Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1642 (7.9.1923)
- Date
- 1923-09-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980723--16057-3002936- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
« _«tet, gtedag .. T.-«()ttt(M8"l928 - UH. 16« Merkenswert erscheiltt. Lsach dw PKjnenroyföfjioft Wie gchsadezu glänzende GeschaslsrrfuÜat- M. verzeichnen. In Damenwäsche sattster fwtfnaihttfc Phantaj'.eluxusiväfchr, kattien mit Amerikanern Überaus erhebliche Abschlüsse iüstande. In Bcttbvck.cn se,«lste«. A»>vi»>ht»ng n■.uct)tcii- Metztkäner, Brasilianer und Türken große Bestellungen. In der Rotunde Md größere Abschlüsse in Müllereieinrichtungen nnd Atülicrinaschinen von österreichischen Einkäufern und sülchen c.h« den Balkanländern getätigt worden. Eine radiotelephonische Vorstthtllng. Boreiner Kommission, in der da? Miisterinw füt Handel und Verkehr bcrtrctcu war, wurde gestern in der von dtzr Firma Czeja u. Nisfel eingerichteten radiotelephmischen Station eine Probevorführung veranstaltet. Die Sendcstation, von der die radiotelephonischen Mitteilungen verbreitet werden sollen, befindet sich im Gebäude des Technologischen Gewerbemuseums in der Währingrxstraße. In der Rotunde ist die Empfangsstation eingerichtet; sie besteht aus einer Antenne, die mit Lautverstärkerapparaten versehen ist. Es kam zuerst ein Geigen, und Klavierkonzert zum Bortrag, dann ließ sich ein Volkssänger Horen und zunt Schlüsse wurden Mitteilungen des amtlichen Nachrichtenbureans radiotelephonisch übermittelt. Auf eine Entfernung von zwanzig Meter konnte man die Vorträge deutlich und vernehmbar hören; die Klangfarben des Klaviers nnd der Geige wurden so übertragen, daß man den Eindruck hatte, es werde in der Nähe gespielt. Nach den Mitteilungen von Fachmännern wird es möglich sein, die Schallverstärker so einzurichten, daß man die eadiotelephonisch übermittelten Olespräche und Vorträge im Umkreis von 800 Meter hören kann.' Aehnliche Vorführungen sollen in der nächsten Zeit auch dem großen Publikum zugänglich gemacht werden. Kühles Wetter. Das andauernde veränderliche Wetter bessert sich all- ,ttäh!iw. Mitteleuropa wird noch von südwestlichen Winden bestrichen. Im Westen bringen aber schon südwestliche Winde den Druck zum Fallen. Deutschland hat trübes Wetter. In Testerreich hat die Bewölkung heute vormittags abgenomnen. De Schwei; und Frankreich haben heiteren Himmel. Voraussage : Vorwiegend heiter und? ü h [ bei. mäßigen weltlichen Witwen, llebermorrftn wieder BMölkunPszttnahme. „ * Gottesdienst. Während der hohen Feiertage wird im rsaale des Jügerkinos, 19. Bez., Ganßplatz 18, der bekannte Sänger I. Deutsch mit eigenem Chor den Gottesdienst aytzalten. Restliche Karten im Vorverkauf im Jägerkino. * Woja-Mittelstandskuchen. Wie alljährlich, wird auch in diesem Jahre während der Feiertage der Betrieb beider Küchen <1. Bez., Griechen nasse 3. und 3. Bez., Grütze Sperlgasse 31) aufrechterhalten bleiben. Neben den zwei jö /1a conn n*nA __\ ._t . < > •*r tu t Gastkarten wie Speisen a la carte nicht stattfindet, en es sich, solche voraus zu bestellen, und zwar Freitag, Sonntag mrd Montag während der Mittagszeit. * Die Fleischhauer für die Herabsetzung der Viehzolle, Gestern hielt der Reichsverband der fleischverarbeitenden Gewerbe seinen fünften Berbandstag ab. an dem sich Delegierte aus allen Buttdesländern beteiligten. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Behandlung der Frage der Fleischhersorgung. Dazu führte der Verbandspräsident Schedl aus, daß die Vieh- und Fleischteuerung vorwiegend auf die unregelmäßigen Anlieferungen aus dem In- und Auslande zurückzusühren sei. Es sei unbedingte Pflicht der Regierung und der sie unter anderem von der Regierung den Abschluß von für dre Fleischversorgung entsprechend günstigen Handelsverträge n sowie Herabsetzung der Zölle, Ausfuhrlaxen und Frachttarife fordert, ferner Maßnahmen zur Hevnng der Viehzucht nnd Schaffung zweckentsprechender Kühlanlagen zwecks Einfuhr von überseeischem Vieh nnd Fleisch verlangt. * Hilfsverein der jüdischen Blinden. Sekretariat: Wien, 9. Bez., Bttggasse 7, Tel. 12-8-10. Blindenarbeitsstätte (Bürstenerzeuguna): 19. Bez., Rudvlfinergasse 12, Tel. 96-1-93. Wir werden um ^Veröffentlichung des folgenden Aufrufes ersucht: Die hohen Feiertage nahen und die Vereinslenung ist leider nicht in der Lage, den Aermsten ihrer Schützlinge auch nur die geringste Unterstützung zu gewähren. Um für die Aermsten der gaffe 7, gerichtet werden können. Wir danken im Ntzmen unserre BtGtzenJur Nr geringste Spende. * IÄ*»W SHuKn (2. Bez., Große MobxkUgasse 16—M). Der Unterricht m allen Kursen hat bereits begonnen. Weitere Einschreibungen täglich von 6 bis 7 Uhr nachmittags, Sonntag von 9 bis 12 Uhr vormittags. * LieferungsßMsschkeWng.. Die Bundesbahndirektion Wien-West vergibt tm Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung von Kappen-, Blusen- und Hosenstoffen. Die näheren Bedingungen sind in der „Wiener Zeitung" vonr 7. September l. I. verlautbart und bei der Bundesbahndirektion W t e n - W'e st erhältlich. *Amerikareifen. Der Cunard Schnelldampfer „Bereugaria" verließ Southampton und Cherbourg Samstag mit einer Rekordanzahl von Passagieren für New-Uork. Insgesamt hatte der Damvfep 2800 Passagiere an Boro, von diesen 776 Salonpallagiere. Innerhalb von fünf Tagen sind sechs Cnttard-Schnellvampfer aus den Häfen Hamburg, CyerbötttA London, Southampton und Liverpool ausgelaufen» welche ungefähr 10.000 Passagiere nach Amerika führen. * Beschränkung der Amerika-Einreise von Oesttrreichern. Wie bekannt, wurde die Einreise von Oester reichem nach Amerika infolge Ueberschreituug des von der amerikanischen Regierung bewilligten Kontingents für die Zeit bis zmr 1. d. eingestellt. Nunmehr veröffentlicht das. amerikanische Konsulat in Men nachstehende Küstdmachung: .„Das amerikanische Konsulat hat bereits so viele Gesuche um Erlangung des ameri- Lankschen Wsums erlxalten, daß es nach dem, 6. d. nur diefenNen Bewerber für einen Vorladungste-rrnm in Vormerkung. nehmen kann, die ick eine der folgenden Klassen eingereiht werdest können: Frauen, Gltem, Brüder, Schwestern, Kinder unter achtzehn Jahren, Verlobte. jsänttM von amevikanischLn ' StaatWwgern.^ Gesuche'.um Vormeck-nng, welche vüa MittrilWkvMdM ANAH Unserer lieben Schwester Fräulein vMlttfrltii ' aus ßnse*«iy MuUonrn wir herzlishst ahllsslUH ilffeu " Veflöbung tun' MM Israel Rehlfis _MOSES UND HBUNE RUB1H Kultus-u.Justiztalareii. Barette liefert lh scilOüstet AusinHHtng dt# bekSnhtesle 8ptt>a!kirmrt S8S RUDOLF COLDSTEIH Gegründet 1866 - Große Auswahl feinster Stoffe für MaHbeetelluttgeti uach dem 5. d. einlangen und von Personen sind, die nicht in eine der vorerwähnten Klassen eingereiht werden können, finden k e i n e B e r ü cksichtig u N g UM können wahrscheinlich auch nicht beantwortet werden, da das Konsucro; stiel Traaiff MMN Uw t.-ter. Ab heute Fi^laa wnd m\^u hach oorMuttg ist FovffestiiW M ^üstfpielcs komMehMe R, CarL-T.be EMM / , Mrljnev 3Wdenztheaters ..Galante Nacht' 'v'' 'AbbttdH c a te r. Soiintag si.idek W trslc N ch. nchtzyMMMullÖ ftoit. Zin lluzsuhiung gelang, FiiihimiStust". — 7 Uhr abend, wie täglich, „Die törichte Jungfrau" i,i det PretttlereNbesetzung. Wo ch e tt s p i e l p l a n d e s D t n t s e n Bol f stheaters. Sonntag, halb 8 Uhr nachmittags, „Armut". 7 Mx abends. „Paracelsus". ,Mr ist an allem schuld" (Gastspiel Moissi). — Montag. 7 Uhr abends. „Der lebende Leichnam" (Gastspiel Moissi). — Dienstag bis einschließlich Freitag, 7 Uhr abends, „Der Arst am Scheideweg" (Gastspiel Moissi). — Sainstag, 6 Uhr abends, nett einstttdiert, „Peer Gynt". Richard Waldemar wurde für ein län-gercs Gastspiel an das K o n, ö d i e n h a u s verpslichtel. lat, schon tnehrcre tausend Briefe echielt, die es noch nicht eriledigen konnte." * Jüdische Morgcnpost. Die Rösch Haschanab-NttMMer der „Jüdischen Atorgenpost" erscheint verstärkt, mit reichem Inhalt, Montag den 7. d.. vormittags. * Ttraßenbahulinien 67, 58, 60 und U8. Bon morgen (Samstag) an wird der Verkehr in der Linken Wrenzeile zwischen WiuckelmanNstraße nnd SchönbrnuNer Schlößaklee wieder ausgenommen und die Züge der Straßenbahnlinien 67, 58 und 60,. sowie der Sonntagslinie U8, werden in beiden Fahrtrichtungen wieder normal geführt. * Verlegung der Viehmärkte. Infolge der Feiertage findet der Rindcmanptmarkt am Montag den 17. d. und der R'tnderttachmarkt bereits am Mittwoch den 19. d. statt. Die sibrigen Märkte finden an den nach der Marktordnung bestimmten T.aaen statt. * Jüdische Stellenvermittlung. Ter Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, 2. Bez., Taborstraße 69, bietet Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag (10-3-16) genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte, Hilfsarbeiter und Lehrkräfte zugewiesen zu erhalten. Es stehen in Vormerkung'. 1. Manuelle Arbeiter: Anstreicher- Lackierer, Bäcker, Elektromontenre, Fleischhauer, Gerber, Geschäfts- und Bureaudiener. Hausknechte, Hilfsarbeiter aller Art, Installateure für Gas und Wasser. Kellner, Kürschner, Kappenmacher, Kutscher, Laufburschen Lehrlinge für alle Berufe, Magazmeuve, Mechaniker, Metallarbeiter, Monteure, Schlosser, Schmiede, Schneider, Tapezierer, Taschner und Tischler. — 2. K a u sm ä n n i s ch e s P er s o n al: Buchhalter^ Comvtoiristen, Korrespondenten, Strazzisten. Expedienten. Verkäufer, Manipulanten und Praktikanten. — 3. Weibliche Abteilung: Buchhalterinnen, Comptoimstinnen, Stenotypistinnen, Verkäufer, Vranipulantinnen, Schneiderinnen, Modistinnen, Hand- und Maschinnäherinnen, Kindermädchen und Hilfsarbeiterinnen. tzerichtssaal. Sie KkirgrMssleit des «MWsWm m geördneten Reshofer. Abgeordneter Mtternigg freigefprochen. Gesdrrn kam die Eh r e n b e l c i d : >g it.it gsklag e, c it der chrisWchsoziale Abgeordnete Michael N c u Hofer gegen seinen sozialdemokratischen Kollegen Franz Wittcrnig erhoben hat, vor dem Strafbezirksgericht Innere Stadt zur Verhandlung. Ueber den Inhalt der .Klage haben wir 'bereits gestern ausführlich berichtet; erwähnenswert ist der Wortlau: des Brieses, den Abgeordneter Witternigg im Nationalrat zur Verlesung gebracht hat: „Herr Michael Nerchofer, Bäckermeister in Mattsoe, hat bei der Be r p f legs b r a n che in Salzburg gedient. Drei bis vier Jahre war er in Salzburg. Er ha: Brot aus der Bäckerei gestohlen, und zwar in der Nacht, wenn er. Dienst hatte. Das Brot hat er im Mannschastszimmer, den Wecken um 5 K., an die Mannschaft, Prager Landwehr, verkauft, auch an andere Mannschast. Die Leute kamen meist in der Früh ins Mannschaftszimmer. Während Neuhoser aus Urlaub war, kamen die böhmischen Soldaten um „Chleba" (Brot). Den: dienstführend-n Feldwebel fiel es auf. Er erfuhr, daß das 8!euhofers iKundschaften sind. Ter dicnstsührende Feldwebel ließ die Sache untersuchen. Die Untersnchnn g e rg a b d i e o b e n a.nges üh r t e n T a t s a che n. Neuhoser sollte zur Strafe nach Linz versetzt werden. Die Versetzung wurde rückgängig gemacht über Einschreiten maß- (Nckchfötgtzllde Notizen bis zu der Rubrik „Aus deu Vereinen" sind entgeltlich.) * Tanzinstitul Kermann Braun» 1«. Bez.» Reift* Sorfgaffe 42. Jüdische Schulrracheichten. gebender Personen, die Sache wurde vertuscht.' In Wildhofers Gropper-Mggazin mußten Soldaten Kaffee schlichten unter Aufsicht des Gefreiten Neuhoser. Die Soldaten entnahmen -den Kasfeesäcken nngebrannten Bohnenkafse durch Anbohren der Säcke. Neuhoser hat sich auch Kaffe ans solche Art gekauft. Er scheute keine solchen Geschäfte." , * Schutnachrichken. Neunwöchige Bank-- und Handelskurse, Stenographie- und Maschinenschreibkurse für Beamte, Lehrer und Hochschüler in der Handelsschule Deutsch, 9. Bez., Hörlgasse 12. Anmeldungen täglich von 8 bis 12 llhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags. Sereftte, Bsrträge und BersmnmlrmMN. Zionistische Sektion Z w i f ch e n b r ü ck e n errichtet an den hohen Feiertagen in ihrem geräumigen Vereinslokal. 20. Bez., Allerheiligenplatz 17, ein Minjan. Urania. Heute: (Großer Saal) 6 Uhr: Wild-Afrika. Halb 8 Uhr: Lotte K v h >l c r—Fritz Z oder: Heitere Lieder und Duette. — ^Kleiner 'Saal) halb 8 Uhr: Banrat Ing. Richard Katzmayr: Der motorlose Flug. — Mirssaal) halb 7 Uhr: Albert Holfe'lder: Geschichte und Problem der lbernfsständischell Vertretung. <1.) 8 Uhr: Hafrat Ing. Josef Löwy: Grundlagen der Starkstromtechnik. (1.) — (Klnbsaa-l) halb 8 Mr: Dr. Hedwig Rössi: Michelangelo, der Mensch nnd Dichter. (1) __ SSItte und Kunst. Ms de« Aeatem. Burgtheater. Morgen, 7 Uhx abends, ,)Der Bauer als Millionär"., . Ulademietheater. Morgen, halb 8 Uhr abends, „Buwbury". Hans Thimig spielt zum ersten Wale den John GiMiM. ' Ä e d ö u i c»14 a {. Unter Leitung des Dwektgrs Pirk vont Residenztheater in Berlin beginnt ein Cnseinble, den; Konstanze v. Linden und Eugen Ienfen angehören, am Samstag den 8. d. um 8 Uhr abends sm RedoutenLaal-Dheater der Hofburg ein Gastspiel mit den: Lustspiel „Die Freundin Seiner Exzellenz" von Alexander Engel. Vorverkauf ab morgen an den Kassen der Bnndest'heater, 1. Bez., Bmunerstraße 14. Deutsches V olEs the ate r. Im Rahmen des Moissi-Gastspieles gelangt Shaws „Der Arzt am Scheideivege" Dienstag den 11. d. mit Alexander Moissi als Maler Dubrdat neu einstudiert zur Ansführmrg. Spielleiter: Dr. Heinz Schulbanr. Nenaissanccbühne. Hegte, Freitag, beginnt die Premiere der Komödie „Die hohe Schule der Diebe" von Koloman Regenyi mit Arnolf Korff als Gast präzise halb 8 Uhr abends. Regie: Karl Farkas. Anlässlich der hohen Feiertage wird im Saale des Jager-Kino, XX. Öauaplatz 13 4er beliebte ganger LM- T rwttitim *nur WW * ' JUPJEjU WLJ J9L ■* .M mit AMfcftm CJhor t«»aäi. Km'teiiVörVeflcaäf im Jäger-Kino, XX. Öau6platz 13, und iiaäCafe Magnet, XX. Mathildenplatz ns Neuhoser brächte bekanntlich die Klage gegen Witternig( ein, ohne ans das Anerbieten des sozialdemokratischen Klubs an die Chriftlichsozialen, daß Witternigg vor einer parlameiitarischen UntersilchnngskoNdmission den Wahrheitsbeweis antreten werde, Gebrauch zu machen. Bei der gestrigen Verhandlung war Witternigg nicht erschienen. Zu seiner Verantwortung gab sein Vertreter Dr. H a r P n e r an, sein Klient könne schon aus juristischen Gründen nicht verurteilt werden, da jeder objektive Tatbestand einer Ehre »beleidig ring fehle. Witternigg habe die Beschuldigungen selbst im Nationalrat erhoben und erst nach der Erwiderung des Klägers den Brief verlesen. Wegen w a h r h e i t s g e t r c u c r B e r i ch t e i in 9t a t i o n a l r a t e könne Witternigg v o m Geri ch t nicht zur Verantwortung gezogeit werden. lieber Verlangen des Vertreters Nenhofers wurde Präsident Se itz als Zeuge vernonnnen. Seitz betonte — im Gegensatz zu den Behanpturrgen der klägerischen Seile —, Witternigg habe seine Beschuldigung a tt ß e r h a l b des Nationalrates nicht wiederholt. In gleicher Weise sagte der Selre. tär des Präsidenten, Sektionsrat Dr. Schär s, aus. , Dr. Havpner bemerkte, er sei bereit, innerhalb von drei Tagen seine B e w e i s a n t r ä g e e i n z n b r i n g e n. Er betonte, daß es merkwürdig ist, daß Reghofer das Bezirksgernht als Parlamentarischen Unterogsschuß artsehe. Für die im Parlament pürgchxachte Aeußerung sei WitternjW immun. Dkp Betretet Äctchnfexs stllnmtk dem Wtxog q,L FÜHrpng drs Wahrhritspeineists zu. DeMRichtex lehnte jedoch die angebotenon Beiveise ab und sprach den Abgeordneten Witternigg frei, da nacl) der Anssage des Zeugen Seitz das Gericht es nicht als erwiesen airnehm-rir konnte, daß Witter^ n'igg die Beschuldiguttg attßerhalb des Nationalvates wiederholt hat; für seine im Parlament vorgebrachten Aeußeruiigen könne ein Nationalrat tticht verantwortlich gemacht werden Da in objektiver Richtmrg detltnach der Tatbestand einer Ehrenbeleidigung nicht vorlag, sei es dem Kläger nicht mög> lich, seine Schuldlosigkeit zu beweisen. V Mit einem Wort — Herr Netlhoser hat wohl geivus, warum er 'den parlamentarischen Nntersnchnngsatlsschust der- Die Verurteilung des Obetsten Wolfs. Zttt April d. I. tva-r der Führer der Monarchistischen Partei Oberst Wolfs vor denr -Einzelrichter wegen Verbrechens der össentlichen Gütval ltätigkeit und wegen Äufla'nfes, da er Int November 1022 nach iciner Gedächttlismasse für Exkaiser Karl sich den ÄnorÄnnngen der Wache, welche dje beim Liebenberq-lDenLmal anMammelten Monarchisten zerstreuen wollte, widerzetzt und den behördlichen Organen Stöße versetzt hatte, zu einer ArveUtralse von einer Woche Vevurtekkt worden. Gestern fand fand vor einem Senat die Berhändlnng Wer die Berufung, die WoW und der Staatsanwalt ergriffen hatten, statt. Es war fcid weibliches Pn!blikttm a,Wesend.,Mch Einvernahme dev Zeugen wies der Gerichtshof die Beruifnng des StaatsanwMes Und die des Angeklagten zurück und ibestä-tigte das Urteil <des EinAllÄchtars.