Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1642 (7.9.1923)
- Date
- 1923-09-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. M2 Ster, Wiener MörWertzeUimtz. 7. September 1928 Gste»H Der Diimph der Hakoah in Lmdon. Weitere Kreigaiffe vor dem denkwürdigen Uampf. - Gruß der bÄentendften englischen SpoMatter an die Hakoch. - Warn« haben die Hakoahner gefiegt? - Die Borberritnngen rum Empfang der Heimkehrer. Der Sitifatt oder der :u*:toc:'iöf:< LuM-tvvrkchr bk-.-!otriften, daß ein ’^rcibm, daß \m\ct Svnderberrchterftatter bereis am Sonntag vormittags obgeschick hat, erst jetzt in unsere Hände gelangt. Ta es wertvolle Ergänzungen enthält, bringen wir cs nachstehend zur BeröfftnMchtmg: „Aut Freilag nachmittags ruhten wir uns von den Anstrengungen der Seereise aus. Nur einige Unentwegte unternahmen Spaziergänge durch die Stadt. Zum 'Abendessen trafen aber wieder alle im Hotel ein. Leider komt-ien' wir uns mit dom Essen absolut nicht befreunden. ttnifer ohnehin nicht sehr aufnahmÄsähigcr Magen weigerte sich, di-e Vorgesetzten Nationaispctseii, bei denen -Heringe und Pudding die Hauptrolle spielten, zu verdauen. Noch am Abend ließ Mr. Wall, der eigentliche Führer des englischen Fußballsportes, bei uns seine Karte abgegeben. Die Nachtruhe «brachte uns alle lvieder auf «die Beine, so daß wir dem Frühstück bedeutend mehr Ehre zuteil wenden ließen. Es bestand ans Kaffee, Butter, James, gebratenen Heringe und Eiern. Diele stillten zum ersten Male ihren Hunger. Mit dem Essen ist cs wirklich schrecklich. Am Samstag konnten wir weder zu Mittag noch am Abend für uns Genießbares erhalten, so daß die meisten Hakoahner im wahrsten Sinne des Mortes hungerten. Die diversen Sandwiches, das £'6ft u nd die Bäckerei bildeten doch keine ausreichende Nahrung. Wenn es uns heute Sonntag nicht gelingt, für unsere Spieler die entsprechende Kost zu erlangen, «dann werden wir beim morgigen Spiel ein -Debakel erleben. Samstag nachmittags wohnten w'r dem' Ligaspiel Wefthant United-Sunderland bei, das von letztem Verein unverdient 1:0 gewonnen wurde. Wir hatten vom Direkt orimn unserer Gastgeber Ehrenplätze erhaltet». Nach dean Treffen unterzog Billy Hunter unsere Spieler eitlem scharfen Äanflraiuing. Abends empfing tins Weslham in den eigenen Klubräumen, wo wir gastlich bewirtet wurden. Die' den Engländern seinerzeit in' Wien üb.'rrcichte Hakoah-Wagge nimmt im Klubheiin einen Ehrenplatz ein. Mit einer herzlichen Ansprache überreichte Vizepräsident Johnson drei Wienern, die sich seinerzeit um Meschant in Wien sehr «bemüht hätten, goldene Erinnernngsinedailleu. Noch am Abend besuchten wir das Kolosseum, das ein Dariete allerersten Ranges ist. Wir imterhieltcn uns trotz, der mangelhasteir Kicuntnisse der cnglifchetr Sprache ganz ausgezeichnet. Als wir wn 12 llhr nachts nach Schluß der Votstelln^g iwk Hotel zurückkehrten, war das Restauran« ztr unserer 'Bestürzung bereits geschlossen. Ta auch alle übrigen Gastwü^schakslen in.der City schon gesperrt waren, mußten wir wieder einmal hungrig zu Bette gehen.,, „Athletik Newsbegrüßt tzie Hakoahner. Die bedeutendste etiglische SportzeiturtH „Achiletic News" perössen Nicht in ihrer Nummer vom 87. August folgenden Artikel: „Die Fußballer von England: und Oesterreich. Dem englischen Verband wird .heute eine weitere Ehrengabe überreicht. Das erste Spiel zwischentEngland und Schweden wurde nämlich von Herrn Hugo Meisl, einem Mann, der für die Förderung des Fußballsportzes aus dem Kontinent Großes leistetetc und der für Engfland stets viel Sympathien hatte, ne (eitet. Kurze Zeit bevor England seine Auslvahlniannschast nach Schweden sandte, wunde der Spiclboykvtt gegett Oesterreich aufgehoben. Die nnnttttePbare Folge davon (var das Gastspiel von Wcsthmn in Oesterreich, wo unseren Landsleuten cm ganz hervorragender Empfang zuteil wurde. - ■ ■ Im Stvckholin übcrreichie nun Herr Meis-l arrläßl-ich des Länderspieles Englartd—Schweden -unse-retn Mr. Simonsim Aufträge -des O österreichischen FußbaWttndes einen ' gestickten Wimpel, tnobei er ersuchte, diese Ehrengabe dtztn Diroltzorium des F. A. zu überbrittgeu. Dieser Wimpel soll der Tatsache Ausdruck verleihen, daß wieder Fronndschaft geschlossen' wurde. Heute nachmittags soll dieser Wimpel mm seiner Bestimmnng zu geführt wer«den. Eine ö st e rreichisch e M a n n s cha,st i n L -o n d o n.' Ein interessantes Ereignis steht uns bevor. Noch niemals hat uns eine, österreichische Mannschaft besucht, in einigen Tagen werden wir nun Wiener in London sehen. Westham hat nämlich den SporMtlb Hakoah, einen -führenden Wiener Verein, nach London verpflichtet. Das große Können der Gäste wird die Zuseher sicherlich überraschen. Die Hakoah ist ein rein jüdischer Klub, und ein aus Wien eben eingelangter 'Bericht, macht uns mit folgenden Einzelheiten bekannt: „England erfreut sich beim Wiener .Judentum großer Sympathien, da letzteres sehr anglophil ist und aus dem Boden der Ba«lstnrr-Deklaration steht. Tic Mannschaft wird unter - anderen von Dr. Körner, -einem hervorro-gett.den Mitglied des De. - F:. B., ttnd von Billy Hunter, dem schottischen Trauter der Elf begleitet. Billy Hutter spülte früher für MMvätt und Bolton Wanderers. ' Das denkwürdige Spiel in der Beleuchtung der englischen Presse. Bevor noch de.r genaue Bericht unseres Sonderkorrespondenten eingetrofftn ist, erhalten wir die „Da-ily Mail" vom Dienstag, die das Spiel wie folgt bespricht: . . Die jüdische Elf aus Wien. ' Feines Spiel und Sieg in Wefthain. Das toar gestern in: -UPtvn->Pank eine .Uetbervaschung, die skner Sensatüm gleichkommt. Hatkoah, das jüdische. Team' von Wen, schlug Westham 6:0. Drei Tore sielen vorHalbtzeit. . Es ist wohl richtig, daß Westham tatsächlich mit cittem Reserveteam antrat, -nur -drei Spieler der Eff, die am letzten Samstag gegen Sunderland 0:1 nnievlag, figurieren in der Mannschaft; auch spornten weder zu ve-vgeiben-de Meisterschaftspunkte noch Eupasprrativnen die 'Heimischen an. All das tirt aber der Tatsache keinen Abbruch, daß Wescham in diesem Treffen in einer Art tt.nd Weise „«usgespwl-t" hatte, die feine Spieler znm untätigett Zusehen verurteilte, und daß Hcckoah ein Spiel vovsithrte, das imitiert «manchem Kigateam zum Vorteil gereichen würde. Die Mehrzahl der .Zuschauer ivar wathrschet-nlich mehr aus Gründen der Neugierde als in der Erwartung irgend, welche fttßlballsportticho Attraktionett zu sehet:, auf den Platz gekommen. Als aber die Judett im Felde ständig attackiertet^ erwarteten die hemnschen Zufther, daß W-escham plötzlich „auswachen" werde, trm mit seinen Gegnern ein ,Mittgelspiel" (rings round) aufzusuhren. Aber es war bereits setzt klar, daß die Einheimischen durch die gegnerische -Uetb-erleigenheit in Schach gehalten wurden. Das erwartete ,Mn«gvlsptÄl" wurde tatsächlich vorgeführt, aber dir Ha-koahner tvarcn «die Initiatoren. Die meisten «Hakockhner «sind stark gebaute Keine Gestältett, tttehr deutsch im Aussehen als Misch, und ihre Form bczetlgte, daß sie gu-t tra-i-triert sind.' 'Si>e führten im wesentlichen ei nett wissenschaftlichen <scientific) «Fußball vor. Für reine Kraft undfür die Kickrmd Rushmethode hatten sie nichts übrig, hingegen totnlbinierten sie Prächtig MlendiÄly), sie hielten «Platz trnd srühnteu tticht denr hohen Spiel. Sie spielten stach zu, meist steil nach vorne und führten beit Ball im vollen Laus. Bor alletn waren sie aber überaus rasch am Ball — so rasch, daß die nterfteu Westhatn-iSpieler im Vergleich dftzn bleierne Füße ilaaden-Foated) zu haben schienen. Ein echter Torschütze. O«wvoh'l die Haikoah den Eindruck einer Kombinat ronsittattttschuft hinterließ, bei -der das Spiel der Verteidiger mit dem der Läufer ineinattder grfff, wodurch die miMeve Linie die iStürueer unterstützte ttnb -irnt den Bällen fütterte, verdankt die Elf ihre Tore zum Haupteil nttr einc-ttt Mann — dem Rechtsaußen, Neusold. Er ist sowohl ein Lauser, der von kevnvtn Weschant-Spteler eingeholt werden komrte, äls attch ein Fußballer von Intelligenz und Gemouigkeit. Er flankte fchlerlos, auch war -er so rasch, daß er zweimal genügend Zeit fand, um in die Feldmitte zit laufen, von tvo er allem Kvci Tore erzielte. Obosleich er so viel auf eigene Faust durchführte, war er niemals egoistisch. Wenn es notwendig war, traf man ihn immer aus sefttem Platz. Neuseld brachte drei Tore auf sein Konto; Heß und Katz waren je eimna! erfolgreich; mir der schtrelle und geschickte -Mittelstürmer Grün Wald war so uichlücklich, nicht unter den Torschützen zu ftgurteven ' Hinter -dem Stürmer befand sich ein Läuferrrio, das sich ebenso in der Abtvehr äls auch im Aufbau bewährte, »m-d zivri Verteidiger, Scheuer und Gold, die ständig in Bewegung ivaren, wenn Westham bedrän-gte. Die heimischen Stürmer wurden derart in Vevwi-rvtmg gebracht, daß sie selbst, wenn sich eine günstige Skorogelegenheit bot, wird darauf losschossen. Die Judett ivaren itt beiden Belangen, und tzivar sowohl in der Borteidigltttg, als auch im Angriffs, ztt schnell tmd zu geschickt;, das ist zusammengefaßt die Ursache der empfindlichen Niederlage. Die Hakoahner siitd Amateure, die Intelligen-zkreisen angehören. Der Klub wurde mit der Bostimmnny gegründet, ttnter den jungen Inden die Lvitbesübumgen zu propagieren, damit jette, die nach Palästina answandern, die physische Eignung dazu besitzen, die Härte der Pionierartbeit ertragen $tt können." „Daily Ehronicle" schreibt über das Spiel: ,Mn absolut schönes Spiel lieferte Hakoah gestern im Upton-Park. Die Gäste schlugen Wefcham ä:0. Die heimische Mannschaft spielte allerdings schwach. Die Gäste waren in jedem Moment Herren der Situation. Ihre Kombntation war zeitweise glänzend und das Schnßvermögett der Stürmer stand auf hoher Stufe. Neufcfä», der allein drei Tore erzielte, bot eine Glanzleistung. Sein rasender «Lauf und seine Geschicklichkeit bildeten die Hauptmetkmale seines -eleganten Spieles. Die Vorbereitungen für de« Empfang. Wenn diese Zeilen in die «Hände -der Loser ge-lattgen, werden die siegreichen Hak-oahner, die heute um 7 Wjr auf dem Westbohuhof eintrcffen, bereits in Wictt sein. Die Hakoah hat -alle Vorkchrungcn getroffen, um den Empfang möglichst feietlich zu gestalten. Auf dem Bahnhols werden sich die gesamte KlMeitung und der Ftlßballatlsschuß, lveiters die Bertveter aller Sektionen und der.übrigen Mischen Be-reme einfinden. Geimemderat Dr. Plaschkes kontmt als -Abysfamdter der Zionistischen Partei und überdies wird der Fußballvorbart-d durch Dr. Schwarz vertreten sein. Nach -den Ansprachen der Herren Genteinderat Dr. Plaschkes, Vi-zopräsidenten Schön und Fleischer wird den «Ha-kaahnern ein Lorbeorkranz iiberrsicht lverden. An Autos, die nrit blau-weißen Fahnen geschmückt oll Personen ein Frühstück «bereit steht. Den 16 Spielern, die an der Reift teibgenomen hckben, werden als Ermnevmrgsgabe -goldene Stegetlringe überreicht. , - . - Am Donnerstag den 16. d. findet' im iÄoiphietffaÄl, 6. Marxergafse, ein Hakoah-Meeting statt, bei dontl zeftte Reisetvilinehmer über die Bedeutung des Erfolges spr werden. Nanchaifte Persönlichkeiten habett ihr Evfcheinen b< zugesagt. Um der breiten Masse dett Zutritt ztl ervtögl wird -nu-r ein geringer Regiebvitra-g eingehoben gntrmationaltt Kovgreb r«r BekSmvf««» der ArbettsloWekt. Die von den internationalen Ber-banden zw» Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einberufenc internationale Konferenz wird ant 9. September im Stadthause zu Luxemburg eröffnet werden. Es werden auf ihr sechs Länder offiziell vertreten sein, und zwar Oester reich, Belgien, Spanien, Frattkreich, die Niederlande und die Tschecho-Slowakei. Das Jnternatio-' nale Arbeitsamt wird durch de» Direktor Albert Thomas vertreten sein. Den Sitzungen werdet: außerdem zahlreiche Dele gierte öffentlicher Verbände, der Arbitslosenversicherungen sowie der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisatiotten beiwohnen. Zur Diskussion stehen die Auswanderungsfrage, die Frage der Beschaffung vott Arbeitsgelegenheiten, die Be rufswahl und die Arbeitslosigkeit der geistig Arb ei t enden. Sin kisenbahnunglülk in Hannover. Hannover, 6. Septetttber. Heute morgens fuhr zwischen Wuhnsdorf und Ccelze der D-Zug, der, tim 10 Uhr vott Berlin kommend, Hattnover in der Richtung nach Hamm verließ, auf den ebenfalls in voller Fahrt besindlichett T-Zttg, der, vott Dresden kommend, Hannover in der Richtmtg Hamm verlassen hatte. Zwei Wageit sittd völlig zertrümmert worden, ein Personentmd ein Gütergeleis sind zerstört. Es wurden 18 Personen getötet und 16 verletzt. Unter den Toten, deren Identität festgestellt wurde, befindet sich der Kutscher Franz Stannek aus Wien, 3. Bez., D.ianagasse 8. Die Spielbank in Safteia gesperrt. Wie uns aus B a d g a st e i n gemeldet wird, wurde die Gasteincr Spielbank über Auftrag der Landesregiernng von Salzburg behördlich gesperrt und an die Lokalitäten Amtssiegel angelegt. Als Grund der Sperre wird angegeben, daß der.Gasteiner Fremdenklttb, dessen Hauptattraktion die ztt Beginn, der Saison gegründete Spielbank bildete, sich nicht den Statuten, die von der Behörde genehmigt worden waren, gefügt hat und dieselben zu wiederholten Malen verletzte. — Man hat anscheinend das Ende der Soiumersaisun abgcwartct. um sich dann zu einem — energischen Schritte zu entschließen. Set internationale Polizeikongreß. Aus der gestrigen Kongreßsttzung, in welcher der Polizei-- präsideut von Stockholm, Erich Hallgreen, den Vorsitz führte, sprach Hoftat Dr. Brtmo Schn-ltz Wien) über das Thema A u s -l -i e f e r u n g s w e s e n. Er forderte Ergänzung im Anslieferungswvsen durch Ansbatt der Gcsetzgebttng, bomit - auch Inländer für im Aus-lande 'begangene strafbare Hand, -lungen-im Hetm-atla-nde zur gerichtlichen Verantworluno gezogen werden könnten, und andererftits der -ins Ausland gezüchtete Beschuldigte auch dann, wenn ferne Auslieferung nicht begehrt wird, zumindeftens ans dem Gaststaate ansgewieftn wird. Diese Darlegungen wltrdsn durch die Referate des Vor» isitzenden im Wiener Straflandesgerichte Hofrat Dr. Ernst R a m f a u e r über Auslieftrungsversahren und des Re- . gierüngssekretärs der Zagreber Polizeidirekt'ion Dr. A-lexa Bragovic über die Tronsitbesörderung ausgewiesener Ans- ' lättder ergänzt. Das Thema „I nie rn a tional-e H-achstap«ler und ihre BekämPfnng" behandelte .der «Stellvertreter des Wiener Sicherheitsbttreatts Regierttngsrat Dr. Wilhelnt Weyborg. Er führte aus, -daß das öste-rr-eichische Gesetz den Begrisj „Hochstapler" gar nicht kennt, sondern ihn nach Delikten abftvdft. Das hervorstechendste Merkmal des Hochstaplers ist fein Auftreten, fast stets unter falschem Namen und mit falschen Titeln. - lieber die Aus'bi-ldttng zum kr int i nalpolize.ilichen Dienste berichtete Dr. Anton Wall«ifchek. . - Weiters behandelte ein Referent des Archivs, Dr. Alber! Petrikodits, die syftemat«ische Erziehung «der - Kri-tninalbeatnten zu richtigen Wahrnehmungen; RechtsaNivalt Dr. Hugo Werner besprach das Thema: „Internationaler Pol'rzeifchutz der Schwerthörigen"; Polizeirat Dr,' Mors K i n t n e r referierte über die Hei m i n st r erd i erung geflüchteter -Minderjähriger. .. In seinen gestrigen Beschlüßen sprach sich der Kongreß für die Entführ trug eines Anftagedtenftes über zugereiste Fremde ttrtb die Einführung eigetrer Zentralstellen zur Behauung von Münz-, Banknoten- und Scheckfälschungen sowie des Tafchrttdiebtvesens aus. Ser fünfte Messetas. Im Messepalast hat sich das Geschäft noch ganz bedetitend verstärkt. Schildkrot» Necessaires, Damentäschchen, Zigarren- und Zigaretten-- tabaticres wurden gestern stark von Engländern, Italienern. Spaniolen, Tschecho-Slowaken tmd Jugoslawen bestellt. Itt Coupekoffertt wtrrden Aufträge von Schweizern und Engländerit erteilt. Kunstgewerbliche Stickereien, handgeklöppelte Spitzcneinsätze nnb Tnlldecken gittgen nach Holland, Englattd ttnd Amerika, Tafel- und Luxnsgeräte und Feinmetallartrkel findeit stärken' Absatz bei Südamerikancrn ttnd Aegyyiern. In Bronzen wurden große Umsätze hauptsächlich nrit Engländern und Mnerikanern, ferner mit türkischett Einkättfern erzielt. In billigem Glos erteilten Amerikaner darin umfangreiche . Auffck r ä-gie. f In tzer Neuen Hofburg ist vor allem die Schuh- und Lederinduftetc mit den bisher erzielten Resultaten überaus zttfrieden, wenn auch die Zahl der ausländischen Einkäufer nicht allzu groß ist, so Wird dafür das Geschäft mit der österreichischen Provinz als geradeztl glänzend bezeichnet, was in Anbetracht der Stagrtarion, welche!'bis vor kurzem in der Schnhbranche -herrschte, besotrdevS - be-