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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-11 · Heft 1645 (11.9.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1645 (11.9.1923)
Date
1923-09-11
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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mmmam Serie 8 Men, Dienstag Deutung dieses Ausdruck-. Darrach soll der vor kurzem wt Estland eingetroffen« argentinische Konsul für die Nm-Hstaaten in eme-m Gespräche mit einer in der Organisatvon der AuStvan-derung tätigen Persönlichkeit eErt haben, er habe nur Vollmacht, die Pässe estländischer, lett-- ländischer und litauischer Staatsbürger ch r i st l i ch e r Konfession zu vidieren, sei jedoch nicht befugt, Staatsbüvgeru dieser Länder, di-e dem jüdischen Glaubensbekenntnis angehören, ei>n Visum zu erteilen. Wenn diese Nachricht richtig ist, so bezahlt die avgentimsche Regierung nrrt dem gröbsten Undank alle P i o n i e r d i e n st e in kolonisatorischer und tvirtschafts.lcher Hinsicht, die dein Lande durch jüdische Arbeit und jüdisches Geld geleistet wurden. Der Besuch der KleirmarlenaussteNima. Die Sonntag geschlossene fmtffac Kleingarten-, Sied- Mugs- und Wo>hnbanansstellu>ng wurde zusammen von rund 49 7.0 0 0 Personen besucht. Die Zahl der verkauften Eintrittskarten betnlg 350.000 und ist deswegen geringer als die Zahl der Besucher, da die Aussteller, die Mitglieder der Kleingarten- und Siedlungsvereine und ihre Familienangehörigen freien Eintritt hatten. Der größte Besuch toar anr ersten Tage der Ausstellung mit 120.000 Personen zu verzeichnen. Sonntag besuchte auch der Bundeskanzler die Ausstellung. Diese hat einen Volten Erfolg auifzuweisen, der durch Znsanmrenwwkeu aller beteiligten Faktoren erzielt worden ist. Die LebensmMelmSMe. WN der Großmarkchalle herrschte gestern lebhafter Verkehr. Die gesteigerte Nachfrage nach Fleisch und Geflügel hängt mit den Mischen Feiertagen zusammen. Die Preise blieben gegen den letzten Markttag unverändert, die Vorräte reichten überall für den Bedarf. Auf den Grünwarenmärkten tvar der Verkehr schwächer, die Zufuhren waren auf allen Gebieten, bis auf Kraut' und schöne Dualitäten von Karfiol, reichlich ausgefallen, die Preise blieben im großen und ganzen gegen den Samstag unverändert. Die Eier- und Butterzufuhren waren günstig ausgefallen, krotzdem ist keine Preisermäßigung zu verzeichnen. * Für die jüdischen Pfleglinge der städtischen Humanitäts- -Mstalten. Das unter dem Vorsitz des Gemeinderates Tr.. Leopold V l a s ch k e s stehende Fürsorgekomitee für die jüdischen Pfleglinge der Wiener städtischen Humanitätsanstalten erläßt den folgenden Aufruf: Don den vielen hilfsbedürftigen Juden, die infolge der Not der Zeit den Beistand ihrer Brüder beanspruchen müssen, sind bisher die armen und siechen Pfleglinge der Wiener städtischen Humanitätsanftalten vergessen geblieben. Alter ist hart, auch dann, wenn keine Sorge die letzten Jahre bedrückt. Aber da draußen am Ende der Stadt leben Manschen, denen vielleicht Zeit ihres Lebens die Freude versagt blieb, oder solche, die einst bessere Tage gesehen und durch ein unverschuldetes Mißgeschick in Not und Elend geraten sind. Ihnen ist als Zufluchtsort nur das Dersorgungsheim geblieben. Die Gemeinde Wien leistet ihr Bestes, um allen Insassen ihrer Anstalten das Leben erträglicher zu gestalten. Dennoch bleiben in der Fürsorge für diese armen Juden viele Lücken, die auszufüllen einige beherzte, jüdisch fühlende Frauen und Männer sich zur Aufgabe gemacht haben. Es wurde zu Jahresbeginn ein Fürsorgekomitee gebildet, das bisher 2Z,000.0000 Kronen an Geld und mindestens das Doppelte an Natural- und Kleiderspenden aufgebracht hat. und sämtlichen jüdischen Pfleglingen zu allen jüdischen Feiertagen — den Pfleglingen des Lainzer Versorgungshauses auch an jedem Freitagabend, den auf Koscherkost reflektierenden täglich — rituelle Kost verabreicht. Auch wurden an die in die Heimat zurückkehrenden Pfleglinge Neiseunterstühungen und Kleider verteilt. Unser Stand an Hilfsbedürftigen beträgt derzeit etwa 50 0 Personen und wächst unausgesetzt. Auch soll der Betsaal und die Bibliothek ausgestaltet Werdern Anläßlich der hohen Feiertage appellieren wir an alle Juden und Jüdinnen, das Lrebeswerk für unsere Schützlinge durch Spenden zu fördern und hoffen zuversichtlich, daß uns die nötige Mithilfe nicht versagt werden wird. Unsere Administration ist gerne bereit, Spenden entgegen zu nehmen. * Ein jüdischer Schulbau in Brünn. Infolge der überaus günstigen Entwicklung, die das Jü d i s ch e N e f o r mr c ü lgvmna sti um - und die Jüdische Volksschule in Brünn während der ersten drei Jahre ihres Bestandes genommen haben, hat der Verein jüdische Schule für Mähren sich als Schulerhalter gezwungen gesehen, ernstlich den Bau eines modernen und allen Ansprüchen genügenden Schulgebäudes ins Auge zu fassen. Obwohl die Ueberwindung der finanziellen Schwierigkeiten begreiflicherweise keineswegs eine leichte Aufgabe fein wird, hofft man zuversichtlich, daß der Bau bis zum Anfang des nächsten Schuljahres durchgeführt sein wird. * Stellenvermittlung für jüdische Hochschnler. Um die unter der jüdischen Studentenschaft herrschende große Not zu lindern, hat der Jüdische Hochschulcmsschauß die Aufgabe übernommen. bedürftigen Studenten durch Vermittlung eines Erwerbes Berdienstmöglichkeit zu verschaffen und ihnen auf diese Weise zur Fortsetzung und Beendigung ihrer Studien zu verhelfen. Der Jüdische Hochschulausschuß richtet nun zu Beginn des laufenden Studienjahres an die Oeffentl i ch k e i t die Bitte bei Bedarf an Hofmeister n, Lehr- und K a n z l e i k r ä f t e n, S t e n o t y p i st e n, Dolmetschen und dergleichen, sich vertrauensvoll an das S ekretariat des Jüdischen H o ch s ch u l a u s s ch u s s e s, W i e n, 9. B e z.. Z i m m e r m a n n p l a tz 8, schriftlich oder telephonisch (Tel.-Nr. 37-1-18) zu wenden, welches u n e n t- «zeitlich Vormerkungen entgegennimmt und Stellenvermittlungen besorgt.' Der Jüdische Hochschulausschuß gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm, wie bisher, auch in diesem Jahre mit Hilfe und Unterstützung der Oeffentlichkeit gelingen wird, die übernommene Aufgabe zu erfüllen und einer großen Anzahl von geschulten, energischen uno gewissenhaften Pädagogen und tüchtigen Kanzleikräften Verdienst - und somit auch Studienmöglichkeit zn verschaffen. * Personaluachricht. Dr. Leopold Sofer, vom Urlaub zurückgekehrt, hat seine zahnärztliche Qrdinatwn, 1. Bez. Kohlmarkt 10, wieder ausgenommen. Telephonische Anmeldungen 66-7-36. Entgeltlich. * Verleihung des Hofrattitels. Der Bundespräsident hat öem Polizeioberbezirksarzte Regierungsrat Dr. Moritz Mandl der Polizeidirektion in Wien anläßlich sener Versetzung in den dauernden Ruhestand taxfrei den Titel eines Hofrates verliehen. Wiener Morgenzertung. * Mangel an Rabbinern und jüdischen Lehrern in Deutschland. Die wirtschaftliche Dapvefsion, die mit dem rapiden Sinken der deutschen Währung verbunden ist, macht sich besonders auch in den Kreisen der Rabbiner und Lehrer bemerkbar. Eine größer« Anzahl hat unter der Not der Zeit diesen Berns in den letzten Monaten ansgegc'ben und sich kaufmännischen Bernsen z-ngeweNd-et. So kann zum Beispiel dst Berliner jüdische Gemeinde in ihren F i l i al-Gottesdiensten. die zu den bevvrstehen.den indischen Feiertagen eingerichtet werden, nicht, um? das in früheren Jahren selbstverständlich tvar, in jedem Owltsdienst Predigten halten lassen, tveil^die erforderliche Anzahl tun: NaKünern oder Rabbinatskandidaten nicht mehr zur Versüßung steh'. Besonders fühlbar ist der Mangel an liberalem NaMv>nch.§. Kandidaten der orthodoxen Richtung sind in grhs.'rer Zahl vorhanden. Die drei theologischen Sennnarien in Deutschland umfassen gegenwärtig zusammen nicht einmal so viel Hörer, äl§ früher an einer Anstalt studierten. (I. E. B.) * Aerztliche Nachricht. Zahnarzt Dr Ignaz Schindler hat seine Praxis, 8. Bez., Lederergasse 32 (Ecke Laudongasse), wieder ausgenommen. * Prof. Karl Ehrenfest gestorben. Sonntag nachmittags starb hier nach kurzem Unwohlsein der Mittelschnlprofessor Karl EP r" u f c ft im 49. Lebensjahre. Der Verblichene, der einer jüdischen Lehrerfamilie entstammte, hatte in jungen Jahren die Lehramtspri'unng für Volks- und Bürgerschulen mit gutem Erfolge bestanden, konnte jedoch unter der Aera Lueger als Jude keine Lehrstelle erlangen. Ehrenfest studierte weiter und erhielt schließlich einen Posten als Assistent für das Turnen an Mittelschulen; an feinen Namen knüpft sich die Eins ü h r u n g der I n g e n d s p i e l e und der modernen sportlichen Hebungen in den Schulen. Auch als Religionslehrer hat sich Prof. Ehrenfest bleibende Verdienste erworben. Seiner Anregung ist die Schaffung eines Bar M i z- Wah-Kurfes für minderbemittelte Schüler bei der Kultusgemeinde zu danken Als Leiter dieser Kurse gab er auch ein sehr nützliches Büchlein für Bar Mizwah-Jünglinge heraus. Karl Ehrenfest war ein ausgezeichneter, herzensguter und jederzeit hilfsbereiter Mensch und genoß sowohl bei seinen Kollegen wie auch in allen Aemtern. mit denen ihn sein Dienst und seine Dicnstbeflissenheit in Berührung brachte, größtes Ansehen und Vertrauen. Seiner Witwe und seiner einzigen Tochter sowie der in weiten Kreisen hochgeachteten Familie, die durch das plötzliche Hinscheiden dieses vorzüglichen Menschen in tiefe Trauer versetzt wurde, wendet sich die 'allgemeine Teilnahme zu. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag den 13. d. unr halb 12 Uhr vormittags am jüdischen Friedhof (Zentralfriedhos, 3. Tor) statt. * Oberrabbiuer Kuk fordert zu Nationalfonds-Speuden auf. Anläßlich der Rosch-Haschanah-Aktion des Keren Kajometh in Deutschland hat der palästinensische Oberrabbiner Kuk folgenden Aufruf dem K. K. L. in Deutschland übersandt: „Schon Mitteilunge« am dem Publikum. flehii$cSi@ Strümpfe und Handschuhe Engros Export Adolf Tarier Wien,Kohlmessergasse Nr. 6 Hilda Wurtnann Samuel Rosenstock Wien Dolina empfehlen sich als Verlobte Wien, im September 1923 Fanny Hornstein Emil Taube Radomysl Wien Verlobte Wien im Elul 5683 Anlässlich der Verlobung unserer Schwester, resp. Schwägerin Frl. Cyila Fisch mit Herrn Samuel Fisch gratulieren wir herzlichst Jacob W. Berlin und Frau Möbelfabrik j. Spira Feine ->- Wißt!, VI!.. MwlWM 1—3 Wohnungseinrichtungen. (Ecke Karl Schweighofergasse Kultus-u.Justiztalare u. Barette llelort in schfjoater AusiQhrang die bekannteste ßpezialfirraa 235 BlinflIE AninP'TElM Zivil- und Uniformachneider KUUulr VHJLUMEÜ1 Wien. 11. 1'aborstr. 54. 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Da der Keren Kajemeth diesem heiligen Zweck der Genlalh Haarez gewidmet ist. rufe ich allen, die auf nkeine Stimme hören, zu: Unterstützet und stärket den Steten Kascmeth. damit das heilige Land möglichst schnell anSgelöst wird: denn das ist daS Fundament des jüdischen Volkes und seines heiligen Landes. Ich unterzeichne mit treu-em Segen vom Heiligen Berge in Jerusalem. gez. Gaan Abraham Isaak Hacohen Kuk/' * Spenden Nathan Strauß für PalLstina. Nathan Strauß überreichte dem Oberrichter Louis B r a n d e i 8 einen' Scheck ans 10.0 00 Dollar als Beitrag zur Arbeit des Vale st ine Development Eonneil. Einen gleichen Betrag sandte er an die Hadassah ab. * Dakzweitägige Rofch-Haschanah. Gin hoher Kirchen- Würdenträger richtete an den berühmten Rabbi Jakob Emden die Frage, weshalb die Juden das Neujahrsfest zwei Tage mwi feiern. Er ant'wovt'vt«: ,/Den ersten Tag flehen wir den Herrn an, daß alle unsere Wünsche in Erfüllung gehen, den zweiten Tag jedoch bitten wir, daß die Wünsche unserer Feinde nicht in Erfüllung gehen mögen." * Richter Julian Mack bei Sir Herbert Samuel. Der Vorsitzende des Palestine Development Council (Brandeis- Gnlppe), Richter Julian Mack, der von einer Palästina- Reise zum Besuche seiner in Tirol weilenden Familie in Meran eintraf, hatte in Trafoi eine Zusammenkunft mit dem dort zur Erholung weilenden Oberkommissär von Palästina Sir Herbert Samuel. * Der antljüdische Wirtschaftskampf in Lettland. Die Rigaer Zeitnng ,,Unter Weg" bespricht den immer schärfer iverdenden Kampf gegen die jüdische Wirtschaft in Lettland. Persönlichkeiten aus Verschvedenen politischen Lagern fanden sich zum Kanrpf gegen den jüdischen Handel zusammen. Vor kurzem fand die Gründungsversammlnng der lettischen Flachs zentrale stait, deren Ziel es ist, „alle lei tischen Flachshändler zu vereinigen", in der Praxis aber auf eine Isolierung der jüdischen Flachshäudler abzielt. Es werden ebenso Schritte unternommen, eine starke Organisation der lettischen Holzhändler mit den gleichen Jsolierungszielen zu'' schasisen. Die Zeitung propagiert die SchMrna eines starken wirtschaftlichen Zentrums, welches Riga und die Provinz umfassen und ein Gegengewicht gegen die antijüdischen Organisationen bilden soll. * Bon der D'nes B'rith. EnMche nnd österreichische Angchövig!> der B'nei B'rißh-cLogen Twibm im Haag eine Loge dieses Ordens gegründet, welche Mitglieder einer ganzen Neihe^ holländischer Städte umfaßt nnd die erste jüdische Loge in Holland ist. Auch in Deutschland hckbe die B'nei B'rith eine weitere Ausdehnung erfahren. So sollen in A n g 8 b u r & Münster und Asch affen bürg neue Logen entstehen, in Berlin steht die Gründung einer s iebenten, in Stettin einer zweiten Loge bevor. * Die Federation der Ukrainer Inden in London veröffentlicht soeben ihren Tätigkeitsbericht, dem wir folgendes entnehmen. Die Federation gründete in 68 ukrainischen Städten Komitees, denen sie im letzten Jahre 9481 NahrungSmittDlpakete übermittelte. Außerdem wurden durch die Vermittlung 11.982 Pakete im Werte von 104.000 Dollar abgesandt. Die. Federation unterstützt die Gesellschaften Ort und Oze und unterhält selbst eine Reihe von Kinderheimen und Speiseküchen, in der Ukraine. Die Federation befaßt sich speziell mit der Lage der Flüchtlinge in Rumänien und Polen und widmete, ihre Aufmerksamkeit auch den Chaluzim. denen sie nach Möglichkeit half. Die Werbearbeit brachte in England allein in! den letzten 18 Monaten über 21.000 Pfund ein. Die Judercheit' Südafrikas steuerte auch 21.000 Pfund bei. Außerdem! wurden Kleider im Werte von 8600 Pfund gesammelt. Das Gesamteinkommen der Federation betrug in den letzten 18 Monaten (bis Mai d. I.) 91.661 Pfund. * Geplante Uebersiedkung jüdischer Verlage nach Palästina. Während der letzten Jahre hatten zahlreiche jüdische Ver-. läge ihre Wirksamkeit nach Berlin verlegt, da infolge der niedrigen deutschen Valuta die Werke in Deutschland bedeutend^ billiger als anderswo hergestellt werden konnten. Infolge des das Sinken der Mark weit überholenden Steigens der Papierulld Druckpveffe sehen sich mehrere Verlage nicht mehr in der Lage, in Deutschland auf dem Weltmärkte konkurrenzfähige Bücher herzustellen, und beabsichtigen daher, nach P a l ä st i n ü zu übersiedeln, wo laut Berechnungen von Sachverständigeir die Druckkosten geringer sein sollen alz in Deutschland, Im Anschluß ait diese geplante Ueberstedlung der Verlage dürften mich zahlreiche angesehene hebräische Schriftsteller ihren Wohnsitz von Deutschland nach Paläsftna verlegeir. * Ein jüdisches technisch-landwirtschaftliches Institut in Odessa. In Odessa wurde ein indisches technffch-lanowirtschaft-, lichcs Jnstittlt, das erste in Rußland mit Jiddisch als Vortragssprache, gegründet^, mit der Aufgabe, landwirtschaftliche Kenntnisse unter den jüdischen Kolonisten in Südrußland und der Ukraine zu fördern. * Eröffnung einer „Ort"-Abteilnng in Schanghai. In; Schanghai ist eine Abteilung der Gesellschaft „O r t" eröffnet worden, in der Bertreter aller Schichten der dortigen Bevölkerung — sowohl rrlssische als auch englische und arabische Juden — teilnehmen. Die Eröffnung dieser Abteilung ist ein Ergebnis der China-Reise des Vertreters des Zentra'lbureaus der Gesellschaft „Ort" Herrn I. Blum. (I. C. B.) * Eröffnung der Internationalen Hochschulkurse. Die feierliche Eröffnung der Wiener Internationalen Hochschulkurse findet am 11. d. im großen Festsaale der Universität in Anwesenheit des Herrn Bundespräsidenten statt. Die Borträgc werden von hervorragenden Gelehrten aus Wien, semer ans Ainerika, Deutschland, England, Italien, Jugoslawien, der Schweiz. Tschecho-Slowakei und aus Ungarn in der Wiener Universität abgehalten werden. Außerdem finden eine Reihe von .Kunstwanderungen, Ausflügen nnd gesellschaftlichen Veranstaltungen statt. Das genaue VortragsprogroniNk, welches sämtliche Vorträge und Veranstaltungen mit Zeiteinteilung um« faßt, ist beim Sekretariat erhältlich. Parteienverkehr ab 8. d. ansschließich in der Universität (Jnristentrakt. Jilskriptionseimcichungsstelle) täglich von 9 bis 12 und von 4 bis 8 Uhr. * Oesterreichische Segelslngwoche. Ein an der technischen Hochschule gebildeter Ausschuß, dem der Aeroklub und andere Vereinigungen angehören, veranstaltet vorn 14. bis 21.. Oktober eine 'O e st e r re i ch i s ch e S e-g e l f l u g w o ch e. Für diese wurde das Gelände von Deutsch-Altenburg infolge seiner besonderen Eignung nnd verkehrstechnisch günsti' gen Lage gewählt. Zum ersten Mal wird sich dort der breiten Oeffent'lichkeit Gelegenheit bieten, den motorlosen Flug, diesen in neuester Zeit zu ungeahnter Entwicklung gelangten Zweig der Flugtechnik, ans eigener Anschauung kennen zu lernen. * Bundeslehrarrstalt für Frauengeiverbe. Die Bundeslehranstalt für Fraucngeüvetzbe veranstaltet K u r s e zur HeranlbiDima vor: H e i m a r'b c i < e r i n n c n für verschiedene bau 8mvilstri.elle De chitifc n. wst Klöppeln, File t, Spitzen näh e u, W e i ßsttcke n. Einschrcibungen finden ab 17. d. täglich zwischen 8 und 2 Uhr in der Kanzlei der Ani statt, 6. Bez.. Mollardgasse 87, 1. Stock, statt, wo auch Aus fünfte erteilt werden. Der MetdezeltA ist nlitzubringen. m.,Winc9inU9iS* M flau« Nr. fl:

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