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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-02 · Heft 1637 (2.9.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1637 (2.9.1923)
Date
1923-09-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1837 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. 2. September 1923 Seite? Me Sowjets in Wladiwostok. Plünderungen «nd Erpressungen. Eine Wiener Großfirnca stellt uns den nachlsMe-ndötr Bericht eines ihrer freunde 'in Charbin zur Verfügung. Der Bericht schildert die IMünde in Wlaldiwosiok seit der Beisetzung durch die roten Truppen, läßt aber zugleich auch die Zweien tigkeit der Moskauer Politik im gellsten Gicht erkennen. Der Bericht ist vom 1. Mai d. I. datiert. Eine Beschreibung von allem, was ich während der fünf Monate Lolschewikischer Herrschaft in diejeur Lande gesehen habe, konnte ich in Wladiwostok nicht schriftlich nkderlcgen, weil ich Deine Beförderungsgelegenhei-t hatte und weil die Gefahr bestand, daß der Brief von den bolscheilvitisch.'i! Behörden zensuriert und ich in die Keller der „Tscheka" geworfen werden könnte. Sogar wenn mein Bericht unter dem Schutz eines -ausländischen Konsulats geschrieben worden wäre, wurde dieser Verkehr Grund genug sein, 'meine Hinrichtung durch die „Gospolito Apravlenie" vollziehen zu lassen, die derartige Exekutionen täglich in Wladiwostok ebenso wie in Nikolsk- Hssurisk vornimmt. Den Einzug bolschewikischcr Truppen charakterisierren Straßenraub, nächtliche Uöbersälle -auf bürgerliche Privaihäuser. Bei Beginn der Bolschewiketzherrschafl in Wladiwostok wurde der Handelskammer und den ausläMschen Konsuln die Versicherung gegeben, daß keine Requisitionen, Konsiskcuionen und Nationalisierungen ausländischer Firmen und Güter vorgenoinmen worden, und es wurde angedeutet, die Arbeit frei sor'.znsctzen. In diesem Zustand blieben die Dinge in den ersten Tagen. Als später andere bolfchewikische Truppen au kamen, wurden neue Besohle und Bestimmungen herausgegeben. Die Einwohner wurden durch neue Steuern terrorisiert, und das Ende war, daß kein russisches oder ausländisches Unternehmen urit normaler kommerzieller Basis standhalteu konnte. Die Handelskonzessionen reduzierten sich im Jahre 1922 von 1000 Konzessionen Zweiter Kategorie ans 1900, 480 Umernchmungen wurden nach den offiziellen Daten der Handelskammer int Jänner 1923 geschlossen, 460 int Februar. Solche Liquidationen von Unternehmungen fanden im März und April statt, zwei große Märkte in Wladiwostok hatten drei Viertel ihrer Geschäftegeschlossen, der Markt von Nlkolsk-Ussurisk ist gänzlich verschwunden. In der Hauptstraße Svetlanskaja in Wladiwostok gibt es eine große Zahl leerer Goschäftslä-dcn. Diese Lage wird so lange andanern, bis der gesamte Apparat von Handel und Industrie stillsteht, wie es die Bolschewiken im europäischen Rußland und in Sibirien zuwege gebracht haben. Die Versprechungen und Versicherungen, nicht zu requirieren und zu konfisziere^ wurden bloß imr erstem Monat gehalten, bis eine Bande von Räubern, mit einem gewissen „Towarisch" SereLriakoff an der Spitze, erschien, der der Führer der Bereinigung „Sto" (Rat der Arbeit und Verteidigung) und der BolschÄvikonovganisationen „Gostorg" und ,/Bneshtorg" usw. war, welcher ohne einen Penny und nur mit der Absicht kam, zu stehlen. Svreibviaköff ordnete an, daß innerhalb drei Lage alle Güter und Seefrachten, die in Wladiwostok nach dem 33. Mai 1932 ankamen, von den Kaufleuton übergeben werden mußten. Den Schergen, denen die Ueberwachung dieser Befehle Mag, wurde mit strengster Verantwortung gedroht. Nachdem die Listen der Eigentümer der Güter und Transportbnreaus einschließlich der ausländischen Firmen übergeben waren, erhielten sie eine kurze offizielle Benachrichtigung, 'die erklärt, daß die Güter Eigentum der N. S. F. S. R. find. Die Güter wurden rasch nach Sibirien und noch weiter gebracht und die Schlüssel der Warenhäuiser dem rechtmäß-igen Besitzer einfach woggenommen. Für beschlagnahmte Waren wurde nichts bezahlt, weil dies, wie die Bolschewiken sagten, nach dem Prinzip der Bourgeois gewesen wäre. Kurze Zeit darauf begann die Nationalisierung. Vor allein wurde das Petroleum und Benzin der' amerikanischen Firma Standard -Oil Company beschlagnahmt und von den Vorräten ein großer Teil zu niedrigen Preisen verkauft. Was nicht verkauft werden konnte, wurde den Vertretern der Firma übersendet als eine rühmliche Ausnahme der Grundregeln, der Bolschewiken. Die Russisch-Asiatische Bank unter französischer Flagge wurde nationalisiert, ebenso die Sibirische Kommerzialbank unter britischer Flagge, Keler u. Comp. usw. Die Waren der Firma Martins wurden verschleppt. Eine beträchtliche Anzahl von Maschinen, der amerikanischen Firma International Harvest,er Company gehörend, ebenso alle Warenhäuser und Güter der General Electric Company wurden geplündert, endlich alle Maschinen und Waren der Firma Singer nationalisiert. Bloß einige russische, deutsche und schwedische Firmen arbeiten noch, doch dürften sie ebenfalls in kurzer Zeit verschwinden. Diese Vergewaltigungsakte Wsten in der Stadt eine Panik aus, da man nicht sicher war, unter dom Deckmantel der Nat'iouMsiernng ausgeraubt zu werden. Der Handel ging von Dag zu Tag zurück. Die schönsten Gebäude wurden von den Machthabern in Beschlag genommen, die es fertig brachten, sie in kurzer Zeit in Schweineställe zu verwandeln. Das über die Lage des Handels und der Industrie. / Nun von anderen Dingen. Alle Schulden und Verpflichtungen an die öffentlichen Angestellten, Privatpersonen und Firmen (russische und ausländische) wurden annulliert. Alle Regiernngsbea-mte und Angestellte in Privakunternchmungen wurden entlassen und kein Penny für geleistete Arbeit bezahlt. Arbeitslosigkeit und Not war das Ergebnis solcher Maßnahinen. Neue Angestellte wurden eingesetzt, natürlich nur Konnnnnisten. Meine Gehälter wurden bezahlt, so daß zwar ein einzelner, nicht aber eine Familie ihr Auskommen finden konnte. Alle Deipodgelder wurt]Üg|.jM& Mtöft Wch M wn dW MWWlMll m. Empfang genommen. Die gwße Zahl Arbeitsloser brachte die Kaufkraft auf ein solches Niveau, daß sich der Handel nm das Zehnfache reduzierte im Vergleich zu den Resultaten im August und September 1922, also vor dem bolschewikischen Einsall. Alle Arten Sammlungen und Stenern mußten von der Bevölkerung und den Kanftenten aufgebracht wevden. Eine Gruppe visitierte regelmäßig die Privatwohmmgen, Lager- und BnreauräU'ine der Firmen, hob Sammlungen ein für wohltätige Zwecke, die in Wirklichkeit der Roten Armee und der Roten Kriegsflotte zngeführt wurden. Die Sammlungen wurden so durchgeführt, daß man gezwungen war, die Summen zu bezahlen, um nicht in den Verdacht zu kommen, mit den „Weißen" zu sympathisieren. Die Bolschewiken trachteten, was nnr möglich zu plündern und zu Geld zu machen und scheuten kein Mittel, dies zu erreichen. Einen Monat nach dem Einfall der bolschewikischen Truppen wurden 800 bis 1000 Menschen ansgewicisen und ihre Namen in besonderen Listen veröffentlicht, die um zehn Kopeken pro Stück verkauft wurden. Offiziell wurden sie nach ihren Heim- 'emeinden abgeschickt, Tatsache jedoch ist, daß ein Großteil in den Kohlenbergwerken von Sibirien, andere in das Gefallgenhaus N-awo-Nilolasewsk, wieder andere zur fünften Noten Armee, wie aus Briefen der Verbannten zu ersehen ist, deportier wurden. 15.000 Menschen wurden von Wladiwostok, Nikvisk-Ussnrisk unib Umgebung bis April ansgewies.'n; darunter hauptsächlich Offiziere, Kausleute urit eigenen Unternehmungen, Hanseigcntü'mcr, Jntelligenzpersonen usw. Diejenigen, die Ge.v genug hatten, konnten durch Bestechung die Erla-lr-bnis erlangen, in der Sta-dt zu bleiben, viele zogen es vor, über die Berge die chinesische Grenze zu erreichen. Man kann sich die Panik in der Stadt vorstellen, die durch solche Maßnahmen verursacht wurden. Jeder konnte joden Tag gcwärtig sein, seinen Namen auf solch einer Liste zu finden. Alle Arten Haushaltungsgegenstände wurden zu lächerlichen Preisen angeboten. Beispielsweise kostete ein neues Piano 23 Rubel, Möbol für eine Fünszimmermohllnng dasselbe. Das Eigentum, das in jahrelanger harter Arbeit erworben rvar, wurde durch Banditen und Schergen geraubt. Dies ereignete sich im November und Dezember bei 10 Grad Kälte. Durch Hunger und Kälte wurden ganze Transporte Verbannter vernichier. Vom erstell Tag der bolschswikischen Herrschaft an trat die Tscheka in Mtion, die sich später in die G. P. U. (Rvgiernngsabtei'lung für Politik)'verwandelte. Unerhörte Grausamkeiten wurden von dieser Institution begangen. Die Keller von Wladiwostok waren mit Gefangenen aller Gesellschaftsklassen überfüllt. Da sah man Generalanwätte, Professoren, Senatsmitglieder, Arbeiter und Kaufteute. Hier konnte man schreckliche Szenen beobachten, Vergewaltigungen, Mißhandlungen erreichten bei der G. P. U. ihren Höhepunkt, an deren Spitze zwei Fanatiker namens Karutzky und Olshansky standen. Nach einiger Zeit der Gefangenschaft in den Kellern der Tscheka wurden die unglücklichen Opfer in nahezu leblosem Zustand in ein anderes Gefängnis gebracht, in welchem ein junger Bursche die Gefangenen als „schmutzige Hunde" behandelte. Jede Nacht wurden einige der Gefangenen in der Nähe des Gefängnisses hinge richtet, und der Lärm der Gewehrschüsse um Mtternacht machte einen entsetzlichen Eindruck auf die in der Nähe Wohnenden. Die Gefangenen waren in den Gefängnissen so zusammengepfercht, daß viele vom Typhus dahingerafft wurden, viele dem Wahnsinn verfielen. In einer Nacht wurden bisweilen 500 bis 600 Menschen verhaftet. Drei Viertel der Intelligenz ist bereits gefangen, der Nest wird wahrscheinlich dom gleichen Schicksal, verfallen, wenn er nicht durch Flucht oder kontinuierliche Bestechung seine Freiheit sichert. Diejenigen Gefangenen, bk die Mittel haben, Mitglieder der; G. P. U. zu bestechen, erlangen ihre Freiheit. Dieser Terror beeinflußt die Bevölkerung so, daß man sich sogar vor Mauern fürchtet. Beispielsweise wird in einem Famil'iengsspräch dieses Thema nicht berührt, da selbst Kinder zu Spionagediensten herangezogen werden. Schulbuben der vierten Klasse Gymnasium und Handelsschule, eine große Zähl junger Mädchen stehen in den Diensten der G. P. U. Beispielsweise sind LI Schulmädchen aus NKvlsk-lUssnrisk bekannt, die fünfzehn Go'ldrnbel für jeden „Kopf" erhalten. Durch diese Zustände ist es .unmöglich, an Geschäfte oder Handel zu denken. Der Handel mit allen Arten von Produkten, ausgenommen Etzwaven, befindet sich in einem jammervollen Znstand. Große Firmen, die noch nicht konfisziert oder nationalisiert wurden, liquidieren ihr Unternehmen, verkaufen alles zu einem niedrigeren Preis als dem Nettopreis, in dem Bestreben, alles zu Geld zu machen, da keine Sicherheit gegeben ist, Wohl aber die Wahrscheinlichkeit, daß das Wenige geraubt werden könnte. Die Machthaber versuchen, die Handelskammer sowie das Börsenkomitee anfzulösen, was ihnen ja auch in kurzer Zeit gelingen wird. Die Bedeutung des Transithafens von Wladiwostok ist durch die Bolfchcwikenhervschaft auf ein Minimum gesunken, da besonders ausländische, amerikanische und englische Firmen beraubt wurden, und die Tage sind nicht mehr lveit, wo kein QnWndisches Schiff Mlchliwoltok anl-lufen wich. Der Export von Waren ans Wladiwostok ist nahezu inu möglich, ausgenommen kleine Warenmengen, welche nicht in Betracht kommen. Hierzu bedarf es einer besonderen Erlaubnis der „Vnefhtorg". Doch ist eine solche Erlaubnis noch lange keine Garantie, daß die Waren auch wirklich exportiert wevden. Es gab einige Fälle, wo dein Exporteur am Tage der Absen« düng die Erlaubnis verweigert wurde, er konnte weder exportieren noch erhielt er seine Spesen zurück. Dies ist eine der „gesetzlich erlaubten Erpressungen" an Kanslenien. Die meisten Konsulate sind geschlossen, die Vertreter einiger Regierungen haben vor kurzem Wladiwostok verlassen, da keine Geschäfte und keine maßgebenden Personen vorhanden sind, mit welchen die Vertreter Unterhandlungen in bezug des Schutzes ihrer Bürger sowie der Währung der Interessen ihrer Firmen pflegen könnten. Lar Hakenkreuz an der technischen Hochschule in Danzig. Aus Danzig schreibt man uns: Während in den pvlni« scheu Hochschulen die jüdischen Studenten allerhand Schwierigkeiten haben, weil sie nicht reine Polen sind, hat die Danziger Technische Hochschule für ihre Praxis, jüdische Studenten nicht aufzunehmen, die entgegengesetzte ethnographische Erklärung: Sie betrachtet sie als hundertprozentige Pole n, die die Technik polonisieren wollen! Um das richtig einzuschätzen, muß maic wissen, daß die Technische Hochschule in Danzig die Hochburg des völkischen Hakenkreuzes ist. Die Mitglieder des akademischen Senats itnb die Professoren gehören zum größten Teil dem monarchistisch orientierten „Deutsch» v ö l k i s ch e n 'S ch u tz- und T r u tz b lt it d" an. Die jüdischen Studenten, die sich nm die Aufnahme an die Danziger Technik betverben, werden als Ausländer wegen Platzmangels ab ge wiesen; wenn sie aber darauf Hinweisen, daß'Ausländer anderer Nationalität ohne weiteres Aufnahme finden, so kommt eben die Begründung zutage, daß sie die polnische Sprache und Kultur in Danzig propagieren. Die Wahrheit aber ist, haß an der Danziger Technik mehr als dreihundert Studenten polnischer Nationalität inskribiert sind, die auf Verlangen des polnischem» General« kommissärs P l u c z y n s k i ausgenommen wurden. Diese polnischen Studenten gehen mit den deulschnalionalenöHükenkreuz- Studenten Hand in Hand, wenn es gilt, die wenigen.jüdischen Studenten, die an der Danziger Technischen Hochschule nntergekommen sind, zu verfolgen. Die Hilfsorganisation der, polnischen Studenten in Danzig, „Bratnia pomoc". welche Bettelaufrufe in die Welt sendet, weist in einem dieser Aufrufe darauf hin, daß die Danziger Studenten, welche den in Polen lebenden Minderheiten augchören, einer Unterstützung nicht bedürftig seien, da sie vom Auslande mit Dollar unterstützt würden. In Wirklichkeit aber rnußte im letzten Wintersemester eine Ausspeisung für arme jüdische Studenten eröffnet werden, die sich mit Mühe erhallen-kann. Zerstörung Fokohamas durch krdbebeu. Wie aus San Francisco gemeldet wird, ist die Stadt Jokohama durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört worden. Zahlreiche Opfer an Menschenleben sind zu beklagen. * Die Seismographen der Zentralanstalt für Aieteorologir und Geodynamik in Wien registrierten gestern am 1. September früh um 4 Uhr 11 Minuten mitteleuropäische Zeit ein katastrophales Fern beben in einer Entfernung von mehr als 12.000 Kilometer. Die Registrierung der Bebenwellen dauerte bis nach 8 Uhr, zu welcher Zeit neuerdings^ eine Gruppe von Fernbebenwellen zur Aufzeichnung gelangte. Die effektive Bodenbewegung erreichte in Wien den Betrag von mehr als einem Millimeter. Die Ausschläge der Schreibnadel waren so weit ausgreifend, daß sie denMand der 20 Zentimeter breiten Registrierstreifen Lben erreichten, weshalb die größten Ausschwingungen nicht zur Aufzeichnung gelangten. Dieses Beben zählt zu den größten, die von den Erdbebenapparaten der Zentralanstalt bisher registriert wordev sind. Der Fnternationale Polizeikongreß in Wien. Morgen um 9 Uhr vormittags wird im Großen^Fest« saale der Polizeidirektion der Internationale Polizeikongreß vom Polizeipräsidenten Schober eröffnet tverden. Als Einleitung, hierzu hat gestern dev bekannte. Fachmann auf dem Gebiete der Daktyloskopie, erster Polizeiinspektor in Kopenhagen Mon I ö r g e n s e n, einen internen fachmännischen Vortrag über die Daktyloskopie und ihre Bedeutung zur Identifizierung von Verbrechern gehalten, und als unermüdlicher Propagator für ein zu schaffendes Weltlexikon der internationalen Verbrecher die zwingenden Vorzüge dieses Gedankens für die Bekänrpsnng der Verbrecherwelt dargetan. Nach seinen Ausführungen soll ein förmliches Lexikon angelegt iverden, das die Fingerabdrücke aller BerufsVerbrecher enthält und in allcn Po l k zeibureaus aufliegt, so daß die Identifizierung erleichtert wird. Wenn irgendwo ein internationaler Verbrecher ergriffen wird, soll seine Meßkarte sofort überallhin geschickt werden. Inspektor I ö r g e n s e n illustrierte den Vortrag durch Beispiele aus der Praxis. Er hob hervor, daß, je größer die Registratur eines Landes ist, desto seltener der Draht in A>» spruch genommen werden muß. Me Söv.Wo-Dollar-Kampagne für die jüdische Erziehung in kuropa. Aus New-Aork meldet I. C. B.: Das Zent-val' Relief Committee hat eine Kampagne zwecks Aufbringung von einer h a l b e n M i l l i o n D o l l a r für jüdisch« Erziehungsarbeit in den Kriegsländern Europas eingeleilet. Das Komitee will für die Erziehung von 260.000 Kindern, von denev ' 26.000 Waisen sind, sorgeq.

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