Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1630 (26.8.1923)
- Date
- 1923-08-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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em $ Wien, Sonntag Wiener Movjgenzeitnng. > tätigten Kohlengeschafk mit Deutschland verschnupft ist, so ist es klar, daß die Angriffe der Opposition gegen, die Regierung Witvs sich gerade die außenpolitische Lage als das nächste Zielobjekt aussnchen. Es ist auch ein offenes Geheimnis, daß der gegenivärtige Auhemninister Seyda in absehbarer Zeit das Feld wird räumen müssen; er muß gehen, weil seine Politik, die ja nicht die seine ist, geändert werden muß. Die neue Orivntiemng wird seinen Nachfolger bestimuren. Die neue Orientierung aber hängt von der Anleihe ab so wie überhaupt von ihr die weitere Gestaltung der Dinge in Polen abhängt. Die Notwendigkeit einer neuen außenpolitischen Orientierung aber bringt den Bestand der gegenwärtigen RegiernugÄoalitiou ins Wanken. Denn die Nationaldemokraten können nicht mehr in ein außenpolitisch neuorientiertes Kabinett hinein; dazu sind sie der alten Konzeption zu sehr verpflichtet und auch durch ihr Versagen zu sehr kompromittiert. Witos weiß dies und sieht sich im Süllei: nach neuen Koaliüonsgenossen um. Ob sein geheimer Plan einer Koalition zwischen dem Zentrunr und der Linken zustande kommen wird, oder ob er zu irgend einer anderen Kombination, im schlimmsten Falle zur Auflösung des Sejm mit einem Wahlprogramm gegen seine gegenwärtigen Koaliüonsgenossen greifen mutz, in jedem Falle sind wohl die Naüokaldemokraten als Mitregenten der Geschicke Polens nicht mehr gut möglich, da sie in der kurzen Zeit nach innen und außen abgewirtschaftet haben. Die jetzt so viel erörterte Frage, wer Finanzmmister werden wird, die Witos anscheinend auch zu einem stillen, aber kräftigen Schlag gegen die» unbequemen Koaliüonsgenossen ausnützen will, diese Frage ist heute von nebensächlicher Bedeutung. Ter gegenwärtige Finanzminister Linde ist nicht unfähiger als jeder andere an seiner Stelle wäre, und die Fähigkeit eines Nachfolgers wird hauptsächlich darin bestehen müssen, sich der strengen Kontrolle anzupassen, die eine Anleihe mit sich bringen wird. Es geht nur darum, ob die Anleihe gelingt. Gelingen kann sie nur bei richtigem Verständnis für die inneren Notwendigkeiten und für die Beziehungen nach nutzen. Alle Gerüchte und parlamentarischen Ondits über Rekonstruktion des Kabinetts, Auswechslung von iMnistern, Diktaturabsichten Pilsudsüs, saszistische Rüstungen der Rechten sind Gerüchte. Die Wirklichkeit ist: die Losung der .Krise in Polen kann nur durch eine radikale politische Umstellung nach innen und außen angebahnt werden. Die heutige Koalition ist dazu nicht fähig, sie ist zu. beschwert von vergangenen Sünden. Eine ganz neue Konzeption einer ganz neu orientierten Regierung (ob nun Witos ihr Chef sein wird oder nicht, ist einerlei) wird der Ausländsanleihe folgen, die heute das große wirtschastspoliüsche Problem Polens ist. Kommt aber die Anleihe nicht, gelingt es nicht, sie erlangen, dann wird wohl dem politischen Sommer ein Winter polittschen Mißvergnügens folgen. r Ausländer Exporteure kaufen am vorteilhaftesten Gummimäntel erstklassiger Qualität und Ausführung bei Repann, eammimäntelfabrik, Wien m I!!., Beatrixgasse 26 Tel. 585 II!., Heumarkt 7 Gebiete. Dubnows Kennzeichnung dieser Epoche als „zweite Reaktion" deckt diese parallelen Prozesse nicht vollständig. And in der Tat hat er es auch an einer detaillierten Darstellung des wirtschaftlichen Moments fehlen lassen, in welchem der jüdische Einfluß ruf b:e Umwelt und deren Widerspü'l in der jüdischen Sphäre besonders deutlich zum Ausdruck kommm. Vielleicht hat hier den Geschichtsschreiber sein Material im Stiche gelassen, vielleicht ist seine Betrachtungsweise das Ergebnis einer Ideologie, die letzten Endes noch auf den Einfluß der Graetzschen Schule zuvückweicht. Wie dem auch sei, der künftigen Geschichtsschreibung erwächst die Aufgabe, das Versäumte nachzuholen, und die bei Dubnow etwas verblaßt erscheinende Rolle der Juden im Wirtschaftsleben mit deutlicheren Strichen zu zeigen. Tubnow führt e:n Stück Zeitgeschichte vor, das er selbst erlebt und an dessen Werden er aktiven Anteil genommen hat. Es ist verständlich, d^ die persönliche Einstellung nicht ohne Einfluß auf sein UrM geblieben ist, und so wird ihm in noch verstärkterem Maße wie früher der Vorwurf der Parteilichkeit gemacht werden. Diejenigen, die dieser Meinung sind, werden sich auf die angebliche „Objektivität" der jüdischen Historiker, die Du^ows nationale Konzeption verwerfen, berufen, ohrre zu ahnen, auf welch gefährliches Gebiet sie sich damit begeben. Es ist eine eigenartige Sache um die Objektivität des Historikers. Er befindet sich nicht in der glücklichen Lage des Naturwissenschaftlers, denn der Stofs der Geschichte steht eben nicht ständig und unmittelbar der sinnlichen Wahrnehmung frei, und es müßte schon ein Unikum an menschlicher Entsagung sein, das imstande wäre, die in unserer Weltanschanutrg lvurzelnden ethischen, politischen und sozialen Ueberzruaungen nicht in die Werturteile über Personen und Dinge einfließen zu lassen. Obwohl mm Dubnows Werk durchaus in dieser Art Tendenz zeigt, und er, der jüdische Nationalist, zu den politischen Historikern gerechnet werden kann, so ist er es doch nicht in dem Sinne, wie seine Gegner, die ganz bewußt dem Stoff um gewisser politischer Doktrinen willen Gewalt antun, wie ihre famosen Deduktionen von der Witschen Religionsgemeinschaft und dem Sinn der nennten Tagesbericht. Harding und sein jüdischer Freunderkreis. Der verstorbene Präsident der amerikanischen Republik Warrcn Gamaliel Harding war ein ausgesprochener Judenfrennd. Noch ehe er Präsident der amerikanischen Republik wurde, war cs bekannt, daß er einen großen jüdischen Freundeskreis habe, dessen Gesellschaft er stets suchte und dessen er sich auch später, als er die höchste Würde im Staate bekleidete, rühmte. Zum mtinven Kreis Hardings gehörte auch oer Präsides des Klubs der. Washingtoner Zeitungskorrefpon'denien N. Karger, der übrigens zu den bedeutendsten politischen und diplomatischen Korrespondenteit Amerikas zählt. Mr. Karger beschäftigt sich in einem Anssatz in der ,^Jcwish Tribune" mit den Beziehungen Hachings zu den Iudetr. Wir entnehmen ihm die folgenden Ausführungen.,Karger brachte einmal im zwanglosen Gespräch mit Haging die Rede auf dieses Thema und richtete an .Harding die . Frage, weshalb seine besten Freunde gerade Juden sind. ,Mln denn — antwortete Harding — jawohl, ein großer Teil meiner besten Freunde sind Juden." Dieser sein Ausspruch machte bald die Runde durch das Land. Fwunde und Feinde zitierten ihn und selbst .Henry Ford führte ihn häufig an. Diejenigen jedoch, die wirklich Anspruch darauf hatten, Hardings Freunde zu werden, bedienten sich feiner and seltensten. Spricht man jedoch von Beziehungen des Präsidenten Harding zu seinen jüdischen Mitbürgern, so muß geltau unterschieden werden zwischen seinen gesellschaftlichen und seilten offiziellen und öffentlichen Beziehungen. .Harding hat niemals eine persönliche Freundschaft zu' irgend jemandem kultiviert, weil er Jude ist, aber ebensowenig leugnete er seine Freundschaft zu einer Persönlichkeit, bloß ioetl diese Jude lvar. Er dachte einfach gar nicht daran, daß hier Unterschiede gemacht werden können. „Ich wurde in einer kleinen Stadt geboren — sagte er einmal zu einem Freund —, in welcher cs auch keinerlei antisemitisches Gefühl gegeben hat. Männer und Fronet: der verschiedensten Religionen verkehrten miteinander in freundschaftlicher Weise sowohl in gesellschaftlichen: wie auch im geschäftlichen Leben. Iudetr wurden'in christlichen Familien gerne gesehen und ebenso umgekehrt." Vor längerer Zeit kam eine Abordnung der Bürgerschaft von Marion, der Geburtsstadt Hardings, ins Weiße Haus, nur dem Präsidenten ihren Respekt zu erlveisen. Da sagte eitler unter Zustimmung der übrigen: „In Marion gibt es keinen Jtrdett, der nicht Marren G. .Hardings Freund wäre. Ich verstehe darunter nicht bloß eine oberflächliche vulgäre Freundschaft, sondern eine Freundschaft in herzlichem, sozialem Sinne. Da sind zmn Beispiel Rosenberg und Oppenheimer, die Familie Strehlitz, Sam und Ben Kleinmaier, dann unser alter Marks, die Familie Lc^arus in Kolumbus uttd — wozu ihre Namen aufzählen, ihre Zahl ist ziemlich groß. Sie gehörten zu seinen Kartenpartnern, sie arbeiteten zusammen in industriellen Unternehmungen, sie förderten gemeinsam den Sport, veranstalteten zufamtnen Unterhaltungen für Wohltätigkeitszwecke und sie waren ein Teil, des geselligen Lebens int Hause Havding." Einmal, als Harding nach der denkwürdigen Versammlung in Ghicago, in welcher er zum Präsidentschafts-- kandidaten nominiert wurde, nach Marion kam, stattete ^nator Harding der dortigen B'nei B'rith-Loge einen Be- Geschichte der Juden, der in der engen Anpassung an Staat und Gesellschaft bestehen soll, und dergleichen, beweisen. Was sie am schwerstett bedrückt, ist, daß die jüdische Wirklichkeit, wie sie aus der Geschichte folgt, ihre Ideologie über den Haufen werfen könnte. Wie einstens bei dem Erscheinen d^ eistet: Bandes der Graetzschen Geschichte, so erhebt sich auch jetzt im Lager der deutschen Juden die Stimme des Protestes gegen den „nationalistischen" Historiker, der das deutsche Volk beleidigt und damit nicht mir die deutschen Juden in ihren tiefsten Empfindungen mitgetroffen, sondern auch dem Antisemitismus willkommene Argumente in die Hand gespielt hat. Es ist ein trauriges Zeichen der Zeit, daß der Kritiker der Duönotvschen Arbeit in dem offiziellen Organ des „Zentralvereines deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" sein Verständnis siir die jüdische Geschichte dadurch zu bekunden glaubt, daß er sich wegen Dubnows Urteil übet die Emanzipation, das freilich nicht mit der: Anschauungen liberaler Gemeindevorsteher und Rabbiner identisch ist, gegen die von Dubnow den Deutschen zugefchriebenen intellektuellen »Urheberschaft für den ^wissenschaftlichen" und praktischen Antisemitismus, gegen die Bezeichnung Deutschlands als des Landes des Militarismus und des Antisemitismus (im Jahre 1914!) usw., Einspruch erhebt. Aus solchen Ergüssen spricht nur die Angst, daß das, tvas freie Betrachtung der Dinge aufzudecken droht, mit dem Dogma des Staatsbüvgertums, wie es von der liberalen Ideologie verstanden wird, in Widerspruch geraten konnte. Mag Dubnow sich mancher Uebertrerb trugen oder Vielleicht auch Unrichtigkeiten in dem einen oder anderen Urteile schuldig gemacht haben — wer wüßte sich von solchen Mängeln absolut frei? —, mag auch sonst dies oder jenes an seinem Merke nicht den Beifall aller Kreise finden, bleibendes Verdienst hat er sich unbedingt dadurch erworben, daß er einen Weg zeigt, auf hem die jüdische Geschichtsschreibung weitevbauen wird, Mit seiner umfassenden synthetischen Darstellung der jüdischen Geschichte hat Dubnow neue'Bahnen eingeschlagen, die einen lichtvollen Ausblick in die Zukunft der jüdischer: Historiographie eröffnen. JosefWeÄin). 26. August 1923 Nr. 1630 such ab. Hier, sozusagen im Kreise seiner Freunde — denn ncvl^u alle Mitglieder der Loge waren ihm persönlich bekannt —, setzte er in einem Vortrag die Gvundzüge seiner Philosophie auseinander. „Ich hofft — sagte er —, daß ganz A nterika sich den Geist der B'nei B'rith im Kampfe gegen Unwissenheit, Unduldsamkeit und Verleumdung sowie gegen alle Bewegungen, die auf die Erschütterutlg der einmütigen Friedlichkeit unter den amerikanischen Bürgern hinauslaufett, sich zu eigen machen wird. Brüderlichkeit, Hilfsbereitschaft tttti) Dienstfertigkeit müssen die obersten Gebote unseres Volkes werden, und die Genugtuung. die aus d'em Bewußtsein kommt, anderen geholfen zu halben, trägt viel mehr zu unserem Glücke bei als Erfolg, Auszeichnung und all die attderetr Siege im Lebet: es zu bereiten vermögen. Im ungezwungenen Gespräch bot er datttt Retnitüszettzen aus feinem Leben in Marion und aus seinen Beziehungen zu seinen jüdischen Freunden. Er erzählte so manchen packenden Fall von hervorragenden Leistungen der Iudetr 7m Frieden und im Kriege. Er erzählte von Julius Strehlitz, der vor mehreren Jahrzehnten sozusagen mit dem Pack auf dem Rücket: nach Marion gekommen toar, schilderte dessen Känlpfe, Erfolge, und große Verdienste, die damit honoriert wurdet:, daß er zun: Schatzmeister des ganzen Kreises gewählt wurde. Er erzählte von Saul Oppenheimer, der als kleiner, arn:er Junge nach Marion kam und nun Präsident des Erziehungs- und Unterrichtsausschtlsses von Marion ist, und tvas alle änderet: betrifft, die Familien Kessel, Fried, Schön, Edison, Heß, Zwilow. von allen wußte er Freundliches und Schönes aus seinen eigenen Bezieht:ngetr zu ihnen zu sagen. Oft erzählte er auch später, noch während seiner Präsidentschaft, von der großen Freud-.' des Wiedersehens, die er bei seinem Besuche in der B'nei B'rith-Loge an seinem Geburtstage empfand. .Harding unterließ es tue, wenn sich hierzu die Gelegenheit bot, seiner Bewunderung für das Judentum ttwö seine führen* den Persönlichkeiten Ansdruck zu geben. Als anläßlich der Anwesenheit Dr. Weizmauns in Amerika zu dessen Ehren ein Lunch gegeben wurde, war Harding verhindert, persönlich zt: erscheinet:. Er entschuldigte fein Fernbleiben in einem Schreiben an den Präsidenten Alexander Wolf, in welchem er ihn feiner freundschaftlichen Gefühle für die z i o n i st i s ch e B cw e g u u g versicherte, und er sprach den Wunsch ans. daß das jüdische Volk „i:ach Wiederaufbau seines Worischen nationalen .Heimlandes eine treue und noch glänzendere Phase feiner geschichtlichen Anteilnahme am Fortschritt und an der Ent- Wicklung der Menschheit Cvcginnctt möge". Großes Aufsehen erregte vor nicht langer Zeit die Zuschrift Hardings an John SPargo, der sich an die Spitze einer nichtjüdischen Bewegung zur Paralysiernng des von .Henry Ford m die breiten Massen hineingetragenen antisemitischen Giftes gestellt hatte. Harding beglückwünschte Spargo zu diesem mutigen und unerläßlichen Schritt uttd bat ihn, sich überall auf die volle Zustimmung des Präsidentetr der Vereinigten Staaten zu berufen. Besondere Freundschaft verband ihn mit A. G. Laster in Chicago, den er zum Präsident c n des A u s s chn s ses fü r S ch i ffa hr t swes e n der Vereinigten Staaten ernannte und der auch fiir eitlen wichtigen Posten in: Kabinett Hardings in Aussicht genommeni tvar. Die Ernemmng Engen Meyers zun: Präsidenten! der während des Krieges eingesetzten Kriegssinanzkorporation erfolgte über ausdrücklichen Wunsch Hardings. In allen den Fällen, in bettet: er Inden zu hohen! Staatspostetr berief, hat Harding alle Versuche, diese Ernennungen nt:r aus dem Grunde zu vereiteln, weil die Betreffenden Juden wäret:, mit Enischiedetcheit zurückgewiesen. Zer KmUeß kt AMch. Der soeben abgehaltene Kongreß der Agndah hat ftn* anfgezcigt, inwieweit mit der Agndas Jisroel als mit einem Faktor zu rechnen ist. Lange herrschte in der Oeffentlichkeit Ungewißheit darüber, mit welchen Teilen im Judentnn: man es hier eigentlich zu tun habe, und manche vermuteten in dieser Bewegung den Großteil des strenggläubigen Judentums zu finden, und die leitcitbcn Agndah-Kreise selbst wollten sich gar als einzig berechtigte Fürsprecher der orthodoxen jüdischen Masse aufspielen. Nun versucht sich die Partei in fester gefügten Formen zu organisieren und wir sehen, daß sie nur eine der inmrhalb der Orthodoxie herschenden Richtungen ijt. An: Agudah-Kongreß tvar ein Teil der Orthodoxie fast aus allen Staaten vertreten, jedoch nur ein klenrer Teil. Abgesehen vom Misrachi fehlten hier weite Kreise der Orthodoxie. Bis auf einige wenige Ausnahmen waren auch die prounmmtesten Lettchten der Talmudwissenschast ausgeblieben. (Darauf versuchte auch ein Redner in-der Debatte hinzuweisen, allein bei der Art, welche die ganze Geschäftsführung der Verhandlungen ketmzeichnete, war cs ein Leichtes, solche Debatten zn ersticken.) Kaum ein Obcrrabbiner einer zentralen Gemeinde war erschienen, obwohl als Oberrabbiner hier bald einer betittelt wurde.. Der Polnische 'Mabbitterverband lvar wohl am Kongreß vertreten, doch ist zu bemerken, daß dies ein agudistischer Parteivcrband ist. Das Gros der Rabbiner in Polen aber gehört weder diesem noch einem anderer: Verbände an. lieberdies wurde die Grundlage zn einem zweite:: Verbände vor kurzer Zeit durch eine Konferenz der misrachischen Rabbiner gelegt, an der sich 76 Rabbiner beteiligten. Der orthodoxe Rabbinerverband in Amerika und Kanada ist längst schon halboffiziell misrachistisch, doch schufen jüngst einige agndistische Räbbiner in Amerika einen Konkurrenzverband. Abgesehen davon, daß ein beträchtlicher Teil der Orthodoxie im Lager des Misrachi steht, finden wir eine Richtung in der Orthodoxie, die es ablchnt, mit einer der leiden Richtungen zu gehen, die sich aber an Stärke mit jeder derselben messen kann. Es sind dies alle , jene S&ceifß, welche jeder OMnnstevmg MidesLand