Zeugen, dir sich ans dem Zuschauerrauim gemeldet halten, den Geisteszustand des Srbberstein zu untersuchen und das Verfahren gegen ihn auszusche-iden, welchen Antrag der Gerichtshof ablehnte. Bei .der Fragestellung beantragte der Verteidiger die Stellung einer Zusatzfrage wegen Geistesstörung. Auch die Stellung der Znsatzfrage wurde äbgelchnt. Silhevstein Wurde einstimmig schuldig erkannt und zu vier Jahren schweren, verschärften. Kerker verurteilt. Vor den: Oberster Gerichtshof beantragte gestern Doktor Preminger in der Nichtigkeitsbeschwerde des Verurteilterr die Aufhebung des Urteils, weil auf Grund der Aussagen der unbeteiligten Zeugen zumindest solche Zweifel an der geistigen Kraft des Silberstein entstehen mußten, daß die Ueberpvüfung seines Geisteszustandes zuzulassen war. Auch hätte die Frage auf Sinuesverwirrung gestellt werden müssen, und der Hinweis aus die mögliche Berueiuuug der Hauptfrage sei nicht genügend. Nachdem der Vertreter der GemrÄstaatsanwaltschüst die Verwerfung der Nichtigkeitsbeschwerde beantragt hatte, verwarf der Oberste Gerlchtsbof die Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet-' 15. September 1923 Nr.' 18« MMR» Krone ---- HMM Auszahlung Mn ---- 0.0079% Srntimer. eis, /q ia/Q Iu Zürich notierte 14./9. ' 18./0. b{c österreichische stroue ...... 0.0079"/, 0.0078Vi Re österr. gestempelte Krone .... 0.0079*/, 0.0079 die tschechisch« Krone ....... 10.92 V, 16.75 die Mark . ... , . O.OOOOOH 0.0000044 Holland ............. 239.88 WO.- New-Uork.. 864.50 590.86 London ...... . . 85.64 25.47 Paris .. 82.00 83.20 Mailand . 94.98 34.88 13olgrad.,»»»'« 6.40 8.10 Bukarest . 2.88 2.89 Sosts 6.55 5.80 Budapest .. 0.03 Q.Q8 Warschau .. 0.002Q . 0.0089 Ser Ausweis der Seutschen AeWbauh Der Ausweis der Reichsbank vom 31, August zeigt, daß die Jnanspruchnahnre der Bank während der letzün Augusftvochrn jn dem mtastraphalsir Tenrpa der Bpvsvychen sortschritt. Jnnechasb Monatsfrist hobelt dlnsage uch Notenumlauf sich xmb versechzehnfacht. Die enouM Steigerung der ^sanften Kapitassaiftage entfiel auch in her vierten Augnstwoche wieder überwiegend auf hie Schatzanweisungslbestände der Bank, die ausschließlich durch Neuauspr-üche des Reiches mx 480,3 aitf 987,2 Billionen Mark Zunahmen. Die Dechselbestäude Vermehrten sich um 74,9 auf 164,6 Biuronieu Mark, die Lombardfordernngen um 6,5 aus 25,3 Billionen Mark. Vom den Gegenwerten der neuaiffge- «vmnrmen Kredite veMieberr der Bank 264,8 Billionen Mark bei den fremden Geldern, die sich damit auf 591,1. Billionen Mark hoben; der größere Teil witrde der Bank in Zahlu-ngsmitteln entzogen. Der Ban-knotennntkauf wuchs -demgemäß um nicht weniger als 389,3 auf 663,2 Billionen Mark. Der Umlauf an Darlehenskassenscheinen ging von 11,4 auf 11 Milliarden Mark zurück. Der Goldbestand vermürdvrte sich insgesamt um 1,6 auf 510,5 Millionen Goldmark, und glvar nahm der Goldkaffcnlbestand um 2,9 Millionen Mark ab, während -das Goldtzvpot im Auslande eintzn kleinen Zugang um 1,3 Millionen Mark aufweist. An Münzen aus unedlem Metall flössen in der Berichtswoche 1,1 Milliarden Mark ab. Die Reichsdarlehens-kassen erhöhten ihre Ausleihungen um 1,2 auf 14,2 Billionen Mark. Sie lieferten einen dieser Zunahme entsprechenden Betrag an Darlehenskassenscheirren an die Reichsbank ab, deren Bestände sich infolgci'rssen auf 14,2 Billionen Mark ausdehnten. Der Geldverkehr Rußlands mit dem Auslande. Gegenwärtig ist, wie die Wirtschaftsberichte aus dem Osten melden, her gesamte Valuten- und Devisenverkehr im Bunde der Sowjetrepubliken m den Händen der Staatsbank der S. S. S. R. konzentriert, dieses Recht soll jedoch in absehbarer Zeit auch auf andere Kreditorganisationen übertragen werden. Geldüberweisungen aus den: Auslande nach Rußland dürfen mir durch die Staatsbank und ihre Filialen oder durch Banken übernoinmerl werden, die im Korrcspondenzverkehr mit der Staatsbank stehen. Solche sind in Berlin die Darmstädter nnd Nationalbank, die Berliner Handelsgesellschaft, die Deutsche Bank, die Direktion der Diskontgesellschaft, die Dresdner Bank nnd in Hanrburg das Bankhaus M. M. Marburg u. Co. Sind von den ausländischen Firmen nach Rußland Waren gegen ausländische Valuta verkauft worden, so muß jeder solche Vertrag vonr Volkskommissariat für Finanze>l genehmigt werden rcnd erst dann werden die notwendigen ausländischen Zahlungsmittel zugeteilt. Das Volkskommissariat für Finanzen hat also hier die Funktionen der österreichischen Devisenzentrale. Reisende dürfen nach dem Sowjetbunde nicht mehr pls 5000 Rubel mitnehmen. Der Mehrbetrag wird ihnen auf der Grenze abgenommeir und gegen Bestätigung auf die lausende Rechnung der Staatsbank übertragen. Dieser Beschränkung unterliegen jedoch nicht die Schecks, die in beliebiger Höhe in die Sowjetunion eingeführt werden können. In der letzten Zeit wurden mehrere Gesetzentwürfe ausgearbfftet, die den Verkehr mit den Zahlungsmitteln - in der Sowjetunion regeln sollen. Ein Gesetzentwurf statuiert die Befreiung der , Reisenden von der lästigen Verpflichtung, den Mehrbetrag über 500 Rubel abznführen, nach einem anderen sollen alle Exporteure verpflichtet sein, 20 Prozent der erhaltenen Export- Valuta au daö Volkskommissariat für Finanzen abznführen. Ein dritter besti'nnnt, daß 50 Prozent der Zölle in Gold oder in ausländischer Valuta eingehoben wenden sollen. „W» « K C A W'AH®«« Re?. 'X'irtschafls-, Siedlung!* und Produktiv-Genosjcnschcft m. b. H. ’ Wi«tt, VIH„ LnngOTMM 70- ' ' Sonntag den 30, September 1923, 8 Uhr abends, findet im Holen Saal des Hotel de France, Wien, I. Bezirk, Schottenring 8, die erste ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht über die abgeUufene GeschäfUueriode ' 2.>\Taty d«9 yorsland«, wn4. p, ^rbeit5pEßMm 1WA4 . Per VAt«sta»d I •" ■**»• ■’’W rananaiar-CT uiCTpwrg1 i.tvN