Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1631 (27.8.1923)
- Date
- 1923-08-27
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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M«, Montag Wiener MorMlzeitünK.?7. August 1933 Seite 8 rftotjfta'ltöt zu haben. Wir haben die Bedeutung des W:ii- Vanrpfes bereits im Tagesbericht deS Blattes gewürdigt und können uns somit hier auf die rein sportliche Seite der Veranstaltung beschränken. Die Holländer bringen eine überaus spielstarke Mannschaft nach Men, die einige Namen von internationalMl Rufe, enthält. Bor allem sind wir in der angenehmen Lage, den Vorsitzenden des Niederländischen Schachinlndes Dr. A. Rueb unter den Mitkämpfern begrüben zu können. Herr. Dr. G. C. A. Oskan ist einer. der stärkstell Spieler ^Hollands, der auf zahlreiche Durniererfolge znrückblicken kann und «st sringst in Schevcniugen sich ehrenvoll siir seine Heimat gegen die internationalen Meister schlug. 'Dort besiegte er unter anderem keinen Geringeren als Meister Net i. Ein zweiter Teiln>chn:er des Turniers von Scheveninhen befindet sich in den Reihen der Mannschaft. Dr. Fick aus Breda. Er ist ein überaris starker und geistvoller Spieler, der im Turnier eine Reihe von ausländischen Meistern strategisch überspielte und dell nur Mangel an Hebung all viel grösseren Erfolgerl, als er ohnedies erzielte, verhinderte. Ein nicht rninderstarkcr Kämpe ist auch sein Bruder Dl'. L. cf. Aber arrch die i'lbrigen Herren: Dr. E. Arrias, I. I. Boedtjn, P. Dykstra, P. fö. v. Hoorn inld P. van t'Beer sind Spieler von erprobter Stärke. Die Hakoah wird gegen diese Mannschaft ohne Zweifel eincll sckMeren Stand haben. Es fehlerr vor allem drei ihrer stärksten Spieler. Die Herrelr Herl and. der Sieger des Vierer-Turniers. Weiß, der Sieger des Haupt-Turniers B, und Gottlieb 1 sind abwesend und werden schmerzlich vermißt werden. Wie wird sich also unsere Manlffchast zusanmdensehen? An die erstell drei Bretter plant man Meister Richard Ret:, Die gestrigen Meisterschaftskänlpfe verliefen im allgemeinen sehr interessant. Hakoah, Rapid. Vienna und Simmering brachten beide Punkte rmch Hanfe, während die Amateure gegen Sportklub nur unentschieden spielten. Die Anteilnahme des Publikums war sine überaus große, so daß die Bereinskassiere auf ihre Kosten gekonrmen sein dürften. Nachstehend die Berichte: .tytfwrtj—Oftitmrf 4:0 (3 : y). Ein «nrLhmNches Debüt der Brigittenauer. Hohe Warte, 12.000 Zuschauer, Schiedsrichter Reichsfeld. Hakoah: Halpern; Trümer, Scheuer; Sludzky, Guttm«nn, Kerr; Katz, Heß, Gri'mwald, Häusler. Neufeld. Ostmark: Brandweiner; Weihrauch, Jarosch; Fürst, Biber, Lackenbauer; Weißenböck, Patzelt, Stangl, Hofbauer 2, Meißner. Wahrlich, daß erste Auftreten des Sportklubs Oftmark im Oberhaus war sehr unrühmlich. Ganz abgesehen davon, daß ihre Mannschaft nicht einmal den bescheidensten Anforderungen genügt, bewies sie ein sportliches Betragen, das man ruhig als skandalös bezeichnen kann. Von allem Anfang trachteten die Brigittenauer. durch brutales Spiel die Gegner einzuschüchtern, lvas ihneil auch zum Teil gelang. Als nämlich die Hakoahner bereits mit 3:0 Toren in der Führung lagen, zogen sie es vor, dem Gegner aus dem Wege zu gehen, da sie sich für das Gastspiel in London schonen mußten. Hätte der Sportklub Ostmark nicht derart roh gespielt, dann wäre der Tomnterschied weit höher ausgefallen. Die Brigittenamr Spieler begnügten sich nicht damit, ihr mHr als unsportliches Betragen auf dem Spielfeld zu beweisen, sondern sie setzten die Exzesse auch außerhalb des Sportplatzes fort. Sie insultierten nämlich die abströmenden Spieler und Anhänger des jüdischen Vereines, wobei Lackenbauer, Hossbauer 2 und Stanzl als Uebeltater einwandfrei festgestelli wurden. Es erfüllt uns mit Bedauern, daß das sportliche Gesetz den F. A. C. in die zweite Klasse beorderte und den Sportklub Ostmark dessen Stelle einnchmen ließ. Die Floridsdorfer sind nicht nur um eine ganze Klasse besser, sondern auch um mehrere Klassen disziplinierter wie die Neuaquisition Ostmark. Mr. Hunter hat seine Schutzbefohlenen für das Gastspiel in London ganz hervorragend trainiert. Die Früchte dieser Arbeit zeigten sich bereits gestern. Die Hakoahner führten vor der Pause ein ganz ausgezeichnetes Spiel vor. wobei jüder einzelne Hakoahner eine glänzende kövperliche Verfassung bewies. Anr bemerkenswertesten war bi-e Formverbesserung von Neufeld, Grünwald, Heß und Slndski. Guttmann und Scheuer heben sich ihr hohes Können bewahrt. Katz war sehr schnell, doch ist er noch immer schusselig. Häusler bewährte sich im Felde, vor dem Tor vergab er aber günstige Chancen. Trümer war ein würdiger Partner von Scheuer, es unterliefen ihm einige Schönheitsfehler. Halpern erwies sich wieder als der sichere und ruhige Tormann. Etwas schwächer wie seine Partner war Kerr, doch genügte auch er den Anforderungen. lieber Ostnmrk kann nichts Gutes berichtet werden, weshalb wir uns darauf beschränken, den Tormann Brandweiner zu belehren, daß ein Kapitän seine Spieler nicht aufzul-etzen, sondern zier Disziplin zu verhalten hat. Schiedsrichter Reichsseld versah sein Amt im allgemeinen zufriedenstellend, doch war er viel zu nachsichtig. Der Ausschluß der Brigittenauer hätte viel früher erfolgen müssen. Als er Lackenbauer, Hofbauer 2 und Biber vom Felde wies, waren die Gemüter bereits zu erregt. Schließlich wollen wir noch erwähneu, daß auch Häusler das Feld verlassen mußte, ohne daß sich dieser Spieler etwas zuschulden hätte kommen lassen. Lockenbauer war nämlich dem Hakoahner an den Hals gesprungen, worauf der Schiedsrichter ersteren an die Luft setzte. Der Brigittenauer beschuldigte nun Häusler, ihn beleidigt zu haben. Obwohl Häusler die Haltlosigkeit dieser Anschuldigung sofort beweisen konnte, wurde er vom Schiedsrichter ersucht, das Feld zu verlassen. Herr Reichsfeld begründete seine Entscheidung damit, daß er das Publikum beruhigen wollte. In der 6. Minute führt eine hübsche Aktion Neufelds zu einem Korner, und schon eine Minute später verschafft Weihrauch durch ein Eigeugoal den Blau-Weißen die Führung. Später sendet Grünwald mchaltbar ein. Der Tormann packt den Torschützen beim Fuß und wirst ihn zu Boden. In der 30. Minute schießt Heß ein hübsches Goal. Ein herrlicher Lauf und Center Neuselds in der zweiten Minute nach ger Pause führt bui-d) Grünwald zum gewünschten Erfolg. In der 15. Minute ereignen sich die eingangs erwähnten turbulenten Auftritte. Lackenbauer und Häusler verlassen das Feld. Vorher war noch Patzelt ausgeschlossen worden. Hofbauer der sich zahlreiche Fouls geleistet, wird wegen eines neuerlichen Vergehens in der 39. Minute ausgeschlossen. Noch ein resultatloser Korden Klubneetster Alexander Takaez und unser außerordentliches Mitglied S. R. Wolf zu setzen. Für die übrigen Bretter kommen die Herren Beut um, Brill, Dunkelblum, Gottlieb 2, Igel, Schenke in. Berthold Schwur z und Richard Schwarz in Betracht. Wir hoffen, daß die Mannschaft der Hakoah sich ehrenvoll schlagen wird. Jedenfalls aber wird dieser erste internationale BereinswMampf, der in Wien stattfindet, einen Markstein in der Geschichte des Wiener Schachspiels bilden. Die Vollversammlung der Schachsektion Hakoah. Die Vollversammlung der Schachsektion Hakoah, die Mittwoch den 32. d. in den Klub räumen des Cafe Ar'lon stattfaiid, nahm einen würdigen Verlauf. Nachdem der Vorsitzende Herr Schuber die Erschienenen begrüßt hatte, erfolgte die Berichterstattung über das verflossener: Spieljahr. Herr Schuber erstattete den Bericht des Vorstandes, Herr Lewit den finanziellen Bericht, Brill das Presseveferat. An der Debatte, die sich überaus sachlich gestaltete, beteiligten sich die Herren Richard Schwarz, Wahle, Beutum, Laub und Singer. Dem abtvetenden Vorstand wurde einhellig das, Mbsolutvrium erteilt. Die Neuwahlen hatte:: sagendes Ergebnis: Zun: Sektionsleiter wurde einstimmig Herr Richard Schuber gewählt; ebenfalls einstimmig erfolgte die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder: Richard Schwarz. Lewit. Manzoni und Brill. In den Disziplinarausschuß wurden gewählt: Dr. Fischer, Dr. Gelles und Dr. Hager; als Ersatzmänner: Beut um und Laub. Revisoren: Dunkelblum und Hermann Weiß. ner gegen Hakoah, da:m Pfeift Schiedsrichter Rckichsfeld das häßliche Match ab. Reserven 3:1 für Ostnmrk. Rapid—Hertha 4:3 (3 : v). Hertha-Platz, 16.000 Zuschauer, Schiedsrichter Kienzl. Rapid: Pauker: Regnord, Schlosser; Beran Hans, Brandstätter. Nitsch; Richter, Uridil, Kuthan. Barver, Wessely. Hertha: Ostriczek; Schneider, SolÄ; Wsvler, Reiter, Ungar; Holy, Kabada, Kalifch. Sedlace-k, Listopad. Zwölf Minuten vor Spielende führten noch die Hiitteldorfer mit 4:0 Toren. Den Favoritnern gelang es dann, drei Treffer anfzüholen, wobei man 'den Eindruck hatte, daß die Hertha bei einer längeren Spieldauer von wenigen Minuten noch den Ausgleich yergestellt hätte. Rapid bekundete fast während des ganzen Treffens eine starke Ueberlegenheit. Die Stürmer, die diesmal im gut disponierten Bauer ihren geistigen Lenker hatten, kombinierten sehr gut, man sah feine taktische Züge, die nur 'dann eine Unterbrechung erfuhren. wenn Uridil in den Besitz des Balles gelangte. Der Tank stellte als Torschütze seinen Mann, für den Aufbau der Angriffe trug er aber fast gar nichts bei. Sein ungenaues Zuspiel verurteilte Richter zu einer Statistenrolle. Sehr gut dagegen hielt sich die linke Angriffsreihe, in der wieder Wessely der gefährlichste Mann war. In der Deckung war Nitsch der weitaus beste Mmm. Bis 20 Minuten von Schluß entsprach auch Brandstätter allen Anforderungen, dann tvar er aber mit seinen Kräften #u Ende. Machet, der nur mäßiges Können verriet, wurde von Brandstätter mitgerissen, so daß die Deckung den anstürinenden Favoritnern nur mehr teilweise:: Widerstand leisten konnte. Die beiden Verteidiger waren solange gut, als ihre Deckung intakt war. In den letzten 20 Minuten sah man aber, daß tpvder Schlosser noch Regnard höheren Ansprüchen genügen konnten. Der Tormann Panier löste seine oft schwierige Ausgabe mit bemerkenswerter Ruhe. Die Hertha, die gestern mehrere Ersatzleute einstellen nmßte, konnte nicht befriedigen. Die Mannschaft war wohl hart, machte aber techirische und taktische Fehler. Insbesondere der Angriff spielte planlos, wobei man >n bemerkenswerter Weise die vernünftigsten Züge von: Läufer Lfftopad sah, der den ungewohnten linken Flügelstürmerposten einnahm. I:: der Deckung war der Mittelläufer Reiter der beste Mann. Weit schwächer waren seine beiden Partner. Auch die Verteidigung hatte keinen guten Tag, so wären bei etwas mehr Initiative von Ostriczek zwei Tore zu verhindern gewesen. Auch der rechte Verteidiger Schneider erleichterte den Gegnern die Treffererzeugung. Die Ueberlegenheit in den letzter: 30 Minuten verdanke:: die Favoritner mehr den: gegnerischen Unvermögen als den: eigenen Könner:. Hertha vergab eurer: Clfmeterstoß, der bei entsprechender Ausnützung den Ausgleich hätte brrugen können. Von: Anfänge an bedrängte Rapid und alsbald kann Kuthan nach einer Flanke von links den Ball ins Tor heberr. In der 20. Minute erhält Riga den Ball von Brandstätter zugesprelt, er täuscht seine Gegner und gibt der: Ball dem freistehenden Bauer ab. der mühelos einsendet. Bei einem An- Sportplatz Hohe Warte Vorverkauf ab heute an folgenden Stellen: Hakoah, I., Wiesingerstrasse 11, Slovan, Hotel Post, I., Fleischmarkt, Vienna, Hotel Union, IX., Nussdorferstrasse, Häusler, II., Taborstrasse 59, Stadion, II., Franzensbrückenstrasse 24. Slavia, Sturm, (Prag) (Oraz) Slovan, Hakoah ,W«s»v>8»b» aßialfje 2 Samstag den 8. September (Feiertag) und Sonntag den 9. September strifs der Hertha foult Ritsch den Rech tsvevb Inder Kalisch im Strafraum. Der Elfer wird uad) einmaliger Wiederholung von Listopad dem Tormann in die .Härrde gespielt. Noch e nmal kam: .Kuthan vor der Pause einsenden. Nach Seitenwechsel behält Rapid weiter seine Ueberlegenhoit und kann auch durch Uridil den Vorsprung auf 4:0 erhöhen. In acht Minuten kann aber die Hertha durch Kalffch, der alle drei Tore schießt, den Vorsprung beträchtlich vermmdern. und es sieht beinahe so ans. als ob die Partie remis enden würde. Der Schlußpfiff des Schiedsrichters Kienizl bringt aber die Bemühungen der Hertha zum Stchen. Das Spiel der Reserven endete 3:3 unentschieden. Uridil 3 schoß alle Tore für seinen Verein. . . Amateure—Sportklub 1:1 (1:0), Glanzleistungen Lohrmanns. Sportklubplatz. 10.000 Zuschauer. ^Amateure: Lohrmaun; Tandler. Hoikenwkt'lde?; HUK, Ienö, Kalman Konrad; Cutti, Svatosd). Schaffer, Wirser, Vecera. W. S. C.: Eduard Kannhäuser; Beer, Teufel; Plan?, Wiedemann, Lovak; Bauer, Hans Kannhäuser, Thimmler, Povolny, Giebisch. Die Amateure konnten, trotzdem sie in ihrer stärksten Aufstellung antrateu, gegen Erwarten mit dem Sportklub nicht fertig werden und mußten schließlich nod) sroh sein, daß sie nicht beide Punkte verloren hatten. Anfangs konnte,: sie zwar eine gewisse Ueberlegenheit geltend machen, dann aber brachten die Hernalscr Verteidiger durdi ihr konsequent durchgesührtes On back-System die violetten Angreifer so in Verwirrung, daß der Sportklub gegen Ende des Spieles, als die überlastete Amateure-Verteidigung zusammenbrach, ein geradezu erdrückendes Uebergciwicht entwickelte, und nur die hervorragende Arbeit des Torwächters Lohrmann verhinderte einen vollen Effolg der Dornbadwr. Die Amateure-Backs spielten anfangs nicht schlecht, waren aber bald nad) der Pause erledigt. Im Hals ragte Ienö hervor, Kalman:: zog sich ans den: uttbewohuten Platz eines Seitenläufers nicht fcT)Icd)t aus der Affäre, Hiltl sorgte nur für die Verteidigung. In: Sturm waren Cutti' und Wieser «n: besten, Schaffer und Svatosd? verrieten nur 'wenig Spieleifer. Der Sportklub war mit größtem Eifer bei, der Sache und den Gegnern auch an Schnelligkeit überlegen; besonders die Flügelstirrmer distanzierten öfters ihre Widersacher; schwächer war das Innentrio. In der Deck::ng war Lovak der sdiwächste und Wiedemann der. beste Mann. Ganz ausgezeichnet spielte die Verteidigung, die durcki raffiniertes Off side-Stellen den gegnerischen Sturm lahmlegte. Der lokalpatriotische Teil der Zuschauer nahm einigeinal gegen den tadellos amtierenden Schiedsrichter lärmend Stellung. Der Kampf begann mit Angriffen der Amateure, dir teils ivegen off side unterbrochen, teils mit Fehlschüsien Wiesers und Svatosch' abgeschlossen wurden. In der 25. Minute geht Cutti uncn:fhaltsam vor und sein scharfer Schuß springt vom Fuße Beers ins Tor. Nach der Pause erkän:pften sich die HernaUer ein erdrückendes Uebergewicht. Dennoch dauert es eine halbe Stunde, bis nach einer Flanke Bauers Giebisch durd) einen Kopfstoß ausgleicht. Die wütenden Angriffe des Sportklubs, der nur ans Sieg spielt, sdiLitcrn bei Lohrmann, der in den letzten Sekunden einen sdiarfrn, anscheinend unhaltbaren Schuß Kannhäusers aus wenige Schritte Entfernung unschädlich macht. Simmering—W. A. F. 1 ‘ 0 (0:0), W. A. F.-Platz, 2000 Zuschauer, Schiedsrichter Werner. Simmering: Aigner: Musil. Riedl; Ban!n>mr!ngr, Pulpittel, Ärvkesch; Dworschak, Dmnfer, Horvath, Kliwitscb, Hauswirih. W.?l. F.: Saft; Mattanschek, Wind: Cerny, Roi, Lambrecht; Schm-idt. Menzel, Klein, Straßer, Herzka. Die Hütteldorfer zogen sid) gestern mit Anstand au.? der Affäre. Ihre Verteidigling und Deckung entsprachen vollkommen den Anforderungen. Nur im Angriff konnten die Gäste eine geringe Ueberlegenheit geltend machen. Die Simmer'Mer batten im MitteWür-mer Horvath ihren besten Mann. Auch die übrigen Stürmer gefielen red)t gut. Lukosdi war der beste Läufer und Musil' der bessere Verteidiger. Ter Torinann Mgner war seiner Aufgabe gewachsen. Beim W. A. F. gefielen außer den Spielern des Hintertreffens noch Klein und Herzka. Anfangs abwechseüwes Spiel. In der 14. Minute schöner Sololauf Kleins, der mit eine:'.: knappen Fehlschuß endet. Ätun rafft sid) Simmering aus und kommt öfters vor das Tor des W. A. F. In der 34. Minute macht Wind einen groben Fehler, Saft konilte jedoch im leisten Moment retten. In der 44. Aff nute kommt W. A. F. nad) hübsd)er Konkbinatioi: vor, «Straßer kommt in Front. Mguer rettet durch Umlwerfcn bravourös. Halbzeit 0:0. Knapp nach Wiederbeginn greift W. A. F. heftig au. In der 16. Minute schießt Klein einen Freistoß aus 18 Meter Entfernnng knapp daneben. In der 22. Minute köpft Horvath nach einem Eckstoß ein. Von nun an ist Simmering klar überlegen. In den letzter: Minuten flaut das Spiel ab. Vienna—Wacker 3:2 (0:1). * Wacker-Platz, 8000 Zuschauer, Schiedsrichter Wagner, Vienna: Kolar; Blum, Rainer; Ludwig, Chrenka, Seufert; Fischer, Kargl; Patzaf, Gerber, Horeys. Wacker: Schaffer; Baucek, Kolndorfer; Huber, Resch, Ianda; Kühuel, Reindl, Kowauda, Wana, Liebhart. Die lbeiden Gegner lieferten emander^ einen sckiarsen, aber fairen Kampf, der mit einem unverdienten Sieg ber Vienna endete. Die ganze erste und einen Teil der zivciten Halbzeit zeigten die Meidlinger eine starke. Ueberlegenheit. Die Sieger traten ohne ihre angekündigten prominenten Neuerwerbungen an und boten demgemäß eine schwache Leistung; der Erfolg ist mehr der Schwäche und der Sa>iunseligleit des Gegners als den: eigenen Können z-uzuschreiben. In den Sturm kam erst Leben, als Horeys ins Zentrum rückte. Die Neuerwerbungen Gerber und Patzak betrieben im Verein mit ihn: ein Hurraspiel, in das sid) Fischer nicht ein« fügen konnte. Die Halbes kamen erst nach Halbzeit in Schwung. Rainer überragte Blum, >der Lieibhart nicht Wien konnte und stoßunsicher war. Kolar war gut. Die Wacker-Lente traten mit einer großen Anzahl Neuerwerbungen auf den Plan, die zwar nicht versagten, aber auch nichts Hervorragendes zeigten. Nur der neue Torinann Schaffer war sehr unsid)-cr und trägt am letzten Tor das VersdMltden. Die Läufer lieferten nur Zerstörungs- und keine Aufbauavheit. Kowanda war ein guter, aber etwas bequeiner Leiter des Angvffses, Wana-Liebhart ein ausgezeichneter rechter Flügel. Wacker bedrängt von Spielbeginn an mit großer Vehemenz, während die Vienna bei vereinzelte:: Vorstößen nicht weniger als sechs Komer durch Fehler .Hubers erzielt. Nach mehreren schönen Kombinationszügen verwandelt Wana in der 27. Minute eine Flanke Kühnels. Nach der Panse geht Horeys ins Zentrum. Sein Durchbruch führt in der 8. Minute 'zun: Ausgleich. Vom Abstoß weg erzielt Wacker einen Korner. Liebharts Schuß hält Blum mit der: Händen. Den Elser verwandelt Ko- Der erste Meisterschastssonntag. gittereffaate KSmpse. — Die Hakoah in guter Verfassung. — Die Amateure verlieren einen Punkt. - Ein Pyrrhussieg Rapids.