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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-26 · Heft 1630 (26.8.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1630 (26.8.1923)
Date
1923-08-26
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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ÄL MW_ Wien, SmtiÄag_ Vor ihm, dem wir «S dvr Ferne bewu-niderten, mit seinen gutmütigen, fattften Augen ongelächelt wurden, vüchen wir einer »ach dem anderen vor und wie im Chor begrüßten wir den interessanten Fremden unisono mit dem altbekannten Scholem Weichem. Er reichte uns allen bfe Hand, erwiderte Weichem Schalom und von diesem Moment war er unjser intÄnfter Kvsnnld geworden. Wir sparten UNS die Butter- oder PowidGwte, di« man unS in den Eheider mitzugedien pflegte, anif, um unseren Freund, der — wenn er auch aus PalästiM stammt.— doch sicherlich Hunger habe und essen müßte, damit zu versorgen. Wir gingen olle gleich vom Choker ins Beth Homidrasch, wo uns der Palästinenser die inteveffantesten Geschichten aus dem Lande Israel erzählte. In phantastischen Farben schilderte er uns den Ort, wo d'.e Kotel-Maarawi, die Klagemauer, die einzige alte Wand, die vom Beth-Hamikdosch zurückgMieben ist, steht, die Mo ras- Hamachpeloh, wo die Stammväter ruhen, das Kewer Rachel und noch viele andere Palästina-Bilder, die unsere kiMichen Phantasien aus das höchste steigerten. Er zeichnete uns die Verwahrlosung unserer heiligen Muttererde, wo einst Milch und Honig geflossen und die sich schon Hweitausend Jahre nach einer Ausrichitung schnt; mit bezaulbernden Worten rief er >n uns Jungen die Erinnerungen unserer alten, ge-Kebten Heimat wach, in welcher die Lust heilig, der Boden heilig und die Sprache heilig ist. Bor unserem geistigen Auge tauchten die Bilder aus >sm Lande unserer Ahnen auf, über das wir so viel im Cheder gelernt hatten. Wir sahen uns in die alte, gute Zeit versetzt, 'in welcher das Beth Hamikdosch in Pracht und Glanz gestanden war, wie gn den jüdischen Feiertagen die Juden, aus dom ganzen Lande Israel mit Sang und Klang nach Jeruscholailn zu pilgern pflegten, um au dem feierlichen Gottesdienste im salonronischen Tempel, begleitet vom Gesänge, Orgel- und Harsenspiele der Kohanim und L'wiim, teilzunehmen, und ein tvehnrütiger Schmerz durchzog unser Gennüt denn Gedanken, daß all diese Herrlichkeit ein trauriges Ende genommen habe, der Tempel zerstört, das Land verwüstet sei und die Kinder Israels im Gckluth zerstreut wurden. Tage voll Zaubers verlebten wir Judenkinder in der sommerlich heißen Atmosphäre des Beth Haniidrasch, vw unser Freund aus Palästina reicht müde totu'bc, uns mit einer prophetischen Sprache die Schönheiten unserer alten Hermal zu schildern. In unserer kindlichen-Phantasie {aljett wir in ihm einen Borboten des heiligen Messias, der einst kommen wird, u-m uns aus dein bitteren, fremden Gallith zu erlösen. Als ich eines Frühmorgens, mit der Gemarah in der einen und mit dem Frühstück in der anderen Hand, aus dem Wege zum Cheder war, traf ich unseren so lieb gewordenen Freund, mit seinem Wanderstabe in der Hand, als er eben unser Städtchen verfassen wollte. ,,'S-chialom", empfahl er sich von mir, „sei gut und sronrm, lerne fleißig die heilige Tlhoxa und vergieß nie die alte Heimat, das Land unserer Väter. Ich nvuß zurück, von tvo ich eigentlich stamme und. will noch zu Nasch Haschanah in meiner -Heimat anlangeu. Wenn du einst größer geworden bist, komm' mir nach, ich will dich erwarten, und will dir dann die alten, historischen 'Plätze des Judenlanid-s zeigen. Gar nichts ist schwer, wenn man will. Und wenn alle Inden wollen werden, können wir sogar unsere, alte Heimat Erez Israel zurückhaden. Friede mit dir, mein Kind, ich muß abreisen." Mit schwerer Mühe geliang es mir, den Wanderer zu bewegen, ineine zwei Brotschnitten als Wegzehrung nritzunehmen, und lange schaute ich mit sehnsuchtsvollen Wicken den sich inrmer weiter entfernenden Freund nach, der das Glück hatte, den Galuch zw verlassen und nach Ercz Israel zurückzrckehren. Sehr lange ist es her, daß ich mein Heimatlstädtchen veK lasten mußte. Not, Elend und Kummer trieben mich elternlosen Jungen in die weite Welt hinaus und ich finde keine Ruhe, denn ein Menschenalter langes Sehnen zehrt in meiner Brust, und unvergessen bleiben mir immer die Abschivdsworte des alten Freundes aus der Jugendzeit: ,Mo!mm' mir nach!" Mirjam. Es lvar an einem Sonntag Nachmittag nnd ich fuhr nach Hietzing, um dort Bekannte zu besuchen. Int Gedränge konnte ich nach vielen Mühen einen Sitzplatz erobern. Mir gegenüber saß eine alte Daine mit einem etwa vier Jahre alten Mäderl mit braunem Gefichtchen, dunklen, heiseren Augen und kurzen, schwarzen Locken. - Ich mußte sie immerfort anschauen. Da wandte sich die Kleine an die alte Dam.': „Sabah. vvaiaj nihje schäm?" (Großmutter, wann werden wir dort sein?) Ich war erstaunt. Was, hebräisch? Dieses kleine Kind? Und Fveudentränen stiegen mir in die Augen. Doch die Dame antwortete dem Kinde nicht. Da fragte ich es hebrävsch, ivohin es denn wolle. Die Dame war ganz überrascht. Fräulein, Sie sprechen hebräisch? Ich leider nicht. Mirjam ist mein Cnker'l. Sie ist aus Palästina. Ihre Mutter mußte heute Aibschie-dsbesuche machen nnd ich will dem Kinde den Tiergarten geigen." ,L), Mirjam, Großmutterverficht, dich ja nicht! Jtomnt* doch zu mir!" Ich nahm sie aus den Schoß und bald waren -wir vertrant miteinander. Ich wurde sogar zu einer Dvdah (Tante) erhoben. . ,M>odajl), warum kann di« Großmuttm nicht hebräisch sprechen?" „Weil, weil. . . mm sie wird noch lernen!" „Aber Dodahti, Großmutter ist doch schon groß!" Und Mirjam kam das so komisch vor, daß sie hell aufsachte. Ws der Schaffner.Dchönbvnwn" rief, vergaß ich meine Hietzmger Bekannten mrd schloß mich Mirjam an. Im Tiergarten interessierte sie alles. Oft blieb sie stehen and rief: „Kcmrab iE!" (Wie schön!) Wienve Morgenzeitung. Eine besondere Freude machten ihr die Assen. Sie hüpfte; ihre Angen glänzten. „Dodahti, kauf mir doch solch' einen. lieben Affen. Er wird mein Kind sein und ich werde mit ihm .spivlien! Ja?" ,Hetzt nicht, morgen!" MS e« dunkelte, fuhren wir heim. In der Elektrischen schlief Mirjam in meinen Armen ein. Erst als wir ausstiegen, erwachte sie. Ich küßte sie zum Abschied. Da schlang sie ihre braunen Aermchen itm meinen Hals: „Dodahti, wann kommst du zu uns, nach Evez-Jsrael?" „Bald, Mirjam!" „Aber den Affen darfst im nicht vergessen!" „Nein, meine Kleine!" „Schalem, Dodahti!" „Schaloni. Mirjam!" Di« Großmutter wollte sich bei mir bedanken. Da rief ich: „O, ich danke Ihnen für den Nachmittag, den ich mit Mirjam verbrachte! Mit Mirjam, der kleinen Hebräerin! ___ Ada Adler, Mstan. (1916.) Unter dem gestirnten Himmel, der erglänzt in heller Pracht, Ruht Jeruisalem, weiß leuchtend, blickt es in die Mitternacht. Oberhalb der Hänsergruppen, von des Mondes Glanz beschienen, Ragen ein'ge Trümmerhaufen — eines Königreichs Ruinen. Dorten, an dem Abhang Mmmenid. orlt hinan eine Gestalt, S^tvarz die Kleidung, langen Bartes und das Antlitz ehern Ange-laugt jetzt bei der Stätte, wo der Tempel sich erhob, In dem Jubel und Gesänge kündeten des Gw'gen Lob. Wirft sie ihren Stab zur Erde, daß die Splitter krachend fliegen. Tiefer Schurerz und Trauer malen sich in den verzerrten Zügen Wer der Mann in dem Talare, dessen Augen glühen, brennen? Stolz und groß trotz seiner Jahre — ha, ich glaube ihn zu kennen. Jst's nicht Ahasver, der Wand'rer, der von Gott bestimmt zu sehen Völker werden, Reiche wachsen und im Lauf der Zeit vergehen?!' Ja, er ist's! — Doch welch Begehren hat der Heimat in gebracht, Seine Fauste ballt er drohend und ruft in die stille Nacht: „Tausend Flüche meinem Schicksal, daß ich diese Stunde sah, Sende Donner, schleud're Blitze, strafe sie, o Jehova! Denn mein Volk — grause Gewißheit — im Gehirne Höllenpein, Meine Hoffnung, die mich stützte — es hat aufgchört zu sein! Nimmer nun kann ich mehr glauben, noch den Zlugenblick zu schauen, Seh'n die Menge freudig eilen, deine Tempel neu zu bauen. Ha, vorbei, es kam und ging, so wie andre und — verschlvindet! Räche, Herr, dich nicht so grausam, hast du selbst doch einst verkündet: Deinen: Volke der: Messias — jetzt erfüllt mich banges Zagen, Wer besäße wohl die Kräfte, deine Fahne hoch zu tragen?! Wo die Krieger, die ihr folgen nach der Väter heil'gem Lande? Nein, bevor sie, sich ermannen — lieber sterben sie in Schande! Ewiger! Vergelt es denen, die dein Volk dir so verderben, Falsch und heuchelnd es belügen, um die Gunst von Fvemdett. werbe», Die nach Ehr' und Aemtern strebend, deine Nation verführen Und den Streit der GjaubenSbrüder von der Kanzel hetzerd schüren! Ueberall Verfall und Elend, Eigennutz und Schlechtes waltet, Alles Gute nnd Erhab'ne. ist vergessen, ausgeschaltet! Sind das Menschen, die du schufest dir zum Ebenbild, o Herr?Z Niemals siel deine Bestimmung zu erfüllen mir so schwer!" Seine Stimme ist vcrkluirgen, in der warmen Nacht verhallt, Vor sich dumpf hinbrütend schreitet ZHasver zu einem Spalt: In dem Stein geheim gemauert ist ein Kästchen, Vas entleert Zeigt ein wunderbar geformtes, diamantbesätes Schwert. „Bar Kochba, du Sohn der Sterne, Letzter, der die Waffe trug, Sieg das Ang', die Stiru, die Haltung, Sieg dein ganzer Hoereszug! Bar Kochba, du letzter Jude, der'nur tot zur Erde sank, Als der Römer in die Festung stürmend, durch Verrat eindrang! Damals löst' ich von dein Leibe, der mit Wunden überdeckt Lag entseelt, das Schwert der Kön'ge — halb' , zur 'Ruhe es gelegt. . Immer lag es hier geborgen trotz trotz des unendlichen Leüd. Herr, erhebe deine Stimme, sage mir, wann kommt die Zeit?! Wann sendest du den Messias, sende ihn, o Addonai!!! . Denke des geschlossenen Bundes, deines Worts am Berg Srnar! Seelen uns'rer alten Väter, unf'rer heiligen Propheten, Helft mir vor dem Untergange eure Kmdeskinder retten! Dunkles, rätselhaftes Schicksal, dir ist alles untertänig, Vor dir neigen sich und beugen Bettler, Bürger. Fürst und Körrig. Kein Gebilde evdgeboren kann sich deinem Spruch entzvchen. Ist der nnlsere gesprochen — weiß ich, ist umsonst mein Mühen! Doch ich achte nicht des Schicksals — achte nicht boschloff'ne Strafe; Frei mrd groß, mein Volk, sollst du sein, Herr der Zett und nicht ihr Sklave. Stolz soll deine Seele füllet», daß zum Inder» du geboren. Einem Volke bfft du eigen, das sich Gott hat auserkoren! lltib ich tveiß, noch gibt es Juden, die ihr Leben freudig weihen, Meinem ersten Rufe folgend keine Opfer werden scheuen, Darnm, alte Waffe, tragen dich noch einmal meine Hände, Ob zum Siege oder Tode?! -- Gott, der Herr, weiß nur das Ende! Vorwärts nM Das Werk k.;v das uns eint und uns verbündet, Das dem Feind, der unversöhnlich, eilte feste Wehre kündet! Unbesiegbar sind wir, wenn kein nied'rer Trieb uns selbst ttttfeifsÄ und Wehe, Juden, liegt vnr Worte: „Einigkeit!!!" Friedrich Schiff (mit achtzehn Jahren geschrieben). Ja« alte Buch. Auf einem Pult in der Ausstellung lag ein Buch zur Schau. Es kam ein einfacher Mann herzu, besah es von allen Seiten. „Ein Prachtstück", sagte er. „Nirgend ein Fehler. Trotz der Spuren fleißiger Benützung und trotz des Lohen Alters kein Makel, das nenne 'ck eine Arbeit leisten. _ 26. Äktgust 1923 ~ Seite« Stolz kann mau auf jenen Handwerker fein^. So sprach der Buchbinder. ' ' Ein eleganter Herr kam nun an die Reche. Er öffnete das Buch. LiK die Blätter durch die Finger gleiten. Untersuchte ihre Güte und bewunderte sie. „Biele hundert JHvi alt und das Papier noch so weiß, als ob e§ gestern aus der Maschine gekommen wäre"; das war der Papierfabrika«^ der so sprach. Und nun kanr der Buchdrucker, diesenr hat es der deutliche und wie frisch scheinende schwarze Druck angetan, beinahe ehrfürchtig blickte er hinein und ließ der Arbeit seiner alten Vorgänger alle Gerechtigkeit widerfahveu. Und nun näherte sich dem Pulte ein weißbärtiger Mann. Der schlug das Buch auf und blätterte darin, hi« und wieder eine Melodie in sich hineinsummend. Empört über die respektlose Behandlung eines so Men Buches^ stellten ihn die drei zur Rede. Jener erwiderte gleichmütig: „Mas geht mich die Arbeit des Buchbinders, des Papiermachers »Ud gar jene deS Druckers an diesem Buche an. Der Inhalt ist es, der zw mir spricht. Da rst meine Heimat. Ich muß sehen, ob' alle die schönen Dinge darin stehen, die meine Juge«8 verklärt haben. Ob die reizenderr Erzählungen, die mir von meinen Vätern berichten, so darin stehe», wie ich sie gelesen und gelernt habe. Ja, dieses Buch und sein Inhalt sind' mein Eigentum. Die sprechen zu mir in der Sprache meiner Väter und lehren mich meinen Gott lieben uwd' ehrsürchten. Ich kenne das Buch von außen und mm innen, ich gehe damit schlafen und stehe damit auf. Auf allen meinen Wegen begleitet es mich". Und der Alte blätterte darin unbekümmert weiter. Verärgert verließen die anderen den Platz. Jlitfr auch der Alte, als er das Buch gründlich genug durch gesehen, legte es vorsichtig nieder mit dem Anfang nach oben, küßte es und verließ sinnend und in sich gekehrt den Raum. __ ' F. L. H. 8. Andersen: Vierzehnter Abend. (Aus Bilderbuch ohne Bilder.) Der Atmrd erzählte: Am Waldweg stehen zwei kleine Bauernhäuser mit schmalen Türen und winzig kleinen Fensterchen, die ganz unregelmäßig in der Wand sitzen. Um die Häuschen herum wuchert es von Weißdorn und Berberitze. Das Dach ist dunkelgrün vom Alter, und gelbe Blunren und Lattich ioachsen daraus Grünkohl und Kartoffeln stehen, als einzige Gemüse, im Küchengarten. Am Zaune aber blüht em Fliederstrmrch, tmd darunter saß, als diese Geschichte begaim, ein kleines Atädchen und starrte mit bramren Guckaugen nach der alten Eiche, die gewissermaßen die Grenze zwischen den beiden Häuschen bildete. Es war vigerrtlich gar keine Eiche, sondern nur em morscher, oben abgesagter Stamm, und ein Storch hatte sein Nest darauf gebaut. Er stand mitten darin und klapperte mit bem Schnabel. Da kam ein kleiner Knabe, blieb neben dem Mädchen stehen und begann ebenfalls, den alten morschen Eichbaum anzuguckeu. Er und das Mädchen waren Geschwister. — „Wo siehst du hin?" fragte er. „Nach dem Storch," anwortete sie. „Die Nachbarin hat mir erzählt, er würde uns heute ein Brüderchen bringen oder ein Schwesterchen. Nun paß guf, wenn es kommt!" — „Schnack! Der Storch bringt gar nichts. Das kannst du mir gLaubsn. Mr hat's die Nachbarin auch erzählt, aber wie sie's erzählt hat, hat sie gelacht, und da habe ich mir gedacht: Halt! und habe sie gefragt, ob sie dabei sagen kann: Boi Gott! Das hot sie aber nicht gekonnt, und nun weiß ich, daß die Geschichte mit dem Storch ein Märchen ist nnd daß man uns Kinder nur zmv besten damit hat." — „So? Aber woher kovrmen denn die kleinen Kinder, kötzüst sie der Storch nicht bringt?" -• „Na. die hat der liebe Gott unter seinem Mantel. Aber kein Mensch sieht den lieben Gott. Darmn merken wir auch nicht, wenn er die kleinen Kinder bringt." In dem Augenblick raschelte ss nn Fliederstrauch. Die Kinder falteten die Händchen mrd sahen sich erschrocken a«. Da! — das war der liebe Gott, her ihnen das Kleine ins Haus bringen wollte. Und sie faßten sich stumm bei der Hand, so erfüllt waren sie von dem, was sie soeben erlebt hatten. Me Haustür ging auf, und die Nachbarin trat heraus. „Kommt, Kinderchen!" rief sie. „Seht, was der Storch euch gebracht hat: ein Brüderchen!" — Dia Kinder nickten nur, denn sie tvußten ja^chon, daß es angekomrnen war. AMMgunge« des Zugeadrefsrates. Mittwoch den 5. September, ilt7 Uhr abends, Vertretersitzung der Jugendgrnppen. 2. Bez., Taborstraße 20 a. Mittwoch beit 5. September, 7*8 Uhr abends, findet eine-, Besprechung der Obmänner der Elternverbände und der Lehrerschaft statt, 2. Bez., Taborstraße 20 a. Tagesordnung: Arbeits- Programm. Gäste, welche zur Mtarbeit bereit sind, willkommen Meflasten. M. Neu«Kirchen. ad 1. Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesichetten Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk. (Basler Progrmmn.) ad 2. Theodor Herzl war der Begründer des Zionismus in dessen heutiger Form, ad 3. Zionistenkongresse finden jedes zweite Jahr statt. — K. L. M. Nationaljüdische Kinderheimstätten unterhält in Wien der Verein Jüdische Ktnderfteunde. (2. Bez., Obere Donausttaße Nr. 91.) — L. T. Der letzte jüdische Jugendtag fand in Wien zu Pfingsten 1918 statt. Den Vorsitz führte Dr. Siegfried Bernfeld, die Eröffnungsrede hielt Martin Büber. — Z. Kl. Er geht doch. Man umß nur versuchen. Schreiben Sie uns wieder. — Sk uv. Die nattonaljüdischen Studenten Deutschlands find tm Kartell Mischer Verbindungen (K. I. V.) organisiert. — Rer. nat. Warum denn nicht? Auch naturwissenschaftlich« Abhandlungen bringen wir gern. — Für mehrere Einsender. Bitte die Manuskripte etwas leserlicher zu schreiben. --- „Nahar". Besten Dank, die Besprechung ist aber zu nichtssagend. Versuchen Sie er mit etwa? anderem! — L. Wittels. Besten Dank! Die Erzählung ist jedoch bereits ins Deutsche übersetzt nnd a!> gemein bekannt.

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