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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-29 · Heft 1633 (29.8.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1633 (29.8.1923)
Date
1923-08-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«fffe 6 Men. MMlvoch taf haben »uub wie der u-vsprüngliche. Die Vevwechfümgen, die sich dadurch ergeben, könnten eine Genemtion van Lust--- spieldrchtom um Stoff verfovgen. Leider muß beinevkt wevden, daß den TeikHihonaboinsiAiten im allgeanemen der Smu für Hmnwr vollständig abgcht. Zwei Tage nach der Aenderung ihrer Nummer standen sie ivie ein Mann telephonisch vor dom Fernsprechamt und erwiesen sonnenklar, daß die Abänderung der Nummer Kva-r bei allen anderen durch die technischen Not- »vendigkeiten genügend gerechtfertiigt sei, daß jedoch für ihren beförderen Fall eine Ausnahme gemacht werden müsse, da ihnen nachweisbar lmernreWcher Schaden zugefügt würde. Auch die besondere Art der neuen Nummer wurde vielfach beanständet. Daß man ruiniert ist, wenn man eine 1 oder 9 am Ende einer Zahl hat, kann selbst vom Gottlosesten nicht bezweifelt werden und 6 wird bcLcmntlich ebenso hartnäckig mit 4 verwechselt wie 18 mit 23. Da das neue Telephonkbuch vorläufig mit Ausschluß Ivr Oeffentlichkeit erschienen ist, ist es ebenso wahrscheinlich die „Auskunft" zu erreichen wie aus der Ringstraße von einer Klapperschlange gebissen zu werden. Wer die Chance nicht für allzu groß hält, nvache es sich zum Grundsatz, seinen Telephonverkehr schriftlich äbMvickeln. Die Advokaten sind sehr teuer und eine Ehrenboleidigung ist bald zustaude-gebracht. Auch beim Anrus Bekannter sei man vorsichtig. 42.896 ist dort Kater Murr? Aber gar keine Spur! Hier Abfall-Verwertungsgüscllfchaft mit überaus beschränkter Haftung. Halloh! Halloh!" Kater Murr. * Akrssolini und d'Arurunsio. Aus R o m meldet die Aaen- *jto Berit: Gegenteiligen Gerüchten gegenüber kann festqestellt werden, daß das Verhältnis zwischen Mussolini und d'Annunzio ein sehr herzliches ist. In den jüngsten Tagen befand sich Mussolini in 'der Provinz Abrugzo. wo er nril großer Begeisterung -begrüßt wurde; er besichtigte das Geburtshaus dÄnnunzios in der Stadt Pescara und schrieb irr das Besuchsbuch folgende Worte: „M i t andächtiger Bewunderung." Jetzt wird -berichtet, daß Gabriele d'Aununzio nach längerer Ruhepause wieder zu einem arbeitsreichen Leben zurückkehrt. Er wird sich in Frascari. in unmittelbarer Nähe Roms, niüberlassen und soll den auf die Miete der berühmten Billa Falconieri bezüglichen Vertrag auch schon unterschrieben haben. Im September wird d'Annunzio auch schon nach Rom reisen. In nächster Zeit werden mehrere neue Werke von ihm erscheinen. Das eine ist bereits fertig und der Titel lautet: „Von mir zu mir" (Di me a me Mio). In diesem Buche schildert d'Annunzio seine Lebensaeschichte, seine Arbeiten und seine geistigen Ziele. Diesem Buche werden zwei andere folgen: „Der Abenteurer ohne Abenteuer" (II Venturiere senza Ventura) und der „Erzengel Asiens" (L'arcangelo dell'Asia). in dem er feine orientalischen Impressionen beschreibt. * Budapest, die Stadt der Selbstmörder. Einer Statistik der Budapester Polizeidirektion zufolge ist die Zahl der S e l b st m ö r d e r in Budapest im S t e i g eu begriffen. Es gibt Tage, an welchen zehn bis zwölf Fälle von Selbstmorden gemeldet werden. In der Vorkriegszeit betrug die Zahl der Selbstmorde im Laufe eines Jahres 550 bis 600. Im Jahre 1922 wurden bereits 1300 Selbstmorde gemeldet, in der Zeit vom 2. Jänner bis 15. August 1923 bereits 900. Laut einem Ausweis des ungarischen Statistischen Amtes sind in Ungarn in der Zeit vom 1. April bis 30. Juni 14.800 Personen an Tuberkulose gestorben. In derselben Zeit des Jahres 1922 14.349. Die Tuberkulose verbreitet sich also, wie aus diesen wenigen Ziffern zu ersehen ist. * Ein Klub der alten Herren. Ein eigenartiger Verein har sich in Budapest, wie berichtet wird, gebildet, der Klub der alten Herren, dem nur Herren angehören dürfen, die das siebzigste Lebenssahr überschritten haben. Unter den Klubmitgliedern befinden sich der ehemalige Abgeordnete Johann Radoczy, der 86 Jahre aü ist. und das ehemalig.' Maguatenhausmitglied Eugen R a k o c z i, der 81 Jahre alt ist. Der Klub der alten Herren will allwöchentlich Zusammenkünfte abhalten, um sich an Erinnerungen über die Vergangenheit zu vergnügen. * Der „Geist" Oskar Wilde. Vor kurzem hat in einer Londoner okkultistischen Zeitschrift die Tochter eines bekannten englischen Gelehrten Aeußerungen eines G e i st e s veröffentlicht, der sich — Oskar Wilde nennt. Einige Stellen aus diesen Aufzeichnungen teilt die „Frankfurter Zeitung" mit: Sie sind ziemlich weinerlich (dreimal fleht er: .bemitleidet Oskar Wilde!") und voll von jenen etwas preziösen Bildern und Vergleichen, die die ästhetische Bewegung zu Ende des vorigen Jahrhunderts in England heranzüchtete. („Ein kristallener Faden — ein silbernes Rohr, das Musik ertönen ließ am Morgen" — oder: „Der rote Sonnenuntergang folgt der apfelgrünen Dämmerung", oder: „Die Flötenstimme der Schönheit ruft von den Bergen und ihre weißen Füße streichen den Tau von den Himmelsschlüsseln . . .") Amüsant ist folgender Passus: ,^8ald wird der volle Mond über den Rand der Welt daherschwimmen und dort hängen wie ein großer, goldener Käse!" — „Halt, halt!" ruft hier der erzürnte Geist des Dichters, „dieses Bild ist unerträglich! Du (das Medium) schreibst, wie ein reich gewordener Krämer, der Gedichte verbricht anstatt Speck zu verkaufen. Noch einmal: ... wie ein großer, goldener Kürbis, der in der blauen Nacht hängt." Dies befriedigt ihn mehr als der erste Vergleich. Im Stil des einstigen O. W. ist dies: „Totsein ist die langweiligste Erfahrung im Leben. Ausgenommen das Verheiratet-fein öder zu Gast sein bei einem Schullehrer." Dies ist nicht so geistreich, wie man es von O. W. erwarten könnte. Aber schließlich wird er doch noch sehr witzig. Er gibt nämlich die Absicht kund, in seinen jetzigen Kreisen eine Art Psychischer Forschungsgesellschaft zu gründen. Er würde sie den Verein emeritierter Schatten nennen, und sie würde sich damit zu befassen haben, herauszufinden, ob die Lebendigen, besonders die Mitglieder der Psychischen Forschungsgesellschaft, Tatsache oder Täuschung. Illusion oder Wirklichkeit sind. Je mehr ihre Existenz bewiesen würde, desto mehr würde er sie bezweifeln. Die Sache läuft also auf eine Rache des erwähnten Dichters an der Psychischen Forschungsgesellschaft hinaus. * Eine Kandidatin für den Nobelpreis. Wie aus Amerika berichtet wird, ist Miß Jane Adams, die Präsidentin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit, zum Nobelpreis vorgeschlagen. Miß Jane Adams ist nicht nur in Amerika wegen ihrer ersprießlichen Arbeit im Interesse des Friedens sowie ihrer vielseitigen humcmtären Bestreibungen bekannt geworden, sondern sie hat auch.unendlch viel zur Linderung der Not in Europa und im russischen Sibirien getan. Nach Ansicht gut unterrichteter Kreise hat man in ihr eine aussichtsreiche Anwärtern« aus de« FrüÄens-Nobelprns zu iehen. ' * Radic' Nachfolger. In Agram (Zagreb) hat vor einigen Tagen ein encharistischer Kongreß stattgefunden. Ein Agramcr Blatt veröffentlicht nun die folgende Anekdote: „Anlä'gttch des w&eaMSä^t Kouace-ües fragte mich ein iMichtcs Bäuerlem Wkener Mokgenzeirimg. 29 . August 1923 Nr. I63S Mdbahn erleben kann. Exzesse eines antisemitische« Konduktenrs. Von durchaus verläßliche Seite wird uns mitgeteilt: Vor einig' n Tagen ereignete sich auf einem Zllge der Strecke Wien—Graz ein Vorfall, wie er skandalöser gar nicht gedacht werden kann. In Gloggnitz werden in der Regel die Kondukteure gewechselt und der dienstantretende Schaffner vollzieht von neuem die Revision der Fahrscheine. Unter den Fahrgästen befanden sich etliche jüdische Herren mit zwei Damen aus Kairo, die sich in englischer Sprache unterhielten. Als einer dieser Herren, ohne seine Unterhaltung mit einer der Damen zu unterbrechen, lachend dem Schaffner seinen Fahrschein dorwies, schrie in dieser irmtend an: „Sie blöder Kerl, was lachen Sie!" Ein zweiter jüdischer Reisender, der eine Tour- und Retourkarte hatte, zeigte dem Schaffner aus sein Verlangen — da er der deutschen Sprache nicht mächtig war — irrtümlicherweise die Retourkarte, woraus ihn der Kondukteur anbrüllte: „Sie dummer, gemeiner Jude, was frotzeln Sie mich." Daraufhin griff der Reisende in die Tasche und zeigte die richtige Karte vor. Als der Kondukteur sich an die anderen Gäste um die Karten wandte, verweigerte ihm ein Mitreisender, aufgebracht durch dieses Verhalten-des Kondukteurs, die Karte mit der Bemerkung, er solle sich le g i t i m i e r e n, da Beamte sich nicht so frech benehmen dürfen. Daraufhin forderte ihn der Kondukteur zum Verlassen des Coupes auf, und als er dies nicht tun wollte, wurde er vom Kondukteur gewaltsam auf die Plattform hinausgedrängt, wo es unter gewaltigem Lärm zu einer Balgerei kam, in deren Verlauf der Kondukteur den Reisenden an der Kehle faßte und würgte. Unser Gewährsmann, der annahm, daß der Kondukteur den jüdischen Reisenden vo-Uh Zuge geworfen habe, zog die N o t leine und brachte de« Zug zum Stillstehen. Hierauf erschien der Verkehrsbeanrte, den inzwischen! der antisemitische Schaffner instruiert hatte, und fragte: „Wo ist jener, der den Kondukteur beleidigt hat?" worauf er den Reisenden zum V e r l a f s e n des Zuges aufforderte. Als dieser dieser Aufforderung keine Folge leisten wollte, wurde in Ternitz die Gendarmerie geholt, die ihn im Namen des Gesetzes zum A u s st e i g e n zwang. Mit ihm mußten auch seine Frau und zwei Kinder, die sich an der Szene gar nicht beteiligt hatten, trotz Bitten und Protesten den Zug verlassen, und zwar über Veranlassung eines Herrn, den der Kondukteur als Kontrollor bezeichnete, der jedoch anscheinend ein F a h rg a st war. An der Richtigkeit dieser Darstellung ist um so weniger .zu zweifeln, als etliche Zeugen hierfür zu Gebote stehen. Die Südbahndirektion wird also gut daran tun, ihren Organen nachdrücklichst einzuschärfen, daß Oesterreich vorläufig noch in Europa liegt und daß sie sich Fahrgästen gegenüber dementsprechend zu benehmen haben. Das Unerhörteste aber ist wohl, daß man willkürliche./Amtshandlungen" auch gleich auf die Familie eines Reifenden erstreckt, der mit Recht dagegen remonstriert, daß ein Kondukteur sich ordinäre, antisemitische Roheitsakte erlaubt. Eine Aufklärung dieses Falles, auch bezüglich des Eingreifens der Ternitzer Gendarmerie, erscheint dringend nötig! auf der Straße, ob es wahr sei, daß D'A nnunzio nach Zagreb gekommen sei. Ich komme erst später darauf, daß er wahrscheinlich den Nuntius meint, der als Vertreter des Papstes tatsächlich in Zagreb weilt. Eben will ich ihm erklären, daß der Nuntius ein anderer ist als D'Annunzio,, als der Bauer mir das Wort abschneidet: „Machen Sie mir nicht weiß, wir wissen es alle: Radic ist fort und an seine Stelle kam ein anderer Teufel: D'Ännnnzio! . . ." * Jüdische Andachtsfeiern für Griffith und Michael Collins. Am Todestage der Präsidenten des irischen Freistaates, G r i f f i t f) und Michael CoIlins, wurden in allen jüdischen Synagogen Dublins Andachtsfeiern abgehalten. (I. C. B.) * Großer Schmuckdiebstahl auf dem Westbahnhofe. Vorgestern vormittags wurden der GeuHr-aldirektorsgattm Lori Kuffler bei ihrer Ankunft auf dem W-cstbahnhofe aus ihrer Handtasche Schmuck und Bargeld gestohlen. Sie besagt den Verlust von drei kostbaren Ringen, darunter einem Platinring mit einem blauen Saphir in der seltenen Länge von 1,5 Zentimetern und der Breite von einem Zentimeter, der an den Längsseiten mit Brillanten besetzt ist. ferners zweier Broschen, sowie einer grünledernen Visitiere, die 4770 französische Franken und' einige ungarische Banknoten enthielt. Der Wert des Schmuckes wird mit etwa 60.000 Franken beziffert. * Lebensmüde. Gestern nachts hat sich die 17-jährige Kaufmannsgattin Florentine G. in der Wohnung ihrer Eltern in der Millevgasse aus unbekannt er Ursache -durch Leuch tgas zu vergiften versucht. Die Rettungsgesellschaft wunde berufen und leistete ihr erste Hilfe. * Verhaftung eines Millionendiebes. Wie seinerzeit berichtet wurde, ist am 19. Februar d. I. der ehemäl-'ge Student Josef Feuzl nach einem Diebstahl von 141 Millionen Kronen an dem Viehkommissär Johann Wilhelm g eflüchtet. Nunmehr hat gestern die Polizeibehörde in Prag dem W-ener Sicherheitsbureau mitgeteilt, daß der Dieb Fenz>l dieser Tage verhaftet und dem dortigen Landesgerichte eingeliefert worden ist. Von den gestohlenen Millionen wurde nichts mehr bei ihm vorgefunden. und er gab auch au, daß er das ganze Geld in kurzer Zeit für sich verausgabt habe. * Die elektrische Straßenbahn. Von Donnerstag den 30. d. an werden die Züge der Linie 57 und 167 wieder bis zum Ring, und zwar über die neue Schleife geführt. * Die Indianer von Kanada an den Völkerbund. Es ist etwas Wehmütiges um den Kampf für eine verlorene Sache. ^Das Häulflein roter Männer, etwa 5600, das an den großen Seen Kanadas angesiedelt ist, der Rest der sechs Stämme, die einst den amerikanischen Boden zu eigen hatten, kämpft einen verzweifelten Kampf um seine Existenz. Nun, wo die Kunde vom Völkerbund zu ihnen gedrungen ist, glauben sie, hiermit einen letzten Rettungsanker erfaßen zu können. Zu diesem Zweck haben sie unter großen Opfern ihren Oberhänptling für die Reise nach Europa ausgerüstet, damit er vor dem Forum des Völkerbundes Zeugnis ablegt für das Unrecht, das dem roten Mann geschieht. Sie haben fest geraumer Zeit eine Art Selbstregierung, die ihnen von dem König von England mitsamt den Territorien, die sie heute innehaben, bewilligt wurde, als sie ihrer eigenen Gebiete infolge des England im Unabhängigkeitskrieg der Amerikaner geleisteten Beistands verlustig gingen. Nun fürchten sie, daß man ihnen die Selbstregierung nehmen möchte. * Rabbiner Dr. Rosenack auf einer Amerikareise gestorben. Auf der Ueberfahrt von New-Aork nach Bremen ist, wie ein FunLspruch meldet, der Rabbiner der Bremer jüdischen Gemeinde, Dr. Rosenack, auf dem Schiff plötzlich vom Tode ereilt worden. Dr. Rosenack war in Bremen sehr beliebt und sein tragischer Tod hat dort viel Teilnahme erweckt. * Das probate Mittel. Vor einiger Zeit hat im englischen Oberhaus Lord Newton in einer Rede darüber Klage geführt, daß in Rumänien die magyarische Minorität unterdrückt werde. Es ist Tatsache, daß die magyarische Propaganda es verstanden hat, sich unter den englischen Lords manche Freundschaft zu gewinnen, was die rumänische Presse mit Unbehagen registriert. Der Bukarester „V i i t o r u l" hat nun das alte, bequeme und probate Mittel gefunden, um mit Lord Newton fertig zu werden. Er erklärt. Lord Newton sei nicht nur ein Freund Ungarns, sondern auch ein Feind der Rumänen, denn Lord Newton sei niemand anderer als ein Jwde aus Großwardein, jetzt Oradea Mare, der früher Moritz Neustadt geheißen habe und im Jahre 1860 nach England übersiedelt sei. . * Keren Kajemeth l'Jisracl (Jüdischer Nationalsonds). Honte, 7 Uhr abends, im Bureau des Jüdischen Nationalsonds, 2. Bez., Zirkusgasse 38, Sitzung der Nationalfondsloiniinssäre. Tagesordnung: 1. B-crich: Dr. T-ar t-a k ow er» über die Gc> ueralkoi,seren; des Nationalsonds in Karlsbad und V.« K. K. L. am 13. ZionstltttloiMeß. 2. 'Arbeit der nächsten Ze-it- * Personalnachricht. Primarius Dr. Kurt Tschiaßnh, 4. Bez.. Wi-edner Hauptstraße 16, ist vom Urlaub zurückgekehrt. (Telephon 56.011). (Entgeltlich.) * Dentist Rudolf Luka. Wien, 2. Bez., Rotensterngasse Nr. 14, Telephon 45.636. ist von seinem Urlaub zurück-gekehrt -und ordiniert wieder von 9 bis 6 Uhr. (Entgeltlich.) Jüdische Schulnachrichten. * Jüdisches Realgymnasium, Wien. 2. Bez., Cchwllezg-asse 35. Die Auf-ncchmsprüsungen in die erste und zweite Klasse sowie die W-i-ederholungs- und Nachtragsprüfungen werden Montag den 3. September um $ Uhr vormittags abgehalten. Anmeldungen täglich von 11 bis 12 Uhr. Die bisherigen und die neu aufgenommen-en Schüler versammeln sich Dienstag den 4. September um 4 Uhr nachmittags im Schulgebäude. * Hebräische Schule der Bezirke 12 bis 15. Die Wiederaufnahme «des Unterrichtes in den Kursen des Vorjahres sowie die Eröffnung neuer Kurse für -Jugendliche und Erwachsen erfolgt anfangs September. Einschreibungen täglich von 3 bis 7 Uhr nachmittags (ausgenommen Samstag) und Sonntag von 9 bis 12 Uhr vormittags, 16. Bez., Herklotzgaffe Nr. 21. * Jüdischer Kindergarten der Bezirke 12 bis 15. Kinder, -welche bereits in der abgelaufenen Saison den Kindergarten besucht haben sowie neu eintretende Kinder, wollen scho» jetzt angemeldet werden; täglich (Samstag ausgenommen) vor? 3 bis 7 Uhr nachmittags und Sonntag von 9 -bis 12 Uhr vormittags, 16. Bez.. Herklohgasse 21. Austritte ans dem Fndentum. Tartakower Leo, geb. 16. Mai 1898, Brody» Beamter, 3. Bez., Kegelgasse 32. M e i s e l Moritz, geb. 17. August 1867, Wien, 6. Bez., Esterhazhgasie 21. Wasserberger Ryszad Maryan, geb. 16. März 1904, Wien, Krakau. Ing. S z e n d r ö Ludwig, geb. 3. Juni 1974, Czus. Oberbaurat, 4. Bez., Wyringergasse 17, Grünspan Olga geb. Man n, geb. 2. August 1872, Nachod, Private, 4. Bez., Starhemberggasse 39. Lazarowitsch Max, geb. 14. Februar 1896. Karlsbad, 2. Bez., Ferdinandsstraße 13. P o l l a k Julius, geb. 7. Oktober 1897, Prag, Beamter, 3. Bez., Klimschgasse 6. Eckstein Wilhelm, geb. 29. Juli 1877, Zagreb, Kapellmeister, 1. Bez., Rathausstraße 13. L a n d st e i n Aladar, geb 14. August 1904, Czifer, Student, 6. Bez., Papagenogasse 1a. Baderle Gertrud, geb. 17. Februar 1896, Wien, 2. Bez., Darwingasse 32. E ck st e i n Marie Anna geb. S w o b o d a, geb. 22. Jänner 1883, Wien, 1. Bez., Rathausstraße 13., Kary Emil, geb. 28. November 1888, Wien, 13. Bez., Langergasie 58. I a h o d a Rudolf, geb. 20. April 1862, Wien, Chemiker, 19. Bez., Grinzingerstraße 86. Heller Elsa, geb. 16. Februar 1902, Wien, Lageristin, 19. Bez., Pantzergasse 10. Handofsky Josef, geb. 14. Juni 1896, Wien, Beamter, -9. Bez., Garnisongasse 7. K o h n Josef, geb. 30. August 1896. Wien, 2. Bez., Ferdinandsstraße 13. Vereine. Borträge und Versammlungen. -Jüdische Tischgesellschaft Landstroß-, Heute Mittwoch. 8 Uhr. Zusammenkunft. Gäste willkommen. — Jugendverein Ahawath Zion. Heute, präzise dreivierte'l 8 Uhr abends. Bericht über den 13. Zivnistenkongreß. Urania. Heute Großer Saal: 6 Uhr: Der Kampf mit -dem Berge. 1. Halb 8 Uhr: G'schicht'n aus'n Wienerwa'ld. Kleiner Saal: Halb 8 Uhr: Dr. Fritz Schul-host ^Menschenkenntnis. 1. Kurssaal: 8 Uhr: Dr. Paul Müller: Werden und Vergehen 'der österreichischen Großmacht. 1, Bühne und Kunst. Sie Wische dramatische Schule in Warschau. Die einzige jüdische dramatische Schule, welche bisher bestcht, wurde vor etwa einem Jahve in Warschau begründet. Jhve Entstehung ist hauptsächlich der Initiative des Kritikers Dr. W e i ch e r t zu danken. Da die Vorarbeiten lange Zeit in Anspruch nahmen, wurde die Schule erst im Dezember 1922 eröffnet. Sie beendet Ende August ihr erste? Schuljahr. Die Frequenz betrug 20 Schüler, -darunter, acht Männer und zwölf Frauen. Die Leitung hat Dr. Michael Weicherl. Das -erste Schuljahr umfaßte folgende Diszipliuen: Diktion (104 Stunden). Detlamatiou (100 SturMtz). Mimiki

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