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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-02 · Heft 1637 (2.9.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1637 (2.9.1923)
Date
1923-09-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Wien, Sonntag 2. September 1923 Beite 9 m Zweiklassige Privat- Wien, IX. H8riaasse 12 Beginn Miste September: Ein- und zweijährige Tageshandelskurse a) für Mädchen und Frauen.. b) für Knaben und junge Männer, Einsemestrige Kurse für. > Beginn 25. September: Fünfwöchige Banku. Handelskrise. Stenographie- und Maschinschreibkurse für Beamte, Lehrer und Hochschüler. Anmeldungen und Auskünfte täglich von 8—12 u. 3- B Uhr. Prospekte. Fernruf 14*2-12 Unentgeltliche Stellenv©rmlttlung M Jampfer «ntergegangrn. Die gesamte Besatzung ertrunken. Ter Dampfer „Kl ü Pf er" ist, wie aus Amsterdam ge« Meldet wird, vorgestern auf der Fahrt von Hüll nach Bremerhaven während eines heftigen Sturmes untergegangen. Beide Boote, die der Kapitän hatte aussetzen lassen, schlugen um und vor seinen Augen ertrank die gesamte Mannschaft von 41 Köpfen. Ms das Schiss zu sinken begann, band sich der Kapitän an einen Holzblock und wurde als einziger lieber leben der nach sechs Stunden vom Dampfer „Java" in schwerverletztem Zustand gerettet. Monistisches Lanbestomttee. Die nächste Sitzung des Landeskomitees findet nicht Montag, sondern Donnerstag den 6. d. um 7 llhr abends, statt. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Die fünfte Kleingarten-, Redlnngs- und WohndauanrstrSmq. Heute um halb 9 Uhr vormittags wird der Bürgermeister die fünfte Kleingarten-, Sied'lnngs- und Wohnbauansstellung eröffnen. Die AusstellungÄeitung hat unter dsm Präsidium des anttssührenden Stadtrates Weber und des Vorsitzenden Gemeinderates Hofbauer den Gesamtausbau dieser großen Veranstaltung ausaearbeitet. Zum erstenmal zeigen nicht nur die Kleingärtner, sondern auch die Siedler ihre wirklich anerkennenswerten Leistungen. Aus dem Rathausplatz befinden sich in einer Gruppe Siedlungshäuser, Kernhausbauten und Klei-ngartenhütten, die ein überfichrlichrs Bild von den Bauten geben, die von der gemein-wirtschaftlichen Siedlungs- und Bausto-ffanstalt im Rahmen der Kernhausaktion der Gemeinde Wien errichtet werden. Die Gemeinde Wien hat dieser Anstalt fünf Milliarden Kronen zur Verfügung gestellt, danrit jene Sie-Äer, die zunächst et-wa sieben bis zehn Millionen Kronen aufzubringen vermögen, ein sogenanntes Kernhaus erhalten, wenn sie eine Wohnung frei machen oder wohnungslos sind. Sind sie im Laufe von fünf bis sieben Jahren imstande, ungefähr dreißig bis vierzig Millionen Kronen zu befahlen, dann gelangen sie in den Besitz einer annehmbaren Wohngelegenheit. Die Banien aus dem Rathcmsplah. Im linken Rondeau des Rathausplatzes steht ein voll Lusgebautes .Kernhaus. Es enthält drei bereits bewohnbare Räume und einen Zubau, bestehend aus zwei Wohnräumen und einem auch als Wohnrrum verwendbaren Bodenraum. Man sieht in diesem Hause, das vollständig eingerichtet ist, eingebaute M ö b e l. Daneben steht ein Häuschen, das nur den sogenannten Kern enthält, und später durch einen Zu bau vergrößert werden kann. Aus der anderen Seite des Rathausplatzes ist eine Type zu sehen, die im Kernzustand nur als Sommerwohnung benützt werden kann. In diciam Hänschen ist auch die Post untergebvacht, die alle in der Ausstellung ausgegebenen Briese mit einem besonderen Stempel versieh:. Schließlich befindet sich aus dem Rathausplah eine K l ei n g a r renhü tte, die zeigt, wie durch geschickte Anordnung für eingebaute Möbel reichlich Raum gewonnen wird. In der Mitte des Rathaus platz es befinde: sich die vom Baubureau des Verbandes der .fitem* gärrner und Siedler entworfene Burgenlandtype. Da die Siedluugsbswegung nicht allein gegen d-e Wohnungsnot ankämpftn soll, sondern auch wichtige Nahrungsmittel dem Boden abringt, hat die Ansstettungsleitung einen Muster- <jövten augcgliedert. Die Ausstellung in der BolkShalle. In der Volkshalle ist die Obst a u sstelln ng unterg'brachr, die zeigt, welche wertvoll- Produkte die Kleingärtner durch Fleiß und sorgfältiges Studium erzielen. Während die große Gemüseausstellung im Avkädenhof nur von Vereinen beschickt ist, zeigt die Obstausstellung die individuelle Leistung des Kleingärtners. Neben der Obstausstellung ist auch die große B i e n e n z u ch t a u s st e l,l <u n g zu erwähnen. Die Ausstellung im Arkadenhos. Dur Miriupunlt der Klüugauenansstüluug bildet die G emüse a usstetln n g. Mehr als 150 Vereine haben Wiener Morgenzckttrmg. aus terrasseuartig augeovdneten Ständern herrliches Gemüse ausgestellt. Jen Hintergrund des Arkadcu-hofes ist die Blumeuansstellung untergebracht. In bem Arkadenhof und den anderen Höfen des Rathauses haben die Kleintierzüchter ihre Leistungen ausgestellt. Die vorgefü'hrten Hühner, Kaninchen und anderen Di-er-gattunge:: zeigen, welche mühevolle Pflege breite Kreise aufbringen, um Nutztiere heranzuziehen. Die Ausstellung im großen Festsaal. In: Fesrsaal des Rathauses wird die genreinnützige Wohnungsbau tätigkeit der Gemeinde Wien dargestellt. Das Bauamt der Stadt Wien führt seine Leistungen in Bildern vor. Hier fällt vor allem die Siedlung Rosenhügel auf. Der Oest-erroichische Verband für Siedlungs. und Kleingartenwesen bringt eine Reibe werkvoller Neb ersieh ten über die Kleingartenhütt-en und Kleintiere Dargestellt wird ferner die Tätigkeit des Wohnungsamtes in den Jahren 1917 bis 1922, die Tätigkeit der Mietämter, die Entwicklung des Zuweisungsw-efens, der Wohnungstausch, die Aeguivalentbewegung, die Wvhnungsänderung, die Schaffung von Notwohnungen und die Wohnverhältnisse. In Bildern, Plänen und statistischen Daten ist hier ein reiches Material zusammengctragen worden. * Das Ausstellungskomit-ee Hai den Eintrittspreis für alle Teile der Ausstellung mit 8009 K. für Erwachsene und mit 1000 K. für schulpflichtige Kinder festgesetzt. Tie AettrWmms der Stadtbahn. Die Direktion der Städtischen Straßenbahnen hat an die großen Firmen der elektrischen Industrie und der Eisenindustrie die Aufforderung gerichtet, sich schon jetzt mit den von der Gemeinde Wien geplanten Arbeiten für die Elektrifizierung der Wiener Stadtbahn zu befassen. Sobald die Gemeinde Wien die Bewilligung der Bundesverwaltung zur Uebernahme der Stadtbahn erhält, soll sofort mit der Vergebung der Arbeiten, die sehr umfangreich sind, be- ' gönnen werden. Neu hergestellt werden 5 0 Motor- und I 120 Anhängewagen. Aber auch die Errichtung der | Wagenhallen, die Geleise- und Oberleitungsarbeiteu sowie die Reparaturen sind mit großen Arbeitsanfträgen verbunden. Schwimmen „&«« durch Men". Sieger: Goldemund (W. B. C.), Frimlein Fuchs (Danubia). Brrr, war das gestern eine kalte Sache! Für die Schwimmer war es wahrlich kein Vergnügen, in dem eisigkalten Wasser fast eine Stunde lang die 7P Kilometer lange Strecke zu durchmessen. Und tatsächlich wurde diese Leistung auch nur von zwölf Herren und sechs Damen fertiggebracht. Am Start in Nußdorf stellten sich 16 Herren und 7 Damen zur Strommeistevschaft. Heinrich Golde mnnd ncchm bald di» Spitze, die er auch bis ms ZiÄ unangefochten innehatte. Hitziger gestaltete sich die Mnstevschaft bei den Damen. Die Siegerin Fraulein Stesisi Fuchs tag hier zunächst an letzter Stelle, arbeitete sich über, trotz heftiger MagmschmsrMN — sie versicherte, daß sie eine zu Mittag genossene Erersipeise vollständig den Wogen der mehr oder minder „blauen" Don-au übergeben habe — langsam vor urtb erreichte PaM Frantzl nach ungefähr 1000 Meter. Die Führung hatte Gvste Adler mit Frantzl. Fräulein Fuchs kam den Führenden immer näher. Dann gab Frantzl aus, und es war nun klar, daß die Entscheidung zwischen Adler und der Danubianerin lag. Grete Tldler stand die Strecke nicht durch und so konnte Fräulein Fuchs mit einigen Metern Vorsprung die Strommeistevschaft gewinnen. Am Ziel. Die Rotundenbrücke und beide Wer waren vollbesetzt von Zuschauern, die sich meist mNeidig über die armen Schwimmer unterhielten. Zunächst ging der Ue!b«rguerung8bewerb vor sich. Er sah nur fünf Herren am Start, die Damen hatten sich's überlegt. Dann kam eine lange Weile gar nichts und dann zeigte sich im Stwm ein schwarzer Punkt. Die Damen hatten allerdings schwarze Kappen, es waren iedoch zunächst die Faltboote ange.sa.gt. Erkläret mir...? Da fand einer die Losung: „Dös is scho' die Siegerin, dö Faltboot' m wcchrschemli alle Untergängen!" Gkückttchetzweise war das nicht der Fall. Die .-Siegerin" entpuppte sich beim N^evko-mmen als 'harmloser alter Hut und passierte unter lebhaftem Jubel der Zuschauer das Zielband. Dann kamen endlich die Faltboote, dann im Rückeutempo Steffi Fuchs und nun rollte die ganze Wassertour heran. Nun zeigt-en sich noch die Werbeschwimmer, aber erklärlicherweise waren alle, bis auf eine tüchtige Dame, wenrg heiter gestimmt. Die passiedten das Ziel und — aus war es. Die Resultate: Strommetsterschaft (Herren): 1. Goldemund (W. B 2. Prufchina (Cricket-er), 3. Schaich (W. B. C.), 4. .s> (M. T. K.), 5. Mück (Brünner T. V.)> 6. Horvath (W. A. Strommeisterschast (Damen): 1. Fuchs (Dann 2. Adler (W. A. S.), 3. Limpos (Freha). 4. Rantasa (W S.). 6. Hornof (Crickeicr), 6. Selienhanrmer (Dcmübia). Ue!berquerungs'bewerb: 1. Heinr. Schvepfer (W. A 60,72 Meter Abtrieb in 1:52. 2. Willi Schrepfer A. C.) 81,186 Meter Abtrieb in 1:46, 8. Lorenz (W. A. 85/5 Meter Abtrieb in 2:16, 4. Gnttmann (W. A. 87,16 Meter Abtrieb in 2:11. C.), 'fort eo. L C.) C.) Kühles, windiges Wetter. Gestern früh wehten in Oesterreich bis in große Höhe südliche Winde. Die Morgentemperaturen in Wien, Linz uitb Klagenfurt standen über 20 Grad. Um 10 Uhr hatte es in Wien 25 Grad. In Vorarlberg betrug die Temperatur bei Regenwetter nur 10 Grad. In der Schweiz schmite es auf den Bergen bei stürmischen West-Nordwest-Winden. Mittags erfolgte ein Einbruch kalter Luft aus dem Westen, auch in Wien, mit starken Westwinden, Regenguß und Abkühlung bis auf 16 Grad. Vom Auslande fehlen Meldungen. Voraussage: Wolkentreiben, windig, kühl, vielleicht noch Regenschauer. * Unsere Jugendbeilage kann wegen technischen Schwierigfaiieit erst Montag erscheinen. * Die Goldparität. Die Goldparität (Umrechnnngsverhältnis l'r.vv'ijenö die Zellzählungen in Gold) für die Periode vomDcpt.'mber bis U. September wurde mit 14.400 K. iest- .Metzt. Nr. 1687 Georgsbad (Cluslusbad) IX, Clusiusgasse 12 Russisches Steinschwitzbad mit Besenfrottieruns: (einzig in Wien) umgebaut und neu eingerichtet * Hoschulerneunung. Der Bundespräsident hat dem Privat duzen ten für Dermatologie und Sttphllidologie an der Universität in Wien Dr. Otto 'S a ch s den Titel eines außerordentlichen Universitätsprofessors verliehen. * Der belgische Großrabbiner gestorben. Nach einer Ateldüng des „Matiu" aus Brüssel ist der belgische Großrabbiner Armand Bloch gestorben. * Auffindung eines vor drei Jahren verunglückten Touristen. Vorgestern wurde, wie ans Salzburg berichtet wird, ans dem Hohen Göll das Skelett eines vor ungefähr drei Jahren verunglückten Touristen geborgen. Bei dem Skelett wurde eine auf den Namen Alexander The in er, Universitätshörer, Wien, 13. Bez., Tiesendorfergasse 1, lautende Legitimationskarte Nr. 724 aus dem Jahre 1919-20 vorgefunden. * Die Internationale Postwertzeichenausstellung in Wien. Gestern vormittags wurde die Erste Internationale Postwertzeichenausstellung in Wien eröffnet und der Besichtigung freigegeben. Die Ausstellung ist in den schönsten Sälen des Dorotbeums llittergebracht. Die Ausstellung ist sehr reichhaltig. Das Glanzstück der Ausstellung bildet die österreichische Reprasentativ-Kollektion, die eine Unzahl ganz einzigartiger Raritäten von Oesterreich, ferner viele Unika. den berühmten roten Merkur in fünf Prachtexemplaren, und viele andere enthält. » Der Leuchtbrunnsn in Betrieb. Die Gemeinde Wien hat mit einem Kostenaufwand von 190 Millionen Kronen die elektrischen Einrichtungen des Leuchtbrunnens auf dem Schwarzenbergplatz instand gesetzt. Die Wiener Messeleitung hat sich nun bereit erklärt, ans eigene Kosten für die Dauer der Messe den Leuchtbrunnen in Betrieb zu setzen. Die erste Vorführung erfolgt morgen Mischen 8 und 9 Uhr abends. Es wird dann jeden Tag bis einschließlich Sonntag den 9. d. immer zwischen 8 -und 9 Uhr abends der Leuchtbrunnen im Betrieb zu sehen sein. * Straßenbahnlinie 63. Wegen Gleisarbeiten wird von heute an die Linie 63 in der Fahrtrichtung von der Stadt nicht über die Preßgasse und Margaretenstraße, sondern über die Rechte Wienzeile, Hamburger st raße und Piltz r a m g a s s e z-um Margaretenplatz weitergeleitet. * Entfallende Sprechstunden. Morgen eittsällt wegen dienstlicher Berhinderung die Sprechstunde bei Bürgermeister R e >u m a n n, beim städtischen Finangreserenten Stadtrat Breitner und «beim städtischen Personalveserenten Stadtrat Speiser. * Personalnachrichten. Dr. jur. Josef Hoffer, beerdeter Gerichtsdolmetsch für die russische, polnische und ukrainische Sprache, Wien, 6. Bez., Bltndengasse Nr. 1, Sprechstunde von 3 bis 4 Ulhr nachmittags, übersetzt rmd beglaubigt amtliche Urkunden jeder Art. — Negierungsrat Dr. I. Sperber ist von seiner UÄ-aubsreise zuruck« gekehrt und hat seine spezial ärztliche Ordination für Öhren-, Hals- und Nasenleiden, 4. Bez., Margaretenstraße 25, neues Telephon 61-1-47. wieder ausgenommen. (Entgeltlich.) * Todesnachricht. Gestern verschied in Wien nach kurzem Krankenlager im 58. Lebensjahre Frau Sofie Kreme ne zk y, die Gattin unseres Gesinnungsgenossen Herrn Johann Kremeuetzky. In 37jä-hriger vorbildlicher Ehe ging die Verewigte in der Sorge um das Wohl -ihrer Familie aus. Alle, die diese edle Frau gekannt -haben, wissen, welch herben Verlust die Fa-miÄe erlitten hat. * Verschleißzeit der Trafiken während der Mteffcwoche. Die Finanz-Bezirksdirektion teilt nnt. daß aus Anlatz der diesjährigen Wiener Herbstmesse für Die Dauer derselben die Verschleißzeit der selbständigen Tabak-Trafiken an Wochentagen bis 8 Uhr abends verlängert wird. * Die Saison in Baden bei Wien hat dank des günstigen Wetters eine Verlängerung ersahreu. Das iuternativaale Publikum, das Baden ausgesucht hat, um die Segnungen seiner weltberühmten Schtveselgnellen zu genießen und sich von schmerzhaften Leiden zu befreien, kann sich schwer von der wunderschönen Kurstadt trennen. Aber auch die Wiener, die heuer an die Ostsee gehen -wollten, haben ihr liebtzewordeues Baden wieder a-usgesucht und sauden dort alles für ihren Empfang vorbereitet. Die Stadt Baden, voran ihr verdienter Bürger-, meister. haben sich bemüht, den Gästen den größten Komfort zu bieten, und zu den landschastlichen Schönheiten und den heil-kräftiger: Bädern -hat Baden auch alles aufaeboten, um rreben Erholung mtef) Zerstreuung zu bieten. Deshalb werden mich viele Leute gern' Baden zur Nachkur aufsuchen, und besser als dort -könne:: sie Wohl nir-gends a-ufgehoben sein. Die Hotels, Pensionen und Privatvermieter haben sich bemüht, mäßige^ Preise anzusetzen, dabei wird aber das Allerbeste geboten und dem Mittelstand kommt man in Baden ganz besonders entgegen. Der Aufenthalt in der Nachsaison in Baden wird vielen, die von kostspieligen Kurorten und Souuuerfrischen enttäuscht rurückkomnten, eine volle Entschädigung bieten, und man rechnet daher in Baden mit einer vollbesetzten Nachsaison, so daß es angezeigt wäre, sich schon jetzt eine Unt-erkmft zu sichern. (Entgeltlich.) * Schwerer Verlust eines Studenten der Medizin. Der Mediziner Franz Pick. 8. Bez., Albertgasse 64 wohnhaft, hat in semer Sommerfrische einen schweren Verlust erlitten, der seine ganze Stndienlaufbahn untergraben kann. Pick weilt seit längerer Zeit mit einem Kollegen ::: der Kuranstalt Wällischhof und wollte gestern nachmittags von dort abreisen. Beide hatten schon alles gepackt und verließen auf kurze Zeit das Wohnzinlntcr. Als Pick dann lvieder in das Zimmer zurückkan:, benterkte er zu seinen: Entsetzen, daß ihm m dieser kurzen Zeit sein Handgepäck gestohlen lvorden war. Außer einem grauen Ueberzieher und einem Regenmantel wurde auch eine dunkle Rindsl cd er Handtasche mit Wäsche und der Universitätslegitimation des Mediziners gestohlen, an der, in Papier gehüllt, drei Hefte mit Protokollen über medizin:sche Versuche und Zeichnungen mit Spagat befestigt waren. Der Student, der eventuell auf alle anderen Gegenstände verzichtet, bittet, wenigstens diese Zeichnungen und' Protokolle, die für den gegenwärtigen Besitzer vollkommen wertlos, aber dem Verlustträger, den sie viele Monate! 99392

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