Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1634 (30.8.1923)
- Date
- 1923-08-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gehe 5_ Men. Donnerstag Wiener? Morftenzeitung. Politischer Flüchtling ode^Berbrecher? In unmittobbarem Zusarmnenhardg mit dem neulich in Ver Verwaltung der „Roten Fahne" verübten Kasseneinbruch ist die Verhaftung e'nes jungen Mannes erfolgt der, wenn er auch dem Einbruch selbst fernzustehen scheint, ein Abenteurer zu se'-n scheint. lieber dessen Person sind d'-e Erhebungen noch lange nicht abgeschlossen. Jener Einbruch war von Leuten verübt morden, die mit den B-cr>hättn:sftu; emlich ucrrc"* waren und den etwas schwier'gen Umweg durch die Höfe und Gärten der Nachbarhäuser gewählt -.)a::?n. Bei een Nach fnschungen nach d--> Täter tvur'oe nun am 2z d. in der LeopoldstM ein Mann als verdacht g angehalten, der sich „Helmuih von Wibehki" nannte. Der Mann war am 14. d. beim Sekretariat der Kommunistkschen Partei Oesterreichs erschauen, hatte sich dort als .^ol'tischer Flüchtling Dr. H c l m u t h" ausgegeben und von der Partei einen Betrag von 15 Dollar aus der „Roten Hilfe" erhalten. Di« Täterschaft an dem Einbruch stellte er entschieden in Abrede. Er gab nach langen Verhören zu, der 20jährigc Flugzeugführer Fritz Berkholz zu Angermünde in Preußen geboren, zu sein. Er wll in der ersten .Hälfte August nach Oesterreich gekommen sein und sich als politischer Flüchtling bei der hiesigen Kommunistischen Partei gemeldet haben. Zur Zeit der Ausführung des Kasseneinbruches lvar er wirklich nicht in Wien, da er damals nach Budapest abgereist ist. Aber auch an diese Reise knüpft sich für ihn eine peinliche Erinnerung. An Bord des Schiffes hatte er nämlich die Bekanntschaft eines Vertreters gemacht und sich chm als „Militärattache der deutschen Gesandtschaft in Wien, Dr. Helmuth Baron von Widehky", vorgestellt. Der Vertreter verdächtigt ihn mm, ihm m einenr Hotel in Budapest eine Aktentasche mit fünf Paar Seidenstrümpfen gestohlen zu haben. Auch den Diebstahl stellt Berkholz in Abrede. Die polnische Regierung soll ihn unter dem Namen „Helmut Widek" verfolgen, und zwar soll er zur Zeit des Poln scheu Krieges mit Sowjetrußland in die Armee eingetreten fein und im Hafen von Danzig zwei polnische Munitionsschiffe in die Luftgesprengt haben. Er wurde als Täter verhaftet und vom Kriegsgerichte zum Tode durch Erschießen verurteilt. Kommunistenparteigängern soll es gelungen sein, ihn und seine Mitschuldigen aus dem Gefängnis zu befreien. Er will heimlich über de deutsche Grenze gelangt sein. Tatsächlich hat Berkholz eimn Zeitungsausschnitt einer Münchener Zeitung bei sich, in dem es heißt, daß der „berüchtigte Kommnmstenführer Doktor Phil. Helmuth" in. München emgetroffen sei und dort anscheinend seine Tätigkeit aufnehmen wolle. Ob all diese "Angaben wahr sind, ist noch nicht ermittelt. Berkholz hat einen Personenausweis der deutschen Paßstelle auf dem Namen „Dr. ph'l. Helmut von Widepki, geboren am 5. Mai 1898 zu Schloß Mvntwart bei Szatmar" bei sich, welches Papier er sich erschlichen hat. Nun wird ein Willi Berkholz auch von den deutschen Behörden verfolgt, der in Berlin wegen ,Fälschung polnischer Urkunden zu eine nhcllb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Nach Mitteilungen deutscher Blätter soll Will- Berkholz ans dem Gefängnis entwichen und ertappt worden sein, als er die Grenze überschreiten wollte. Er soll dcrbeaus die Grenzpolizei geschossen und einen Beamten schwer verletzt haben. , Der hier Verhaftete behauptet, daß dieser Flüchtliug nicht er, sondern möglicherweise sein Bruder ist. In der Begleitung des Ungehaltenen wurde eine Frauensperson angehalten, die er für seine Frau ausgbt. * Erhöhung der „Pfründen". Neben jenen Tausenden Personen, die infolge Arbeitsunfähigkeit und Armut in den Versormmgshsimen der Gemeinde Wien untevgebracht sind, beziehen noch rund 30.000 Wiener und Wienerinnen monatliche Erhaltungsbeiträge, früher „P f r ü n d e n" genannt. Ter Höchstbetrag ist 250.000 Kronen monatlich, wozu noch für jene Personen, die eine eigene Wohnung besitzen und die Miete selber zahlen, ein monatlicher Mietzinsbeitrag von 10.000 .Kronen kommt. Bom 1. September an wird nun auf Grund einer Verfügung des Bürgermeisters, gegen nachträgliche Genehmigung durch den Gemeiniderat, der niedrigste Erhaltnngsbertrag mit 9 0.0 00 Kronen monatlich festgesetzt. Die Erhöhung auf diesen Betrag, erfolg: automatisch. Es werden demnach vom 1. September an niedrigere Unterhaltsbeiträge überhaupt nicht nusgezahlt. In den meisten Fällen tritt noch der Mietzinsbeitrag hinzu. Der Mehraufwand für diese Maßnahme beträgt z w ö l if Milliarden jährlich. * Auszeichnung eines jüdischen Industriellen. Die Stadt Hannover hat den Direktor der Continental Kautschuknnd Guttapercha Co. Geheimen Kommerzienrat Stegmund Zeltgmann zu ihrem Ehrenbürger ernannt. In dem Ebreudiplom heißt es: „In Ansehuna Ihrer schöpferischen Tätigkeit, durch die heute mehr als 10.000 Bürgern Beschäftioungsmöglichkeit geboten wird, ist Ihnen die höchste Ehrung mteil geworden, d:4 eine deutsche Stadt zu vergeben hat." Die Rechtspresse bemängelt es. daß einem Juden die gleiche Auszeichnung wie Hi «den bürg zuteil wurde, der ebenfalls Ehrenbürger der Stadt Hannover ist. * Ein Millioneneinbruch in Murienbad. In der Nacht Zum 18. b. wurde in Marienbad bei dem Juwelier Bodausky em Einbruch verübt. Tie Täter^ erbeuteten Brillamorgehänge sowie sonstigen Schmuck, und richteten einen Gesamrschaden von 10 0.000 tschech. K. an. Die von der dortigen Polizeibehörde eingeleiteten Erhebungen lenkten den Verdacht gegen den 27jährigen anblichen Jngen'eur Arpad Wimmer, der knapp nach dem Einbrüche au? kurze Zeit in Wien aufgetaucht ist. In dieser Zeit hatte er einen Juwelier in der Leopoldstadt aufgesucht, den er einen Brillanten aus einent der gestohlenen Ohrgehänge ansbrechen hieß und dann den Auftrag gab, den Brillanten für die Herstellung eines Ringes zu verwenden. Er erschien auch einige Tage später, 'um sich diesen Ring abzuholeit, und verschwand dann. Kurze Zeü darauf erfuhr der Juwelier im Wege der Polizeilichen Laufzettel. daß er einen gestohlenen Schmuck ir> seinen Händen gehabt habe, und teilte den Sachverhalt sofort den: Sicherheitsbureau mit, doch konnte man des berüchtigten Einbrechers nicht habhaft werden. Die Ausforschung des W mmer, der nun fast mit Sicherheit als der Täter bezeichnet werden kamt. wird fortgesetzt. * Ein unterirdisches Hotel. Wohl infolge der übermäßig drückenden Hitze dieses Sommers ist ein findiger Unternehmer in Mailand auf den Gedanken verfallen, ein durch Kellerkühle ausgezeichnetes „Tageshotel" errichten zu lassen. Längs der. Via Silvia Pellico,^nächst der Galerie Viktoria Emamiele, wird gegenwärtig _ die Straße in -ner Meter Tiefe aufgewühlt. Hter soll das erste Mailänder „Albergo D'mrno" entstehen. Diese Anlage soll, was Größe und Bequemlichkeit betrifft, jede ap.Jiche in J'cltrn übertrrftm. Alle Knlturbedürfnisij'' des moderne.: rü'end^n ÖKf;ijc:.?r§ wird utan dort künftig in harmonischer Konzentration vorfinden: Post. Telegrgaph. Tele- . 1-n. Pal^amd/n^rrr.-.gsü.'lle, S i reibgelegeuhest, Schuh- . no Kleiderputzerei, Bäder und Toiletten. Nur von einer Siestagelvgenheit steht in der Liste des „Albergo Diurno" noch nichts zu lesen. Und doch gäbe es keine zweckmäßigere, wohltuendere und — rentableere Einrichtung, als für müde und satte Großstädter ein,-Mittagsasyl" zu errichten, in dem sie. vom Motto: ,Mur ein Viertelstündchen!" angefangen bis zum ausgedehnten Siebeusch'läfertitm, natürlich bei progressiver ,-Schlaftare", ihr Haupt zur Ruhe legen könnten. Wer hätte es noch nicht empfangen, wie unangenehm es ist, falls man nach Tisch Schlafbedürfnis hat, in die weitentfernte Wohnung eilen zu müssen — wobei einem der Schlaf schon vergangen ist — oder ntan dort die Zeit sicher überschläft. In kühlen, isolierten Räumen mit automatischen Weckeruhren, die nie versagen, sich dem „dolce far niente" hinzugeben, diese Bequemlichkeit müßte für das Großstadtpublikum so bald als möglich geschaffen werdet:. Kapitalisten, ans Werk! * Ein originelles Autogramm Kiplings. Dem .JDuottdien" entnähmen wir: Die AMographeusaimmler sind unbarmherzig. Jeder bekannte Künstler oder Gelchrte kennt die Marter, zwischen einer Tasse Tee mtd einem Stück Kuchen einen lavidaren Satz nie-derschreiben zu müssen, einen Geistesblitz in das Stammbuch der Hausfrau. Einer der am meisten gequälten Dichter ist Rudvard Kipling. Er erhielt eines Tages von einem amerikanischen B'wunderer einen Brief, ber. folgendermaßen lautet: „Man sagt mir. daß Ihre literarischen Arbeiten mit einem Dollar fürs Wort be-Mst werden. Ich schicke Ihnen hier fünf Dollar. Mn einen kleinen Satz von Ihnen zu erhalten." — Postwendend erhielt der Manu eine Karte, die die fünf verlangten Worte enthielt: „Empfangen Sie meinen besten Dank." — Fünf Worte. Keines rnchr. Und die Karte war nicht unterschrieben. * Eine neue Lichtquelle. "Aus New.-York wird berichtet, der amerikanische Chemiker Guide Blonfo habe eine neue Lichtquelle entdeckt. die geeignet scheine, eine völliqe Umwälzung im Belouchtungswesen herbeizuführen. Es handelt sich nach dem „Ncw-Aork Heräld" um eine radioaktive Flüssigkeit, die ohne irgend welches Zutun mindestens 10 bis 16 Jahre gleich bleibe. Dabei übertreffe sie an Helligkeit das heute gebräuchliche elektrische Licht. Der Gelehrte habe berests im Jahre 1909 eine solche Radiolampe konstruiert und in einem Bergwerk deponiert, wo sie während sieben Jahren ununterbrochen funktionierte, bis sie durch einen Unfall zerstört Word«: sei. * Alle Hausfrauen rufen im Chor: „Die beste Seife ist Kagor". . (Entgeltlich.) Jüdische Schulnachrichteu. * Jüdisches Realgymnasium Wien» 2. Bez., Eastellezgasse 35. Tie Aufnahmsprüftmgen in die l. bis V. Klasse, sowie die Wiederholung?- und Nachtragsprüfungen werden Montag den 3. September um 9 Uhr vormittags abgehalten. Anmeldungen täglich von 11 bis 12 Uhr. Die bisherigen und die neu aufgenommenen Schüler versammeln sich Dienstag den 4. September um 4 Uhr nachmittags im Schulgebäude. * In der zweiftlassigen Prival-Han-elsschnle Deutsch beginnen Mitte September l. I. neue einmtd zweijährige Tageshandelskurse. Die einsemesttigen Kurse fjir Abiturientinnen beginnen am 5. September. Anmeldungen täglich von 8-bis 12 Uhr und von 3 bis 6 Uhr, 9. Bez., Hörlgasse 12. _ (Entgeltlich.) Vereine, Borträge und Versammlungen. Zionistische BezirkSsektion VI, Vll, VIII. Heute, 8 Uhr abends, im Sektionsheim, 8. Vez., Bennoplatz 1, Vortrag des Herrn Dr. Paul Diamant: „Die jüdische Gemeinde in Alt-Eisenstadt". Gäste willkommen. Bei diesem Vortrag werden Teilnehmerkarten für den Ausflug nach Eisenstadt ausgegrben. —. Bukowinaer Zentralverband. Sonntag den 2. September, 8 Ubr vormittags, im Großen Saale des Hotel Stephanie, 2. Bez., Taborstraße 12, Versammlung. Gäste willkommen I Sonntag den 2. September, 4 Uhr nachmittags, gesellige Zusammenkunft aller Bukowinaer und Mesiegäste im Restaurant „Zur Praterfee", 2. Bez., Prater Hauptallee 5. — Vortrag über die Cheopspyramide (mit Lichtbildern). Von Hofrat Dr. Ing. Rudolf Pozdena, morgen, halb 8 Uhr abends, im Kleinen Saal der Urania. Urania. Heute: 5 Ubr (Großer Saal): In einsame Höhen. Halb 8 Uhr (Großer Saal): Elsa, Berta, Martha Wiesenthal: Kammettanzabend. Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Untv.-Assist. Dr. Heinrich Hände l-Mazzetti: Reisen in Mesopotamien und Kurdistan. 8 Uhr (Kurssaal': Min. Rat Ing. Gustav Adolf Witt: Das Perpetuum mobile. Urania-Bücherstube von 8 bis 1 und 2 bis 6 Uhr geöffnet. Georgsbad (Clusiusbad) IX. Clusiusgasse 12 ZNeueröffnung Samstag, l.Sept. Russisches Dampfbad (einzig in Wien) umgebaut und neu eingerichtet 30. August 1023 Nr. 1634 Mitteilungen aus dem Publikum. L. & C. HARDTMUTH’S K0H-1-N00R-BLEISTIFTE MEPHISTO - KOPIERSTIFTE ANERKANNT UNERREICHTE FABRIKATE ZU HABEN IN ALLEN BESSEREN PAPIERHANDLUNGEN CPHRAtn7irnri?17D in gediegener dbunAriinVUrrftii Ausführung PICCOLO. OER NISTE COUPE-SCtlRfllltHiöfftli PARI STARK G. M. B. fl., „58®. ZUR MESSE: MESSEPALAST, GRUPPE A, STAND 33 Bühne und Kunst. Neues von der Staatsoper. Nach zwanzig Jahren „Die Afrikanerm". — Der neue Obers regisseur. — Pmeinis „Manon Lescant". — Der unaufsindbave Tenor. Länger als zwanzig Jahre wurde Meyerbe-ers „Afvikanerin" in der Wiener Staatsoper nicht gespielt. Nun wird das Werk in neuer Inszenierung herausgebracht. Einem Spielleiter von Rang, dom neuengagierten Oberregisseur Josef Turnau, der bisnun in Karlsruhe wirkte, ist die Inszenierung als erste Aufgabe zugewiesen. Puccinis Oper „Manon Lescaut", die am Ende der Vev flossenen Saison nrit Frau Jevitza hätte herausgebracht wenden sollen und plötzlich aibgosetzt wurde, trotzdem der Tondichter eigens nach Wien gekommen war, wird als erste Novität des -neuen Spieljahres unter Schalks Leitung in Szene gehen. Puccini hat sein Erscheinen zugesagt. Die Staatsoper hat -bereits den Spielplan -der ersten Septenrberwoche bekannt gegeben. Ob er einzuhalten sein wird, hängt oder von der Auftreibung eines geeigneten Tenors ab. So unglaublich es auch Nngt — die Oper verfügt augenblicklich über keine« einzigen Tenor. Me letzte Hoffnung wckr Herr Hofer, -der den Walter v. Stolzing in den „Meistersingern" am Evöffmmqsabend hätte singen sollen. Nun ist aber Herr Hofer, was man bezeichnenderweise in der Direkffonskanzlei übersehen hat, bis zum 16. September beurlaubt und nicht attjfzufindLN, so sehr sich auch Mrektor Schalk betnüht, seine Adresse zu erfchren. Wer für ihn einspringen wird, ist noch ungewiß. Der letzte Rettungsanker wird vermutlich Herr Ziegler sein, der seit Jahren an der Oper nicht mehr gehört wurde. Schwerer Autounfall Lonis BonimneefterS. Der bekannt» holländische Schauspieler Louis Bouwmeester ist von einem Autompbil zu Boden geschleudert worden, wobei er schwere Verletzungen erlitt. Sein Zustand ist ziemlich ernst. (Bouwmeester ist von seinem Burgtheatergastspiel den Wienern bekannt.) Kunstausstellung im Thesenstempel. Die Bereinigung Donaitländischer Künstler eröffnet Sonntag den 2. September in ihrem Ausstellungsgebäude Theseustempel, Volksgarten, eine Kollektivausstellung des Malers Adolf Schiffer. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 6 Uhr geöffnet. — Der Einsendungstermin für die diesjährige Herbstausstellung der Vereinigung donauländischer Künstler, an der sich auch bildende Künstler, die der Vereinigung nicht anqehören. beteiligen können, endet mit 23. September. Anmeldescheine erliegen an der Kasse. Aus den Theatern. Staatsoper. Der Spielplan der StaatSoper für b!e ersten Tage lautet: Sanstag „DieMeistersinger von Nürnberg", Sonntag „Aid a", Montag „Figaros Hochzeit". Volksoper. Heute geht „31 i d a" mit Frl. Rantzau in der Titelrolle und Herrn Traian GrosaveScu als Radmnes in Szene. Als -erste N o v i t ä t fiir die am 1. September beginnende neue Spielzeit wird gegenwärtig „Louis e", von Charpentier, vorbereitet. Deutsches VolkSoper. Die Aufführungen der Legende „D e r Fr e m d e" von Jerome K. Jerome, die heute zur Wiederholung gelangt, werden wegen des M o i s s t - G a sts p i e l e S unterbrochen, doch unmittelbar nach denselben wieder ausgenommen. Alexander Moifft spielt Samstag den 1. September den Nikolay in Tolstois „Und d a 8 Licht scheinet inder Finsterni s", Sonntag den 2. September den Posa in Schillers „D o n E a r l o 8", Montag den 3. September den Fedja in Tolstois „Der l e b e n d e L e i ch n a m", Dienstag den 4. September den Paracelsus in Schnitzlers gleichnamigen Schauspiel und den Wanderburschen in Tolstois „E r i st a n a l l e m s ch u l d". Neues Wiener Stadttheater. Während der Messewoche gelangen abwechselnd die Operetten „Schwarzw a l d m ä d e l" und „Ein I a h r o h n e L i e b e zur Aufführung. Messebesucher genießen bei Vorweis ihrer Legitimation Begünstigung. M e t r o p o l t h e a t e r. Die Direktion hat für dih Titelrolle in der Haslingerschen Operette „Die Wienerw a l d f e e" die Operettensängerin Jda Bauer a. G. engagiert. Die Operette geht allabendlich mit Viktor Norbert, Jda Bauer und Mimi S t e l r e r als (Säfte. In Szene.