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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-11 · Heft 1645 (11.9.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1645 (11.9.1923)
Date
1923-09-11
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 1045 Me-n, (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Aus den Vereinen" sind entgeltlich.) -ei SMilw öchifimau». Infolge Renovierung gelangen int Kaufhaus Brüde v Schifsman n, 2. B o 3., Tab 0 rstr a st e 48, Waschwaren, Tanten- und Herrenwäsche, ferner LeiuciNvaren. Bettwäsche, Regenmäntel sowie original englische Stoffe für Damen und Herren in enormer Au-nvahl zu nnerreichr billigen Preisen zun: Verlauf. Nachstehend einige Beispieler Printa Webe. pro Meter 11.000 K. 8.500 K. „ Chiffon. 12.000 K. 8.800 „ „ Streifgradl. n 14.000 Bettzeuge. 12.000 K. 9.800 „ Bettücher, 140 Zentimeter breit 19.800 „ Matratzengradl. 28.000 „ Blaudruck. 9.800 „ Etamine in allen Farben . . . 7.900;; Damenbemden. 25.000 K. 19.800 „ Damengarnituren (dreiteilig) . . 98.000 „ Seidenjumper. 59.000 „ Kretonbemden (für Herren) . . 29.800 „ Unterhosen. , m . . t . , 18.000 „ Covercoats.. , . , 89.800 „ Englische Schafwollstoffe.... , . ■ > . . . 45.000 „ Regenmäntel ... * Berlin-Wien, das Geheimnis der billigen Preise im Tnchhans „Zum Hirschen", 2. Bez., Tabovstraße 17 b, und 1. Bez., Adlergasse 5. — Von unserer Berliner Zentrale stoßen wir ab: Prima Reinwotl-Be l0ur 99.600; M 0 deanzug, 150 Zentimeter. 65.000; Doublestoff, 150 Zentimeter,' 95.000. * Tanzinftttul Sermann Braun, 14. Bez., Aein- Korfgasfe 4L. * Alle Hausfrauen rufen im Chor; „Die beste Seife ist Kagor/* Austritte aus dem Judentum. Schnabel Hermine, geb. 1. August 1893, Jägerndorf, KMstgewerbeatelier, 8. Bez., Langegasse 20. L ö w e n t h a l Helene, geb. 2. Februar 1895, Brünn, 8. Bez., Florianigasse 1. Hahn Friedrich, geb. 28. Jänner 1880, Czernowib, Militärpensionist, 4. Ber., Argentinierstraße 53. Taussig Hermine geb. Ban m e l, geb. 21. Mai 1887, Ziskov, 15. Bez., Turnergaffe 29. L ö b l Ernst, geb. 6. Juni 1895, Budapest, 1. Bez., Wallfischgaffe 10. Dr. Bela Felix, geb. 13. September 1883, Wien, Angestellter, 19. Bez., Hohe Warte 64. Dag Hugo, grb. 18. April 1876, Men, 2. Bez., Untere Augartenstraße 23. K 0 h n Ludmilla, geb. 16. September 1896, Göding, Bildhcmerin, 19. Bez., Weimarerstraße 100. Fischel OSkar, geü. 17. April 1902, Graz, Metallarbeiter, 4. Bez., Goldeggaffe 29. Heller Lrmife, geb. 21. Oktober 1901, Weipert, 19. Bez., Dyonisins Andraffystraße 17. Weil Margarete geb. K 0 h n, geb. 19. Februar 1893, Wien, 18. Bez., Scheidelstraße 8. Weisel Alfred, geb. 24. April 1884, TMch, Buchhalter, 18. Bez., Robert Hamerlinggasse 17. W e i s $ t Marie geb. Bedna r, geb. 1887, Patzau, 16. Bez., Robert HamerliMasse 17. Popper Mathilde, geb. 26. Februar 1875, Wien, 1. Bez., Gonzagagasse 19. Langer Marie, geb. 38. Apnl 1907, Wien, 9. Bez., Hauptstraße 144. Hahn Richard, geb. 17. April 1897, Wien, Maleraehilfe, 3. Bez., Krieglergaffe 6. Dr. Lang Norbert, geb. 29. Jänner 1898, Wien, Chemiker, 4. Bez., PMgasse 3. Acren Kajemeth rsfrad Mdffcher Ratlonulfontis) Wien, % Bez., ZkrkuLgaffe 38, Telephon 45-606. — Ausweis Nr. 29 vonr 17. bis 31. August 1923 12,121.291 K., insgesamt 236,277.911. — Zentraler d. Dr. Tartakowerr Dr. Waldmann 140, Alfred MatterSdorfer 130, Dr. Fritz Georg Steiner 400, Moses Schwager 100, d.-Fakkk Halpern: Brüder Kahan 1,000, Dr. Joses Schtvetg 1,115. Akoses Schwager 50, Srnlg. Dr. Nisan Goldstein 500, Karl TriMg. New-Uork, a. N. Hermine Spitz 100. - 2. Bezirkt Joses Asch 100, Smlg. b. Britb Milah Harry FleischmaMt Moritz Fleischmann 200, A. Milhofer, Julius Lettisch, Gregor Trachtenberg, Dr. Eduard HulleS, Dr. Richard Birnbaum je 100, Erwin Milhofer 200, Julius SimileS, Äopold Haber je 60. — 4./5. Bezirk r Smlg. Torten- Kohn bei Hochzeit Torteu-Horowitz 200, Smlg. Horowitz-Stern b. Hochzeit Gaschke-Horowitz 495. — 9. Bezirkt Smlg. Dr. Ludwig Rieß 947. - 10./11. Bezirk-. Tempelver. X 55. - 12./15. Bezirk: Dr. Nisan Geier 50. - 16. Bezirkt Friedrich Friedmann 142, Abraham Stein, Simon Neinharz, Cugenie Niewer je 60. — 20. Bezirk r Smlg. Körner-Niwes bei Hochzeit Waldmann-Nabinowici 360, Z. A. V. Bar-Kochba 754, Adolf Goldstein 186, Smlg. Nahalal 190, Martin Slitzker, Jüd. Hochschulausschuß je 50, Hakoah Schachsektton 260, Touristensektion 830, Franz 200, Hitachduth: Ahawath Zion d. David 50, Volksbibliothek Zion: anl. Hochzeit Agid-Flainm 260, Pratersprengel: Kwuzah Chawerim Smlg. bei Meeting Misrachi 161, Smlg. b. Meeting Stricker 296, Kulturgruppe XX r Büchsen 106, Smlg. b. Hochzeit Waldbaum d. Zuckerkandl-Lacher 285, Smlg. bei Hochzeit Eckert d. Neumann-Lacher 152, Smlg. bei Hochzeit Weinrauf d. Frl. Feuerstein-Mersel 143. — Lutz: O. Borger 150, Rich. Kafka, Ernst Spitz, Leo Spieler je 106. — Mödling: Tboraspenden d. Neurath 140. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Sektion Ziwi schenbrück-en, et). Bez., AllerheiliHLNplcüz 17. .Heute um HM 2 Uhr nachmittags hebräischer Mrs. Für das Ehinsom restliche Karten Sonntag vormittags von 10 bis 12 Uhr im Bereinslokale. — Chng-Iwri Brigittenau. Ääorgen Mittwoch um 3 Uhr nachnrittags im Bereinslokale, 20. Boz.. Karl Meißlstraße 6, Mitgliederversammlung. Borlesung Joses Schächter aus Perez' ,M>chah". Gäste wilkvmnnren. Wiener Volkshochschulen. Die deutschen, griechischen. lateinischen, ftanKosischeu. englischen, italiettischen, tschechischen und russischen Spra>chvtrrse an den Volkshochschrtlm (2. Bez., Zirkusgasse 48, 5. Bez., Stvbergasse 13—45, 11. Bez., Gottschallgasse 2L und 16. Bez., 5kvslerpark 7) beginnen Montag den 17. d.. alle übrigen Kurse am 1. Oktober. Der Jahvesbettraa von 15.000 K. 'berechtig zum unentgeltlichen Besuche aller Kurse. Einschreibungen täglich von 6 bts 9 Uhr in den Kanzleien. Urania. Heute: Großer Saal: 6 Uhr: Das Wunder des Schneeschachs. Halb 8 Uhr: Das Singspiel. Die Hochzeit bei Latervenschein. Die Nürnberger Puppe. Kleiner Saal: Halb 8 Uhr: Pros. Dr. Benno Steinitz: Rußland und Europa. Kmssaal: 6 Uhr: Direktor Pi-us Fürst: Das ' Pflanzenleben der Untgebnttg Wiens. 2. 8 Uhr: Dr. Reinhold .Lorenz: Deutsche Frauen in der AusklärnnMeit und in der Romantik. 3. Kmbsaal: Halb 6 Uhr: Dr. Josef Zuth: Ein- Sm in das Gitarrenspiel. 3. Halb 8 Uhr: Dr. Josef Zuth: Gitarre. 2. MhM Md ÄÄV GusWel Ms Ledmas«. (,.Die Raiten" in der Neuen Wiener Biihtte.) Stni.de des Glücks. — Else Lehmann gestaltet die kleine Bürgersfran, die sich den biederen Maurerpolier John, bcn stattli.hen Manit nut dem beschrankten Uuierlammverst..-,td, erhaliett will und zur Kindesunterschirberin, juv Mitünhserin eines blutigen Verbrechens luirb Nienrals sah mau auf den Brettert: ein Weib so heldenhaft kämpfen, nrit so wunderbarer Kraft schwerste Seelennot bändigen, — niemals gelattg es, so menschlich zu offenbaren, wie sich eine ztt Tode Gehetzte aus aller Bedrängnis cht Fünkchen Freude, ein Endchen Zufriedenheit errettet. Nicht viele Worte, wo nur das eine Wort angebracht ist: Berehrnngswürdig. Schon im Vorjahre war die Ausführung der „Natten" ausgezeichnet. Sie hat durch einige Neubesetzungen noch gewonnen. Außerordentlich wieder Herr Bonn, dem der TheaterdrreEtor Hasfenreuter auf den Leib geschrieben ist, prachtvoll Frau Eis als polnisches Dienstmädchen. Christi Hermann-Strom erfreut bei jeder Wiederbegegnung durch edle Einfachheit und warme Herzenstöne, und Herr Forest ist so bezwingend durch Maske und Haltung, daß man ihm das völlig unverständliche Murmeln verzeihen muß. Man dankte der großen Else Lehmann für den unvergleichlichen Abend. O. A. „Me hohe Schule der Liebe." (Gastspiel Arnold Korsf in der RenaissanceLUhne.) Arnold Korsf ist ein ganz ausgezeichneter Komödienspieler, er hat Humor, Ebenmaß in Bewegung nnd Wort, weiß einen Charakter wirklich zu gestalten unlb hat Phantasie. Eine seiner hervorragendstet: Leistungen, die als geradezu vorbildlich bezeichnet werden kann, war der Britannns in Shaws „Cäsar und Cleopatra". Es wäre die höchste Zeit, diesem Schauspieler von starker Individualität ent einer Bühne, die etwas ans sich und ihre Schauspieler hält, beit richtigen Rvllenkreis für das Eharaktersach zu sichern, für jenes Chavakterfach, das mehr der eindringlichen als der großartigen Darstellung, ntehr der Gestaltung als des Pathos, mehr des seinen, witzigen Einfalles als der veralteten Komikerei bedarf Es ist — und das muß wiederholt werden — höchste Zeit: Denn „Herr Korsf als Gast" wird schon dazu mißbraucht, seine wirklich harmonische Art' der Darstellung tu den Dienst der reizlosesten Plattheit und seinen trockenen Humor in die witzloseste Langeweile zu stellen. Dos ilvas er jetzt als „Hohe Schule der Liebe" dozieren muß, ist noch wertiger als Budapest, es könnte vielleicht Bukarest sein. Es gab mir einen Moment in: Theater: als nämlich Korsf ein Pseudo-Engllisch sprach, das von den engeren Landsleuten des Autors sür echtes Englisch gehalten wurde. Und dann war Cäcilie Lvovsky sehr anmutig, so gar nicht in diese unmutige Ungeleigenheiit passend. Es ist anMnehmen, daß es nicht Viele Vorlesungen über diese „hohe Schule der Liebe" geben wird. S. S, Bottsoper. Noch vor Ende seines Krankenurlanbes ist Direktor Weingartner auf seinen Posten zunückgekchrt und leitete eine Aufführung der „Meistersinger von Nürnberg". Prächtiger Schwung, bchagliche Meistevsingerbrelte und liebevolle Klarheit im einzelnen stellten sich ein und man konnte nur bedauern, daß das Orchester nicht hänfiger von seinem Direktor in intensiver künstlerischer Arbeit gefördert werde. Auch die Solisten traten voll Spieleifer in den Wettbewerb. Brav und veMßlich Herr Banmann als Hans Sachs, freilich mehr Schuhmacher als Poet, und seinem Zunftgenoissen Sixtus Beckmesser, den Herrn Bandler halb als Karikatur, halb als Lortzing- Gestalt aus die Bühne stellt, recht feindlich gesinnt. Herr Rittersheim als Malter Stolging hat es leichter, mit seiner prächtigen Stimme seinen Nebenbalhler niederznsingen, als mit seiner bürgerlichen Nüchternheit Gvas Mädchenherz zu gewinnert. Sympathisch wirkten Herr Fälbl als David, Herr L a z e r als Pogner, d ie Damen F r i e d l - B ö h m und Attler als Eva und Magdalena. — Hoffentlich ruht sich nun Direktor Weingartner, der trotz Kvankenuvlawb dilrchaus nicht den Eindruck eines Patienten ntachte, von den Strapazen seiner Kunstreisen lange Zeit in der Volksoper aus. Wemi er eMich den Valutenlockungen stärkeren Widerstand entgegensetzte und das ersehnte Aktionsprogrannn aufftellte und auch durchführte, so wäre dies das beste Heilmittel gegen die schleichende Kvankheit der Bolksoper. stb. Anläßlich des 39jährigen Bühnenjubiläums des bekannten Wiener Komikers und Theaterdirektors Gustav Müller findet im Neuen Wiener StMtheater Mittwoch den 12. d. um 7 Uhr abends iin Rahmen einer Festvorstellung der Operette ,Mchwarzwaldmä'del" eine große F e st a k a d e m i e statt, zu der bisher viele Künstler ihre Mittoirktmg zttgesagt haben. Der Kartenvovverkaus für diese Veranstaltung hat an allen Kassen des Neuen Wiener Stadttheaters begonnen. Der Werdegang der russischen Kleinkunstbühne. Westeuropa hat die russische Kleinkunstbühne erst jetzt kennen gelernt; und doch ist sie fast ein Vierteliahrhundert alt. Sie entstand fast zu gleicher Zeit in Petersburg und in Moskau, den beiden Zentren russischer Theaterknnst. In Petersburg schuf der Oberregisseur des ehemaligen kaiserlichen Theaters Prof. A. I. Dolinosf als Spielzeug freier Stunden mit einigen seiner Schüler ein solches Kwinkurrsttheater, und nicht lange daraus flatterte B a l j e w s berühmte „Fledermaus" m Moskau aus. Alle späteren Kleinkunstbühnen sind eigentlich nur Variierungen des Kmtstgedankens, der in Dolinoffs und Baljews Schöpfungen entstanden tvar und sich bald ztl einem Tvpus m der russischen Theaterkunst hevauskristallistert«. Die beiden crstet: und typischen, in Rußland geradezu klastisch gewordenen Berwirklichtmgen der Idee der russischen Kleinkunstbühne konnten nun nach langer Zeit itnb in der Fremde wieder vereinigt werden. Der Sohn des Prof. Dolinoff. Dr. M. Dolinoff, welcher an Baljews Moskauer „Fledermaus" seinerzeit ungefähr-dir Hälfte des Repertoivrs als SckwWteller und Musiker 11. September 1923 Seite 8 geschrieben Hai, har sich vor kurzem in Berlin mit seinem Vater zusammengeftlnben nnd beide haben nun die ttrsprunglichen klassischen Fornten der rnssischeit Kleinkunstbühne wieder zum j Leben. erweckt. Symbolisch baden sie ihr neues Werk nach l Pnsck)kins Gesch'ichle von dem goldenen Hahn, der nie stirbt, „Der goldene Hahn" genannt. Diese neue, eigentlich ' alle Kletukttnstbühm' gastiert jetzt al> ln. v.. bevor sie ihren : En-aagemetitsverpflichtungen in bc* Schweiz und in den Verciniaten Stauten nachkouunt. kurze Zeit in den Wiener K a n in erspiele n Ihr Programm bringt attsschließlich klassische Stücke der rn.ssischeu Kleinkunst von klastisch',! Autoren. Zu ihrer Interpretation hat der „Goldene Hahn" ein erlesenes Enscrnble solcher Kräfte znsainmettgesteNt. die bereits auf die« fein Gebiel das Beste geleistet haben; nur einige Namen zu nennen, seien 'der Tenor Filipenko, der bereits in Wien bekannt ist, der Bariton T a r t a k 0 w» die Tochter des berühmten Bassisten Schal jap in. die das Genre der Mette Guilbert Pflegende Sängerin und Schauspielerin Marsch a w s k a i a, brr Mimiker B 0 i 1 ler und die Primaballerine des ehemals kaiserlichen Balletts in Peterbnrg Swierschinskaja erwähnt. Die ntnsikalische Leitung hat der Nikisch-Schüler Pros. Mett l, Dekorationen und Kostümsind von ersten russischen Künstlern entworfen. Am de« Acutem. Bürgt he ater. Morgen, 7 Uhr. „Geschäft ist Geschäft". Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr, „Dit Frau von vierzig Jahren. In der Volksoper beenget heute Sigismonde ZaleSchi sein Gastspiel als Mephisto in „Faust". Donnerstag den 13. d. gel)t zum ersten Male „Louise" von Charpentier in Szene. Im Deutschen Volkstheater gelangt heute, 7 Uhr. zum Abschluß des diesmaligen Gastspieles Alexander M o i s s i s mit dem Künstler in der von ihm da noch nicht gespielten Rolle des. Malers Dubedat Bernard Shaws fünfakttac Komödie „Der Arzt an, Scheidewege" neu einstudiert z«r Allsführung. Spielleiter: Dr. Heinz Schulbaur. Johann-Strauß-Theater. Freitag . gelangt „Ein Märchen aus Florenz", Operette in zwei Men (drei Bildern) von Ralph Benatzky, Oskar Frirdmann nnd Toni Schwanau. Musik von Ralph Benatzky, zur Erstaufführung. Neues Wierier Stadttheater. Zur Ferer oes 30jährigen Bühnenjubiläums Direktor Gustav Mülllerk findet morgen eine Festvorstellnng statt. Gettchtssaal. Kein Mieterschutz für die geschiedene Fmu. Der Handelsangestellte Moritz Deutsch, dessen Ehe auS seinen! alleinigen Verschulden geschieden wurde, brachte beim Zivillandesgericht gegen seine geschiedene Gattin Amalie eine Klage auf Räumung der noch von ihr mitbenützten Wohnung ein; er sei nicht verpflichtet sömer geschiedenen Frau weiterhin Unterkunft zn gewahren, überdies brauche er die Wohnung für sich und seme erivachsenen Söhne. Die Frau wendete ein, die erste Wohnung habe aus ihrem Namen gelautet, da sie sie noch vor der Verehelichung in Miete gehabt hatte. Erst als die EhÄeute übersiedeln mutzten, sei die nächste Wohnung auf den Namen des Mannes geischpieben lvorden. Die Möbel habe sie in die Ehe gebracht und sie sei nach wie vor WohmruMchaberm, zumal die Ehe aus Verschulden des Mannes geschieden wurde- Das Zivillandesgericht verurteilte die Frau zur Räumung der Wohnung, da sich schon aus der gesetzlichen Verpflichtung der Gattin, den. Manne in seinen Wohnsitz zu folgen, ergebe, daß die Wohnung als Mekbositz des Klägers anzusehen fjtei. Wer der Eigentümer der Wchnungsemrich. tung sei, sei belanglos. Die Frau bories an das ObeÄandcsgericht mit dem Hinweis, es sei rechtswidrig und immoralM daß bei der geschiedenen, überdies schuldlos geschiedenen Gattin der Mieterschutz aushören solle. Der Berufmtassenat t>H Berufung dar Frau ab. Bollswirt. Sestemvelte Krone --- 8.8878 Eentimer,. Auszahlung Men -- Sentwes. In Zürich notierte! 10./9. a/o. die österreichische Krone ... 0.00787* oms% die österr. gestempelte Krone . » . » 0.0079 0-0079 die tschechische 5krone .... . » » 16.60 18.60 btc •****•*•• » . « 0.000012 0.000014 Holland « . . . 218.75 218.60 New-Pork^».»«.» . . 556.- 886.— London...... - . . . ' 26.22 25.22 Paris .......... . . . 81.25 31- Mailand » . ..» . '* . -V . 24.30 24.10 Belgrad « . . » » . . . 5.85 5077, Bukarest . » . . . »l»). - m 2^0 3.50 Sosta ».»».«»».. .« . 5.35 5.45 0.03 0.03 Warschau ......... 0.0023 0.0022 Maßnahmen stir eine »ene Wiihrnng in JenWland. Eine Konto-Vkark gleich ein Zehntel Dollar. Berlin, 10. Sopt'cvnber. (Wolfs.) Die Rcichsbank wird üß den nächsten Tagen neben ihrem g^vchnlichen GiroverSchv^ üatif Konto-Mark lautende Girokonten eröffnen, wobei bte' Konto-Mark gleich dem zehnten Teil eines Dollars zn gelten hat. Die Konten werden vorläufig nur bei dev R e i ch s h a u p t b a n k tu Berlin gesührt. Eilte Ausdehnung, des Geschäftszweiges auch ans die ReichJbanlanstMen in der P r 0 v! tt z ist sür später in A u s 's 'i ch i g e u 0 m m e n. Jttt Gutschrift auf das Konto-Mark-Kouto gelanget! in erster Linie die m Papiermark umgerechneten Beträge der zu diesem- Zweck der Retchsbank überlassenen Devisen, und Mir in d«r

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