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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-10 · Heft 1644 (10.9.1923) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1644 (10.9.1923)
Date
1923-09-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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mcm* SSfen, Montag AftäMWOURI Wiener MorKenzeiLnttg. 10. ‘Sepwniber 1993 <KM B Luxuszv vopalSre« Preise« TL, TABOBSTBASSE 17 AG-Mod^llvorlage ohne Kaufzwang -AG AerMcher Fragekasten. ' Besorgt. Geiduld ist die wichtigste Bedin-g»mg für die Leitung einer Geburt. Das ist der -beste Arzt, der. ohne die Gef-chren U» übersehen. ßMvartet mrd alles den natürlichen Kräften üiberiläßt. Jeder Eingriff birgt Gefahren für Mutter mrd Kind, soll also nur bei größter Notwendigkeit ausgcführt werden. — E. M. G6burtsjfra»sen müssen sich nicht bei jeder Geburt wiederholen. Erstgebärende werde»» meist nur befallen. — Gaumenmandel. Mein entfernt heut« diese nicht mehr so wahllos. Wenn häufige Hal3e»»tzü.»»du-ngen belästigen, bleibt wohl nichts anderes ülbrig. — Impfung. Das gesunde ‘Stink (oll-Mon nach dem dritten Lebensmonate geimpft werden. Echach-Khronik. Mteilungen der Tchachsettion Hakoah. I Georg Marco. Der Meister, durch dessen Hinscheiden die Schachwelt in ,'fo schwere Trauer gestürzt ist, war eine der wichtigsten Schach- Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Zwar gehörte er nicht «zu den überragenden Größen seiner Kunst, keine neue Richtung, keine schöpferischen Theorien knüpfen sich an seinen Namen; glänzende äußere Erfolge sind ihm, wenn er auch sonst regelmäßig unter dbn Preisträgern zu finden war, versagt gechlieben; und schließlich wurde er, der doch ein Hauptvertretev der Wiener Schule »var, durch seinen jüngeren Freund Karl Schlechter überflügelt und in den Schatten gestellt. Aber seine Tätigkeit als Analytiker und Schachfchriststrlltt, namentlich als Herausgeber der mustergültigen „Wiener Schachzeitung". sichert ihm einen bleibenden Platz in der Geschichte des Schachspiels. Als Analytiker war er von einer Gründlich- ,keit ohnegleichen, da schürfte er in den verborgensten Tiefen uNd spürte die entlegensten Varianten ans. Sein Barmmer Turnierbuch gilt noch heute als ein erstrangiges Lehrbuch der Schachkunst. Und in seiner „Srhachze»t»mg" erfuhr der junge Amateur, wenn er in ihm Talent zu entdecken glaubte, bte -gleiche liebevolle Pflege wie der berühmte Meister. Aber neben den: Meister dürfen »vir nicht den M e ns ch e n Marco vergessen. Er, der als junger Student von Czernowitz nach Wien gekommen war, hatte sich hier so eingelebt, daß er als Musterbild des Wieners in des Wortes schöner ster Bedeutung -gelten konnte. Ein Meister des Witzes, ein Freund der Geselligkeit — so bildete er unwillkürlich überall den Mittelpunkt der Gesellschaft, in der er weilte. Dieser ihm so eigene Humor verließ ihn auch nicht auf seinem Schmerzenslager. Lieber Meister Marco! Der du ein Feind alles Trübsinns warst, bist du nicht mit einem Lächeln von unserem Jammertale geschieden?; Der Schachspieler Marco war ein methodischer, gründlicher Stratege, der seinen Gegiccr gern einengte und so allmählich zum Ersticken brachte. Daß er aber auch in lebhaften und kombinationsreichen Partien seinen Mann stellte, bewies w im Wiener Gambittnrnier 1903, wo er den dritten Platz besetzte und Meister wie Marory, Mieses, Dillsbury, Schlechter und Teichmam» hinter sich ließ. Folgende Partie, die wrr mit des Meisters eigenen Glossen bringen, stammt aus diesem furnier. Muziögambit. Weis;: Mieses. — Schwarz: Marro. äe2—e4 67-65 12. Lcl-62 8b8- -6 7 9 f2—f4 eoXfl 13. L 62—c3 0 64- -b6 8. Sgl-f3 g7—g5 14. D f4—h65) Th8- -g8 4. L fi—c4 go-g4 15. LcXf6fi) TgS- -g6 6. 0-0 67- 65'i 16. Dh6Xl»7 S 67X^6 6. Lc4X65 g4Xf6-j 17. D h7-h8f Tg6- -g8 7. D 61Xk3 c7—c6 18. V K8-K6 8(6- -g4 8. •D f3Xf48) S g8—J(] 19. V b6-k4 Le7- -66f 9. L 65~b30 D 68—6 4f! 20. I) 14-62-) Sh2- -fl!!8) 10. K gl-hl Lf8-e7 21, Gibt auf. 11. 62—68 L c8~e6 0 Dura; ’ die Untersuchungen bon Pros. Brentano wurde dieser Zug im Jahre 1003 wieder zu Ehren gebracht, nachdem er lange Jahre alö minderwertig gegolten hatte.' 8) Brentaw empfiehlt hier zunächst c7—cG, um nach 7. Db3 8X13, 8. DXtt LeG, 9. LXeG D d4t, 10. k bl fXcß, 11. DXf4 die schwarze Dame jur Verteidigung des bedrohten Königsflügels nach g7 zu führen. Die Angriffsmöglichkeiten nach 6. .. v7—e6, 7. b.><l7's scheinen mir aber sehr zahlreich und gefährlich. h Nach dieseiil Zuge sahen die meisten Experten die schwarze Partie als verloren an, da sowohl Df7 als auch De5t droht. 4) Besser war LX{7f. Das ist die von Brentano entdeckte Pointe der Verteidigmig 5.. . 6b. Die Drohung e4—o5 besteht nicht mehr, der «Springer fG kann nicht deplaciert werden und daher ist auch das Feld f7 dem Feinde unerreichbar. Schwarz entwickelt mm sein Spiel mühelos und rapid, während sich die Mobilisierung der wcißeic Armee stark perzögert. °) Wie deckt jetzt Schwarz den Springer fC? °) Nach der Partie gelangten einige Analytiker zum Resultate, daß zunächst 1b. I. bOXeö am Platze war, »veil als Dame nach 15. . . f7Xc6, 16. LXfC T g6, 17. DXh7 der Turm auf gO en priso steht. Die Analyse ist aber unvollständig, denn Schwarz spielt nach 16. LXfG nicht T gG, sondern SXf6, 17. TXfG DXb2!! und die weiße Stellung ist zertriinuuert. 7) Falls nämlich 20. 0X66, so 20. .. 8 f2f, 21. TXf2 (sonst folgt ersticktes Matt in 3 Zügen) 1)Xl2 und Weiß kann das. Matt iiicht decken. u) Viel stärker als 8b8-g4. Weiß kann nun das Matt licht geiviiuien. Zum Beispiel 82. TXeßf t'XoO, 23. Üliö Sg3f, :.'4. iv I.i2 Sc2fl, 35. K h!i ti z-1 ß. (Die Kapriolen dieses Springers »4—ha—11—fi8— e2—pl sind sehr beachtenslvcrt.) 26. K hl D ll|, 47. K lin!> ('2'j', 28. beliebig -Lj:.' ÄLkÄ bei* Schuch seiktion Hakoah. B'lihj'.'.rnicr. Die Blitzturniere der Hakoah, welche im i:■ ■ ^xi - in'-r viel Anklang gefunden hohen, werden r iioin: uns. c>- umDeilmmnrm. Beginn jeden Dienstaa um ivL ' 1 |Jöj c Arlüt, . sechste Das Rundspiel auf der Hohen Warte. Mavia an beide« Tagen fiegrüch. - UnsMUchr Niederlage der ermüdeten Hatoahner. - Etnrm (Graz), eine sympathische faire Mannschaft. - Zlaban ist nach nicht in Form. Die Prager Slavia wurde ihrem ausgezeichneten Ruf in jeder Weise gerecht. Sie siegte <ru beiden Tagen, doch muß festgestellt werden, daß der knappe Erfolg gegen' Hakoah überaus glücklich) errungen wurde. £4»um (Graz) ist auch nach »»»»seren Begriffen eine absolr»t erstklassige Mamrschast, n»»r mangelt den Stürmern das Schirßvcrmbgen. Die Hakoah stellte an» ersten Tag eine mit Ersatzleuten gespickte Mannschaft, die über Sturm einen glücklichen Sieg erfocht. Im Treffen'gegen Slavia hingegen war der jüdische Verein von alle»» Glücksgöttern vcr- -llass-en. Slovan erfüllte nicht ganz die Erwartungon, die man in diesen Bcr-cin setzte. Nachstchmd die Beruhte: Hakoah—Sturm (Grnz) 1:0 (1:0). Hohe Warte. 10.000 Zuschauer. Schiedsrichter A-lbrecht. Hakoah: Duldig; Scheuer, Grünseld; Kerr, Herlinger, Kurt Juhn; Posauner, Häusler, Slndsky. Wortmann, Katz. Sturm: Gürtel; Diamant. Ferk; Skasa A., Greiuer,' Ovoszy; G-ert, Dellinger, Haiit, Doller, Waldhauser. Die Hakoah stellte in diesem TuesfeN zahlreiche Ersatzleute. die mit Ausnahme des kleinen Wortmann gänzlich versagten. Gei Betrachtung der Leistunge»» dieser Neservespieler ist es erklärlich, daß die zweite Garnitur der Hakoah in ihrer Meisterschaft eine »derart unrühmliche Rolle spielt. Eine ga»»z -nnnrögsiche Figur macht Herlinger, oer weder als Mittelläufer noch als Breteidiger selbst geringen Ansprüchen genügte. Direkt aufreizend wirkt seine zur Schau getragene R»»he, die nichts anderes als Mangel an Energie und Mut' ist. Technische Fertigkeiten allein genügen nicht, wenn die körperliche»» Fähigkeiten fehlen. Nicht ‘besser schnitt der rechte Flügelstür»ner Pösauner ab, der vor ollem viel zu langsam ist. Auch Knrt Juhn als Flügelläufer hat vom einstigeu Könn-en alles verloren. Erfreulich war nur das Spiel des linken Gerbindyngsstürmers Wortmann 2, deffen Ballführung und Kombinntivnsverm-ögen zu den schönsten Hoffnungen berechtigen. Wenn diefer Spieler aber das erreiche»» will was er verspricht, dann »nnß er Viel Knödel effen. Bon den Standardspielern des jüdischen Vereines befand sich Scheuer itt ansgeizeichneter Form. Er allein hielt den gesamten gegnerischen Angriffs in Schach. Auch Dnl-dig, Slndsky und Häusler stellten ihren Mann. Die übrigen Spieler waren schwächer. Die Gäste stellten eine ausgeglichene, technisch g»ct durchgeMde-te Mannschaft, die im Angriff ihren stärksten Teil hatte, ©er Ex-W. A. F.-Mann Hmst gefiel durch Mte Ballverteiftcng und Durchschlagskraft. Doller nächst ihn» am besten. In der Deckung war Greiner der beste Mann, auch Skasa arbeitete fehlerlos. Die Grazer verloren nicht als die Wechtere, son‘der»t als die »»ugünstigere Mannschaft. Den einzige»» Treffer erzielte Slndsky nach gutein Zusammenfpiel »nit Häusler in der 36. Mimste vor der Panse. Slavia—Slovan 4:1 (3:0). Hohe Warte. 10.000 Zuschauer, Schiedsrichter Grünba.u»n. „ Slavia: Blanitschka; Seifert, Nhtl; Loos, Burger, Plodr: Kutzl. SchMis, VanK, Eapck, Kratochwil. Slovan: Hostk; Tobias, (P-vjer), Becher; Pope?, iP-iaceik. Pvfer 1; Ml. Listostad, Hanel, Ghalupka, Jano. Die Wien-er Tschechen echülltM nicht ganz die E»lwar- -tungen. die manin sie geisetzt hatte. Ihr Angriff spielte wohl nach der Pause schr schön, doch konnte weder die Deckung noch die Verteidigung 'bckjffiedigen. Vor allem war Ptace? ein sehr schwacher MitteWufer, -Über den das geMvrische Jnnentvio einfach hiirwogging. Auch die Fllügellünfer kormt.cn ihrer Aufga'be nicht gerecht werden. IN der BerteMaung w Tobias äine Niete, er verha'lif den Mgnerischel^ Stiüvlnevl» zu zstvc'i billigen Trefsem. Als Tobias nach der Pause gegen Pofer ausgetauischt wurde, ging es im Hint-ertvet-ftn weit besser. ^Schr brav hielt sich hingegen der Tormann Hofe?. Der Angriff der Wiener begeht den Fehler, daß feine Arlbvit vollkommen auf den MittelstÄMMr Hanel eingerichtet ist, so daß eine gefmkelte tHtntermannfchaft »mt beit Stürimm von Slovan l-eicht fertig werden kann. ObwM die Slavia ohne ÄnstrengMg mit ihrem Gegner »fertig wurde, konnte sie nur vor der Pause ihrem Renvmiuee gerecht werden. Nach SeiteuwechsÄ schienen sich die Spisler nicht mehr recht arrzustrengen, um sich verviutlich für den nächste»» Tag zu schonen. Ganz hervorragend arbeitete die rechte AlrgÄffsseite, währenih der linke Flügel ltvcit schwächer war. Die Deckung hatte »»-ach der Pause Schwächen»an»oirte^ so daß ditz fvhlerlvs arbeitende V-erteidigung zeitweise überlastet wurde. Gleich nach Abstoß bricht Ha.»»el wuchtig d»»rch »m-d schießt scharf aufs Tor. doch wehrt Blaillffchka ab. Eiu-e schöne Kambmation Janostewicz-tH-anvl-Listopad beendet letzterer^mit scharfen» Schuß, den der Tor>»»-an»» abfängt. KnU gibt eine»» hohen Ball vors Tor. Hvisek klärt durch Fa»»ste-n. Eine kr»-- tische Situation e»»tsteht, als der Dorma»,n sich dem hcra»»- stürn»-en!dcn Hanel eutgog-Mw-iust und Listopad d»m Ball freistche»»d auf den Fuß evhälft. Dieser schießt jedoch Seifert an. Ein Tor Scholtis w»rd »vegeu off side n-icht auevkauut. Banik le-gt Scholtis schön vor, der an Cape? weitergi-bt, der glatt eius-enldet. (kZ. Miil-ilte). Zwölf Minuteu später erhöht Capek den Stand auf 2:0. Bla»»-itfch‘?a fängt e-iueu Freistoß von der Dtrafraumgrenze schön ab. Bei der Abwehr ei»»es Korners verschulde-t Tobias, auf der Torlinie stehend, Ha»»ds; de»» Elfer verwmlide-ü Bauik u-i» haltbar (44. Minute). Gleich nach Dieiderbegiuu geht ei»» scharfer Schuß Kutzls k»»ap>p über die Latte. Becher verschuldet Konrer. Hose? dreht deu^ Schuß Capeks noch über die Stange. In der i t. Mircnte läuift Janofcwic.; vor, gibt zu Ha-uel. der schön einfeic-det. Es »folgen ,schölle Angriffo der Wiener, die aber außer F.chlfchüffeu und einem Sta»lgen-schnß Hanels kei»»e Erfolge zeitigen. Slovan—Sturm (Graz) 0:0. Hohe Warte, 40.000 Zuschauer, Schiedsrichter Weruer. Sturm: Gürtel; Dimnaut, Ferk; Skasa A.. Grei»»er, Obrozey; Gert, Dellinger, Haistl, Doller. Waidhanier. Slovan: Eernieky; Blicilretz. Poyer; Poyer 2, .Knzel, Klepetka; Grüner, Hanel. Ptaeek, Listopad. Eckl. Slovan hatte Ersatzleute ei»»gestellt n»»d das »var »nit ei»»e Ursache, daß Slova»» ei,» schlechteres Spiel als tags vor her zeigte. Ausgesprochen schlvach war die Decknugsreihe. Unangenehm fiel Eckl auf; er besitzt »vohl große 'Sch»»elligkeit und bringt den Ball rasch vor, begeht aber bamv der» Fehler, immer selbst zu schießen, statt den Ball ait freistehende Nebenmänner abzugeben. Die anderen Stnrtner hatte»» ihr Pulver schon am Bortage scheinbar ganz^ verschossen. Die Berieidigung ü*Z~x-'-4. Idtott. oa»..^snT^ita OÄtftUA» konilten, hinterließen and) dieSinal ducu gute»» ßiubrurf. Ihr bester Mann >uar (vcrt. der de»»- Angriff imrner nach vor»»- riß. Mit der Schnßkraft der Grazer »var eS dics»näl »vieder äußerst schlecht bestellt »mb so endete das Trcfscn torlos. Die Vertcidigllng, besonders lllürtel in» Tor, zog sich gut aus der Affäre. Ji» der 34. Miiiute wird Haist verletzt. An feilte Stelle tritt Bradosovic ein. Auch Klepetka von Slovan scheidet auS mrd wird ersetzt. Slavia-Hakoah 1:0 (0:0). Hohe Warte, 40.000 Zuschauer, Schiedsrichter N-etsch»»rh' Slavia: Slapl 2; Seifert. Nytl; Loos, Burger, Plodr; Kutzel. Stavl 1, Bantk, Capek, Levh. Hakoah: Halpcrn; Gold, Scheuer; Pollak, Oluttmann, Grünseld; Katz, Heß, Grünwald, Häusler, Neufeld. Die Hakoah »var gestern von den erst kürzlich überstandenen Neiftstrapazen sichtlich evnüdet, weshalb sie in» Endkampf nicht die gewohnte Energie aufbringen kort»»te. Ueberdies »var Grünivald, der in London verletzt »v»»rde, noch nicht hergestellt i»»»d Katz litt noch an den Folgen einer Erkrankung. Trotz dieses Handikaps »var die Hakoah ihrem beruh»! »> Gegner z»tN»i»rdcst vollkommen gleichtvertig, vor der Pause hatte sie sogar »»»ehr vo»n Spiel. Auch das Schußbermögen der Wiener Stürmer stand aus ei»»er höheren Stufe als das der Prager. Daß die Hakoah trotzdc»»» eine knappe Niederlage in den Kauf nci)i»tcu mußte, »var darauf zurückzufiihrei», daß der neue Totiuanir der Slavia, Stapl 2, ein Bruder des berühmten Stürmers, schier mrüberwindlich »var. Stapel 2, der bereits in Pilsen durch seine Leistungen Arrfsehen erregte, »var e»»tschiede,» der beste Mann der Tschechen. Ihm alle»»» hatten sie -es z»> danken, daß sie keine Berlusttresfer zu beklage»» hatte»». Bemerkenswert bei der Hakoah ist die Formverbesserung des Angriffes, diedarauf zurückzusührei» ist, daß Grnnwald alle Fähigk-eitei» erlangt hat. die ihn z»» eine»»» ausgezeichneten Mittelstürmer ste»npeln. Leider konnte er nach der Pause infolge seiner Berletznna, nicht mehr recht »nit. Aicch Heß hat sich ganz bedeutend verbessert, vor allein ist er schneidiger geworden und hat das Selbstvertrauen erlangt. Nach der Panse »nachten sich bei diesen» jungen Spieler di« Er- »»»üdungsersHeinungen einpfindlich geltende Auch Häusler kämpfte bis a»»f die lietzteit 20 Minuten mit großem Erfolg. Neufeld tv»»rde vom gegnerische»» Fln-gelläufer. Plodr gut gedeckt mrd konnte dadurch weniger in Aktion treten. Katz war fleißig, konnte aber infolge seiner Erkrankung nicht die ge- »vohnte Fokin bekllNden. In der Dcckm»g war Guttmann ausgezeichnet, ohne aber seine Höchstform zu erreichen. Pollak spielte ebcnfalls recht g»»t, leider ffanb -er aber das Tempo nicht dnrch, so daß auch der einzige Treffer des Sipwlüs auf sein Schuldkonto fällt. Grünseld »var dem gegnerischei» Flügelstür- »»»er Levh nur selten gewachsen. .In lpher Form befand sich wieder die V-erte»dig»»ng, in der Scheuer seinem Partner Gold, der bereits am Samstag vom W. Ä. F. freiste geben »virrde. diesmal überragte. Hälpern l)atte roeNig schwere Arbeit zu leisten, die er aber sicher bewältigte. Die Slavia, die ihre stärkste. Mannschaft zur Stelle hatte, »var vor alle»»» körperlich ihrem Gegner »veit überlegen. Nicht zitletzt Verdankt sic ihre»» Erfolg dem Umstünde, daß sie ihr großes Körperge»vicht entsprechend ausnützte. Die Heldentaten des Tormannes haben »vir bereits erwähnt, wobei noch ftstzustellei» ist, daß er von seinen beiden Verteidigern gut unterstützt wurde. In der Deckung »var Plodr der Beste unjb der Angriff hatte diesmal in» linken Flügel die treibenden Kräfte. In der ersten Minute erzwingt Slavia einen Eckstoß. Im Gegeifft-oß Ecke geigen Slavia. De»r Kopfball Gvünwalds fangt Stapl -ab. Ei»» Schliß Eap-eks streicht rrbors Twr. Nach eiue-in Versager Scheucrs entsteht eine breirzffche Situation vor dem Tore der Wiener. Heß holt sich dem Ball. Katz fbaM, der Ball la»»det über dorn Netz. In der 31. Minute hebt Grünwold im Sprunge das Leder über die S'lavi-a-Verteidigung. Häusler erfaßt blitzschnell die Sitnatio»» und brinigt im vollen Äc»»»s sine»» überr-a‘sche»»den Schuß an, den Stapl durch Nvbinfonade. -zur Ecke dreht. Gleich darauf holt sich der tschechische Torrnann den Ball aus einem Gedränge. Hakoah bleibt weiterhm ühevlage»» -u-nd ein »»euer-l'icher Schuß Häusler »vistd eine Beute Stapls Gvünwald verschießt. In der 30. Minute eiHi-Äen die Tschechen ein Tor. Halpern »»»acht keine AbwehrbÄvMlNg, da bereits wegen „Abseits" abigopffffen ist. Cir»ei» Fernfchuß von, Heß fängt Stapl in» Sprung. Wieder holt sich Staffl »»ach oin-em Eckstoß den Ball über den Köpse-n. Die Tschechen kommen mt<r vorüberigehend z-»» Wort. Nach Seitenl»vechsckl Angriff Glavias. Scheuer verfehlt den Ball; Vanik gibt zum freiftehendrn Capek, der hoch verschießt. Heß überspielt fl»vei Verteidiger -und erzwingt ci-ne Ecke, die G»»tt»»»ann vevköpft. Halpern fmrstet Flarrke von links. Gleich darauf nimmt er Stavl den Ball ab. Ätlch eine»»' Kopfftoß Stahls »nacht er unschädlich. Eir» Schaß Häuslers wird gemeistert. Hakoah erzwingt zwei Eckstöße. Gold »»»»tevbindet einige Eingriffe Slavias d»»rch geschickte Hlhseitstaktik. In der 27. Mi»n»te erzielt Stapl nach schöne^ Ko»»»- 'hmat,ion »irit B-a-»»ik m»d Kutzl de»» ei-nziger» Treffer des Spieles. Hakoah drängt u»»n auf dc'n Ausgleich und erzwl»rgt eine Serie -von -Eckstößen. Immer kann Stapl eine»» Erfolg der Vielter vechinderu. Eckenverhältnis 17:3 (!) für Hakoah. M Berliner Hertha i« Men. Hertha (Wien) gewinnt beide Spiele und erringt den Ehren» Preis Franz Wagners. hin ei»» Gelvinn, da es ihi»e»» gelang, den »vertvollen Preis, der vom Meisterringer Wagr»-er gestiftet w»»rde, an sich zu bringen, »u»d außerde»»» hatte»» sie Gelegenheit, einige neue Leute ausznprobieren. Hertha (Wien)—Hertha (Berlin) 8:1 (1:1)- Hertha-Platz, 2000 Zilschauer, Schiedsrichter Braun. Hertha (Wie»>): Ostriczek; Sch»»eider, Schramseis; Wsolek, Neiirrer, Listopad 1; Holy, Lisiopad 2, Kalisch, Kabüda, S»)lvester. Hertha (Berlin): Pohla»»; Fische»', Schmidt; KleinfÄd, Banma»»»», Poppe; Haderstroh, Grenze!, Schäfer, Gülle, Hart» mann. Die Wiener traten mit Ersatz für Soltl an, konnten,.aber trotzdem das Spiel sicher für sich entscheiden. Die BeMmr zeigten »»ichts Beso»»deres, nur der Zenterhalf und der ZLater« sorloard ragten über der» »»icht allz»» hohen Durchschnitt «NtMS. Bei de»» Favoritnern »var statt Sollt der talLNÜelüL^JuuchL ‘^chxaiwZo^ .tätim dLu.v

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