Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1633 (29.8.1923)
- Date
- 1923-08-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.ieSS Men, Mener Morgenzeitung. 29. August 1923 Seite 7 (80 Stunden), rhythmische Gymnastik (64 Stunden), die Geschichte des jüdischen 2cheaters (24 ©hutbeit), allgemeine Theatergeschichtc (60 Stundeil), Geschichte der jüdischen Lit>eratue (34 Stunden), dramaturgische Uebungeu (6 Stunden), Bau- und Hygiene der Stimmorgane (6 Stunden). Als Lehrer in dieser Schule, die vom jüdischen Artistenverein, von der Gesellschaft „Jiidischr Bühne" und von der Kulturliga erhalten wird, finb neben Dr. Weichert tätig: W. Silberberg, Frau Whsoeka (die bekannte polnische Schauspielerin), Dr. I. Schipper, A. Hirsch in, S. Gendelsohu, Dr. Freu dl er. Außer den systematischeil Vorlesungen wurden voll bekannten jüdischen Literalen und Polnischen Regisseuren freie Vorträge über Theaterthemen gehalten. Die Schüler des ersten Jahrganges haben gegenwärtig ein Examen zu bestehen, unr in den zweiten Jahrgang ausgenommen zn werden. Das neue Schuljahr beginnt im September d. I. Julius Bittner — Oyerettenkompouist. Im Wiener Stadttheater wird Julius Bittner, der Dichterkomponist der flöten Grct", des „Bergscc", des „Musikanten" und des Ikeben Augustin" demnächst als Opevetienvertoner debütieren. Die Neuheit betitelt sich „Das Weib in Purpur", das Textbuch haben die Librettisten Jakobsohn und Oesterreicher geliefert. Der Wiener Jüdische Gesangverein nimmt seine Proben für die nächste Konzertsaison unter Leitung seines aus Amerika zurückgekehrten Dirigenten Professor S. Braslavsky am Dienstag den 4. September im Bereinssaale des Konzerhauses um 7 Uhr abends wieder ans. Stimmbcgabte Damen und Herren werden höflichst cingeladen. dem Vereine, der Heuer einige große Aufführungen veranstaltet, beizutretcu. Neuaufnahmen gelegentlich der Proben jeden Dienstag von 7 bis 9 Uhr abends im obgenannten Probelokale. (Entgeltlich.) Aus den Theater«. Im Deutschen Wolkstheater tritt Freitag den 31 d. Herr Otto Sol tau vorn Prager Deutschen Landestheater in Wildgans' neueiustndierter Dichtung „A r m u t" sein Enigageenent an. Samstag den 1. September beginnt das Gastspiel Alexander M o i s s i in Tolstois Drama „U u d das Licht scheinet in der Finsternis". Csarl-Theater: Das Berliner Residenztheater beendet sein Gastspiel am Freitag den 31. d. — Wb Saurstag beginnen die täglichen Aufführungen, von „Madame Pompadour". Apollotheater: Samstag beit 1. September 1923 um 7 cchends findet unter persönlicher Leitung des Komponisten die erste Aufführung der Operette „Die törichte In n gf^ra u" von Oskar Straus statt. Gerichtssaal. Sie Heimatrechtyraris der Semeiude«. Me «ach einer oberösterreuhischen Gonwind? zuständig gewesene PetrrmÄÄk Fachs bewarb sich um die Aufnahme in den Henaakverband einer Kärntner Gemeinde» in der sie seit «ehr alS 1V Jcchren anfästig war. Diese Gemeinde lehnte aber ihre Aufnahme ab, weil sie von ihrer bisherigen Zuständigkeit-gemernde von 1916 bis 1921 regelmäßige Unterstützungen bezogen habe, dccher der Armenversovgung zur Last gefalle^ sei. Die Kärntner Landesregierung behob jedoch diesen Genreindebefchluß und verfugte die Aufnahme der Frau in den Heimatverbarü», weil die Unterstützungen, die sie bisher von ihrer früheren Zuständigkeitsgemeinde bezogen, bloß 6 Kronen monatlich betrugen. Im Hinblick auf die auch schon in den Jahren 1918 bis 1931 stetig gesunkene Kaufkraft des Geldes seien 6 Kronen monatlich ein so außerordentlich rnedriger Betrag, daß man nicht behaupten könne, die Empfängerin einer solchen Unterstützung sei „dev Armenversorgung zur Last gefallen". Die von der Gemeinde dagegen erngebrachte Berufung wurde vom Bundesmmisterium für Inneres mit der gleichen Begründung abgewiesen, worauf die Gemeinde die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof einbrachte, in welcher der Standpunkt vertreten wurde, daß nicht die Höhe der Unterstützungen, sondern die Tatsache, daß die Aufnahmswerberin jahrelang regelmäßige Unterstützungen bezog für die Verweigerung der Aufnahme m den Heimatsverband maßgebend sei. Dagegen teilte das Bnndesminisierinnr die Anschauung der Kärntner Landesregierung, daß fünf Kronen, die schon in der Vorkriegszeit eine sehr geringfügige Unterstützung gewesen waren, angesichts der Geldentwertung überhaupt nicht mehr als Unterstützung, noch viel weniger als „Armenversorgung" angesehen werden können, die nach bm Heimatsgesetz die Aufnahme in den Heimatverband hindert. Der Berwaltungsgerichtshos (Vorsitzender Präsident Dr. Jenny) hat die Beschwerde mit der Begründung abgewiesen, daß der Leistung eines Betrages von 6 Kronen monatlich nicht einmal die Bedeutung einer Ergänzung der Behelfe für den Lebensbedarf beigemessen werden kann und der von der beschwerdeführenden Gemeinde angenommene Standpunkt zu dem Ergebnis führen würde, daß jede Gemeinde durch Leistung noch so geringfügiger Beträge den Anspruch auf Aufnahme in den Heimatverband vereiteln könnte. Der Telephonanschlnß. Der AnschAß m das staatliche Lvlephonnetz ist bekanntlich eine «schwierige Sache und nm dieses zweifelhaften Glückes teilhaftig zu werden, wenden die Leute, die auf die Qualen, welche der DÄephonanschiliuß mit sich bringt, nicht verzichten können, die verschiedenartigsten Mittel an. Diese helfen manchmal, in den meisten Fällen aber nicht. Der Disponent Dr. Ulrich Schechner kam ans die Idee, zur Behebung der technischen lSchwierig'keiten. die sich der Erlangung eines Telephoncnrschlusses in den meisten Fällen entgegen-- stellen, einem technischen Sachverständigen, dem Staatstvlegraphenmmrteur Josef Kieberger für die Bevschafsung eines Delephonanschlusfes fünf Millionen anMbieten. Deshalb stand er wegen Uebertretrmg der Verleitung zum Mißbrauch der Amtsgewalt vor dem Strafbezivksgericht Fünshaus. Er verantwortete sich 'dahin, daß er von dem technischen Fachmann nur eine Urgenz des Anschlusses zu erreichen suchte. Er wurde f r e i g c s p r och e u. da der Richter den Monteur als untaugliches Mittel iur die Erreichung eines.. AmchjWes cmjaft. irt T Gestempelte Krone 0.0078 kentimes. Auszahlung Me» 0.0078 Sentimes. In Zürich notierte 28./S. 27./8. die österreichische Krone . K i »V 0.0078 0.0077V, die österr. gestempelte Krone . . . , 0.0078 0.0078 die tschechische Krone .... 16.22V, 16.20 die Mark. 0.000090 0.0001 Holland.. . . . « » 217.85 217.60 New-Iork. 554.— 553.— London . 25.20 25.20 Paris «.»»..»»»« 31.55 31.45 Aiailand . ... . . . 23.97 23.95 Belgrad.......... 5.75 5.75 Bukarest.V * . . . 2.40 2.45 Sofia .. . . . 5.25 5.05 Budapest. 0.03'/« 0.03 V8 Warschau ........ 0.0024 0.0024 . Verschlechterung der amerikanischen Wirtschaftslage. Nach eurer Meldung des „New York Hcrald" aus New-Uork stellt die Federal Reserve Bank in einer U ebersicht über die Geschäfts- und Fiuanzlage in den Monaten Juli und August fest, daß die Produktion und der B-eschäftigungsgrad znrückgegangew und die Großhandelspreise Weiler gesunken 'sind. Gründung eines Konzessionskomitees in Moskau. Der Rat der Volkskommissäre hat ein Statut über die Gründung des Hauptkonzessionskom-itees >bemi Rat der Völkskommsisäre zur Entscheidung in Fragen der Z u l a s s u n g a u s l ä n d k» scheu Kapitals zur Industrie und zum Handel Rußlands angenommen. In allen -.um Sow'jetbuud gehörigen Republiken werden entsprechende Unterkommissionen gebildet, die ans Grund der Direktiven des Hauptkom'itees, arbeiten. Ohne Genehmigung des Hauptkomitccs können keine Unterhandlungen über Konzessionserteilnugen geführt werden. Außerordentliche Generalversammlung der Allgemeinen Depositenbank. Die Allgemeine Depositenbank beruft für den 16. September 1926, 11 Uhr vormittags, eine außerordentliche Generalversammlung ihrer Aktionäre ein. Gegenstand der im Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbe-' Vereins, Wien, 1. Bez.. Eschenbachgasse 11, stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung ist Aenderung der Statuten und Erhöhung des GesellschaftS^ Kapitals von 10 Milliarden Kronen aus 12,'6 Milliarden Kronen. (Entgeltlich.) Direktor Brauner verlegt sein TStigkeitsgebiet nach Berlin. Wie wir erfahren, hat der Direktor der Wiener Lombard- und Eskomptebank, Heinrich Bronn er, der erst nach dem Kriege im Wiener Finanzleben eine größere «Rolle zu spielen begonnen hat, sein Tätigkeitsgebiet nunmehr nach Berlin verlegt. Er will dort im Anschluß an andere Kapitalisten eine große Bank ins Leben rufen, die einzelne deutsche Industriezweige in ihren Konzern einbeziehen soll. Von seinen Absichten, aus die Verwaltung der österreichischen Kreditanstalt Einfluß zn nehmen, zu welchem Zwecke er seinerzeit ein großes Aktienpaket erworben hat, ist er nunmehr abgekomwen und hat einen Teil seines Besitzes in österreichischen Kreditaktien abgestoßen. Auf die Dauer will überhaupt Direktor Bronner im Auslande tätig sein. Er soll sich auch für die Spiritnsindnstine der Tschecho-Slowakei, wo er schon im Kriege tätig war, interessieren. Clearingkurse der Österreichischen Nationalbank vom 28. August 1923. Devisen (Schecks und Aus- 7{n. Kurs vom Zahlungen) fuß’ Qeia War? . Geld Amsterdam i. 1 holl. Gulden , 4 27900.- 28000.- 27950.- Agrant 1 jug. Kronen ' , . . , 6 740.— 744.— 735.— Belgrad 1 Dinar . . . . . . 6 740.— 744.- 735.— Berlin 1 deutsche Reichsmark . 3 0.0109 0.0119 0.0123 Brüssel I belgische Francs . . 4'/. 3284.- 3296.— 3144.- Budapest 1 ungarische Kronen , 6 3.85 3.95 ~ 3.85 Bukarest 1 Lei. 6 304.— . 306.— 304.— Chrlstlania 1 norweg. Kronen . 5 11460,— 11520.— 1148«.— Kopenhagen 1 dfinlsche Kronor , 5 13180.— 13220.— 13250.— London 1 Pfund Sterling ... 3 321700.- 32270C.-323000,— Madrid I Pesetas.5V. 9380.- 9420.— 9380.- Mailand 1 Lire. 6 3054.- 3066.- 3049.- New York 1 Dollar . ..... 4 70935.- 71185,— 70935.— Paris 1 Francs. 5 4017.— 4033.— 4002,— Prag 1 tschecho-slow. Kronen , 5 2080,— 2o90,— 2080.— Sofia 1 Lewa .7'A 648,— 652,— 608.— Stockholm 1 schwedlscheKronor . 4^. 18770.— 18880,— 18820.— Warschau 1 polnische Mark . . 6 0.29 0.30 0.29V* Zürich 1 schweizerische Francs . 3 12775.- 12625.- 12825.- 27. Aug. Ware 28030.— 739.- 739.- 0.0133 3156.- 3.95 306,- 11520.— 13290.- 324000,- 9420.- 3C61 .— 71185.— 4018.— 2090.— 612.— 18880.- 0.30«/, 12875.- Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aulw. „ » » kleinere . . . Belgische Noten 190 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . a t» 100 , , a „ kleinere, , . Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark. . a an 100 » , » » » kleinere.... Engl. Noten von 5 Livrest, aulw, n n kleinere . . . . . Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Note« v. 100 Lire aulw. » a kleinere . . . Jagosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar a»»n 100 , a » n kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aulw, „ , kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu.500Lcl n » kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel a I» a « 100 « » » kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not. v.1000 aulw. „ * kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zulOOOKr. „ .xu 10.000 Kr. » . . . . kleinere . . . , . 70560.- 70960.- 70560.- 70960.- 70460.- 70860,- 70460.- 70860.- 3245.- 3275.- 3105.- 3135.- 626.- 634.- 586.- 594.- 608.- 614.- 566.- 574.- 13030.- 13110.- 13100.- 13180.- 0.0106 0.0116 0.0122 0.0132 31992»'.- 321S«L- 321200!-. 322800*.- 319700.- 321300.- 321000,- 322600.— 3960.— 4000.— 3965.- 3995.- 27700.— 27900.- 27730.— 27930.- 303C.— 3050.— 3025.- 3045.- 3010.- 3030.— 3005.— 3025.— 731.- 737.- 726.- 732.- 72 3\— 729*.— 718.'- 724!- 11340.- 11420.- 11340.- 11420.- 0.28 0.30 0.29 0.31 0.23 0.25 0.24 0.26 283.- 287.— 283.- 297.- 263.- 267.- 263.- 287.- 19560!- \ 18660.- 18610!— 18710*.— 12660.— 12740.- 12710.- 12790.— 9260.- 9340.— 9260.— 9340.- . 2062.- 2078.— 2062.— 2078.- 2067.- 2073.- 2037.- 2073.- 2.30 2.50 2.10 2,30 2£5 2l45 2,05 &25 Reife Basels nach Warschau. Wie wft erfahren, wird in vierzehn Tagen Basel nach Warschau reisen, um dort mit Korfanly die in Mavienbad begonnenen Verhandlungen fortzusetzen und womöglich zu Ende zu führen. Zweck dieser Reise ist die Sicherstellung des österreichischen Steinkohlewbedarfes aus Oberfchlesien. Die Reise Basels hat ausschließlich iudu striellen Hintergrund. Die Tschecho-Slowakei gibt die Getreideeinsichr frei. Aus Prag wird gemeldet: Dem Ernährungsminrster,ncchestehende Blätter berichten, daß in Hinkunft die erst kürzlich vovgeschriebene Emhobimg von Bewilligungen bei, der ^Einfuhr .von Getreide und MM nicht mehr notwendig sein wird, da dieses Verfahren eingestellt und die Getreide- und WiMemfuhr vollständig sreigogeben worden ist. Castiglioui und die Bester Kommerzialbank. Aus B ud a- Pest lv-ird uns telegraphiert: Wie in Bankkreiseu verlautet, soll Eastiglioni den Versuch unternommen ha!ben. die Mehrheit der Aktien der Pester migarischen Kvimnerzialbank durch Aufkäufe an der Börse zu erwerben. Die Möglichkeit des Erfolges einer solchen Aktion war um so größer, als es bei der Kommerzia'lbanlk keine, eigentliche Maioritätsgruppe gibt. Von seiten der Komnierzi-Mank wird 'betont, daß der Versuch Castiglionis, in die KommerziMank einzudringen, gescheitert sei. was schon daraus hervovgehe, daß die Bank anläßlich ihrer 'dcvorstchenden Kapitalserhöhung sämtliche, neue Aktien den alten Aktionären überläßt. ldcll)er die Scotwendi-gkeit einer - Stärftma des SnÄÄats gar. nicht besteche^ Wiener Börse. Wohl hat die Wiener Börse gestern nicht das lebhafte empo eiugeschlagen, welches nach der Bewegung des vorgestrigen Tages erwartet werden konnte. Der Verkehr war. etwas ruhiger und hielt sich in engeren Grenzen. Trotzdem war > aber dennoch eine feste Tendenz nicht zu verkennen. Es ist möglich, daß in einzeüien Schichten des Publikums die Tatsache unbekannt war, daß schon von dieser Woche an der Dienstag als Börsentag zu fungieren begann und daß sich deshalb die Orders des Publikums nicht eingestellt haben. Doch dies dürfte nicht der ausschlaggebende Grund gewesen sein. Vieliuehr dürste ins Gewicht gefallen sein, daß zu Beginn ' der Börse Nachrichten aus Prag, von wo bekanntlich der. Anstoß zur lebhafteren Bewegung des Wiener Marktes gekourmeu war, emlangteu, daß dort selbst eine abgeschwachte Haltung sich in den Frühstnnden geltend gemacht' habe. Andererseits ist es nicht ausgeschlossen, daß die. weitere Abbröckelung der Mark in Zürich verstimmend gewirkt hatte. Als sich aber später doch zeigte, daß die Furcht' vor einer Unterbrechung der Bewegung in Prag aus Angst vor einem möglichen Ausbruch des Generalstreiks unbegründet sei und auch ans Budapp wo sich die Köntermine eindeckein mußte, zunächst größere Kaufaufträge einlangten, machte sich eine regere Geschäftstätigkeit bemerkbar. Bewegung war in ungarischen Werten festzustellen. So sind Ungarische Kredit neuerdings nur 56.000 K. in die Höhe gegangen. Hingegen haben ungarische Jndustriewerte nachgelassen. Salgo büßten 14.000 K. ein. In österreichischen Bankwerten zeigte sich eine gewiffe abbröckelnde Tendenz. Es senkten sich -Bankverein um 9000 K., österreichische Kredit um 2000 K., Länderbank um 18.000 K., Unionbank um 6000 K. Nur Anglobank waren um' 1000 K. höher. Tschechische Bankwert< waren noch immer begehrt und Zivnostenska profitierten 23.000 K. Von den Jndustriewerten der Kulisse waren Waagner um 4000 K. höher, hingegen Alpine um 25.000 K., Felten um 24.000 K., Krupp um 8000 $ Poldi um 60.000 K., A. E. G. um 3800 K. niedriger. Ffir ung. Hofherr zeigte sich spekulatives Interesse, das aus Budapest herrührte. Dieselben gewannen 19.000 K. Ertvähnung verdient der Umstand, daß Südbahn um 4000 K. abbröckelten. Es verlautet, daß sich hier Pariser Verkäufe.' geltend machen, die allerdings nur sukzessive und nach Maßgabe der Marktlage vorgenommcn werden. Gestern war Pas Pariser Angebot verhältnismäßig gering. Im Schranken war die Haltung geteilt. Es fehlte das rege Ammo. So wiesen einzelne Kurse Erhöhungen auf, während andere wieder?lbbröckelmigen zeigten. Von den Petroleumwerten büßten Fanto 190.000 K., Galizia 300.000 K. und Schodnica 40.000 K. ein, während Karpathen um 6000 K., Lumen um 2000 und Naphtha um 12.000 höher waren. Von: den Metallwerten stiegen Nothau-Neudeck um 100.000 K. ans Käufe aus Prag. Auch Schüller ^und Bleckmann wiesen mit' Rücksicht darauf, daß ihnen ebenfalls größere Aufträge ausdem Ruhvgebiet zugewiefen find, bessere Kurse auf. Ditmar waren um 10.000 K., Rothinüller um 5000 K. Union Blech nm 5000 K. niedriger. Ferdinands Nmdbahn büßten 350.000s K. ein, Donau-Dampf hingegen waren um 80.000 K. höher. Von den Textilwerten haben sich Tarbouches um 109.000 und von den chemischen Werten Dynamit nm 180.000 K. erhöht.' Bezugsrechte: Pester Kommerzialbank 350.000 K., Internationale Handelsbank Geld, Korksteinfabrik 16.000 Sarajevo Brau Geld, Wiener Solo Geld, Eisenbedarf 8000 K. Geld, A. E. G. Union 8500 bis 10.600 K., Stern u. Haferl Geld, Wiener Gas 110.000 K., Epple u. Buchsbaum 3600 K. Auf dem Anlagemarkte gab es nur geringe Bewegung^ Von den Exoten notierten: Erdöl 76.000 bis 79.000 K.,, Jriag 345.000 bis 366.000 K., Mraznioa 300.000 bis 314.000 K., Schubert 15.500 bis 16.600 K., Universale 32.000 bir 35.000 K., Wiener Waffen 27.500 bis 29.000 K. (Eigenbericht der „Wiener MorgenAeitung".) Die Unsicherheit auf dem deutschen Chemikalienmarkt, oir in letzter Zeit durch die starken Schwankungen der Devisenkurs« hervorgerufen wurde, hielt auch weiter an. Zu Beginn der Woch» befestigten sich die Preise wieder erheblich, jedoch war die Kaufneigung nicht allzugroß. Späterhin gaben die meisten Drodukt( wieder stärker nach, weil infolge des anhaltenden Geldbedarf? größeres Angebot yervortrat. Immerhin sind Preise noch gegey die Woche vorher bedeutend höher. So notieren bespielsweift Aetzkali 390.000 Mk. (gegen 360.000 Mk.), Aetznatron 425.000 Aik (370.000 .Mk.), Bleiglätte 1,100.000 Aik. (760.000 Mk.), Bleiweiß 1,250.000 Mk. (750.000 Mk.), Oxalsäure 750.000 Mt (650.000 Mk.). An der gestrigen Warenbörse zeigte sich das Angebot etwa? fteundlicher jedoch bei ungenügender Kauflust. In C h e in b k-crl i e u wurde» «msaedoten: KalWchromat zn 18.500 s.