Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1645 (11.9.1923)
- Date
- 1923-09-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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DßMv 'S Men, Dienstag Schau firrStädteschcm, für soziale Fürsorge mitDarstellungeu -es schwedischen Prohibitirsystems gegen den Alkohol- Mrßbvcmch (Götoborger Shstwn) und für das hochentwickelte schwedische Schulwesen. Gegen die Betätigung in realen Dingen fiel auffallend ab, lvas die Schweden ans dem Gebiet der Malerei aus stellten. Es scheint, das; dem dem Leben zugewandten Volk die ans den: Spiel der Phantasie sckwsstn.de Kunst fremd geblieben ist. Jnteressan- -kr mW wertvoller lvar die angegliederte Expositur der Norweger urrd Finnen, iiwbe,sondere die Kollektion Munchs und seiner Nachfolge. Die Schloedeu selbst erkennen dies neidlos an und freuen sich darüber, daß ihnerr das KuustanZstellMlgsgebäude erhalten bleiben soll, wenn ihnen auch der Inhalt weniger zusagt. Dagegen war die kunstgewerbliche Mt-eilung ein Objekt von großer Anziehungskraft. Man sah Gläser von höchster künstlerischer Feinheit, wie sie wenig andere Länder Hervorbringen, dergleichen Aletallarbeitün mW Schmuck. Im Bucheinband huldigen die Schweden dom traditionellen Ornament bei höchster Sorgfalt der Ausführung. Die schönste von allen Schaustellungen aber war eigentlich die des Volkes selbst, >as, sich seines Besitzes erfreuend, durch .Hallen und Höfe flutete, von einem durch keinerlei Parteizwist in sei!'.er Selbstverständlichkeit beeinträchtigten Vawrlandsgchühl beseelt. Patriotismus hat hier keinen üblen Beigeschinack. Er f|t so na.t.url>edi!Ng:, wie, daß mail seine eigene Familie liebt. Nordisches Fest. In die Hellgrüne Dämmerung steigen die schwarzveißen Pylone der Ausstellnngsiürn:e. Aus ihren Knäufen euchten Lölve und Krone, Sinnbilder Göteborgs. Fackellicht brandet über einem Meer von Köpfen, daraus ein selles Viereck sich abhebt, die Plattform der Nationaltänge. öin Ehor von Spielleuten fiedelt als Mittelgruppe, rarüber die Banner von Schweden, Dänemark uns Norvcgen farbig ineinand'ersließen. Die Töne dringen war ibcr Sie schweigenden Ätassen Izeraus zu der hohen Terxrsse, Sie ein frischer Windhauch kühlt, duftend von Sreust und Wiestnblnmen. Die nordischen Inseln und' Halbinseln, das Volk der Seefahrer, Bauern und WaKieuw anz: seine Stammestänze. Gelbe Kniehosen und schn-rrze -zacken. Rotfräcke mit roten Zylinderhüten. Blaue Ocädchenkleid'er mit roten Strümpfen. Gelbe Zäckchen,;rüne Jäckchen, rote Jäckchen. Weiße Strünrpse mit bnntzLwirkten Bälwevn. Sie stampfen rhvtmisch aus dem Vretwrboden, schwingen und drehen sich. Die blonden Zöps: wehen, die Arme verschlingen und lösen sich. Die lbingoker, die Talarner, die von Stencn und Bielinge, »on Halland und Bärmland vereinigen, ihre Jugend. Ihre Fröhlichkeit ist UUverdorben, ihr Werber: gemessen, die Lantzkumt einfach, wie sie aus grünem Rasen in: Reigen Mit den Msidaum geübt lverdsn kann. Wenrr sie enden, itarschr die Menge der Fürrszigtausend Beifall. Sie ordnen zum -Abzug mvd tragen ihre buntleuchtenoen Farben >urch die dunklen Acenschenmasse zur Terrasse empor. Festreden, Mnsrk. die Fahnen ^bauschen sich in der hell- >io£etteu Dämmerung. Lichtgirlanden strahlen, geisterhaft blaue Flämmchen spiegeln sich int Ansstellnngsste, Raketen steigen, i:nd in die traumhaft klare, lichterfüllte llbendlust schwebt der nordische Hymnus vom alten, freien Norden: „Du gamla, du sria . , Der antlzlonWche Fabian. Wir berichteten gestern über ^den Prcßprozcß, den der Mische Abgeordnete der ungarischen Ncnwnalvcrsaminkung Tr. Bela Fabian gegen das antisemitische Schandblatt „A N e p" angestrengt hat. In der Schlußvechandlu-ng wurde::, wie gleichfalls berichtet, die beiden Redakteure des genannten Buntes verurteilt. Dieser Dr. Fabian, der der demokratischen Gruppe angehört und Schüler Dr. Wilhelm Vazson Y i s ist, glaubte seine angegriffene Ehre cm: besten dadurch zu schützen und zu reparieren, daß er sich mit Händen und Füßen dagegen sträubte, ein Zionist zu sein oder dafür gehalten zu werden. Daß er hierbei den Zionismus zum Patriotismus in Gegensatz zu bringen bemüht lvar, ist ein besonders hervorstechender Zug aller jüdischen Assimilanten von der Richtung des Dr. Fabian und Gesinnungsgenossen. Deshalb beteuerte er auch in der Verhandlung, daß er als russischer Kriegsgefangener niemals die Interessen des Zionismus verfochten, sondern unentwegt als Patriot gehandelt habe. Zu diesem Zwecke gründete er in der Kriegsgefangenschaft zwei Zeitungen, in denen unausgesetzt für die ungarische nationale Idee gekämpft wurde. Auch seine Zeugen bestätigten dies, und ganz besonders Hauptmann Johann Olah erklärte unter Zengeneid, daß Dr. Bela Fabian sich stets als fanatischer Ungar benommen nnd jede zionistische Bewegung perhoresziert habe. Tr. Fabian konnte daher nichts dagegen einwenden, daß dieser sein Lenmundzeuge im selbe:: Atemzug auch bekräftigte, daß Dr. Fabian „den Zionismus und den B 0 l s ch e w i s m it s" aufs entschiedenste verwerfe. Dr. Bela Fabian hat den Lohn für seinen chauvinistischen Patriotismus reichlich geerntet. Er predigte in der GeW:genschafl den ultranationalen magyarischen Chauvinismus und seine Zuhörer waren offenbar gelehrige Schiller, denn als sie aus der Gefangenschaft heimkehrten, wurden sie die sichersten Stützen der Pogroa:r:l::i! der Rasstn'chüver Friedrich, Pro nah und Hejjas. Sie veruaderten Dr. Fabian, daß er in der Gefangenschaft Wohl für den Patriotismus, aber auch gleichzeitig für die Demokratie Propaganda gemacht habe. Diese identifizierten nicht mit Unrecht Demokratie mit Zionismus. So kam Fabian zur Beschuldigung, daß er zionistische Propaganda getrieben habe. Düse natürliche Schlußfolgerung gefiel aber dem Führer der ungarischen Assimilanien nicht, er zog es vor, sich wegen des Vorwurfes, daß er zionistisch angehaucht sei, beileidigt zu sein und motiviert? sein Verletz'.sein damit, daß {einer ArOmm-ig -ach.-L.ogLGr-.ch -und au.-tttz.atrto- Wiener Morgenzettung._ tisch dasselbe sei. 'Wahrlich, wahrlich, cs hat fast den Anschein, daß für die Fabiane und ihre Gleichgesinnten die Version Hejjas iiber magyarische:: Patriotismus noch nicht eindringlich genug gewirkt hat. ... Religiöse KiiMe Wische« Hindus und Mohammedanern im Ment. Die Feier des größten mohammedanischen Festes, des Mohär ram, hat in Indien und in Persien zu großen Unruhen geführt, die die religiöse Spannung in der Welt des Orients offenbaren. Jü der: indische:: Provurzen Suharanpur und Gouda kam cs zu heftigen Kämpfen zwischen Mohanun? : und Hindus. Der Ausbruch der Unruhen wurde in Suparanpur dadurch hervovgernstn, daß die Söhne des Propheten bei ihren: feierlichen Umzug die Zweige eines heiligen Baumes in einem: Hindntempel abschneiden lvollten. Die Zweige hingen über die Straße und die Mohammedaner behaupten, daß sie dadurch im Tragen der Fahne des Propheten behindert würden. Die Hindus widersetzten sich der Beschädigung ihres heiligen Baumes, worauf die fanatisch erregten Anhänger des Islam den Angriff auf den Tempel erössneten und int Anschluß daran vielel Läden der Hindus plünderten. Die Kämpfe forderten eine große Menge von Todesopfern und die Polizei mußte schließlich ff: die Masse.!: feuern. Kleinere Zusa.>::>me:istöß,e ereigneten sich in Kalkutta, Amritsar und in anderen indischen Städten. In Teheran wurde die Molharram-Prozession zu einer starken Kundgebung gegen die Engländer benützt und zun: „heiligen Krieg" gepredigt. Ein Lebender zu Propagandazwecken begraben. Wie furchtbar das geistige Chaos ist, das der Kommunismus ff: Rußland neben den: wirtschaftliche:: besonders unter der Jugend angerichtet hat, das beweist der Vorfall, der sich jüngst nach einer Meldung des I. C. B. in dem wol- Hhnischur Städtchen Oho du o zugetragen hat. Ob die geradezu grawrchafken Einzecheiten, die Zeugnis einer völlig Vertierten Beschränktheit gäben, den Tatsachen voll entsprechen, läßt sich natürlich schwer konstatieren. Aber sie entsprechen dem Bilde sittlicher Verkommenheit völlig, wenn sie cs auch geradezu ins Phantastische steigern. In Ohodno trug sich nach der erwähnten Meldung folgende, geradezu gräßliche Tragödie zu: Ein Muglickd der „Kom-- jung" (der Jugendgruppe der jüdischen Sektion der Kommunistischen Partei) war eines plötzlichen Todes gestorben. Die ,Tionism:g" faßte den Beschluß, den Kameraden aus dein k o:n m -u n i st: s ch e n Fried h o f zu beendigen, wogegen sich jedoch die orthodoxe Fainilic des verstorbenen Knaben sträubte. Daraufhin erschien die „K'omjung" vor den: Hause der Eltern des Toten und forderte die Herausgabe des Leichnams. Es kam zu einer Schlägerei, m der die Jnngkoiutnlunisten den kürzeren zogen. Sie liefen nun zu den: Sowj etkom Mandanten und forderten von ihm, daß er der Miliz den Befehl gebe, von den Eltern die Herausgabe des Leichnams zu erzwingen. Der Kommandant suchte zuerst die jungen Konrnrunisteu zu beschtvichtigen und wies auf das Recht der Eltern hin, ihren Sohn nach eigenem Guksüuken zu bestatten, mußte aber den: Drängen der jungen Leute nach geben. Nun zogen diese mit der Miliz vor das Haus der Ellern, mißhandelten die Faufflienangehörigen des Toten und bemächtigten sich mit G c w a lt des Lei ch n a in s. Unter Sieges gelängen zog die „Kvm'jung" alsdann zun: kontmunistischen-Frieshvs, um den toten Kameraden zu bestatten. Als sie gerade im Begriff waren, den Leichnam der Erde zu übergeben, bemerkte man, daß aus dem Munde des vern:e!ntlich Toten Blut floß. Einige der jungen Burschen äußerten die Vermutung, daß der zu Bestattende noch am Leben st:. Es wurden zwei Acrzte herbeigernfen, von denen der eine den. Knaben für schtalfkrank, der zweite für tot erklärte. Nun entstand ein Streit zwischen den jungen jüdischen Konnnunrsten. Die einen tvollten den Knaben zurück ins Elternhaus bringen, während die anderen erklärten, daß dies von der jüdischen Bevölkerung als ein Gotteswnnder betrachtet würde, was jeden „Fortschritt" der kommunistiischen Idee in dem Städtchen für immer vernichten würde. Am Ende siegten die Berstchter der kommunistischen Propaganda und der Knabe wurde beerdigt. Der unglückliche Vater verlor aus VerMeifl-ung der: Verstand. Tie Fanlilie erhebt mm gegen die ,Mm jung" die Anklage, daß sie einen Lebenden begraben ließ. Die stille Freu. Vor cuin'uu Monaten ist in der großen Zinskaserne gegenüber eine neue „Partei" aufgetaucht. Man muß dabe: nicht gleich an Mohnungsschieberei denken an Protektion, Korruption und' wie die angenehmen Begleiterscheinungen der Wohnungsnot sonst heißen niögen, die wir immer noch mit der Vorstellung einer neuen Behausung verbinden. Der Fall lag sehr einfach. Die neue Tuieteriu lzaite die Wohnung gegen ihre frühere, weffaus gwßeve, eiugetauscht und war auch durch einen sehr einfachen Grund gezwrtugeu worden, ihr schönes Heim aufzr^ebcm: ihr Mann hatte sich von ihr scheiden lassen. Oder besser gesagt, er hatte sie bewogen, r:ach langer: Känrpsen betvrgen, die Scheidnugsklage einMbringen. Das alles ersn>hr man nicht von der blassen kleinen Ostjüdin selbst, aber es sickerte doch alliuählich dnrch. Der Zufall brachte bald das eine, bald das andere Detail ihrer Geschichte zur Kentnis der Nachbarschaft, und bald kannte man die Tragödie ganz genau, die die uen-e Mieterin durchlebt hatte. Es war du.rchaus keine Sensationsasfäre. Zehn rFMe ÜM At.te der ReMDrüvM wjt MW ÄMck diL 11. September 1923 Nr. 1645 er sich aus seiner galizischen Heimatsstadt nach Wien geholt, in glücklicher, harnronischer Ehe gelebt, mit Freude tboÄ Töchterchen aufwachsen gesehen. Dann lockte ihr: eine andere au sich. Köderte ihr: mit Seclerig-emeinschaft, mit Verstände niS für seilte „geknechtete" Eigenart, die neben der „braver:" nnbedentender: Frau veMnrnrerr: mußte. Der Kamps! währte nicht lange. Mar: lvar doch, gottlob, ein moderner Mensch und verstand es, tu Frieden und in aller Stille Baude zi: lösen, die nribequen: geworden tvareu. Die kleine blonde Frau fügte sich der Neberrehnngskunft «und den: Willen ihres Mannes, lvie sie sich inriuer gefügt halte. Zlvar spielte sie in de:n Spiel der „modernen" Ehe nur eine stumme Rolle. Aber wenn sie auch die schwungvollen Reden vor: der rrngehemmtcn Freiheit nicht nntdeklamierte, so tat sie doch, lvas ruan vor: ihr lvollte, ue:d störte rllemauden. Jetzt lebt die geschiedene Frau in einer lvirtzigen Woh» rrnng ganz still für sich hin. Jeden Morgen huscht sie, ihr kleines Mädchen au der Harrd, die Treppen hinunter. Die Aeuiter geht ff: ihr Bureau, das Kind in die Schule. Mau hör: die beiden nie miteinander sprecher:, sicht sie nie eine Liebkosung locchselu, au-ch das Kind hat schon den scheuen Blick der Ausgestoßeuer:. Mittags wird es von einer alten Französin nach Hause geführt, die schon die Mutter erzogen hat. Von Maderrroiselle bezieht die Nachbarschaft einen Teil ihrer Nachrichten. Sie lvürde gerne noch mehr erzählen, aber ste hat wahrend eines langjährige: Aufenthaltes in Wierr noch nicht genug von der deutschen Sprache erlernt, nur gernütlich plaudern zu können. Und wenn ihr d'ie Zunge einmal durchgeht, zupft sie das kle-ine Mädchen mit der: ernsten Augen am Aerrnek: „Mademoiselle, j'ai fain:.. Dann seufzt die Alte auf und eilt in die - Wohnung, ihrem Liebl:ng das Mittagessen zu ivävnron. Abends konimt die Mutter nach Hause, holt rasch den Bedarf des Keinen Haushaltes bei den nächsten Kanflenten rrnd verschwindet lvicder in ihrer Wohnung. Nach einer Welle hört man die Kleine ihre Uebungen aus dem Klavier Vorspielen nnd hie und da greift wohl auch eine kundige Hand in die Tasten, um einen Satz aus einer Mozart-Sonate zu spielen. Auch hier wird das Starke gemieden; sogar wenn sie sich dem Rausch der Töne hingibt, bleibt die stille Iran zurückhaltend und anspruchslos. Aber meistens wird es nach den: Geklimper der Schülerin ganz still in der Wohnung. An schönen Soimner« abcnden sicht mau Mutter nnd Kind im Fenster lehnen, deS Sonntags gehen sie biewiler: ans. So geht das Leben weiter, Tag tun Tag, Woche um Woüje. Tie stille Frau sucht nicht nur den Verkehr mit anderen jüdischen Frauen nicht, sie vermeidet ihn mit einer gewissen Aengsti-ichkert, nie sieht man Besuch in der kleinen Wohnung, rcnr hie und da klingelt der Briefträger an der Türe. Das Kindhat keine Freintdinnen. Ernsthaft iwft still geht auch die kleine Anna ihres Weges nnd sehr solle:: erzählt sie ihre:: Schntkameradinnen irgend eine Geschichte, die ansängt: „Wie der Papa rwch bei m:§ lvar ..." Sicherlich läßt der Mann seine Familie nicht hungern. Sicherlich tut er das stinige, sie vor Not zu schützen, und darf sich wohl sagen, er habe auch gegen düs Kind seine Pflicht getan. Aber schließlich hat man doch auch ein Recht an das Dasein, ein Recht sich anSzuleben'. Es ist alles in beste: Ordnung geschlichtet, lvi-e eS moderner Menschen würdig ist, ohne Szeneir, ohne Mißton. Aber in die. viel zu ernsten Kinde rangen kommt ein Leuchten der Sehnsucht, lvenn die kleine von ihren: verlorenen Paradies erzählt. Vielleicht lvürde so Mancher, der von der unbedingten Freiheit träumt, doch in wenig nachdenklich, könnte er die kleine Anna erzähler: hören: „Wie der Papa noch bei uns lvar ..." K. M. Am 14.'b. tritt int Ministerium für soziale Verl valtu ng die in: Abbangesetze vorgcfelhene paritätische Koimnisiion zur Festsetzung des Jndffx für den verflossenen Monat zusammen. Mit Rücksicht ans bie Erhöhu n g der Preise für Fleisch, Mehl, Brot, Eier, Fett, Butler, Kohle uflv. ist diesmal mit einem positiven I nde x zu recynel:. Für den Bundeshaushalt ist der Index diesrnal nach ohne Belang, dä das Kompromiß zwischen der Regi>erung und den Bnndesangestellten, das die AnStvirknng des Index für drei Monate suspendierte, noch nicht abgelanfel: ist. Dagegen kommt der Index für die Gemeinde Wien, die den letzten negati!ven Index ihren Beamten und Angc>ste!llc!: nicht in Anrechnm:g gebraüst hat, sowie für eine Reihe von Ind nst r i e z w e ig e n in Betracht. krhShnng der Kohlendreise. In Poinisch-Oberschlesicn wurden ab 4. Sepie:uber zufolge Lohllierhöhuügvn der Bergarbeiter die Grubenprcise um etilva 25 Prozent erhöht. Im Znsanrmenhang mit dieser Erhöhung nnd der am 1. September eingetretenen hundertprozentigen Fra ch tc vT; öhung der Palmschobersch'lesischen Tarife e r h ö h t sich der bisherige K o h l e n P r e i s imib beträgt mit Gültigkeit vom 11. d. für Kohle in offen geladen>en Fuhren 104.200 K., für Kohle in Plombierten Säcken 110.000 K. für 100 Kllograium loko Rltltfche Nordbahn. Die Preise für Kohle in Säcken Vevstehe-n sich einschließlich Abtragen, jedoch ohne Zufuhr. Mittel- und WrsteuropL haben schönes Wetter. In Frankreich stieg die Temperatur bis 2Q Grad. In Ocsterreich blieb sie zwischen 20 bis 25 Grad. Die Wetterlage hat sich grundlegend geändert und gclbessert, so das; einige Tage Schönwetter, höchstens durch leichte Störungen unterbrochen, zu erwarten sind. BorauLsage: Meist heiter, im Gebirge Movgennobel, südliche Winde, morgens LW., taHsÄex