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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-02 · Heft 1637 (2.9.1923) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1637 (2.9.1923)
Date
1923-09-02
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 1637 Wien, Sonntag Volkswirt. Gestempelte Krone ----- 0.8078 Centimes. Auszahlung Wien ---- 0.8078 Centimes. In Zürich notierte 1-/9- 31./8. At österreichische Krone . . .... 0.0078 0.0078 die österr. gestempelte Krone .... 0.0078 0.0078 die tschechische Krone . . . .... 16.30 16.30 die Mark . .. .... 0.000052 0.000045 Holland. 217.90 Netv-Aork ........ . . . 554.- 554.— London . 25.19 25.20 Paris. 31.15 Mailand. 23.45 23.57 Belgrad. 6.- 5.96 Bukarest.. . 2.50 2.50 Sofia.. 5.10 5.25 Budapest. 0.03 0.037, Warschau. .... 0.0023 0.0023 die Neuregelung des Jevisenhandels in Polen. Die Banken erhielten von ihren polnischen Baukenverbindungen ein Zirkular, in welchem die wesentlichsten Bestimmungen der Verordnung des polnischen Fillanzmmisteriums vom 27. Juli über btc Neuregelung des Verkehrs in Polenm'ark mit dem Auslände wie folgt skizziert werden: Auslandskonti: Einzahlungen und Auslandskonti dürfen nur auf Grund nachstehend angeführter Transaktionelr cutgegengcnominen werden: a) Kauf von ausländischen Valuten und Devisen, deren Gegenwert dem Auslandskouto des Verkäufers gutge-- schrieben wird, b) Uebertragung Volt einem Auslandskonto auf ein anderes, c) Gutschrift eines auf ein Auslandskonto gezogenen Schecks (Inkasso), d) Einzahlungen im Jnlande, jedoch, nur in den Fällen einer vorhandenen Zahlungsverpflichtung an das Ausland, insoferne diese Zahlung im Sinne des § 6 der Verordnung (a, b, c, d, e) wirtschaftlich begründet ist und alle dort vorgesehenen Bedingungen gutreffen. Auslandskonti können grundsätzlich nur bei der Polska Krajowa Kasa Pozyczkotva (Poln. Landesdarlehenskassa) eröffnet werden. Die Devifenkommissäre dürfen zwar den Devisenbanken das Recht einräumen, ebenfalls Auslandskonti zu führen, doch Ware in der nächsten Zeit eine solche Bewilligung nicht zu erwarten. Dispositionen zu Lasten solcher Auslandskonti können unbeschränkt, grundsätzlich jedoch nur mittels spezieller Schecks erfolgen, welche die von der bezogene!: Bank firmamäßig gezeichnete Klausel: „Für den Auslandsverkehr", enthalten. Derartige Dispositionen können vom Kontoinhaber erst in den: Moment erteilt werden, in welchem ein volles Guthaben vorhanden ist. Wenn der ausländische Kontoinhaber eine Disposition erteilt, ohne im Moment der Scheckausstellung über ein volles Guthaben zu verfügen, ist die das Konto führende Bank berpflfchtet, davon an den Devisenkommissär innerhalb von drei Tagen Anzeige zu erstatten, was die Kündigung des Kontos nach sich ziehen kann. Die Polska Krajowa Kasa Pozyczko.oa trifft diese Vorkehrung im eigenen Wirkungskreis ohne Mitwirkung des Devisenkommissärs. Der Verkauf von Anslandspolenmark ist nur den Devisenbanken gestattet und erfolgt in der Form des Verkaufes von Schecks auf die Polska Krajowa Kasa Pozyczkowa. Jnlandskonti: Die Devisenbanken find berechtigt, mit Bewilligung des Devisenkommissärs ausländischen physischen und Rechtspersone): Jnlandskonti zu eröffne:: und dieselbe:: zu führen. Einzahlungen auf Jnlandskonti können ohne irgend welche Beschränkung entgegengenommen werden. Be: Erteilung von Dispositionen zu Lasten solcher Jnlandskonti hat der ausländische Kontoinhaber den wirtschaftlichen Gruno, beziehungsweise den Zweck der Zahlung anzugeben. Derartige Dispositionen köyncn nur zugunsten von im Jnlande domizilierenden Gesellschaften oder Personen stattfinden und sind unübertragbar. Ueberträge von einem Jnlandskonto auf ein Jnlandskonto derselben ausländischen Person bei einer anderen Bank sind statthaft. Wie aus diesen Bestimmungen hervorgeht, können Auslandskonti einstweilen nur bei der Polska Krajowa Kasa Pozyczkowa eröffnet werden, wogegen Jnlandskonti auch weiterhin bei den Devisenbanken geführt werden dürfen. Nachden: laut den bisher geltenden Vorschriften Einzahlungen auf solche Jnlandskonti ohne Beschränkung zulässig sind, ist die Dotierung solcher Konti eine viel leichtere als diejenige der Anslandskonti. Auch ist die DiSpvsitionserteilung zu Lasten der Jnlandskonti nicht an gewisse, streng zu beobachtende Formalitäten gebunden, wie dies bei den Anslandskonti der- Fäll ist. Der gestrige Privatverkehr. Die GeWslüssigkeit und der reibungslose Verlaus der Versorgung stimulierten im großen und ganzen die Tendenz des Effektenmarktes im gestrigen Privatverkchr von Bankbureau ßi Bankburean. Die Kurssteigerungen der ungarischen Papiere in Budapest förderten auch hier die freundliche Tendenz. Dann kamen noch Prager Jnteressenkäufe für tschechische Arbitragepapiere. die zur Folge hatten, daß für einzelne Essektengattungen um 10.000 bis 50.000 K. höhere Geldangebote genannt wurden. In den .Kulissepapieren, vornehmlich Oesterveichische Kredit-, Salgo- und KvburgMktien wurden Kaufangebote zu den vorgestrigen SchlutzÄrvsen gemacht. Lebhaft begehrt war die ungarischen Hofherr-Mtien, die im Kurse wesentlich höher genannt wurden. Der Wiener Geldmarkt. Gelegentlich der Prolongation hat der Report eine leichte Erhöhung erfahren. Trotzdem ging die Esfektenversorgung leicht von statten. Der Bedarf war nicht groß und deshalb schien es erklärlich, daß größere Geldsummen zu 0,63 Prozent pro Woche offeriert btteben. Ein« wesentliche Verteuerung war in Berl-in-Verzmsnttg zu verzeichnen. In dieser Währung waren Geldbeträge nur zu 80 Prozent pro Monat erWtlich. Verzinsung Budapest stellte sicb auf 45 Pro- ««t .Lwo Mon a r. Wiener Morgenzeitnng. 2. September 1923 Seite 11 Die Übernahme der jugoslawischen Linien in den Staatsbetrieb. - Zer politische Die Südbahn versendet folgendes Conununiqne: Südbahn. Die Südbahnverwaltung in Wien ist heute durch eine Note der Regierung des Königreiches der Serben, Kroaten und Slovenen verständigt worden, daß diese in Antizipation der Bestimmungen des von ihr bereits ratifizierten Akkords die in ihrem Gebiete gelegenen Südbahnlinicr: ab 1. September in den Staatsbetrieb übernommen hat. * Dazu wird noch ans Belgrad unter dem 1. September telegraphiert: Eure offizielle Kundnlachung des Eisenbahnministeriums verkündet die Uebernatzme sämtlicher Südbahnlinien Jugoslawiens in den Staatsbetrieb. Ebenso wird erklärt, daß das Personal von nun an als nbernonnncn gilt und die Angestellten der Südbahr: nunmehr als Staatsangestellte behandelt iverden. In der offiziösen Begründung der jugoslawischen Negierung wird dieses Vorgehen damit begründet, daß auf das Beispiel Italiens verwiesen wird, welches die in seinen Grenzen befindlichen Linien der Südbahn schon sofort nach Kriegsende in den staatlichen Betrieb übernommen habe. * Durch dieses Unternehmen der jugoslawischen Regierung ist plötzlich das Sndbahnproblem, das Jahrzehnte lang den Gegenstand intensiver Beratungen der beteiligten Staaten bildete, ohne daß eine Einigung erzielt werden konnte, wieder aktuell geworden. Wohl wurde im April dieses Jahres in Rom ein Ueberei:rkon:men, der sogenannte Südbahnakkord, geschaffen, der bis zum 1. September von allen Staaten ratifiziert werden sollte, und erst nach der Ratifizierung aller Staaten in Geltung treten konnte. Bekanntlich hat aber der Generalkommissär Zimmer man für die Völkerbundkvmmission gegen die Ratifizierung des Uebereinkommens Einspruch erhoben. So haben weder Oesterreich noch Jtalitzn bis zum 1. September tatsächlich ihre Zustimmung zum Akkord gegeben, so daß, j u r i st i s ch genommen, der Südbahuakkord überhaupt noch nicht in Kraft getreten ift. Wohl war im Verwaltungsrat der Südbahn die Frage aufgeworfen worden, was dann geschehen würde, wenn dieser Fall eintreten würde. Die vor zwei Wochen abgehaltene Verwaltungsratssihung hat tatsächlich den Beschluß gefaßt, weiterhin die provisorische Regelung, wie sie schon seit Beendigung des Krieges bestand, das sogenannte Regime provisoir, in Geltung bleiben zu lassen. Nun hat Plötzlich Jugoslawien einen Strich durch di> Rechnung gemacht. Es kümmerte sich nicht darum, daß der Sudbahnakkord eigentlich noch nicht in Geltung ist, und handelt so, als ob dies wirklich der Fall wäre. Es erklärt, für seinen Teil die Bestinlinungei: des Südbahnakkords von: 1. September angefange:: anwenden zu wollen. Zweifellos hat dadurch Jugoslawien in: juristischen Sinne anfechtbar gehandelt. Es hatte dazu kein Recht, denn die Südbahngesellschaft ist eine private Aktiengesellschaft. Ohne Znstinmlung aller beteiligten Faktoren durfte nicht einseitig von einem der Vertragschließenden vorgegangen werden. Jugoslawien ist sich dessen bewußt und verweist ausdrücklich ans das Beispiel Italiens. Es scheint, daß hier in diesem Passus die Begründung zun: Vorgehen Jugoslawiens gesucht werden muß. Denn selbst wenn der Akkord tatsächlich in Kraft getreten wäre, hatte sich doch Jugoslawien seinerzeit schon in Rom bereit erklärt, erst im Oktober die Linien nach den Bestinunnngen des Akkords zu übernehmen. Daß sie sich plötzlich zu diesem juristisch anfechtbaren Schritte einen Monat vorher entschließt, zeigt, daß dieser Schritt ganz deutlich gegen Italien gerichtet ist, welches gerade jetzt einen energischen Vorstoß gegen Griechenland gemacht hat. Es ist bekannt, daß eigentlich aus diesem Südbahnakkord den Hauptvorteil Italien haben sollte. Das war auch die Ursache, weswegen es sich zu weiteren Zugeständnissen an Oesterreich bereit erklärte, als Zimmerman sein Veto einlegte. Es hat natürlich dabei auch gedacht, die anderen Staaten zu einzelnen Leistungen zugunsten Oesterreichs eventuell heranzuziehen. Durch diesen brüsken Schritt zeigt Jugoslawien, daß es sich um gar keine Bedenken n:ehr kün:mert und einfach die Südbahnlinie w e g n i m n: t. Es ist zweifellos ein politisches Motiv mit einer Spitze gegen Italien. Es bringt aber auch wirtschaftspolitisch sehr mannigfache Verwicklungen mit sich. Es ist fraglich, ob alle an der Regelung der Südbahn interessierten Staaten, zu diesen gehört auch Frankreich, diesen Schritt ruhig hinnehmen tverden. Schließlich könnte Italien jetzt ebenfalls erklären, daß es sich nicht mehr gebunden fühle. Der Gläubiger Frankreich könnte dann sehen, wie er zu seinen, der Südbahn vor Jahrzehnten geliehenen Geldern kommt. So ist die Südbahnfrage verwickelter als je. Jugoslawien hat versucht, den gordischen Knoten durchzuschlagen. Es ist möglich, daß es dabei einen noch unentwirrbareren Knäuel geschaffen hat. Der Verkehr Oesterreichs über Triest. Der österreichische Warenverkehr über Triest machte nach der soeben -veröffentlichten Handclskammerstatist'ik in: ersten Halbjahr 1023 1,925.000 Meterzentner ans, wobei ans den Eisenbahnverkehr mit Oesterreich in: Monat durchschnittlich 3200 voll beladene Waggons kommen. Die Triester. Gesaintver?chrZsteigerung beträgt gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 32 Prozent, der Warenverkehr zwischen Triest und Österreich ist in de:: letzten sechs Monaten un: 26 Prozent gestiegen. Jugoslawien bestraft die Devisenspekulation. Die Belgrader „Politika" meldet, daß das Fmanzministermn: Geldstrafen für Devisen- -und Valutenspekulationeu in: Gesamtbeträge von 18,700.000 Dinar verhängt hat. Von dieser Summe wurden bis zun: 1. August d. I. li,527.570 Dinar eingezahlt. Für die Sicherstellung der Entrichtung von Geldstrafen wurde ein Bernrögensverzeichnis verschiedener Parteien im Betrage von 2,600.000 Dinar vorgenommen. und im Lause der Doll- Achnng dieses Verzeichnisses wurden 3,073.150 Dinar eingclöst. Kreditverteuerung -er deutschen Banken. Ans Berlin wird uns geschrieben: Die Berliner Großbanken haben dem Vernehmen' nach eine neue und besonders scharfe Verteuerung der Kreditbedingungen für Papiermark-Konten 'beschlossen. Die anläßlich der letzte:: Diskonterhöhung berichteten Sätze sind danach weit überschritten. Zur Begründung verweist man ans ungeheures Anschwellen der Unkosten; wie weit man Betriebs- Verbesserungen gegen diese fortwährende Gefahr vorbereitet, darüber verlautet nichts. Das Recht zu der riesigen Kredit- Verteuerung leitet man -außerdem von der 'Beobachtung ab, daß die Banken immer -noch zu stark von den Gewerbetreibenden durch das Medium der Geldentwertung ausgenützt würden. Klar wird ausgesprochen, daß eine prohibitive Wirkung der neuen Bedingungen -erwünscht käme. Die Pflege der, wertbeständigen Kr-editore:: komme teils nicht in Gang, teils erscheine sie den Banken selbst noch nicht genügend geklärt. Mehrere Institute höben, von Einzelfällen abgesehen, das neue Verfahren überhaupt noch nicht eingebürgert, andere es angesichts des Verhaltens der Kundschaft -und unter der: Schwankungen der Valuta wieder verlassen. Statt desser: sind folgende neue Konditionen ausgestellt: Aus jeden Barvorschuß, das heißt, jeden Papiermarkkredit wird künftig eine „Gebimr", die die Zinsen einschlstßen soll, berechnet von mindestens 1 Prozent pro Tag für Prwat« und 0,5 Prozent für Bankenkundschast. Daneben bleibt die Nmsatzprovision von 0,12 Prozent für Private und 0,6 Pronrille für Bankiers bestehen. Dagegen fällt fort die Bereitstellungs-, die Kredit- und die N-eberziehungsprovision. Zuletzt hatte die letztere 0,6 Prozent pro Tag betragen, die Kreditprovision 8 Prozent pro Monat, der Debetzins 32 Prozent, zusammen also im Ueberziehnngssalle 248 Prozent ans das Jahr oder im Noruralsalle 68 -Prozent aus das Jahr. Jetzt werden neben der Umsatzprovision als summarische Zinsgebühr durchwegs 360 Prozent pro Jahr dem Publikum berechnet, und das gilt noch als Minimum. 1 Potent pro Tag, das ist zurzeit der mittlere Satz des offenen Gelomarktes für SpekulationS, kredit! Wie ich ferner höre, erfolgen auch beim Wechseldiskont neue Restriktionen. Die Banken nehmen, weit das jetzt 60tägige ^Bankhaus Zhl. ZRohatyn Hßieri) 5aaria cGheresienstr. 10 Telephon Nr, 11-4-60, 11-4-61 ser kulanteste ^Durchführung sämtlicher ^Banktransaktionen Maximum der Reichsbank unterschreitend, zu ihrem Schuhe gegen Geldentwertung nur noch Abschnitte von vier Wochen, meist sogar nur drei Wochen Lauszeit herein. Sie berechnen auch dafür einen Bauschzins, der sich in der Form schon gar nicht mehr an den Banksatz anlehnt. Sie kürzen nämlich für jede Dekade 2,5 Prozent «der Wechselsumme, das wären 2,6 Promill pro Tag oder 90 Prozent auf das Jahr. Hier finden also schon Vorschläge Verwirklichung. die mit Bezug ans die Reformbedürstigkeit des Verfahrens der Reichsbank gemacht wurden. Vergrößerung des bulgarischen Notenumlaufes. Aus Sofia wird gemeldet: Die bulgarische Nationalbank,hat die Erhöhung des Notenumlaufes um eine Milliarde beschlossen. . Von den Warenmärkte«. (Eigenbericht der ..Wiener Morgenzeitimg".) Chemikalien. Mit der so ziemlich abgelansenei: Sonnnerperiode zeigte in der Be-richtswoche der Ehemikalienmarkt etwas, lebhaftere Belvcgung und cs sind Anzeichen vorhanden, daß in nächster Zeit mit einen: ziemlich befriedigenden Geschäftsgang zu rechnen sein wird. Die Preise liegen im allgemein ziemlich stabil und vielfach wird die Differenz zwischen dem Emstandpreis durch direkte Bezüge ab Fabrik oder Raffinerie, bezw. auch durch direkte Importe gegenüber dein Verkaufspreis überrasche::- niedrig gehalten. Der vielfach bescheidene Nutzen aber steht in einen: Mißverhältnis zu den: derzeit hohen Geldsatz, und dieses Mißverhältnis wird nu: so größer, je mehr' der Großhändler und Importeur, zu strengen Zahlnngskoudiditionen verhalten -wird und seine Ware vielfach im voraus oder sofort bei Erhalt der Faktura bezahlen muß,,, tvo« gegen umgekehrt wieder die Industrie -und die Kleinhändler ein langes Ziel als .Kanfsbedingnng machen. Man findet: daher schon oft, daß Ware gegen sofortige Kassa zu günstigeren Preisen abgegeben wird. , In Paraffin machte sich bereits ziemliche Nachfrage auch seitens des Auslandes bemerkbar, das zur Eindeckrmg seines Bedarfes schreitet. Es ist eine langsam steigende Tendenz zu beobachten, die jedenfalls aber nicht in dem Tempo eingetreten ist, wie sie vielfach erwartet wurde. Die Preise ab Raffinerie sind bei prompter Lieferung ungefähr 7,40 Dollar alb Petroviee. Sehr gefragt war Schuppenparaffin, ohne -daß nennenswerte Ware ans dein Markt gewesen «iväre. Di« Preisdifferenz zwischen Tafel- und Säirrppeuparassin ist bereits so gering geüoorde»:. daß bei erhöhten Preisen das Schnppenparässfin «keine Konvenienz mehr bieten kann. In Montanwachs zeigte der Markt eine festere Tendenz, der Markt wird sich den derzeitigen Fabrikspreisen anpassen müssen. nachdem die billige. Ware so ziemlich aus demselben genommen wurde. Aenßerst lebhafte Nachfrage herrschte nach JapanwcM, ohne das Bestände vorhanden wären. Dagegen wird jetzt Chinawachs, das dieselben Eigenschaften und Vertvendrnvgsmög'lichketten wie Japanwachs ' besitzt, neuerdings mit guten Resultaten importiert. Auch Carnanbawachs war zicmich gesucht. In Neustädter, französischen und amerikanischen Terpentinölen hat sich die Situation «derzeit ziemlich stabilisiert, der Tiefpunkt der Preise scheint erreicht zu sein, dagegen bgt überraschenderweise «besonders das russische Terpentinöl m uen Ursprungsländern scharf angazvgen, was durch sehr große Aufkänse seitens Danziger Händler und englischer Importeure hervovgeru'fen worden ist. Diese steigende Tendenz mußte sich naturgemäß auch ans den -Wiener Markt übertragen, wiewohl dadurch das Geschäft "außerordentlich erschwert worden ist. In Harzen war ziemliches Angebot bei geringer Nachfrage. bic Preise haben sich weiter etwas aügeschwächt. In Schellack -liegt der Wiener Markt ziemlich stabil. Befestigt haben sich gegen im Wochenlouf Minium Bleiberger um 300 K. aus 11.400 K., Schellack T. N. or. um 4000 K. aus 104.000 K. n::d Schweselnatrinm 60/62 um 200 K. ans 5000 K. transit Wien. Dagegen schwächten üch folgende Gattungen ab: Aetzkali 88/92 um 100 K. auf 10.000 x, Ameisen-

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