Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1648 (15.9.1923)
- Date
- 1923-09-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980729--16130-3003015- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
: - i wmk \ \ SSteitw MmPenMMg. SS. Septem»«-ms --"-'-> ■■MMaS säure Mi Wcituf^mccfcn zu W.Ml ft., Etsenfeiwivl iß, ÜB# M Ehlvrzink geschmvlzeu zu IM ft. ttdttfit. . . Von Oe len und Fetten tvavett MWvvtMlW sanM erste Pressung ^u 18.W9 ft. (— flOO .fa, SomÄcWU W 16.600 ft.. Schweinefett pure lnvd FaMckUW A RM Dm» lar pro 100 Kilogramm tvuusit Wien, in KleinM-vt m 26.650 ft. (— 250 ft.) üb Metz. Nähr«, Lebensmittel n«b ftolonialiwÄ-ve« hatten ein dem Bedarf entshröchenbes Geis SM bei Zumeist 1H* höhten Preisen, amtb zwar befestigte sich Tee wm 1600 K.: e8 notieren PanyonxpSuchong 70.000 ft.. Moning 76.000 ft.» Peceo Cehlvn 82.000 ft., Java Moning m SM holl. Guckttt Transit Wien. Kakao war erhältlich choMMscher Prima in Kisten oder Fässern) zu 31.000 ft. Gewürze: Cassta litzNe» ibefestiflte sich um 500 ft. auf 44.000 ft., Kümmel <mn 80Ö0 ft, auf 45.000 ft., Messer SinMore schwapz ium 1000 ft. auf 36.000 ft., Paprika edvlvuß. notiert 106.000 ft. AuSgeboten wurden: Reis Burma 2 zu 16 Schilling pro 6V KffogratzM waggongelegt Triest. Burma 2 35 Prozent Bruch zu 6800 ft* ital. prima neue Ernte zu 9900 K. und alte Ernte flu 7.400 ft., sowie Bruchreis zu 4800 ft. Zucker war fortgesetzt fest, tschechischer erhöhte, den Preisstand um 10 Hi8 80 Punkte; es notierten Kristall 4,40 tschech. ft., Würfel 4M tschech. K. prompt sowie 3L6 tschech. ft., respektive SSO tschech. K. per Oktober. DeMiüber femer 7760 K., vesp. 81^50 ft. in GanOvaMonS .Frachtbasis Hohenau. Ab Lager Wien sind Preise um 600 bis 800 K. hoher gegen Vorwoche: eS notierten Kristall 13.600 ft., Würfel 18JLÖ0 ft., Kondensmilch geackert per 14 Unzen-Dosen Prima-Marke befestigte sich um 200 ft. ans 8000 ft., unge° zuckerte per Dose (16 UnzenDose) amerikanische um 200 ft. auf 7800 ft. Portugiesische Sardinen sind um 100 ft. billiger erhältlich gewesen, der Preis ist 5500 ft. Zirm öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art. 843 des H.-G.-B. 930.000 Stück HuifnSgdl zum Gesamtbeträge von 20,5 Millionen Kronen. Ae WarrmoSektr. (Eigenbericht der Miener MovgmzÄtung".) Roheäsen. Don LyMnenitolen Käufern sind reichlichere Nachfragen «für Roheisen am MaSgower Markte eingölarchen, nur bleibt es fraglich, ob auch WiMich VM Geschäft zum Abschluß kam. In Schottland sind die Fabrikanten bestrebt, auf den herrschenden Notbrvungen zu halten, trotzdem aber nicht abgeneigt, Preisermäßigungen zu gewähren, wenn eS sich um grützäkr Posten handelt. Mifefelesbvvough Nr. 3 Gießevsavheisen stcht niedriger im Preise, andereitfeits fedoch verhütten sich Notierungen für MMt'esbsrougher Hämatit stetig, da die FabrkkaNken dieifer Gattung in letzter Zeit einige Me AutstÄge Wü» buchen konnten. ■ ■ IN Amaaika betrug die Mgluft^ohM^ 3,446.000 Tonnen gegen 3,684.000 Tonnen ivr IM, und ist feit Februar die niedrigste Ziffer. Hochofen sind 273 Unter Fmer, 60 weniger als im IUni. Der Streck Ln den Anthrazit-KWen. ' gruben hat den Markt nur wenig berührt. MeMEM Weg wn ein bis Mer Dollar. In der Hochoifeninbustrie wurde di« Wirkung durch Ansblasen von Hochöfen' wieder- «rSgtzkMchen. StM. Der StahlmaÄt beffert sich; die enchmchrndien Atksmge« lassen für den Herst ein lebhafteres Geschafft «warten. Sowohl der Stahttrust, als auch die unabhängigen Werke habe» die Preise für Feinnnd Weißbleche unverändert Glasten. Der Preis beträgt smr WeiWeche 3Z0 Dollar pro. lVlWmEfte. Jute. Es ist KvieWloS, daß die pMWche Lage in« Europa überall einen stagnierenden Einfluß auf das GefchDsl-eben a-usubt. Im August waren feie Preffe am Rohjntemarkt, welcher nun schon seit Monaten die Situation beherrscht, dauernd weiter weichend. Vorübergehend machte KMutta immer wieder schwache Versuche, durch ungünstige WittevungSberichte die Kauflust zu reizen, aber trotz verhältnismäßig guter Umsätze war fest Preisrückgang nicht aufzuhalten. Di« Mchfrage für Garne und Gewebe war ziemlich mäßig» doch konnten Garne sich bester behaupten, als Gewebe. Im allgemeinen herrscht die Ansicht, daß feie niedrigsten PrÄjefttzt bald erreicht sein dürsten, und der Umschwung, der bereits auf dom Banmwollmarkte eingetreten ist, scheint diese Meinung zu bekräftigen. Seide. Die Seidenprofeuktion in ft rvat ien und Slavumeven hat sich im letzten Jahr gut angelasten. In beiden Staaten ist.sie monopolisiert und der LandesvevWMung für Ssidenerzeugung unterstellt. Die Kampagne setzt aim 1. November ein; 1632 befaßten sich rund 300 Gemeinden mit der GÄderwtMpew ,nicht- Im Vorjahre wurden auch Ä,78 Kilogramm KowstS geerntet, die einen Wert von mehr als 3^ Millionen fuMl- K. vepväsentierten. In der diesjährigen Ernte wurde fast die fevWelti Menge erzielt, nämlich 61,858 Kilogramm, die einen Wert «von 8,8 Millionen Dinar darstellen. Dhe Qualität ist gut. Soferne feie ftokvnS nicht im Inlande verwertet weiten, werden sie mach Italien. exportiert. Tabak. Wie aus -MmMheLm Mneldet wird, wird-die IstWer-OrM gegenwärtig geAattet nnd verspricht einen relativ noch befriedigenden Erfobg. Der Dabcckm-arkt sta>nd, wie olle sonstigen Warenmärkte, unter dam EinfÄrß der MarkzerrüttUma. Die Pflanzer als BeMuser rechnen wertbeständig, -das HM, in hlMndischer Währung. In Frage kommt feckbei vorläufig nur ISWer-Dobak. wchür feie Nachfrage noch immer lebhaft ist» bei täArch Meiner werdendem Angebot. Verlangt. werden dafür vom Pflanzer feite 30 Cents, vom Handel böim Weiterverkauf an feitz-Perarbsiter 95 bis 4L Cents pw Psimd. Berliner Börse. Clgaringknrse der OsterreichlsctiBn Hatlonalbaak September 1028. vom 14. Devisen (Schecks und Aus* Zahlungen) f Amsterdam k. I holl. Oulden . Agram 1 Jdg. Klotten .... Belgrad l Dinar Berlin 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen » Bukarest 1 Lei ....... Christiaula 1 uofweg. Kronen , Kopenhagen 1 dflul&che Kronör , London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Peseta*'. ...... Mailand l Lire.. New York 1 Dollar...... Paris 1 Francs ...... Prag 1 tschecho-slow, Kronen , Sofia 1 Lewa ....... Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar autw, » „ kleinere , . . Belgische Noten 1Ö0 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . B 100 . . _ . » H kleinere, , . Dänische Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten zu 1000 Mark. , . . ,100 . . . „ <> * kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Llvrest. auhv, » „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Oulden . Italienische Noten v. 100 Lire autw, , . kleinere . . . JogoSl, Noten ungest. zu 1000 Dinar . ff . ff 100 , , ff ff „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten v. 500 Mark autw. * » kleinere . . . . Rumänische Noten zul000u.500Lci _ * „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel » , , . 100 , » . „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . r Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. , ff kleinere Ungar, Noten (neue Ein.) zu lOOOKr. „ . zu 10.000 Kr, . , . , , kleinere . . . . . Zinsfuß Oeld Kurs voö l3.Sept. Ware Oeld Ware 4 27900»— 6 761.- 8 761,— 8 0.07 4V» 3364. 3.75 6 317.- B 11280.— 8 12580.- 3 321500.- 5V» 9280.- 6 3104.- 4 70035.- 5 4092,- 5 2121,- 7V, «78.- 4'L 18570.— 6 0.23*/1 3 12555;- 27800.- 27880,— 76B.— 773.- 708.- 773,- 0.08 0.0625 3376.— 3344.- 3.85 3.75 319,- 314.— 11320,- 11280,- 12620.- 12380.— 32250C,—322000,— 9320.— 9380.- 3116.- 3069.- 71185,- 70935,- 4108,— 4072.— 2131.- 2121.- 682,— 683.- 16630.— 18570,— 0.247*' 0.25 12605.-' 12635;- 27950.- 777.- 777.- 0.0725 3356.- 3.88 310.- 11320.- 12720.- 323000,- 04fio.r 3081.- 71185.- 4088.- 2131.- 687.- 18630.- (1.23 12685.- 7056a.— 70960.- 70560.- 70960— 70460.— 70860.- 70460.— 70850.- 3325,— 3355,— 3305,- 3333— 656.- 684.— 601.- 669— 630’.- 644!- 641— 64s!- 12440. - 12520.7- 12540.- 12600.- 0.067 0.077 0.05»/, 0.06'/, 319700.- 321300.- 32020o!- 321800— 319500.- 321100,-320000.- 321600.— 4045.— 4075.- 4025— 4055— 27700.- 279C0,— 27650,— 27850— 8080.— 3100,- 3045— 3065.- 3000.- 3080.- 3025— 3045— 752.- 758.- 764.- 770— 744!- 750*.- 756*— 762!- 11140.- 11220.- 11140— 11220— 0.221/. 0.24',, 0.24 0.25 o.2ov; 0.22'/, 0.22 0.24 310.- 314— 303.- 307.- 290.- 294— 283— 287.- 1836-'/.- I846o!— 18330— 1846^!— 12440.- 12520— 12320— 12600, — Ö170.— 9250— 9270.— 9350.— 2103.— 2119.— 2103— 2119— 2098.- 2114— 2098. - 2114— 2.35 2.55 2.35 2.55 23 2.65 2.30 2.*50 Die Einlösung der auf Mark lautenden Fälligkeiten Wird im Inlande vom Oktober 1923 angefangen, soweit sie nach den erlassenen Vorschriften überhaupt stattfindet, nicht mehr nach dem bisherigen Umrechnungssatze in Kronen, sondern m Mark ber ReichSwährung erfolgen. Das Gleiche gilt von dem genannten Termine angefangen für die Nnckstände aus früheren Fälligkeitsterminen (Restanten). Die Einlösung erfolgt nur durch die Staatszentralkasse in Wien. Der Geldmarkt. An der gestrigen Börse war eine Verknappung des Geldes zu konstatieren, wobei sich der Zinssatz für Wochengeld auf ein bis eineinviertel Prozent stellte. Es machte sich jedoch kein allzugroßer Geldbedarf geltend, so daß man annimmt, daß die heutige Versorgung ohne Schwierigkeiten erledigt werden wird. Die Börsenversammlungen in der kommenden Woche finden des jüdischen Feiertages wegen, Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag statt. Allgemeine Depositenbank. Wie wir erfahren, ist die Verlegung der Generalversanimlung erfolgt, um in dieser die Erhöhung des Aktienkapitals auf 16 M i ll i a r d e n Kronen zu beantragen, anstatt auf 12,5 Milliarden Kronen, wie dies in der für den 15. d. einberufenen und nunmehr verschobenen Generalversamntlung gchlant-war, da sich in letzter Zeit fiir das Institut die Möglichkeit eröffnete, die Kapitalsvermehrung in einem größeren Umfange als ursprünglich beabsichtigt, vorzunehmen. Allgemeine Depositenbank. Die für feen 16. d. einbernfene außerordentliche Generalversammlung wurde auf den 28. d. verschoben und findet an diesem Tage um 11 Uhr vormittags im Festsaale des Niederösterroichischen Gewerbevereines, 1. Bez., Eschenbachgasse 11, statt. Gegenstand der Tagesordnung ist feie Beschlußfassung über feie Erhöhung des Aktienkapitals von 1v auf 15 Milliarden Kronen und über feie Abänderung jener statutarischen Bestimmungen, welche feie qualifizierte Majorität für Statutenänderungen vorsehen. (Entgeltlich.) Ursprungszeugnisse für S. H. S. Me die Wiener Handelskammer mitteift, muß nach einer Verordnung des serbischen Finanzministeriums das Datum der Ausstellung des Ursprungszeugnisses dem Datum, an welchem die Ware die Grenze fees S. H. S. Staates überschreitet, vorangehen. Die Zollämter in S. H. S. haben strengsten Auftrag, Ursprungszeugnisse. welche ein späteres Ausstellungsdatum tragen, als ungültig abzuweiseu. Ursprungszeugnisse, bei welchem feie darauf angeführten Waren während dev Gültigkeitsdauer derselben (vier, beziehungsweise sechs Monate) nicht zur Gänze verzollt wurden, behalten auch zur Verzollung der restlichen Ware nach Mlauf der Gültigkeitsdauer noch Geltung, wenn feie Ware während feer Geltungsdauer fees Zertiftkates feie S. H. S.-Grenze überschritten hat. Oesterreichische Exportförderung. Der Au ßenha nfeelsfeie nst der österreichischen Handelskammern hat in Ausgestaltung seiner Organisation nunmehr in allen Staaten Europas eigene Exposituren und Korrespondenzstellen errichtet. Die Vorbereitungen zur Erweiterung fees Zweigstellennetzes auf feie außereuropäischen Staaten sind bereits im Zuge. Anfragen sind an die Wiener Handelskammer p richten. Eine hundertprozentige Erhöhung der Effektenumsatzsteuer in Ungarn. Aus Budapest wird uns gemeldet: Das^ Finanzministerium verständigte die Fachkreise, daß in feer nächsten Zeit eine hundertprozentige Erhöhung der Essektenumsatzstener erfolgen werde Die Interessenvertretungen haben beschlossen, vom Jinanzminister - eine Abänderung der Verordnung zu fordern. Die Einfuhr Italiens. Aus Rom, 14. d., wird gemeldet: Monaten dieses Jahres der Einfuhrüberschuß 4884 Millionen, was eine ZnnalMs von 406 Millionen gegnüber der Einftchr im gleichen ZeitMUM des Vovjcchres bedeutete Der englische Außenhandel im August. Der rngtffche Mtßenhündel stellt sich für den Monat SlttßUft, wie folgt: Einfuhr 88,748.167 Pfund Sterling gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6,127.265 Pfund mehr. Ausfuhr 60,103.360 Pfund, was eine Zunahme von 71.12 3 Pfund gegenüber dem August des vorigen Jahres bedeutet. Die brasilianische Kaffee-Ernte. Die diesjährige Kaffee- Ernte wurde amtlich mit 14,840.000 Sack sestgestellt. Dcwon entfallen über 18,3 Millionen Sack auf Sao Paulo, 1,4 Millionen auf MinaS Geraes und 120.000 Sack auf Parana. Die vorjährige Ernte betrug 10,194.000 Sack. Die unverkauften Vorräte werden mit 2,170.000 Sack angegeben. Vom brasilianischen Kaffeemarkt. Aus Santos wird berichtet: Die Preise Type 4 stiegen Ende August langsam an und erreichten am 1. d. mit 22,6 Milreis für 10 Kilogramm ihr Maximum. Seither hielten sie sich konstant auf 21,8 Milreis. Der Markt war ziemlich lebhaft. Verkäufe hauptsächlich nach den Vereinigten Staaten. Es wird bestätigt, daß die Bundesregierung die Einführung einer Exportabgabe von 1 Milreis Gold für den Sack beabsichtigt. Die Warenpreise in Palästina. Nach Mtziellen Mitteilanigon sind die Warenpreise in Palästina im Vergleich Mn Jahre 1032 um 20-12 Prozent und im Vergleich m 1901 um 31-99 Prozent gefallen. Am niedviOen sind die Preise - in Haifa und Jaffa, wo große Warenvorräte vochanden sind. Der Ernteertrag Sibiriens. Moskau, 18. September. Nach den letzten statistischen Angaben kann in Sibirüvn mit einer Mittelernte und einem Ge>'amtevnteer!trag von 116,6 Millionen Pud gerechnet werden. Zu^ ErporUvecken bürste ein Ueberschuß von ungefähr 8,6 MMonen Pufe ver« bleiben. _ Wiener Börse. Die politische Situation auf dem Balkan, sowie die Versteifung des GÄfesatzes vevaulaßten die Spekulätion vy -der gestrigen Börse zu weitestgehender Reserve, so daß sich das Geschäft eng begrenzt abwickelte. Es fanden auf.einHelnen. Gebieten Entlaftungsaibg'äben statt, doch führten dieselben zu keinen einschneidenden Abjchwächuugen, da die Auf feem Markt •gelangte Ware schlanke Aufnahme gefunden hat. Einzelne Werte, wie Waagner-Aktien, die von größeren ausländischen Bestellungen pwfitierten, sowie Staatsbahnaktien, in welch letzteren. DechungMuse für Bufeapester Rechnung stattgefun* den haben, wiesen Besserungen auf. Bevorzugt und höher waren auch KrüppMktien und im weiteren Verlaufe des Verkehrs zeigte sich erhöhtes Interesse für ■ österreichische HoHcrr- Aktien, welche eine Erhöhung von 18.000 ft. aulfzuweisen hatten. Bon den BaNkenwerten fanden Krefeitaktien und Anglobankaktien Beachtung. Elektrizitätsäktien brachteneinen Teil ihrer letzten Abschwächuugen wieder herein. Tschechische Papiere dagegen waren vernachlässigt und eher schwächer. Sikoda-Äkticn ermäßigten sich um 50.000 ft. auf die Stilllegung einiger Betriebe dieses Unternehmens. Poidihütte^ verloren 76:000 ft. Dagegen wiesen Gudbahnwerte im Hinblick auf feie Perfektionierung feer Sanierung fees Transportüniernehmens Besierüngen auf. Im Schrarlken waren. einzelne tschechische Werte in Uebcreinstimmung mü Prag niedriger gehalten. Juugbunzlauer verloren 1,100.000 ft., Nordbahn 900.000 St. Auch Petrol'.'umwerte verkehrten in retrograder Richtung. Hingegen wirsen Bauwerte Avancen auf. Beamtenbau gewannen 80.000 K., auch einzelne Brauereiaktien zählen zu -den bevorzugten Efsektengattungen. Der Schluß erfolgte in ruhiger Haltung bei Zun'ickhalltung der Spekulation. G e z u g s r e ch i e: Sarajevo Brauerei 686.000, OÄwerke Kohn 28.000 ft. ’ Aus dem A n l agemarkte ergäben sich nur geringe Beräufeerüngen. Von 'den Exoten notierten: Anzeigen-Gefellschaft 365.000 bis 390.OOO, Erdöl 69.000 bis 74.000, Holzverbanfe 24.000 bis 26.000, Jriag 340.000 bis 345.000, Mraznica 291.000 bis 298.000, Oleum Geld, Schubert u. Co. 15.000 bis 16.000, Tepege 172.000 bis 186.000, Universale 42.500 bis 46.000. ■ . Wienrr WarenbNrse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenkeitung".) A.n den deutschen ChemiMienmärkten setzte sich die Verwirrung in bisher unerreichtem Ausmaße fort, so daß feie Preise stets überholt sind. Der DollarDurs ist für die Preisentwicklung allein maßgebend. Das Geschäft war sowcU in Berlin als auch in Hamburg stürmisch und zeitweise stand einer ungeheuren Nachftage so gut wie gar kein Angebot gegenüber. Dabei waren PveiSdGeirengen von mehreren hunderttausend Mark bei gleichzeitigen Abschlüssen keine Selttzichett. Die meisten Preise haben sich seit Ende vorigen Monats verfünffacht. Die fortschreitende Erhöhung der Gestehungskosten auf Goldbasis bewirkte ein weiteres Anziehen der iNvisten Exportpreise >bei stillem Geschäft. Auls dem hiesigen Platze gestaltete sich der Vermehr etwas lebhafter und Interesse machte sich ibesonders nach den Artikeln Fovmaldehvd, Salmiakgeist und Ehromalaun ' geltend. Bei nicht einheitlicher DenfeeW waren Preise teils höher, /teils. schwächer gehalten. Zum Ansgebote gelangten Mann in Stücken zu •9600 ft., Ameisensäure 85 Prozent zu 14.800 K. r-ranisit. Wien. Bleiwoiß chem. rein zn 18.950 ft., Chromalann zu 9000 Kronen. Gummi Cord, zn 23.000 K., französisches Havz W. W. zu 60Ö0 ft., Knochenleim Ramrorsdorfer stu 14.000 ft.. Kupfervitriol 98-W zn 7600 ft., Minium Bleiberger M 11.300 ft., Naphthalin in Schuppen weiß zu 7200 ft., Salmiaiksalz zu 8600 Kronen, Carnau>bawachs zn 36.500 ft., MontaMvachs zu 16.600 Kronen, Weinsteinsäure trist, spießig zu 42.000 K., Milchß WerbetAbouneuteulürdie ß I „Memr MrgemeitMg" I Berlin, 14. September. Nach deu riesigen iKurssteigerungeN vom letzten Mittwoch trat an feer heutigen Börse naturgemäß eine Aöschwächung ein. Es kam bei den hoben Kursen etwa» Material heraus so daß für die meisten Industriewerte überiviegenfe Kursrückgänge eintraten. die aber nur bei den schweren Papieren 100 bis 1600 Millionen Prozente erreichten. In der Hauptsache aber hielten sich die Einbuhen'»mter 100 Millionen Prozent. Verschiedentlich ergaben sich für Schiffahrts- und teilweise auch für Darckpapiere ftursgewinu-c^ Wegen der gespannten politiichen Lage war im allgemeinen Zurückhaltung vorherrschend, so daß sich auch das Geschäft wahrend fees ganzen Verlaufes in sehr engen Grenzen hielt unfe die Krrrse zumeist weiter äbbröckelten. (Alles in Tausenden von Mark.) S ch l n ß k n r s e: Türkische Lose -560.000, Oesterr. Staatsbahn 1,900.000, Nordd. Lloyd 240.000, Wer. Glbeschiffahrt 190.000, Berliner Handelsgesellschaft 975.0M, ftonnnen.Privawqnk 110.000,Darmstädt. Bank 190.000, Deutsche Bank L-5.000, Diskonto. Kommandit 400.000, Dresdner Bank 150.000, NaÜoualbvck für Deutschland Oesterr.i Kredit 15.000, Oesterr. LSttderbättk —, Retchsbank —, Wiener Barckverein —, Wiener Union» bank Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 200V0V, Bochumer Gußstahl 2,100.000, Daimler Motoren 55.000, Deutsch-Luxemburger Nobel