Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1645 (11.9.1923)
- Date
- 1923-09-11
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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werte it» Sötet, MerMag Wiener Morgenzeitung. Leise, daß sie aus Grundlage des BeEner amtlichen Kasia-- iiKft&aUEfeS für telegraphische Auszahlung N«lw-Aork in Konto-Mark iMgewandelt werden. Der Mmdestibetrag der ersten Gutschrift aus eiugereichten Devisen wird vorerst ans lOC.Oüll Konto-Mark festgesetzt. Irr oterschlefische Kohlenrnarkt. Aus K a t t o w i tz wird uns von maßgebender fachmännischer Seite berichtet: Der oberschlesische Kohlenmarkt ist nach wie vor äußerst fest, da Deutschland in erster Reihe auf den Bezug dieser Kohlen angewiesen ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die meisten Elektrizitätswerke, Gaswerke, Bahnen, im Hinblick auf den bevorstehenden Winter größere Borräte ansammeln müssen; ähnlich liegen die Verhältnisse in Polen. Die polnisch-oberschlesischen Bergarbeiter haben infolge der fortschreitenden Geldentwertung bedeutende Lohnforderungen gestellt und auch durchgesetzt, was in den Preisen zum Ausdruck kommen mußte. Erst in den letzten Tagen hat die oborschlesische Bergarbeiterschaft neuerdings den Lohntarif gekündigt und eine hundertprozentige Lohnerhöhung verlangt. Nach langwierigen Verhandlungen konnte man sich aber auf eme 33prozentige Lohnerhöhung einigen, was mit Wirksamkeit ab 4. d. eine weitere Kohlenpreiserhöhung von ungefähr 25 Prozent zur Folge hatte. Durch die eingetretene erhebliche Entwertung der polnischen Mark, in welcher Währung die oberschlesische Kohle berechnet wird, ist der Geldbedarf der Gruben ins Ungeheuerliche gewachsen, was bei dem knappen Geldstand in Polen für die Gruben mit argen Verlegenheiten verbunden ist. Insbesondere wird der schleppende Ueberweisungsverkehr aus Oesterreich sehr störend empfunden, so daß die Gruben durch bedeutende Zinsenverluste großen Schaden erleiden. Angesichts dieser Verhältnisse waren die Gruben gezwungen, die Bedingung der Vorauszahlung bei ihren gesamten Lieferungen dahin zu verschärfen, daß sie den Gegenwert der zu liefernden Kohle schon bis spätestens 5. des Liefermonates eintrefsend fordern. Clearingknrse der Österreichischen Nationalhank vom 10. September 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden , Agram 1 jug. Kronen . . . , Belgrad I Dinar Berlin 1 deutsche Reichsmark . Brßsse! I belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei. Christian!« 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor . London l Pfund Sterling » . , Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire New York 1 Dollar Paris 1 Francs.. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa ., Stockholm 1 schwediscbeKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Amerikan, Noten v. 5 Dollar auiw, „ „ kleinere . , . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » ■ 100 » ■ „ * kleinere. , . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. , . . .100 ... , kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. autw, , , kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten ICO Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » , kleinere . . . Jngesl. Noten uagest. zu 1008 Dinar .... 100 a ... kleinere . , Norwegische Noten ICO Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark auiw, „ „ kleinere .... Rumänische Noten zul0<X)u.500Lei , , kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) z« 500 Rubel . . , . 100 . , „ „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOautw, , , kleinere Ungar. Noten (neue Ern.) zulOOOKr, » , zu 10.000 Kr. . . , , kleinere ..... Geld ZinstuS 27880,- 763.- 763.- 0.11% 3214. 3.75 317.- «28».- 12680.- 321300.- 9280.- 3092.- 70935.- 3672.— 2115.— 658.— 4'l. 18670.- 6 0.25V. 3 12755.- 4 6 8 8 4'l. 6 0 5 5 3 5'/, 6 4 5 5 7*/, Kurs vom Ware Geld 27980.- 27880.- 767.- 748.— 767.- 748.- 0.13V* 0.11 3826. - 3214. 3.85 3.75 319.- 317.- 11320. 11280.- 12720.- 12680,- 322300,-320100,— 9320.- 9230.- 3104.- 3009.— 71185.- 70935,- 3988.- 3917.- 2125.- 2113.- 662.- 678.- 18730.- 18620.- 0.26V. 0.27»/, 12805.- 12755.- 7. Sept. Ware 27880.- 752.- 752.- 0.13*) 3226.- 3.85 319.- 11320— »2720.— 321100.— 9270,— 3021. - 71185.- 3933.- 2123.- 682.— 18689.- 0.28V, 12805.— 70560.- 70960.- 70560.- 70960,— 70460.- 70960.- 70460.- 70860.- 3175.- 3205.- 3175.- 3205.- 636.- 644.- 656.- 664.- 616!- 624!- 63s!— 644!- 11530.— 11610.- 12530.- 12610.- 0.11 0.13 0.11 0,33 31950o!— 32UOO!- 3183(XX- 319900*.- 319300. - 320900.- 318100.- 319700.- 3925.- 3955.- 3875.— 3905.- 27680.— 27899.- 27680.- 27880.- 3068.— 3088.- 2985.- 3005.- 3048.- 3068.- 2965.- 2£85.- 754.- 760.- 730.- 745.- 746!- 732!— 73l!- 737*.- 11140.— 11220.- 11140.— 11220.— 0.24V, 0.26V. 0.26 0.28 0.22 0.24V, 0.28 0.25 306.- 310.- 29B.- 302.- 286.- 290.- 276.- 252.- 1846o!-!856o!— 18410*.- 18510*,- 12540. - 12720.— 12640.- 12720.- 9170.- 9250.— 9110.- 9190.- 2097.- 2113.- 2095.- 2111.— 2092.- 2108.- 2090.- 2106.- L30 2.50 2.- 2.20 2!25 Ü45 Ü95 2,15 B«da-ester Mrtschaftsbericht. Budapest, Ende August (verspätet eingLlrofsen). Jeder hoffte, die Lage werde sich, sobald die Notierung 6er Krone stabil wird, bessern. Nun ist der Kurs schon seit mehreren Wochen 3,12 und die Teuerung wird stündlich größer. Die Hauptschuld tragen die Behörden, indem sozusagen täglich die staatlichen und kommunalen Leistungen teurer werden. Am 21. August ist wieder der Eisenbahntaris erhöht worden, darauf folgten die Lokalbahnen, Schiffahrtsunternehmungen, die Verteuerung der staatlicher Beteiligung unterworfenen Artikel, wie Zucker, Mineralölprodukte, Salz, Selbstzünder, Preßhefe (gegenwärtiger Preis 5000 K. pro Kilogramm), natürlich kann auch kein Halbmonat ohne Erhöhung der Straßenbahnsahrpreise, Gasbeleuchtung, des elektrischen Stromes vergehen. Der Preis von Milch ist über Nacht von 620 auf 360 gestiegen, auf energisches Einschreiten (welches Wunder!) der Preisuntersuchungskommisjion aber nach zwei Tagen auf 760 K. gesunken. Bror wurde wieder teurer, braunes Brot aus der komniunalen Bäckerei kostet jetzt 830 K. pro Kilogramm, auch die Preise von argentinischem .Kuhfleisch, das in den kommunalen Verschleißbuden verabreicht wird, sind in die Höhe gegangen. Dafür sind aber jetzt neue Verordnungen in Kraft, so daß ein Kellner, der wegen Kleingeldmangels 6 K. nicht znriickgab, sowie eine alte Hausmeisterin, die sich darüber anfhielt, daß sie zu wenig Sperrgeld erhielt, wegen „Preistreiberei" verurteilt und sofort verhaftet wurden. Der Teuerung soll mit derlei lächerlichen Vorkehrungen Einhalt getan werden! Jetzt heißt es wieder, die Angelegenheit der vom Aus' äaab Vfaloiho ftiiltW1 io Kr rtünfrirt Aflnomt oiwoft ffattova ü ■*p*,7* ff * - 'Tiflinlfl esse gibt sich daher, für die Reise des Minffterpräsidenten und des Finanzministers, die sich vorerst nach Genf begaben, knnd. Sollte es aber auch gelingen, das Darlehen zu bekonunen, wer garantiert dafür, daß die Verhältnisse sich wirklich bessern lverden? Die unmittelbaren Folgen des Umstandes, daß das Leben fast stündlich unerträglicher wird, Lohnbewegungen bleiben natürlich auch nicht aus. Im Augenblick stehen die Mühlen, da ein Teil der Arbeiter zu streiken begann, worauf das Kapital mit Betriebseinstellung antwortet«. Auch die Zimmer ergeh ilstu sind, da sie vom Lohn nicht leben können, in den Ausstand getreten. Die Raseurgchilfen verlangen lOOProzentige Lohnerhöhung. Die öffentlichen Angestellten sind, da ihnen, wiewohl die Teuerung im Monat August um weitere 71 Prozent angewachsen ist, für September mit 20 Prozent gebessert wurde, ebenfalls unzufrieden. Die Handclsbedicnfteten forderten in einer jüngst abgehaltenen Monsterversammlung Bezahlung ans Basis der Schweizer Frankenparität. Daß hier und da auch Verständnis für das Wohl der fixbesoldeten Klasse bemerkbar ist, dafür bildet das Beistüel der Ung.-italien. Bank einen Beweis; dieses Geldinstitut revidiert nämlich von diesem Monat angefangen halbmonatlich die Gehalt« auf Grundlage der Preise der notwendigsten Lebensmittel, wie Zucker, Fleisch, Eier und Fette. Der einzige Trost ist, daß in aller Kürze die neuen (selbstredend in der Schweiz her gestellten) Noten zu 500.000 K. erscheinen. Banken und ALtiengefeblschasten. Dividenden: Ung. MssingwalHwerke, vorm. Gustav Chautoir lt. Co. (Unternehmen der Ung. Landes-Zenttalsparkasse), 400 K., Oceana Seeschiff-ahrts-A.-G. (Gründung Aiiantica-Tvust) bei einem Stammkapital von 10 Millionen und 228P Millionen Bruttoeinnahmen eine Million Reingewinn. Die ungarische Niederlassung der amerikanischen Vacunnr Oil Co. hat bei eineni Stammkapital von 20 Millionen 5,16 Millionen Re'nrgswinn verzeichnet, zahlt aber den Mtionären keine Dividende. Di« I. Nowotnhsche Gewehrhandels-A.-^. hat mit einem Verlust von 11 Düllionen abgeschloffen. — Stammkapital-Erhöhun-- gsn: Ungar.-Ämer. Bank auf 1 Mlliarde, Pester Ung. Kmnmerziakbank von 600 auf 800, Ung. Allg. Sparkaffa von 350 auf 700, Ung. Deutsche Bank von 200 auf 500, Budopest- Leopoliftädter Sparckassa von 160 aus 280, Budapest«! Jndustriebank von 50 auf 200 und Transorientbank (mit Hilfe eines Konsortiums) von 5 auf 400 Millionen Kronen. Expsrtnachrichten. Die Frage, ob Weizen oder Mehl zur Ausfuhr gelangen soll, ist noch immer unerledigt. Diesbezüglich kursieren verschiedene Gerüchte. Bald soll die Kreditbank den Weizenexport übernehmen -und der Regierung Valuta zum amtlichen Kurs vorstrecken, ein andermal wieder heißt es, daß mit der Schweizerischen Regierung eine Vereinbarung zustande kam, laut deren dieselbe mehrere tausend Waggons zum Preise von 27 Schweizer Franken abnrmmt. Im Makoer Zwiebel- und Knoblauchgebiet wird das Ergebnis laut neuerer Schatzung mit 3000 bis 2300 Waggons angegeben, hiervon beträgt der Inlandsbedarf 1200 Waggons, so daß ungefähr 1000 Waggons zum Export zur Verfügung stehen. Di« Papviikaernte ist ungünstig ausgefallen, was die Produzenten veranlaßt, "die Vorräte Kurückzuhalten. Von veredelten Kornsamen wurden 600 Waggons ohne Verpflichtung der Exportvalutaeinlieferung sreigegeben. Von Zucker sind um 1800 Waggons mehr erzeugt worden, wovon 1200 Waggons hinausgingen. Die Salamifabrikanten wünschen für den heurigen Export ein höheres Schwelnekontingent als die vorjährigen 50.000 Stück; eine Entscheidung ist noch nicht erfolgt. Die freie Ausfuhr von Wolle ist bis Ende September verlängert worden. Nachdem die Regierung den Borstenviehexport nur unter der Bedingung zuläßt, daß die Exportvaluta an die Devisenzentrale zu deren selbstgemachten Kurse« omgelrefert wird, will auch die Ausfuhr nicht recht in Schwung kommen und hören die Landwirte mit dem Schweme-üchten allmählich überhaupt aus. Der Export von Tomaten wird an einem Tage bewilligt, am nächsten Tage kommt eine gsgenteilige Verfügung, inzwischen verschwindet natürlich die Ware vom Platze. Pflaumen sollen heuer gut gediehen sein, der Zandesverpstögssenat hat daher die Ausfuhr befürwortet. Import«achrichten. Die übertriebene Gchutzzoll- Politik der Regierung hat zur Folge, daß ewige auf die Einfuhrverbotlffte gesetzten Gebrauchsgegenstände, wie Wirkwaren, Hüte, Schuhe und dergleichen unbezahlbar geworden sind. Aus Intervention der intere stierten BrancheLoufloute ließ sich die Regierung herbei, einen Waggon Strick- und WiMvaven sowie eine — allerdings verschwindend kleme — Anzcchl Hntsorrnen und Schuhe hereinzulaffen. Sonstige Nachrichten: Die Kredrt-bank hat in Gemeinschaft mit der Oefterr. Kreditanstalt im Wege der Amstelbank von der Firnra Goldman« 12.000 Adaphthaalktien für- 18,78 Milliarden österr. Kronen cmgekemft, sich einen löOprozentigen Gewinnanteil gesichert und Adolf v. Ullmann als Präsidenten eingesetzt. Die Wechselstuben-A.-G. „Merkur" hat die Wodianersche Druckerei in eine Aktiengesellschaft mit 100 Millionen Stammkapital umgewandelt und für die ,L)cean" Konservensäbrik die Wtienmajorität der Nhiregyhazaer Konservenfabrik käuflich erworben. Die Herender Porzellanfabrik wird unter MvtwirLung der ,Mobil"- und ,Iloyd"- Bonken mit 600 Millionen Stammkapital in eine Mtiengefell- Abonnementrpreis für Deutschland 1. September 1823 rückwirkend .Mk. 3,000.000 mtw&'mmm mm* 11 September 1933 Nr. 1648 schaft umgestaltet. Die in Nagheköros jüngst errichtete Stm servenfäbrik der Gschwürdtschen Spirituosensabrik soll tti Frühjahr mit dem Betrieb beginnen. Die Leipgjgersche nein erbautc Zuckerfabrik nimmt demnächst den Betrieb aus mi will in der ersten Kampagne 600 Waggons PvoduKieren. Dü Szekely u. Gerösche Maschinenfabrik und Eifegießerei wird al! Aktiengesellschaft weitergeführt. Wie verlautet, kündigen di» M-ittelbaicken die Lombardkredite. Wiener Börse. Hevvorgerufen durch die Regelung 'des itcckrenifch-griechb schen Konflikts, vereint mit den günstigen Meldungen aut Deutschland und der leichten Versorgung, bei welcher Geld i» größeren Mengen zu einem halben Prozent pro Woche angt' boten war, eröffnete die gestrige Börse in ziemlich fteundlicher Haltung. Lebhafter gestaltete sich das Geschäft in einzelnen Ban> kenwerten und in den Aktien der Elektrizitätswerke, von welch letzteren Siemens-Aktien in regerer Nachfrage standen. Di« Kaufaufträge in diesem Effekt waren derart groß, daß die Fest« setzung des ersten Kurses längere Zeit in Anspruch nahm. Bevorzugt und höher waren ferner Mpmeaktien, die von Deckungen gewannen, ferner besserten sich die tschechischen Papier« im Einklang mit den aus Prag vovgelegenen höheren Notierungen. Wenn das Geschäft im weiteren Verlaufe des Verkchrs nachließ und nur aus einzelnen Gebieten größeren Umfang hatte, so war dies der Zurückhaltung >der Spekulation wegen der jüdischeu Feiertage znzuschreiben. Gegen Schluß ging em Teil der anfänglichen Avancen verloren, doch war ein fester Grnndtou des Marktes nicht zu verkennen. Die Elektrizitätswerte blieben bis zum Ende lebhaft geftagt. So verzeichneten gegenüber dem letztgemeldeten Stand Siemens-Aktien einen Borsprnng von 27.000 K., A. E. G. profitterten 16.000 5k. Alpine gewannen 8000 K. Lebhafterer Verkehr entwickelte sich auch in Waagner- Mtien, die den . Markt mit einer Erhöhung von 20.000 K. verließen. Skoda-Wien profitierten 26.000 K. und ungarrsche Hosherr 20.000 K. Aus den übrigen Gebieten waren nur geringe Veränderungen zu verzeichnen. Im Schranken war das Geschäft ebenfalls nur in einzelnen bevorzugten Effettengattungen von Belang. Erhöhtem Interesse begegneten Petrolemnwerte, von denen Galizia um 1,800.000 K., Naphcha und S-chodnica um je 100.000 K. hoher bewertet wurden. Auch Zuckerartien wiese» Besserungen auf. So erhöhten sich ungarische Zuckeraktren um 300.000 K. mrd Schoeller-Zucker um 100.000 K. Braueveiaktien standen i» Aachsrage und Rothau-Nsudeck avancierten um 176.000 Ä. Bezugsrechte: Sarajsvo-Brau 745.000, Fixze 48.000, A. E. G.-Nnion 9100 bis 12.600, Dinamowerke 2000, üugarische Waggon 15.000, Waldheim 1710. Auf dem Anlage markt gaben österreichische Renken im Kurse ein wenig nach, wogegen die ungarische Kronenrente ihre Aufwärtsbewegung sortsetzte. Die tschechischen Hrsenbcchuobligationen blieben behaupt^. Bo» den Exoten notierten: Apollo-Fildn 21.000 bis 26.000, Erdöl 67.000 bis 68.000, Holzverband 34.000 bis 25.000, Jriag 325.000 bis 340.000, Schubert u. Co. 16.000 bis 16.900, Tepege 1661)00 bis 170.000, Universale 43.000 bis 44.000, Wiener Waffen 24.000 bis 24.900, Mraznica 255.000 bis 265.000, Mraznica Rechte 44.000 bis 53.000. Biehmärtte in 0t. Marx. (Eigenbericht dar „Wrener Morgan-eitu«-^ Riudermarkt. Der Austrieb auf dem gestrigem Rindennarkte belief sich auf 2006 Stück inländisches, 54 Stück ungarisches, 1126 Stück jugoslawisches und 571 Stück rumänisches, zulsamnien 3756 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2689 Stück Mast- und 1127 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 2047 Ochsen. 667 Stiere. 1036 Kühe und 17 Büffel. Außerdem wurden noch 30 Stück cmgvmeldet. Es notierten Ochsen prima 16.000 bis 17.000 K., extwm 18jOOO bis 19.000 Kronen, fefunha 13.000 bis 14.500 tertia 10.500 bis 12.800 K., Stiere 10.500 bis 16.000 St., Kühe 10.500 biß 14.500 St., Beinlvich 7000 bis 10.300 K.. Büffel 11.000 bis 12.000 K. Pro .Kilogram Lebendgewicht. Bei einer Mehrzufuhr von 100 Stück blieben Primasorten, die spärlich vertreten waren, nn Preise gegenüber der Vorwoche fest behauptet, alle anderen Qualitäten konnten in den meisten Fällen die Notierungen des vergangenen Montag erzielen. Haumwollmarkt. Aew-Dvrk» 8. September. Baunnvollzuftrhren in den atlank.' und Golfhäsen 18.000, im Innern 20.000, Ausfuhr nach Großbritannien —, nach dem Kontinent —.—. Lokalmarkt middling: 28.85 (gestern 27.80). Tendenz: Unregelmäßig. — Termine: September 27.64, Oktober 27.70, Noveniber 27.50, Dezember 27.45, Jänner 27.05, Februar März 27.15, April Mai 27.25, ~mu Juli 26.70, August SrrlinUrse. Berlin, 10. September. Die am Ende der Vorwoche eingetretene Besserung des Markknrses hat sich nur von kurzem Bestand erwich'en. Die Devisenpreise behaupteten bei leichten Schwanikungen ihren bisherigen höchsten Stand. Unter diesen Umständen setzte sich auch mr der Wektenbörse die Anpaiffung der Kurse an den entwerteten Gelstand weiter fort. Das Geschäft blieb ziemlich lebhaft. Die Kurssteigerungen erreichten aber bei weitem nicht das sensationelle Ausmaß wie in der Vorwoche. Sie betrugen zumeist unter 50 Millionen Prozenten und nur für einige schwere Montan- und Jndustriepapiove über 100 bis 200 Millionen Prozente. (Aller in Tausenden von Mark.) S ch l u ß k u r s e: Türkische Lost 315.000, L c Staatsbahn —.-, Nordd. Lloyd 102.500, Ver. Elbcschifsuhrl 92.000, Berliner Handelsgesellschaft 250.000, Kommerz^-Privatbank 50.000, Darmstiidter Bank 83.000, Deutsche Bank 126.000, Diskonto- Kormnandit 160.000, Dresdner Bank 70.000, Nationalbank für Deutschland —Oefterr. Kredit —, Oefterr. Länderbank —, ReichSbank —.—, Wiener Bankverein —, Wiener Unionbnnk —, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 90.000, Bochumer Gußstahl 1,600.000, Daimler Motoren 20.000, Dentsch-Lnxembmger 1,400.000, Deutsche Waffen u. Munition-, Dynamit Nobel I 00.000, Felten u. Guilleaume 700.000, Gelseukirchener Berg. : 1,250.000, Th. Goldschmidt 360.000, Harpener Bergbau 1,400.000, Hirsch Kupfer 700.000, Höchster Farben 200.000, Hohenlohe-Werke ‘ 4iiödQQCL aflft.nnn SBbutadtaMttHdluni 1